DDR A-Z 1969

Grenzübertritt, ungesetzlicher (1969)

Siehe auch die Jahre 1975 1979 Straftatbestand in § 213 StGB. Mit Inkrafttreten des neuen Strafgesetzbuchs am 1. 7. 1968 ersetzte er die in § 8 PaßGes. enthaltene Strafandrohung vor allem gegen die Republikflucht. Während § 8 PaßGes. aber an erster Stelle im Tatbestand das nichtgenehmigte Verlassen der „DDR“ anführte, werden in § 213 StGB zunächst einmal sämtliche anderen, in der Praxis kaum eine Rolle spielenden Begehungsformen aufgezählt, und erst am Schluß dieser Aufzählung erscheint „Wer ohne staatliche Genehmigung das Gebiet der DDR verläßt“. Als weitere Begehungsform, die mit UG. eigentlich überhaupt nichts zu tun hat, wurde die Nichtrückkehr in das Gebiet der „DDR“ eingefügt. Das entspricht der Neuregelung beim staatsfeindlichen ➝Menschenhandel. Die Strafandrohung für den Normalfall wurde in der Obergrenze von bisher drei Jahren auf zwei Jahre Freiheitsstrafe zurückgeführt, dagegen in den in Abs. 2 beschriebenen schweren Fällen, die es nach § 8 PaßGes. nicht gab, auf Freiheitsstrafe von einem bis zu fünf Jahren erhöht. Nach dem Gesetzeswortlaut liegt ein schwerer Fall bereits dann vor, wenn z. B. der Flüchtende eine Drahtschere bei sich hat oder in einem Pkw oder Lkw versteckt ist, oder wenn er die Flucht zusammen mit einem anderen („Gruppe“) versucht. Wann das Tatbestandsmerkmal der „Anwendung gefährlicher Mittel oder Methoden“ erfüllt ist, ist ebenso eine der Rechtsprechung überlassene Auslegungsfrage, wie die nach der „mehrfachen“ Tatbegehung oder dem „mehrfachen“ Versuch. Neben den im Gesetz ausdrücklich erwähnten Kriterien sind weitere denkbar, die ein Vergehen gegen den Tatbestand des UG. zu einem „schweren Fall“ machen können. Der „gewaltsame Grenzdurchbruch“ wird auch in Zukunft nicht als UG., sondern als Terror bestraft werden („Neue Justiz“ 1967, S. 157). Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 257 Grenzübergangsstellen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Großhandel

Siehe auch die Jahre 1975 1979 Straftatbestand in § 213 StGB. Mit Inkrafttreten des neuen Strafgesetzbuchs am 1. 7. 1968 ersetzte er die in § 8 PaßGes. enthaltene Strafandrohung vor allem gegen die Republikflucht. Während § 8 PaßGes. aber an erster Stelle im Tatbestand das nichtgenehmigte Verlassen der „DDR“ anführte, werden in § 213 StGB zunächst einmal sämtliche anderen, in der Praxis kaum eine Rolle spielenden Begehungsformen aufgezählt, und erst am Schluß dieser Aufzählung erscheint…

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Großhandelspreise (1969)

Siehe auch: Großhandelspreis: 1975 1979 1985 Einzelhandelsverkaufspreise, Preispolitik. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 258 Großhandelskontore A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Grundausbildung, berufliche

Siehe auch: Großhandelspreis: 1975 1979 1985 Einzelhandelsverkaufspreise, Preispolitik. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 258 Großhandelskontore A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Grundausbildung, berufliche

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Grundig, Lea, geb. Langer, Prof. (1969)

* 23. 3. 1906 in Dresden. Hochschullehrerin, Präsident des Verbandes Bildender Künstler Deutschlands seit 1964. Mitgl. der SED, seit 1963 Mitgl. des ZK der SED. Nach Besuch der Kunstakademie Dresden Malerin und Grafikerin. 1926 KPD. Bis 1930 Mitgl. der Kunstgenossenschaft, dann der „Assoziation revolutionärer bildender Künstler Deutschlands“. Nach 1933 mehrmals verhaftet, 1939 Emigration, u.a. in Palästina. Nach Rückkehr 1949 Professor für Grafik an der Hochschule für bildende Künste in Dresden. 1958 Tod ihres Mannes, des Kunstmalers Hans Grundig. Auszeichnungen: u.a. Vaterl. Verdienstorden in Gold. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 760 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1969 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/grundig-lea verwiesen. Götting, Gerald A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Grüneberg, Gerhard

* 23. 3. 1906 in Dresden. Hochschullehrerin, Präsident des Verbandes Bildender Künstler Deutschlands seit 1964. Mitgl. der SED, seit 1963 Mitgl. des ZK der SED. Nach Besuch der Kunstakademie Dresden Malerin und Grafikerin. 1926 KPD. Bis 1930 Mitgl. der Kunstgenossenschaft, dann der „Assoziation revolutionärer bildender Künstler Deutschlands“. Nach 1933 mehrmals verhaftet, 1939 Emigration, u.a. in Palästina. Nach Rückkehr 1949 Professor für Grafik an der Hochschule für bildende Künste in…

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Grundrente (1969)

Siehe auch die Jahre 1965 1966 1975 1979 Sie ist dasjenige Einkommen, das sich als Besitzeinkommen lediglich aus der Verfügung über Grund und [S. 261]Boden ergibt. Die G. bildet einen der Hauptkritikpunkte der sozialistischen Richtungen am kapitalistischen Wirtschaftssystem. Im Sozialismus ist die private Aneignung der G. verschwunden; sie tritt aber in Form der Differentialrente auch in der produktionsgenossenschaftlichen Landbewirtschaftung auf. Die Differentialrente ist das Vorzugseinkommen, das auf Grund unterschiedlicher Produktionskosten dem Produzenten mit den geringeren Produktionskosten zufließt. Sie beruht auf der Bodengüte (Fruchtbarkeitsrente), auf der Standortslage des Bodens (Lagerente) sowie auf der unterschiedlichen Bewirtschaftungs- und Organisationsintensität der Böden (Intensitätsrente). Das aus der Differentialrente bezogene Einkommen verbleibt teilweise in den LPG als Anlagevermögen zur weiteren Steigerung oder Rationalisierung der Agrarproduktion, teilweise fließt es dem Staatshaushalt zu. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 260–261 Grundrechte, Sozialistische A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Grundstoffindustrie

Siehe auch die Jahre 1965 1966 1975 1979 Sie ist dasjenige Einkommen, das sich als Besitzeinkommen lediglich aus der Verfügung über Grund und [S. 261]Boden ergibt. Die G. bildet einen der Hauptkritikpunkte der sozialistischen Richtungen am kapitalistischen Wirtschaftssystem. Im Sozialismus ist die private Aneignung der G. verschwunden; sie tritt aber in Form der Differentialrente auch in der produktionsgenossenschaftlichen Landbewirtschaftung auf. Die Differentialrente ist das…

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Grünert, Bernhard (1969)

* 3. 8. 1906 in Bergen, Kr. Schweidnitz (Schlesien). Vors. der LPG „Thomas Münzer“ in Worin, Kr. Seelow. Mitgl. der SED seit 1946, des ZK der SED seit 1954. Land- und Bauarbeiter. 1923 KJV, 1925 KPD, 1933 Mitgl. der Bezirksleitung Breslau der KPD. In der NS-Zeit wiederholt in Haft. Nach 1945 Neubauer und Bürgermeister in Worin. 1950 Besuch der Bauernhochschule. 1952 Mitbegründer und seither 1. Vors. der LPG „Thomas Münzer“ in Worin. Mitgl. der SED-Bezirksleitung Frankfurt/Oder, 1963–1965 auch Vors. d. [S. 761]Landwirtschaftsrates des Bezirkes Frankfurt/Oder. Auszeichnungen: u.a. Vaterl. Verdienstorden in Gold. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 760–761 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1969 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/gruenert-bernhard verwiesen. Grüneberg, Gerhard A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Grützner, Erich

* 3. 8. 1906 in Bergen, Kr. Schweidnitz (Schlesien). Vors. der LPG „Thomas Münzer“ in Worin, Kr. Seelow. Mitgl. der SED seit 1946, des ZK der SED seit 1954. Land- und Bauarbeiter. 1923 KJV, 1925 KPD, 1933 Mitgl. der Bezirksleitung Breslau der KPD. In der NS-Zeit wiederholt in Haft. Nach 1945 Neubauer und Bürgermeister in Worin. 1950 Besuch der Bauernhochschule. 1952 Mitbegründer und seither 1. Vors. der LPG „Thomas Münzer“ in Worin. Mitgl. der SED-Bezirksleitung Frankfurt/Oder, 1963–1965…

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Gruppensieger im Wettbewerb (1969)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 [S. 262]Der VEB, der im sozialistischen ➝Wettbewerb seines Industriezweiges der beste geworden ist, wird durch eine Wanderfahne geehrt. (Auszeichnungen) Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 262 Gruppenbildung, staatsfeindliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z GST

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 [S. 262]Der VEB, der im sozialistischen ➝Wettbewerb seines Industriezweiges der beste geworden ist, wird durch eine Wanderfahne geehrt. (Auszeichnungen) Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 262 Gruppenbildung, staatsfeindliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z GST

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Güterstand (1969)

Siehe auch: Familienrecht: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 1985 Güterrecht, Eheliches: 1979 Güterstand: 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Die gesetzlichen und vertraglichen G. des BGB sind bereits durch die Verfassung vom 9. 10. 1949 als der Gleichberechtigung der Frau widersprechend aufgehoben worden. Gesetzlicher G. war seitdem die Gütertrennung. Die damit für die Ehefrau verbundenen vermögensrechtlichen Nachteile sollten durch den von der Rechtsprechung entwickelten familienrechtlichen Ausgleichsanspruch der Frau ausgeglichen werden. Das neue Familiengesetzbuch (Familienrecht) hat als gesetzlichen G. die Vermögensgemeinschaft eingeführt. Das von den Ehegatten während der Ehe durch Arbeit oder mit Hilfe von Arbeitseinkünften erworbene Vermögen soll beiden Ehegatten gemeinsam gehören. Die vor der Eheschließung erworbenen oder einem Ehegatten während der Ehe als Geschenk oder durch Erbschaft zugefallenen Vermögenswerte stehen im Alleineigentum jedes Ehegatten. Das gleiche gilt für die den persönlichen Bedürfnissen dienenden und zur Berufsausübung benutzten Sachen. Nach westdeutscher Rechtsprechung richtet sich der G. von Eheleuten, die zur Zeit des Inkrafttretens der „DDR“-Verfassung am 7. 10. 1949 ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Mitteldeutschland hatten oder später dort geheiratet haben, auch nach ihrer Übersiedlung in den Westen nach dem in der „DDR“ geltenden Recht. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 262 Guben A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Gütesicherung

Siehe auch: Familienrecht: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 1985 Güterrecht, Eheliches: 1979 Güterstand: 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Die gesetzlichen und vertraglichen G. des BGB sind bereits durch die Verfassung vom 9. 10. 1949 als der Gleichberechtigung der Frau widersprechend aufgehoben worden. Gesetzlicher G. war seitdem die Gütertrennung. Die damit für die Ehefrau verbundenen vermögensrechtlichen Nachteile sollten durch den von der…

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GVG (1969)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 Abk. für Gerichtsverfassungsgesetz. (Gerichtsverfassung) Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 262 Guts-Muths-Preis A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Häfen

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 Abk. für Gerichtsverfassungsgesetz. (Gerichtsverfassung) Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 262 Guts-Muths-Preis A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Häfen

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Haftarbeitslager (HAL) (1969)

Siehe auch: Haftarbeitslager: 1959 1975 1979 Haftarbeitslager (HAL): 1960 1962 1963 1965 1966 Strafvollzugseinrichtungen, in denen zu Freiheitsstrafe oder Arbeitserziehung verurteilte Strafgefangene „gesellschaftlich nützliche Arbeit“ verrichten müssen. Es bestehen zur Zeit 32 H., die in der Mehrzahl für männliche Häftlinge der allgemeinen oder der erleichterten Vollzugsart (Strafvollzug) bestimmt sind, wie z. B. das bei dem Braunkohlenkombinat Schwarze Pumpe bestehende H., das H. Volkstedt, Kreis Eisleben (Kupferbergbau), das H. Unterwellenborn (Stahlwerk) und das H. Schwedt. Je ein H. ist mit weiblichen (Falkenbach-Himmelmühle, Kreis Zschopau) und jugendlichen Gefangenen (Ottendorf-Okrilla, Kreis Dresden) belegt. Im Braunkohlenrevier Regis-Breitingen bei Leipzig bestehen zwei H., in denen seit 1962 als „arbeitsscheue Personen“ zu Arbeitserziehung auf unbestimmte Zeit verurteilte Häftlinge untergebracht waren. Zwei weitere H. (Berndshof bei Ueckermünde und Parchim) dienen als Militärstraflager. In dem Sonderlager des MfS in Berlin-Hohenschönhausen sind durchschnittlich 800 überwiegend politische ➝Häftlinge, darunter auch sogenannte Langstrafer untergebracht. Abgesehen von einigen größeren H. (z. B. Schwarze Pumpe, Volkstedt) sind die meisten H. mit etwa 200 bis 400 Gefangenen, darunter auch politischen Häftlingen, belegt. Die Gefangenen sind in der volkseigenen Produktion eingesetzt. Sie haben schwere körperliche Arbeit unter meist schlechten Arbeitsbedingungen und bei unzureichender Ernährung zu leisten. Die Häftlinge werden wie Zivilarbeiter entlohnt, erhalten jedoch nur einen geringen Teil des Lohnes ausgezahlt. 75 v. H. der Arbeitsvergütung werden für die Kosten der Unterkunft, Bewachung und Verpflegung einbehalten. Obwohl neben der Lohnsteuer auch die Sozialversicherungsbeiträge in voller Höhe vom Lohn abgezogen werden, werden von der Strafanstalt nur Anwartschaftsgebühren, die nicht renten[S. 264]steigernd wirken, an den Träger der Sozialversicherung abgeführt. Seit Ende 1963 wird der Name H. im dienstlichen Sprachgebrauch nicht mehr verwendet. Seitdem heißen die für den Vollzug von Freiheitsstrafen bestimmten H. Strafvollzugskommandos, die übrigen, entsprechend den darin vollzogenen Strafarten (Strafensystem), Arbeitserziehungskommandos und Militär-Strafarrestabteilungen. Seit dem Inkrafttreten des neuen Strafgesetzbuches und des „Strafvollzugs- und Wiedereingliederungsgesetzes vom 12. 1. 1968 (GBl. I, S. 109) am 3. 7. 1968 gibt es außerdem Strafhaft- und Jugendhaft-Abteilungen für die zu Haftstrafe bzw. Jugendhaft Verurteilten. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 263–264 Häfen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Häftlinge, Politische

Siehe auch: Haftarbeitslager: 1959 1975 1979 Haftarbeitslager (HAL): 1960 1962 1963 1965 1966 Strafvollzugseinrichtungen, in denen zu Freiheitsstrafe oder Arbeitserziehung verurteilte Strafgefangene „gesellschaftlich nützliche Arbeit“ verrichten müssen. Es bestehen zur Zeit 32 H., die in der Mehrzahl für männliche Häftlinge der allgemeinen oder der erleichterten Vollzugsart (Strafvollzug) bestimmt sind, wie z. B. das bei dem Braunkohlenkombinat Schwarze Pumpe bestehende H.,…

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HAL (1969)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Haftarbeitslager. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 264 Haftstrafe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Halberstadt

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Haftarbeitslager. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 264 Haftstrafe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Halberstadt

DDR A-Z 1969

Halbstaatliche Praxis (1969)

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1975 1979 Ärzte, Gesundheitswesen. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 265 Halbstaatliche Betriebe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Halle

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1975 1979 Ärzte, Gesundheitswesen. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 265 Halbstaatliche Betriebe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Halle

DDR A-Z 1969

Handelsabkommen (1969)

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Außenwirtschaft. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 266 Handelsabgabe (HA) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Handelsfondsabgabe

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Außenwirtschaft. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 266 Handelsabgabe (HA) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Handelsfondsabgabe

DDR A-Z 1969

Großhandel (1969)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Im mitteldeutschen Wirtschaftssystem ist der G. den Erfordernissen der Produktion und des Einzelhandels untergeordnet (Binnenhandel, Handel). Die Richtung der Entwicklung ist demzufolge durch einen relativen und teilweise auch absoluten Rückgang des G.-Umsatzes, durch stärkere Konzentration und Spezialisierung des G.-Netzes und der G.-Lager gekennzeichnet. Man unterscheidet zwei Arten des G.: a) Konsumgütergroßhandel, der ein Zwischenglied zwischen der Produktion und dem Einzelhandel in bezug auf die zur in[S. 258]dividuellen Konsumtion bestimmten Güter ist. Wichtigste Organe des Konsumgüter-G. sind heute die G.-Gesellschaften. Vorläufer der G.-Gesellschaften waren die G.-Kontore, die durch VO vom 22. 1. 1953 gebildet worden waren. G.-Kontore bestanden bei allen Räten der Bezirke und Kreise und wurden für die Bereiche Lebensmittel, Obst und Gemüse, Textilwaren, Schuhe und Lederwaren, technische Waren, Möbel, Kulturwaren und Haushaltchemie errichtet. Sie übernahmen die vorher von den Deutschen Handelszentralen durchgeführte Versorgung der Bevölkerung mit Konsumgütern. Die G.-Kontore wurden durch Ministerratsbeschluß ab 1. 4. 1960 unter Einbeziehung des konsumgenossenschaftlichen Großhandels zu Großhandelsgesellschaften umgebildet. G.-Gesellschaften für Industriewaren unterstehen den Räten der Bezirke und für Lebensmittel den Räten der Kreise. Die Einkäufer werden von Einkaufskollektiven unterstützt. Bei allen G.-Gesellschaften bestehen sogenannte Handelsökonomische Räte, die sich aus Vertretern der örtlichen Staatsorgane Konsumgenossenschaften, HO, Gewerkschaften, Produktions- und Einzelhandelsbetrieben zusammensetzen. Sie sollen unmittelbaren Einfluß auf die Tätigkeit der G.-Gesellschaften zur Überwindung der Schwierigkeiten in der Versorgung nehmen und unter der Leitung eines Beauftragten der örtlichen Verwaltung (örtliche Organe der Staatsmacht) die G.-Gesellschaften kontrollieren. (Kontrolle) Konsumgüter-G. wird des weiteren von Warenhäusern, Versandhandelsbetrieben und Industrieläden ausgeübt. Als Organe des Konsumgüter-G. sind auch die Zentralen Warenkontore zu betrachten, die mit Anordnung vom 23. 3. 1960 als zentrale Lenkungsorgane für die Warenversorgung des Binnenhandels mit Industriewaren gebildet wurden. Sie sind nachgeordnete zentrale Organe des Ministeriums für Handel und Versorgung zur Sicherung der Warenfonds in Menge, Sortiment und Qualität und sollen in Zusammenarbeit mit den G.-Gesellschaften und den Handelsorganen unter Auswertung der Bedarfsermittlung Einfluß auf die Produktion und Einfuhr von Konsumgütern zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung nehmen. Den Zentralen Warenkontoren stehen Beiräte zur Seite. Sie wurden gegründet für Textil- und Kurzwaren in Chemnitz, Schuhe und Lederwaren in Leipzig, Technik und Fahrzeuge in Berlin, Haushaltwaren in Berlin und Möbel und Kulturwaren in Berlin. Im Zuge der Durchführung des Neuen ökonomischen Systems im G. werden seit 1965 die Zentralen Warenkontore in Großhandelsdirektionen umgewandelt. Diese üben eine Doppelfunktion aus: Leitungsorgane gegenüber den G.-Gesellschaften und Bilanzierungsorgane für den Warenfonds ihres Branchenbereichs. Diesen Institutionen werden Testverkaufsstellen angegliedert. b) Materialversorgungs- und Produktionsmittelgroßhandel. Zwischenglied in der Materialversorgung der Industrie, des Verkehrs, der Landwirtschaft und des Handwerks. Wichtigste Organe dieses G.-Zweiges sind die Deutschen Handelszentralen und die Handelskontore für materiell-technische Versorgung der Landwirtschaft, die Einkaufs- und Liefergenossenschaften des Handwerks und die Versorgungskontore. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 257–258 Grenzübertritt, ungesetzlicher A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Großhandelsgesellschaften

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Im mitteldeutschen Wirtschaftssystem ist der G. den Erfordernissen der Produktion und des Einzelhandels untergeordnet (Binnenhandel, Handel). Die Richtung der Entwicklung ist demzufolge durch einen relativen und teilweise auch absoluten Rückgang des G.-Umsatzes, durch stärkere Konzentration und Spezialisierung des G.-Netzes und der G.-Lager gekennzeichnet. Man unterscheidet zwei Arten des G.: a)…

DDR A-Z 1969

Grundausbildung, berufliche (1969)

Siehe auch die Jahre 1975 1979 Erziehungs- und Bildungswesen, Schule. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 258 Großhandelspreise A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Grundbuch

Siehe auch die Jahre 1975 1979 Erziehungs- und Bildungswesen, Schule. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 258 Großhandelspreise A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Grundbuch

DDR A-Z 1969

Grundmittel (1969)

Siehe auch die Jahre 1965 1966 1975 1979 1985 Sie umfassen alle Baulichkeiten und Ausrüstungen der sozialistischen Industrie, die den größten Teil der Produktion erbringt. Volle und rationelle Ausnutzung der G. ist eine der Voraussetzungen zur Durchsetzung des Sparsamkeitsregimes (Rechnungswesen). Besonders die im Enteignungswege übernommenen G. waren in den damaligen Zeitwerteröffnungsbilanzen zu den 1944er Stopp-Preisen bewertet worden und die Gebäude nach den Preisen von 1913 mit einem Zuschlag von 60 v. H. Mit dieser Bewertung erzielte das Regime in den ersten Jahren nach 1945 zwar einen positiven Rentabilitätsausweis, konnte aber trotz Staffelung der Abschreibungssätze den Verschleiß in keiner Weise den gestiegenen Anschaffungskosten anpassen. Die ungleiche Bewertung in den einzelnen Anschaffungszeiten führte zu unrealen Selbstkosten und störte die Preispolitik und Betriebsvergleiche. Mit einer buchmäßigen Umbewertung im G.-Bereich, die bereits 1962 angeordnet und dann in der VEW 1963, in den LPG und halbstaatlichen Betrieben 1966 abgeschlossen wurde, hofft man für die nächsten Jahre einen Ausgleich geschaffen zu haben. Die Ergebnisse waren bei den einzelnen Betrieben in die Eröffnungsbilanzen einzubuchen, um damit exakte Planungsunterlagen zu gewinnen. Arbeitsmittel unter 500 M unterlagen nicht der Umbewertung. Die G. werden zu Wiederbeschaffungspreisen aktiviert. Die Volkswirtschaft soll z. Z. über einen G.-Bestand von rd. 400 Mrd. M verfügen, die zu zwei Dritteln auf die Industrie, Bauwirtschaft, Land- und Forstwirtschaft, Verkehrswesen, Post- und Fernmeldewesen sowie Handel und Wasserwirtschaft entfallen. Zusammen mit der G.-Umbewertung wurden 1963/64 neue normative Abschreibungssätze festgesetzt. Obwohl diese Abschreibungssätze im Durchschnitt niedriger als die bis dahin gültigen Sätze sind, erhöhte sich der verfügbare Amortisationsfonds der Volkswirtschaft erheblich dadurch, daß infolge der G.-Umbewertung der Wert des Kapitalbestandes, also die Bezugsbasis der Abschreibungssätze, wesentlich gestiegen ist. Die Wirtschaftsführung erhofft sich von dem auf diese Weise heraufgesetzten Amortisationsfonds, daß er ausreicht, um ohne zusätzliche Belastung des Staatshaushalts den Ersatz der verbrauchten Anlagegüter zu Wiederbeschaffungspreisen zu ermöglichen. Unterstützt wird diese Maßnahme noch dadurch, daß zur Entlastung des Gewinnfonds der VEB und VVB seit der Wirtschaftsreform 1963/64 ein besonderer Fonds für Generalreparaturen geschaffen wurde, der aus in die Selbstkosten der Erzeugnisse verrechneten normativen Kostenelementen (Generalreparaturanteilen) gespeist wird. Die Veränderungen der Selbstkosten durch die G.-Umbewertung wurden den Berechnungen bei der Ermittlung der neuen Planpreise anläßlich der Industriepreisreform (1964 bis 1967) zugrundegelegt. (Preissystem, Preispolitik) Im Zuge der G.-Umbewertung stellte man in der zentralgeleiteten Industrie einen Bestand an ungenutzten G. von ca. einer Mrd. M fest, die über das Staatliche Vermittlungskontor für Maschinen- und Materialreserven dem Produktionsprozeß wieder zugeführt werden sollen, sofern sie nicht zur Verschrottung kommen müssen. Um Millionenverluste zu vermeiden, die oft wegen unrentabler Auslastung der G. eintraten, sind die Maßnahmen im ökonomischen System des Sozialismus auf einen produktionswirksameren Einsatz der G. und des gesamten Produktionsfonds ausgerichtet (Produktionsfondsabgabe). Die Erstausstattung eines Betriebes mit G. erfolgt ohne Beachtung der Wertgrenze von 500 M und der Lebensdauer von einem Jahr aus dem Staatshaushalt, die Wiederbeschaffung jedoch aus dem Amortisationsfonds, den Gewinnen und Krediten. (Amortisationen, Kredite) Zu den G. zählen nicht unbebaute Grundstücke und der Grund und Boden bebauter Grundstücke sowie Grünanlagen, Rasenflächen und Zug-, Zucht- und Nutzvieh. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 259 Grundeigentum A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Grundorganisationen

Siehe auch die Jahre 1965 1966 1975 1979 1985 Sie umfassen alle Baulichkeiten und Ausrüstungen der sozialistischen Industrie, die den größten Teil der Produktion erbringt. Volle und rationelle Ausnutzung der G. ist eine der Voraussetzungen zur Durchsetzung des Sparsamkeitsregimes (Rechnungswesen). Besonders die im Enteignungswege übernommenen G. waren in den damaligen Zeitwerteröffnungsbilanzen zu den 1944er Stopp-Preisen bewertet worden und die Gebäude nach den Preisen von 1913 mit…

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Grundstoffindustrie (1969)

Siehe auch die Jahre 1975 1979 1985 Industriebereich, dem die Industriezweige zugeordnet sind, die überwiegend Grundstoffe und Hilfsmaterialien zur Weiterverarbeitung gewinnen. In Mitteldeutschland zählen zur G. die Energieerzeugungswirtschaft, der Bergbau, die Metallurgie (d.s. die metallerzeugenden Zweige), die Chemische Industrie und die Baumaterialindustrie. In der G. waren 1966 744.000 Arbeitnehmer tätig. Der Anteil an der Industrieproduktion betrug fast 30 v. H. Von den 1.820 Betrieben der G. sind 670 volkseigen, ebenfalls 670 sind halbstaatliche Betriebe. (Industrie) Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 261 Grundrente A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Grundstudium, Gesellschaftswissenschaftliches

Siehe auch die Jahre 1975 1979 1985 Industriebereich, dem die Industriezweige zugeordnet sind, die überwiegend Grundstoffe und Hilfsmaterialien zur Weiterverarbeitung gewinnen. In Mitteldeutschland zählen zur G. die Energieerzeugungswirtschaft, der Bergbau, die Metallurgie (d.s. die metallerzeugenden Zweige), die Chemische Industrie und die Baumaterialindustrie. In der G. waren 1966 744.000 Arbeitnehmer tätig. Der Anteil an der Industrieproduktion betrug fast 30 v. H. Von den 1.820…

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Gruppe Ulbricht (1969)

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1975 1979 1985 Am 30. 4. 1945 kehrte die erste Gruppe deutscher KP-Emigranten unter der Führung Ulbrichts von Moskau nach Berlin zurück. Ihr gehörten an: Gustav Gundelach (später führender KPD-Funktionär in Hamburg), Richard Gyptner, Fritz Erpenbeck, Walter Köppe, Wolfgang Leonhard (flüchtete 1949 nach Jugoslawien, heute in der BRD, seitdem in offiziellen Berichten über die GU. nicht mehr erwähnt), Hans Mahle, Karl Maron, Otto ➝Winzer sowie ein namentlich nicht bekannter junger Sekretär. Die GU. unterstand der Sowjetischen Militäradministration (SMA) und arbeitete eng mit ihr zusammen. Hauptaufgabe: Wiederaufbau der deutschen Verwaltung, insbes. Einsetzung eines Magistrats sowie der Berliner Bezirksverwaltungen. Wichtigstes Prinzip dabei sei, so erklärte Ulbricht seinen Mitarbeitern: „Es muß demokratisch aussehen, aber wir (die Kommunisten) müssen alles in der Hand haben.“ Die GU. löste sich mit Neugründung der KPD am 11. 6. 1945 auf. (Berlin, Blockpolitik) Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 261 Grundstudium, Gesellschaftswissenschaftliches A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Gruppen für wissenschaftlich-ökonomische Leitung

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1975 1979 1985 Am 30. 4. 1945 kehrte die erste Gruppe deutscher KP-Emigranten unter der Führung Ulbrichts von Moskau nach Berlin zurück. Ihr gehörten an: Gustav Gundelach (später führender KPD-Funktionär in Hamburg), Richard Gyptner, Fritz Erpenbeck, Walter Köppe, Wolfgang Leonhard (flüchtete 1949 nach Jugoslawien, heute in der BRD, seitdem in offiziellen Berichten über die GU. nicht mehr erwähnt), Hans Mahle, Karl Maron, Otto ➝Winzer sowie ein…

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Grützner, Erich (1969)

* 30. 7. 1910 in Pirna. Vors. des Rates des Bezirks Leipzig seit 1959. Mitgl. der SED seit 1946. Abg. der Volkskammer seit 1958. Mitgl. des Staatsrates seit 1960. Volksschule. Chemiefacharbeiter. Nach 1933 wegen illegaler Betätigung im Zuchthaus. Nach 1947 FDGB-Funktionär in Pirna und Lehrer an der Hochschule des FDGB in Grünau. 1954–1959 Vors. des FDGB-Bezirksvorstands Leipzig u. Mitgl. des Präsidiums des Bundesvorstandes des FDGB. 1958–1963 Fernstudium an der Parteihochschule „Karl Marx“: Dipl.-Gesellschaftswissenschaftler. Auszeichnungen: 1955 Vaterl. Verdienstorden in Silber. 1964 Orden Banner der Arbeit. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 761 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1969 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/gruetzner-erich verwiesen. Grünert, Bernhard A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Gysi, Klaus

* 30. 7. 1910 in Pirna. Vors. des Rates des Bezirks Leipzig seit 1959. Mitgl. der SED seit 1946. Abg. der Volkskammer seit 1958. Mitgl. des Staatsrates seit 1960. Volksschule. Chemiefacharbeiter. Nach 1933 wegen illegaler Betätigung im Zuchthaus. Nach 1947 FDGB-Funktionär in Pirna und Lehrer an der Hochschule des FDGB in Grünau. 1954–1959 Vors. des FDGB-Bezirksvorstands Leipzig u. Mitgl. des Präsidiums des Bundesvorstandes des FDGB. 1958–1963 Fernstudium an der Parteihochschule „Karl…

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Gütesicherung (1969)

Siehe auch die Jahre 1975 1979 Qualität der Erzeugnisse. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 262 Güterstand A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Gütezeichen

Siehe auch die Jahre 1975 1979 Qualität der Erzeugnisse. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 262 Güterstand A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Gütezeichen

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Gysi, Klaus (1969)

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 * 3. 3. 1912 in Berlin. Minister für Kultur seit 1966. Mitgl. der SED seit 1946. Abg. der Volkskammer von 1950 bis 1954 und seit 1967. Realgymnasium. Studium der Wirtschaftswissenschaft an den Universitäten Frankfurt (Main), Paris, Innsbruck und Berlin. Diplom-Volkswirt. Nach 1945 Chefredakteur der Zeitschrift „Der Aufbau“. Bez.-Bürgermeister in Berlin. Seit 1948 verschiedene leitende Funktionen im Deutschen Kulturbund. 1958–1962 Abg. der Stadtverordnetenversammlung Berlin. 1957 bis 1963 Leiter des Aufbau-Verlages. Vorsteher des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. Auszeichnung: 1962 Vaterl. Verdienstorden in Silber. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 761 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1969 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/gysi-klaus verwiesen. Grützner, Erich A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Haase, Erich

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 * 3. 3. 1912 in Berlin. Minister für Kultur seit 1966. Mitgl. der SED seit 1946. Abg. der Volkskammer von 1950 bis 1954 und seit 1967. Realgymnasium. Studium der Wirtschaftswissenschaft an den Universitäten Frankfurt (Main), Paris, Innsbruck und Berlin. Diplom-Volkswirt. Nach 1945 Chefredakteur der Zeitschrift „Der Aufbau“. Bez.-Bürgermeister in Berlin. Seit 1948 verschiedene leitende Funktionen im Deutschen Kulturbund. 1958–1962 Abg. der…

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Häftlinge, Politische (1969)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 1985 Die Zahl aller aus politischen Gründen inhaftiert gewesenen und noch inhaftierten Personen ist nicht bekannt. Neben den in die Konzentrationslager verschleppten und zum großen Teil dort verstorbenen Menschen werden als PH. diejenigen bezeichnet, die aus ausschließlich oder überwiegend politischen Gründen durch ein sowjetisches Militärtribunal oder durch die Zonenjustiz wegen Boykotthetze, Friedensgefährdung oder eines anderen Staatsverbrechens verurteilt worden sind. Auch die in den Kriegsverbrecherprozessen verurteilten Angeklagten fallen in diese Kategorie. Die größten Strafanstalten, in denen sich PH. befinden, sind die in Bautzen, Berlin-Rummelsburg, Brandenburg, Bützow-Dreibergen, Cottbus, Halle, Luckau, Magdeburg-Sudenburg, Hoheneck bei Stollberg, Torgau, Untermaßfeld, Waldheim und Zwickau (Rechtswesen). Obwohl bis zum Sommer 1954 allein in den Strafanstalten über 20.000 PH. im Widerspruch zu den Grundrechtsgarantien der Verfassung eingesperrt waren und schwere und schwerste Zuchthausstrafen verbüßen sollten, gab es nach offizieller Version keine PH. „Heute wird niemand seiner Gesinnung wegen inhaftiert. Wer unsere antifaschistisch-demokratische Ordnung angreift, wer den Aufbau unserer Friedenswirtschaft stört, begeht eine strafbare Handlung und wird seiner verbrecherischen Taten wegen bestraft. Die Strafgefangenen dieser Art sind deshalb auch keine ‚politischen‘ Gefangenen, sondern kriminelle Verbrecher. Die Bezeichnung dieser Strafgefangenen als politische Häftlinge wird daher hiermit untersagt“ (RV Nr. 125/51 des Justizministeriums vom 5. 9. 1951). Die Zahl der PH. verringerte sich infolge von einigen seit 1954 durchgeführten Entlassungs- und Begnadigungsaktionen (Amnestie). Auch die Sowjets entschlossen sich Anfang 1954, 6.143 Gefangene, die von sowjet. Militärtribunalen verurteilt worden waren und ihre Strafen z. T. in Mitteldeutschland, z. T. in der SU verbüßten, vorzeitig aus der Haft zu entlassen. Durch Gnadenaktion sowjetzonaler Stellen kamen im Jahre 1954 ferner 913 Waldheim-Verurteilte vorzeitig zur Entlassung, 1955 folgten etwa 4.000 SMT-Verurteilte und 1.000 Verurteilte aus den Kriegsverbrecherprozessen, 1955 etwa weitere 6.000 PH., darunter 691 Häftlinge, die früher der SPD angehört hatten. Von der Amnestie des Staatsrates (1960) wurden etwa 3.000 PH. betroffen, während die Zahl der vom Amnestie-Erlaß vom 3. 10. 1964 betroffenen PII. bisher nicht bekannt geworden ist. Neben diesen Entlassungsaktionen gab es Einzelentlassungen nach sog. „Urteilsüberprüfungen“, die zunächst eine Herabsetzung der Strafe und dann die Entlassung zur Folge hatten. Die Strafgerichte sorgten aber in der Anwendung der entsprechenden Strafgesetze, seit dem 1. 2. 1958 unter Heranziehung der politischen Straftatbestände des Strafrechtsergänzungsgesetzes dafür, daß immer wieder neue PH. eingeliefert wurden. Nach dem 13. August 1961 nahm die Zahl der PH. auf Grund der verschärften Terrorjustiz erheblich zu, ging dann aber infolge weiterer Entlassungen in den Monaten Juni bis August 1962 und in den Jahren 1964 bis 1966 wieder zurück. Im Strafvollzug werden die PH. genauso behandelt wie die kriminell Bestraften, eine Privilegierung oder zusammengefaßte Unterbringung gibt es nicht. Die PH. werden im Gegenteil in der Regel zu bestimmten Funktionen oder Dienstverrichtungen (Brigadier, Zellenältester, Hausarbeiter), die möglicherweise gewisse Vergünstigungen zur Folge haben können, bewußt nicht herangezogen; Ärzte unter den PH. werden nur dann in ihrem Beruf beschäftigt, wenn kein anderer Arzt zur Verfügung steht. Literatur aus der Gefangenenbücherei erhalten PH. unter erheblich größeren Schwierigkeiten als kriminell Bestrafte. In der Untersuchungshaft ist die Behandlung der PH. bewußt hart und schikanös. Nach keinesfalls vollständigen Erfassungen in West-Berlin (Hilfskomitee für politische Häftlinge) wurden von 1945 bis Ende März 1968 64.861 Personen registriert, die von Zonengerichten oder sowjet. Militärtribunalen aus ausschließlich oder überwiegend politischen Gründen verurteilt worden sind; davon lauteten 673 Urteile auf Todesstrafe und 729 Urteile auf lebenslängliches Zuchthaus. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 264 Haftarbeitslager (HAL) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Haftstrafe

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 1985 Die Zahl aller aus politischen Gründen inhaftiert gewesenen und noch inhaftierten Personen ist nicht bekannt. Neben den in die Konzentrationslager verschleppten und zum großen Teil dort verstorbenen Menschen werden als PH. diejenigen bezeichnet, die aus ausschließlich oder überwiegend politischen Gründen durch ein sowjetisches Militärtribunal oder durch die Zonenjustiz wegen Boykotthetze, Friedensgefährdung oder eines…

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Halberstadt (1969)

Siehe auch die Jahre 1956 1960 1962 1963 1965 1966 Kreisstadt im sachsen-anhaltischen Bezirk Magdeburg, im nördlichen Harzvorland, an der Holtemme, mit (1967) 46.343 Einwohnern (1950: 45.326); bis 1945 mittelalterliche Altstadt (Fachwerkbauten); gotischer Dom (12./15. Jh.), romanische Liebfrauenkirche (12. Jh.), vielseitige Industrie: Landmaschinen, Motoren, Gummi- und Webwaren, Konserven (Fleisch und Wurst). Seit 1648 in brandenburgischem Besitz, verblieb H. in der Folgezeit bei Brandenburg-Preußen (seit 1815 gehörte H. zur Provinz Sachsen). Im 2. Weltkrieg erlitt H. schwere Zerstörungen. Literaturangaben Böhmer, Karl Hermann: Deutschland hinter dem Eisernen Vorhang — Sowjetische Besatzungszone (neubearb. v. Eugen Stamm). Essen 1962, Tellus-Verlag. 64 S. m. zahlr. Abb. Koenigswald, Harald von: Verschlossenes Land — Deutschland zwischen Ostsee und Erzgebirge. Bildband. 1. Aufl., Eßlingen 1964, Bechtle. 124 S., 192 Abb. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 264 HAL A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Halbstaatliche Betriebe

Siehe auch die Jahre 1956 1960 1962 1963 1965 1966 Kreisstadt im sachsen-anhaltischen Bezirk Magdeburg, im nördlichen Harzvorland, an der Holtemme, mit (1967) 46.343 Einwohnern (1950: 45.326); bis 1945 mittelalterliche Altstadt (Fachwerkbauten); gotischer Dom (12./15. Jh.), romanische Liebfrauenkirche (12. Jh.), vielseitige Industrie: Landmaschinen, Motoren, Gummi- und Webwaren, Konserven (Fleisch und Wurst). Seit 1648 in brandenburgischem Besitz, verblieb H. in der Folgezeit bei…

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Halle (1969)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1. Bezirk; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der Verwaltungsneugliederung aus dem Südteil von Sachsen-Anhalt sowie thüringischen Gebietsteilen; 8.771 qkm, (1967) 1.932.938 Einwohner, (1950: 2.118.874). 2 Stadtkreise: Dessau, Halle (Saale); 20 Landkreise: Artern, Aschersleben, Bernburg, Bitterfeld, Eisleben, Gräfenhainichen, Hettstedt, Hohenmölsen, Köthen, Merseburg, Naumburg, Nebra, Quedlinburg, Querfurt, Roßlau, Saalekreis, Sangerhausen, Weißenfels, Wittenberg, Zeitz. Vors. des Rates des Bezirkes: Helmut ➝Klapproth (SED). 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung: Horst ➝Sindermann. H. ist sowohl landwirtschaftlich als auch industriell einer der führenden Bezirke. Die Grundstoffindustrie beruht auf dem seit alters her bekannten Kupfervorkommen sowie auf den reichen Braunkohle- (Kohlenindustrie) und [S. 266]Kalisalzlagern, aus denen die bedeutende chemische Industrie hervorgegangen ist. Der Bezirk H. ist der wichtigste Lieferant von Elektroenergie und von Zement. 2. Stadtkreis im sachsen-anhaltischen Bezirk H., Bezirksstadt, Kreisstadt des Saalekreises, am Nordwestrand der Leipziger Tieflandsbucht, an der Saale, mit 278.632 Einwohnern (1967), (1950: 289.119), größte Stadt Sachsen-Anhalts und viertgrößte Stadt Mitteldeutschlands (1945/47–1952 Landeshauptstadt); alte Hansestadt, spätgotische Markt- oder Marienkirche (16. Jh.), Moritzkirche (12. bzw. 15. Jh.), Domkirche (16. Jh.), Rathaus (14./16. Jh., im 2. Weltkriege schwer beschädigt und nach dem Kriege völlig abgebrochen), Roter Turm (15. Jh.), Ruinen der Moritzburg (15. Jh.) und der Burg Giebichenstein (10. Jh.); wichtiger Verkehrsknotenpunkt (Eisenbahn, Autobahn sowie der Saalehafen in H.-Trotha). Als Mittelpunkt bedeutender Braunkohlen-, Salz- und Kalilager eines der Zentren des mitteldeutschen Industriegebietes (außerdem bedeutende chemische, Zement-, Bekleidungs- und Metallindustrie, Maschinen- und Waggonbau), Reichsbahndirektion; seit 1694 Universitätsstadt (Martin-Luther-Universität H.-Wittenberg, 1817 vereinigt), war die Universität Zentrum des Pietismus und später der Aufklärung in Deutschland, Hochschule für Musik, Technische Hochschule für Chemie Leuna-Merseburg, Sitz der Dt. Akademie der Naturforscher „Leopoldina“ von 1652 sowie der 1946 der Universität angegliederten Franckeschen Stiftungen, Pädagogisches Institut, Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt, Theater („Theater des Friedens“, „Theater der Jungen Garde“), Staatl. Sinfonieorchester, Händel-Festspiele (Pflege des Händelschen Gesamtwerkes), Zoologischer Garten, Staatl. Galerie Moritzburg, Landesmuseum für Vorgeschichte. Literaturangaben Böhmer, Karl Hermann: Deutschland hinter dem Eisernen Vorhang — Sowjetische Besatzungszone (neubearb. v. Eugen Stamm). Essen 1962, Tellus-Verlag. 64 S. m. zahlr. Abb. Koenigswald, Harald von: Verschlossenes Land — Deutschland zwischen Ostsee und Erzgebirge. Bildband. 1. Aufl., Eßlingen 1964, Bechtle. 124 S., 192 Abb. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 265–266 Halbstaatliche Praxis A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Handel

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1. Bezirk; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der Verwaltungsneugliederung aus dem Südteil von Sachsen-Anhalt sowie thüringischen Gebietsteilen; 8.771 qkm, (1967) 1.932.938 Einwohner, (1950: 2.118.874). 2 Stadtkreise: Dessau, Halle (Saale); 20 Landkreise: Artern, Aschersleben, Bernburg, Bitterfeld, Eisleben, Gräfenhainichen, Hettstedt, Hohenmölsen, Köthen, Merseburg, Naumburg, Nebra, Quedlinburg, Querfurt, Roßlau, Saalekreis,…

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Handelsfondsabgabe (1969)

Siehe auch die Jahre 1975 1979 1985 In Ergänzung zur Einführung der Produktionsfondsabgabe in der Industrie und im Bauwesen ab 1. 1. 1967 wurde im Bereich des staatlichen Handels mit Wirkung vom 1. 1. 1968 eine H. eingeführt. Sie ist ebenso wie die Produktionsfondsabgabe in der Industrie und im Bauwesen eine normative Abführung an den Staatshaushalt. Sie wird als fester Prozentsatz vom Durchschnittsbestand an eigenen, gemieteten oder gepachteten „Handelsfonds“ (Anlage- und Umlaufkapital der Handelsbetriebe) der staatlichen Groß- und Einzelhandelsbetriebe erhoben. Bezugsgrundlage ist der Bruttowert (Anschaffungswert) der Anlagen und Umlaufmittel. Ebenso wie in der Industrie und im Bauwesen werden bei den Handelsbetrieben die Abgaberaten unter Berücksichtigung der gegebenen Rentabilität differenziert. Die Raten sollen lt. Mitteilung des Ministeriums für Handel und Versorgung so differenziert werden, daß der Anteil der H. am Bruttogewinn der jeweiligen Handelsbetriebe 30 v. H. nicht unter- und 60 v. H. nicht überschreitet. Die Raten der H. werden vom Minister für Handel und Versorgung in Abstimmung mit dem Minister der Finanzen festgelegt. Die sonstigen gesetzlichen Berechnungs- und Abführungsbestimmungen dieser Abgabe entsprechen denen bei der Produktionsfondsabgabe. Im Gegensatz zur Industrie und zum Bauwesen, wo durch die Erhebung der Produktionsfondsabgabe die PDA nicht fortfiel, wurde im Handel mit der Einführung der H. die Handelsabgabe ab 1. 1. 1968 aufgehoben. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 266 Handelsabkommen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Handelsgesetzbuch

Siehe auch die Jahre 1975 1979 1985 In Ergänzung zur Einführung der Produktionsfondsabgabe in der Industrie und im Bauwesen ab 1. 1. 1967 wurde im Bereich des staatlichen Handels mit Wirkung vom 1. 1. 1968 eine H. eingeführt. Sie ist ebenso wie die Produktionsfondsabgabe in der Industrie und im Bauwesen eine normative Abführung an den Staatshaushalt. Sie wird als fester Prozentsatz vom Durchschnittsbestand an eigenen, gemieteten oder gepachteten „Handelsfonds“ (Anlage- und Umlaufkapital…

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Großhandelsgesellschaften (1969)

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 Großhandel. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 258 Großhandel A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Großhandelskontore

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 Großhandel. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 258 Großhandel A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Großhandelskontore

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Grundbuch (1969)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Die Führung der G. ist durch die VO über die Übertragung der Angelegenheiten der Freiwilligen Gerichtsbarkeit vom 15. 10. 1952 (GBl. S. 1057) den Räten der Kreise — Abt. Innere Angelegenheiten Ref. Kataster — übertragen worden. Seit 1965 sind die durch Ministerratsbeschluß vom 8. 12. 1964 (GBl. 1965, II, S. 479) bei den Räten der Bezirke gebildeten Liegenschaftsdienste mit Außenstellen in den Kreisen für die Einrichtung, Fortführung und die Erneuerung der G. und der übrigen Liegenschaftsdokumente zuständig. Die in festen Bänden zusammengefaßten G.-Blätter werden nicht mehr weitergeführt. Diese eigentlichen G. sind seit dem 1. 5. 1953 durch G.-Hefte, für die die früher bei den Grundakten geführten Handblätter verwendet worden sind, ersetzt worden. An die Stelle des bisherigen Bestandsverzeichnisses des G. trat das Bestandsblatt der Liegenschaftskataster. Die alten G. sind im wesentlichen noch vorhanden. Vernichtet worden sind ein Teil der G. und G.-Unterlagen der Grundstücke, die durch die Bodenreform enteignet oder als Vermögen von „Kriegsverbrechern und Nazi-Aktivisten“ oder als „Konzerneigentum“ in das Volkseigentum übergeführt worden sind. (Eigentum, Enteignung) Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 258 Grundausbildung, berufliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Grundeigentum

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Die Führung der G. ist durch die VO über die Übertragung der Angelegenheiten der Freiwilligen Gerichtsbarkeit vom 15. 10. 1952 (GBl. S. 1057) den Räten der Kreise — Abt. Innere Angelegenheiten Ref. Kataster — übertragen worden. Seit 1965 sind die durch Ministerratsbeschluß vom 8. 12. 1964 (GBl. 1965, II, S. 479) bei den Räten der Bezirke gebildeten Liegenschaftsdienste mit Außenstellen in den Kreisen für die Einrichtung,…

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Grundorganisationen (1969)

Siehe auch: Grundorganisationen: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Grundorganisationen der SED: 1975 1979 1985 Betriebsparteiorganisationen, SED. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 259 Grundmittel A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Grundrechte, Sozialistische

Siehe auch: Grundorganisationen: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Grundorganisationen der SED: 1975 1979 1985 Betriebsparteiorganisationen, SED. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 259 Grundmittel A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Grundrechte, Sozialistische

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Grundstudium, Gesellschaftswissenschaftliches (1969)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Das GG. ist obligatorisches Lehrfach für alle Studenten an den Hochschulen und Universitäten. Seine Aufgabe ist es, den Studenten über den Staatsbürgerkundeunterricht an den Schulen hinaus die Kenntnis des marxistisch-leninistischen Kerndogmas zu vermitteln. In diesem Sinne soll es Teil der von der Hochschullehrerschaft und der FDJ zu leistenden Erziehung der Studenten zu sozialistischen Staatsbürgern sein. Es erstreckt sich entweder über 3 Studienjahre oder über das ganze Studium und umfaßt in der Regel die Fachgebiete: Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, dialektischer und historischer Materialismus, politische Ökonomie, wissenschaftlicher Sozialismus. Die Reihenfolge dieser Fachgebiete und ihre Inhalte werden von den einzelnen Universitäten selbst ausgearbeitet. Nach jedem Studienjahr findet eine Prüfung über den behandelten Lehrstoff statt. An verschiedenen Hochschulen und Universitäten (z. B. Jena) ist auf Grund guter Leistungen auch eine Befreiung von den Jahresprüfungen möglich. Das GG. endet mit einer Abschlußprüfung, die Vorbedingung und Teil des Staatsexamens ist. Die Abschlußnote geht gleichgewichtig mit den Noten der anderen Fächer in die Gesamtnote des Examens ein. Verantwortlich für die Durchführung des GG. sind der Prorektor für Gesellschaftswissenschaften und das Institut für Marxismus-Leninismus. Diese Institute stehen außerhalb der Fakultäts- und Sektionseinteilung und sind an allen Hochschulen und Universitäten vorhanden. In verschiedenen größeren Universitäten (z. B. Leipzig, Berlin) haben diese Institute eigene Abteilungen für die verschiedenen Fakultäten, wodurch der Eigencharakter der Fächer bei der Lehre des GG. berücksichtigt werden soll. Im Rahmen der Hochschulreform wird auch das GG. verändert worden. Mit der Neugliederung des Studiums in Grund-, Fach-, Spezial- bzw. Forschungsstudium soll das GG. über alle Phasen des Studiums hin erweitert werden. Entsprechend der Kritik an der „schematischen Vermittlung“ des Lehrstoffs, die das GG. nur zu einem Zusatz des Studiums machte und ein Durchdringen der konkreten Fachgebiete mit den Grundsätzen des Marxismus-Leninismus nicht implizierte, soll nun der Lehrstoff des GG. enger an die Bedingungen des einzelnen Fachs geknüpft werden. Während in den ersten Studienjahren das Kerndogma durch die Seminargruppen intensiv erarbeitet wird, werden in späteren Semestern über die „Klassiker“ hinausgehend auch Fragen der Ethik, Ästhetik, Logik, Psychologie, Soziologie, „Leitungswissenschaft“ usw. behandelt. Wegen der Erweiterung des Stoffgebietes und des aus Überbeanspruchung und Fluktuation resultierenden Mangels an Lehrkräften in den Instituten für Marxismus-Leninismus sollen auch andere Institute zur Durchführung des GG. herangezogen werden. Die dafür in Frage kommenden Institute sind vor allem (soweit vorhanden) die für Philosophie, für Geschichte, für politische Ökonomie. Literaturangaben Lange, Max Gustav: Totalitäre Erziehung — Das Erziehungssystem der Sowjetzone Deutschlands. Mit einer Einl. v. A. R. L. Gurland (Schr. d. Inst. f. pol. Wissenschaft, Berlin, Bd. 3). Frankfurt a. M. 1954, Verlag Frankfurter Hefte. 432 S. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 261 Grundstoffindustrie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Gruppe Ulbricht

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Das GG. ist obligatorisches Lehrfach für alle Studenten an den Hochschulen und Universitäten. Seine Aufgabe ist es, den Studenten über den Staatsbürgerkundeunterricht an den Schulen hinaus die Kenntnis des marxistisch-leninistischen Kerndogmas zu vermitteln. In diesem Sinne soll es Teil der von der Hochschullehrerschaft und der FDJ zu leistenden Erziehung der Studenten zu sozialistischen Staatsbürgern sein. Es erstreckt…

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Gruppen für wissenschaftlich-ökonomische Leitung (1969)

Siehe auch die Jahre 1975 1979 Sozialistische ➝Wirtschaftsführung. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 261 Gruppe Ulbricht A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Gruppenbildung, staatsfeindliche

Siehe auch die Jahre 1975 1979 Sozialistische ➝Wirtschaftsführung. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 261 Gruppe Ulbricht A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Gruppenbildung, staatsfeindliche

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GST (1969)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 Abk. für Gesellschaft für Sport und Technik. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 262 Gruppensieger im Wettbewerb A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Guben

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 Abk. für Gesellschaft für Sport und Technik. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 262 Gruppensieger im Wettbewerb A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Guben

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Gütezeichen (1969)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Qualität der Erzeugnisse. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 262 Gütesicherung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Guts-Muths-Preis

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Qualität der Erzeugnisse. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 262 Gütesicherung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Guts-Muths-Preis

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Haase, Erich (1969)

Minister für Materialwirtschaft und Mitgl. des Präsidiums des Ministerrates seit August 1968. Vorher Stellv. des Ministers für Materialwirtschaft. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 761 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1969 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/haase-erich verwiesen. Gysi, Klaus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Hager, Kurt

Minister für Materialwirtschaft und Mitgl. des Präsidiums des Ministerrates seit August 1968. Vorher Stellv. des Ministers für Materialwirtschaft. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 761 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1969 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den…

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Haftstrafe (1969)

Siehe auch die Jahre 1975 1979 Das neue Strafgesetzbuch sieht die H. in einer Dauer von 1 bis 6 Wochen bei verschiedenen Straftaten gegenüber solchen Tätern vor, „die eine besonders undisziplinierte Grundhaltung aufweisen und eine nur ungenügende Bindung zum Arbeitskollektiv und zur Familie haben“ („Neue Justiz“ 1967, S. 124). Da bei derartigen Tätern Strafen ohne Freiheitsentzug oder Beratung vor einem Organ der gesellschaftlichen Rechtspflege wenig Erfolg versprechen, soll die H. als eine unmittelbare und spürbare Reaktion „zur unverzüglichen und nachdrücklichen Disziplinierung des Täters“ einsetzen [§ 41 StGB]. Zur Sicherung der disziplinierenden Wirkung ist während des Vollzuges der II. gesellschaftlich nützliche Arbeit zu leisten. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 264 Häftlinge, Politische A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z HAL

Siehe auch die Jahre 1975 1979 Das neue Strafgesetzbuch sieht die H. in einer Dauer von 1 bis 6 Wochen bei verschiedenen Straftaten gegenüber solchen Tätern vor, „die eine besonders undisziplinierte Grundhaltung aufweisen und eine nur ungenügende Bindung zum Arbeitskollektiv und zur Familie haben“ („Neue Justiz“ 1967, S. 124). Da bei derartigen Tätern Strafen ohne Freiheitsentzug oder Beratung vor einem Organ der gesellschaftlichen Rechtspflege wenig Erfolg versprechen, soll die H. als…

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Halbritter, Walter (1969)

Siehe auch das Jahr 1966 * 17. 11. 1927 in Hoym, Kr. Aschersleben. Leiter des Amtes für Preise beim Ministerrat seit 1965, im Rang eines Ministers seit 1967 und Mitgl. d. Präsidiums des Ministerrates. Mitgl. der SED seit 1946, des ZK der SED u. Kandidat des Politbüros seit 1967. Abg. der Volkskammer seit 1967. Nach Volks- und Berufsschule Verwaltungslehrling. 1946 Landarbeiter, 1946–1950 Sachbearbeiter beim Rat des Kreises Ballenstedt. Verschiedene Partei- und Gewerkschaftsfunktionen. 1950–1951 Studium an der Deutschen Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften „Walter Ulbricht“. 1949–1954 Mitgl. der Parteileitung im Finanzministerium, 1952–1957 Fernstudium, Diplomwirtschaftler. 1955–1961 leitender Mitarb. im Sekretariat des ZK der SED. 1959–1963 Stellv. Minister der Finanzen, 1963–1965 Stellv. des Vors. der Staatl. Plankommission. Auszeichnungen: u.a. Orden Banner der Arbeit. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 761 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1969 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/halbritter-walter verwiesen. Hager, Kurt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Hanke, Brunhilde

Siehe auch das Jahr 1966 * 17. 11. 1927 in Hoym, Kr. Aschersleben. Leiter des Amtes für Preise beim Ministerrat seit 1965, im Rang eines Ministers seit 1967 und Mitgl. d. Präsidiums des Ministerrates. Mitgl. der SED seit 1946, des ZK der SED u. Kandidat des Politbüros seit 1967. Abg. der Volkskammer seit 1967. Nach Volks- und Berufsschule Verwaltungslehrling. 1946 Landarbeiter, 1946–1950 Sachbearbeiter beim Rat des Kreises Ballenstedt. Verschiedene Partei- und Gewerkschaftsfunktionen.…

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Handel (1969)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 In der Gesamtwirtschaft kommt dem H. die Aufgabe zu, den Warenaustausch zwischen den einzelnen Wirtschaftsbereichen herbeizuführen. Dabei ist in der marxistischen Politischen Ökonomie dem H. nur eine zeitbedingte Funktion zugewiesen: „Der H. im Sozialismus unterscheidet sich grundsätzlich vom kapitalistischen H. Er ist notwendig, weil im Sozialismus Warenproduktion und Warenzirkulation fortbestehen und das Niveau der Produktivkräfte noch nicht so hoch ist, daß eine Verteilung allein nach den Bedürfnissen stattfinden könnte“ („ökonomisches Lexikon“, Ostberlin 1967, S. 864). Unbeschadet dieser rein theoretischen Feststellung hat im Zuge der Durchführung des Neuen ökonomischen Systems die Bedeutung aller Arten des H. wesentlich zugenommen. Der H. wird nach verschiedenen Gesichtspunkten gegliedert. Man unterscheidet: Außen-H. (Außenwirtschaft), Binnenhandel, Großhandel und Einzelhandel. Nach Maßgabe der Eigentumsformen wird zwischen staatlichem H. genossenschaftlichem H., Kommissions-H. (halbstaatlichem H.) und privatem H. unterschieden. Zum Bereich des H. wird auch das Hotel- und Gaststättengewerbe gerechnet. 1966 waren 887.754 Personen (ohne Lehrlinge) im H. tätig, das sind 11,3 v. H. der Gesamtbeschäftigten Mitteldeutschlands. Der Einzelhandelsumsatz wird für 1967 mit 55,244 Mill. M (1950 17.260 Mill. M) angegeben. Literaturangaben *: Der Einzelhandel in der Versorgung der Bevölkerung der sowjetischen Besatzungszone. (Mat.) 1953. 64 S. m. 15 Tab. u. 22 Anlagen. Pöhler, Felix: Der Untergang des privaten Einzelhandels in der sowjetischen Besatzungszone. (BB) 1952. 64 S. m. 11 Anlagen. Pöhler, Felix: Die Vernichtung des privaten Großhandels in der sowjetischen Besatzungszone. (BB) 1952. 80 S. m. 15 Anlagen. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 266 Halle A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Handelsabgabe (HA)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 In der Gesamtwirtschaft kommt dem H. die Aufgabe zu, den Warenaustausch zwischen den einzelnen Wirtschaftsbereichen herbeizuführen. Dabei ist in der marxistischen Politischen Ökonomie dem H. nur eine zeitbedingte Funktion zugewiesen: „Der H. im Sozialismus unterscheidet sich grundsätzlich vom kapitalistischen H. Er ist notwendig, weil im Sozialismus Warenproduktion und Warenzirkulation fortbestehen und das Niveau der…

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Handelsgesetzbuch (1969)

Siehe auch: Handelsgesetzbuch: 1975 Handelsgesetzbuch (HGB): 1979 [S. 267]Handelsrecht. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 267 Handelsfondsabgabe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Handelskontore für Zucht- und Nutzvieh, Volkseigene

Siehe auch: Handelsgesetzbuch: 1975 Handelsgesetzbuch (HGB): 1979 [S. 267]Handelsrecht. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 267 Handelsfondsabgabe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Handelskontore für Zucht- und Nutzvieh, Volkseigene

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Großhandelskontore (1969)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Großhandel. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 258 Großhandelsgesellschaften A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Großhandelspreise

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Großhandel. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 258 Großhandelsgesellschaften A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Großhandelspreise

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Grundeigentum (1969)

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 1985 Grundstücke, die lediglich „der Befriedigung eigener Lebensbedürfnisse des Eigentümers dienen“, können persönliches Eigentum sein. Daneben gibt es in der Übergangsperiode vom Kapitalismus zum Sozialismus noch Privateigentum an Grund und Boden. Auch die Verfassung vom 6. 4. 1968 verbietet nicht privates G. In Art. 15 heißt es lediglich, daß „der Boden der DDR zu ihren kostbarsten Naturreichtümern gehört. Er muß geschützt und rationell genutzt werden. Land- und forstwirtschaftlich genutzter Boden darf nur mit Zustimmung der verantwortlichen staatlichen Organe seiner Zweckbestimmung entzogen werden.“ Das private G. ist allerdings schon seit 1945 durch Enteignung stark dezimiert worden (Bodenreform, Aufbaugesetz). Die Grundstücksverkehrsordnung vom 11. 1. 1963 (GBl. II, S. 159) war ein weiterer Schritt zur Sozialisierung des G. Durch diese VO soll sichergestellt werden, daß die „Nutzung des Grund und Bodens in Übereinstimmung mit den gesellschaftlichen Interessen zur allseitigen Stärkung der ökonomischen Grundlagen der Arbeiter- und Bauern-Macht“ erfolgt. Nach § 2 ist jede Übertragung des Eigentums an einem Grundstück oder Gebäude oder dessen Belastung oder Übertragung dieser Belastung durch Rechtsgeschäft genehmigungspflichtig. Dasselbe gilt für den Grunderwerb im Wege der Erbfolge, wenn eine juristische Person, also z. B. die Kirche, erben soll. Die Genehmigung erteilt der Rat des Kreises. Wenn „spekulative Gründe“ vorliegen oder [S. 259]wenn „durch den Erwerb eine Konzentration von Grundbesitz entsteht“ oder „in anderer Weise gesellschaftliche Interessen verletzt werden“, ist die Genehmigung zu versagen. Das geschieht vor allem dann, wenn der Erwerber im Westen lebt oder er selbst oder ein naher Angehöriger bereits Eigentümer eines Hausgrundstücks ist. „Um den Grundstücksverkehr entsprechend den Erfordernissen des sozialistischen Aufbaus zu lenken und die staatlichen Interessen durch den Erwerb von Grundstücken wahrzunehmen“, ist den Räten der Kreise durch die VO vom 11. 1. 1963 ein sogenanntes Vorerwerbsrecht eingeräumt worden, das allen sonstigen Verkaufsrechten vorgeht. Mit der Ausübung dieses Vorerwerbsrechts und der Eintragung der Rechtsänderung in das Grundbuch entsteht Volkseigentum. Alle auf dem Grundstück ruhenden Belastungen erlöschen. Für die Gläubiger, deren dringliche Rechte erloschen sind, tritt der Erlös an die Stelle des Grundstücks. Steht ein Grundstück teils in Privateigentum, teils in „Volkseigentum“, so hat der private Miteigentümer kein Recht auf Beteiligung an der Verwaltung des Grundstücks. G. von Flüchtlingen wird unter staatliche Treuhandverwaltung gestellt (Flüchtlingsvermögen). Die Behandlung sonstigen westlichen G. richtet sich danach, ob der Eigentümer in der BRD oder in West-Berlin lebt. In der BRD wohnende Eigentümer können für ihre Grundstücke einen Verwalter einsetzen. Nur wenn das nicht geschieht, wird das Grundstück in staatliche Treuhandverwaltung genommen (Treuhandvermögen). Demgegenüber werden Grundstücke, die West-Berlinern gehören, seit Errichtung der Mauer generell in staatliche Treuhandverwaltung genommen. Die Verwaltungsvollmachten der West-Berliner Grundstückseigentümer gelten als erloschen. Wie auch aus den von den Dienststellen der DDR genannten Gründen hervorgeht, sind diese und ähnliche gegen West-Berliner gerichteten Schikanen ein Teil der Bemühungen des SED-Regimes, West-Berlin von der übrigen BRD zu trennen. (Berlin) Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 258–259 Grundbuch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Grundmittel

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 1985 Grundstücke, die lediglich „der Befriedigung eigener Lebensbedürfnisse des Eigentümers dienen“, können persönliches Eigentum sein. Daneben gibt es in der Übergangsperiode vom Kapitalismus zum Sozialismus noch Privateigentum an Grund und Boden. Auch die Verfassung vom 6. 4. 1968 verbietet nicht privates G. In Art. 15 heißt es lediglich, daß „der Boden der DDR zu ihren kostbarsten Naturreichtümern gehört. Er muß geschützt und…

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Grundrechte, Sozialistische (1969)

Siehe auch: Grundrechte: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Grundrechte, Sozialistische: 1975 1979 1985 Die G. haben sich nach kommunistischer Lehre in der sozialistischen Staats- und Gesellschaftsordnung in SG., auch sozialistische Persönlichkeitsrechte genannt, verwandelt. Sie sind nicht als Rechte des einzelnen [S. 260]gegenüber dem Staat konzipiert. „Die sozialistische Gesellschaft bedarf nicht der verlogenen bürgerlichen Fiktion von einer staatsfreien Sphäre, die durch die Bürgerrechte gesichert sein soll. Der Staat ist das Machtinstrument der Werktätigen selbst, sie brauchen nicht vor der Macht geschützt zu werden, die sie selbst revolutionär geschaffen haben und nach ihrem Willen und in ihrem Interesse ausüben“ (Poppe, Sozialistische Demokratie, Ausgabe 9/1968 vom 9. 2. 1968). Die G. seien zu Rechtsnormen geworden, die aktiv die Persönlichkeit, den sozialistischen Menschen formten, das heißt zu Persönlichkeitsrechten würden. Mit der Entwicklung des sozialistischen Eigentums, der Überwindung der Ausbeutung der Arbeitskraft könne jeder unmittelbar an der Gestaltung der neuen Gesellschaft mitschaffen (Hilde Benjamin, Neues Deutschland, Nr. 215 vom 9. 9. 1958). Die sozialistischen Persönlichkeitsrechte werden daher vorwiegend als Gestaltungsrechte begriffen (Haney, Staat und Recht, 1962, S. 117/118). Sie „orientierten“ verbindlich auch die Verwirklichung der Persönlichkeit, die auf der Einsicht der Notwendigkeit beruhende Herrschaft über die Menschen, über sich selbst und über die Natur (Klenner, Studien über die Grundrechte, Ostberlin 1964, S. 64). Die SG. verkörperten die organische Verbindung von Individuum und Gemeinschaft, brächten das sozialistische Mit- und Füreinander zur Geltung und seien alles andere als Rechte zur Abkapselung und zu einem gegen die Gesellschaft oder einzelne Mitglieder gerichteten Verhalten (Büchner/Uhder — Poppe — Schüsseler, Staat und Recht, 1966, S. 563). Die SG. werden als Einheit mit den sozialistischen Grundpflichten begriffen. „Die Gesellschaft kann den einzelnen nur schützen, wenn er ihren Bestand schützt und festigt. Sie kann die Ansprüche des einzelnen nur mit den Mitteln befriedigen, die er für das gesellschaftliche Wohl mit erarbeitet hat.“ Deshalb scheute sich der Verfassungsentwurf auch nicht, in Verbindung mit großartigen Rechten einige unverzichtbare Pflichten der Bürger herauszuarbeiten“, schrieb Poppe a.a.O. zum Entwurf der Verfassung von 1968. Die Verfassung von 1968 formuliert die G. und Grundpflichten der Bürger in der sozialistischen Staats- und Gesellschaftsordnung der „DDR“. Die Bürger haben die gleichen Rechte und Pflichten und sind vor dem Gesetz gleich. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau wird besonders betont. Die Förderung der Frauen und der Jugendlichen in ihrer gesellschaftlichen und beruflichen Entwicklung durch Gesellschaft und Staat wird besonders hervorgehoben. Als grundlegend werden das Recht auf und die Pflicht zur Mitgestaltung (Art. 21 der Verf.), das Recht auf und die Pflicht zur Arbeit (Art. 24) (Arbeitspolitik), so wie das Recht auf Bildung und die Pflicht der Jugendlichen, einen Beruf zu erlernen (Art. 25) (Erziehungs- und Bildungswesen) angesehen. Zu den Grundpflichten gehört auch die Pflicht zum Dienst und zu Leistungen für die Verteidigung der „DDR“ (Art. 23 Abs.~1 der Verf.). Das Recht zur Mitgestaltung wird in Art. 21 nicht schlechthin gewährt, sondern zur Gestaltung des Lebens der „sozialistischen Gemeinschaft und des sozialistischen Staates“. Da die sozialistische Gemeinschaft (Gesellschaft) und der sozialistische Staat unter Führung der SED, also unter der Suprematie dieser Partei stehen, kann das Recht auf Mitgestaltung nur so ausgeübt werden, wie die SED das verlangt. Das Recht auf Arbeit und das Recht auf Bildung können nur innerhalb der Grenzen ausgeübt werden, die die sozialistische Staats- und Gesellschaftsordnung zieht. Das ergibt sich daraus, daß nach Art. 2 Abs. 2 der Verf. in der „DDR“ der Grundsatz der Planung und Leitung aller gesellschaftlichen Bereiche gilt. Die Freiheitsrechte werden nur innerhalb der durch die Verfassung gezogenen Grenzen gewährt, sind also ebenfalls durch die Planung und Leitung der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung unter Führung der SED beschränkt. So wird das Recht auf freie und öffentliche Meinungsäußerung nur „den Grundsätzen dieser Verfassung gemäß“ (Art. 27), das Versammlungsrecht nur „im Rahmen der Grundsätze und Ziele der Verfassung“ (Art. 28), das Vereinigungsrecht nur „in Übereinstimmung mit den Grundsätzen und Zielen der Verfassung“ (Art. 29) garantiert. Auf gesetzlicher Grundlage sind einschränkbar der Schutz der Persönlichkeit und die Freiheit jedes Bürgers (Art. 30) und das Post- und Fernmeldegeheimnis (Art. 31 der Verf.). (Das Recht auf Freizügigkeit Freizügigkeit.) Gewissens- und Glaubensfreiheit sind in Art. 20 Abs. 2 zwar ohne Schranken proklamiert. Indessen finden auch sie ihre Begrenzung durch die der Verfassung immanenten Schranken, die durch die Leitung und Planung der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung unter der Führung der SED, gesetzt sind. Die sozialen G. sind weit ausgebaut. Es werden proklamiert das Recht auf Freizeit und Erholung (Art. 34), das Recht auf Schutz der Gesundheit und der Arbeitskraft (Art. 35), das Recht auf Fürsorge der Gesellschaft im Alter und bei Invalidität (Art. 36) und das Recht auf Wohnraum und auf Unverletzbarkeit der Wohnung (Art. 37). Ehe, Familie und Mutterschaft werden unter den besonderen Schutz des Staates gestellt (Art. 38). Die Verfassung gibt im einzelnen an, wie das Recht auf Arbeit, das Recht auf Bildung und die anderen sozialen G. verwirklicht werden sollen. Die Mittel dazu sind wirtschafts- und sozialpolitische Maßnahmen des Staates sowie die Bereitstellung von Bildungseinrichtungen durch den Staat. Außerhalb des Kapitels über die G. und Grundpflichten der Bürger werden durch Art. 11 das persönliche Eigentum der Bürger und das Erbrecht gewährleistet sowie die Rechte von Urhebern und Erfindern unter den Schutz des sozialistischen Staates gestellt. Indessen dürfen der Gebrauch des Eigentums sowie von Urheber- und Erfinderrechten den Interessen der Gesellschaft nicht zuwiderlaufen. Einen Schutz der G. durch eine Verwaltungsgerichtsbarkeit oder eine Verfassungsgerichtsbarkeit besteht nicht. Die Verfassung von 1968 kennt weder ein Streikrecht (Streik), noch das Auswanderungsrecht, noch das Recht auf freie Berufswahl. Literaturangaben Mampel, Siegfried: Die Entwicklung der Verfassungsordnung in der sowjetisch besetzten Zone Deutschlands von 1945 bis 1963 (Sonderdr. a. d. Jahrb. d. öffentl. Rechts, Bd. 13) Tübingen 1964. 125 S. Mampel, Siegfried: Die Verfassung der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. Text u. Kommentar. 2., neubearb. u. erg. Aufl., Frankfurt a. M. 1966, Alfred Metzner. 516 S. Mampel, Siegfried: Die Volksdemokratische Ordnung in Mitteldeutschland. Texte zur verfassungsrechtlichen Situation. 3., neubearb. Aufl., Frankfurt a. M. 1967, Alfred Metzner. 175 S. Müller-Römer, Dietrich: Die Grundrechte in Mitteldeutschland (Abhandlungen des Bundesinstituts zur Erforschung des Marxismus-Leninismus, Bd. 9). Köln 1965, Verlag Wissenschaft und Politik. 256 S. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 259–260 Grundorganisationen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Grundrente

Siehe auch: Grundrechte: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Grundrechte, Sozialistische: 1975 1979 1985 Die G. haben sich nach kommunistischer Lehre in der sozialistischen Staats- und Gesellschaftsordnung in SG., auch sozialistische Persönlichkeitsrechte genannt, verwandelt. Sie sind nicht als Rechte des einzelnen [S. 260]gegenüber dem Staat konzipiert. „Die sozialistische Gesellschaft bedarf nicht der verlogenen bürgerlichen Fiktion von einer staatsfreien Sphäre, die durch die…

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Grüneberg, Gerhard (1969)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 29. 8. 1921 in Lehnin/Brandenburg. Sekretär des ZK der SED seit 1958. Mitgl. der SED seit 1946, des ZK der SED seit 1958. Mitgl. des Politbüros seit 1966. Abg. der Volkskammer seit 1958. Mitgl. des Präsidiums des Forschungsrats seit 1966. Volksschule. Maurer. Kriegsdienst. Gefangenschaft. 1946–1958 Parteisekretär in Guben, Oranienburg u. Frankfurt/Oder. 1962–1963 Minister und Mitgl. des Präsidiums des Ministerrats. 1963–1968 Mitgl. des Landwirtschaftsrats. Seit 1968 Mitgl. des Rates für landwirtschaftliche Produktion und Nahrungsgüterwirtschaft. Auszeichnungen: u.a. Vaterl. Verdienstorden in Silber (1959) und Gold (1964). Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 760 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1969 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/grueneberg-gerhard verwiesen. Grundig, Lea, geb. Langer, Prof. A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Grünert, Bernhard

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 29. 8. 1921 in Lehnin/Brandenburg. Sekretär des ZK der SED seit 1958. Mitgl. der SED seit 1946, des ZK der SED seit 1958. Mitgl. des Politbüros seit 1966. Abg. der Volkskammer seit 1958. Mitgl. des Präsidiums des Forschungsrats seit 1966. Volksschule. Maurer. Kriegsdienst. Gefangenschaft. 1946–1958 Parteisekretär in Guben, Oranienburg u. Frankfurt/Oder. 1962–1963 Minister und Mitgl. des Präsidiums des Ministerrats. 1963–1968…

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Gruppenbildung, staatsfeindliche (1969)

Siehe auch die Jahre 1975 1979 Neuer Straftatbestand im Strafgesetzbuch (§ 107), um einem inneren Widerstand rechtzeitig mit strafrechtlichen Mitteln begegnen zu können. Er ist erfüllt, wenn sich staatsfeindliche Elemente mit dem Ziel staatsfeindlicher Tätigkeit zu einer Organisation oder Gruppe zusammenschließen. Die staatsfeindliche Tätigkeit wird nicht näher beschrieben, so daß eine recht extensive Gesetzesauslegung möglich ist. Die Strafandrohung geht für die Angehörigen einer solchen Gruppe von zwei bis zu acht Jahren Freiheitsstrafe, für die Gründer oder Organisatoren von zwei bis zu zwölf Jahren. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 261 Gruppen für wissenschaftlich-ökonomische Leitung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Gruppensieger im Wettbewerb

Siehe auch die Jahre 1975 1979 Neuer Straftatbestand im Strafgesetzbuch (§ 107), um einem inneren Widerstand rechtzeitig mit strafrechtlichen Mitteln begegnen zu können. Er ist erfüllt, wenn sich staatsfeindliche Elemente mit dem Ziel staatsfeindlicher Tätigkeit zu einer Organisation oder Gruppe zusammenschließen. Die staatsfeindliche Tätigkeit wird nicht näher beschrieben, so daß eine recht extensive Gesetzesauslegung möglich ist. Die Strafandrohung geht für die Angehörigen einer…

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Guben (1969)

Siehe auch die Jahre 1956 1960 1962 1963 1965 1966 Kreisstadt im brandenburgischen Bezirk Cottbus, an der Görlitzer Neiße, (1967) 27.905 Einwohner (1950: 25.929). Seit 1960 Aufbau des Chemiefaser-Kombinates G. Textilindustrie. Der ostwärts der Neiße gelegene größere Teil der Stadt steht seit 1945 als Gubin unter polnischer Verwaltung. Am 3. 1. 1961 aus Anlaß des 85. Geburtstages von Pieck in Wilhelm-Pieck-Stadt G. umbenannt. Literaturangaben Böhmer, Karl Hermann: Deutschland hinter dem Eisernen Vorhang — Sowjetische Besatzungszone (neubearb. v. Eugen Stamm). Essen 1962, Tellus-Verlag. 64 S. m. zahlr. Abb. Koenigswald, Harald von: Verschlossenes Land — Deutschland zwischen Ostsee und Erzgebirge. Bildband. 1. Aufl., Eßlingen 1964, Bechtle. 124 S., 192 Abb. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 262 GST A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Güterstand

Siehe auch die Jahre 1956 1960 1962 1963 1965 1966 Kreisstadt im brandenburgischen Bezirk Cottbus, an der Görlitzer Neiße, (1967) 27.905 Einwohner (1950: 25.929). Seit 1960 Aufbau des Chemiefaser-Kombinates G. Textilindustrie. Der ostwärts der Neiße gelegene größere Teil der Stadt steht seit 1945 als Gubin unter polnischer Verwaltung. Am 3. 1. 1961 aus Anlaß des 85. Geburtstages von Pieck in Wilhelm-Pieck-Stadt G. umbenannt. Literaturangaben Böhmer, Karl Hermann: Deutschland hinter…

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Guts-Muths-Preis (1969)

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 Preis für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten, die geeignet sind, die Entwicklung der sozialistischen Körperkultur in Theorie und Praxis zu fördern. (Auszeichnungen) Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 262 Gütezeichen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z GVG

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 Preis für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten, die geeignet sind, die Entwicklung der sozialistischen Körperkultur in Theorie und Praxis zu fördern. (Auszeichnungen) Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 262 Gütezeichen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z GVG

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Häfen (1969)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 [S. 263] a) Seehäfen Mitteldeutschland verfügt über drei für Seeschiffe benutzbare H., die allerdings keinen direkten Binnenwasserstraßenanschluß haben: Rostock, Wismar und Stralsund. In Rostock konnten wegen ständiger Versandung bis 1960 nur Schiffe bis 7.000 BRT anlegen. Wismar kann von Schiffen bis 12.000 BRT angelaufen werden, Stralsund nur von kleineren Schiffen bis 2.500 BRT. Der steigende Außenhandel löste Pläne aus, entweder Wismar, Stralsund oder Rostock zu einem großen Übersee-H. auszubauen. Die Entscheidung fiel 1957 zugunsten von Rostock. Ausschlaggebend waren die Nähe der Werften in Rostock und Warnemünde, die relative Nähe des Nord-Ostseekanals und die günstigen Voraussetzungen für den Bau eines Binnenwasserweges für den Anschluß des Hafens an Wasserstraßen, die alle Teile der „DDR“ miteinander, aber auch mit der ČSSR verbinden (Wasserstraßen). Inzwischen ist in Rostock zu dem alten Stadt-H. der Übersee-H. mit seiner 1. Ausbaustufe weitgehend fertiggestellt worden. Schiffe bis zu einer Größe von 25.000 BRT können dort abgefertigt werden. 1966 entfielen schon zwei Drittel des seeseitigen Güterumschlags der „DDR“ auf den Übersee-H. Rostock. Mit dem Binnenland verbindet eine im Sept. 1967 in Betrieb genommene „Eisenbahnmagistrale“ nach Berlin. Eine Autobahn Rostock–Berlin soll ab 1970 gebaut werden. Der Baubeginn des geplanten Nord-Süd-Kanals, der Rostock mit der Elbe verbinden soll, ist noch unbestimmt. Rostock hat sich zu einem universellen Stückgut-H. und zu einem Import-II. für Schüttgüter und Rohöle entwickelt. Wismar hat besondere Bedeutung für den Kaliexport, für den Umschlag von Getreide sowie für flüssige Güter. Im See-H. Stralsund werden vorwiegend Schüttgüter umgeschlagen. Die See-H. decken z. Zt. etwa drei Viertel des seewärtigen Ex- und Imports der „DDR“. Der Rest wird über polnische H. und den H. Hamburg abgewickelt. Die Umschlagleistung der See-H. soll durch Modernisierung der techn. Anlagen bis 1970 auf 13 Mill. t ansteigen. In einer ferneren Zukunft sollen die See-H. so ausgebaut werden, daß die Hafeneinfahrten und -becken Schiffe bis zu rd. 35.000 BRT aufnehmen können. Nach verschiedenen organisatorischen Veränderungen sind die Seeschiffahrt und die H.-Wirtschaft in der „Hauptverwaltung Seeverkehr und Hafenwirtschaft“ beim Ministerium für Verkehrswesen zusammengefaßt. Als „ökonomisches Führungszentrum“ ist die „Direktion des Seeverkehrs und der Hafenwirtschaft“ in Rostock tätig. Ihr sind unterstellt: VEB Deutsche Seereederei, VEB Deutsche Schiffmaklerei, VEB Seehafen Rostock, VEB Seehafen Wismar, VEB Seehafen Stralsund, VEB Lotsen-, Bugsier- und Bergungsdienst und der VEB Schiffsversorgung. b) Binnenhäfen Die wichtigsten Binnen-H. sind der Berliner Ost-H., Magdeburg, Dresden, Anklam und Königs Wusterhausen. Der Güterumschlag aller Binnen-H. betrug 1967 15,5 Mill. t, war also um 50 v. H. größer als der seeseitige Güterumschlag. Umgeschlagen werden in erster Linie Baustoffe (ohne Zement), Kohle und Koks, Metalle und Getreide. (Verkehr, Schiffahrt) Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 263 GVG A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Haftarbeitslager (HAL)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 [S. 263] a) Seehäfen Mitteldeutschland verfügt über drei für Seeschiffe benutzbare H., die allerdings keinen direkten Binnenwasserstraßenanschluß haben: Rostock, Wismar und Stralsund. In Rostock konnten wegen ständiger Versandung bis 1960 nur Schiffe bis 7.000 BRT anlegen. Wismar kann von Schiffen bis 12.000 BRT angelaufen werden, Stralsund nur von kleineren Schiffen bis 2.500 BRT. Der steigende Außenhandel löste Pläne aus,…

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Hager, Kurt (1969)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 10. 8. 1912 in Bietigheim/Enz. Seit 1949 Prof. für Philosophie an der Humboldt-Universität in Berlin. Mitgl. der SED seit 1946, des ZK der SED seit 1954, Sekr. des ZK seit 1955, Mitgl. des Politbüros seit 1963. Abg. der Volkskammer seit 1958. Mitgl. des Präsidiums des Forschungsrates seit 1966. Oberrealschule, Journalist. 1933 Emigration; 1937–1939 Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg. Internierung in Frankreich u. England. 1946 Rückkehr nach Deutschland (SBZ). Bis 1949 Leiter der Abt. Parteischulung, bis 1952 Leiter der Abt. Propaganda, danach Leiter der Abt. Wissenschaft und Hochschulen im ZK der SED. Seit April 1955 Sekretär für Wissenschaft, Hochschulen und Volksbildung im ZK der SED. 1963 Sekretär der SED sowie Leiter der Ideologischen Kommission des Politbüros. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 761 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1969 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/hager-kurt verwiesen. Haase, Erich A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Halbritter, Walter

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 10. 8. 1912 in Bietigheim/Enz. Seit 1949 Prof. für Philosophie an der Humboldt-Universität in Berlin. Mitgl. der SED seit 1946, des ZK der SED seit 1954, Sekr. des ZK seit 1955, Mitgl. des Politbüros seit 1963. Abg. der Volkskammer seit 1958. Mitgl. des Präsidiums des Forschungsrates seit 1966. Oberrealschule, Journalist. 1933 Emigration; 1937–1939 Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg. Internierung in Frankreich u. England.…

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Halbstaatliche Betriebe (1969)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Ähnlich [S. 265]wie in China im Jahre 1954 ist man in Mitteldeutschland Anfang 1956 dazu übergegangen, gemischte staatlich-private Betriebe (Betriebe „halbsozialistischen Charakters“. „halbstaatliche Betriebe“) zu schaffen, die „auf einem friedlichen Wege in sozialistische Betriebe umzugestalten“ sind (DFW 13/56, S. 584). Auf Grund des Beschlusses des 25. Plenums des ZK der SED, in dem es heißt: „Um die Produktionserfahrungen solcher privater Unternehmer auszuwerten, die über ein zu geringes Kapital verfügen, um volkswirtschaftlich notwendige Produktionen für die Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung und die Steigerung des Exports durchzuführen und erweitern zu können, kann solchen Betrieben das fehlende Kapital durch staatliche Beteiligungen zugeführt werden“, wurde im Januar 1956 die Deutsche Investitionsbank (DIB) vom Präsidium des Ministerrates bevollmächtigt, sich an Privatbetrieben zu beteiligen. Nachdem die funktionale Selbständigkeit der Privatbetriebe schon seit Beginn der Volkswirtschaftsplanung nicht mehr besteht, wird durch die staatliche Beteiligung auch die noch vorhandenen Kapitalbasis überfremdet. Bisher wurde bei dieser Staatsbeteiligung formell die alte Rechtsform der Kommanditgesellschaft (KG) gewählt, wobei der Staat mit seiner Kapitaleinlage als Kommanditist in die neue Gesellschaft eintritt und der ehemalige private Unternehmer Komplementär und Geschäftsführer wird. Für seine Geschäftsführung erhält er ein lohnsteuerpflichtiges Gehalt, das auch bei Verlusten zu zahlen ist. Die Gewinnbeteiligung erfolgt nach seinem Kapitalanteil. Der Gewinn unterliegt der Einkommensteuer. Das Verhältnis zwischen Komplementär und Kommanditist wird vertraglich geregelt. Der Kommanditist hat bestimmte Kontrollrechte und haftet nur bis zum Betrage seiner Vermögenseinlage. In Betrieben mit mehr als 50 v. H. Staatsbeteiligung wird ein staatlicher Beauftragter als Prokurist eingesetzt. Durch die Aufdeckung der stillen Reserven des ehemaligen Betriebes bei der Umwandlung entstehen keine steuerlichen Lasten. Über den anteiligen Betriebsgewinn kann der bisherige Betriebsinhaber verfügen. Der staatliche Gewinnanteil wird unversteuert an den Staatshaushalt abgeführt. Langfristige Kredite werden nicht gewährt. Zusätzlicher Kapitalbedarf soll durch Erhöhung der staatlichen Einlage gedeckt werden. Während zunächst nur die DIB berechtigt war, sich an privaten Betrieben kapitalmäßig zu beteiligen, sind es heute nahezu ausschließlich VEB, daneben auch VVB und z. T. die Deutsche Reichsbahn. Neben der wirtschaftlichen Einflußnahme soll besonders die politische Beeinflussung und Kontrolle auf diese Weise durch einen intensiveren Kontakt vergrößert werden. In Einzelfällen ist auch die Form der Offenen Handelsgesellschaften zulässig. Wenn auch diese neuen Gesellschaften gegenüber den anderen Privatunternehmen besondere Vorteile genießen, so begeben sie sich doch weitgehend in die Hand des Staates und der staatsgewerkschaftlichen Kontrolle. Sie erhalten bestimmte Produktionsaufgaben, Materialkontingente und Lizenzen für Kapazitätserweiterung direkt von den betr. Verwaltungsorganen. Der FDGB ist für die Produktion dieser Betriebe mitverantwortlich. Er hat den Wettbewerb, Neuerermethoden und das Rationalisierungs- und Erfindungswesen unter den Arbeitern zu organisieren. HB. unterliegen der Kontrolle der Industrie- und Handelsbank der DDR, sie sind verpflichtet, ihre Bankkonten ausschließlich bei ihr zu unterhalten. Der Einfluß der SED in diesen Betrieben wird laufend vergrößert. Private Komplementäre werden gezwungen, in die SED einzutreten und politische Schulungskurse zu besuchen. Der Grad wirtschaftlicher Selbständigkeit dagegen wird immer geringer. Seit Anfang 1963 sind die HB. völlig in die Volkswirtschaftsplanung einbezogen. Im Zuge der Konzentrationsbestrebungen seit dem VI. Parteitag wird auf die HB. eingewirkt, damit sie sich mit anderen HB. zu einem Betrieb zusammenschließen. Nach eigenen Angaben entwickelten sich die HB. wie folgt: Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 264–265 Halberstadt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Halbstaatliche Praxis

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Ähnlich [S. 265]wie in China im Jahre 1954 ist man in Mitteldeutschland Anfang 1956 dazu übergegangen, gemischte staatlich-private Betriebe (Betriebe „halbsozialistischen Charakters“. „halbstaatliche Betriebe“) zu schaffen, die „auf einem friedlichen Wege in sozialistische Betriebe umzugestalten“ sind (DFW 13/56, S. 584). Auf Grund des Beschlusses des 25. Plenums des ZK der SED, in dem es heißt: „Um die Produktionserfahrungen…

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Handelsabgabe (HA) (1969)

Siehe auch: Handelsabgabe: 1985 Handelsabgabe (HA): 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Durch VO v. 24. 1. 1957 (GBl. II, S. 91) wurde entsprechend zur Abführungsart der Produktions- und Dienstleistungsabgabe (PDA) in der Industrie, im Bauwesen, produzierenden Handwerk und Verkehr im Bereich des staatlichen Handels, bei den staatlich verwalteten Apotheken und volkseigenen Gaststätten eine HA eingeführt. Sie ersetzte die bis dahin erhobene Körperschafts-, Umsatz- und Gewerbesteuer. Verbrauchsabgaben wurden von den Betrieben weiter erhoben. Die Zahlungspflicht der Handelsbetriebe entstand mit dem vollzogenem Umsatz. Im Unterschied zur PDA, bei der die Abgabenhöhe nach einzelnen Erzeugnissen differenziert ist, war die Bezugsgrundlage für die Erhebung der HA. der Umsatz der einzelnen Handelsbetriebe in seiner Gesamtheit. Dem steuerpflichtigen Umsatz war gleichgestellt die Verwendung von Handelswaren für Investitionen und Generalreparaturen, wenn diese Waren üblicherweise für den Verkauf bestimmt und die Investitionen und Generalreparaturen als Eigenleistung abzurechnen waren, sowie ferner alle sonstigen Leistungen, die von den Handelsbetrieben gegen Entgelt ausgeführt wurden. Die jeweiligen Abgabesätze legte der Minister der Finanzen in Abstimmung mit dein zuständigen örtlichen Rat fest. Durch die Einführung der Handelsfondsabgabe im Bereich des staatlichen Handels wurde laut VO v. 24. 8. 1967 (GBl. II, S. 685) die HA. ab 1. 1. 1968 aufgehoben. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 266 Handel A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Handelsabkommen

Siehe auch: Handelsabgabe: 1985 Handelsabgabe (HA): 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 Durch VO v. 24. 1. 1957 (GBl. II, S. 91) wurde entsprechend zur Abführungsart der Produktions- und Dienstleistungsabgabe (PDA) in der Industrie, im Bauwesen, produzierenden Handwerk und Verkehr im Bereich des staatlichen Handels, bei den staatlich verwalteten Apotheken und volkseigenen Gaststätten eine HA eingeführt. Sie ersetzte die bis dahin erhobene Körperschafts-, Umsatz- und…

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Handelskontore für Zucht- und Nutzvieh, Volkseigene (1969)

Siehe auch: Handelskontore für Zucht- und Nutzvieh, Volkseigene: 1960 1962 1963 1965 1966 Handelskontore für Zucht- und Nutzvieh, Volkseigene (VHZN): 1956 1958 1959 Volkseigene Erfassungs- und Aufkaufbetriebe (VEAB). Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 267 Handelsgesetzbuch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Handelsökonomischer Rat

Siehe auch: Handelskontore für Zucht- und Nutzvieh, Volkseigene: 1960 1962 1963 1965 1966 Handelskontore für Zucht- und Nutzvieh, Volkseigene (VHZN): 1956 1958 1959 Volkseigene Erfassungs- und Aufkaufbetriebe (VEAB). Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 267 Handelsgesetzbuch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Handelsökonomischer Rat