DDR A-Z 1960
ABF (1960)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 [S. 9]Abk. für Arbeiter- und Bauernfakultät. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 9 1959 A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AbgabenSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 [S. 9]Abk. für Arbeiter- und Bauernfakultät. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 9 1959 A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Abgaben
DDR A-Z 1960
Ablieferungssoll (1960)
Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Ablieferungspflicht. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 9 Ablieferungspflicht A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AbsatzabteilungenSiehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Ablieferungspflicht. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 9 Ablieferungspflicht A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Absatzabteilungen
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Abschreibungen (1960)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 In der volkseigenen Industrie werden die A. für Anlagen und Einrichtungen ebenso wie im „kapitalistischen“ Wirtschaftssystem vorgenommen. In der „volkseigenen“ Wirtschaft gab es bis Ende 1955 für die verschiedenen Wirtschaftszweige allgemeinverbindliche A.-Sätze. Sie wurden ab 1. 1. 1956 durch globale A.-Normen, die auf betrieblicher Ebene zu ermitteln waren, ersetzt. (Amortisationen, Gewinnverwendung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 10 Abschnittsbevollmächtigter A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AbtreibungSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 In der volkseigenen Industrie werden die A. für Anlagen und Einrichtungen ebenso wie im „kapitalistischen“ Wirtschaftssystem vorgenommen. In der „volkseigenen“ Wirtschaft gab es bis Ende 1955 für die verschiedenen Wirtschaftszweige allgemeinverbindliche A.-Sätze. Sie wurden ab 1. 1. 1956 durch globale A.-Normen, die auf betrieblicher Ebene zu ermitteln waren, ersetzt. (Amortisationen, Gewinnverwendung) …
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Abweichungen (1960)
Siehe auch: Abweichung: 1985 Abweichungen: 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Stehender Begriff des Pj. für Auffassungen, die nicht der als „Generallinie“ vom ZK der KPdSU in Moskau verkündeten Lehre des Marxismus-Leninismus und ihrer häufig wechselnden Auslegung entsprechen: sie werden seit Lenin auf das schärfste bekämpft. A. gelten nicht nur als Verstoß gegen die Parteidisziplin, sondern auch als Verrat am Sozialismus und an den Interessen der Arbeiterklasse, die den Interessen des Volkes gleichgesetzt werden. Je nachdem, ob die A., gemessen an der jeweils gültigen „Parteilinie“, zum Radikalismus oder zur Mäßigung bzw. zum Ausgleich mit den Gegnern neigen, werden sie als Linksabweichungen (Sektierer, Dogmatismus), Rechtsabweichungen, Versöhnlertum oder Opportunismus gebrandmarkt. Darunter fiel und fällt auch die als Revisionismus und als „Paktieren mit dem Klassenfeind“ verdammte Lehre der deutschen Sozialdemokratie (Sozialdemokratismus) seit Bernstein und Kautsky. Da der Bolschewismus vorgibt, alle Natur- und Lebenszusammenhänge endgültig und eindeutig wissenschaftlich erkannt zu haben, wird das abendländische Bestreben, die Wahrheit über die Natur- und Lebenszusammenhänge durch empirische Beobachtung und selbständiges Denken frei von Vorurteilen objektiv zu erkennen, als Objektivismus gefürchtet und verfolgt. Infragestellung der vom Bolschewismus behaupteten zwangsläufig wirkenden Gesetze der gesellschaftlichen Entwicklung (Marxismus-Leninismus) wird als Subjektivismus bekämpft. Die seit Jahren in der SBZ in breitesten Kreisen bis in die Parteimitglied[S. 11]schaft hinein bestehende Hoffnung auf einen Ausgleich zwischen beiden Teilen Deutschlands und die damit verbundene Ablehnung einer „kämpferischen“ Haltung gegenüber der Bundesrepublik unter gleichzeitiger Einschätzung des bolschewistischen Regimes der SBZ als eines bloßen Provisoriums wird von den Bolschewisten schärfstens als „Theorie vom Dritten Weg“ (Dritter Weg) bekämpft. Zur Bekämpfung aller A. wird immer wieder die revolutionäre ➝Wachsamkeit der Parteimitglieder aufgerufen. A. innerhalb der kommunistischen Parteien werden in leichten Fällen durch das Verfahren der Kritik und Selbstkritik ausgemerzt. In schweren Fällen, und wenn die Betroffenen nicht widerrufen, ist Parteiausschluß die Folge; außerdem (wenigstens bis zum XX. Parteitag der KPdSU von 1956) gegebenenfalls gesellschaftliche Vernichtung in Zwangsarbeitslagern oder Liquidierung mit oder ohne Gerichtsverfahren. (Stalinismus) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 10–11 ABV A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AbwerbungSiehe auch: Abweichung: 1985 Abweichungen: 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Stehender Begriff des Pj. für Auffassungen, die nicht der als „Generallinie“ vom ZK der KPdSU in Moskau verkündeten Lehre des Marxismus-Leninismus und ihrer häufig wechselnden Auslegung entsprechen: sie werden seit Lenin auf das schärfste bekämpft. A. gelten nicht nur als Verstoß gegen die Parteidisziplin, sondern auch als Verrat am Sozialismus und an den Interessen der…
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ADN (1960)
Siehe auch: ADN: 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst: 1965 1966 1969 1975 1979 Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst (ADN): 1985 Abk. für Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst, als GmbH im Oktober 1946 als angeblich unabhängiges Nachrichtenbüro gegründet, stand von Anfang an unter entscheidendem Einfluß der SED, die mit Georg Wilhelm Hansen alias Willi Leitner) den Geschäftsführer und Chefredakteur stellte, Anfang 1953 durch Frau Deba Wieland (SED) abgelöst. Seit 1950 besitzt ADN in der SBZ das Nachrichtenmonopol, seit dem 1. 5. 1953 ist ADN offiziell „staatliche Institution“ und „unterliegt dem Weisungsrecht des Ministerpräsidenten, das durch das Presseamt beim Ministerpräsidenten ausgeübt wird“. ADN treibt nach den täglichen Weisungen aus dem ZK der SED eine einseitige, an den jeweiligen Zielen der SED-Politik orientierte Nachrichtenpolitik. Er unterhält Redaktionen in allen Bezirkshauptstädten der SBZ und ständige Korrespondenten in Moskau, Peking, den Hauptstädten der Volksdemokratien sowie in Bern, Bonn, Genf, Kopenhagen, London, Paris, Rom, Stockholm, Wien, Kairo und Damaskus. (Presse, Parteipresse der SED) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 12 Administrieren A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AESiehe auch: ADN: 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst: 1965 1966 1969 1975 1979 Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst (ADN): 1985 Abk. für Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst, als GmbH im Oktober 1946 als angeblich unabhängiges Nachrichtenbüro gegründet, stand von Anfang an unter entscheidendem Einfluß der SED, die mit Georg Wilhelm Hansen alias Willi Leitner) den Geschäftsführer und Chefredakteur stellte,…
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Agententätigkeit (1960)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Bis zum 1. 2. 1958 eine der unter Boykotthetze fallenden Erscheinungsformen im Klassenkampf; mit Inkrafttreten des Strafrechtsergänzungsgesetzes selbständiger Straftatbestand in den §§ 15 und 16 dieses Gesetzes. Die Sammlung oder Übermittlung von Nachrichten, „die geeignet sind, die gegen die Arbeiter-und-Bauern-Macht oder andere friedliebende Völker gerichtete Tätigkeit anderer Staaten, Organisationen oder Gruppen zu unterstützen“, wird mit Zuchthaus bis zu 10 Jahren bestraft. Worin dieses „geeignet sein“ bestehen muß, wird nicht definiert, sondern der Rechtsprechung überlassen. Wer keine Nachrichten sammelt oder übermittelt, wer aber mit „Staaten, Organisationen oder Gruppen, die Gegner der Arbeiter-und-Bauern-Macht sind“, in Verbindung tritt, kann unabhängig vom Grund und Inhalt dieser Verbindung mit Gefängnis bis zu 3~Jahren bestraft werden, denn „die Erfahrungen unseres über ein Jahrzehnt währenden Kampfes gegen die verbrecherische feindliche Wühltätigkeit haben erwiesen, daß bereits solche Handlungen, mit denen der Täter sich und sehr oft auch andere Bürger, seine Familie, seine Arbeitskollegen den feindlichen Agenten ausliefert, einen ersten Schritt zu größeren Verbrechen gegen unsere Republik und damit eine ernste Gefahr für die volksdemokratische Ordnung und die Lebensinteressen ihrer Bürger darstellen“ (Renneberg in „Neue Justiz“ 1958, S. 9). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 12 AFI A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AgenturverträgeSiehe auch die Jahre 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Bis zum 1. 2. 1958 eine der unter Boykotthetze fallenden Erscheinungsformen im Klassenkampf; mit Inkrafttreten des Strafrechtsergänzungsgesetzes selbständiger Straftatbestand in den §§ 15 und 16 dieses Gesetzes. Die Sammlung oder Übermittlung von Nachrichten, „die geeignet sind, die gegen die Arbeiter-und-Bauern-Macht oder andere friedliebende Völker gerichtete Tätigkeit anderer Staaten, Organisationen oder Gruppen zu…
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Agitprop-Gruppen (1960)
Siehe auch: Agitprop-Gruppen: 1959 1962 1963 1965 1966 Agitprop-Trupps: 1958 Ausdruck des Pj. (abgekürzt aus Agitation und Propaganda) für kleine Gruppen von Laien-„Künstlern“, die mit den Mitteln der Volkskunst (Rezitation, Sprechchor, Dialog, Kabarett, Kurzszene, Song) tagespolitische Agitation im Geiste bolschewistischer ➝Parteilichkeit treiben. Als Instrument der Massenbeeinflussung fußen die AG. auf kommun. Traditionen der zwanziger Jahre. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 13 Agitprop A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AGLSiehe auch: Agitprop-Gruppen: 1959 1962 1963 1965 1966 Agitprop-Trupps: 1958 Ausdruck des Pj. (abgekürzt aus Agitation und Propaganda) für kleine Gruppen von Laien-„Künstlern“, die mit den Mitteln der Volkskunst (Rezitation, Sprechchor, Dialog, Kabarett, Kurzszene, Song) tagespolitische Agitation im Geiste bolschewistischer ➝Parteilichkeit treiben. Als Instrument der Massenbeeinflussung fußen die AG. auf kommun. Traditionen der zwanziger Jahre. Fundstelle: SBZ von A bis Z.…
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Agrarpreissystem (1960)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die Landwirtschaft unterliegt wie die übrigen Wirtschaftszweige der autoritären staatl. Preisfestsetzung. Das seit 1945 aufgebaute System des doppelten Preisniveaus bedeutet für die landwirtschaftliche Erzeugung niedriger Erfassungspreis für die im Rahmen der Ablieferungspflicht und relativ hoher Aufkaufpreis für die über die Zwangsablieferung hinaus als Freie Spitzen verkauften Mengen. Dieses Preissystem dient dem Bestreben, auch das Letzte aus dem einzelnen Betrieb herauszuholen. Erst der durch sehr hohe „Aufkaufpreise“ (je nach Produkt das 1½- bis 2½-, vor 1956 sogar bis 5fache des „Erfasserpreises“) gegebene Anreiz lockt mehr Produkte auf den Markt, als die Ablieferung verlangt, zumal eine wirtschaftliche Existenz der landwirtschaftlichen Betriebe aus den Einnahmen für die Pflichtablieferungsmengen allein bei den bestehenden hohen Ausgabenbelastungen vollkommen unmöglich ist. Das Zusammenwirken von A. und Ablieferungssystem bildete das Kernstück wirtschaftspolitischer Einflußnahme im Klassenkampf auf dem Lande, die mit der Zwangskollektivierung ihr Ziel erreicht haben dürfte. Da mit der Betriebsgröße bei Privatbetrieben die Ablieferungsnormen je Hektar progressiv ansteigend gestaffelt waren, nahm vom Kleinstbetrieb zur Großbauernwirtschaft hin die Möglichkeit, Freie Spitzen zu verkaufen und damit in den Genuß hoher Aufkaufpreise zu gelangen, ab. Das war die Ursache dafür, daß viele Mittel- und Großbauern wirtschaftlich zugrunde gingen, sofern sie es nicht vorzogen, wie die in Abhängigkeit von den MTS gehaltenen kleineren Einzelbauern, ihre Selbständigkeit mit der Kollektivarbeit in den LPG zu vertauschen oder aber der Republikflucht anheimzufallen. Für die VEG besteht seit 1955 ein gesondert von der [S. 14]übrigen Landwirtschaft festgesetztes drittes Preisniveau, das in seiner Höhe im allgemeinen zwischen den Erfassungs- und Aufkaufpreisen liegt. Es ist anzunehmen, daß mit der totalen Kollektivierung und der Veranlagung der Ablieferungspflicht als Marktproduktion auch für die Landwirtschaft ein einheitliches Preisniveau angestrebt wird. (Preispolitik, Landwirtschaft) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 13–14 Agrarökonomik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AgrarstatistikSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die Landwirtschaft unterliegt wie die übrigen Wirtschaftszweige der autoritären staatl. Preisfestsetzung. Das seit 1945 aufgebaute System des doppelten Preisniveaus bedeutet für die landwirtschaftliche Erzeugung niedriger Erfassungspreis für die im Rahmen der Ablieferungspflicht und relativ hoher Aufkaufpreis für die über die Zwangsablieferung hinaus als Freie Spitzen verkauften Mengen. Dieses Preissystem dient…
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Agronom (1960)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Als „Spezialist“ ausgezeichneter Fachmann des Acker- und Pflanzenbaus, der in planender und beratender Funktion den „sozialistischen Sektor“ der Landwirtschaft fördern soll. Früher den MTS zugeordnet, sollen die A. künftig direkt in den Dienst der LPG treten, wo sie z. T. auch die Arbeit des Zootechnikers zu übernehmen haben. Spezialhochschulen zur Ausbildung von Diplom-A. in Bernburg (Institut für Agrarökonomie) und Meißen (Hochschule für LPG). Auch Dipl.-Landwirte werden als A. und Ober-A. eingesetzt; die Bezeichnung ist jedoch an keine bestimmte Ausbildung geknüpft. Es wird zugegeben, daß zahlreiche A. noch keine abgeschlossene Berufsausbildung besitzen. Literaturangaben Merkel, Konrad, und Eduard Schuhans: Die Agrarwirtschaft in Mitteldeutschland — „Sozialisierung“ und Produktionsergebnisse. (BB) 1960. 191 S. mit 53 Tab. (Führt M. Kramers Schrift fort.) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 14 Agrarwissenschaftliche Gesellschaft, Deutsche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AgrostadtSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Als „Spezialist“ ausgezeichneter Fachmann des Acker- und Pflanzenbaus, der in planender und beratender Funktion den „sozialistischen Sektor“ der Landwirtschaft fördern soll. Früher den MTS zugeordnet, sollen die A. künftig direkt in den Dienst der LPG treten, wo sie z. T. auch die Arbeit des Zootechnikers zu übernehmen haben. Spezialhochschulen zur Ausbildung von Diplom-A. in Bernburg (Institut für…
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Akademie der Künste, Deutsche (1960)
Siehe auch: Akademie der Künste der DDR: 1975 Akademie der Künste der DDR (AdK): 1979 1985 Akademie der Künste, Deutsche: 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Deutsche Akademie der Künste: 1969 1975 1979 Die am 24. 3. 1950 gegründete DAdK ist nach Grotewohl als Forum gedacht, „das, anknüpfend an beste fortschrittliche Traditionen deutschen Geisteslebens, dazu berufen ist, die Regierung in Fragen der schöpferischen Kunst zu beraten und der weiteren Entwicklung neue Impulse zu geben“. Die DAdK. dient jedoch mit ihren Sektionen Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Dichtkunst und Sprachpflege, Musik vor allem repräsentativen Aufgaben und dem kunstwissenschaftlichen Materialaustausch mit dem Ausland. Sie unterstand bis Herbst 1952 der die Kunstpolitik bestimmenden Kunstkommission, seitdem unmittelbar dem Ministerpräsidenten. Präsident: Prof. Otto ➝Nagel (Maler); Vizepräsidenten: Walter ➝Felsenstein (Regisseur), Willi ➝Bredel (Schriftsteller), Paul ➝Dessau (Komponist); Verlag: VEB Verlag der Kunst; Zeitschrift: „Sinn und Form“. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 14 Agrotechnische Termine A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Akademie der Landwirtschaftswissenschaften, Deutsche (DAL)Siehe auch: Akademie der Künste der DDR: 1975 Akademie der Künste der DDR (AdK): 1979 1985 Akademie der Künste, Deutsche: 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Deutsche Akademie der Künste: 1969 1975 1979 Die am 24. 3. 1950 gegründete DAdK ist nach Grotewohl als Forum gedacht, „das, anknüpfend an beste fortschrittliche Traditionen deutschen Geisteslebens, dazu berufen ist, die Regierung in Fragen der schöpferischen Kunst zu beraten und der weiteren Entwicklung neue…
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Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“, Deutsche (1960)
Siehe auch: Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR: 1975 1979 1985 Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“, Deutsche: 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“: 1969 1975 1979 Gebildet durch Ministerratsbeschluß vom [S. 16]11. 12. 1952 (Min.Bl. S. 223) durch Zusammenlegung der 1948 gegründeten „Deutschen Verwaltungsakademie ‚Walter Ulbricht‘“ und der „Deutschen Hochschule der Justiz“ die ihrerseits aus den Volksrichterlehrgängen der einzelnen Länder und der Zentralen Richterschule entstanden war). In ihrer heutigen Struktur kann die A. als 5. juristische Fakultät neben denen der Universitäten Halle, Jena, Leipzig und Berlin bezeichnet werden. Das Reifezeugnis einer Oberschule oder die Abschlußprüfung an einer Arbeiter- und Bauernfakultät sind allerdings nicht Voraussetzung zur Zulassung, sondern können durch eine Aufnahmeprüfung ersetzt werden. Die A. ist in Institute aufgeteilt, in deren Rahmen die Fachvorlesungen, Übungen und Seminare abgehalten werden. Wichtigste Institute: I. für Staats- und Verwaltungsrecht, I. für Strafrecht, I. für Zivilrecht, I. zum Studium der Theorie des Staates und des Rechts, I. zum Studium der Grundlagen des Marxismus-Leninismus. Eine Sonderstellung nimmt das „Institut für Außenpolitik und Internationale Beziehungen“ ein. Es umfaßt nur 90–100 Studenten, die dazu ausersehen sind, einmal im auswärtigen Dienst der SBZ tätig zu werden, Studienplan und Prüfungsordnung entsprechen denen der juristischen Fakultäten (Rechtsstudium), so daß es heute also keinen Unterschied mehr zwischen akademischer Ausbildung und Volksrichter-Lehrgängen gibt. Die A. hat Promotionsrecht. Zulassung zur wissenschaftlichen ➝Aspirantur erfolgt durch das Staatssekretariat für Hochschulwesen. Die wissenschaftliche Aspirantur schließt nach dreijähriger Dauer mit der Promotion ab, wonach die Möglichkeit zur Habilitation besteht. An der A. wird ein Fernstudium durchgeführt, an dem viele jener Volksrichter teilnahmen, die bis Ende 1960 ihr Staatsexamen nachholen mußten. Schließlich finden Qualifikationslehrgänge von ein- bis dreijähriger Dauer für Verwaltungsfunktionäre statt, die der politischen Festigung und fachlichen Weiterbildung der Kader dienen sollen. Am Schluß eines solchen Lehrgangs steht nicht das juristische Staatsexamen, es wird lediglich eine Abschlußprüfung abgelegt, über deren Bestehen eine Bescheinigung ausgestellt wird. Rektor der A. ist Professor Dr. Herbert ➝Kröger (SED), dem der Prorektor für Studentenangelegenheiten, der Prorektor für Lehre, Forschung und wissenschaftliche Aspirantur und der Prorektor für das Fernstudium zur Seite stehen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 15–16 Akademie für Sozialhygiene, Arbeitshygiene und Ärztliche Fortbildung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Akademien, WissenschaftlicheSiehe auch: Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR: 1975 1979 1985 Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“, Deutsche: 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“: 1969 1975 1979 Gebildet durch Ministerratsbeschluß vom [S. 16]11. 12. 1952 (Min.Bl. S. 223) durch Zusammenlegung der 1948 gegründeten „Deutschen Verwaltungsakademie ‚Walter Ulbricht‘“ und der „Deutschen Hochschule…
DDR A-Z 1960
Aktionseinheit der Arbeiterklasse (1960)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 [S. 17]Im Pj. Grundprinzip der bolschewistischen Taktik zur Durchsetzung der proletarischen Revolution in „kapitalistischen“ Ländern, insbesondere in der Form der Zusammenarbeit der kommun., demokratisch-sozialistischen und gewerkschaftlichen Organisationen der Bundesrepublik und der übrigen westeuropäischen Staaten angestrebt. Die Mitgliedermassen sollen dabei unter kommun. Initiative und mit Unterstützung der bolschewistisch geleiteten Staaten („DDR“!) die „Einheitsfront“ auch gegen die Widerstände der Führungen der übrigen Arbeiterorganisationen erzwingen. Die A. wird von der SED-Führung als Hauptinstrument für die politische Unterwanderung der Bundesrepublik in Gang zu setzen versucht. (Blockpolitik, Antifaschistisch-demokratische Ordnung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 17 Aktion Rose A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AktivSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 [S. 17]Im Pj. Grundprinzip der bolschewistischen Taktik zur Durchsetzung der proletarischen Revolution in „kapitalistischen“ Ländern, insbesondere in der Form der Zusammenarbeit der kommun., demokratisch-sozialistischen und gewerkschaftlichen Organisationen der Bundesrepublik und der übrigen westeuropäischen Staaten angestrebt. Die Mitgliedermassen sollen dabei unter kommun. Initiative und mit Unterstützung der…
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Abgaben (1960)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Nach dem A.-Gesetz vom 9. 2. 1950 bestehen die A. der Republik aus Zöllen, Steuern und sonstigen A., wobei man unter „sonstigen A.“ die Gewinnabführungen und sonstigen Leistungen der VEW und der öffentl.-rechtl. Körperschaften, die durch die Haushaltspläne festgestellt werden, sowie die durch die Wirtschaftsplanung bedingten Aufschläge versteht. In neuerer Zeit gebraucht man grundsätzlich den Begriff A. nur für die Zahlungen der VEW, der Begriff Steuern wird für die herkömmlichen Steuern verwendet. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 9 ABF A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AbgabenverwaltungSiehe auch die Jahre 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Nach dem A.-Gesetz vom 9. 2. 1950 bestehen die A. der Republik aus Zöllen, Steuern und sonstigen A., wobei man unter „sonstigen A.“ die Gewinnabführungen und sonstigen Leistungen der VEW und der öffentl.-rechtl. Körperschaften, die durch die Haushaltspläne festgestellt werden, sowie die durch die Wirtschaftsplanung bedingten Aufschläge versteht. In neuerer Zeit gebraucht man grundsätzlich den Begriff A. nur für die…
DDR A-Z 1960
Absatzabteilungen (1960)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Abt. der 1958 aufgelösten Produktionsministerien, deren Aufgabe es war, den Direktverkehr zwischen Herstellbetrieben unter Ausschaltung des Großhandels anzuleiten. Die A. wurden im Laufe des Jahres 1958 zusammen mit den 1958 ebenfalls aufgelösten zentralen Leitungen der Deutschen Handelszentralen (DHZ) unter der Bezeichnung Staatliche Kontore in neue zentrale Versorgungs- und Absatzorgane für die Industrie umgebildet. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 9 Ablieferungssoll A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Absatzorgane, StaatlicheSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Abt. der 1958 aufgelösten Produktionsministerien, deren Aufgabe es war, den Direktverkehr zwischen Herstellbetrieben unter Ausschaltung des Großhandels anzuleiten. Die A. wurden im Laufe des Jahres 1958 zusammen mit den 1958 ebenfalls aufgelösten zentralen Leitungen der Deutschen Handelszentralen (DHZ) unter der Bezeichnung Staatliche Kontore in neue zentrale Versorgungs- und Absatzorgane für die Industrie umgebildet. …
DDR A-Z 1960
Abtreibung (1960)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Schwangerschaftsunterbrechung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 10 Abschreibungen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Abusch, AlexanderSiehe auch die Jahre 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Schwangerschaftsunterbrechung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 10 Abschreibungen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Abusch, Alexander
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Abwerbung (1960)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Bezeichnung für die Verleitung zur Republikflucht, im Dezember 1955 durch Hilde ➝Benjamin erstmalig in diesem Sinne gebraucht. Seitdem wurde die A. als eine Erscheinungsform der Boykotthetze im Sinne des Art. 6 der Verfassung angesehen und als Staatsverbrechen mit schweren Strafen geahndet. Die Strafpolitik nahm keine Rücksicht auf die eigene Verfassung, die in Art.~8 die Freizügigkeit, in Art. 10 das Recht auf Auswanderung garantiert. Am 27. 1. 1956 wurden der Techniker W. Heidt und der Elektriker W. Rudert vom OG der „DDR“ wegen A. zum Tode verurteilt. Der einmütige Protest der freien Welt veranlaßte Pieck später, die Strafe in lebenslängliches Zuchthaus umzuwandeln. Durch das Strafrechtsergänzungsgesetz vom 11. 12. 1957 (GBl. S. 643) wurde der Tatbestand der „Verleitung zum Verlassen der DDR“ gesetzlich festgelegt. Mit Zuchthaus bis zu 15 Jahren kann danach bestraft werden, wer es im Aufträge von Agentenorganisationen, Spionageagenturen oder ähnlichen Dienststellen oder von Wirtschaftsunternehmen unternimmt, eine Person zum Verlassen der „DDR“ zu verleiten. Gefängnisstrafe nicht unter sechs Monaten ist für denjenigen angedroht, der es ohne besonderen Auftrag unternimmt, einen Jugendlichen, einen in der Berufsausbildung stehenden Menschen oder eine Person wegen ihrer beruflichen Tätigkeit oder wegen ihrer besonderen Fähigkeiten oder Leistungen (z. B. Sportler) mittels Drohung, Täuschung oder Versprechen zum Verlassen der „DDR“ zu verleiten. Es kommt nach dieser gesetzlichen Neuregelung also nicht mehr darauf an, ob das Verlassen des „Abgeworbenen“ auf legalem Wege oder durch „Republikflucht“ erfolgen soll. Als Methode der A. erwähnt Jahn schon „die Verherrlichung der westdeutschen Verhältnisse … Zu dieser Methode sind alle Fälle zu zählen, in denen die Täter auf angebliche Vorzüge des Lebens im Westen hinweisen“ (in „Neue Justiz“ 1958, S. 844). Für das künftige Strafgesetzbuch wird eine Erweiterung des Tatbestandes der A. vorgeschlagen, die eine Rückkehr zur früheren Rechtsprechung gegen Boykotthetze bedeutet. „Die Abwerbung … muß generell für strafbar erklärt werden …, gleich, gegen welche Personen sie sich richtet.“ Die gefährlichen Formen der A. sollen in einem „schweren Fall“ zusammengefaßt werden („Neue Justiz“ 1959, S. 631). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 11 Abweichungen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Ackermann, AntonSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Bezeichnung für die Verleitung zur Republikflucht, im Dezember 1955 durch Hilde ➝Benjamin erstmalig in diesem Sinne gebraucht. Seitdem wurde die A. als eine Erscheinungsform der Boykotthetze im Sinne des Art. 6 der Verfassung angesehen und als Staatsverbrechen mit schweren Strafen geahndet. Die Strafpolitik nahm keine Rücksicht auf die eigene Verfassung, die in Art.~8 die Freizügigkeit, in Art. 10 das Recht auf…
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AE (1960)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Arbeitseinheit. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 12 ADN A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AeroclubSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Arbeitseinheit. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 12 ADN A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Aeroclub
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Agenturverträge (1960)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Verträge zwischen der HO und privaten Einzelhändlern oder Gaststätten, wonach letztere den Vertrieb von Waren zu HO-Preisen übernehmen. Der Agenturhändler erhält dafür einen relativ niedrigen Provisionssatz, aus dem er seine gesamten Handelskosten bestreiten muß. Im Gegensatz zum Kommissionsvertrag schließt die Unterzeichnung eines A. Geschäfte auf eigene Rechnung des Einzelhändlers nicht aus. A. wurden vornehmlich in solchen Wohngegenden abgeschlossen, wo die HO noch keine eigene Verkaufsstelle unterhielt. Viele private Einzelhändler hofften, durch Abschluß eines A. ihre Existenz erhalten zu können. Die A. gelten heute als „überholte Form“ der Einbeziehung des privaten Handels in die „sozialistische Wirtschaft“ und sollen deshalb durch Kommissionsverträge und Staatsbeteiligungen ersetzt werden. (Wirtschaftssystem) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 12 Agententätigkeit A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AgitationSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Verträge zwischen der HO und privaten Einzelhändlern oder Gaststätten, wonach letztere den Vertrieb von Waren zu HO-Preisen übernehmen. Der Agenturhändler erhält dafür einen relativ niedrigen Provisionssatz, aus dem er seine gesamten Handelskosten bestreiten muß. Im Gegensatz zum Kommissionsvertrag schließt die Unterzeichnung eines A. Geschäfte auf eigene Rechnung des Einzelhändlers nicht aus. A. wurden vornehmlich in solchen…
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AGL (1960)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Abteilungsgewerkschaftsleitung; BGL. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 13 Agitprop-Gruppen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AgrobiologieSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Abteilungsgewerkschaftsleitung; BGL. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 13 Agitprop-Gruppen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Agrobiologie
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Agrarstatistik (1960)
Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die amtliche A. hat in der SBZ einen so grundlegenden Wandel erfahren, daß sie nicht ohne weiteres mit derjenigen der Vorkriegszeit und der BRD vergleichbar ist. Sie unterscheidet sich in wichtigen Grundsätzen, Erhebungsmethoden und Begriffen sowie in der Aufbereitung und Klassifizierung des Zahlenmaterials. Weitgehend steht sie im Dienste propagandistischer Zwecksetzungen. Ohne eine kritische Prüfung des Aussagewertes der sowjetzonalen A. im einzelnen ist eine sachgerechte Auswertung nicht möglich. Eine Prüfung stößt allerdings auf große Schwierigkeiten, da erhebliche Lücken im veröffentlichten Zahlenmaterial die Einsicht erschweren. Das gilt vor allem für die landwirtschaftliche Produktionsstatistik und den Pro-Kopf-Verbrauch bei Nahrungsmitteln. Geeignete Maßstäbe für die Beurteilung der sowjetzonalen Erntestatistik bietet die besondere Ernteermittlung der BRD. Wenn man die amtlich bekanntgegebenen Ernteerträge der SBZ mit denen der BRD vergleichen will, muß man sie vorerst je nach Fruchtart um verschieden hohe Prozentsätze kürzen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 14 Agrarpreissystem A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Agrarwissenschaftliche Gesellschaft, DeutscheSiehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die amtliche A. hat in der SBZ einen so grundlegenden Wandel erfahren, daß sie nicht ohne weiteres mit derjenigen der Vorkriegszeit und der BRD vergleichbar ist. Sie unterscheidet sich in wichtigen Grundsätzen, Erhebungsmethoden und Begriffen sowie in der Aufbereitung und Klassifizierung des Zahlenmaterials. Weitgehend steht sie im Dienste propagandistischer Zwecksetzungen. Ohne eine kritische Prüfung des Aussagewertes der…
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Agrostadt (1960)
Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 Kommun. Idealbild einer ländlichen Großgemeinde, gegliedert in ein sozialistisches Großproduktionszentrum und in ein Wohnzentrum, das mit allen modernen Errungenschaften der Zivilisation ausgerüstet ist. Die A. in der SU zu verwirklichen, war das Ziel Chruschtschows bereits zur Zeit Stalins; dahinter steht das Motiv, den Kolchosbauern auch von den Resten seiner Privatwirtschaft zu trennen und völlig zu proletarisieren, sowie auch das Bestreben, den negativen Unterschied zwischen den Lebensformen in Stadt und Land zu beseitigen. In der Idealform ist die A. auch in der SU noch nicht erreicht worden, geschweige denn in der SBZ, wo die Bildung von Groß-LPG ein winziger, rein produktionstechnischer Schritt in diese Richtung ist. (Persönliche ➝Hauswirtschaft, Gemeinschaftsküchen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 14 Agronom A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Agrotechnische TermineSiehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 Kommun. Idealbild einer ländlichen Großgemeinde, gegliedert in ein sozialistisches Großproduktionszentrum und in ein Wohnzentrum, das mit allen modernen Errungenschaften der Zivilisation ausgerüstet ist. Die A. in der SU zu verwirklichen, war das Ziel Chruschtschows bereits zur Zeit Stalins; dahinter steht das Motiv, den Kolchosbauern auch von den Resten seiner Privatwirtschaft zu trennen und völlig zu proletarisieren, sowie auch das Bestreben,…
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Akademie der Landwirtschaftswissenschaften, Deutsche (DAL) (1960)
Siehe auch: Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR: 1975 1979 Akademie der Landwirtschaftswissenschaften, Deutsche (DAL): 1958 1959 1962 1963 1965 1966 DAL: 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin: 1975 Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin (DAL): 1969 [S. 15]Spitze der Land- und Forstwissenschaft in der SBZ nach sowjetrussischem Vorbild, errichtet am 1. 1. 1951 als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Zielsetzung: „Die Entwicklung der ökonomischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in der deutschen Landwirtschaft, insbesondere die Aufgaben, die der Fünfjahrplan der Landwirtschaft stellt, erfordern, daß die Agrarwissenschaft und -forschung gefördert, breit entfaltet und weiterentwickelt werden, daß ihre Aufgabenstellungen geplant und koordiniert und ihre Ergebnisse allen landwirtschaftlichen Produzenten schnellstens zur Verfügung gestellt werden.“ (GBl. 7/51) Der DAL unterstehen zur Zeit 28 Institute, 8 Forschungsstellen und 19 landw. Versuchsbetriebe. Der politische Charakter dieser gut dotierten und wissenschaftlich sehr ergiebigen Organisation veranlaßt die westlichen Agrarwissenschaftler ihr gegenüber zu einer gewissen Zurückhaltung. — Direktor: Prof. Dr. Plachy — Präsident: Prof. Dr. Hans ➝Stubbe. (Deutsche ➝Agrarwissenschaftliche Gesellschaft) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 15 Akademie der Künste, Deutsche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Akademie der Wissenschaften, DeutscheSiehe auch: Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR: 1975 1979 Akademie der Landwirtschaftswissenschaften, Deutsche (DAL): 1958 1959 1962 1963 1965 1966 DAL: 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin: 1975 Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin (DAL): 1969 [S. 15]Spitze der Land- und Forstwissenschaft in der SBZ nach sowjetrussischem Vorbild, errichtet am 1. 1. 1951 als…
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Akademien, Wissenschaftliche (1960)
Siehe auch: Akademien: 1969 1975 1979 1985 Akademien, Wissenschaftliche: 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Neben der Deutschen ➝Akademie der Wissenschaften bestehen in der SBZ fort die Deutsche Akademie der Naturforscher (Leopoldina) in Halle und die Sächsische Akademie der Wissenschaften in Leipzig. Auch diese Akademien betreuen noch ältere und neue Forschungsaufgaben im Geiste reiner Wissenschaft und erhalten in gewissen Grenzen internationale wissenschaftliche Beziehungen aufrecht. Die Deutsche ➝Bauakademie und die erst 1951 gegründete Akademie der Landwirtschaftswissenschaften (beide in Ost-Berlin) dienen dagegen vornehmlich planökonomischen Aufgaben und unterliegen daher der politischen Steuerung durch Partei und Staat, während die Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“ überhaupt keine wissenschaftlichen Aufgaben hat, sondern die leitenden Kader für Verwaltung und Justiz ausbildet oder schult. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 16 Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“, Deutsche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Akademische GradeSiehe auch: Akademien: 1969 1975 1979 1985 Akademien, Wissenschaftliche: 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Neben der Deutschen ➝Akademie der Wissenschaften bestehen in der SBZ fort die Deutsche Akademie der Naturforscher (Leopoldina) in Halle und die Sächsische Akademie der Wissenschaften in Leipzig. Auch diese Akademien betreuen noch ältere und neue Forschungsaufgaben im Geiste reiner Wissenschaft und erhalten in gewissen Grenzen internationale wissenschaftliche Beziehungen…
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Aktiv (1960)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 1. Pj. für kleine, aus Funktionären und Aktivisten bestehende Gruppe, zu der auch Angehörige der technischen Intelligenz treten können, zur Lösung bestimmter Aufgaben in Kollektivarbeit. Technische A. werden gebildet vor allem zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und zur Senkung der Selbstkosten, insbesondere des Materialverbrauchs. (Materialverbrauchsnormen, Gewerkschaftsaktiv, Parteiaktiv, Zentrales Aktiv für ➝Arbeitsnormung) A. bestehen auch innerhalb der Verwaltung zur Lösung bestimmter Verwaltungsaufgaben, z. B. im Wohnungswesen und bei der Erfassung landwirtschaftlicher Erzeugnisse. (Landwirtschaft) 2. Zur Unterstützung der ständigen Kommissionen der örtlichen Volksvertretungen sind A. „von Bürgern zu schaffen, die befähigt und interessiert sind, die ständigen Kommissionen bei der Durchführung ihrer Aufgaben zu unterstützen (§~18 Abs.~2 des Gesetzes über die örtlichen Organe der Staatsmacht vom 18. 1. 1956 — GBl.~I S. 65). Durch die A. soll eine lebendige Verbindung zwischen Volksvertretung und Bevölkerung geschaffen werden. In der Praxis wird die Bildung der A. sehr oft unterlassen, weil kaum ein Interesse der Bevölkerung an den fiktiven Aufgaben der sowjetzonalen Volksvertretungen besteht. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 17 Aktionseinheit der Arbeiterklasse A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AktivistSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 1. Pj. für kleine, aus Funktionären und Aktivisten bestehende Gruppe, zu der auch Angehörige der technischen Intelligenz treten können, zur Lösung bestimmter Aufgaben in Kollektivarbeit. Technische A. werden gebildet vor allem zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und zur Senkung der Selbstkosten, insbesondere des Materialverbrauchs. (Materialverbrauchsnormen, Gewerkschaftsaktiv, Parteiaktiv,…
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Abgabenverwaltung (1960)
Siehe auch: Abgabenverwaltung: 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Abgabenverwaltung, Zentrale: 1953 Besteht im Sinne des Abgabengesetzes vom 9. 2. 1950 nicht mehr, da ihre Aufgaben vom Finanzministerium bzw. den Abt. Finanzen der Bezirke und Kreise übernommen wurden. Im Unterschied zur Bundesrepublik ist die Finanzverwaltung zu einem Teil der allgemeinen Exekutivorgane geworden. (Finanzamt) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 9 Abgaben A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AblieferungspflichtSiehe auch: Abgabenverwaltung: 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Abgabenverwaltung, Zentrale: 1953 Besteht im Sinne des Abgabengesetzes vom 9. 2. 1950 nicht mehr, da ihre Aufgaben vom Finanzministerium bzw. den Abt. Finanzen der Bezirke und Kreise übernommen wurden. Im Unterschied zur Bundesrepublik ist die Finanzverwaltung zu einem Teil der allgemeinen Exekutivorgane geworden. (Finanzamt) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und…
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Absatzorgane, Staatliche (1960)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Bezeichnung sowohl für die verschiedenen staatlichen Anleitungsorgane für den Großhandel als auch für die Großhandelsorgane. Zu unterscheiden sind: 1. Lenkungsorgane für den Absatz- und Versorgungsgroßhandel der Industrie: die Staatlichen Kontore. 2. Absatz- und Versorgungsgroßhandel mit Produktionsmitteln für industrielle Verbraucher durch Leitkontore, Versorgungskontore und örtliche Deutsche Handelszentralen. 3. Versorgungsgroßhandel für die Landwirtschaft durch Bezirkskontore für Landmaschinen und Ersatz[S. 10]teile und staatliche ➝Kreiskontore für landwirtschaftlichen Bedarf. 4. Konsumgütergroßhandel durch die Großhandelsgesellschaften. (Handel) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 9–10 Absatzabteilungen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AbschnittsbevollmächtigterSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Bezeichnung sowohl für die verschiedenen staatlichen Anleitungsorgane für den Großhandel als auch für die Großhandelsorgane. Zu unterscheiden sind: 1. Lenkungsorgane für den Absatz- und Versorgungsgroßhandel der Industrie: die Staatlichen Kontore. 2. Absatz- und Versorgungsgroßhandel mit Produktionsmitteln für industrielle Verbraucher durch Leitkontore, Versorgungskontore und örtliche Deutsche Handelszentralen. 3.…
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Abusch, Alexander (1960)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 * 14. 2. 1902 in Krakau als Sohn eines Kutschers, Kaufmännischer Angestellter. 1918 KPD. 1918 bis 1923 Teilnahme an kommun. Aufstandsaktionen. 1920 und 1922 Anklage wegen Hochverrats. 1921 bis 1933 Redakteur an kommun. Zeitungen. 1933 Emigration nach Frankreich, journalistische Tätigkeit im Saargebiet und in der CSR. 1939 Emigration in die USA. Mit Paul ➝Merker Begründer des Nationalkomitees Freies Deutschland in Mexiko. 1946 Rückkehr nach Deutschland. 1946 Bundessekretär und Mitgl. des Präsidialrates des Kulturbundes. 1948 Mitgl. der DWK. 1948 bis 1950 Mitgl. des Parteivorstandes der SED. 1950 wegen der Merker-Affäre zeitweilig aller Funktionen enthoben. 1954 bis 1958 Stellv. des Ministers, später auch Staatssekretär im Ministerium für Kultur, vom 8. 12. 1958 bis 23. 2. 1961 als Nachfolger von J. R. ➝Becher Minister für Kultur. Am 1. 2. 1957 in das ZK kooptiert, auf dem V. SED-Parteitag 1958 als Mitgl. des ZK bestätigt. 1958 Mitgl. der Volkskammer. Seit 1952 Mitgl. des Hauptvorstandes des Deutschen ➝Schriftstellerverbandes, Mitgl. der Deutschen ➝Akademie der Künste. Veröffentlichungen: „Der Irrweg einer Nation“, „Stalin und die Schicksalsfragen der deutschen Nation“, „Schiller, Größe und Tragik eines deutschen Genius“ u. a. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 10 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1960 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/abusch-alexander verwiesen. Abtreibung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ABVSiehe auch die Jahre 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 * 14. 2. 1902 in Krakau als Sohn eines Kutschers, Kaufmännischer Angestellter. 1918 KPD. 1918 bis 1923 Teilnahme an kommun. Aufstandsaktionen. 1920 und 1922 Anklage wegen Hochverrats. 1921 bis 1933 Redakteur an kommun. Zeitungen. 1933 Emigration nach Frankreich, journalistische Tätigkeit im Saargebiet und in der CSR. 1939 Emigration in die USA. Mit Paul ➝Merker Begründer des Nationalkomitees Freies Deutschland in Mexiko. 1946…
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Ackermann, Anton (1960)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 * 25. 12. 1905 in Thalheim (Erzgeb.), richtiger Name: Eugen Hanisch, Strumpfwirker. 1919 Freie Sozialistische Jugend, 1926 KPD, verschiedene Parteifunktionen. 1932 Mitarbeiter der Deutschland-Abteilung der Komintern. 1933 Leiter der illegalen KP-Organisation für Groß-Berlin; seit Oktober 1935 Mitglied des ZK und Politbüros der KPD. 1936/37 Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg, anschließend in der SU. Leitete im Kriege als Mitglied des Nationalkomitees Freies Deutschland den Moskauer Sender „Freies Deutschland“. 1945 Rückkehr nach Deutschland. 1946 Mitgl. des Zentralsekretariats der SED, 1950 Mitglied des ZK der SED sowie Kandidat des Politbüros. Von 1946 bis zu seiner Selbstkritik 1948 vertrat A. die Theorie vom „besonderen deutschen Weg zum Sozialismus“ (Sonderwege zum Sozialismus). Im Oktober 1949 Staatssekretär im Außenministerium, im April 1953 außerdem Direktor des Marx-Engels-Lenin-Stalin-Instituts. Wegen Unterstützung der „parteifeindlichen Fraktion“ Zaisser-Herrnstadt im Sommer 1953 nach und nach seiner Parteiämter enthoben und im Oktober 1953 als Staatssekretär durch Georg ➝Handke ersetzt. Am 23. 1. 1954 erhielt A. vom ZK der SED eine „strenge Rüge“ und wurde aus diesem Gremium ausgeschlossen. Durch Beschluß des ZK vom 29. 7. 1956 im Zuge der Entstalinisierung rehabilitiert. Von 1954 bis 1958 Leiter der Hauptverwaltung Film im Ministerium für Kultur, seit 19. 2. 1958 Mitgl. der Staatl. ➝Plankommission und Leiter der Abt. Kultur und Volksbildung, Gesundheit. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 11 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1960 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/ackermann-anton verwiesen. Abwerbung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AdministrierenSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 * 25. 12. 1905 in Thalheim (Erzgeb.), richtiger Name: Eugen Hanisch, Strumpfwirker. 1919 Freie Sozialistische Jugend, 1926 KPD, verschiedene Parteifunktionen. 1932 Mitarbeiter der Deutschland-Abteilung der Komintern. 1933 Leiter der illegalen KP-Organisation für Groß-Berlin; seit Oktober 1935 Mitglied des ZK und Politbüros der KPD. 1936/37 Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg, anschließend in der SU. Leitete im Kriege als…
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Aeroclub (1960)
Siehe auch: Aeroclub: 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 Aeroklub der DDR: 1975 1979 1985 Von Okt. 1953 bis Jan. 1956 Tarnbezeichnung für die Luftwaffe der SBZ; vorher: VP Luft. Jetzt: Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee. (Kasernierte Volkspolizei) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 12 AE A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AFISiehe auch: Aeroclub: 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 Aeroklub der DDR: 1975 1979 1985 Von Okt. 1953 bis Jan. 1956 Tarnbezeichnung für die Luftwaffe der SBZ; vorher: VP Luft. Jetzt: Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee. (Kasernierte Volkspolizei) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 12 AE A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AFI
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Agitation (1960)
Siehe auch: Agitation: 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Agitation und Propaganda: 1969 1975 1979 1985 Propaganda: 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 im Pj. „eine politische Tätigkeit, die auf das Bewußtsein und die Stimmung der breiten Massen durch die Verbreitung von bestimmten Ideen und Losungen gerichtet ist“ („Große Sowj. Enzyklopädie“, Bd. 1, S. 295; „Einheit“, Ost-Berlin, 1951, S. 668). A. ist also nach landläufiger Vorstellung Propaganda im Dienste einer Partei oder Weltanschauung. Die ZK der KPdSU und der SED geben anläßlich politischer Kongresse oder Feiertage Kataloge von Losungen heraus, die sich teilweise stereotyp wiederholen, teilweise aber auch auf den besonderen Anlaß oder auf politische Nahziele abgestellt sind. Diese Losungen und die Programmreden der Parteiführer geben der A. Richtung und Stoff. Die A. bedient sich aller bekannten Mittel der Öffentlichkeitsarbeit und stellt auch die Gattungen der Kunst in ihren Dienst; da emotionale Wirkungen bezweckt werden, werden vor allem das Bild, die Kari[S. 13]katur, der Film, das Kabarett, das Lehrstück, der Sprechchor, das Lied und die Sichtwerbung agitatorisch eingesetzt. (Agitprop-Gruppen) Literaturangaben Meissner, Boris: Rußland, die Westmächte und Deutschland. Die sowjetische Deutschlandpolitik 1943–1953. Hamburg 1953, Nölke. 375 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 12–13 Agenturverträge A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AgitpropSiehe auch: Agitation: 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Agitation und Propaganda: 1969 1975 1979 1985 Propaganda: 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 im Pj. „eine politische Tätigkeit, die auf das Bewußtsein und die Stimmung der breiten Massen durch die Verbreitung von bestimmten Ideen und Losungen gerichtet ist“ („Große Sowj. Enzyklopädie“, Bd. 1, S. 295; „Einheit“, Ost-Berlin, 1951, S. 668). A. ist also nach landläufiger Vorstellung Propaganda…
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Agrarkommission der Nationalen Front (1960)
Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 1969 Funktionärsgruppe im Nationalrat der Nationalen Front (NF), die sich seit der Fusion zwischen VdgB, DBD und NF mit der Verbindung zu den entsprechenden Organisationen und mit der Formulierung der „nationalen Aufgabe“ der Landwirtschaft seit der Zwangskollektivierung beschäftigen soll. (Nationale Bauernpolitik, Deutscher ➝Bauernkongreß) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 13 Agrobiologie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AgrarökonomikSiehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 1969 Funktionärsgruppe im Nationalrat der Nationalen Front (NF), die sich seit der Fusion zwischen VdgB, DBD und NF mit der Verbindung zu den entsprechenden Organisationen und mit der Formulierung der „nationalen Aufgabe“ der Landwirtschaft seit der Zwangskollektivierung beschäftigen soll. (Nationale Bauernpolitik, Deutscher ➝Bauernkongreß) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 13 …
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Agrarwissenschaftliche Gesellschaft, Deutsche (1960)
Siehe auch: Agrarwissenschaftliche Gesellschaft, Deutsche: 1962 1963 1965 1966 Deutsche Agrarwissenschaftliche Gesellschaft: 1969 1975 1979 1960 gegründete Organisation, die — entsprechend der DLG in Westdeutschland — „Mittler zwischen Wissenschaft und Praxis“ sein soll, vor allem aber die sozialistische ➝Gemeinschaftsarbeit fördern, Neuerer und Rationalisatoren in der Landwirtschaft unterstützen soll. Die DAG übernimmt damit einen Teil der Funktionen der DAL, die dieser bei ihrer Gründung 1951 zugedacht waren. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 14 Agrarstatistik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AgronomSiehe auch: Agrarwissenschaftliche Gesellschaft, Deutsche: 1962 1963 1965 1966 Deutsche Agrarwissenschaftliche Gesellschaft: 1969 1975 1979 1960 gegründete Organisation, die — entsprechend der DLG in Westdeutschland — „Mittler zwischen Wissenschaft und Praxis“ sein soll, vor allem aber die sozialistische ➝Gemeinschaftsarbeit fördern, Neuerer und Rationalisatoren in der Landwirtschaft unterstützen soll. Die DAG übernimmt damit einen Teil der Funktionen der DAL, die dieser bei…
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Agrotechnische Termine (1960)
Siehe auch die Jahre 1959 1962 1963 1965 1966 1969 Begriff für die Zeitabschnitte, innerhalb deren die Bodenbearbeitung, Aussaat, Pflege oder Ernte dank eines günstigen Zustandes von Boden oder Pflanze (klimatisch biologisch) den besten Erfolg versprechen. „Ausnutzung der AT.“ wird zu einer Forderung an die MTS, eine bessere „Kampagneplanung“ vorzunehmen, gleichzeitig aber zum Eingeständnis ihrer organisatorischen Mißstände (Schönebecker Methode). Analog: „Agrobiologische Termine“, auf die Tierhaltung und -pflege bezogen. (Agrobiologie, Landwirtschaft) Literaturangaben Merkel, Konrad, und Eduard Schuhans: Die Agrarwirtschaft in Mitteldeutschland — „Sozialisierung“ und Produktionsergebnisse. (BB) 1960. 191 S. mit 53 Tab. (Führt M. Kramers Schrift fort.) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 14 Agrostadt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Akademie der Künste, DeutscheSiehe auch die Jahre 1959 1962 1963 1965 1966 1969 Begriff für die Zeitabschnitte, innerhalb deren die Bodenbearbeitung, Aussaat, Pflege oder Ernte dank eines günstigen Zustandes von Boden oder Pflanze (klimatisch biologisch) den besten Erfolg versprechen. „Ausnutzung der AT.“ wird zu einer Forderung an die MTS, eine bessere „Kampagneplanung“ vorzunehmen, gleichzeitig aber zum Eingeständnis ihrer organisatorischen Mißstände (Schönebecker Methode). Analog: „Agrobiologische Termine“, auf…
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Akademie der Wissenschaften, Deutsche (1960)
Siehe auch: Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW): 1975 1979 1985 Akademie der Wissenschaften, Deutsche: 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Akademie der Wissenschaften, Deutsche (DADW): 1954 Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin: 1975 1979 Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin (DAdW): 1969 Die 1700 gegründete „Preußische Akademie der Wissenschaften“ zu Berlin wurde 1946 in „Deutsche Akademie der Wissenschaften“ umbenannt. Während die Akademie früher vorwiegend auf geisteswissenschaftlichem Gebiet gearbeitet hatte, nehmen heute — nach sowjetischem Vorbild — naturwissenschaftliche und technische Aufgaben wesentlich breiteren Raum ein. 1959 unterstanden der DAdW. über 80 naturwissenschaftliche und „gesellschaftswissenschaftliche“ Institute, Arbeitsstellen, Kommissionen und Gesellschaften; sie zählte (1958) 131 ordentliche und 161 korrespondierende Mitglieder. Die naturwissenschaftlichen, technischen und medizinischen Institute wurden im Mai 1957 zu einer Forschungsgemeinschaft zusammengefaßt, die über deren Arbeits-, Haushalts- und Investitionspläne zu beraten und zu beschließen und die Durchführung der Pläne zu überwachen hat und „die Ergebnisse der Institute für unsere Volkswirtschaft unmittelbarer nutzbar machen“ soll. Über Forschungsgemeinschaft und Deutschen ➝Forschungsrat ist die DAdW. mit ihren Instituten auch Teil des Planungsapparates geworden. Der Sowjetisierungsprozeß bei der DAdW. ist sehr weit fortgeschritten; die Durchdringung der Fachwissenschaften mit Parteiideologie, das Programm des Aufbaus eines neuen bolschewistischen Wissenschaftssystems (Wissenschaft) und die allmähliche Ablösung der letzten Generation „bürgerlicher“ Gelehrter durch die Kader eines politisch geschulten Forschernachwuchses lassen immer weniger Raum für die Traditionen der altangesehenen Körperschaft. Seit 1955 wird der Einfluß der wissenschaftlichen Gremien, denen auch noch westdeutsche Gelehrte angehören, mehr und mehr zugunsten des von SED-Mitgl. oder -Hörigen beherrschten Verwaltungsapparates beschränkt; auf Kongressen und bei großen wissenschaftlichen Unternehmungen werden Nichtkommunisten zunehmend nur noch vorgeschoben, um die internationale Geltung der DAdW. zu erhalten. Doch werden auch heute noch mit erheblichem Aufwand große wissenschaftliche Aufgaben (wie das vor dem Abschluß stehende Grimmsche Wörterbuch) und eine Reihe spezialwissenschaftlicher Publikationen (im Akademie-Verlag) gefördert, in denen die politische Manipulierung des Wissenschaftsbetriebes der SBZ wenig oder gar nicht in Erscheinung tritt. — Seit 1958 erscheinen „Monatsberichte der DAdW.“. — Präsident der DAdW. ist seit Oktober 1958 der Latinist Prof. Dr. Werner ➝Hartke. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 15 Akademie der Landwirtschaftswissenschaften, Deutsche (DAL) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Akademie für Sozialhygiene, Arbeitshygiene und Ärztliche FortbildungSiehe auch: Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW): 1975 1979 1985 Akademie der Wissenschaften, Deutsche: 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Akademie der Wissenschaften, Deutsche (DADW): 1954 Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin: 1975 1979 Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin (DAdW): 1969 Die 1700 gegründete „Preußische Akademie der Wissenschaften“ zu Berlin wurde 1946 in „Deutsche Akademie der Wissenschaften“ umbenannt. Während die Akademie früher…
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Akademische Grade (1960)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Fakultäten der Universitäten, wissenschaftliche Hochschulen und ihnen gleichgestellte Einrichtungen verleihen folgende AG.: 1. Grad eines Doktors, 2. eines habilitierten Doktors, 3. des Doktors ehrenhalber. Voraussetzung der Zulassung zur Promotion ist in der Regel das Diplom einer Fachrichtung, das ebenfalls als AG. verliehen wird. Zur Promotion gehört die Verteidigung der Dissertation. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 16 Akademien, Wissenschaftliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Aktion RoseSiehe auch die Jahre 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Fakultäten der Universitäten, wissenschaftliche Hochschulen und ihnen gleichgestellte Einrichtungen verleihen folgende AG.: 1. Grad eines Doktors, 2. eines habilitierten Doktors, 3. des Doktors ehrenhalber. Voraussetzung der Zulassung zur Promotion ist in der Regel das Diplom einer Fachrichtung, das ebenfalls als AG. verliehen wird. Zur Promotion gehört die Verteidigung der Dissertation. Fundstelle: SBZ von A bis Z.…
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Aktivist (1960)
Siehe auch: Aktivist: 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 Aktivist, Aktivistenbewegung: 1975 1979 Aktivistenbewegung: 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 Aktivist, Verdienter: 1956 1958 1959 1962 Pj., Arbeiter, dessen Leitungen vorbildlich für andere sind. Als Aktivistenleistung gelten insbesondere die Übererfüllung der TAN, Erfolge im sozialistischen ➝Wettbewerb, die Einführung neuer ➝Arbeitsmethoden. (Neuerer, Aktivistenbewegung, Aktivistenplan, Aktivist des Fünfjahrplanes, verdienter ➝Aktivist, Held der Arbeit, Auszeichnungen, Arbeitspolitik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 17 Aktiv A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Aktivist des FünfjahrplansSiehe auch: Aktivist: 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 Aktivist, Aktivistenbewegung: 1975 1979 Aktivistenbewegung: 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 Aktivist, Verdienter: 1956 1958 1959 1962 Pj., Arbeiter, dessen Leitungen vorbildlich für andere sind. Als Aktivistenleistung gelten insbesondere die Übererfüllung der TAN, Erfolge im sozialistischen ➝Wettbewerb, die Einführung neuer ➝Arbeitsmethoden. (Neuerer, Aktivistenbewegung,…
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Ablieferungspflicht (1960)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Die gesetzliche Verpflichtung landwirtschaftlicher Betriebe, ihre Erzeugnisse nach vorgeschriebenen Arten, Mengen und Terminen an die staatlichen Erfassungsorgane (Volkseigene Erfassungs- und Aufkaufbetriebe) abzuliefern (Ablieferungssoll). Der A. unterliegen praktisch alle Arten pflanzlicher und tierischer Produkte einschließlich Neben- und Abfallprodukte (Häute, Felle, Tierhaare, Federn usw.). Zum System der staatlichen Erfassung landwirtschaftlicher Erzeugnisse gehören zwei Formen der A.: Nach dem Ablieferungsbescheid, der von den staatlichen Organen ausgehändigt wird, werden Getreide, Kartoffeln, Gemüse, Ölsaaten, Speisehülsenfrüchte, Schlachtvieh, Geflügel, Milch, Eier und Wolle erfaßt; auf der Grundlage von Verträgen, die die Wirtschaftsorgane des Staates mit den Erzeugern abschließen, erfolgt die Erfassung von Spezial- oder Sonderkulturen (sog. technische Kulturen), wie Zuckerrüben, Faserpflanzen, Tabak, Obst, Arznei- und Gewürzpflanzen, Korbweiden, Mohnkapseln. Die Ablieferungsmengen (Normen) werden je Flächeneinheit festgesetzt (Hektarveranlagung). Trotz gewisser Differenzierung wird dies weitgehend schematisch durchgeführt. Durch die besondere Staffelung der Normen, die im „privaten Sektor“ der Landwirtschaft mit der Betriebsgröße, und zwar bei pflanzlichen und tierischen Produkten progressiv ansteigen, was im Gegensatz zu den normalen wirtschaftlichen Leistungsverhältnissen steht, wurde zusammen mit dem Agrarpreissystem ein wirksames wirtschaftspolitisches Steuerungsmittel des Klassenkampfes auf dem Lande ausgebaut — zumal Nichterfüllung der A. strafrechtliche Verfolgung nach sich zieht (Wirtschaftsstrafverordnung) —, das mit der Kollektivierung sein Ziel erreicht haben dürfte. Gegenüber den einzelbäuerlichen Wirtschaften ist das Ablieferungssoll der LPG stark ermäßigt, während das der VEG gesondert festgesetzt wird. An diesem System der A. hat sich auch nach vollzogener Zwangskollektivierung nichts geändert, doch zeichnet sich bereits ab, daß in der „sozialisierten“ Landwirtschaft mit der Veranlagung der Marktproduktion die A. eine neue Form erhalten wird. Literaturangaben Merkel, Konrad, und Eduard Schuhans: Die Agrarwirtschaft in Mitteldeutschland — „Sozialisierung“ und Produktionsergebnisse. (BB) 1960. 191 S. mit 53 Tab. (Führt M. Kramers Schrift fort.) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 9 Abgabenverwaltung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AblieferungssollSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Die gesetzliche Verpflichtung landwirtschaftlicher Betriebe, ihre Erzeugnisse nach vorgeschriebenen Arten, Mengen und Terminen an die staatlichen Erfassungsorgane (Volkseigene Erfassungs- und Aufkaufbetriebe) abzuliefern (Ablieferungssoll). Der A. unterliegen praktisch alle Arten pflanzlicher und tierischer Produkte einschließlich Neben- und Abfallprodukte (Häute, Felle, Tierhaare, Federn usw.). Zum…
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Abschnittsbevollmächtigter (1960)
Siehe auch: Abschnittsbevollmächtigter: 1956 1958 1959 1975 1979 Abschnittsbevollmächtigter (ABV): 1962 1963 1965 1966 1969 ABV, Funktionär der Volkspolizei, meist im Offiziersdienstgrad, der einen „Abschnitt“ leitet. Mit Ausnahme der Großstädte und des Sowjetsektors von Berlin nehmen seit 1958 die Abschnitte die Stelle der vormaligen Reviere ein. Der ABV ist, außer in den Großstädten, einerseits Leiter eines kleinen Reviers neuer Art, führt aber andererseits jene politischen Aufgaben weiter, die er bis 1958 (als örtlicher Gehilfe der vormaligen Reviere) ausschließlich hatte (und in Großstädten noch hat). Kümmert sich z. B. um Ernteeinbringung, Führung des Hausbuches, Besuche usw. Nimmt Denunziationen entgegen und veranlaßt polizeiliche Maßnahmen, wo er sie für erforderlich hält. Der ABV soll „jedes und jeden“ in seinem Abschnitt kennen und der VP und dem SSD ihre Tätigkeit erleichtern. „Ein ABV ist überall“, so betont z. B. die „Freiheit“ (SED) am 1. 7. 1957; wie sie feststellt, führt er auch für die Nationale Front „politische Aussprachen in den Hausgemeinschaften durch“. Der Posten des ABV wurde im Okt. 1952 nach dem Vorbild der sowjetischen Kommissare eingerichtet: er ist praktisch ein ausgebildeter Spitzel mit amtlichen Vollmachten. Wird bei seiner Tätigkeit von Volkspolizeihelfern unterstützt. (Spitzelwesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 10 Absatzorgane, Staatliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AbschreibungenSiehe auch: Abschnittsbevollmächtigter: 1956 1958 1959 1975 1979 Abschnittsbevollmächtigter (ABV): 1962 1963 1965 1966 1969 ABV, Funktionär der Volkspolizei, meist im Offiziersdienstgrad, der einen „Abschnitt“ leitet. Mit Ausnahme der Großstädte und des Sowjetsektors von Berlin nehmen seit 1958 die Abschnitte die Stelle der vormaligen Reviere ein. Der ABV ist, außer in den Großstädten, einerseits Leiter eines kleinen Reviers neuer Art, führt aber andererseits jene politischen…
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ABV (1960)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Abschnittsbevollmächtigter. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 10 Abusch, Alexander A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AbweichungenSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Abschnittsbevollmächtigter. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 10 Abusch, Alexander A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Abweichungen
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Administrieren (1960)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Im Pj. Bezeichnung für einen solchen Verwaltungsstil, bei dem die verwaltenden [S. 12]Organe ihre Maßnahmen „vom Schreibtisch aus“ ohne hinreichende Kenntnis der unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten und ohne „Kontakt mit der Basis“, d. h. mit Betrieben, Gemeinden und insbesondere örtlichen Parteileitungen, treffen. Wird als Äußerungsform überlebten bürgerlichen Verwaltungsdenkens abgelehnt. (Bürokratismus, Brigade, Instrukteurwesen, Demokratischer Zentralismus) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 11–12 Ackermann, Anton A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ADNSiehe auch die Jahre 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Im Pj. Bezeichnung für einen solchen Verwaltungsstil, bei dem die verwaltenden [S. 12]Organe ihre Maßnahmen „vom Schreibtisch aus“ ohne hinreichende Kenntnis der unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten und ohne „Kontakt mit der Basis“, d. h. mit Betrieben, Gemeinden und insbesondere örtlichen Parteileitungen, treffen. Wird als Äußerungsform überlebten bürgerlichen Verwaltungsdenkens abgelehnt. (Bürokratismus, Brigade,…
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AFI (1960)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 Abk. für Amt für ➝Information. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 12 Aeroclub A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AgententätigkeitSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 Abk. für Amt für ➝Information. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 12 Aeroclub A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Agententätigkeit
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Agitprop (1960)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Abk. für Agitation und Propaganda. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 13 Agitation A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Agitprop-GruppenSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Abk. für Agitation und Propaganda. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 13 Agitation A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Agitprop-Gruppen
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Agrarökonomik (1960)
Siehe auch: Agrarökonomie: 1975 1979 Agrarökonomik: 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Agrarökonomik (bzw. Agrarökonomie): 1969 Sozialwissenschaftliche Disziplin, Agrarpolitik und Landw. Betriebslehre zusammenfassend. In Amerika seit 1900 bekannter (Agricultural Economics), in Europa erst im letzten Jahrzehnt gebräuchlicher Begriff ohne klare Definition. Im Ostblock wird A. parteiamtlich ausgelegt und sozialistisch gedeutet. Dem liegt die marxistische Auffassung zugrunde, daß die Existenz kapitalistischer Betriebe einen Klassenkampf bedingt, der die Umwandlung des privaten in „sozialistisches“, d. h. Kollektives Eigentum an Produktionsmitteln „zwangsläufig“ herbeiführt und damit in der Landwirtschaft die Verelendung des kleinen Bauern beendet. In der SBZ steht die A. ausschließlich im Dienste der „sozialistischen genossenschaftlichen Großproduktion“ (LPG), wobei die „Umwandlung des Bewußtseins“ mit dem Ziel der „Schaffung einer sozialistischen Gesellschaftsordnung“ zentral aktiviert werden muß, anstatt den Endzustand eines ökonomischen Prozesses zu bilden. In diesem Sinne werden neutrale, allgemeine ökonomische Begriffe und Probleme parteiamtlich umgedeutet und sprachlich verwirrend dargestellt. (S. „Zeitschr. f. A.“ der DAL) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 13 Agrarkommission der Nationalen Front A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AgrarpreissystemSiehe auch: Agrarökonomie: 1975 1979 Agrarökonomik: 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Agrarökonomik (bzw. Agrarökonomie): 1969 Sozialwissenschaftliche Disziplin, Agrarpolitik und Landw. Betriebslehre zusammenfassend. In Amerika seit 1900 bekannter (Agricultural Economics), in Europa erst im letzten Jahrzehnt gebräuchlicher Begriff ohne klare Definition. Im Ostblock wird A. parteiamtlich ausgelegt und sozialistisch gedeutet. Dem liegt die marxistische Auffassung…
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Agrobiologie (1960)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Lehre von den Lebenserscheinungen in der Landwirtschaft. Ausgehend von den Grundsätzen des DIAMAT wird in der A. die Meinung von der möglichen Einflußnahme des Menschen auf evolutionäre Naturveränderungen behauptet und der Glaube an eine planmäßige Änderung vererbbarer Eigenschaften der Organismen durch Umweltgestaltung vertreten. Der Begriff A. wurde aus der SU übernommen, wo ihn Mitschurin und Lyssenko eingeführt und als These gegen die Forschungsergebnisse der „formalen Genetik“ gesetzt haben. In der SBZ als Schlagwort im „Kampf um die Produktionsverbesserung“ im Zusammenhang mit den verschiedenen Neuerermethoden in der Landwirtschaft und der „Erfüllung agrobiologischer Termine“ benutzt. (Naturgemäße Viehhaltung, Trawopolnajasystem) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 13 AGL A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Agrarkommission der Nationalen FrontSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 Lehre von den Lebenserscheinungen in der Landwirtschaft. Ausgehend von den Grundsätzen des DIAMAT wird in der A. die Meinung von der möglichen Einflußnahme des Menschen auf evolutionäre Naturveränderungen behauptet und der Glaube an eine planmäßige Änderung vererbbarer Eigenschaften der Organismen durch Umweltgestaltung vertreten. Der Begriff A. wurde aus der SU übernommen, wo ihn Mitschurin und Lyssenko eingeführt und als…
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AK-Verfahren (1960)
Siehe auch: Akkreditivverfahren: 1966 1969 Akkreditivverfahren (Ak-Verfahren): 1975 1979 AK-Verfahren: 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 Verrechnungsverfahren, wonach Geldverbindlichkeiten durch Akkreditivstellung verrechnet werden. Akkreditivstellung muß in diesen Fällen durch den Käufer erfolgen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 18 Aktivistenschule A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AkziseSiehe auch: Akkreditivverfahren: 1966 1969 Akkreditivverfahren (Ak-Verfahren): 1975 1979 AK-Verfahren: 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 Verrechnungsverfahren, wonach Geldverbindlichkeiten durch Akkreditivstellung verrechnet werden. Akkreditivstellung muß in diesen Fällen durch den Käufer erfolgen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 18 Aktivistenschule A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S,…
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Akademie für Sozialhygiene, Arbeitshygiene und Ärztliche Fortbildung (1960)
Siehe auch: Akademie für ärztliche Fortbildung: 1965 1966 Akademie für Ärztliche Fortbildung: 1962 1963 1969 1975 1979 1985 Akademie für Sozialhygiene: 1965 1966 Akademie für Sozialhygiene, Arbeitshygiene und Ärztliche Fortbildung: 1956 1958 1959 1962 1963 1948 auf Befehl Nr. 78 der SMAD als „Zentralinstitut“ in Berlin-Lichtenberg eingerichtet, 1954 zur „Akademie“ mit Hochschulrang erhoben, das zugesprochene Promotionsrecht infolge Ausstehens der Satzung jedoch nicht realisiert. Aufgaben: Wissenschaftliche Bearbeitung von Sozialhygiene, Arbeitsphysiologie und -hygiene, Berufskrankheiten sowie Organisation des Gesundheitsschutzes, außerdem Ausbildung von Ärzten für den Öffentlichen Dienst und Fortbildung von Ärzten für Spezialaufgaben. Lehrgangsteilnehmer müssen (wie bei allen sowjetischen Akademien) abgeschlossene Hochschulausbildung nachweisen. Personell und sachlich mit wissenschaftlichen Arbeitsmitteln vorzüglich ausgestattet, dem Gesundheitsminister unterstellt, konnte durch befähigte Mitarbeiter von der A. manches an gesundheitlichen Gesichtspunkten durchgesetzt werden. Es ist das einzige Institut so umfassender Art im deutschen Sprachgebiet. Jetzt soll eine „Akademie für Ärztliche Fortbildung“ herausgegliedert werden, der u. a. die „methodische“ Leitung der Ausbildung der Fachärzte zukommt. Aus den übrigen Abteilungen soll ein „Institut für Arbeitshygiene und Berufskrankheiten“ gebildet werden. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 15 Akademie der Wissenschaften, Deutsche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“, DeutscheSiehe auch: Akademie für ärztliche Fortbildung: 1965 1966 Akademie für Ärztliche Fortbildung: 1962 1963 1969 1975 1979 1985 Akademie für Sozialhygiene: 1965 1966 Akademie für Sozialhygiene, Arbeitshygiene und Ärztliche Fortbildung: 1956 1958 1959 1962 1963 1948 auf Befehl Nr. 78 der SMAD als „Zentralinstitut“ in Berlin-Lichtenberg eingerichtet, 1954 zur „Akademie“ mit Hochschulrang erhoben, das zugesprochene Promotionsrecht infolge Ausstehens der Satzung jedoch nicht…
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Aktion Rose (1960)
Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 Nachdem Ulbricht auf der 2. Parteikonferenz der SED (1952) den Aufbau des Sozialismus proklamiert hatte, bemängelte er auf einer Besichtigungsreise durch die Insel Rügen, daß die Hotels, Pensionen und Fremdenheime an der Ostseeküste noch immer Privatunternehmen waren. Um dem abzuhelfen, wurde im Februar 1953 schlagartig eine Aktion durchgeführt, die unter der geheimen Bezeichnung „Aktion Rose“ lief. Innerhalb weniger Tage wurde wegen angeblicher Wirtschaftsverbrechen in den bekannten Badeorten an der sowjetzonalen Ostseeküste eine große Anzahl von Hotel- und Fremdenheimbesitzern nach vorangegangener Haussuchung, — die meistens keine Ergebnisse erbrachte — verhaftet und in die Strafanstalt Bützow-Dreibergen verbracht. Hier waren eigens für diesen Komplex eingerichtete Sondergerichte tätig, die die Verhafteten in Schnellverfahren zu Zuchthausstrafen und Vermögenseinziehung verurteilten. Während die Freiheitsstrafen in vielen Fällen nach einiger Zeit im Gnadenwege erlassen wurden, blieb die Vermögenseinziehung bestehen. Damit waren begehrte Objekte aus Privathand in Volkseigentum übergegangen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 16 Akademische Grade A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Aktionseinheit der ArbeiterklasseSiehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 Nachdem Ulbricht auf der 2. Parteikonferenz der SED (1952) den Aufbau des Sozialismus proklamiert hatte, bemängelte er auf einer Besichtigungsreise durch die Insel Rügen, daß die Hotels, Pensionen und Fremdenheime an der Ostseeküste noch immer Privatunternehmen waren. Um dem abzuhelfen, wurde im Februar 1953 schlagartig eine Aktion durchgeführt, die unter der geheimen Bezeichnung „Aktion Rose“ lief. Innerhalb weniger Tage wurde wegen angeblicher…
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Aktivist des Fünfjahrplans (1960)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 Ehrentitel, der an Arbeitnehmer verliehen wird, die im sozialistischen Wettbewerb hervorragende Leistungen zur Entwicklung der Produktion vollbringen. Dazu gehören eine Medaille, eine Urkunde und (an Stelle einer Geldprämie) ein Paß (Aktivistenpaß). Seit 1. 5. 1960 heißt der Ehrentitel Aktivist des Siebenjahrplanes. (Auszeichnungen, Arbeitspolitik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 17 Aktivist A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Aktivist des SiebenjahrplansSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 Ehrentitel, der an Arbeitnehmer verliehen wird, die im sozialistischen Wettbewerb hervorragende Leistungen zur Entwicklung der Produktion vollbringen. Dazu gehören eine Medaille, eine Urkunde und (an Stelle einer Geldprämie) ein Paß (Aktivistenpaß). Seit 1. 5. 1960 heißt der Ehrentitel Aktivist des Siebenjahrplanes. (Auszeichnungen, Arbeitspolitik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 17 …