Forschungsinstitut

Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden

Das Logo des Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung  e.V. an der TU Dresden, Quelle Wikimedia Commons

Das HAIT beschäftigt sich mit der systematischen Untersuchung des Nationalsozialismus und des Kommunismus sowie den Voraussetzungen und Folgen beider Herrschaftssysteme. Als Weltanschauungs­diktaturen haben sie das 20. Jahrhundert entscheidend geprägt. Ihre Folgen stellen noch immer Hypotheken für Gegenwart und Zukunft dar. Im Mittelpunkt der Forschung stehen die politischen, sozialen und kulturellen Entwicklungen in totalitären Regimen. Untersucht werden ihre ideologischen und ideengeschichtlichen Voraussetzungen, ihre organisatorischen Strukturen sowie die konkreten Auswirkungen auf das Leben der Menschen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse von Opposition und Widerstand gegen beide deutsche Diktaturen. Interdisziplinäre Forschungsansätze von Geschichts-, Politik-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie vergleichende Perspektiven prägen die Forschungsfelder des Instituts, zu denen auch die kritische Auseinandersetzung mit dem politischen Extremismus in Geschichte und Gegenwart zählen. Die Forschungstätigkeit des Instituts wird nicht durch zeitliche Zäsuren begrenzt. Die Nachwirkungen der Diktaturen erfordern vielmehr eine differenzierte Betrachtung im Rahmen einer internationalen Transformationsforschung, die zu den Schwerpunkten des Instituts zählt. Dies betrifft auch aktuelle Herausforderungen und Gefährdungen der Demokratie durch autokratische Regime sowie durch extremistische, rassistische und antisemitische Einstellungen.

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