DDR A-Z 1966
Karrierist (1966)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Im Pj. Person, die nicht aus Überzeugung, sondern um persönlicher Vorteile willen Mitglied oder Funktionär einer bolschewistischen Organisation wird und so „Karriere“ macht. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 235 Karl-Marx-Stadt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KartenwesenSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Im Pj. Person, die nicht aus Überzeugung, sondern um persönlicher Vorteile willen Mitglied oder Funktionär einer bolschewistischen Organisation wird und so „Karriere“ macht. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 235 Karl-Marx-Stadt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kartenwesen
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Kasse der gegenseitigen Hilfe (1966)
Siehe auch: Kasse der gegenseitigen Hilfe: 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Kasse der gegenseitigen Hilfe (KdgH): 1979 1985 Gewerkschaftliche Einrichtungen in den Betrieben, die aus Mitgliedsbeiträgen und dem Kultur- und Sozialfonds des Betriebes gespeist werden. Sie gewähren zinslose Darlehen zur Anschaffung von Möbeln, Wäsche und anderen Gebrauchsgegenständen und in Krankheits- und Todesfällen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 236 Kassation A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KatastrophenkommissionSiehe auch: Kasse der gegenseitigen Hilfe: 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Kasse der gegenseitigen Hilfe (KdgH): 1979 1985 Gewerkschaftliche Einrichtungen in den Betrieben, die aus Mitgliedsbeiträgen und dem Kultur- und Sozialfonds des Betriebes gespeist werden. Sie gewähren zinslose Darlehen zur Anschaffung von Möbeln, Wäsche und anderen Gebrauchsgegenständen und in Krankheits- und Todesfällen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn…
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Kaul, Friedrich (1966)
Siehe auch: Kaul, Friedrich Karl: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 * 21. 2. 1906 in Posen als Sohn eines Kaufmanns, Gymnasium, Studium der Rechtswiss. in Heidelberg und Berlin, Dr. jur. 1933 wegen jüdischer Abstammung aus dem juristischen Vorbereitungsdienst entlassen, arbeitete als Versicherungsvertreter. 1935 bis 1937 KZ, dann Mittelamerika, 1942 in USA interniert. Nach Rückkehr SED, Justitiar beim Rundfunk in Ostberlin, später bei der dt. Verwaltung für Volksbildung. 1947 Assessor-Examen. Seit Mai 1948 als Rechtsanwalt bei den Berliner Gerichten zugelassen. Vor Ostberliner und sowjetzonalen Gerichten tritt K. nur selten persönlich in Erscheinung. Seine eigentliche Tätigkeit als Rechtsanwalt ist die Verteidigung von kommun. Friedenskämpfern und SED-Agitatoren vor Gerichten der BRD. K. war auch Vertreter der KPD im KPD-Verbotsprozeß vor dem Bundesverfassungsgericht. In einem Strafverfahren ist K. vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe als Verteidiger zurückgewiesen worden, weil er die Strafverteidigung eines kommun. Agenten nicht unabhängig führt, sondern dabei Weisungen unbeteiligter politischer Stellen befolgt und daher nicht die rechtlichen Anforderungen eines Verteidigers erfüllt (BGH, Beschl. vom 2. 3. 1961 — „Neue Juristische Wochenschrift“ 1961, S. 614). Seit August 1958 darf K. West-Berlin nicht mehr betreten. Er gehört zu den „unerwünschten Personen“, denen nach einer Anordnung der alliierten Kommandantur vom 21. 6. 1962 als Gegenmaßnahme gegen die Mauer der Zugang nach West-Berlin untersagt worden ist. K. veröffentlichte zahlreiche Hörspiele u. Schriften, in denen es um Vorgänge im Grenzbereich von Politik und Kriminalität geht und die verfassungsrechtliche Ordnung der Bundesregierung diffamiert wird. 1948 hat K. in der von der sowjetischen Besatzungsmacht herausgegebenen Zeitung „Tägliche Rundschau“ einen Fortsetzungsbericht mit antiamerikanischer Tendenz veröffentlicht, der in der NS-Zeit im „Völkischen Beobachter“ erschienen war. K. wurde des Plagiats überführt und aus dem Verband der Deutschen Presse ausgeschlossen. Eine strafrechtliche Verfolgung unterblieb jedoch auf Anweisung sowjetzonaler Behörden. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 236 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/kaul-friedrich-karl verwiesen. Kaufkraft A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KdTSiehe auch: Kaul, Friedrich Karl: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 * 21. 2. 1906 in Posen als Sohn eines Kaufmanns, Gymnasium, Studium der Rechtswiss. in Heidelberg und Berlin, Dr. jur. 1933 wegen jüdischer Abstammung aus dem juristischen Vorbereitungsdienst entlassen, arbeitete als Versicherungsvertreter. 1935 bis 1937 KZ, dann Mittelamerika, 1942 in USA interniert. Nach Rückkehr SED, Justitiar beim Rundfunk in Ostberlin, später bei der dt. Verwaltung für Volksbildung. 1947…
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Keßler, Heinz (1966)
Siehe auch: Keßler, Heinz: 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Keßler, Karl-Heinz: 1969 * 26. 1. 1920 in Lauban/Schles. als Sohn eines Arbeiters. Volksschule, Maschinenschlosser. 1926 Mitgl. der Jungen Pioniere. 1941 als Soldat zur Roten Armee übergelaufen, Besuch der Antifa-Zentralschule in Moskau, Mitgl. des Nationalkomitees Freies Deutschland. 1945 Rückkehr nach Deutschland, KPD, SED, bildete „antifaschistische Jugendausschüsse“ in Berlin, 12. 10. 1947 Vors. des FDJ-Landesverbandes Berlin, seit Mai 1947 Mitgl. des Zentralrates der FDJ, 1949 dort Sekretär, 1950 2. Vors. der FDJ. 1950 Chefinspekteur in der „Hauptverw. Deutsche ➝Volkspolizei“, 1952 Generalmajor und Chef der KVP-Luft, seit 1952 zeitweise einer der Stellv. des Ministers des Innern. 1955 Generalmajor in der Nationalen Volksarmee, Befehlshaber der Luftstreitkräfte und der Luftverteidigung. Seit 7. 10. 1959 Generalleutnant, seit 1957 einer der Stellv. des Ministers für Verteidigung. Seit 1946 im Parteivorstand bzw. ZK der SED. Seit 7. 10. 1949 Abg. der Volkskammer. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 237 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/kessler-heinz verwiesen. Kernforschung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KGBSiehe auch: Keßler, Heinz: 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Keßler, Karl-Heinz: 1969 * 26. 1. 1920 in Lauban/Schles. als Sohn eines Arbeiters. Volksschule, Maschinenschlosser. 1926 Mitgl. der Jungen Pioniere. 1941 als Soldat zur Roten Armee übergelaufen, Besuch der Antifa-Zentralschule in Moskau, Mitgl. des Nationalkomitees Freies Deutschland. 1945 Rückkehr nach Deutschland, KPD, SED, bildete „antifaschistische Jugendausschüsse“ in Berlin, 12. 10. 1947 Vors. des…
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Kinder, uneheliche (1966)
Siehe auch: Kinder, uneheliche: 1969 1975 1979 Uneheliche Kinder: 1969 1975 1979 uneheliche Kinder. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 237 Kieß, Kurt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kinder, Zusammenführung mit ElternSiehe auch: Kinder, uneheliche: 1969 1975 1979 Uneheliche Kinder: 1969 1975 1979 uneheliche Kinder. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 237 Kieß, Kurt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kinder, Zusammenführung mit Eltern
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Kinderkrippen (1966)
Siehe auch: Kinderkrippe, Kindergarten: 1985 Kinderkrippen: 1965 1969 Kinderkrippen, Kindergarten: 1975 1979 K. dienen der Unterbringung von Kindern im Alter bis zu 3 J. über Tag oder für die ganze Arbeitswoche. Ebenso wie Kindergärten (für 3- bis 6- jährige) sollen sie die berufstätigen und studierenden Mütter von der Sorge um die Kinder entlasten und damit für Erwerbsarbeit, selbst in Schichtarbeit, verfügbar machen (Arbeitspolitik, Frauenarbeit). Nach Eigentümern unterschieden, gibt es drei Gruppen von K.: die von Staat und Gemeinden, Betrieben und Religionsgemeinschaften unterhaltenen K. 1964 gab es 2.686 staatl. und kommunale K., 486 Betriebsk. u. 7 K. der Religionsgemeinschaften mit insgesamt 109.205 betreuten Kindern. Die Zahl der Saison-K. betrug 1.309 mit 16.208 Plätzen. Die dem Ministerium für Gesundheitswesen unterstehenden K. gehören fortan zu den Einrichtungen der Vorschulerziehung (§ 10 des Bildungsgesetzes vom 25. Febr. 1965). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 238 Kinderheime A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KinderzeitschriftenSiehe auch: Kinderkrippe, Kindergarten: 1985 Kinderkrippen: 1965 1969 Kinderkrippen, Kindergarten: 1975 1979 K. dienen der Unterbringung von Kindern im Alter bis zu 3 J. über Tag oder für die ganze Arbeitswoche. Ebenso wie Kindergärten (für 3- bis 6- jährige) sollen sie die berufstätigen und studierenden Mütter von der Sorge um die Kinder entlasten und damit für Erwerbsarbeit, selbst in Schichtarbeit, verfügbar machen (Arbeitspolitik, Frauenarbeit). Nach Eigentümern…
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Kirchenpolitik (1966)
Siehe auch: Kirchen: 1953 1954 1979 1985 Kirchenpolitik: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Religionsgemeinschaften: 1979 Religionsgemeinschaften und Kirchenpolitik: 1975 Religionssoziologie: 1969 1975 1979 Religionsunterricht: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Religion und Kirchen: 1953 1954 [S. 239]Von den 17,1 Mill. Bewohnern der SBZ gehören 13,6 Mill. der Evangelischen, 1,9 Mill. der Katholischen Kirche an. Die vier wichtigsten Evangelischen Freikirchen zählen 80.000 eingetragene aktive Gemeindemitglieder. Die Evangelische Kirche teilt sich in 8 Gliedkirchen: Landeskirche Anhalt, Landeskirche Berlin-Brandenburg, Evangelische Kirche (Vor-)Pommern, Evangelische Kirche Provinz Sachsen, Landeskirche Mecklenburg, Landeskirche Schlesien, Landeskirche Sachsen-Land, Landeskirche Thüringen. Innerhalb dieser Landeskirchen, die mit den verschiedenen westdeutschen Landeskirchen dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) angehören, sind in 7.000 Kirchengemeinden 5.300 geistliche Kräfte tätig. Die Landeskirchen betreuen 55 Krankenhäuser, 328 Altersheime, 1.000 Gemeindepflegestationen und annähernd 200 Erholungsheime, Lehrlingsheime und Heime für Mütter und Kinder. Die Katholische Kirche ist mit 6 Bistümern in der SBZ vertreten, von denen jedoch lediglich das Bistum Meißen nach der Abtrennung der SBZ gebietsweise geschlossen bestehen blieb. Da die Bischöfe der übrigen 5 Diözesen (Berlin, Fulda, Osnabrück, Paderborn, Würzburg) seit geraumer Zeit keine Einreisegenehmigung in ihre Jurisdiktionsbezirke erhalten, haben sie in den abgetrennten Seelsorgebezirken bischöfliche Kommissariate oder Generalvikariate eingerichtet, so in Görlitz, Magdeburg, Erfurt, Schwerin und Meiningen. Deren Vertreter bilden mit dem Berliner Bischof zusammen die Berliner Ordinarienkonferenz. Auf 950 Seelsorgestellen und etwa 4.000 Gottesdienststationen sind 1.384 Welt- und Ordensgeistliche tätig. In Klöstern und klösterlichen Niederlassungen leben annähernd 3.000 Ordensschwestern, die vorwiegend in den von der kath. Kirche unterhaltenen 39 Krankenhäusern, 113 Altersheimen, 118 Kinderheimen und 310 Schwesternstationen tätig sind. Die altkatholische Kirche verfügt seit 1945 über das „Dekanat Berlin und Mitteldeutschland“, das die 3 Pfarrgemeinden Berlin, Blankenburg und Leipzig umfaßt. Der Dekan hat seinen Sitz in Berlin (West). Er konnte bisher seine in Ostberlin und der SBZ gelegenen Gemeinden nicht besuchen. Dem in Bonn residierenden altkatholischen Bischof wurde seit 1961 zweimal die Visitation der Gemeinden in der SBZ gestattet. Die Freikirchen sind in der „Vereinigung evangelischer Freikirchen in der DDR“ zusammengefaßt. Zu der Vereinigung gehören der Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden (Baptisten), die Methodistenkirche, die evangelische Gemeinschaft und der Bund freier evangelischer Gemeinden sowie gastweise auch die Herrnhuter Brüdergemeinde. Die Neuapostolische Kirche hat sich der Vereinigung nicht angeschlossen. Offizielle Buchverlage der Kirchen sind „Die Evangelische Verlagsanstalt“ Berlin und der katholische „St. Benno Verlag“ Leipzig. Literatur der Freikirchen wird im Union-Verlag Berlin hergestellt. 1. Das sowjetische Vorbild Die beiden großen Kirchen stehen unter starkem und unablässigem Druck des kommunistischen Regimes; ihre Probleme sind die gleichen. Ihre Lage wird entscheidend mitbestimmt durch die kirchenpolitische Entwicklung von 40 Jahren in der SU und durch die unterschiedliche Religionspolitik in den Satellitenländern. In den ersten Etappen der rücksichtslosen Kirchenverfolgung von 1917 bis 1939 trat der Bolschewismus als Antikirche mit dem Ausschließlichkeitsanspruch des Dialektischen Materialismus auf. Gottlosigkeit wurde aus Grundsatz gefordert. Auslöschung der Kirche war das Ziel. Es kam zwischen 1925 (Gründung des Bundes der Gottlosen) und 1932 zu Massenaustritten. Aber die orthodoxe Kirche überlebte und blieb. Die Sowjetregierung erkannte schon beim Tode des Patriarchen Tychon (25. 3. 1925), daß ihre Bemühungen um die völlige Ausmerzung des Christentums vergeblich waren. Sie änderte die Methode, ohne das Ziel aufzugeben, indem sie die Kirche zwang, die Tatsache der Verfolgung formell abzuleugnen und das „Martyrium der Lüge“ dem Leben der Kirche zuliebe auf sich zu nehmen; die Anzahl der Gläubigen jedoch, die ohne Anklage gegen die Kirche das Martyrium der Wahrheit auf sich nahmen, blieb groß genug zur Wachhaltung des Gewissens. Während des Krieges schließlich wurde die Kirche „anerkannt“ und gleichgeschaltet. [S. 240]In der SBZ war die Ausgangssituation eine wesentlich andere. Es gab im Deutschland von 1945 nicht wie im Rußland von 1917 ein Staatsoberhaupt, dem (laut § 64 der alten russischen Verfassung) der Titel „Beschützer der Dogmen des … Glaubens und Aufseher der Rechtgläubigkeit“ zuerkannt war. Die Kirchen in Deutschland hatten schon während des „Dritten Reiches“ unter einer christentumsfeindlichen Diktatur leiden müssen, die das Wirken und den Einfluß der Kirchen in Staat und Gesellschaft weitgehend unterdrückt hatte. Die SED zog darum für die Bekämpfung der Kirchen ihre Nutzanwendungen aus den veränderten Methoden in der SU und aus den Erfahrungen in den Satellitenländern, wo Schauprozesse und Liquidierungen das System selber diskreditiert hatten. Die SED-Regierung hoffte, ohne Verzicht auf gelegentliche Schockaktionen, das Kirchenvolk langsam der Kirche entfremden zu können. Erfahrungen in nationalkirchlichen und spalterischen Experimenten wurden mit Prag und Warschau ausgetauscht. Immer, wenn eine Verschärfung des politischen Kurses in der Zone vorbereitet wurde, ging eine osteuropäische Konferenz „fortschrittlicher Christen“ oder eine „Friedenstagung“ mit christlichen Sprechern voraus. Chruschtschows Mahnung vom 1. 11. 1954, die Gefühle der Gläubigen zu schonen, die Dilettanten auszuschalten und nur noch einen ideologischen Kampf gegen die „unwissenschaftliche religiöse Weltanschauung“ zu führen, brachte für die Zone keine Erleichterung, denn hier vollzog sich der Hauptkampf in den Schulen, Parteischulen, in Presse und Rundfunk. Die Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse übernahm von der fast gleichnamigen sowjetischen Organisation Kampfschriften von niedrigem Niveau (z. B. Pawjolkin, „Der religiöse Aberglaube und seine Schädlichkeit“), die in großen Auflagen verbreitet wurden. Vortragszyklen an Hand des Buches „Weltall, Erde, Mensch“ wurden mit der Tendenz der Verächtlichmachung des Glaubens zur Vorbereitung der Jugendweihe veranstaltet. Auch die Volkshochschule wurde in diese „populärwissenschaftlichen“ Aufklärungsaktionen einbezogen bei Verminderung der Anzahl der christlichen Dozenten. Der wachsende Widerstand gegen die Jugendweihe wurde mit öffentlicher Beschimpfung der Pfarrer und mit Gesinnungsterror gegenüber den Eltern beantwortet. Die scharfen Maßnahmen gegen kirchliche Jugendorganisationen (Junge Gemeinde) und die am 15. 2. 1956 für Ostberlin und am 12. 2. 1958 für die SBZ verfügte Behinderung des Religionsunterrichts an den Schulen zeigten erneut, wo die Hauptangriffe gegen die Kirchen geführt werden. Im Frühjahr 1958 setzten Massenpropaganda und erstmalig offene Nötigung ein. Eine Anordnung des Volksbildungsministeriums vom 12. 2. 1958 verlangte Maßnahmen zur Aufklärung der Eltern über „die Schädlichkeit der Überbeanspruchung der Kinder durch die Christenlehre“. Weitere Beispiele für die mit verschiedenen Mitteln durchgeführte Absicht, der Kirchenarbeit den Boden zu entziehen, sind: Die Schließung der ev. Bahnhofsmissionen und die Verhaftung zahlreicher Helfer dieser Missionen unter der Anschuldigung der Sabotage und Republikfluchtbegünstigung, die Kürzung der staatlichen Zuschüsse an die Kirchen, die Beschränkung der kirchlichen karitativen Tätigkeit „auf den kirchlichen Raum“, die Verächtlichmachung führender Geistlicher in der Öffentlichkeit, die Verweigerung jeden Kirchenbaues im neuen Industriegebiet Schwarze Pumpe, in Eisenhüttenstadt usw., Schließung kirchlicher Kinderheime, Verspottung des Weihnachtsfestes („Eulenspiegel“ Nr. 52/57), die Einschränkung der Sammelerlaubnis und die Einführung von Ersatzriten für Taufe, Trauung und Begräbnis. Der Pressekampf gegen die Synode Ende April 1958, Störtrupps im Stöckerstift und Einreiseverbot für kathol. und ev. Bischöfe leiteten neue Großoffensive ein. Vorwand u.a. der Militärseelsorgevertrag. („Neue Zeit“ vom 22. 4. 1958: „Unterstützung des Militärseelsorgevertrages ist Staatsverbrechen.“) Die Kampfmilderung nach dem Juni-Aufstand ist vergessen. 2. Verhandlungen zwischen Regime und evangelischer Kirche Über langwierige Verhandlungen zwischen Vertretern des Staates (Grotewohl, Maron, Eggerath) und Vertretern der Ev. Kirche erschien am 21. 7. 1958 ein gemeinsames Kommuniqué, in dem die kirchlichen Vertreter erklärten, daß 1. die Kirchen in der „DDR“ an den Militärseelsorgevertrag nicht gebunden sind, 2. die Kirchen grundsätzlich mit den Friedensbestrebungen der „DDR“ und ihrer Regierung überein[S. 241]stimmen, 3. die Christen ihre staatsbürgerlichen Pflichten auf der Grundlage der Gesetzlichkeit erfüllen, 4. die Christen die Entwicklung zum Sozialismus respektieren und zum friedlichen Aufbau des Volkslebens beitragen, 5. die Kirchen den gegen den Staat erhobenen Vorwurf des Verfassungsbruches nicht aufrechterhalten. Die Regierung der „DDR“ erklärte: Jeder Bürger genießt volle Glaubens- und Gewissensfreiheit. Die ungestörte Religionsausübung steht unter dem Schutz der Republik. Beide Seiten gaben zu erkennen, daß klärende Aussprachen über die Beseitigung etwaiger Mißstände in ihren gegenseitigen Beziehungen durchgeführt werden sollen. Trotzdem äußerte der Rat der EKD bereits im Oktober 1958 ernste Sorge über die Behinderung des kirchlichen Lebens, insbesondere auf dem Gebiet der Jugenderziehung. Nachdem Grotewohl am 23. 3. 1959 in einer Rede vor Kulturschaffenden die atheistische Denkweise von Staats wegen proklamiert hatte, wandte sich Bischof Dibelius in einem Offenen Brief am 20. 4. 1959 an ihn und führte Beschwerde über die Anwendung staatlicher Machtmittel gegen die Glaubens- und Gewissensfreiheit. Am 2. 5. 1959 erließ die ev. Kirchenleitung Berlin-Brandenburg eine Notverordnung für den Fall, daß „die bestehende Einheit der Berlin-Brandenburgischen Kirche durch die politische Entwicklung unterbunden“ werden sollte. Im Juli 1960 legte Bischof Dibelius den Vorsitz in der kirchlichen Ostkonferenz nieder, der alle Bischöfe der in der SBZ liegenden Teile der Landeskirche angehören. 3. Begrenzung der Religionsfreiheit Am 4. 10. 1960 gab Ulbricht in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Staatsrats eine programmatische Erklärung ab, in der es hieß: „Die Angehörigen der Evangelischen Kirche, der Katholischen Kirche sowie der Jüdischen Gemeinde haben in unserer DDR die Möglichkeit, in der Kirche bzw. Synagoge ihre religiösen Anliegen zu pflegen.“ Damit wurde die Religionsfreiheit auf Kultfreiheit begrenzt. Wenig später, am 6. 2. 1962, erklärte „Radio DDR“ in einem Kommentar: „Die DDR betrachtet die in der DDR beheimateten Gliedkirchen der EKD als aus der EKD ausgeklammert“ und ließ damit deutlich die Absicht des Regimes erkennen, die EKD zu spalten. Die K. des SBZ-Regimes gipfelte in dem am 8. 7. 1961 durch den Polizeipräsidenten des Sowjetsektors „im Interesse der Gewährung von Ruhe und Ordnung und zur Sicherung des Friedens“ ausgesprochenen Verbot des Deutschen Evangelischen Kirchentages für den Bereich von Ostberlin und (seit dem 13. 8. 1961) in der Behinderung der leitenden Kirchenmänner beider Konfessionen, ihre Dienstpflichten auf der anderen Seite der Demarkationslinie auszuüben. Weder Bischof Dibelius noch der zum Verweser des Bischofsamtes in Ostberlin bestellte und danach auf heimtückische Art ausgewiesene Präses D. Scharf können ihr Amt in der SBZ ausüben. Der Versuch, auf der Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg im Dez. 1962 Präses D. Scharf zum Bischof zu wählen und damit die Personalunion zwischen dem Ratsvorsitzenden und dem Berliner Bischof wiederherzustellen, scheiterte, da von den getrennt tagenden Regionalsynoden die östliche nicht die erforderliche Stimmenmehrheit für Scharf abgab. Nach dem Rücktritt von Bischof Dibelius im Januar 1966 versuchten die Zonenfunktionäre, die Mitglieder der Regionalsynode Ost der Berlin-Brandenburgischen Kirche gegen eine Wahl von Präses D. Scharf zum Bischof zu beeinflussen. Das Wahlergebnis zeigte deutlich, daß dieser Versuch mißglückt war. D. Scharf wurde mit eindeutiger Mehrheit von den wiederum getrennt tagenden Synodalen am 28. 2. 1966 zum Bischof gewählt. Der 3 Jahre zuvor zum Verwalter des Bischofsamtes gewählte Generalsuperintendent Jacob konnte sein Amt niederlegen. 4. Einheit der EKD Die regionale Kirchenleitung Ost der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg wählte auf ihrer Synode im Febr. 1963 den Cottbusser Generalsuperintendenten Jacob zum amtierenden Verwalter des Bischofsamtes für die Ostberliner und Brandenburgischen Gemeinden. Dadurch hat die SED ihre Absicht, jeglichen Einfluß aus Berlin (West) auf die EKD auszuschalten, vorerst erreicht. Den in der SBZ wohnenden Mitgliedern der Synode der Ev. Kirche in Deutschland wurde im März 1963 erstmals seit 14 Jahren die Teilnahme an der in Bethel tagenden Synode nicht ermöglicht. Andererseits hat das in der Präambel zur neuen Geschäftsordnung der [S. 242]Kirchenleitungen in der SBZ enthaltene Bekenntnis der acht mitteldeutschen Landeskirchen, daß „die evangelischen Kirchen in der DDR zu der evangelischen Kirche in Deutschland gehören“, seinen Eindruck auf die Zonenfunktionäre nicht verfehlt. Zunächst jedenfalls schien das Regime in der Frage der Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen seine rücksichtslose Einstellung aufzugeben. Der amtierende Ministerpräsident Stoph teilte am 19. 3. 1962 den Kirchen mit, daß Theologie-Studenten und „andere junge Männer, die sich in der Ausbildung für einen Kirchenberuf befinden“, vom Wehrdienst befreit würden. Diese Zusage wurde nicht gehalten, denn durch Anordnung des „Nationalen Verteidigungsrats“ vom 7. 9. 1964 wurde ein Wehrersatzdienst geschaffen, der diejenigen, die „aus religiösen oder anderen Gründen“ eine Dienstleistung mit der Waffe ablehnen, keineswegs von der Verpflichtung entbindet, aktiv zur Verteidigung der SBZ beizutragen. Fast gleichzeitig gab Ulbricht einer Anregung des thüring. Landesbischofs D. Mitzenheim nach, Rentnern aus der SBZ den Besuch ihrer Verwandten in der Bundesrepublik und West-Berlin zu ermöglichen. In der ersten Hälfte des Jahres 1965 schalteten sich die evgl. und die kath. Kirche in die Diskussion über das neue Familiengesetzbuch ein, da es von den Kirchen nicht zu billigende Konsequenzen für das Ehescheidungsrecht, für das Sorgerecht an Kindern geschiedener Eltern und für die Rechtsstellung der Mutter in der Gesellschaft hätte. Auch einer Verordnung zur Regelung rechtlicher Voraussetzungen zur Schwangerschaftsunterbrechung traten beide Kirchen entgegen. Erneut mußten sie Klage führen, daß Christen als Bürger zweiter Klasse behandelt und christliche Kinder wegen ihres Glaubens verhöhnt würden. Die am 1. 10. 1965 in Westdeutschland veröffentlichte Denkschrift der EKD mit dem Titel „Die Lage der Vertriebenen und das Verhältnis des deutschen Volkes zu seinen östlichen Nachbarn“ wurde in der SBZ zunächst zurückhaltend, schließlich aber zustimmend aufgenommen, da sie „in gewissem Maße von den Realitäten Kenntnis nehme und den Revanchismus zur Diskussion stelle“ (Neues Deutschland 10. 11. 1965). 5. Schwierigkeiten für die katholische Kirche Am 17. 9. 1960 wurde dem Päpstlichen Nuntius für Deutschland, Erzbischof Dr. Bafile, das Betreten des Sowjetsektors von Berlin verwehrt. Als Begründung wurde angegeben: „Da gegenwärtig noch keine Vereinbarungen zwischen dem Vatikan und der Regierung der DDR bestehen, ist es nicht möglich, daß ausgerechnet ein Vertreter des Vatikans bei der Bonner Kriegsregierung in der Hauptstadt der DDR auftritt“ („Neues Deutschland“ vom 20. 9. 1960). Die katholische Soziallehre wurde nach der Veröffentlichung der Enzyklika „Mater et Magistra“ wiederholt heftig angegriffen. Dem Versuch, die Enzyklika „Pacem in terris“ als eine ideologische Annäherung an die Thesen der kommun. „Weltfriedensbewegung“ zu verfälschen, traten die Bischöfe und bischöfl. Kommissare mit einem Hirtenbrief 1963 entschieden entgegen. Dem in Ostberlin residierenden katholischen Oberhirten, Erzbischof Dr. Bengsch, wird zur Zeit noch gestattet, in beiden Teilen der Stadt seinen Dienstpflichten nachzukommen. Doch durften weder er noch die anderen bischöflichen Würdenträger seit Herbst 1961 an der Fuldaer Bischofskonferenz teilnehmen. Der im Dezember 1965 auf dem II. Vatikanischen Konzil in Rom erfolgte Briefwechsel zwischen dem polnischen und dem deutschen Episkopat fand harte Kritik und Ablehnung der Zonenfunktionäre. Den Mitgliedern der Berliner Ordinarienkonferenz wurde vorgeworfen, die Existenz der „DDR“ und des Vertrages über die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze ignoriert und Formulierungen zugestimmt zu haben, in denen eine Revision der Ergebnisse des 2. Weltkrieges empfohlen werde. 6. Atheistische Propaganda „Die Praxis hat die Richtigkeit der Politik von Partei und Staat gegenüber Christentum und Kirche bestätigt“, stellte das ZK der SED in seinem Rechenschaftsbericht an den VI. Parteitag (Jan. 1963) fest. Gestützt auf die Beschlüsse dieses Parteitages, der den atheistischen Charakter des Kommunismus besonders betont hat, ist im Institut für Philosophie der Universität Jena ein Forschungsschwerpunkt „Wissenschaftlicher Atheismus“ gebildet worden, der helfen soll, die Schwierigkeiten der atheistischen Propaganda zu überwinden. [S. 243] 7. Die Russisch-Orthodoxe Kirche 1948 wurde innerhalb des Exarchats Westeuropa die Diözese Berlin und Deutschland neu errichtet. Am 30. 6. 1960 wurde mit dem Sitz in Ostberlin ein Exarchat für Mitteleuropa eingerichtet. Mit Rücksicht auf die Drei-Staaten-Theorie wurde der Titel des Erzbischofs, der zunächst lautete „Erzbischof von Berlin und Deutschland, Exarch des Patriarchen in Mitteleuropa“ geändert in „Erzbischof von Berlin und Mitteleuropa, Exarch des Patriarchen in Mitteleuropa“. Zum Erzbischof wurde berufen Joann Wendland. Sein Nachfolger wurde am 1. 11. 1962 Erzbischof Sergius Ladrin von Perm und Solikamski. Bei seinem Amtsantritt betonte Erzbischof Sergius gegenüber dem Staatssekretär für Kirchenfragen, Seigewasser, die „grundsätzliche Übereinstimmung mit den humanistischen Zielen der DDR“. Seit 1. 11. 1964 leitet Erzbischof Kyprian von Dmitrow das Berliner Exarchat. Literaturangaben Adolph, Walter: Atheismus am Steuer. Berlin 1956, Morus-Verlag. 103 S. Koch, Hans-Gerhard: Die Abschaffung Gottes — der materialistische Atheismus … Stuttgart 1961, Quell-Verlag. 291 S. Shuster, George N.: Religion hinter dem Eisernen Vorhang (übers. a. d. Amerik.). Würzburg 1954, Marienburg Verlag. 288 S. Jeremias, U.: Die Jugendweihe in der Sowjetzone. 2., erg. Aufl. (BMG) 1958. 120 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 239–243 Kirchenfragen, Amt für A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KirchensteuerSiehe auch: Kirchen: 1953 1954 1979 1985 Kirchenpolitik: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Religionsgemeinschaften: 1979 Religionsgemeinschaften und Kirchenpolitik: 1975 Religionssoziologie: 1969 1975 1979 Religionsunterricht: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Religion und Kirchen: 1953 1954 [S. 239]Von den 17,1 Mill. Bewohnern der SBZ gehören 13,6 Mill. der Evangelischen, 1,9 Mill. der Katholischen Kirche an. Die vier wichtigsten…
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Klasse (1966)
Siehe auch: Klasse: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Klasse/Klassen, Klassenkampf: 1985 Klassen: 1975 1979 Hinsichtlich ihrer Stellung im Arbeitsprozeß weithin konforme und mehr oder weniger durch das Bewußtsein dieser Konformität im Verhaltensstil mitgeprägte Menschengruppe. Vor allem durch Marx (Historischer Materialismus) und die moderne Arbeiterbewegung zu einem theoretisch wie geschichtlich wirksamen Element des Verständnisses und der Auseinandersetzungen der jüngeren abendländischen Geschichte geworden, haben die K. jedoch nach herrschender Auffassung der westlichen Soziologie mit der Fortentwicklung der industriellen Massengesellschaft im 20. Jahrhundert als Wirk- wie Klassifizierungsprinzip wesentlich an Bedeutung verloren. — Der Bolschewismus ignoriert indes diese Entwicklung: Nach Lenins auch heute noch anerkannter Definition sind K. „Menschengruppen, die sich voneinander unterscheiden nach ihrer Stellung in einem geschichtlich bestimmten System der gesellschaftlichen Produktion, nach ihrem Verhältnis zu den Produktionsmitteln, nach ihrer Rolle in der gesellschaftlichen Organisation der Arbeit und folglich nach der Art der Erlangung und dem Umfang des Anteils am gesellschaftlichen Reichtum, über den sie verfügen“. In der modernen westlichen Industriegesellschaft gibt es nach bolschewistischer Auffassung nur zwei K., Bourgeoisie und Proletariat, daneben noch Gruppen, wie die Vertreter der „kleinen Warenwirtschaft“ — Händler, Handwerker, Kleinbauern —, die ebenso wie die „werktätige Intelligenz“ zwischen den K. stehen. Während der Bourgeoisie der bedingungslose Kampf des Proletariats gilt, haben die „kleinbürgerlichen“ und einzelbäuerlichen Zwischenschichten mehr oder weniger die Chance, als Verbündete des Proletariats im Klassenkampf angenommen zu werden (Bündnispolitik), der auf die „Liquidierung der Bourgeoisie“ über die Diktatur des Proletariats und damit auf die klassenlose Gesellschaft abzielt. Neuerdings ist dieses relativ einfache Klassenschema für die „sozialistische“ Gesellschaft dadurch ins Wanken geraten, daß man in den Volksdemokratien von einer neu entwickelten „K. der Genossenschaftsbauern“ spricht, was seinen Grund in dem Umstand hat, daß hier das Eigentum an den Produktionsmitteln weder dem Staat (sog. Volkseigentum) noch dem Einzelnen („Individualeigentum“) zukommt, sondern einem begrenzten Kollektiv. Während Stalin das genossenschaftliche Eigentum noch als ein unzulängliches Provisorium auf dem Weg zum vollen „Volkseigentum“ (als Voraussetzung der klassenlosen Gesellschaft) ansah, muß einstweilen offen bleiben, ob hier eine nur taktische und vorübergehende oder aber eine prinzipielle Korrektur vollzogen worden ist. In der kommun. Gesellschaft (Kommunismus) sollen demgegenüber die K. definitiv aufgehoben und in die Einheit eines klassenlosen Volksganzen verschmolzen sein — ein Stadium, das die UdSSR nach dem im Okt. 1961 angenommenen 3. Parteiprogramm der KPdSU zwischen 1961 und 1980 in seinen Grundlagen zu erreichen trachtet. (Marxismus-Leninismus) Literaturangaben Leonhard, Wolfgang: Sowjetideologie heute, Bd. II — Die politischen Lehren (Fischer-Bücherei, 461). Frankfurt a. M. 1962. 328 S. Wetter, Gustav A.: Philosophie und Naturwissenschaft in der Sowjetunion (Rowohlts deutsche Enzyklopädie, 67). Hamburg 1958, Rowohlt. 195 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 243 KJVD A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KlassenjustizSiehe auch: Klasse: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Klasse/Klassen, Klassenkampf: 1985 Klassen: 1975 1979 Hinsichtlich ihrer Stellung im Arbeitsprozeß weithin konforme und mehr oder weniger durch das Bewußtsein dieser Konformität im Verhaltensstil mitgeprägte Menschengruppe. Vor allem durch Marx (Historischer Materialismus) und die moderne Arbeiterbewegung zu einem theoretisch wie geschichtlich wirksamen Element des Verständnisses und der Auseinandersetzungen der jüngeren…
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Klaus, Georg (1966)
Siehe auch das Jahr 1965 Prof. Dr. phil. * 28. 12. 1912. Studium der Mathematik, Physik und Philosophie an den Universitäten Erlangen und Jena. Nach 1933 Haft, Gefängnis, KZ (6 Jahre). Nach 1945 SED. 1945 Dr. phil. an der Universität Jena, Lehrbeauftragter. 1950 Habilitation an der Humboldt-Universität in Ostberlin, bis 1948 Prof. in Jena. 1953 Berufung an die Humboldt-Universität als Prof. mit Lehrstuhl für Logik und Erkenntnistheorie, 1957 Prorektor für wiss. Nachwuchs. Mitgl. der Akademie der Wissenschaften, Leiter der Arbeitsgruppe Philosophie. 1959 Nationalpreis III. Kl., 1962 Vaterländischer Verdienstorden. Wichtigste Veröffentlichungen: „Jesuiten, Gott, Materie“, „Einführung in die formale Logik“. In jüngerer Zeit vor allem mit Problemen der Kybernetik beschäftigt. Veröffentlichungen: „Kybernetik in philosophischer Sicht“, „Kybernetik und Gesellschaft“. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 244 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/klaus-georg verwiesen. Klassenkampf auf dem Lande A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klein, MatthäusSiehe auch das Jahr 1965 Prof. Dr. phil. * 28. 12. 1912. Studium der Mathematik, Physik und Philosophie an den Universitäten Erlangen und Jena. Nach 1933 Haft, Gefängnis, KZ (6 Jahre). Nach 1945 SED. 1945 Dr. phil. an der Universität Jena, Lehrbeauftragter. 1950 Habilitation an der Humboldt-Universität in Ostberlin, bis 1948 Prof. in Jena. 1953 Berufung an die Humboldt-Universität als Prof. mit Lehrstuhl für Logik und Erkenntnistheorie, 1957 Prorektor für wiss. Nachwuchs. Mitgl. der…
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Klingenthal (1966)
Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1969 Kreisstadt im sächsischen Bezirk Chemnitz, an der Zwota, im westlichen Erzgebirge mit (1964) 14.883 Einwohnern (1950: 17.399). Bekannt durch seine Musikinstrumentenindustrie. K. ist Zentrum des Wintersportes im Erzgebirge. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 244 Klerikaler Militarismus, Klerikaler Faschismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KlösterSiehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1969 Kreisstadt im sächsischen Bezirk Chemnitz, an der Zwota, im westlichen Erzgebirge mit (1964) 14.883 Einwohnern (1950: 17.399). Bekannt durch seine Musikinstrumentenindustrie. K. ist Zentrum des Wintersportes im Erzgebirge. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 244 Klerikaler Militarismus, Klerikaler Faschismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W,…
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Klubhäuser, Betriebliche (1966)
Siehe auch: Klubhäuser: 1958 1959 Klubhäuser, Betriebliche: 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 [S. 245]Betriebliche ➝Kulturstätten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 245 Klub der Kulturschaffenden A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klubräume, BetrieblicheSiehe auch: Klubhäuser: 1958 1959 Klubhäuser, Betriebliche: 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 [S. 245]Betriebliche ➝Kulturstätten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 245 Klub der Kulturschaffenden A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klubräume, Betriebliche
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Kohl, Michael (1966)
Siehe auch: Kohl, Michael, Dr.: 1969 * 28. 9. 1929 in Sondershausen. Nach Volksschule u. Gymnasium Studium der Rechtswissenschaft. 1955 Dr. jur. SED. 1956 Dozent für Völker- u. Staatsrecht an der Universität Jena. 1958 bis 1963 Abg. des Bezirkstages Gera. 1959 juristischer Berater des Außenministers Bolz während der Genfer Außenministerkonferenz. Seit 1961 Leiter der Abt. für Rechts- und Vertragswesen u. Mitgl. des Kollegiums des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten der SBZ. Seit 1965 Bevollmächtigter der SBZ bei den Gesprächen über die Passierscheinfrage. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 245 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/kohl-michael verwiesen. Koexistenz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KohlenindustrieSiehe auch: Kohl, Michael, Dr.: 1969 * 28. 9. 1929 in Sondershausen. Nach Volksschule u. Gymnasium Studium der Rechtswissenschaft. 1955 Dr. jur. SED. 1956 Dozent für Völker- u. Staatsrecht an der Universität Jena. 1958 bis 1963 Abg. des Bezirkstages Gera. 1959 juristischer Berater des Außenministers Bolz während der Genfer Außenministerkonferenz. Seit 1961 Leiter der Abt. für Rechts- und Vertragswesen u. Mitgl. des Kollegiums des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten der SBZ.…
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Kartenwesen (1966)
Siehe auch die Jahre 1965 1969 1975 1979 Vermessungs- und Kartenwesen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 235 Karrierist A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kasernierte VolkspolizeiSiehe auch die Jahre 1965 1969 1975 1979 Vermessungs- und Kartenwesen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 235 Karrierist A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kasernierte Volkspolizei
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Katastrophenkommission (1966)
Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Zur Leitung, Koordinierung und Kontrolle der Katastrophenverhütung und -bekämpfung sind durch VO vom 4. 2. 1954 (GBl. S. 129) K. gebildet worden (jetzt VO vom 28. 2. 1961 — GBl. II, S. 139). Es gibt die zentrale K., deren Vorsitzender der Innenminister (Ministerium des Innern) ist, sowie die K. der Bezirke und Kreise. Die K. haben das Recht, in ihrem Bereich mit verbindlicher Wirkung gegenüber allen Staats- und Wirtschaftsorganen und Bürgern Maßnahmen anzuordnen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 236 Kasse der gegenseitigen Hilfe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KauffondsSiehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Zur Leitung, Koordinierung und Kontrolle der Katastrophenverhütung und -bekämpfung sind durch VO vom 4. 2. 1954 (GBl. S. 129) K. gebildet worden (jetzt VO vom 28. 2. 1961 — GBl. II, S. 139). Es gibt die zentrale K., deren Vorsitzender der Innenminister (Ministerium des Innern) ist, sowie die K. der Bezirke und Kreise. Die K. haben das Recht, in ihrem Bereich mit verbindlicher Wirkung gegenüber allen Staats- und Wirtschaftsorganen…
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KdT (1966)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Abk. für Kammer der Technik. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 236 Kaul, Friedrich A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KennziffernSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Abk. für Kammer der Technik. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 236 Kaul, Friedrich A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kennziffern
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KGB (1966)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Abk. für „Komitet gossudarstwennoi besopassnosti“, das Komitee für Staatssicherheitsdienst beim Ministerrat der UdSSR. Entstehungsgeschichte: In den Revolutionstagen wurde die Tscheka zur „Bekämpfung der Gegenrevolution und Sabotage“ (Gesetz vom 5. 9. und 2. 11. 1918) gegründet. Am 6. 2. 1922 wurde die Tscheka in OGPU — Vereinigte Staatliche Politische Verwaltung — umbenannt. Diese ging in dem Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten, dem NKWD (Narodnyi kommissariat wnutrennych djel) auf (10. 7. 1934). Am 3. 2. 1941 wurde die eigentliche Geheimpolizei abgetrennt und als NKGB (Volkskommissariat für Staatssicherheit) organisiert. Im März 1946 wurde das NKWD in MWD (Ministerium f. Inn. Angelegenh.) umbenannt, das NKGB in MGB (Ministerium f. Staatssicherh.). Das MWD, allmählich auf uniformierte Polizei und Paßwesen beschränkt, wurde als zentrale Behörde im Jan. 1960 aufgelöst. Seine Aufgaben gingen an die Innenministerien der Gliedstaaten der SU über. Der milit. Nachrichtendienst liegt einer besonderen Behörde ob, der Hauptverw. für Erkundung: Glawnoje Raswedotschnoje Uprawlenie (GRU). Das MGB wurde 1953 in KGB umbenannt. Die Bedeutung des KGB hat seit Mitte 1958 wieder zugenommen. Nach Stalin ist die Geheimpolizei eine „Drohung an die Bourgeoisie, eine immer wachsame Wache der Revolution, das entblößte Schwert des Proletariats“. In der SBZ hat das KGB drei Aufgaben: Die Voruntersuchung in politischen Prozessen, die die Sowjetischen Militärtribunale an sich ziehen, die Beobachtung der zivilen Sowjetbürger in der SBZ und die Beobachtung der politischen Parteien und der Strömungen in der Bevölkerung. Dazu dient ein Netz von Agenten und Spitzeln. (Das Verhältnis zum praktisch untergeordneten Staatssicherheitsdienst der SBZ ist teils durch Zusammenarbeit, teils durch Überwachung bestimmt.). Die sowj. Mitarbeiter der KGB sind ausgewählte linientreue Bolschewisten und sowjetische Nationalisten. Die Brutalität ihrer Vernehmungsmethoden ist bekannt. — Seit Chruschtschows Sturz ist die SU bemüht, das KGB als streng legal und human arbeitendes Organ hinzustellen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 237 Keßler, Heinz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kiesewetter, WolfgangSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Abk. für „Komitet gossudarstwennoi besopassnosti“, das Komitee für Staatssicherheitsdienst beim Ministerrat der UdSSR. Entstehungsgeschichte: In den Revolutionstagen wurde die Tscheka zur „Bekämpfung der Gegenrevolution und Sabotage“ (Gesetz vom 5. 9. und 2. 11. 1918) gegründet. Am 6. 2. 1922 wurde die Tscheka in OGPU — Vereinigte Staatliche Politische Verwaltung — umbenannt. Diese ging in dem Volkskommissariat für Innere…
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Kinder, Zusammenführung mit Eltern (1966)
Siehe auch die Jahre 1969 1975 1979 Zahlreiche Kinder sind durch die Mauer in Berlin von ihren im anderen Teil Deutschlands lebenden Eltern getrennt worden. Weitere Trennungen von [S. 238]Familien wurden seitdem durch die Flucht von Eltern oder Kindern nach dem Westen verursacht. Den in der SBZ lebenden Kindern wird vom SED-Regime grundsätzlich die Ausreise zu ihren in die BRD geflüchteten Eltern verweigert (Familienzusammenführung, elterliches ➝Erziehungsrecht). Nach amtlichen Feststellungen werden noch etwa 2.400 von ihren Eltern getrennte Kinder in der SBZ zurückgehalten. Nur in wenigen Ausnahmefällen ist bisher eine Übersiedlung in den Westen gestattet worden. Während die SED-Propaganda diesen Tatbestand verschweigt, beschuldigt sie ihrerseits die Behörden der BRD, „skrupellos unschuldige Kinder ihren Eltern vorzuenthalten, um sie als Objekte ihrer Revanchepolitik gegen die DDR mißbrauchen zu können“ (Propaganda). Nach Angaben des Komitees zum Schutze der Menschenrechte werden mindestens 587 Kinder im Alter bis zu 16 Jahren gewaltsam in der BRD zurückgehalten. Tatsächlich handelt es sich bei fast allen diesen von der SED vielfach als Kindesraub bezeichneten Fällen um Kinder, die allein oder mit einem Elternteil nach dem Westen geflüchtet sind. Über ihren Verbleib entscheiden die ordentlichen Gerichte der BRD nach rechtsstaatlichen Grundsätzen. Auf Betreiben der SED wird in diesen Verfahren häufig der Ostberliner Rechtsanwalt Kaul eingeschaltet. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 237–238 Kinder, uneheliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KindergartenSiehe auch die Jahre 1969 1975 1979 Zahlreiche Kinder sind durch die Mauer in Berlin von ihren im anderen Teil Deutschlands lebenden Eltern getrennt worden. Weitere Trennungen von [S. 238]Familien wurden seitdem durch die Flucht von Eltern oder Kindern nach dem Westen verursacht. Den in der SBZ lebenden Kindern wird vom SED-Regime grundsätzlich die Ausreise zu ihren in die BRD geflüchteten Eltern verweigert (Familienzusammenführung, elterliches ➝Erziehungsrecht). Nach amtlichen…
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Kinderzeitschriften (1966)
Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Sämtliche K. werden vom Zentralrat der FDJ herausgegeben. Sie vermitteln ein Weltbild, das der herrschenden Ideologie entspricht, und verbreiten eine uniforme Denk- und Auffassungsweise. Druck, Papier u. Aufmachung sind gut. Die „ABC-Zeitung“ richtet sich an die Jungen Pioniere und Schüler der 1.–4. Klasse. „Technikus“ ist für 13- bis 16jährige bestimmt. „Der Pionierleiter“ erscheint als Zentralorgan der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“. „Fröhlichsein und Singen“ ist die Zeitschrift für kulturelle Arbeit der Jungen Pioniere und Schüler. „Atze“ und „Bummi“ sind bunte Bilderzeitschriften für Kinder. Erscheinungsweise der genannten K. monatlich. „Die Trommel“, eine illustrierte K., erscheint wöchentlich. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 238 Kinderkrippen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kinderzuschlag, StaatlicherSiehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Sämtliche K. werden vom Zentralrat der FDJ herausgegeben. Sie vermitteln ein Weltbild, das der herrschenden Ideologie entspricht, und verbreiten eine uniforme Denk- und Auffassungsweise. Druck, Papier u. Aufmachung sind gut. Die „ABC-Zeitung“ richtet sich an die Jungen Pioniere und Schüler der 1.–4. Klasse. „Technikus“ ist für 13- bis 16jährige bestimmt. „Der Pionierleiter“ erscheint als Zentralorgan der Pionierorganisation „Ernst…
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Kirchensteuer (1966)
Siehe auch: Kirchensteuer: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Kirchensteuern: 1979 Die Erhebung der K. war im Bereich der SBZ und des Sowjetsektors von Berlin in der Zeit nach dem Zusammenbruch zunächst uneinheitlich. Mit Rundschreiben und internen Regelungen wurde durch übergeordnete staatliche Stellen die Mitwirkung der Finanzbehörden immer mehr eingeschränkt. Nach einer Erklärung des Ministers der Justiz müssen K. als Beiträge angesehen und behandelt werden. Zwangsbeitreibungen sind nicht mehr möglich; der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Kirchensteuerämter sind auf Schätzungen angewiesen bzw. auf die Einsicht der zu Besteuernden, wahrheitsgemäße Erklärungen abzugeben. Für das laufende Jahr werden die K. im allgemeinen nach dem Einkommen des vorangegangenen Jahres berechnet. (Atheismus, Kirchenpolitik, Steuern) Literaturangaben Kitsche, Adalbert: Die öffentlichen Finanzen im Wirtschaftssystem der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. (BMG) 1954. 68 S. m. 1 Anlage. Kitsche, Adalbert: Das Steuersystem in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. Gelsenkirchen 1960, Buersche Druckerei Dr. Neufang. 187 S. m. zahlr. Tab. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 243 Kirchenpolitik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KirchenwaldSiehe auch: Kirchensteuer: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Kirchensteuern: 1979 Die Erhebung der K. war im Bereich der SBZ und des Sowjetsektors von Berlin in der Zeit nach dem Zusammenbruch zunächst uneinheitlich. Mit Rundschreiben und internen Regelungen wurde durch übergeordnete staatliche Stellen die Mitwirkung der Finanzbehörden immer mehr eingeschränkt. Nach einer Erklärung des Ministers der Justiz müssen K. als Beiträge angesehen und behandelt werden.…
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Klassenjustiz (1966)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Begriff der Gesellschaftswissenschaft, wonach die Justiz in der freien Welt ein Mittel der herrschenden Klasse ist, „das schaffende Volk auszubeuten“. „Der Staatsanwalt, nach außen hin bekleidet mit dem Mantel der ‚Gerechtigkeit‘ und der ‚Unparteilichkeit‘, wird zu einem das Gesetz verachtenden Büttel der herrschenden Minderheit, sobald das Regime bedroht ist, dem er dient“ (Mels[S. 244]heimer in: „Neue Justiz“ 1952, S. 204). Diese K. sieht man in der SBZ als überwunden an: „Die Einheit von werktätigem Volk und Rechtspflege ist in der DDR nicht nur durch die Gemeinsamkeit des Ziels, sondern auch dadurch gewährleistet, daß die Organe der Rechtspflege an der Lösung der Probleme des werktätigen Volkes beim Aufbau des Sozialismus aktiv mitwirken. … Indem unsere sozialistische Rechtspflege zum Anliegen und zur Aufgabe des ganzen Volkes wird, entwickeln wir die sozialistische Rechtsordnung der DDR immer mehr zum nationalen Vorbild wahrer Gerechtigkeit und Humanität“ (Rechtspflegeerlaß des Staatsrates vom 4. 4. 1963). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 243–244 Klasse A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KlassenkampfSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Begriff der Gesellschaftswissenschaft, wonach die Justiz in der freien Welt ein Mittel der herrschenden Klasse ist, „das schaffende Volk auszubeuten“. „Der Staatsanwalt, nach außen hin bekleidet mit dem Mantel der ‚Gerechtigkeit‘ und der ‚Unparteilichkeit‘, wird zu einem das Gesetz verachtenden Büttel der herrschenden Minderheit, sobald das Regime bedroht ist, dem er dient“ (Mels[S. 244]heimer in: „Neue Justiz“ 1952, S.…
DDR A-Z 1966
Klein, Matthäus (1966)
* 18. 12. 1911 in Bettingen/Baden, Studium der ev. Theologie, Pfarrer. Geriet Ende Juli 1941 als Unteroffizier in einer Infanterie-Div. in sowjet. Gefangenschaft, Mitgl. des Nationalkomitee Freies Deutschland u. Leiter des Arbeitskreises f. kirchl. Fragen. 30. 4. 1945 Rückkehr nach Deutschland, Leiter der Personalabt. des Berliner Rundfunks, KPD, SED, Assistent für Philosophie an der Parteihochschule der SED, dann Dozent f. Gesellschaftswissenschaften an der Univ. Jena, ab 1955 Lehrstuhlleiter f. Philosophie und stellv. Direktor des Instituts für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED, außerdem von 1955 bis 1960 Mitgl. des Redaktionskollegiums d. theor. Zeitschrift der SED „Einheit“, von 1957–1960 Chefredakteur der Ostberliner „Deutschen Zeitschrift für Philosophie“, ab 1954 stellv. Vors. d. Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse. Seit 1964 Leiter der Abt. Geschichte d. Philosophie am Institut f. Philosophie d. Deutschen ➝Akademie der Wissenschaften. Im Mai 1965 mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold ausgezeichnet. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 244 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/klein-matthaeus verwiesen. Klaus, Georg A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kleinbauer* 18. 12. 1911 in Bettingen/Baden, Studium der ev. Theologie, Pfarrer. Geriet Ende Juli 1941 als Unteroffizier in einer Infanterie-Div. in sowjet. Gefangenschaft, Mitgl. des Nationalkomitee Freies Deutschland u. Leiter des Arbeitskreises f. kirchl. Fragen. 30. 4. 1945 Rückkehr nach Deutschland, Leiter der Personalabt. des Berliner Rundfunks, KPD, SED, Assistent für Philosophie an der Parteihochschule der SED, dann Dozent f. Gesellschaftswissenschaften an der Univ. Jena, ab 1955…
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Klöster (1966)
Siehe auch das Jahr 1969 Kirchenpolitik. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 244 Klingenthal A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klub der IntelligenzSiehe auch das Jahr 1969 Kirchenpolitik. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 244 Klingenthal A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klub der Intelligenz
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Klubräume, Betriebliche (1966)
Siehe auch: Klubräume: 1958 1959 Klubräume, Betriebliche: 1960 1962 1963 1965 1969 Betriebliche ➝Kulturstätten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 245 Klubhäuser, Betriebliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Koch, HelmutSiehe auch: Klubräume: 1958 1959 Klubräume, Betriebliche: 1960 1962 1963 1965 1969 Betriebliche ➝Kulturstätten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 245 Klubhäuser, Betriebliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Koch, Helmut
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Kohlenindustrie (1966)
Siehe auch: Kohleindustrie: 1979 Kohlenbergbau: 1953 1954 Kohlenindustrie: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 a) Steinkohle. Die SBZ verfügt über nur geringfügige St.-Vorkommen. Der 1. Fünfjahrplan sah eine Fördersteigerung auf jährlich 3,8 Mill.~t vor; erreicht wurden nur 2,6 Mill.~t. Am Rohenergieaufkommen 1964 war die Steinkohle nur mit 2,5 v. H. beteiligt (Braunkohle mit 97 v. H., Erdgas und Erdöl mit 0,6 v. H.). Die Eigenförderung deckt nur etwa ein Fünftel des St.-Bedarfes. Zur Versorgung der Industriebetriebe, die nicht auf Braunkohle ausweichen können (z. B. Eisen- und Stahlwerke, Werke der Baustoff- und der chemischen Industrie, ferner die Gaswerke), müssen deshalb in großem Umfange Steinkohle oder Steinkohlenkoks eingeführt werden (1964 10,4 Mill.~t Steinkohle und 3,3 Mill.~t Steinkohlenkoks). Zur Verminderung der Einfuhrabhängigkeit bei Steinkohlenkoks für metallurgische Zwecke wurde in Lauchhammer bei Riesa eine Großkokerei errichtet, in der nach neuartigem Verfahren Braunkohlenhartkoks erzeugt wird. Dieser Hartkoks ist jedoch nur als Beimischung zu Steinkohlenkoks verwendbar. b) Braunkohle. Das Gebiet der SBZ ist verhältnismäßig reich an Braunkohlenvorkommen. Die erschließbaren Vorräte werden auf etwa 20~Milliarden~t geschätzt. 1961 entfielen über zwei Drittel der deutschen Braunkohlenförderung auf das Gebiet der SBZ. Die Sowjets demontierten im Braunkohlenbergbau annähernd 40%, in den Brikettfabriken etwa 37 v. H. der Erzeugungskapazitäten. Der Wiederaufbau ging trotz größter Materialschwierigkeiten verhältnismäßig rasch vonstatten: Trotz der beträchtlichen Braunkohlenförderung war das Gebiet der SBZ bereits vor 1945 Kohlenzuschußgebiet. Nach dem Zusammenbruch und der Spaltung Deutschlands erhöhte sich der Zuschußbedarf. Neun Zehntel der Elektroenergie müssen mangels anderer Primärenergieträger aus Braunkohle erzeugt werden. Für viele Industriezweige ist Braunkohle unentbehrlicher Rohstoff. Braunkohle gehört aber auch zu den attraktivsten Ausfuhrgütern. Die BRD und West-Berlin beziehen im Interzonenhandel beträchtliche Mengen. Braunkohle ist noch immer bewirtschaftet. An letzter Stelle in der Rangfolge der Belieferung steht der Bevölkerungsbedarf, der zu einem erheblichen Teil mit Braunkohlenabfällen gedeckt wird. (Energiewirtschaft, Bergbau) Hauptgebiet der Braunkohlenindustrie ist der Bezirk Cottbus, aus dem 1965 42 v. H. der Braunkohlenförderung, 38 v. H. der Briketterzeugung und 27 v. H. der elektrischen Energie kommen sollen. — Zwischen 1972 und 1975 wird die optimale Grenze der Förderung in der SBZ erreicht. Nach diesem Zeitpunkt werden keine Kraftwerke mehr auf Braunkohlenbasis errichtet, und die Kraftstofferzeugung soll dann schrittweise auf Erdöl (Erdölindustrie) umgestellt sein. Literaturangaben Karden, Erich: Der Bergbau in der sowjetischen Besatzungszone. (Mat.) 1954. 44 S. m. 13 Anlagen. *: Der Kohlenbergbau und die Energiewirtschaft in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands im Jahre 1955 und nach der Planung 1956/60. (FB) 1957. 91 S. m. 5 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 245 Kohl, Michael A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KolchosSiehe auch: Kohleindustrie: 1979 Kohlenbergbau: 1953 1954 Kohlenindustrie: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 a) Steinkohle. Die SBZ verfügt über nur geringfügige St.-Vorkommen. Der 1. Fünfjahrplan sah eine Fördersteigerung auf jährlich 3,8 Mill.~t vor; erreicht wurden nur 2,6 Mill.~t. Am Rohenergieaufkommen 1964 war die Steinkohle nur mit 2,5 v. H. beteiligt (Braunkohle mit 97 v. H., Erdgas und Erdöl mit 0,6 v. H.). Die Eigenförderung deckt nur etwa ein Fünftel des…
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Kasernierte Volkspolizei (1966)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Von Okt. 1950 bis Jan. 1956 Tarnbezeichnung für die Armee des SED-Regimes, die am 18. 1. 1956 in Nationale Volksarmee umbenannt wurde. (Militärpolitik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 235 Kartenwesen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KassationSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Von Okt. 1950 bis Jan. 1956 Tarnbezeichnung für die Armee des SED-Regimes, die am 18. 1. 1956 in Nationale Volksarmee umbenannt wurde. (Militärpolitik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 235 Kartenwesen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kassation
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Kauffonds (1966)
Siehe auch: Kauffonds: 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Kauffonds der Bevölkerung: 1985 Begriff der Planung: in einem Planungszeitraum vorgesehene Höhe der Geldausgaben der Bevölkerung zum Kauf von Waren, ermittelt durch die Bilanzierung der Geldeinnahmen und Geldausgaben der Bevölkerung. Dabei werden die Aufwendungen für Steuern, Abgaben und Dienstleistungen sowie die wahrscheinliche Entwicklung der Spareinlagen berücksichtigt. Dem auf diese Weise ermittelten K. müßte planungstechnisch ein ebenso großer Warenfonds für die Bevölkerung gegenüberstehen. Als Auswirkung des Produktionsmittelprimats war der Warenfonds für die Bevölkerung jedoch stets geringer. Die Kaufkraft der Bevölkerung wird von der Planungsbehörde in der Regel durch Erhöhung der Einzelhandelspreise oder durch die Begrenzung der Zuwachsrate bei der Lohnentwicklung (Lohnpolitik) manipuliert. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 236 Katastrophenkommission A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KaufkraftSiehe auch: Kauffonds: 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Kauffonds der Bevölkerung: 1985 Begriff der Planung: in einem Planungszeitraum vorgesehene Höhe der Geldausgaben der Bevölkerung zum Kauf von Waren, ermittelt durch die Bilanzierung der Geldeinnahmen und Geldausgaben der Bevölkerung. Dabei werden die Aufwendungen für Steuern, Abgaben und Dienstleistungen sowie die wahrscheinliche Entwicklung der Spareinlagen berücksichtigt. Dem auf diese Weise ermittelten K. müßte…
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Kennziffern (1966)
Siehe auch: Kennziffer: 1958 1959 Kennziffern: 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 [S. 237]a) Hilfsmittel der Planung und der Kontrolle der Plandurchführung. K. sind entweder absolute Größen, ausgedrückt in Stück, Tonnen, Mark usw., oder es sind Koeffizienten, die aus der Relativierung einer absoluten Größe gewonnen wurden (z. B. ist die Kennziffer der Arbeitsproduktivität der Koeffizient aus Produktionsmenge (oder -wert) dividiert durch die Zahl der in der Produktion Tätigen. K. sind identisch mit den oft genannten „staatlichen Planaufgaben“, die von der produzierenden Wirtschaft zu erfüllen sind. Die K. des Volkswirtschaftsplans sind das Ergebnis eines vorangegangenen Planungsvorgangs (Orientierungs-Ziffern); sie werden im Rahmen des Volkswirtschaftsplans jährlich im Gesetzblatt veröffentlicht. Die K. werden durch die Staatliche ➝Plankommission an die Industrieministerien und von diesen an die mittleren Wirtschaftsinstanzen (VVB, Räte der Bezirke) gegeben, wo sie aufgegliedert und an die Produktionsbetriebe weitergegeben werden. Besonders wichtige K. der Planung sind: Bruttoproduktion, Warenproduktion, Investitionsfonds, Materialfonds, Importfonds, Zahl der Arbeitskräfte, Senkung der Selbstkosten, Lohnfonds. b) Es gibt außerdem zahllose sog. „wirtschaftlich-technische“ K. zur Planung und Kontrolle der Wirtschaftlichkeit und des technischen Niveaus in Industriezweigen und Industriebetrieben, z. B. für die Arbeitsproduktivität, den Nutzeffekt der Investitionen, den Grad der Materialausnutzung, den Auslastungsgrad von Produktionseinrichtungen usw. Technische K. werden neuerdings auch „Parameter“ genannt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 237 KdT A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KernforschungSiehe auch: Kennziffer: 1958 1959 Kennziffern: 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 [S. 237]a) Hilfsmittel der Planung und der Kontrolle der Plandurchführung. K. sind entweder absolute Größen, ausgedrückt in Stück, Tonnen, Mark usw., oder es sind Koeffizienten, die aus der Relativierung einer absoluten Größe gewonnen wurden (z. B. ist die Kennziffer der Arbeitsproduktivität der Koeffizient aus Produktionsmenge (oder -wert) dividiert durch die Zahl der in der Produktion Tätigen. K.…
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Kieß, Kurt (1966)
Siehe auch die Jahre 1963 1965 1969 * 28. 5. 1914 in Griesbach als Sohn eines Arbeiters, Volksschule, 1928 bis 1931 Klempnerlehre. 1928 KJVD, 1931 KPD. Militärdienst, Kriegsdienst, Gefangenschaft. Nach 1945 zunächst wieder als Klempner tätig, 1948 SED, seit 1948 als hauptamtl. Funktionär tätig, und zwar bis 1957 als 1. Sekretär der SED-Kreisleitung Wismut-Breitenbrunn bzw. Wismut-Oberschlema, ab 1954 gleichzeitig Mitgl. des Büros der SED-Gebietsleitung Wismut, 1957/58 Besuch der Parteihochschule der SED, danach 2. Sekretär und seit 1960 1. Sekretär der SED-Gebietsleitung Wismut. Seit 1963 Abg. der Volkskammer. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 237 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/kiess-kurt verwiesen. Kiesewetter, Wolfgang A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kinder, unehelicheSiehe auch die Jahre 1963 1965 1969 * 28. 5. 1914 in Griesbach als Sohn eines Arbeiters, Volksschule, 1928 bis 1931 Klempnerlehre. 1928 KJVD, 1931 KPD. Militärdienst, Kriegsdienst, Gefangenschaft. Nach 1945 zunächst wieder als Klempner tätig, 1948 SED, seit 1948 als hauptamtl. Funktionär tätig, und zwar bis 1957 als 1. Sekretär der SED-Kreisleitung Wismut-Breitenbrunn bzw. Wismut-Oberschlema, ab 1954 gleichzeitig Mitgl. des Büros der SED-Gebietsleitung Wismut, 1957/58 Besuch der…
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Kindergarten (1966)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Der K. ist das erste Glied im System der kommunist. Erziehung, die auf den Erfahrungen der sowjet. Pädagogik basiert. In der SBZ diente er zunächst der Freisetzung von Frauen und Müttern für den Arbeitsprozeß, entwickelte sich aber seit 1949 immer mehr zu einer Institution, die die drei- bis sechsjährigen Kinder auf die Schule vorbereitet und an das „sozialistische Leben“ heranführt. Die vom Deutschen Pädagogischen Zentralinstitut herausgegebenen Richtlinien (1953) und Quartalspläne (1965) enthalten präzise Anweisungen, auf welche Weise die Kinder mit dem gesellschaftl. Leben bekanntzumachen und zu welchen Erkenntnissen sie zu führen sind. Alle durch Spiel und Beschäftigung gegebenen Möglichkeiten sollen systematisch für die staatsbürgerliche Erziehung genutzt werden. (Staatsbürgerkunde) Neben den unter staatlicher Aufsicht (Ministerium für Volksbildung) stehenden kommunalen und Betriebs-K. gibt es auf dem Lande Ernte-K. Kinderwochenheime sind für Kinder von Schichtarbeiterinnen und Müttern, die sich „qualifizieren“, Spezial-K. für Kinder mit physisch-psychischen Mängeln bestimmt. 1964 gab es 9.673 K. und Kinderwochenheime (ohne Ernte-K.) mit 484.728 betreuten Kindern, davon 8.111 „öffentliche“ K., die den Kreisen und Gemeinden unterstehen, mit 382.376 Kindern. Von den 30.649 Erziehern waren 24.308 an „öffentlichen“ K. tätig. An den von 60.477 Kindern besuchten 3.204 Ernte-K. wirkten 4.441 Betreuungskräfte. Der Besuch der K. ist nicht obligatorisch. Literaturangaben Möbus, Gerhard: Klassenkampf im Kindergarten — Das Kindesalter in der Sicht der kommunistischen Pädagogik. Berlin 1956, Morus-Verlag. 110 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 238 Kinder, Zusammenführung mit Eltern A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KinderheimeSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Der K. ist das erste Glied im System der kommunist. Erziehung, die auf den Erfahrungen der sowjet. Pädagogik basiert. In der SBZ diente er zunächst der Freisetzung von Frauen und Müttern für den Arbeitsprozeß, entwickelte sich aber seit 1949 immer mehr zu einer Institution, die die drei- bis sechsjährigen Kinder auf die Schule vorbereitet und an das „sozialistische Leben“ heranführt. Die vom Deutschen…
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Kinderzuschlag, Staatlicher (1966)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Zum Ausgleich der Preiserhöhungen nach der Abschaffung der Lebensmittelkarten wird ab 1. 6. 1958 für Kinder mit Wohnsitz in der SBZ und in Ostberlin ein K. aus Mitteln des Staatshaushalts gezahlt. Er beträgt 20 DM Ost monatlich für Arbeiter, Angestellte, Rentner, Versorgungsempfänger, Produktionsgenossen und Studierende, nur 15 DM Ost indessen für Selbständige. Handwerker, die Handwerksteuer B entrichten, sowie selbständige Unternehmer und Gewerbetreibende und Angehörige der schaffenden Intelligenz, sofern sie mehr als 10.000 DM Ost jährlich Einnahmen haben, erhalten keinen K. Der K. wird bis zum 15. Lebensjahr gezahlt, bei Schulbesuch bis zum 18. Lebensjahr. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 238 Kinderzeitschriften A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kirchenfragen, Amt fürSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Zum Ausgleich der Preiserhöhungen nach der Abschaffung der Lebensmittelkarten wird ab 1. 6. 1958 für Kinder mit Wohnsitz in der SBZ und in Ostberlin ein K. aus Mitteln des Staatshaushalts gezahlt. Er beträgt 20 DM Ost monatlich für Arbeiter, Angestellte, Rentner, Versorgungsempfänger, Produktionsgenossen und Studierende, nur 15 DM Ost indessen für Selbständige. Handwerker, die Handwerksteuer B entrichten, sowie selbständige…
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Kirchenwald (1966)
Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1969 1975 Die Kirchenverwaltung bewirtschaftet ihren 19.543 ha großen Waldbesitz, der über die SBZ zerstreut liegt, mit eigenen, von ihr besoldeten Forstkräften. Sie ist holzeinschlagumlagepflichtig wie jeder Waldbesitzer. Der Holzeinschlag, soweit er nicht zum Eigenbedarf zugebilligt wird, muß den StFB zum Kauf angeboten werden. (Forstwirtschaft) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 243 Kirchensteuer A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KJVDSiehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1969 1975 Die Kirchenverwaltung bewirtschaftet ihren 19.543 ha großen Waldbesitz, der über die SBZ zerstreut liegt, mit eigenen, von ihr besoldeten Forstkräften. Sie ist holzeinschlagumlagepflichtig wie jeder Waldbesitzer. Der Holzeinschlag, soweit er nicht zum Eigenbedarf zugebilligt wird, muß den StFB zum Kauf angeboten werden. (Forstwirtschaft) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 243 …
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Klassenkampf (1966)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Marxismus-Leninismus, Stalinismus, Klasse, Historischer Materialismus. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 244 Klassenjustiz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klassenkampf auf dem LandeSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Marxismus-Leninismus, Stalinismus, Klasse, Historischer Materialismus. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 244 Klassenjustiz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klassenkampf auf dem Lande
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Kleinbauer (1966)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Bauer. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 244 Klein, Matthäus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klerikaler Militarismus, Klerikaler FaschismusSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Bauer. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 244 Klein, Matthäus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klerikaler Militarismus, Klerikaler Faschismus
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Klub der Intelligenz (1966)
Siehe auch: Intelligenz, Klub der: 1956 1958 Klub der Intelligenz: 1959 1960 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Wird gelegentlich auch Klub der Kulturschaffenden oder Klub des Deutschen Kulturbundes genannt. Die Kdl. wurden auf Veranlassung des Deutschen ➝Kulturbundes gegründet und diesem durch einen Beschluß ihres Zentralen Rates vom 14. 9. 1957 auch unterstellt, nachdem sich in ihnen die „Theorie“ einer gewissen Unabhängigkeit vom Kulturbund und den „Bestrebungen unseres Staates“ entwickelt hatte. Sie sollen die Geistesschaffenden zusammenfassen und „Zentren offener geistiger Auseinandersetzungen der Intelligenz“ sein, dies natürlich im Sinne der allgemeinen Orientierung des Kulturbundes. 1960 gab es 124 Kdl. und 120 Klubgemeinschaften. Seit 1958 gibt es auch Landklubs der Intelligenz, die den in den Landkreisen tätigen Intellektuellen eine Gelegenheit geben sollen, „sich mit Arbeitern und Genossenschaftsbauern über wichtige Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung auszusprechen“. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 244 Klöster A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klub der KulturschaffendenSiehe auch: Intelligenz, Klub der: 1956 1958 Klub der Intelligenz: 1959 1960 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Wird gelegentlich auch Klub der Kulturschaffenden oder Klub des Deutschen Kulturbundes genannt. Die Kdl. wurden auf Veranlassung des Deutschen ➝Kulturbundes gegründet und diesem durch einen Beschluß ihres Zentralen Rates vom 14. 9. 1957 auch unterstellt, nachdem sich in ihnen die „Theorie“ einer gewissen Unabhängigkeit vom Kulturbund und den „Bestrebungen unseres Staates“…
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Koch, Helmut (1966)
* 1922 in Gera. Schon früh in die SED, bis etwa 1952 im Planungswesen der Volkseigenen Erfassungs- und Aufkaufbetriebe (VEAB) Thüringen, zuletzt Abteilungsleiter. Dann Hauptabt.-Leiter im Staatssekretariat f. Erfassung und Aufkauf landw. Erzeugnisse; 1958–1960 dort Staatssekretär. 1960–1963 Staatssekretär im Min. f. Landwirtschaft, Erfassung und Forstwirtschaft. Seit Febr. 1963: Staatssekretär, 1. Vors. des staatl. Komitees für Erfassung und Aufkauf landw. Erzeugnisse beim Ministerrat und Mitgl. des Landwirtschaftsrates. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 245 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/koch-helmut verwiesen. Klubräume, Betriebliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Koexistenz* 1922 in Gera. Schon früh in die SED, bis etwa 1952 im Planungswesen der Volkseigenen Erfassungs- und Aufkaufbetriebe (VEAB) Thüringen, zuletzt Abteilungsleiter. Dann Hauptabt.-Leiter im Staatssekretariat f. Erfassung und Aufkauf landw. Erzeugnisse; 1958–1960 dort Staatssekretär. 1960–1963 Staatssekretär im Min. f. Landwirtschaft, Erfassung und Forstwirtschaft. Seit Febr. 1963: Staatssekretär, 1. Vors. des staatl. Komitees für Erfassung und Aufkauf landw. Erzeugnisse beim Ministerrat und…
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Kolchos (1966)
Siehe auch: Kolchos: 1954 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Kolchose: 1953 1956 1958 (russ. Abk. von Kollektivnoe Chosjajstvo = Kollektivwirtschaft) Sammelbezeichnung für versch. Erscheinungsformen der im Zuge der Kollektivierung der Landwirtschaft in der SU entstandenen Betriebe, die als ganzes oder zumindest in wesentlichen Teilen von mehreren bis dahin individuell wirtschaftenden Bauern gemeinschaftlich bewirtschaftet werden und [S. 246]in das zentralverwaltungswirtschaftliche Planungs- und Lenkungssystem eingegliedert sind. Die Bolschewisten hatten drei Arten des K. vorgesehen: Toz, Artel und Kommune. Im Toz sollten Felder und Ernten im Einzelbesitz bleiben und nur die Arbeitstiere und Maschinen gemeinsam besessen und genutzt werden; im Artel sollte die Gesamtproduktion vergesellschaftet sein und den Mitgliedern nur die individuelle Nutzung der Wohnhäuser, des Hausrats, des Gartenlandes und einiger Stücke Vieh verbleiben; in der Kommune, der Idealform kommun. Wirtschaftsgestaltung, sollte unter Aufgabe jeder individuellen Eigenwirtschaft und jedes persönlichen Besitzes eine Konsumtions- und Lebensgemeinschaft aller Mitglieder erreicht werden. Bislang hat sich der K. in der SU nur bis zur Artel-Form entwickelt. Dieser Form entspricht in der SBZ die LPG vom Typ III. Die andere Form „sozialistischer Großbetriebe“ in der SU ist der Sowchos, dem in der SBZ das VEG entspricht. (Agrarpolitik) Literaturangaben Pöhler, Felix: Der Untergang des privaten Einzelhandels in der sowjetischen Besatzungszone. (BB) 1952. 64 S. m. 11 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 245–246 Kohlenindustrie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KollegienSiehe auch: Kolchos: 1954 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Kolchose: 1953 1956 1958 (russ. Abk. von Kollektivnoe Chosjajstvo = Kollektivwirtschaft) Sammelbezeichnung für versch. Erscheinungsformen der im Zuge der Kollektivierung der Landwirtschaft in der SU entstandenen Betriebe, die als ganzes oder zumindest in wesentlichen Teilen von mehreren bis dahin individuell wirtschaftenden Bauern gemeinschaftlich bewirtschaftet werden und [S. 246]in das…
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Kassation (1966)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Außerordentliches Rechtsmittel, mit dem jede rechtskräftige gerichtliche Entscheidung binnen Jahresfrist nach Eintritt der Rechtskraft angefochten werden kann, wenn die Entscheidung „auf einer Verletzung des Gesetzes“ beruht, „im Strafausspruch gröblich unrichtig ist“ oder (in Zivil-, Familien- und Arbeitsrechts[S. 236]sachen) „der Gerechtigkeit gröblich widerspricht“ (§§ 301 ff. der sowjetzonalen StPO, § 9 des Gesetzes zur Änderung und Ergänzung strafrechtlicher und verfahrensrechtlicher Bestimmungen vom 17. 4. 1963 GBl. I, S. 65). Antragsberechtigt sind nach der Justizreform des Jahres 1963 neben dem Generalstaatsanwalt und dem Präsidenten des Obersten Gerichts (Gerichtsverfassung) nunmehr für K. gegen Entscheidungen der Kreisgerichte auch die Bezirksstaatsanwälte und Direktoren der Bezirksgerichte. Über die K.-Anträge entscheiden die Senate des OG oder (K. gegen Entscheidungen der Kreisgerichte) das Präsidium des Bezirksgerichts. Entscheidungen der Senate des OG und der Präsidien der Bezirksgerichte können durch das Präsidium des OG erneut binnen Jahresfrist im K.-Wege aufgehoben oder abgeändert werden. In Strafsachen kann das Präsidium des OG eine K. zugunsten des Verurteilten ausnahmsweise auch dann zulassen, wenn mehr als ein Jahr seit Rechtskraft des Urteils vergangen ist. Nach Eingang des K.-Antrages kann das für die K. zuständige Gericht Haftbefehl erlassen (§ 306 StPO). Die K. ist keine dritte Instanz und „nicht im Interesse der Partei geschaffen worden, sondern ausschließlich im Interesse der Allgemeinheit“ (Nathan in: „Neue Justiz“, 1949, S. 304). Sie „hat sich in hervorragendem Maße als ein Mittel zur Anleitung der Rechtsprechung bewährt“ („Neue Justiz“ 1959, S. 673). Mit den K.-Entscheidungen soll also die Rechtsprechung in die gewünschte Richtung gelenkt werden. Literaturangaben Rosenthal, Walther, Richard Lange, und Arwed Blomeyer: Die Justiz in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. 4., überarb. Aufl. (BB) 1959. 206 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 235–236 Kasernierte Volkspolizei A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kasse der gegenseitigen HilfeSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Außerordentliches Rechtsmittel, mit dem jede rechtskräftige gerichtliche Entscheidung binnen Jahresfrist nach Eintritt der Rechtskraft angefochten werden kann, wenn die Entscheidung „auf einer Verletzung des Gesetzes“ beruht, „im Strafausspruch gröblich unrichtig ist“ oder (in Zivil-, Familien- und Arbeitsrechts[S. 236]sachen) „der Gerechtigkeit gröblich widerspricht“ (§§ 301 ff. der sowjetzonalen StPO,…
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Kaufkraft (1966)
Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Die Arbeitnehmer sind im Vergleich zu denen der BRD nicht nur durch die im Jahre 1965 um etwa 37 v. H. niedrigeren Durchschnittslöhne (Lohnpolitik), sondern auch durch die geringere K. ihres Einkommens benachteiligt. Da das Regime nicht in der Lage ist, dem Kauffonds der Bevölkerung einen entsprechenden Warenfonds gegenüberzustellen, wird „überschüssiges“ Umlaufgeld zugunsten des Staatshaushaltes abgeschöpft, indem die Einzelhandelspreise für Gebrauchsgüter und Lebensmittel sowie für Dienstleistungen amtlich entsprechend hoch fixiert werden. Die K. des Geldes für die meisten Gebrauchsgüter, Lebensmittel und Dienstleistungen ist entsprechend niedriger als in der BRD. (Währung, Lebensstandard) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 236 Kauffonds A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kaul, FriedrichSiehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Die Arbeitnehmer sind im Vergleich zu denen der BRD nicht nur durch die im Jahre 1965 um etwa 37 v. H. niedrigeren Durchschnittslöhne (Lohnpolitik), sondern auch durch die geringere K. ihres Einkommens benachteiligt. Da das Regime nicht in der Lage ist, dem Kauffonds der Bevölkerung einen entsprechenden Warenfonds gegenüberzustellen, wird „überschüssiges“ Umlaufgeld zugunsten des Staatshaushaltes abgeschöpft, indem die…
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Kernforschung (1966)
Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Atomenergie. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 237 Kennziffern A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Keßler, HeinzSiehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Atomenergie. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 237 Kennziffern A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Keßler, Heinz
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Kiesewetter, Wolfgang (1966)
Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 * 2. 12. 1924. Als Offizier in der SU kriegegefangen. Nach 1945 SED, Absolvent mehrerer Parteischulen, Sprachstudien. Ab 1950 Referent im Ministerium f. Ausw. Angelegenh., dort 1952 Leiter der BPO, 1954 Leiter der Abt. Information u. Presse, auch Leiter der Kampfgruppe. 1957 Leiter der Abt. Außereuropäische Staaten. Febr. 1961 bis Dez. 1963 als Nachf. von Gyptner zum „Bevollmächtigten der Regierung der DDR für die Arabischen Länder“ im Botschafterrang in Kairo. Danach einer der Stellv. d. Ministers f. Ausw. Angelegenh. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 237 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/kiesewetter-wolfgang verwiesen. KGB A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kieß, KurtSiehe auch die Jahre 1962 1963 1965 * 2. 12. 1924. Als Offizier in der SU kriegegefangen. Nach 1945 SED, Absolvent mehrerer Parteischulen, Sprachstudien. Ab 1950 Referent im Ministerium f. Ausw. Angelegenh., dort 1952 Leiter der BPO, 1954 Leiter der Abt. Information u. Presse, auch Leiter der Kampfgruppe. 1957 Leiter der Abt. Außereuropäische Staaten. Febr. 1961 bis Dez. 1963 als Nachf. von Gyptner zum „Bevollmächtigten der Regierung der DDR für die Arabischen Länder“ im Botschafterrang…
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Kinderheime (1966)
Siehe auch die Jahre 1965 1969 1975 1979 Auch Normal-K. genannt. K. nehmen Waisenkinder und Kinder auf, die von der Jugendhilfe wegen Unfähigkeit oder Unwilligkeit der Eltern zur ordentlichen Erziehung aus dem häuslichen Milieu herausgenommen werden müssen, jedoch keine Erziehungsschwierigkeiten bereiten. Die Einweisungen nehmen die Abt. Volksbildung, Referat Jugendhilfe, bei den Räten der Kreise vor. Die schulpolitische Aufgabe der K. besteht in der Fortsetzung und Unterstützung der Bildungs- und Erziehungsarbeit der „sozialistischen Schule“. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 238 Kindergarten A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KinderkrippenSiehe auch die Jahre 1965 1969 1975 1979 Auch Normal-K. genannt. K. nehmen Waisenkinder und Kinder auf, die von der Jugendhilfe wegen Unfähigkeit oder Unwilligkeit der Eltern zur ordentlichen Erziehung aus dem häuslichen Milieu herausgenommen werden müssen, jedoch keine Erziehungsschwierigkeiten bereiten. Die Einweisungen nehmen die Abt. Volksbildung, Referat Jugendhilfe, bei den Räten der Kreise vor. Die schulpolitische Aufgabe der K. besteht in der Fortsetzung und Unterstützung der…
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Kirchenfragen, Amt für (1966)
Siehe auch: Amt für Kirchenfragen: 1969 Kirchenfragen, Amt für: 1962 1963 1965 Kirchenfragen, Staatssekretariat für: 1958 1959 1960 Staatssekretär für Kirchenfragen: 1969 1985 Staatssekretariat für Kirchenfragen: 1975 1979 Im März 1955 wurden die „Abt. für Kirchenfragen“ im Ministerium des Innern und die Hauptabt. „Verbindung zu den Kirchen“ beim Stellv. des Vors. des Ministerrats zu dem AfK. zusammengefaßt und der Dienstaufsicht des Stellv. des Vors. des Ministerrats Otto ➝Nuschke unterstellt. Leiter des Amtes, der die Dienstbezeichnung Staatssekretär führt, war von März 1957 bis Nov.~1958 Werner Eggerath. Sein Nachfolger ist Hans ➝Seigewasser. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 238 Kinderzuschlag, Staatlicher A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KirchenpolitikSiehe auch: Amt für Kirchenfragen: 1969 Kirchenfragen, Amt für: 1962 1963 1965 Kirchenfragen, Staatssekretariat für: 1958 1959 1960 Staatssekretär für Kirchenfragen: 1969 1985 Staatssekretariat für Kirchenfragen: 1975 1979 Im März 1955 wurden die „Abt. für Kirchenfragen“ im Ministerium des Innern und die Hauptabt. „Verbindung zu den Kirchen“ beim Stellv. des Vors. des Ministerrats zu dem AfK. zusammengefaßt und der Dienstaufsicht des Stellv. des Vors. des Ministerrats…
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KJVD (1966)
Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 Kommunistischer Jugendverband Deutschlands. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 243 Kirchenwald A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KlasseSiehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 Kommunistischer Jugendverband Deutschlands. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 243 Kirchenwald A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klasse
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Klassenkampf auf dem Lande (1966)
Siehe auch: Klassenkampf auf dem Dorfe: 1953 1954 1956 1958 Klassenkampf auf dem Lande: 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Folge der unterschiedlichen marxistisch-ideologischen Bewertung des Verhältnisses der Arbeiter zur Bauernschaft. Die Landarbeiter und bis zu einem gewissen Grade auch die werktätigen ➝Bauern werden als zugehörig, Mittelbauern als immerhin noch „bündnisfähig“ angesehen, während die Großbauern grundsätzlich außerhalb der „Arbeiter- und Bauernmacht“ stehen und daher mit unterschiedlichen Mitteln (vor allem wirtschaftlicher Benachteiligung) zu Fall gebracht werden sollen. Mit zunehmender Kollektivierung erstreckte sich der K. mehr auf das Verhältnis zwischen Einzel- und Genossenschaftsbauern; die umfangreiche ideologische und materielle Unterstützung letzterer muß als indirektes Mittel des K. angesehen werden. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 244 Klassenkampf A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klaus, GeorgSiehe auch: Klassenkampf auf dem Dorfe: 1953 1954 1956 1958 Klassenkampf auf dem Lande: 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Folge der unterschiedlichen marxistisch-ideologischen Bewertung des Verhältnisses der Arbeiter zur Bauernschaft. Die Landarbeiter und bis zu einem gewissen Grade auch die werktätigen ➝Bauern werden als zugehörig, Mittelbauern als immerhin noch „bündnisfähig“ angesehen, während die Großbauern grundsätzlich außerhalb der „Arbeiter- und Bauernmacht“ stehen…
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Klerikaler Militarismus, Klerikaler Faschismus (1966)
Siehe auch: Klerikaler Militarismus: 1960 Klerikaler Militarismus, Klerikaler Faschismus: 1962 1963 1965 Im Pj. die Sonderform des staatsmonopolistischen Kapitalismus, die in der Bundesrepublik herrschen soll. Diese spezielle Kennzeichnung soll ausdrücken, daß die derzeitige Bundesregierung, in Verbindung mit vorwiegend katholischen Parteien und Staaten Westeuropas und stark auf neuthomistische Ideen gestützt, einen „beschränkten Krieg“ zur Rückeroberung der deutschen Ostgebiete und der SBZ und als Wall gegen die „atheistischen“ Staaten Osteuropas die wirtschaftlich-politische Vormachtstellung in Westeuropa anstrebe, womit sie, angeblich gestützt auf zahlreiche bereits unter Hitler führend tätige Personen aus den Bereichen von Verwaltung, Militär, Polizei, Justiz und Wirtschaft, die Zielsetzung des Nationalsozialismus wieder aufnehme. — Es muß offen bleiben, wie weit die SED-Führung von einer solchen Deutung der Herrschaftswirklichkeit in der BRD ernsthaft überzeugt ist bzw. wie weit nur ein taktisches Manöver vorliegt, mit dem insbesondere auf die westdeutsche Arbeiterschaft, ihre Organisationen und die — vor allem protestantischen und osteuropäischen — ehemaligen Alliierten des 2. Weltkrieges eingewirkt werden soll. (Ultras, Revanchepolitik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 244 Kleinbauer A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KlingenthalSiehe auch: Klerikaler Militarismus: 1960 Klerikaler Militarismus, Klerikaler Faschismus: 1962 1963 1965 Im Pj. die Sonderform des staatsmonopolistischen Kapitalismus, die in der Bundesrepublik herrschen soll. Diese spezielle Kennzeichnung soll ausdrücken, daß die derzeitige Bundesregierung, in Verbindung mit vorwiegend katholischen Parteien und Staaten Westeuropas und stark auf neuthomistische Ideen gestützt, einen „beschränkten Krieg“ zur Rückeroberung der deutschen Ostgebiete…
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Klub der Kulturschaffenden (1966)
Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 Klub der Intelligenz. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 244 Klub der Intelligenz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klubhäuser, BetrieblicheSiehe auch die Jahre 1962 1963 1965 Klub der Intelligenz. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 244 Klub der Intelligenz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klubhäuser, Betriebliche
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Koexistenz (1966)
Siehe auch: Friedliche Koexistenz: 1975 1979 1985 Koexistenz: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Grundbegriff der bolschewistischen Weltpolitik, vom ZK der KPdSU unter Chruschtschow zur Kennzeichnung des derzeitigen Bestrebens der bolschewistischen Führung popularisiert, die auf eine Phase des politisch-militärischen Waffenstillstandes mit dem Lager des Kapitalismus bedacht ist, bei gleichzeitiger Verschärfung des ökonomischen Konkurrenzkampfes um die Weltmärkte, des Bestrebens, auf Staaten mit starkem sozialem Gefälle (romanisch sprechende Welt) und auf die Entwicklungsländer Einfluß zu gewinnen (Nationaldemokratie), und ohne Preisgabe der grundsätzlichen weltrevolutionären Zielsetzung; das Prinzip der K. wird jedoch zur Kennzeichnung des Verhältnisses beider Teile Deutschlands meist mit der Einschränkung verwandt, daß die sog. „militaristischen“ und „neofaschistischen“ Elemente in der Herrschaftsordnung der Bundesrepublik zur Durchführung einer K. der beiden Teile Deutschlands beseitigt werden müßten. — Ferner wird von den Bolschewisten im Ostblock (nicht aber z. B. den italienischen) ausdrücklich hervorgehoben, daß eine K. der Ideologien grundsätzlich nicht anerkannt wird, sondern daß es in der ideologischen Auseinandersetzung nach wie vor nur erbitterten Meinungskampf geben kann. (Marxismus-Leninismus, Konföderation, Sozialistisches Weltsystem, Reformkommunismus) Literaturangaben Leonhard, Wolfgang: Sowjetideologie heute, Bd. II — Die politischen Lehren (Fischer-Bücherei, 461). Frankfurt a. M. 1962. 328 S. Ahlberg, René: Weltrevolution durch Koexistenz. Berlin 1962, Colloquium-Verlag. 80 S. m. Kt. Brzezinski, Zbigniew K.: Der Sowjetblock — Einheit und Konflikt (a. d. Amerik.). Köln 1962, Kiepenheuer und Witsch. 581 S. Löwenthal, Richard: Chruschtschow und der Weltkommunismus. Stuttgart 1963, Kohlhammer. 245 S. Boettcher, Erik: (Hrsg.) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 245 Koch, Helmut A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kohl, MichaelSiehe auch: Friedliche Koexistenz: 1975 1979 1985 Koexistenz: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Grundbegriff der bolschewistischen Weltpolitik, vom ZK der KPdSU unter Chruschtschow zur Kennzeichnung des derzeitigen Bestrebens der bolschewistischen Führung popularisiert, die auf eine Phase des politisch-militärischen Waffenstillstandes mit dem Lager des Kapitalismus bedacht ist, bei gleichzeitiger Verschärfung des ökonomischen Konkurrenzkampfes um die Weltmärkte,…
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Kollegien (1966)
Siehe auch: Kollegien: 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Kollegien der Ministerien: 1985 Nach sowjet. Vorbild legte eine VO vom 17. 7. 1952 die Bildung von K. in den Ministerien und Staatssekretariaten fest. Den K. gehören an: der Minister bzw. Staatssekretär und der oder die Stellvertreter, die Leiter der Hauptabt. bzw. Hauptverwaltungen, ferner „besonders qualifizierte Mitarbeiter und in Einzelfällen hervorragende Wissenschaftler und Techniker“. Jedes Mitgl. eines K. muß vom Vors. des Ministerrates bestätigt werden. Die K. sind „beratende Organe“, können aber auch Beschlüsse über Entwicklungs- und Perspektivpläne, Neuerermethoden, Struktur- und Arbeitsverteilung sowie Verwaltungsarbeit fassen. Da in der Regel an den Sitzungen der K. die zuständigen Mitarbeiter des ZK-Apparates und der Parteisekretär des Ministeriums bzw. Staatssekretariats teilnehmen, stellen die K. in erster Linie ein Instrument der Kontrolle des Staatsapparates durch den Parteiapparat dar. In K. organisiert ist auch die Rechtsanwaltschaft. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 246 Kolchos A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KollektivSiehe auch: Kollegien: 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Kollegien der Ministerien: 1985 Nach sowjet. Vorbild legte eine VO vom 17. 7. 1952 die Bildung von K. in den Ministerien und Staatssekretariaten fest. Den K. gehören an: der Minister bzw. Staatssekretär und der oder die Stellvertreter, die Leiter der Hauptabt. bzw. Hauptverwaltungen, ferner „besonders qualifizierte Mitarbeiter und in Einzelfällen hervorragende Wissenschaftler und Techniker“. Jedes Mitgl. eines K. muß…