DDR A-Z 1975
Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR (1975)
Siehe auch: Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR: 1979 1985 Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“, Deutsche: 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“: 1969 1979 Die A. ist eine zentrale Institution des Ministerrates für die Aus- und Weiterbildung leitender Mitarbeiter des zentralen und regionalen Staatsapparates, der Justiz und des auswärtigen Dienstes. Die A., die ihren heutigen Namen im Jahr 1972 erhielt, ist Nachfolgerin der „Deutschen Verwaltungsakademie“ Forst-Zinna (gegr. 1947), die im Februar 1953 mit der 1952 gegründeten „Hochschule für Justiz“ Potsdam-Babelsberg zur „Deutschen Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft ‚Walter Ulbricht‘“ (DASR) in Potsdam-Babelsberg vereinigt wurde. Im Januar 1959 wurde das 1952 gegründete „Deutsche Institut für Rechtswissenschaft“ als Prorektorat für Forschung in die A. eingegliedert. Wichtigste Aufgabe in den ersten Jahren des Bestehens der A. war die Ausbildung der nach 1945 in leitende Funktionen eingesetzten Kader des Staatsapparates. Die Hochschulreife war nicht Voraussetzung für die Aufnahme eines Studiums. In Zweijahreslehrgängen — seit 1951 auch im Rahmen des Fernstudiums — wurden Mitarbeiter des Staatsapparates zu „Diplomstaatswissenschaftlern“ ausgebildet. Von 1953 bis 1963 stand die Ausbildung von Juristen im Mittelpunkt der Lehrtätigkeit der A., die ihrer Struktur nach als 5. juristische [S. 24]Fakultät neben den Universitäten Halle, Jena, Leipzig und Berlin anzusehen war. Im Rahmen des Neuen Ökonomischen Systems wurde die Juristenausbildung eingestellt und die Arbeit der A. auf die Weiterbildung leitender Kader des Staatsapparates, die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern des auswärtigen Dienstes der DDR und die rechtswissenschaftliche Forschung konzentriert. Die A. wurde dem Ministerrat unterstellt und in drei Institute gegliedert: Institut für staats- und rechtswissenschaftliche Forschung; Institut für Weiterbildung leitender Mitarbeiter staatlicher Organe; Institut für Internationale Beziehungen. Trotz Einstellung der Juristenausbildung konnten Juristen aus dem Staatsapparat auch weiterhin an der A. promovieren und habilitieren. Die Reform des Bildungssystems, vor allem der Ausbau der Weiterbildungseinrichtungen der Wirtschaft, die Hochschulreform und die Reform der Wissenschaftsorganisation der DDR brachten eine erneute Präzisierung der Aufgabenstellung der A. („Akademiereform“). Sie avancierte — neben ihrer bisherigen Aufgabenstellung — zur zentralen Forschungsinstitution auf dem Gebiet der Staats- und Rechtswissenschaft und erhielt Leitfunktionen für die gesamte staats- und rechtswissenschaftliche Forschung in der DDR. Mit der 1972 erfolgten Gründung des „Instituts für Theorie des Staates und des Rechts“ und des „Wissenschaftlichen Rates für Staats- und Rechtswissenschaft“ im Jahr 1973 bei der Akademie der Wissenschaften verlor die A. ihre herausragende Funktion als Forschungsinstitution. Die staats- und rechtswissenschaftliche Forschung wurde in die allgemeine Planung der Gesellschaftswissenschaften einbezogen. Auf der Grundlage eines Beschlusses des Ministerrats wurde 1969 ein durchgängiges Weiterbildungssystem für Staatskader geschaffen, in das die bereits seit 1966 stattfindenden vierwöchigen Lehrgänge für Führungskader eingebettet wurden. Die Struktur der A. wurde den Prinzipien der Hochschulreform entsprechend verändert. Es wurden vier Sektionen geschaffen: Theorie des sozialistischen Staates und seines Rechts; wissenschaftliche Grundlagen des Gesamtsystems der sozialistischen staatlichen Führung; sozialistische Rechtspflege; Rechtsfragen der zentralen Planung und Leitung der sozialistischen Volkswirtschaft durch den Staat. An der A. werden folgende Ausbildungsmaßnahmen durchgeführt: 1. Lehrgänge (vier bis fünf Wochen) zur Weiterbildung von Führungskräften zentraler und örtlicher Staatsorgane, der Rechtspflege und des auswärtigen Dienstes sowie Sonderlehrgänge zur Weiterbildung und Vorbereitung von Frauen mit Fach- und Hochschulausbildung für die Übernahme leitender Funktionen. In ihrem Rahmen wird eine Vertiefung der Kenntnisse des Marxismus-Leninismus, der Staats- und Rechtstheorie, der Organisationswissenschaft, Pädagogik, Psychologie und der EDV angestrebt. Ziel ist es, alle leitenden Mitarbeiter im Turnus von etwa zwei Jahren an einem Lehrgang teilnehmen zu lassen. 2. Im Rahmen eines Zweijahresstudiums sollen Kader des Staatsapparates auf die Übernahme leitender Funktionen vorbereitet werden. Neben einem Hoch- oder Fachschulabschluß ist eine mehrjährige praktische Tätigkeit im Staats-, Wirtschafts- oder Parteiapparat Voraussetzung für die Teilnahme. Schwerpunkt der Lehre sind Fragen der staatlichen Leitung und der „wissenschaftlichen Führungstätigkeit“. Die Ausbildung endet mit dem Erwerb des Grades eines „Diplom-Staatswissenschaftlers“. 3. Im „organisierten Selbststudium“ kann — ohne größere Unterbrechung der Berufstätigkeit — in ca. vier Jahren ebenfalls das Diplom als Staatswissenschaftler erworben werden. Die Teilnehmer können sukzessive die einzelnen Themenbereiche des Zweijahresstudiums absolvieren und dann das Diplom erwerben. Bei den Teilnehmern am Zweijahresstudium bzw. organisierten Selbststudium handelt es sich neben Absolventen der staatlichen Hoch- und Fachschulen vor allem um solche der 1969 gegründeten „Fachschule für Staatswissenschaft ‚Edwin Hoernle‘“ in Weimar, die ebenfalls dem Ministerrat untersteht. An ihr wird eine Grundausbildung durchgeführt, die mit dem Fachschulabschluß endet und zum Studium an der A. berechtigt. Studenten der Fachschule sind Mitarbeiter des regionalen Staatsapparates mit Fachschulreife und mehrjähriger Berufspraxis. Universitäten und Hochschulen. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 23–24 Akademie für Ärztliche Fortbildung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AkademienSiehe auch: Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR: 1979 1985 Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“, Deutsche: 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“: 1969 1979 Die A. ist eine zentrale Institution des Ministerrates für die Aus- und Weiterbildung leitender Mitarbeiter des zentralen und regionalen Staatsapparates, der Justiz und des auswärtigen Dienstes. Die A., die…
DDR A-Z 1975
Akkumulation (1975)
Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 1979 1985 A. ist ein anderer Begriff für volkswirtschaftliche Kapitalbildung, die für die Entwicklung (Wachstum) der Wirtschaft, unabhängig von ihrer Organisation (Marktwirtschaft oder zentralgeleitete Wirtschaft) von gleicher Bedeutung ist. Die A. ist danach der Teil des Nettosozialproduktes (Volkseinkommen), der für Investitionen (einschließlich Änderung der Lagerbildung) verwendet wird, während der andere Teil konsumiert wird. Marx hat ein sog. ökonomisches „allgemeines Gesetz der kapitalistischen A.“ „entdeckt“ und „wissenschaftlich begründet“. Dieses „Gesetz“ besagt, daß sich durch Ausbeutung der Arbeiter der Reichtum der Eigentümer von Produktionsmitteln ständig vermehre. Im Gegensatz hierzu diene die sozialistische A. der Produktionssteigerung zur Befriedigung der ständig wachsenden Bedürfnisse der Bevölkerung. Das ist allerdings bis heute noch nicht erkennbar geworden. Ermittelt wird die A. in der DDR als Summe aus den Positionen Erweiterung der Grundmittel (z. B. Gebäude, Maschinen und andere Ausrüstungen und Anlagen) und Veränderung der Vorräte (z. B. an Rohstoffen, Vieh). Die Zuwachsrate der A. betrug von 1963 bis 1972 in der DDR durchschnittlich 8,2 v. H. pro Jahr. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 25 Akkreditivverfahren (Ak-Verfahren) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AktienSiehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 1979 1985 A. ist ein anderer Begriff für volkswirtschaftliche Kapitalbildung, die für die Entwicklung (Wachstum) der Wirtschaft, unabhängig von ihrer Organisation (Marktwirtschaft oder zentralgeleitete Wirtschaft) von gleicher Bedeutung ist. Die A. ist danach der Teil des Nettosozialproduktes (Volkseinkommen), der für Investitionen (einschließlich Änderung der Lagerbildung) verwendet wird, während der andere Teil konsumiert wird. Marx hat ein sog.…
DDR A-Z 1975
Aktivist, Aktivistenbewegung (1975)
Siehe auch: Aktivist: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Aktivist, Aktivistenbewegung: 1979 Aktivistenbewegung: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Aktivist, Verdienter: 1956 1958 1959 1960 1962 Sozialistischer Wettbewerb. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 26 Aktiv A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AlkoholmißbrauchSiehe auch: Aktivist: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Aktivist, Aktivistenbewegung: 1979 Aktivistenbewegung: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Aktivist, Verdienter: 1956 1958 1959 1960 1962 Sozialistischer Wettbewerb. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 26 Aktiv A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Alkoholmißbrauch
DDR A-Z 1975
Altersaufbau der Beschäftigten (1975)
Siehe auch: Altersaufbau der Beschäftigten: 1969 1979 Altersaufbau der Bevölkerung: 1969 Bevölkerung; Sozialstruktur. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 26 Alliiertes Komitee für die Luftsicherheit A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AltersversorgungSiehe auch: Altersaufbau der Beschäftigten: 1969 1979 Altersaufbau der Bevölkerung: 1969 Bevölkerung; Sozialstruktur. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 26 Alliiertes Komitee für die Luftsicherheit A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Altersversorgung
DDR A-Z 1975
Amnestie (1975)
Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 Das A.- und Begnadigungsrecht wird vom Staatsrat ausgeübt (Art. 74 Abs. 2 der Verfassung, in der Fassung vom 7. 10. 1974). Seit dem aus Anlaß der Gründung der DDR erlassenen Gesetz zur Gewährung von Straffreiheit vom 11. 11. 1949, das Freiheitsstrafen bis zu 6 Monaten betraf, sind bis 1964 in fast regelmäßigen Abständen Häftlinge aufgrund von neun Begnadigungsaktionen oder A. vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Allein von der Gnadenaktion des damals dafür zuständigen Präsidenten der DDR vom 7. 10. 1951 wurden ca. 20.000 Häftlinge betroffen. Spätere Entlassungsaktionen erstreckten sich auch auf politische Gefangene. Bis auf den Staatsrats-Beschluß vom 1. 10. 1960, insoweit durch diesen bestimmte Strafen erlassen wurden, gehen alle diese Entlassungsaktionen nur auf allgemeine Gnadenakte des Präsidenten bzw. Staatsrats der DDR zurück. Sie gaben keinen Anspruch auf Begnadigung, sondern machten diese von einer besonderen Prüfung des Einzelfalles abhängig. Nach dem A.-Erlaß des Staatsrats vom 3. 10. 1964 konnten Strafen auf dem Gnadenwege erlassen werden, wenn die Verurteilten aufgrund ihres Gesamtverhaltens die Gewähr dafür boten, daß sie künftig die sozialistische Gesetzlichkeit einhalten werden (GBl. I, S. 135). Deshalb sind nur wenige politische ➝Häftlinge in den Genuß dieses Gnadenaktes gelangt. Bei dem Beschluß des Staatsrats vom 6. 10. 1972, der nicht im Gesetzblatt veröffentlicht worden ist, handelt es sich dagegen um eine echte A. Aufgrund dieser bisher umfassendsten A. sind lt. ADN „25.351 politische und kriminelle Straftäter aus dem Strafvollzug und 6.344 Personen aus der Untersuchungshaft entlassen“ worden. 2.087 dieser aus der Strafhaft entlassenen Häftlinge durften in die Bundesrepublik Deutschland und Berlin (West) ausreisen. Eine A. für Flüchtlinge, die vor dem 1. 1. 1972 die DDR verlassen haben, enthält §~2 des Gesetzes zur Regelung von Fragen der Staatsbürgerschaft vom 16. 10. 1972 (GBl. I, S. 265), durch den diesen Personen „wegen des ungenehmigten Verlassens der DDR“ die Straffreiheit gewährt worden ist. Rechtswesen; Strafrecht. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 28 Ambulatorium A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AmortisationenSiehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 Das A.- und Begnadigungsrecht wird vom Staatsrat ausgeübt (Art. 74 Abs. 2 der Verfassung, in der Fassung vom 7. 10. 1974). Seit dem aus Anlaß der Gründung der DDR erlassenen Gesetz zur Gewährung von Straffreiheit vom 11. 11. 1949, das Freiheitsstrafen bis zu 6 Monaten betraf, sind bis 1964 in fast regelmäßigen Abständen Häftlinge aufgrund von neun Begnadigungsaktionen oder A. vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Allein von…
DDR A-Z 1975
Amt für Erfindungs- und Patentwesen (1975)
Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 Patentwesen. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 29 Amt für Außenwirtschaftsbeziehungen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Amt für Jugendfragen beim MinisterratSiehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 Patentwesen. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 29 Amt für Außenwirtschaftsbeziehungen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Amt für Jugendfragen beim Ministerrat
DDR A-Z 1975
Amt für Wasserwirtschaft (1975)
Siehe auch die Jahre 1969 1979 Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 29 Amt für Standardisierung, Meßwesen und Warenprüfung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AnarchismusSiehe auch die Jahre 1969 1979 Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 29 Amt für Standardisierung, Meßwesen und Warenprüfung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Anarchismus
DDR A-Z 1975
Angelsport (1975)
Siehe auch die Jahre 1966 1969 1979 1985 Der Deutsche Angler-Verband (DAV) der DDR wurde am 14. 9. 1954 als Nachfolger von sechs vorher selbständigen Angler-Vereinigungen gegründet. Er ist die zentrale Organisation aller Angelsportler, angeschlossener Verband des DTSB und seit dem 28. 9. 1957 Mitglied des Internationalen Sportfischer-Verbandes (CIPS). Der DAV ist wahrscheinlich der Verband mit den meisten aktiven Mitgliedern aller DDR-Sportorganisationen. 1967: 242.816 Mitglieder, 1974: 342.632 Mitglieder. Sie errangen zahlreiche Erfolge bei internationalen Wettbewerben. Rechtsgrundlage für die Tätigkeit des DAV sind die VO zur Förderung des Angelns vom 14. 10. 1954, das Statut vom 1. 5. 1960 und ferner das Fischereigesetz vom 2. 12. 1959. Fachzeitschrift „Deutscher Angelsport“. Sport. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 30 Anerkennung, Völkerrechtliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AngestellteSiehe auch die Jahre 1966 1969 1979 1985 Der Deutsche Angler-Verband (DAV) der DDR wurde am 14. 9. 1954 als Nachfolger von sechs vorher selbständigen Angler-Vereinigungen gegründet. Er ist die zentrale Organisation aller Angelsportler, angeschlossener Verband des DTSB und seit dem 28. 9. 1957 Mitglied des Internationalen Sportfischer-Verbandes (CIPS). Der DAV ist wahrscheinlich der Verband mit den meisten aktiven Mitgliedern aller DDR-Sportorganisationen. 1967: 242.816 Mitglieder, 1974:…
DDR A-Z 1975
Anleitung und Kontrolle (1975)
Siehe auch: Anleitung: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Anleitung und Kontrolle: 1979 1985 Den Organisationsprinzipien des Demokratischen Zentralismus entsprechende Methode sozialistischer Leitungstätigkeit, deren Ziel eine gleichmäßigere politische und wirtschaftliche Entwicklung in allen Bereichen der Gesellschaft ist. Partei-, Staats-, Wirtschaftsorgane und Organe der Massenorganisationen sind mit AuK.-Kompetenzen gegenüber den ihnen jeweils untergeordneten Organen ausgestattet. Die A. erfolgt in der Regel mittels allgemeiner Weisungen; sie soll den unteren Organen ausreichend Möglichkeiten zur Wahrnehmung ihrer Verantwortung lassen. Notwendige Ergänzung findet die A. in der nachfolgenden K.; deren Ziel ist die Überprüfung der Durchführung der von übergeordneten Instanzen gegebenen Weisungen. AuK. im Staatsapparat finden ihre besondere Ausprägung im Prinzip der „doppelten Unterstellung“ der örtlichen Räte und ihrer Fachorgane. Danach sind die Räte ihrer Volksvertretung und dem übergeordneten Rat für ihre Tätigkeit verantwortlich und rechenschaftspflichtig. Der übergeordnete Rat hat die nachgeordneten Räte bei der Durchführung ihrer Aufgaben anzuleiten und zu kontrollieren. Die Fachorgane der örtlichen Räte sind sowohl ihrem Rat als auch dem zuständigen Fachorgan des übergeordneten Rates bzw. dem zuständigen Ministerium oder einem anderen zentralen Staatsorgan unterstellt. Die übergeordneten Leiter leiten die Fachorgane an und kontrollieren deren Tätigkeit. Um eine einheitliche staatliche Leitung zu gewährleisten, sind die übergeordneten Leiter mit Weisungskompetenz gegenüber den Leitern der unterstellten Fachorgane ausgestattet. AuK., insbesondere das Prinzip der doppelten Unterstellung, sollen sichern, daß es im sozialistischen Staat keinen ausschließlich örtlich geleiteten Bereich des gesellschaftlichen Lebens gibt, sondern stets eine enge Verbindung von örtlicher und zentraler Leitung. AuK. von Staat und Gesellschaft insgesamt erfolgt durch die Partei. SED; Staatsapparat. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 31 Anlagevermögen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Anstalt zur Wahrung der Aufführungsrechte (AWA)Siehe auch: Anleitung: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Anleitung und Kontrolle: 1979 1985 Den Organisationsprinzipien des Demokratischen Zentralismus entsprechende Methode sozialistischer Leitungstätigkeit, deren Ziel eine gleichmäßigere politische und wirtschaftliche Entwicklung in allen Bereichen der Gesellschaft ist. Partei-, Staats-, Wirtschaftsorgane und Organe der Massenorganisationen sind mit AuK.-Kompetenzen gegenüber den ihnen jeweils untergeordneten Organen…
DDR A-Z 1975
Antisemitismus (1975)
Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 Jüdische Gemeinden. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 31 Antiquariate A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z APOSiehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 Jüdische Gemeinden. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 31 Antiquariate A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z APO
DDR A-Z 1975
Apparat (1975)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 Bezeichnung für die Gesamtheit der von hauptamtlichen Funktionären besetzten, hierarchisch gegliederten Dienststellen der SED (Partei-A.), der Staatsverwaltung (Staats-A.) und der Massenorganisationen (z. B. FDJ-A.). Dem Aufbau und der Funktion der A. liegen die auch heute noch generell gültigen Vorstellungen Lenins und Stalins über die Organisationsprinzipien der Kommunistischen Partei und die Theorie des revolutionären Prozesses zugrunde. Danach „muß eine solche Organisation hauptsächlich aus Leuten bestehen, die sich berufsmäßig mit revolutionärer Tätigkeit befassen“ (Lenin in seiner 1902 veröffentlichten Schrift „Was tun?“). Dabei wird die „Einheit programmatischer, taktischer und organisatorischer Auffassungen“ (Stalin, Werke, Bd. I, Moskau 1947) vor allem auch durch den A. garantiert. Die Untergliederung der A. in Büros, Sekretariate, Abteilungen und Sektoren entspricht in den Massenorganisationen dem Vorbild des Partei-A. Die Gliederung des Partei-A. dient u. a. einer möglichst effektiven Anleitung und Kontrolle des Staatsapparates. Demokratischer Zentralismus; Marxismus-Leninismus; Kader. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 32 Apothekenassistenten A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ArbeitSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 Bezeichnung für die Gesamtheit der von hauptamtlichen Funktionären besetzten, hierarchisch gegliederten Dienststellen der SED (Partei-A.), der Staatsverwaltung (Staats-A.) und der Massenorganisationen (z. B. FDJ-A.). Dem Aufbau und der Funktion der A. liegen die auch heute noch generell gültigen Vorstellungen Lenins und Stalins über die Organisationsprinzipien der Kommunistischen Partei und die Theorie des…
DDR A-Z 1975
Arbeit, Gesetz der (1975)
Siehe auch: Arbeit, Gesetz der: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 Arbeitsgesetzbuch: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Arbeitsgesetzbuch (AGB): 1979 1985 Gesetzbuch der Arbeit: 1963 1965 1966 1969 Gesetzbuch der Arbeit (GBA): 1979 1985 Kurztitel für Gesetz der Arbeit zur Förderung und Pflege der Arbeitskräfte, zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und zur weiteren Verbesserung der materiellen und kulturellen Lage der Arbeiter vom 19. 4. 1950 (GBl., S. 349); wurde von der kommun. Propaganda als das arbeitsrechtliche Grundgesetz bezeichnet. In Wahrheit enthielt es bereits einen weitgehenden Abbau alter Rechte der Arbeiterschaft. Am 1. 7. 1961 wurde es abgelöst durch das Gesetzbuch der Arbeit. Arbeitsrecht. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 32 Arbeit, Gesellschaftliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ArbeiterSiehe auch: Arbeit, Gesetz der: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 Arbeitsgesetzbuch: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Arbeitsgesetzbuch (AGB): 1979 1985 Gesetzbuch der Arbeit: 1963 1965 1966 1969 Gesetzbuch der Arbeit (GBA): 1979 1985 Kurztitel für Gesetz der Arbeit zur Förderung und Pflege der Arbeitskräfte, zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und zur weiteren Verbesserung der materiellen und kulturellen Lage der Arbeiter vom 19. 4.…
DDR A-Z 1975
Akademien (1975)
Siehe auch: Akademien: 1969 1979 1985 Akademien, Wissenschaftliche: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 In der DDR bestehen drei traditionsreiche A.: Die Akademie der Wissenschaften der DDR zu Berlin ist Nachfolgerin der am 11. 7. 1700 durch Kurfürst Friedrich~III. gegründeten Kurfürstlich Brandenburgischen Societät der Wissenschaften. Die Sächsische Akademie der Wissenschaften wurde am 1. 7. 1846 als Königlich Sächsische Gesellschaft der Wissenschaften in Leipzig gegründet. Die Gründung der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina zu Halle erfolgte am 1. 1. 1652 in Schweinfurt. Ferner bestehen Akademien für einzelne Wissenschaftsbereiche: die Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR, die Akademie der Künste, die Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR und die Bauakademie der DDR. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 24 Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Akademische GradeSiehe auch: Akademien: 1969 1979 1985 Akademien, Wissenschaftliche: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 In der DDR bestehen drei traditionsreiche A.: Die Akademie der Wissenschaften der DDR zu Berlin ist Nachfolgerin der am 11. 7. 1700 durch Kurfürst Friedrich~III. gegründeten Kurfürstlich Brandenburgischen Societät der Wissenschaften. Die Sächsische Akademie der Wissenschaften wurde am 1. 7. 1846 als Königlich Sächsische Gesellschaft der Wissenschaften in Leipzig gegründet. Die…
DDR A-Z 1975
Aktien (1975)
Siehe auch die Jahre 1969 1979 Wertpapiere. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 25 Akkumulation A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Aktionseinheit der ArbeiterklasseSiehe auch die Jahre 1969 1979 Wertpapiere. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 25 Akkumulation A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Aktionseinheit der Arbeiterklasse
DDR A-Z 1975
Alkoholmißbrauch (1975)
Siehe auch: Alkoholismus: 1965 1966 Alkoholmißbrauch: 1969 1979 1985 Der Pro-Kopf-Verbrauch alkoholischer Getränke ist seit 1950 bis 1972 bei Wein und Sekt von 1,7~l auf 5,3~l, bei Bier von 68,5~l auf 106,5~l gestiegen. Bei Spirituosen stieg der Verbrauch von 4,4~l im Jahr 1955 auf 6,7~l im Jahr 1971. Hier wurde für 1972 eine geringfügige Abnahme auf 6,5~l verzeichnet. Als A. wird sowohl der übermäßige Genuß alkoholischer Getränke als auch der Genuß an ungeeigneten Orten und zu ungeeigneten Zeiten, vor allem am Arbeitsplatz und während der Arbeitszeit, verstanden. Die schädlichen Folgen des A. zeigen sich in kriminellen Handlungen, in Ordnungswidrigkeiten und anderen Rechtsverletzungen. Der Anteil der unter A. straffällig gewordenen Täter ist örtlich und in verschiedenen Berufszweigen unterschiedlich hoch. Er stieg in Cottbus von 29,5 v. H. im Jahr 1964 auf 38,7 v. H. im Jahr 1970, lag aber im selben Jahr in dem zu diesem Bezirk gehörenden Kreis Finsterwalde bei 57 v. H. In einer Untersuchung des Bezirksgerichts Erfurt wurde festgestellt, daß 1971 im Bezirk Erfurt bei Widerstand gegen staatliche Maßnahmen 68,2 v. H., bei Rowdytum 11,3 v. H. und bei Körperverletzung 8,5 v. H. der Straftäter alkoholbeeinträchtigt waren. Zurechnungsunfähigkeit und verminderte Zurechnungsfähigkeit begründen nach §§~15 Abs. 3,16 Abs. 2 des Strafgesetzbuches (StGB) weder einen Schuldausschließungs- noch Strafmilderungsgrund. Bei schuldhaft verursachtem Rauschzustand ist der Täter nach dem von ihm verletzten Gesetz zu bestrafen, wobei Alkoholeinfluß häufig als strafverschärfender Umstand gewertet wird. Zur Verhinderung weiterer Rechtsverletzungen kann das Gericht den Täter verpflichten, sich einer fachärztlichen Behandlung zu unterziehen (§~27 StGB). Die Verleitung von Kindern und Jugendlichen zum A. ist nach §~147 StGB mit Gefängnisstrafe bis zu 2 Jahren oder Strafen ohne Freiheitsentzug (Strafensystem) bedroht. Diese Strafbestimmung richtet sich vor allem gegen Gastwirte, die pflichtwidrig alkoholische Getränke an Minderjährige abgeben. Übermäßiger Alkoholgenuß wird auch als wesentliche Ursache anderer Störungen des gesellschaftlichen Lebens angesehen. A. ist einer der häufigsten Ehescheidungsgründe, bei Ehen mehrfach Geschiedener nach einer Analyse von Ehescheidungsverfahren im Jahre 1970 der häufigste Scheidungsgrund. Bei der Überwindung des A. sollen alle staatlichen und gesellschaftlichen Kräfte mitwirken. In vielen Betrieben ist durch Arbeitsordnungen der Alkoholgenuß während der Arbeitszeit untersagt worden. Nach der VO über die Aufgaben der örtlichen Räte und der Betriebe bei der Erziehung kriminell gefährdeter Bürger vom 15. 8. 1968 (GBl. I, S. 751) sind Vereinbarungen zur Erziehung, Betreuung und Unterstützung mit Bürgern anzustreben, die durch ständigen A. fortgesetzt die Arbeitsdisziplin verletzen oder sonst in gröbster Weise, z. B. durch Asoziales Verhalten, die Regeln gesellschaftlichen Zusammenlebens mißachten. Durch die AO über die Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrer-Haftpflicht-Versicherung vom 12. 1. 1971 (GBl.~I, S.~93) ist die Regreßpflicht für Versicherte, die unter Alkoholeinfluß anderen einen Schaden zugefügt haben, erweitert worden. Auch Preiserhöhungen für Spirituosen sollen den übermäßigen Alkoholgenuß hemmen. Die Lebensgewohnheit der Bevölkerung und nicht zuletzt auch ökonomische Interessen der Hersteller und Handelsbetriebe sowie der Gaststätten haben aber bisher einen wesentlichen Erfolg des Kampfes gegen den A. verhindert. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 26 Aktivist, Aktivistenbewegung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Allgemeiner Deutscher NachrichtendienstSiehe auch: Alkoholismus: 1965 1966 Alkoholmißbrauch: 1969 1979 1985 Der Pro-Kopf-Verbrauch alkoholischer Getränke ist seit 1950 bis 1972 bei Wein und Sekt von 1,7~l auf 5,3~l, bei Bier von 68,5~l auf 106,5~l gestiegen. Bei Spirituosen stieg der Verbrauch von 4,4~l im Jahr 1955 auf 6,7~l im Jahr 1971. Hier wurde für 1972 eine geringfügige Abnahme auf 6,5~l verzeichnet. Als A. wird sowohl der übermäßige Genuß alkoholischer Getränke als auch der Genuß an ungeeigneten Orten und zu…
DDR A-Z 1975
Altersversorgung (1975)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 Art. 36 der Verfassung verspricht jedem Bürger die Fürsorge der Gesellschaft im Alter und bei Invalidität als Rechtsanspruch, der durch eine steigende materielle, soziale und kulturelle Versorgung und Betreuung alter und arbeitsunfähiger Bürger gewährleistet werden soll. Infolge der großen Ausdehnung der Versicherungspflicht wird der größte Teil der Bevölkerung im Alter durch die Sozialversicherung versorgt (Sozialversicherungs- und Versorgungswesen). Der Durchschnitt der DDR-Altersrenten liegt auch unter Berücksichtigung der für Rentnerhaushalte höheren Kaufkraft der Mark der DDR erheblich unter dem in der Bundesrepublik Deutschland und Berlin (West). Jedoch gewährleisten die zwischen 200 und 240 Mark liegenden Mindestrenten (Renten) für jeden eine Grundversorgung, die Armut ausschließt. Durch die Umgestaltung der Freiwilligen ➝Zusatzrentenversicherung, die praktisch einer Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze von 600 auf 1.200 Mark gleichkommt, wird allmählich eine Verbesserung der Altersversorgung für das Gros der DDR-Rentner möglich. Doch wird auch 1980 ein DDR-Versicherter, der seit 1960 bei einem gleichbleibenden Monatsverdienst von 1 200 Mark seit 1971 monatlich 60 Mark an die freiwillige Zusatzrentenversicherung gezahlt hat, nach einem vollen Arbeits[S. 27]leben mit keiner höheren A. (SV-Rente u. Zusatzrente) als maximal 566 Mark rechnen können. Danach wird seine „nichtdynamische“ Rente hinter der Entwicklung der Arbeitseinkommen wieder zurückbleiben. Höhere Altersrenten erhalten aus der Sozialversicherung wie bisher — bei höherer Beitragsleistung — die Bergleute (Bergmannsrenten). Neben diesen eigentlichen SV-Renten werden von der Sozialversicherung auch die — vergleichsweise niedrigen — Kriegsbeschädigtenrenten (Kriegsopferversorgung) ausgezahlt sowie Alters- und Invalidenrenten (in Höhe von höchstens 350 Mark) als zusätzliche Leistung an die Empfänger von staatlichen Ehrenpensionen, Kämpfer gegen den Faschismus und Opfer des Faschismus. Daneben gibt es Renten der Sonder- und Zusatzeinrichtungen. So erhalten die Bediensteten der Polizei, des Militärs, der Zollverwaltung, der Reichsbahn und der Post Renten, die über den allgemeinen Sozialversicherungsrenten liegen, obwohl der Beitragssatz für Versicherte und Arbeitgeber auch hier jeweils 10 v. H. beträgt. Im einzelnen sind diese Regelungen ebensowenig bekannt wie jene, die Ende der 60er Jahre für Angestellte in gesellschaftlichen Organisationen, in anderen Verwaltungen und Ministerien getroffen wurden. Bedienstete der Reichsbahn und der Post der DDR erwerben nach einer ununterbrochenen Beschäftigungszeit von 10 Jahren Anspruch auf Alters- oder Invaliditätsversorgung in Höhe von 20 v. H. des Monatsgrundlohns bzw. Durchschnittsverdienstes der letzten 5 Jahre. Er erreicht nach 40 Jahren bei der Post den Höchstsatz von 65 v. H. und nach 45 Jahren bei der Reichsbahn den von 70 v. H. Die Höchstrente beträgt 800 Mark. Zusätzliche Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung wird Angehörigen der Intelligenz gewährt. Diese „Intelligenzrenten“ erhalten Führungskräfte in wissenschaftlichen, künstlerischen, pädagogischen und medizinischen Einrichtungen durch VO vom 12. 7. 1951 (GBl. S. 675) bei Invalidität oder Alter in Höhe von 60 bis 80 v. H. des letzten Gehalts (höchstens 800 Mark) neben den grundsätzlich nur aus den Steigerungsbeträgen errechneten Sozialversicherungsrenten; beide Renten dürfen jedoch 90 v. H. des Arbeitseinkommens nicht übersteigen. Während diese Renten aus dem Staatshaushalt finanziert werden, beruhen die Zusatzrenten an die „Technische Intelligenz“ durch VO vom 17. 8. 1950 (GBl. S. 844) auf Beiträgen der Betriebe an die Staatliche Versicherung der DDR und werden in unbegrenzter Höhe neben den Sozialversicherungsrenten gezahlt. Die Witwen erhalten generell 50 v. H., Waisen, Halbwaisen und Personen, für die der Versicherte unterhaltspflichtig war, bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres oder solange sie sich in der Ausbildung befinden, 25 v. H. der „Intelligenzrente“. In geringem Umfang werden Zusatzrenten an Arbeitnehmer in Schwerpunktbetrieben in Höhe von 5 v. H. des monatlichen Nettoverdienstes der letzten 5 Jahre, wenigstens 10 Mark, gezahlt. Eine eigene, überwiegend aus Beiträgen finanzierte Zusatzversorgung besteht seit dem 1. 1. 1959 außerdem für freipraktizierende Ärzte und Zahnärzte. Sie erhebt die Beiträge, solange die Versicherten überhaupt kassenärztlich tätig sind, und sie gewährt bei Erreichung der Altersgrenze oder bei dauernder Invalidität eine einheitliche Rente von 600 Mark monatlich unter Anrechnung der Rente aus der Sozialversicherung, also ohne Berücksichtigung der Beitragszeiten und -beträge. Weitere Zusatzrenten sind die staatlichen Ehrenpensionen, die neben den SV-Renten (350 Mark) gewährt werden. Sie betragen für Verfolgte des Faschismus 600 Mark (arbeitsfähige Witwen 120 Mark, sonst 400 Mark, Waisen 150 Mark) und für Kämpfer gegen den Faschismus 800 Mark (arbeitsfähige Witwen 120 Mark, sonst 500 Mark, Waisen 250 Mark), und werden bei Invalidität oder Erreichung der — um 5 Jahre vorverlegten — Altersgrenze gewährt Wiedergutmachung. Eine Beamtenversorgung kennt die DDR nicht. Das durchschnittliche Einkommen von Rentnerhaushalten in der DDR und in der Bundesrepublik Deutschland wurde unlängst vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (West) errechnet und dabei für den Zweipersonen-Rentnerhaushalt ein monatliches Durchschnittseinkommen, das auch Einkünfte aus Erwerbstätigkeit einschließt, von 397 Mark im Jahre 1970 (1965: 324 Mark) ermittelt. In der Bundesrepublik Deutschland lag das Einkommen in gleichartigen Haushalten (ohne Erwerbseinkünfte) 1970 bei 929 DM (1965: 695 DM). Nach ersten Schätzungen dürfte das Rentnerhaushaltseinkommen in der DDR Ende 1972 — bedingt durch die Rentenerhöhungen — etwa 490 Mark erreicht haben (Bundesrepublik: 1.120 DM). Die Relationen im Einkommen von DDR-Rentnern zu westdeutschen Rentnerhaushalten (43:100) haben sich somit nominal kaum verschoben. Die starken Preissteigerungen in der Bundesrepublik gerade in den letzten Jahren haben die Kaufkraft der westdeutschen Einkommen aber deutlich beeinträchtigt. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 26–27 Altersaufbau der Beschäftigten A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Altguthaben und -AblösungsanleiheSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 Art. 36 der Verfassung verspricht jedem Bürger die Fürsorge der Gesellschaft im Alter und bei Invalidität als Rechtsanspruch, der durch eine steigende materielle, soziale und kulturelle Versorgung und Betreuung alter und arbeitsunfähiger Bürger gewährleistet werden soll. Infolge der großen Ausdehnung der Versicherungspflicht wird der größte Teil der Bevölkerung im Alter durch die Sozialversicherung versorgt…
DDR A-Z 1975
Amortisationen (1975)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 Geldausdruck für den jährlich zuzurechnenden Verschleiß der Anlagemittel. Die A. werden vermittels der — entsprechend der voraussichtlichen jährlichen Abnutzung — von staatlichen Stellen festgelegten Abschreibungssätze vom Brutto-Anlagevermögen errechnet. Den Begriff der A. rechnet man der Finanzierungssphäre zu, während die Abschreibungen als Begriff zur Kostensphäre gehören. Die Entstehung der A. setzt einen Umsatzakt voraus. Sofern ein planmäßiger Ersatzbedarf im betrieblichen Investitionsplan vorgesehen ist, wird ein Teil der A. dem Fonds für Investitionen (Fonds) zugeführt. Dieser Fonds existiert als Sonderbankkonto unter diesem Namen bei der für den Betrieb zuständigen Bank. Die A. werden zuvor großenteils auf dem Separatkonto A.-Fonds des Betriebes bei seiner Bank sammelt. Es ist aber auch möglich, daß die A. direkt auf das Konto Investitionsfonds überwiesen werden. In der Regel werden die A. für die Erhaltung und den Ersatz verbrauchter Anlagemittel des Betriebes verwendet. Sie können aber auch z. T. dem Investitionsfonds der VVB zufließen, wenn eine Erneuerung und Rationalisierung der betrieblichen Anlagen planmäßig nicht vorgesehen ist. In diesem Fall sind die A.-Abführungen auf maximal 60 v. H. begrenzt, höhere Abführungen dürfen nur durch Minister oder andere Leiter zentraler Staatsorgane — bei örtlich geleiteten Betrieben durch die Vorsitzenden der Räte der Bezirke — festgesetzt werden. Mit den der Fondsbildung der VVB zugeflossenen A.-Abführungen wird wiederum eine Umverteilung zugunsten bestimmter förderungswürdiger Betriebe oder Projekte vorgenommen. Damit soll ein konzentrierter Einsatz von Mitteln zur Modernisierung und Rekonstruktion von Anlagen erreicht werden. Während vor dem Beginn der Wirtschaftsreform 1963/64 die A. im wesentlichen der Ersatzbeschaffung verbrauchter Grundmittel im jeweiligen Betrieb dienten und darüber hinaus auch noch die Finanzierung von Generalreparaturen und Kleininvestitionen ermöglichen sollten, wurden die A. in der NÖS-Periode infolge der Änderung der Abschreibungssätze, des Abschreibungsverfahrens und durch die Neu- und Höherbewertung des in der Wirtschaft eingesetzten Anlageparks (Grundmittelumbewertung) zu einer bedeutenden Quelle für die Finanzierung der volkswirtschaftlichen Bruttoinvestitionen, also auch für Neuinvestitionen. Denn sowohl mit diesen Reformmaßnahmen als auch über eine vermehrte Selbstfinanzierung der Investitionen (Prinzip der Eigenerwirtschaftung der Investitionsmittel) wurde ein effizienterer Einsatz der Kapitalgüter angestrebt. Seit der Rezentralisierung von Ende 1970 sollen die A. jedoch grundsätzlich wieder nur der Rationalisierung und Anlagenerneuerung zugute kommen. Grundmittel; Abschreibungen; Investitionsplanung; Phasen der Wirtschaftspolitik seit 1963; Betriebsformen und Kooperation. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 28 Amnestie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Amt für Arbeit und BerufsberatungSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 Geldausdruck für den jährlich zuzurechnenden Verschleiß der Anlagemittel. Die A. werden vermittels der — entsprechend der voraussichtlichen jährlichen Abnutzung — von staatlichen Stellen festgelegten Abschreibungssätze vom Brutto-Anlagevermögen errechnet. Den Begriff der A. rechnet man der Finanzierungssphäre zu, während die Abschreibungen als Begriff zur Kostensphäre gehören. Die Entstehung der A. setzt einen…
DDR A-Z 1975
Amt für Jugendfragen beim Ministerrat (1975)
Siehe auch die Jahre 1969 1979 1985 Seit 1962 (GBl.~II, 1962, S. 367) Organ des Ministerrates, dem von diesem beauftragten Stellvertreter des Vors, des Ministerrates unmittelbar unterstellt, in Verbindung mit dem ZR der FDJ und „auf der Grundlage der Beschlüsse der SED“ verantwortlich für die gesamte Jugendarbeit, die Jugendforschung, federführend für den Jugendetat und mit wesentlichem Mitspracherecht bei der Jugendgesetzgebung. Vorsitzender ist Hans Jagenow. Jugend. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 29 Amt für Erfindungs- und Patentwesen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Amt für PreiseSiehe auch die Jahre 1969 1979 1985 Seit 1962 (GBl.~II, 1962, S. 367) Organ des Ministerrates, dem von diesem beauftragten Stellvertreter des Vors, des Ministerrates unmittelbar unterstellt, in Verbindung mit dem ZR der FDJ und „auf der Grundlage der Beschlüsse der SED“ verantwortlich für die gesamte Jugendarbeit, die Jugendforschung, federführend für den Jugendetat und mit wesentlichem Mitspracherecht bei der Jugendgesetzgebung. Vorsitzender ist Hans Jagenow. Jugend. Fundstelle: DDR…
DDR A-Z 1975
Anarchismus (1975)
Siehe auch die Jahre 1979 1985 Im Verständnis des Marxismus-Leninismus jede ideologisch-politische Konzeption, die die staatliche Gewalt und damit jede staatliche Organisation überhaupt ablehnt. Als philosophische Grundlage des A. werden Subjektivismus und Voluntarismus angesehen. Als Hauptvertreter des A. gelten: W. God[S. 30]win, M. Stirner, P.-J. Proudhon sowie vor allem M. Bakunin. Syndikalismus. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 29–30 Amt für Wasserwirtschaft A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AnbauplanungSiehe auch die Jahre 1979 1985 Im Verständnis des Marxismus-Leninismus jede ideologisch-politische Konzeption, die die staatliche Gewalt und damit jede staatliche Organisation überhaupt ablehnt. Als philosophische Grundlage des A. werden Subjektivismus und Voluntarismus angesehen. Als Hauptvertreter des A. gelten: W. God[S. 30]win, M. Stirner, P.-J. Proudhon sowie vor allem M. Bakunin. Syndikalismus. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 29–30 Amt für Wasserwirtschaft A,…
DDR A-Z 1975
Angestellte (1975)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 A. sind den Arbeitern arbeitsrechtlich gleichgestellt. Ihr Gehalt wird nach Monatssätzen berechnet, dem Lohn der Arbeiter liegt dagegen der Stundensatz zugrunde. A., die gleichzeitig der Schicht der Intelligenz angehören, sind z. T. arbeitsrechtlich besser gestellt. Die marxistisch-leninistische Gesellschaftstheorie begreift A. als Werktätige außerhalb der materiellen Produktion, die Funktionen in Leitungsgremien, bzw. der Verwaltung und den gesellschaftlichen Organisationen ausüben. A. bilden danach eine soziale Schicht (Gruppe mit gemeinsamen Merkmalen der Stellung im, bzw. zum Produktionsprozeß), die aber Teil der Arbeiterklasse ist, da ihre sozialökonomische Stellung in der Gesellschaft ebenfalls durch den Nichtbesitz von Produktionsmitteln charakterisiert ist. Arbeitsrecht; Sozialstruktur; Sozialversicherungs- und Versorgungswesen. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 30 Angelsport A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AnlagemittelSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 A. sind den Arbeitern arbeitsrechtlich gleichgestellt. Ihr Gehalt wird nach Monatssätzen berechnet, dem Lohn der Arbeiter liegt dagegen der Stundensatz zugrunde. A., die gleichzeitig der Schicht der Intelligenz angehören, sind z. T. arbeitsrechtlich besser gestellt. Die marxistisch-leninistische Gesellschaftstheorie begreift A. als Werktätige außerhalb der materiellen Produktion, die Funktionen in…
DDR A-Z 1975
Anstalt zur Wahrung der Aufführungsrechte (AWA) (1975)
Siehe auch die Jahre 1965 1966 1969 1979 1985 Staatliche Einrichtung, die am 1. 1. 1951 an Stelle der GEMA trat und laut VO über die Wahrung der Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte auf dem Gebiet der Musik vom 17. 3. 1955 die Rechte der Komponisten und Musikverleger aus der DDR für die Aufführung ihrer Werke, ausgenommen musikalische Bühnenwerke, in der DDR und im Ausland wahrnimmt. Sie zieht auch die Vergütung für Textdichter von Liedern, Schlagern u. ä. ein und verteilt sie. Auf die Geschäftstätigkeit nimmt der Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR entscheidenden Einfluß. Die AWA ist durch Gegenseitigkeitsverträge mit ähnlichen Einrichtungen des Auslands verbunden und seit 1957 Mitglied der internationalen Urheberschutzkonföderation CISAC. Urheberrecht. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 31 Anleitung und Kontrolle A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Antifaschistisch-demokratische OrdnungSiehe auch die Jahre 1965 1966 1969 1979 1985 Staatliche Einrichtung, die am 1. 1. 1951 an Stelle der GEMA trat und laut VO über die Wahrung der Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte auf dem Gebiet der Musik vom 17. 3. 1955 die Rechte der Komponisten und Musikverleger aus der DDR für die Aufführung ihrer Werke, ausgenommen musikalische Bühnenwerke, in der DDR und im Ausland wahrnimmt. Sie zieht auch die Vergütung für Textdichter von Liedern, Schlagern u. ä. ein und verteilt sie. Auf…
DDR A-Z 1975
APO (1975)
Siehe auch die Jahre 1965 1966 1969 [S. 32]Abk. für Abteilungsparteiorganisation. Grundorganisationen der SED; SED. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 32 Antisemitismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ApothekenSiehe auch die Jahre 1965 1966 1969 [S. 32]Abk. für Abteilungsparteiorganisation. Grundorganisationen der SED; SED. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 32 Antisemitismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Apotheken
DDR A-Z 1975
Arbeit (1975)
Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 1979 Marxismus-Leninismus. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 32 Apparat A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeit, Abteilung fürSiehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 1979 Marxismus-Leninismus. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 32 Apparat A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeit, Abteilung für
DDR A-Z 1975
Arbeiter (1975)
Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 1979 Sozialstruktur. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 32 Arbeit, Gesetz der A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeiter, SchreibendeSiehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 1979 Sozialstruktur. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 32 Arbeit, Gesetz der A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeiter, Schreibende
DDR A-Z 1975
Akademische Grade (1975)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 Im Hochschulwesen der DDR werden folgende AG. verliehen: 1. Diplom eines Wissenschaftszweiges (z. B. Diplom-Ökonom); 2. Doktor eines Wissenschaftszweiges (z. B. Dr. oec.); 3. Doktor der Wissenschaften (Dr. sc.); 4. Doktor ehrenhalber in Anerkennung besonderer Verdienste um die Entwicklung von Wissenschaft, Technik und Kultur oder politischer Verdienste (Dr. eh.). Als erster AG. wird das Diplom am Ende des Fachstudiums erworben und durch die jeweiligen Sektionen verliehen. Grundlage der Verleihung des AG. Doktor eines Wissenschaftszweiges (Promotion A) sind die positive Beurteilung und erfolgreiche „Verteidigung“ ei[S. 25]ner Dissertation sowie der Nachweis von Kenntnissen des Marxismus-Leninismus, die über den Stoff des marxistisch-leninistischen Grundlagenstudiums hinausgehen, sowie Fremdsprachenkenntnisse. Im Rahmen der Hochschulreform wurde in Anlehnung an das sowjetische Beispiel der „Doktor der Wissenschaften“ (Promotion B) als höchster AG. geschaffen. Voraussetzung für die Verleihung sind der Besitz des Doktorgrades (Promotion A), der Nachweis hervorragender wissenschaftlicher Qualifikation durch eine schriftliche Arbeit, aus der hervorzugehen hat, daß die Forschungsergebnisse dem internationalen Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen. Das Recht zur Verleihung beider Doktorgrade liegt bei den Wissenschaftlichen Räten bzw. seinen Fakultäten. Die Verteidigung der Diplom- und Doktorarbeiten findet in der Regel öffentlich statt. Da die Mehrzahl dieser Arbeiten im Rahmen vertraglich festgelegter Forschungsverträge zwischen den Universitäten und Partnern aus der Praxis entstehen, unterliegen ihre Ergebnisse oft der Geheimhaltung. In diesen Fällen findet statt der öffentlichen Verteidigung ein Kolloquium statt, für das der Kandidat drei Themenbereiche vorschlagen kann. Alle wissenschaftlichen Arbeiten können sowohl als Einzelarbeit als auch kollektiv angefertigt werden. Universitäten und Hochschulen. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 24–25 Akademien A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Akkreditivverfahren (Ak-Verfahren)Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 Im Hochschulwesen der DDR werden folgende AG. verliehen: 1. Diplom eines Wissenschaftszweiges (z. B. Diplom-Ökonom); 2. Doktor eines Wissenschaftszweiges (z. B. Dr. oec.); 3. Doktor der Wissenschaften (Dr. sc.); 4. Doktor ehrenhalber in Anerkennung besonderer Verdienste um die Entwicklung von Wissenschaft, Technik und Kultur oder politischer Verdienste (Dr. eh.). Als erster AG. wird das Diplom am Ende des…
DDR A-Z 1975
Aktionseinheit der Arbeiterklasse (1975)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 Definiert als Zusammenwirken verschiedener Organisationen der Arbeiterbewegung in nichtsozialistischen Staaten zur Durchsetzung gemeinsamer Interessen ungeachtet politischer und ideologischer Unterschiede. Die AdA. soll die organisatorische Spaltung der Arbeiterbewegung überwinden helfen und den Kern eines umfassenderen Bündnisses aller antikapitalistischen Kräfte bilden. Bereits die Niederschlagung des Kapp-Putsches in Deutschland 1920 gilt als Erfolg der Verwirklichung der AdA. In ihrer allgemeinen Form wurde diese jedoch erst angesichts des Faschismus durch den VII.~Weltkongreß der Kommunistischen Internationale (Komintern) 1935 theoretisch konzipiert. Die SED, die sich selbst als Ergebnis der auf dem Gebiet der heutigen DDR praktizierten Aktionseinheit zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten begreift, propagierte bis zu ihrem VII.~Parteitag 1967 die Herstellung der AdA. in der Bundesrepublik Deutschland als Voraussetzung für dortige gesellschaftspolitische Veränderungen und setzte sich zum anderen für die Herstellung einer AdA. der DDR und der Bundesrepublik als Voraussetzung für die Normalisierung zwischen beiden deutschen Staaten ein. Auch die internationale Beratung der kommunistischen und Arbeiterparteien in Moskau 1969 forderte die Kommunisten und anderen oppositionellen Kräfte nichtsozialistischer Staaten, besonders die Sozialdemokraten, zur Aktionseinheit auf. Mit der AdA., die eine wichtige Rolle in der gegenwärtigen Politik kommunistischer Parteien Westeuropas spielt, ist nicht der Begriff der „Aktionseinheit aller Kommunisten“ zu verwechseln, den die SED und andere eng mit der KPdSU verbündete Parteien in der internen Diskussion der kommunistischen Weltbewegung verwenden, wenn sie an abweichlerische Parteien appellieren, ihre Positionen zugunsten der Wiederherstellung größerer Geschlossenheit im Weltkommunismus — zumindest zeitweilig für die gemeinsame Durchführung einzelner Aktionen — zurückzustellen. Bündnispolitik. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 25 Aktien A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AktivSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 Definiert als Zusammenwirken verschiedener Organisationen der Arbeiterbewegung in nichtsozialistischen Staaten zur Durchsetzung gemeinsamer Interessen ungeachtet politischer und ideologischer Unterschiede. Die AdA. soll die organisatorische Spaltung der Arbeiterbewegung überwinden helfen und den Kern eines umfassenderen Bündnisses aller antikapitalistischen Kräfte bilden. Bereits die Niederschlagung des…
DDR A-Z 1975
Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst (1975)
Siehe auch: ADN: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst: 1965 1966 1969 1979 Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst (ADN): 1985 ADN. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 26 Alkoholmißbrauch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Alliiertes Komitee für die LuftsicherheitSiehe auch: ADN: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst: 1965 1966 1969 1979 Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst (ADN): 1985 ADN. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 26 Alkoholmißbrauch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Alliiertes Komitee für die Luftsicherheit
DDR A-Z 1975
Altguthaben und -Ablösungsanleihe (1975)
Siehe auch: Altguthaben-Ablösungsanleihe: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Altguthaben und -Ablösungsanleihe: 1979 1985 Mit der Enteignung der Banken (Bankwesen) gingen deren vor dem 9. 5. 1945 bestehende Vermögen und Verbindlichkeiten auf den Staat über. Während die aus Darlehen an Private und Einzelpersonen resultierenden Forderungen (Altforderungen) durch die Kreditinstitute eingezogen werden, wurden die Sparguthaben (Altguthaben) — nach der Währungsreform auch als Uraltguthaben bezeichnet — gemäß der Anordnung über die Altguthaben-Ablösungsanleihe der Deutschen Wirtschaftskommission (DWK) vom 23. 9. 1948 (ZVOB1. S. 475) umgewertet. Die Verzinsung der Anleihe beträgt 3 v. H., beginnend mit dem 1. 1. 1949. Die Anleiheinhaber können seit 1952 über die aufgelaufenen Zinsen und seit 1955 über die Anleihen selbst verfügen. Die Tilgung der Anleihe sollte in 25 gleichen Jahresbeträgen 1959 beginnen, setzte aber tatsächlich erst 1962 ein. Bis 1972 sollte die Anleihe zu bestimmten jährlichen Tilgungsterminen zurückgezahlt werden (GBl.~II, 1963, S. 861). Bei der Festlegung der Rückzahlungsquoten wurden die Inhaber im Rentenalter, Bedürftige sowie diejenigen [S. 28]mit niedrigeren Anteilsrechten durch die Gewährung höherer Jahresraten bevorzugt. Personen, die die DDR verlassen haben oder verlassen, auch wenn sie hierzu eine Genehmigung erhielten, können bis zu einer endgültigen Regelung keine Ansprüche auf ihren Anleihebesitz geltend machen. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 27–28 Altersversorgung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AmbulatoriumSiehe auch: Altguthaben-Ablösungsanleihe: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Altguthaben und -Ablösungsanleihe: 1979 1985 Mit der Enteignung der Banken (Bankwesen) gingen deren vor dem 9. 5. 1945 bestehende Vermögen und Verbindlichkeiten auf den Staat über. Während die aus Darlehen an Private und Einzelpersonen resultierenden Forderungen (Altforderungen) durch die Kreditinstitute eingezogen werden, wurden die Sparguthaben (Altguthaben) — nach der Währungsreform auch als…
DDR A-Z 1975
Amt für Arbeit und Berufsberatung (1975)
Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 Die ÄAB. wurden inzwischen aufgelöst. Eine Aufgabenspaltung erfolgte insofern, als für Arbeits- und Lohnfragen auf Bezirksebene die Ämter, bzw. Abteilungen für Arbeit und Löhne (nachgeordnet dem Staatssekretariat für Arbeit und Löhne) und auf Kreisebene die Organe, bzw. Abteilungen für Arbeit zuständig sind. Daneben existieren bei allen Räten der Bezirke Abteilungen und auf Kreisebene Organe für Berufsbildung und Berufsberatung, die dem Ministerium für Volksbildung und dem Staatssekretariat für Berufsbildung nachgeordnet sind. [S. 29] Einheitliches sozialistisches Bildungssystem, XI.; Berufsberatung und Berufslenkung; Arbeitsrecht. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 28–29 Amortisationen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Amt für AußenwirtschaftsbeziehungenSiehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 Die ÄAB. wurden inzwischen aufgelöst. Eine Aufgabenspaltung erfolgte insofern, als für Arbeits- und Lohnfragen auf Bezirksebene die Ämter, bzw. Abteilungen für Arbeit und Löhne (nachgeordnet dem Staatssekretariat für Arbeit und Löhne) und auf Kreisebene die Organe, bzw. Abteilungen für Arbeit zuständig sind. Daneben existieren bei allen Räten der Bezirke Abteilungen und auf Kreisebene Organe für Berufsbildung und Berufsberatung, die dem…
DDR A-Z 1975
Amt für Preise (1975)
Siehe auch das Jahr 1969 Das AfP. wurde auf Beschluß des Ministerrates im Dezember 1965 gebildet. Entsprechend der VO über das Statut dieser Institution (GBl.~II, 1968, S. 17) ist es Organ des Ministerrates und für die Ausarbeitung der Grundsätze der Preispolitik, zur Leitung der Preisbildung, Preisbestätigung und Preisplanung sowie für die Sicherung der einheitlichen Arbeit aller mit der Preisplanung, -festsetzung und -kontrolle befaßten Instanzen zuständig. Das AfP. hat zu gewährleisten, daß die Beschlüsse des ZK der SED und des Ministerrates sowie die Gesetze und Beschlüsse der Volkskammer in der Preispolitik durchgesetzt werden. Im einzelnen soll es bei der Preisgestaltung sowohl die wirtschaftspolitischen Ziele des Staates unterstützen als auch sicherstellen, daß die Preise zur Stärkung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts, zur Verbesserung des Material- und Arbeitsmitteleinsatzes, zur Senkung der Kosten und zur verbesserten Qualität der Erzeugnisse beitragen. Zudem sollen alle Konsumgüterpreise grundsätzlich stabil bleiben. Zur Realisierung dieser Aufgaben führt das AfP. eine planmäßige Preisbildung und eine umfangreiche Preiskontrolle durch, daneben erarbeitet es laufende Analysen bezüglich der Wirksamkeit der Preise. Neben dem Erlaß der zentralen staatlichen Kalkulationsrichtlinie (GBl.~II, 1972, S. 741 ff.) bestätigt es spezielle Kalkulationsrichtlinien und Kalkulationsnormative. Gemeinsam mit der Staatlichen Plankommission und dem Ministerium der Finanzen setzt es die Gewinnormative fest und bestätigt die kalkulationsfähigen Normative für Forschung und Entwicklung sowie die Gemeinkostennormative. Weiterhin bestätigt das AfP. die Preise für neu- und weiterentwickelte Erzeugnisse. Unterstützt wird das AfP. durch den Zentralen Preisbeirat, der auf dem Gebiet der Konsumgüterpreise Entscheidungen sachkundig vorbereitet. Bis 1965 lag die Planung und Überwachung der Preise in der Zuständigkeit der Regierungskommission für Preise, die ebenfalls Organ des Ministerrates war. Ihr Vorsitzender war der Minister der Finanzen. 1966 wurde die Regierungskommission für Preise mit ihren Nebenstellen aufgelöst und die im Rahmen des NÖS modifizierten Aufgaben hinsichtlich der Preisgestaltung auf das neugebildete AfP. übertragen, dessen Leiter im Ministerrang gegenwärtig Walter Halbritter ist. Mit der Rezentralisierung ist das AfP. in seiner Rolle als entscheidende Kontrollinstanz für alle Preisbildungsprozesse aufgewertet worden: Es muß nicht nur die staatliche Preispolitik durch entsprechende Grundsatz- und Detailregelungen durchsetzen sondern auch ständig Preiskontrollen in Betrieben und Kombinaten durchführen. Dazu gehören auch die Verhängung von Ordnungsstrafen bei Preismanipulationen sowie die Erarbeitung einer jährlich dem Ministerrat vorzulegenden Analyse über die Entwicklung von Kosten. Gewinnen und Preisen. Durch seinen Einfluß auf die jeweils geltenden Gewinnnormen und die Kostenkalkulation kommt dem AfP. eine entscheidende Rolle bei der Ausrichtung der monetären Planungsbeziehungen zu. Da aber gerade die gegenwärtig in der DDR praktizierte außerordentlich komplizierte Preisbildung eine Unmenge an Detailinformationen aller beteiligten Wirtschaftseinheiten erfordert, dürfte das AfP. trotz seiner umfangreichen Kompetenzen allein schon wegen der übermäßigen Verwaltungsarbeit nicht in der Lage sein, die Prinzipien der Preisfestsetzung auch konsequent durchzusetzen. Allenfalls in Teilbereichen mag die Ausbreitung und Verstärkung von Preisverzerrungen oder auch Kostensteigerungen gebremst werden; eine Entwicklung der Preise zu einem echten Maßstab des volkswirtschaftlich notwendigen Aufwandes — unter den gegebenen Bedingungen der DDR — dürfte dem AfP. hingegen heute nicht möglich sein. Preissystem und Preispolitik. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 29 Amt für Jugendfragen beim Ministerrat A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Amt für Standardisierung, Meßwesen und WarenprüfungSiehe auch das Jahr 1969 Das AfP. wurde auf Beschluß des Ministerrates im Dezember 1965 gebildet. Entsprechend der VO über das Statut dieser Institution (GBl.~II, 1968, S. 17) ist es Organ des Ministerrates und für die Ausarbeitung der Grundsätze der Preispolitik, zur Leitung der Preisbildung, Preisbestätigung und Preisplanung sowie für die Sicherung der einheitlichen Arbeit aller mit der Preisplanung, -festsetzung und -kontrolle befaßten Instanzen zuständig. Das AfP. hat zu…
DDR A-Z 1975
Anbauplanung (1975)
Siehe auch: Anbauplan: 1953 1954 1956 1958 Anbauplanung: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 Landwirtschaft. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 30 Anarchismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Anerkennung, VölkerrechtlicheSiehe auch: Anbauplan: 1953 1954 1956 1958 Anbauplanung: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 Landwirtschaft. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 30 Anarchismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Anerkennung, Völkerrechtliche
DDR A-Z 1975
Anlagemittel (1975)
Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 1969 1979 Als Grundmittel bezeichnete Arbeitsmittel mit einer Nutzungsdauer von länger als einem Jahr und einem Wert von über 500 Mark (künftig über 1.000 Mark). Arbeitsmittel sind dagegen alle Instrumente zur Einwirkung auf Arbeitsgegenstände (z. B. Rohstoffe) mit dem Ziel der Erzeugung von materiellen Gütern (Gebrauchswerten), unabhängig von ihrer Nutzungsdauer und ihrem Wert. Rechnungswesen; Anlagevermögen. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 30 Angestellte A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AnlagevermögenSiehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 1969 1979 Als Grundmittel bezeichnete Arbeitsmittel mit einer Nutzungsdauer von länger als einem Jahr und einem Wert von über 500 Mark (künftig über 1.000 Mark). Arbeitsmittel sind dagegen alle Instrumente zur Einwirkung auf Arbeitsgegenstände (z. B. Rohstoffe) mit dem Ziel der Erzeugung von materiellen Gütern (Gebrauchswerten), unabhängig von ihrer Nutzungsdauer und ihrem Wert. Rechnungswesen; Anlagevermögen. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln…
DDR A-Z 1975
Antifaschistisch-demokratische Ordnung (1975)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 Als AdO. wird seit 1974 offiziell die Etappe gesellschaftlicher und sozialökonomischer Umwälzungen in der DDR von 1945 bis 1949 bezeichnet. Sie wird als Übergangsform zwischen Kapitalismus und Sozialismus verstanden, in deren Verlauf unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei „die Voraussetzungen für die sozialistische Revolution und die Errichtung eines sozialistischen Staates“ geschaffen worden seien (Wörterbuch zum Sozialistischen Staat, Berlin 1974). — Als entscheidende Voraussetzung für die Errichtung der AdO. wird die Existenz der UdSSR und „ihr Sieg über den Faschismus“ erachtet. Die AdO. sei durch einen verschärften Klassenkampf nach innen gekennzeichnet gewesen, sie sei definiert durch die „revolutionär-demokratische Diktatur der Arbeiter und Bauern unter Beteiligung anderer Schichten des Volkes“. Bis Ende der 50er Jahre reichte in der offiziellen Geschichtsschreibung die Periode der AdO. bis 1952; auf der 2. Parteikonferenz desselben Jahres sei der „Aufbau des Sozialismus“ beschlossen und damit eine neue Etappe eingeleitet worden. Im Verlauf der Periodisierungsdiskussion in der DDR wurde dann der Beginn dieser Etappe auf 1949 zurückdatiert und die der AdO. auf den Zeitraum bis zur Gründung der DDR eingegrenzt. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 31 Anstalt zur Wahrung der Aufführungsrechte (AWA) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AntiquariateSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 Als AdO. wird seit 1974 offiziell die Etappe gesellschaftlicher und sozialökonomischer Umwälzungen in der DDR von 1945 bis 1949 bezeichnet. Sie wird als Übergangsform zwischen Kapitalismus und Sozialismus verstanden, in deren Verlauf unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei „die Voraussetzungen für die sozialistische Revolution und die Errichtung eines sozialistischen…
DDR A-Z 1975
Apotheken (1975)
Siehe auch: Apotheken: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 Apothekenreform: 1953 1954 1956 Alle A. sind 1949 durch VO der Deutschen Wirtschaftskommission enteignet worden. Die Apotheker sollten für ihre Person berechtigt sein, ihren Betrieb weiterzuführen, nicht jedoch, ihn durch andere (Erben, Pächter) weiterführen zu lassen. Nach der „A.-Ordnung“ von 1958 sind A. grundsätzlich staatliche Einrichtungen; Inhaber älterer Betriebsrechte haben die „Staatliche Befugnis zum Betrieb der A.“ erhalten, die zurückgenommen werden kann und als Übergangsregelung zu verstehen ist. A. werden als „öffentliche A.“ vom Rat des Kreises betrieben, können aber verpachtet sein; sie können Arzneimittelausgabestellen als Nebenstellen führen, um Industriebetriebe, Einrichtungen des Gesundheitswesens und verkehrsmäßig wenig erschlossene Gebiete zu versorgen. Daneben gibt es als „nichtöffentliche A.“ Krankenhaus-A. und Tierärztliche A., außerdem die A. der bewaffneten Organe. Die A. sind zwar in der Regel kleine Einzelbetriebe, werden jedoch in jedem Kreis zentral von einem Kreis-Apotheker angeleitet; in vielen Kreisen sind Buchhaltung, Rezeptabrechnung und oft auch Lagerhaltung und Belieferung in einer „Pharmazeutischen Zentrale“ unter Leitung eines „Direktors für Pharmazie“ bei der Abt. Gesundheits- und Sozialwesen des Rates des Kreises bzw. der Stadt zusammengefaßt, häufig auch Spezialaufgaben (Rezeptur, Defektur) auf die A. einer Stadt verteilt. Damit soll der Lagerbestand an Arzneimitteln möglichst klein gehalten werden. Rezeptur und eigene Arzneimittelherstellung als Fertigpräparate machen je 5 v. H. des Arzneimittelumsatzes aus, industrielle Präparate stellen 90 v. H. Der Verkauf von Arzneimitteln auf Kosten der Einzelverbraucher hat einen Umsatzanteil von nur 12 v. H.; zwei Drittel des Umsatzes gehen zu Lasten der Sozialversicherung, der Rest wird in den Einrichtungen des Gesundheitswesens verbraucht, die aber in der Regel vom zuständigen Versorgungsbetrieb für Pharmazie und Medizintechnik direkt beziehen (Arzneimittelversorgung). Bestand: Anfang 1974 gab es 1 358 A., davon werden 1 228 als Staatliche A., 18 als Verpachtete staatliche A., 55 als nichtstaatliche A. geführt (die nichtstaatlichen stellen 4 v. H. dar — mit einem Umsatzanteil von 4,3 v. H. — 1950 waren noch 645 oder 38 v. H. aller A. in Privatbesitz); hinzukommen 565 Arzneimittelausgabestellen, außerdem 57 Krankenhaus-A. Auf 8.850 Einwohner kommt also 1 A. oder Arzneimittelausgabestelle. Das Deutsche Institut für Apothekenwesen in Jena, errichtet 1964, ist „Leitstelle“ für die angewandte Pharmazie (Technologie. Qualitätsprüfung, Organisation und Betriebswesen der A.) und Fortbildung des Personals. Es untersteht dem Ministerium für Gesundheitswesen. Die Arbeit in den A. ist stark verlagert worden von den Apothekern mit Hochschulabschluß hin zu mittleren medizinischen Kräften. Aufgabe des Apothekers ist die technische und organisatorische Leitung der A. und die Anleitung und Überwachung des Personals. Bestand: Anfang 1974: 2.945 Apotheker einschl. derjenigen in Industrie und Großvertrieb. Mittleres medizinisches Personal in den A. erhält — nach Abschluß der 10klassigen Oberschule — eine Lehrausbildung zum Apothekenfacharbeiter (früher: Apothekenhelfer). Der „Facharbeiterbrief“ berechtigt nach Bewährung im Beruf zur Ausbildung zum Apothekenassistenten und, wiederum nach Bewährung, zum Pharmazieingenieur (vor allem für den Bedarf in der Industrie). Ausbildungsstätte ist die Pharmazieschule in Leipzig (40 hauptamtliche Kräfte, Ausbildungskapazität 300 pro Jahr); Ausbildungsdauer je 2 Jahre. Ein Teil der Ausbildung vollzieht sich im Fernstudium. Gesundheitswesen. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 32 APO A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ApothekenassistentenSiehe auch: Apotheken: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 Apothekenreform: 1953 1954 1956 Alle A. sind 1949 durch VO der Deutschen Wirtschaftskommission enteignet worden. Die Apotheker sollten für ihre Person berechtigt sein, ihren Betrieb weiterzuführen, nicht jedoch, ihn durch andere (Erben, Pächter) weiterführen zu lassen. Nach der „A.-Ordnung“ von 1958 sind A. grundsätzlich staatliche Einrichtungen; Inhaber älterer Betriebsrechte haben die „Staatliche…
DDR A-Z 1975
Arbeit, Abteilung für (1975)
Siehe auch: Arbeit, Abteilungen für: 1953 1954 Arbeit, Abteilung für: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Staatssekretariat für Arbeit und Löhne. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 32 Arbeit A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeit, GesellschaftlicheSiehe auch: Arbeit, Abteilungen für: 1953 1954 Arbeit, Abteilung für: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Staatssekretariat für Arbeit und Löhne. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 32 Arbeit A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeit, Gesellschaftliche
DDR A-Z 1975
Arbeiter, Schreibende (1975)
Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 1969 1979 [S. 33]Literatur und Literaturpolitik. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 33 Arbeiter A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeiterbewegung, Gedenkstätten derSiehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 1969 1979 [S. 33]Literatur und Literaturpolitik. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 33 Arbeiter A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeiterbewegung, Gedenkstätten der
DDR A-Z 1975
Akkreditivverfahren (Ak-Verfahren) (1975)
Siehe auch: Akkreditivverfahren: 1966 1969 Akkreditivverfahren (Ak-Verfahren): 1979 AK-Verfahren: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Verrechnungsverfahren. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 25 Akademische Grade A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AkkumulationSiehe auch: Akkreditivverfahren: 1966 1969 Akkreditivverfahren (Ak-Verfahren): 1979 AK-Verfahren: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Verrechnungsverfahren. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 25 Akademische Grade A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Akkumulation
DDR A-Z 1975
Aktiv (1975)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 A. bezeichnet im Sprachgebrauch der DDR eine zahlenmäßig meist kleinere Gruppe von Werktätigen, die im Staatsapparat, in der Wirtschaft, aber auch im gesellschaftlich kulturellen Bereich sowohl ad hoc als auch für die Lösung längerfristiger Aufgaben gebildet werden. Der Begriff A. stammt ursprünglich aus dem Sozialistischen Wettbewerb. Mit Ausnahme der Parteiaktivs der SED und der vom FDGB gebildeten Gewerkschaftsaktivs in den Betrieben bezeichnet heute A. eine Form der Arbeitsorganisation, die nicht klar von anderen Begriffen wie Kollektiv oder Brigade abhebt. Den A. können sowohl Angehörige des gleichen Arbeitsbereiches mit unterschiedlicher beruflicher Qualifizierung, als auch Werktätige verschiedener Produktions- bzw. Verwaltungsbereiche angehören. Die Bildung von A. wird von der zuständigen, bzw. übergeordneten Leitungsebene angeordnet, bzw. „vorgeschlagen“. Sie können sowohl berichtende wie ausführende Funktionen übertragen bekommen. Während gegenwärtig im industriellen Bereich die Bedeutung der A. zurückgeht, stellen sie auf der Ebene der örtlichen Volksvertretungen, in der Massenorganisation und in der Landwirtschaft noch immer eine wichtige Or[S. 26]ganisationsform dar. Mit ihrer Hilfe versucht die SED einerseits, die Mitwirkung der Arbeitnehmer im Arbeitsprozeß zu stärken, andererseits kommt den A. aber auch die Funktion zu, die Werktätigen ständig zu mobilisieren und auf diese Weise eine Steigerung der Arbeitsproduktivität zu erreichen. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 25–26 Aktionseinheit der Arbeiterklasse A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Aktivist, AktivistenbewegungSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 1985 A. bezeichnet im Sprachgebrauch der DDR eine zahlenmäßig meist kleinere Gruppe von Werktätigen, die im Staatsapparat, in der Wirtschaft, aber auch im gesellschaftlich kulturellen Bereich sowohl ad hoc als auch für die Lösung längerfristiger Aufgaben gebildet werden. Der Begriff A. stammt ursprünglich aus dem Sozialistischen Wettbewerb. Mit Ausnahme der Parteiaktivs der SED und der vom FDGB gebildeten…
DDR A-Z 1975
Alliiertes Komitee für die Luftsicherheit (1975)
Siehe auch: Alliierte Luftsicherheitszentrale (Berlin Air Safety Center): 1985 Alliiertes Komitee für die Luftsicherheit: 1969 1979 Luftsicherheitszentrale: 1969 1979 Eine der letzten noch bestehenden militärischen Kontrolleinrichtungen der 4 Alliierten in Berlin (Berlin Air Safety Center), in der auch noch ein Vertreter der UdSSR mitarbeitet. Das AKfdL. registriert, überwacht und genehmigt alle in der sogenannten Berliner Kontrollzone (mit Radius von 32 km vom Stadtkern) stattfindenden Flüge von militärischen und zivilen Luftfahrzeugen. Alle Flüge in den 3 Berliner Luftkorridoren müssen im AKfdL. angemeldet werden; nach wie vor darf Berlin (West) von deutschen Luftfahrtgesellschaften bzw. von Privatflugzeugen nicht angeflogen werden. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 26 Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Altersaufbau der BeschäftigtenSiehe auch: Alliierte Luftsicherheitszentrale (Berlin Air Safety Center): 1985 Alliiertes Komitee für die Luftsicherheit: 1969 1979 Luftsicherheitszentrale: 1969 1979 Eine der letzten noch bestehenden militärischen Kontrolleinrichtungen der 4 Alliierten in Berlin (Berlin Air Safety Center), in der auch noch ein Vertreter der UdSSR mitarbeitet. Das AKfdL. registriert, überwacht und genehmigt alle in der sogenannten Berliner Kontrollzone (mit Radius von 32 km vom Stadtkern)…
DDR A-Z 1975
Ambulatorium (1975)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 Gesundheitswesen, III. B. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 28 Altguthaben und -Ablösungsanleihe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AmnestieSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 Gesundheitswesen, III. B. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 28 Altguthaben und -Ablösungsanleihe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Amnestie
DDR A-Z 1975
Amt für Außenwirtschaftsbeziehungen (1975)
Siehe auch die Jahre 1979 1985 Das AfA. wurde im April 1970 auf Beschluß des Ministerrates der DDR gegründet. Sitz ist Berlin (Ost). Im Gegensatz zur Kammer für Außenhandel (als einer „gesellschaftlichen Organisation“) untersteht das AfA. direkt dem Ministerium für Außenhandel. Es hat die Aufgabe, „zur Entwicklung des Außenhandels und anderer Beziehungen auf dem Gebiet der Außenwirtschaft beizutragen“ (GBl.~II, 1970, Nr. 39). Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 29 Amt für Arbeit und Berufsberatung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Amt für Erfindungs- und PatentwesenSiehe auch die Jahre 1979 1985 Das AfA. wurde im April 1970 auf Beschluß des Ministerrates der DDR gegründet. Sitz ist Berlin (Ost). Im Gegensatz zur Kammer für Außenhandel (als einer „gesellschaftlichen Organisation“) untersteht das AfA. direkt dem Ministerium für Außenhandel. Es hat die Aufgabe, „zur Entwicklung des Außenhandels und anderer Beziehungen auf dem Gebiet der Außenwirtschaft beizutragen“ (GBl.~II, 1970, Nr. 39). Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 29 Amt für…
DDR A-Z 1975
Amt für Standardisierung, Meßwesen und Warenprüfung (1975)
Siehe auch: Amt für Standardisierung: 1965 1966 1969 Amt für Standardisierung, Meßwesen und Warenprüfung: 1979 Dem Ministerrat unterstelltes Amt für die Planung, Leitung und Kontrolle der Standardisierung, für die Sicherung und Kontrolle der Qualitätsentwicklung der Erzeugnisse und für das Meßwesen. Das ASMW entstand am 1. 1. 1973 aus dem Zusammenschluß des Amtes für Standardisierung (gegründet 1954) mit dem seit 1964 bestehenden Deutschen Amt für Meßwesen und Warenprüfung. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 29 Amt für Preise A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Amt für WasserwirtschaftSiehe auch: Amt für Standardisierung: 1965 1966 1969 Amt für Standardisierung, Meßwesen und Warenprüfung: 1979 Dem Ministerrat unterstelltes Amt für die Planung, Leitung und Kontrolle der Standardisierung, für die Sicherung und Kontrolle der Qualitätsentwicklung der Erzeugnisse und für das Meßwesen. Das ASMW entstand am 1. 1. 1973 aus dem Zusammenschluß des Amtes für Standardisierung (gegründet 1954) mit dem seit 1964 bestehenden Deutschen Amt für Meßwesen und Warenprüfung. …
DDR A-Z 1975
Anerkennung, Völkerrechtliche (1975)
Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 1979 Außenpolitik; Souveränität. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 30 Anbauplanung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AngelsportSiehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 1979 Außenpolitik; Souveränität. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 30 Anbauplanung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Angelsport
DDR A-Z 1975
Anlagevermögen (1975)
Siehe auch die Jahre 1979 1985 Es umfaßt alle auch als Anlagemittel bezeichneten Bauten und Ausrüstungen (z. B. Maschinen, Fahrzeuge, Laboreinrichtungen) in der gesamten Volkswirtschaft mit einer Nutzungsdauer von mehr als einem Jahr und einem Anschaffungswert von mehr als 500 Mark (künftig 1.000 Mark). Uneinheitliche Bewertungsmaßstäbe dieser Grundmittel verhinderten bis zu Beginn der sechziger Jahre eine realistische Einschätzung des Produktionspotentials der DDR, vermittelten falsche Vorstellungen über die Rentabilität der betrieblichen Anlagen und führten zu fehlerhaften (Investitions-) Entscheidungen der Planungsinstanzen. Deshalb wurde im Zuge der Wirtschaftsreformen (NÖS) 1963 eine Neubewertung des Brutto-A. auf der Preisbasis von 1962 zunächst für die Industrie und später auch für andere Bereiche durchgeführt. 1973 betrug das Brutto-A. der gesamten Wirtschaft der DDR — zu Preisen von 1962 — 528 Mrd. Mark. Davon entfielen gut 326 Mrd. Mark, das sind rund 60 v. H., auf die produzierenden Bereiche (Industrie, Landwirtschaft, Bauwirtschaft, Verkehr, Handel). Damit sind die nichtproduzierenden Bereiche — vor allem der Infrastruktur (Straßen, Wohnungswesen, staatliche Verwaltung, kulturelle und soziale Einrichtungen) — mit einem Anteil von knapp 40 v. H. erheblich niedriger vertreten als z. B. in der Bundesrepublik Deutschland, wo sie 55 v. H. aller Anlagemittel umfassen. Unter den produzierenden Bereichen entfiel 1973 auf das verarbeitende Gewerbe mit 203 Mrd. Mark der größte Teil, gefolgt vom Verkehr, Post- und Fernmeldewesen mit etwa 51 Mrd. Mark und der Landwirtschaft mit 44 Mrd. Mark. Während der Binnenhandel ein A. von etwa 17 Mrd. Mark aufwies, betrug es in der Bauwirtschaft [S. 31]rund 9 Mrd. Mark. Die sonstigen produzierenden Zweige (Wirtschaftsleitende Organe, Institute aller produzierenden Bereiche, Projektierungs- und Rechenbetriebe, Verlage, Reparaturkombinate und textiles Reinigungswesen) erfaßten schließlich 2 Mrd. Mark. Die Verteilung des Vermögens auf Ausrüstungen und Bauten zeigt, daß Landwirtschaft und Handel mit 70 bzw. 60 v. H. die höchsten Bauanteile sowie Bauwirtschaft und Verkehr, Post- und Fernmeldewesen mit 66 bzw. 55 v. H. die höchsten Ausrüstungsanteile aufweisen. Dicht danach folgt die Industrie mit einer Ausrüstungsquote von 54 v. H. Die Entwicklung des A. im Zeitverlauf zeigt seit 1960 die stärkste Zunahme beim Vermögen der Bauwirtschaft sowie bei den sonstigen produzierenden Zweigen. Überdurchschnittlich expandierte es auch im verarbeitenden Gewerbe, in der Land- und Forstwirtschaft sowie beim Binnenhandel. Ein Vergleich des Vermögens der produzierenden Bereiche zwischen DDR und Bundesrepublik Deutschland zeigt für das verarbeitende Gewerbe in der DDR (62 v. H.) einen merklich höheren Vermögensanteil als in der Bundesrepublik; dies ist ein Zeichen für die vorrangige Zuweisung von Investitionen für die Industrie. Auch die Land- und Forstwirtschaft weist in der DDR bei einem Anteil von gut 13 v. H. noch eine expansive Tendenz auf, während sich der Vermögensanteil dieses Bereichs in der Bundesrepublik von 11 v. H. (1970) auf 8 v. H. (1973) verringerte. Demgegenüber sind Bauwirtschaft (3 v. H.)und Binnenhandel (5 v. H.) merklich weniger vertreten als in der Bundesrepublik Deutschland. Grundmittelumbewertung. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 30–31 Anlagemittel A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Anleitung und KontrolleSiehe auch die Jahre 1979 1985 Es umfaßt alle auch als Anlagemittel bezeichneten Bauten und Ausrüstungen (z. B. Maschinen, Fahrzeuge, Laboreinrichtungen) in der gesamten Volkswirtschaft mit einer Nutzungsdauer von mehr als einem Jahr und einem Anschaffungswert von mehr als 500 Mark (künftig 1.000 Mark). Uneinheitliche Bewertungsmaßstäbe dieser Grundmittel verhinderten bis zu Beginn der sechziger Jahre eine realistische Einschätzung des Produktionspotentials der DDR, vermittelten falsche…
DDR A-Z 1975
Antiquariate (1975)
Siehe auch die Jahre 1966 1969 1979 Buchhandel. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 31 Antifaschistisch-demokratische Ordnung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AntisemitismusSiehe auch die Jahre 1966 1969 1979 Buchhandel. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 31 Antifaschistisch-demokratische Ordnung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Antisemitismus
DDR A-Z 1975
Apothekenassistenten (1975)
Siehe auch: Apothekenassistenten: 1960 1962 1963 1965 1969 1979 Apothekerassistenten: 1966 Gesundheitswesen; Apotheken. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 32 Apotheken A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ApparatSiehe auch: Apothekenassistenten: 1960 1962 1963 1965 1969 1979 Apothekerassistenten: 1966 Gesundheitswesen; Apotheken. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 32 Apotheken A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Apparat
DDR A-Z 1975
Arbeit, Gesellschaftliche (1975)
Siehe auch: Arbeit, gesellschaftliche: 1969 Arbeit, Gesellschaftliche: 1979 Marxismus-Leninismus. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 32 Arbeit, Abteilung für A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeit, Gesetz derSiehe auch: Arbeit, gesellschaftliche: 1969 Arbeit, Gesellschaftliche: 1979 Marxismus-Leninismus. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 32 Arbeit, Abteilung für A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeit, Gesetz der
DDR A-Z 1975
Arbeiter-und-Bauern-Fakultät (ABF) (1975)
Siehe auch: Arbeiter- und Bauernfakultät (ABF): 1956 1958 1959 1960 1962 1963 Arbeiter- und Bauern-Fakultät (ABF): 1953 1954 Arbeiter-und-Bauern-Fakultät (ABF): 1965 1966 1969 1979 1985 ABF wurden 1949 an allen Universitäten und einigen Hochschulen eingerichtet. Sie waren zum großen Teil aus den sog. Vorstudienanstalten hervorgegangen. Zugelassen wurden Arbeiter- und Bauernkinder sowie Kinder der „werktätigen Intelligenz“, die über eine abgeschlossene Grundschul- und Berufsausbildung verfügten, sich durch hervorragende Arbeitsleistungen in der Produktion auszeichneten. Bevorzugt wurden die von „sozialistischen“ Betrieben vorgeschlagenen und delegierten Bewerber. 1962 gab es noch 10 ABF mit 3.340 Studierenden, von denen 2.540 Arbeiter- und Bauernkinder waren. 1963 wurden alle ABF bis auf 2 (Halle/S. und Freiberg/Sa.) aufgelöst. Die ABF Freiberg nimmt Bewerber für Bergbau, Hüttenwesen und Naturwissenschaften auf, die ABF Halle Bewerber für Naturwissenschaften, Maschinenwesen, Elektrotechnik, Land- und Forstwirtschaft, Medizin, Wirtschaftswissenschaften, Lehrer für polytechnische Oberschulen u. a. Zur Erlangung des Abiturs an den ABF ist ein 1–3jähriges Studium notwendig. Von 1951 bis 1963 gelangten 33.729 Absolventen der ABF zum Hochschulstudium. Absolventen der ABF werden nicht in das Aufnahmeverfahren einbezogen, sondern auf dem Wege des Fakultätswechsels zum Studium zugelassen. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 34 Arbeiterkontrolle A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeiter-und-Bauern-Inspektion (ABI)Siehe auch: Arbeiter- und Bauernfakultät (ABF): 1956 1958 1959 1960 1962 1963 Arbeiter- und Bauern-Fakultät (ABF): 1953 1954 Arbeiter-und-Bauern-Fakultät (ABF): 1965 1966 1969 1979 1985 ABF wurden 1949 an allen Universitäten und einigen Hochschulen eingerichtet. Sie waren zum großen Teil aus den sog. Vorstudienanstalten hervorgegangen. Zugelassen wurden Arbeiter- und Bauernkinder sowie Kinder der „werktätigen Intelligenz“, die über eine abgeschlossene Grundschul- und…