DDR A-Z 1966
Sachsen-Anhalt (1966)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Land in der SBZ; gebildet 1945–1947 aus den preußischen Provinzen Halle-Merseburg und Magdeburg, dem Land Anhalt und kleineren braunschweigischen und thüringischen Gebietsteilen; 24.657 qkm, 4,1 Mill. Einwohner (1950); Verfassung vom 10. 1. 1947, Hauptstadt: Halle; Landesfarben: Schwarz-Gelb; Wirtschaft: Braunkohlenbergbau und -industrie, Kali-, Salz-, Kupfer- und Eisengewinnung, Metall-, Stickstoff- und chemische Industrie, hochintensive Landwirtschaft. Landtag, Landesregierung und damit praktisch auch das Land im Sommer 1952 im Zuge der verfassungswidrigen Verwaltungsneugliederung unter gleichzeitiger Bildung der Bezirke Halle und Magdeburg aufgehoben. S.-A. ist hervorgegangen aus der 1815 gebildeten preußischen Provinz Sachsen (Brandenburg, Sachsen), die 1944 im Zuge der sog. Reichsreform bei Unterstellung des Reg.-Bez. Erfurt unter den Reichsstatthalter in Thüringen in die Provinzen Halle-Merseburg und Magdeburg geteilt wurde. In den letzten Wochen des 2. Weltkrieges wurden die Provinzen von amerikanischen, britischen und sowjetischen Truppen besetzt; am 1. 7. 1945 fiel auf Grund der alliierten Abkommen über die Zoneneinteilung auch das westlich der vorläufigen Demarkationslinie gelegene Gebiet an die Sowjets. Wenige Tage später befahl die SMAD die Einbeziehung des Landes Anhalt in die wiedervereinigte Provinz und die Errichtung der „Provinzialverwaltung für die Provinz Sachsen“ unter Präsident Dr. Erhard Hübener (LDP), der sie im Oktober 1945 ein beschränktes Gesetzgebungsrecht einräumte. Am 20. 10. 1946 fanden die ersten Landtagswahlen statt, bei denen trotz massivster sowjetischer Wahlbeeinflussung die SED nur 45,8 v. H. der abgegebenen Stimmen erhielt. Der Landtag bestätigte im Dezember 1946 die auf der Grundlage der Blockpolitik gebildete Provinzialregierung unter Ministerpräsident Dr. Erhard Hübener (LDP) und beschloß am 10. 1. 1947 die „Verfassung der Provinz S.-A.“, die am folgenden Tage in Kraft trat. Nach der Auflösung Preußens durch den Alliierten Kontrollrat wurde die Provinz im Juli 1947 auch staatsrechtlich Land. An Stelle des im August 1949 zurückgetretenen Dr. Hübener wurde Werner Bruschke (SED) Ministerpräsident. Seit Bildung der Sowjetzonen-Republik im Oktober 1949 war S.-A. Land der „DDR“. (Länder) Literaturangaben Böhmer, Karl Hermann: Deutschland hinter dem Eisernen Vorhang — Sowjetische Besatzungszone (neubearb. v. Eugen Stamm). Essen 1962, Tellus-Verlag. 64 S. m. zahlr. Abb. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 410 Sachsen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SachversicherungSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Land in der SBZ; gebildet 1945–1947 aus den preußischen Provinzen Halle-Merseburg und Magdeburg, dem Land Anhalt und kleineren braunschweigischen und thüringischen Gebietsteilen; 24.657 qkm, 4,1 Mill. Einwohner (1950); Verfassung vom 10. 1. 1947, Hauptstadt: Halle; Landesfarben: Schwarz-Gelb; Wirtschaft: Braunkohlenbergbau und -industrie, Kali-, Salz-, Kupfer- und Eisengewinnung, Metall-, Stickstoff- und chemische Industrie,…
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SAP (1966)
Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 Sozialistische Arbeiterpartei. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 410 SAJ A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SatellitenSiehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 Sozialistische Arbeiterpartei. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 410 SAJ A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Satelliten
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Schallplatten (1966)
Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Durch Lizenz der SMAD wurde 1946 die „Lied der Zeit und Schallplatten-GmbH“ unter der Leitung von Ernst Busch gegründet. Sie durfte Sch. von Liedern herstellen. 1947 wurde diese Lizenz auf alle anderen Gebiete der Musik erweitert, doch blieb die Produktion bis 1957 wenig bemerkenswert. Erst nach der 1. Bitterfelder Konferenz wurde auf diesem Gebiet Initiative entwickelt. VEB „Deutsche Schallplatten“ in Ostberlin hat 2 Marken: ETERNA für klassische Musik, das zeitgenössische Schaffen, politische Lieder, Volksmusik und Wortaufnahmen und AMIGA für Tanz- und Unterhaltungsmusik. Ein Teil der Produktion mußte aus technischen Gründen in der BRD und in der CSSR hergestellt werden. Die Produktion der ETERNA soll vorwiegend der Propaganda zeitgenössischer Musik der SBZ dienen. Seit Aufnahme der Produktion (1953) wurden 45 Mill. Sch. hergestellt (in der BRD allein 1963 über 50 Mill.). 80 v. H. der für die Sch.-Herstellung aufgenommenen Tonbänder werden exportiert. Beim Kauf einer Sch. müssen 10 Pfennig als sogenannte Kulturabgabe entrichtet worden, die dazu dienen soll, ein „sozialistisches Kulturleben zu entfalten und zu fördern“. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 411 SBZ A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Scharfenstein, FritzSiehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Durch Lizenz der SMAD wurde 1946 die „Lied der Zeit und Schallplatten-GmbH“ unter der Leitung von Ernst Busch gegründet. Sie durfte Sch. von Liedern herstellen. 1947 wurde diese Lizenz auf alle anderen Gebiete der Musik erweitert, doch blieb die Produktion bis 1957 wenig bemerkenswert. Erst nach der 1. Bitterfelder Konferenz wurde auf diesem Gebiet Initiative entwickelt. VEB „Deutsche Schallplatten“ in Ostberlin hat 2 Marken: ETERNA…
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Schenkungssteuer (1966)
Siehe auch das Jahr 1969 Erbschaftsteuer. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 412 Scheckverfahren A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchichtfahrerSiehe auch das Jahr 1969 Erbschaftsteuer. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 412 Scheckverfahren A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schichtfahrer
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Schiffahrt (1966)
Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 <a) Binnenschiffahrt.> Nachdem die Sowjets 1945 etwa 2.500 moderne Lastkähne als Reparationsentnahme (Reparationen) beschlagnahmt hatten, blieb der sowjetzonalen Binnen-Sch. nur eine geringe Anzahl überalterter Schiffe mit einem Durchschnittsalter von etwa 45 Jahren. Etwa 40 v. H. der rd. 635.000 Tonnen Schiffsraum umfassenden Binnenflotte befinden sich noch im Besitz von etwa 450 privaten Schiffseignern. Der Einsatz des gesamten Schiffsparks wird staatlich gelenkt. Der VEB Deutsche Binnenreederei, Sitz Berlin, ist der Hauptfrachtführer für Wassertransporte innerhalb der SBZ. Die privaten Betriebe können selbständig keine Frachtverträge abschließen, sondern nur Unterverträge mit der Deutschen Binnenreederei. Weisunggebend ist die Hauptverwaltung Binnenschiffahrt und Wasserstraßen im Ministerium für Verkehrswesen. Durch langfristige Charterverträge wird versucht, einen „halbstaatlichen Sektor“ in der Binnenreederei zu schaffen. Bis Ende 1961 hatten jedoch nur etwa 15 v. H. der [S. 413]Schiffseigner ihre Unterschriften dazu gegeben. — Der Leistungsanteil der B. am Gütertransport ist gegenüber der Vorkriegszeit um vier Fünftel zurückgegangen. Wesentliche Ursachen für den Rückgang nach dem Kriege waren u. a. die nach der Spaltung Deutschlands ungünstige Lage der Wasserstraßen zu den Industriezentren und der fehlende Anschluß der Wasserstraßen an die Seehäfen (Häfen). Seit Ende 1962 sind Bemühungen im Gange, die B. durch den Ausbau der Wasserstraßen und die Einführung der modernen Schub-Sch. besser zu nutzen. Voraussetzung dafür sind eine kostspielige Begradigung der Wasserstraßen und die Konzentrierung des Güterumschlages auf wenige leistungsfähige Binnenhäfen. Bis 1970 sollen zwei Drittel aller B.-Transporte von der Schub-Sch. übernommen sein. <b) Seeschiffahrt.> Vor dem Kriege waren in den Seehäfen des heutigen Gebiets der SBZ etwa 55 Dampfer, 20 Motorschiffe und 80 Segelschiffe beheimatet mit einer Gesamttonnage von rd. 60.000 BRT. Durch Kriegsschäden und Reparationen ging die gesamte Hochseeflotte verloren. Ab Kriegsende bis 1949 wurden auf den Werften der Zone nur Schiffe für die SU repariert (Schiffbau). Ab 1950 begann der Ausbau der Werften und der Neubau von Schiffen. Bis Ende 1964 erhöhte sich der Bestand der Hochseeflotte, z. T. durch Ankauf von Alttonnage, auf rd. 688.000 tdw (tons deadweight, d.i. gesamte Tragfähigkeit), was etwa 550.000 BRT entsprochen dürfte. (Die BRD hatte Ende 1965 einen Schiffsbestand von 6,0 Mill. BRT.) Der Transportleistungsanteil der eigenen Hochseeflotte am gesamten Außenhandel der Zone über See betrug 1963 etwa ein Drittel. Die See-Sch. ist vollständig verstaatlicht. Ausführender Betrieb ist der VEB Deutsche Seereederei, Sitz Rostock. Für die Abfertigung in- u. ausländischer Schiffe in den Häfen der SBZ ist der VEB Deutsche Schiffsmaklerei (Sitz Rostock) zuständig. Weisunggebend ist die Hauptverwaltung Seeverkehr und Hafenwirtschaft des Ministeriums für Verkehrswesen. Wirtschaftliches Leitungsorgan ist die Direktion des Seeverkehrs und der Hafenwirtschaft in Rostock. Regelmäßiger Linienverkehr wird mit den Häfen des Nord- und Ostseeraumes unterhalten. Einige Schiffe verkehren auf der Levantelinie nach Indien, Ostafrika, Albanien, Griechenland und dem Schwarzen Meer. Gemeinschaftslinien mit anderen Sowjetblockländern sind eingerichtet nach der Sowjetunion, Finnland und Ägypten. In einigen Welthäfen hat die Deutsche Seereederei bereits eigene Agenturen. Die Geschwindigkeit vieler Schiffe der SBZ entspricht nicht dem Weltstand. Häufig scheitern die Vertragsabschlüsse mit ausländischen Schiffsmaklern daran. Der Anschluß an den Weltstand wird noch längere Jahre in Anspruch nehmen. Nach Angaben der SBZ-Behörden war bis Ende 1963 nur für zwei der Übersee-Dienste die Rentabilitätsgrenze erreicht worden. Den vorliegenden Plänen zufolge soll die Hochseeflotte der SBZ bis 1970 auf rd. 950.000 BRT ausgebaut, d.h. annähernd verdoppelt werden. Da die eigenen Werftkapazitäten dazu nicht ausreichen, ist der Ankauf von weiteren 30–35 Altschiffen im Ausland vorgesehen. Literaturangaben Seidel, Wolfgang: Verkehrswirtschaft und Verkehrspolitik in der sowjetischen Besatzungszone. (Mat.) 1953. 235 S. m. 72 Tab. u. 9 Schaubildern. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 412–413 Schießbefehl A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchiffbauSiehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 <a) Binnenschiffahrt.> Nachdem die Sowjets 1945 etwa 2.500 moderne Lastkähne als Reparationsentnahme (Reparationen) beschlagnahmt hatten, blieb der sowjetzonalen Binnen-Sch. nur eine geringe Anzahl überalterter Schiffe mit einem Durchschnittsalter von etwa 45 Jahren. Etwa 40 v. H. der rd. 635.000 Tonnen Schiffsraum umfassenden Binnenflotte befinden sich noch im Besitz von etwa 450 privaten Schiffseignern. Der…
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Schleusungsverbrechen (1966)
Abwerbung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 414 Schirmer, Wolfgang A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchlüssellistenAbwerbung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 414 Schirmer, Wolfgang A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schlüssellisten
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Schöffen (1966)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Ehrenamtliche Laienrichter, deren Stellung durch §§ 61–69 des sowjetzonalen GVG geregelt ist. Die Kammern für Straf-, Zivil-, Familien- und Arbeitsrechtssachen bei den Kreisgerichten, die für die erstinstanzlichen Sachen zuständigen Senate der Bezirksgerichte und der Senat für Arbeitsrechtssachen beim Bezirksgericht sind mit 1 Richter als Vorsitzenden und 2 Sch. besetzt. Der Senat für Arbeitsrechtssachen des OG entscheidet mit einem Oberrichter, einem weiteren Richter und 3 Sch. Den Berufungssenaten 1 der Bezirksgerichte und den sonstigen Senaten des Obersten Gerichts gehören keine Sch. an. In der Militärgerichtsbarkeit sind Militärschöffen tätig. Zu politisch oder wirtschaftspolitisch besonders wichtigen Verfahren können die Sch. ohne 1 Beachtung der ausgelösten Reihenfolge oder des nach § 68 GVG halbjährlich aufzustellenden Plans ausgesucht werden. Sch. sind auch in den Rechtsauskunftsstellen der Kreisgerichte tätig. Ferner wirken die Sch. nach § 41 StEG seit dem [S. 415]1. Febr. 1958 an der Strafrechtsprechung auch außerhalb der Hauptverhandlung mit, und zwar am Beschluß über die Eröffnung oder die Ablehnung der Eröffnung des Hauptverfahrens, an Beschlüssen über Bedingte Strafaussetzung und deren evtl. Widerruf, an Beschlüssen über Umwandlung von Geldstrafen in Freiheitsstrafen und darüber, ob eine Bedingte Verurteilung nach Ablauf der Bewährungsfrist als nicht erfolgt zu gelten hat. Die Sch. sollen an 12 aufeinanderfolgenden Tagen im Jahr an der Rechtsprechung des Gerichts teilnehmen. Berufliche oder materielle Nachteile dürfen einem Sch. durch Ausübung des Schöffenamtes nicht entstehen; Verdienstausfall wird entschädigt. Die Sch. werden für 4 Jahre gewählt; die Wahlen werden zusammen mit den Wahlen der Richter durchgeführt. Für das Sch.-Amt gelten nach § 45 GVG dieselben Voraussetzungen wie für das Richteramt: „Die Sch. müssen nach ihrer Persönlichkeit und Tätigkeit die Gewähr dafür bieten, daß sie ihre Funktion gemäß den Grundsätzen der Verfassung und den Gesetzen ausüben, sich für den Sozialismus einsetzen und der Arbeiter-und-Bauern-Macht treu ergeben sind.“ Gewählt werden kann jeder Bürger, der das Wahlrecht besitzt und das 25. Lebensjahr vollendet hat, mit Ausnahme von Richtern, Staatsanwälten, Mitarbeitern der Untersuchungsorgane und Rechtsanwälten. Die Anzahl der für jedes Kreis- und Bezirksgericht zu wählenden Sch. wird vom Minister der Justiz bestimmt, die Zahl der Arbeitsrechtsschöffen beim OG setzt der Präsident des OG fest. Auf einen Berufsrichter sollen 50–60 Sch. entfallen, so daß bei den Kreisgerichten etwa 45.000 Sch. zu wählen sind. Für die Bezirksgerichte wurden zuletzt im Jahre 1961 2.770 Sch. gewählt. Sch., die sich in ihrer Tätigkeit bewährt haben, sollen erneut als Kandidaten gewonnen werden, aber „mindestens ein Drittel der Kandidaten soll erstmalig kandidieren“ (§ 10, Abs. 2 der Wahlordnung vom 14. 7. 1965 — GBl. II, S. 559). Die Militärschöffen werden nur für 2 Jahre gewählt. Erweist ein Sch. sich als „ungeeignet“, so kann er auf Vorschlag des Direktors des Gerichts von der zuständigen Volksvertretung abberufen werden. Die Sch. sollen „Propagandisten der sozialistischen Gesetzlichkeit“ werden. Eine Sch.-Kartei soll Aufschluß über ihre Beteiligung an der Rechtsprechung, der Schulung und der politischen Massenarbeit geben. Die Sch. sollen u.a. „die Rechtsprechung enger mit der gesellschaftlichen Entwicklung verbinden, die gesellschaftliche Wirksamkeit der Rechtsprechung erhöhen und das sozialistische Staats- und Rechtsbewußtsein der Bürger und ihre Kenntnisse der Gesetze des Arbeiter-und-Bauern-Staates erweitern“ (§ 62 GVG). Darum sollen die Sch. auch „über gründliche Kenntnisse in den jeweiligen Hauptbereichen des gesellschaftlichen Lebens, besonders der Volkswirtschaft, im Bezirk und Kreis verfügen“ (Rechtspflegeerlaß des Staatsrates vom 4. 4. 1963 — GBl. I, S. 21). Alle Sch., die beruflich in demselben Betrieb tätig sind, werden in diesem Betrieb zu Sch.-Kollektivs zusammengefaßt. Zu den Aufgaben eines solchen Sch.-Kollektivs gehört u.a. „Mitwirkung bei der moralisch-politischen Erziehung eines Verurteilten (gesellschaftliche Erziehung), Beratung politischer und justizpolitischer Fragen, Organisierung von Justizaussprachen, Agitation unter den Kollegen zu wichtigen Schwerpunktfragen der Politik von Partei und Regierung über das sozialistische Recht“ („Neue Justiz“ 1959, S. 363). (Gerichtsverfassung, Rechtswesen) Literaturangaben Rosenthal, Walther, Richard Lange, und Arwed Blomeyer: Die Justiz in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. 4., überarb. Aufl. (BB) 1959. 206 S. Rosenthal, Walther: Die Justiz in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands — Aufgaben, Methoden und Aufbau. (BB) 1962. 175 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 414–415 Schöbel, Heinz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Scholz, ErnstSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Ehrenamtliche Laienrichter, deren Stellung durch §§ 61–69 des sowjetzonalen GVG geregelt ist. Die Kammern für Straf-, Zivil-, Familien- und Arbeitsrechtssachen bei den Kreisgerichten, die für die erstinstanzlichen Sachen zuständigen Senate der Bezirksgerichte und der Senat für Arbeitsrechtssachen beim Bezirksgericht sind mit 1 Richter als Vorsitzenden und 2 Sch. besetzt. Der Senat für Arbeitsrechtssachen des OG…
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Schönebeck (1966)
Siehe auch die Jahre 1956 1960 1962 1963 1965 1969 Stadt im sachsen-anhaltischen Bezirk Magdeburg, Kreisstadt an der Elbe, mit (1964) 44.302 Einwohnern (1950: 46.426). Moor- und Solbad in Sch.-Bad Salzeimen; bedeutende Industrie: [S. 416]Metallwaren, Fahrzeug- und Gerätebau, chemische Industrie, Zement, Salzbergbau, Saline. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 415–416 Schön, Otto A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schönebecker MethodeSiehe auch die Jahre 1956 1960 1962 1963 1965 1969 Stadt im sachsen-anhaltischen Bezirk Magdeburg, Kreisstadt an der Elbe, mit (1964) 44.302 Einwohnern (1950: 46.426). Moor- und Solbad in Sch.-Bad Salzeimen; bedeutende Industrie: [S. 416]Metallwaren, Fahrzeug- und Gerätebau, chemische Industrie, Zement, Salzbergbau, Saline. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 415–416 Schön, Otto A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N,…
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Schülerzeitungen (1966)
Siehe auch die Jahre 1963 1965 1969 1975 Presse. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 417 Schule A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchulungSiehe auch die Jahre 1963 1965 1969 1975 Presse. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 417 Schule A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schulung
DDR A-Z 1966
Schund- und Schmutzliteratur (1966)
Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Die Lenkung der gesamten literarischen Produktion (Verlagswesen) gibt dem SBZ-Regime die Handhaben, das Erscheinen von Schmutzliteratur im engeren Sinne zu verhindern; zur SuS. werden aber nicht nur minderwertige Kriminal- und Sexual[S. 418]schmöker, sondern auch Schriften gerechnet, die „den moralischen und politischen Anschauungen der Werktätigen widersprechen“; Erwachsene, die in diesem überaus dehnbaren Sinne die „sozialistische Bewußtseinsbildung“ der Jugend gefährden, sollen zur Verantwortung gezogen werden (VO zum Schutze der Jugend vom 15. 9. 1955). Nach dieser VO können sogar westdeutsche Tageszeitungen als SuS. behandelt werden, während kommunistische Hetzliteratur natürlich nicht als solche gilt. Versteht man unter Schundliteratur im weiteren Sinne künstlerisch wertlose (meist erzählerische) Schriften, die dem Leser ein verzerrtes Weltbild vermitteln, u. U. auch niedrige Triebe (z. B. Haß) in ihm wecken, so gehört ein nicht unbeträchtlicher Teil der von der SED geförderten Literatur in die Kategorie der SuS. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 417–418 Schumann, Horst A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schürer, GerhardSiehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Die Lenkung der gesamten literarischen Produktion (Verlagswesen) gibt dem SBZ-Regime die Handhaben, das Erscheinen von Schmutzliteratur im engeren Sinne zu verhindern; zur SuS. werden aber nicht nur minderwertige Kriminal- und Sexual[S. 418]schmöker, sondern auch Schriften gerechnet, die „den moralischen und politischen Anschauungen der Werktätigen widersprechen“; Erwachsene, die in diesem überaus dehnbaren Sinne die…
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Schwangerenberatung (1966)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Im Rahmen des Ausbaus der gesundheitlichen Vorbeugung (Gesundheitswesen) seit 1950 in allen Kreisen errichtete Dispensaires. unter fachärztlicher Leitung, mit Hebamme und Fürsorgerin besetzt. Die S. soll Schwangerschaftsschädigungen und vorzeitigen Beendigungen (Schwangerschaftsunterbrechung) entgegenwirken, die bei starker Arbeitsbelastung der Frauen und zu kurzen Schutzfristen (seit Sept. 63) 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Entbindung; Arbeitsschutz) häufig sind. Bis zum Ende der Lebensmittelrationierung mußten die Schwangeren zur Erlangung von Zulagen sich hier regelmäßig untersuchen lassen. Die S. hat sich eingebürgert: Jetzt treten 87 v. H. aller Schwangeren schon in den ersten 4 Schwangerschaftsmonaten in die Überwachung ein. — Bestand Anfang 1965: 235 Hauptstellen, 626 Neben-, 577 Außenstellen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 418 Schwab, Sepp A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schwangerschafts- und WochenhilfeSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Im Rahmen des Ausbaus der gesundheitlichen Vorbeugung (Gesundheitswesen) seit 1950 in allen Kreisen errichtete Dispensaires. unter fachärztlicher Leitung, mit Hebamme und Fürsorgerin besetzt. Die S. soll Schwangerschaftsschädigungen und vorzeitigen Beendigungen (Schwangerschaftsunterbrechung) entgegenwirken, die bei starker Arbeitsbelastung der Frauen und zu kurzen Schutzfristen (seit Sept. 63) 6 Wochen vor und 8…
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Schwarzmeer und Ostsee Allgemeine Versicherungs-AG (1966)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Die SuO. ist ein sowjet. Versicherungsunternehmen, dessen Aktien sich ausnahmslos im Besitz sowjet. staatlicher Organisationen, Banken, Transport- und Versicherungsunternehmen, insbesondere der GOSSTRACH, befinden. Sie hatte in der SBZ früher die Aufgabe, den SAG den erforderlichen Versicherungsschutz zu gewähren. Nach Übertragung der SAG auf deutsche Stellen beschränkte sie sich auf die Transportversicherung von Importen und Exporten, vor allem in fremden Valuten, und entzog so der Deutschen ➝Versicherungsanstalt wertvolle Transportversicherungen mit hohem Beitragsaufkommen. Die SuO. war ferner an der Versicherung der VEB beteiligt. Nach Gründung der Deutschen Auslands- und Rückversicherungs-AG. wurden die Geschäfte der SuO. auf diese übertragen. Literaturangaben Leutwein, Alfred: Die Sach- und Personenversicherung in der SBZ. 2., erg. Aufl. (BB) 1958, Teil I (Text) 158 S., Teil II (Anlagen) 192 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 419 Schwarze Pumpe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchwedtSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Die SuO. ist ein sowjet. Versicherungsunternehmen, dessen Aktien sich ausnahmslos im Besitz sowjet. staatlicher Organisationen, Banken, Transport- und Versicherungsunternehmen, insbesondere der GOSSTRACH, befinden. Sie hatte in der SBZ früher die Aufgabe, den SAG den erforderlichen Versicherungsschutz zu gewähren. Nach Übertragung der SAG auf deutsche Stellen beschränkte sie sich auf die Transportversicherung von…
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Sachversicherung (1966)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Alleiniger Versicherer ist die Deutsche ➝Versicherungsanstalt. Nur Transporte der Ex- und Importgüter und des Transitverkehrs werden auch bei der Deutschen Auslands- und Rückversicherungs-AG versichert. In der freiwilligen S. werden folgende Zweige betrieben: Automaten, Feuer, Einbruch, Diebstahl, Leitungswasserschäden, Hausrat, Glas, Sturmschaden, Transport, Musikinstrumente, Maschinen, Bauwesen, Reisegepäck, allgemeine Haftpflicht, Vermögensschadenhaftpflicht, Kraftfahrzeugkasko, Kraftfahrzeuggepäck, Fahrrad, Kredit, Betriebsunterbrechung, Hagel, Waldbrand, Tierleben, Schlachttier … In der „Haushaltsversicherung“ sind alle Risiken, die in einem Privathaushalt anfallen: Einbruch, Diebstahl von Hausrat und eines Fahrrades, Feuer, Leitungswasserschäden, Sturmschäden, Gepäck, allgemeine Haftpflicht für den Versicherungsnehmer und seine Angehörigen, gegen einen einheitlichen Beitrag abgedeckt. Literaturangaben Leutwein, Alfred: Die Sach- und Personenversicherung in der SBZ. 2., erg. Aufl. (BB) 1958, Teil I (Text) 158 S., Teil II (Anlagen) 192 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 410 Sachsen-Anhalt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SAGSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Alleiniger Versicherer ist die Deutsche ➝Versicherungsanstalt. Nur Transporte der Ex- und Importgüter und des Transitverkehrs werden auch bei der Deutschen Auslands- und Rückversicherungs-AG versichert. In der freiwilligen S. werden folgende Zweige betrieben: Automaten, Feuer, Einbruch, Diebstahl, Leitungswasserschäden, Hausrat, Glas, Sturmschaden, Transport, Musikinstrumente, Maschinen, Bauwesen,…
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Satelliten (1966)
Siehe auch das Jahr 1965 In Anlehnung an den ursprünglichen aus der Astronomie stammenden Wortsinn, demzufolge unter S. kleinere umkreisende Gestirntrabanten verstanden werden, die im Schwerefeld eines Zentralsterns ihre Bahn vorgeschrieben erhalten, im übertragenen westlichen Sprachbrauch die von Moskau abhängigen Volksdemokratien. Ihr Herrschafts- und Sozialgefüge entstand nach dem 2. Weltkrieg unter dem Schutz der Roten Armee. Wenn auch durch den internationalen Zentralismus der politischen Führung im bolschewistischen Block, die Verflechtung im Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe und im Warschauer Beistandspakt die Hegemonie Moskaus und der Führung der KPdSU nach wie vor außer Frage steht, haben doch im Zuge der Entwicklung seit 1953/56 nach Ansicht der führenden westlichen Experten (wie Brzezinski) alle Volksdemokratien mit einziger Ausnahme der SBZ erhebliche Elemente der Eigenständigkeit entwickelt, so daß man sie nicht mehr als S. bezeichnen sollte. Lediglich die SED-Führung unter Ulbricht ist nach wie vor auf Grund der Spaltung des deutschen Volkskörpers auf die Abstützung durch 20 Sowjetdivisionen — mehr als doppelt soviel wie in allen übrigen europäischen Volksdemokratien zusammen — angewiesen und damit ungleich stärker von der SU abhängig. (Polyzentrismus) Literaturangaben Brzezinski, Zbigniew K.: Der Sowjetblock — Einheit und Konflikt (a. d. Amerik.). Köln 1962, Kiepenheuer und Witsch. 581 S. Wannenmacher, Walther: Das Land der Schreibtischpyramiden — ein Nationalökonom erlebt den Osten als Schwerarbeiter (Tschechoslowakei 1945 bis 1955) 2. Aufl., Frankfurt a. M. 1956, Wolf-Rode. 280 S., 1 Taf. Richert, Ernst (m. e. Einl. von Martin Drath): Macht ohne Mandat — der Staatsapparat in der SBZ. 2., erw. Aufl. (Schr. d. Inst. f. polit. Wissenschaft, Berlin, Bd. 11). Köln 1963, Westdeutscher Verlag. 349 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 410 SAP A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SäuberungenSiehe auch das Jahr 1965 In Anlehnung an den ursprünglichen aus der Astronomie stammenden Wortsinn, demzufolge unter S. kleinere umkreisende Gestirntrabanten verstanden werden, die im Schwerefeld eines Zentralsterns ihre Bahn vorgeschrieben erhalten, im übertragenen westlichen Sprachbrauch die von Moskau abhängigen Volksdemokratien. Ihr Herrschafts- und Sozialgefüge entstand nach dem 2. Weltkrieg unter dem Schutz der Roten Armee. Wenn auch durch den internationalen Zentralismus der…
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Scharfenstein, Fritz (1966)
Siehe auch das Jahr 1969 * 1925, kaufm. Angest. 1945 in KPD, Sekr. des FDGB-Kreisvorst. Zwickau. Ab 1950 im Sekretariat des Landesvorst. Sachsen des FDGB. Studierte 1952–1956 Volkswirtschaft. Seit 1956 leitender Angest. beim Rat des Bezirkes Dresden. 1958–1962 stellv. Vors. des Bezirkswirtschaftsrates Dresden, dann dort stellv. Vors. der Bez.-Plankommission. Febr. 1963 bis Dez. 1965 Stellv. des Vors. der Staatlichen ➝Plankommission (f. Bereich Territ. Planung). Seit 22. 12. 1965 Minister für die Anleitung und Kontrolle der Bezirks- und Kreisräte. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 411 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/scharfenstein-fritz verwiesen. Schallplatten A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchauprozesseSiehe auch das Jahr 1969 * 1925, kaufm. Angest. 1945 in KPD, Sekr. des FDGB-Kreisvorst. Zwickau. Ab 1950 im Sekretariat des Landesvorst. Sachsen des FDGB. Studierte 1952–1956 Volkswirtschaft. Seit 1956 leitender Angest. beim Rat des Bezirkes Dresden. 1958–1962 stellv. Vors. des Bezirkswirtschaftsrates Dresden, dann dort stellv. Vors. der Bez.-Plankommission. Febr. 1963 bis Dez. 1965 Stellv. des Vors. der Staatlichen ➝Plankommission (f. Bereich Territ. Planung). Seit 22. 12. 1965 Minister…
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Schichtfahrer (1966)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Hilfstraktoristen oder „Freundschaftsfahrer“ in den MTS, die in Zeiten besonderer Arbeitsanhäufung die Ausnutzung der immer noch nicht ausreichenden einsatzfähigen Traktoren im Zwei- oder Dreischichtensystem ermöglichen sollen. Sie verloren mit zunehmender Eingliederung der Traktoristen in die LPG an Bedeutung. (Komplexe Mechanisierung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 412 Schenkungssteuer A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchiedskommissionSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Hilfstraktoristen oder „Freundschaftsfahrer“ in den MTS, die in Zeiten besonderer Arbeitsanhäufung die Ausnutzung der immer noch nicht ausreichenden einsatzfähigen Traktoren im Zwei- oder Dreischichtensystem ermöglichen sollen. Sie verloren mit zunehmender Eingliederung der Traktoristen in die LPG an Bedeutung. (Komplexe Mechanisierung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 412 …
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Schiffbau (1966)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 In der SBZ wurde seit 1948/49 an der Ostseeküste eine nicht unbeachtliche Werftindustrie für Seeschiffe entwickelt. Vor der Spaltung Deutschlands gab es im Gebiet der SBZ nur die Neptunwerft in Rostock, die bis zu 3.500 Beschäftigte hatte und Schiffe bis zu 8.000~t herstellte. Sie erlitt erhebliche Kriegs- und Demontageschäden. Nach dem Wiederaufbau beschäftigt sie jetzt 7.500 Personen und kann Schiffe bis zu 20.000 BRT bauen. Inzwischen sind vier weitere große Werften errichtet worden: in Warnemünde (etwa 9.000 Beschäftigte, für Schiffe bis 10.000 BRT), in Wismar (etwa 3.500 Beschäftigte, bis 8.500 BRT), in Stralsund (etwa 8.000 Beschäftigte, bis 3.000 BRT) und in Wolgast (etwa 3.500 Beschäftigte, bis 700 BRT). — Außerdem gibt es in der SBZ eine Anzahl kleinerer Binnenwerften. Insgesamt waren 1964 im Schiffbau rd. 38.000 Arbeiter und Angestellte beschäftigt. In den Jahren 1948 bis 1952 arbeiteten die Werften fast ausschließlich für die SU (Reparationen). Überwiegend wurden beschädigte sowjetische oder von den Sowjets erbeutete deutsche Schiffe repariert. Zusammen wurden Schiffe mit einer Tonnage von etwa 430.000 BRT repariert, darunter solche bis zu 25.000 BRT. — Ab 1950 begann die Umstellung der Werften auf den Bau neuer Schiffe. Insgesamt sind seit 1950 bis Ende 1964 1,9 Mill. BRT neuer Schiffsraum von Stapel gelaufen. — Zum Fertigungsprogramm der Werften gehörten Fischereifahrzeuge (von 40 bis 2.600 BRT), Frachtschiffe (von 150 bis 9.200 BRT), technische Fahrzeuge — das sind Eisbrecher, Schlepper, Hebeschiffe, Schwimmdocks usw. — (von 150 bis 7.200 BRT). Etwa 60 v. H. der Neubauproduktion wurde bisher exportiert. Zwei Drittel des Exports gingen — z. T. als Reparationsleistung — an die SU. Bis 1970 soll der Sch. bei gleichbleibender Arbeitskräftezahl die Produktion um jährlich 10–15 v. H. steigern. Das soll u.a durch die geplante Spezialisierung auf die[S. 414]sem Gebiet innerhalb der Länder des RGW erreicht werden. Durch größere Serien gleicher Schiffstypen soll nach und nach die Rentabilitätsgrenze in der Werftindustrie erreicht werden. 1963 lagen die Kosten im Sch. nach amtlichen Verlautbarungen um 20–30 v. H. über dem durchschnittlichen Weltstand. Die Werften sollen vergrößert werden. In Warnemünde und Wismar sollen in einigen Jahren Schiffe bis zu 14.000 bzw. 20.000 BRT auf Kiel gelegt werden können. Im Rahmen des gesamtdeutschen Sch. wird der Sch. der SBZ auch nach dem geplanten Ausbau nur einen bescheidenen Umfang haben. Die Neubauleistung der westdeutschen Werften betrug 1964 etwa das Vierfache der SBZ-Werften bei einer nur zweifach größeren Beschäftigtenzahl. Literaturangaben *: Der Schiffbau in der sowjetischen Besatzungszone. (Mat.) 1953. 31 S. m. 5 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 413–414 Schiffahrt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schirdewan, KarlSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 In der SBZ wurde seit 1948/49 an der Ostseeküste eine nicht unbeachtliche Werftindustrie für Seeschiffe entwickelt. Vor der Spaltung Deutschlands gab es im Gebiet der SBZ nur die Neptunwerft in Rostock, die bis zu 3.500 Beschäftigte hatte und Schiffe bis zu 8.000~t herstellte. Sie erlitt erhebliche Kriegs- und Demontageschäden. Nach dem Wiederaufbau beschäftigt sie jetzt 7.500 Personen und kann Schiffe bis zu 20.000…
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Schlüssellisten (1966)
Siehe auch: Schlüsselliste: 1962 Schlüssellisten: 1963 1965 Hilfsmittel der Planung. Es gibt zwei Arten von Sch.: 1. Eine Sch. für die Planung, Verteilung u. Abrechnung der Produktion, der Materialwirtschaft und des Außenhandels; 2. Eine Sch. zum Warenumsatz und Warenfonds. — Sch. sind Zahlenverzeichnisse, in denen die siebenstelligen Planpositionen den dazugehörigen Warennummern des Allgemeinen ➝Warenverzeichnisses zugeordnet sind. Die Sch. werden alljährlich neu aufgelegt, wobei Planpositionen geändert, neu geschaffen, zusammengelegt oder gestrichen werden. Solche Veränderungen wirken sich störend aus, besonders bei Betrieben mit einem umfangreichen Produktions- oder Materialsortiment. Die Veränderungen sind wegen der von Jahr zu Jahr wechselnden volkswirtschaftlichen Bedeutung der Planpositionen erforderlich. In der Sch. für 1965 sind die rd. 30.000 Positionen des Allgemeinen Warenverzeichnisses zu etwa 3.500 Planpositionen zusammengefaßt, da die Planung und Abrechnung von 30.000 Planpositionen praktisch unmöglich ist. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 414 Schleusungsverbrechen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schnitzler, Karl-Eduard vonSiehe auch: Schlüsselliste: 1962 Schlüssellisten: 1963 1965 Hilfsmittel der Planung. Es gibt zwei Arten von Sch.: 1. Eine Sch. für die Planung, Verteilung u. Abrechnung der Produktion, der Materialwirtschaft und des Außenhandels; 2. Eine Sch. zum Warenumsatz und Warenfonds. — Sch. sind Zahlenverzeichnisse, in denen die siebenstelligen Planpositionen den dazugehörigen Warennummern des Allgemeinen ➝Warenverzeichnisses zugeordnet sind. Die Sch. werden alljährlich neu aufgelegt,…
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Scholz, Ernst (1966)
Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 * 19. 7. 1913 in Berlin als Sohn eines Angestellten. Realgymnasium. 1932–1933 Studium an verschiedenen Hochschulen, danach Architekt in Berlin. 1934 Mitglied der illegalen KPD), später Emigration, Teilnehmer am spanischen Bürgerkrieg. Nach Rückkehr aus der Emigration Funktionär der SED und als Leiter der Abt. Wirtschaft des ZK der SED tätig. Wurde Mitgl. des Zentralvorstandes der IG Bau-Holz des FDGB. Wirkte dann, Dipl.-Ing. geworden, beruflich als Architekt. Mitte 1954 Betriebsdirektor der „volkseigenen“ Bau-Union Rostock. Bekam Mai 1955 den „Vaterländ. Verdienstorden“ in Bronze. Wirkte seit Febr. 1956 als Leiter bautechn. Abordnungen in Ägypten, dann als Sonderbeauftragter des Ministeriums für Außen- und Innerdeutschen Handel (MAI) für die arabischen Staaten. 1958 bis 1963 Minister für Bauwesen. Bei Gründung der Deutsch-Arabischen Gesellschaft der SBZ am 13. 10. 1958 wurde er ihr Präsident. Seit Dez. 1963 Bevollm. d. SBZ in Kairo. Literaturangaben SBZ-Biographie — Ein biographisches Nachschlagebuch über die SBZ Deutschlands (bearb. vom Untersuchungsausschuß Freiheitl. Juristen). 3., erw. Aufl. (BMG) 1965. 406 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 415 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/scholz-ernst verwiesen. Schöffen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Scholz, PaulSiehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 * 19. 7. 1913 in Berlin als Sohn eines Angestellten. Realgymnasium. 1932–1933 Studium an verschiedenen Hochschulen, danach Architekt in Berlin. 1934 Mitglied der illegalen KPD), später Emigration, Teilnehmer am spanischen Bürgerkrieg. Nach Rückkehr aus der Emigration Funktionär der SED und als Leiter der Abt. Wirtschaft des ZK der SED tätig. Wurde Mitgl. des Zentralvorstandes der IG Bau-Holz des FDGB. Wirkte dann, Dipl.-Ing. geworden, beruflich…
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Schönebecker Methode (1966)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Vor Übergabe der Technik zum „sozialistischen Prinzip“ erhobene Methode zur organisatorischen Verbesserung der MTS-Arbeit durch enge planerische Verbindung mit den Arbeiten in den LPG. Ein wichtiger Bestandteil der SM. ist die als „Fließmethode“ bezeichnete Geräte- und Maschinenkoppelung, um Leerläufe zu vermeiden und durch Leistungssteigerung die agrotechnischen Termine auszunutzen. Die SM. wurde durch Ulbricht auf dem „Kongreß junger Neuerer der Landwirtschaft“ in Schwerin Anfang 1955 zu einem Schlagwort erhoben: „Die Jugendbrigade ‚Manfred von Brauchitsch‘ der MTS Schönebeck Nord hat zum Republik-Wettbewerb aufgerufen. Ihre Vorschläge sind von einer so großen Bedeutung, daß, wenn dieser Wettbewerb richtig unterstützt wird, ein Umschwung in der Arbeit der MTS erreicht werden kann.“ (Komplexe Mechanisierung, Neuerer, Landwirtschaft) Literaturangaben Kramer, Matthias: Die Landwirtschaft in der sowjetischen Besatzungszone. 4. Aufl. (unter Mitarb. v. Gerhard Heyn und Konrad Merkel). (BB) 1957. Teil I (Text) 159 S., Teil II (Anlagen) 224 S. Merkel, Konrad, und Eduard Schuhans: Die Agrarwirtschaft in Mitteldeutschland — Sozialisierung und Produktionsergebnisse. (BB) 2., erw. Aufl. 1963. 200 S. m. 53 Tab. (Führt M. Kramers Schrift fort.) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 416 Schönebeck A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schriftstellerverband, DeutscherSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Vor Übergabe der Technik zum „sozialistischen Prinzip“ erhobene Methode zur organisatorischen Verbesserung der MTS-Arbeit durch enge planerische Verbindung mit den Arbeiten in den LPG. Ein wichtiger Bestandteil der SM. ist die als „Fließmethode“ bezeichnete Geräte- und Maschinenkoppelung, um Leerläufe zu vermeiden und durch Leistungssteigerung die agrotechnischen Termine auszunutzen. Die SM. wurde durch Ulbricht auf dem „Kongreß junger…
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Schulung (1966)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Die Sch. untergliedert sich in Internats- und Externats-Sch. Die wichtigsten Internatsschulen: Parteihochschule „Karl-Marx“ beim ZK der SED, Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED und über 50 weitere SED-Schulen; Deutsche ➝Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“ und 6 Verwaltungsschulen, Jugendhochschule der FDJ „Wilhelm Pieck“ und etwa 20 FDJ- und Pionierleiter-Schulen, FDGB-Hochschule „Fritz Heckert“ und die Zentralschulen der Industriegewerkschaften, ferner die Zentralschulen der übrigen Parteien und Massenorganisationen. Auf den Hochschulen beträgt die Lehrgangsdauer in der Regel 1 bis 3 Jahre, bei den übrigen Schulen 3 bis 12 Monate. Wichtigste Form der Externats-Sch.: Parteilehrjahr der SED. In Internatsschulen vor allem Vermittlung des Marxismus-Leninismus und der Geschichte der ➝KPdSU, der Geschichte der deutschen und der internationalen Arbeiterbewegung in kommun. Interpretation sowie Behandlung von aktuellen Problemen und der sich aus der SED-Politik für die einzelnen Organisationen ergebenden speziellen Aufgaben. Die Externats-Sch. erfolgt überwiegend in Zirkeln. In den Lehrplänen überwiegen Themen der aktuellen SED-Politik. Vermittlung des Stoffes an den Internatsschulen durch Lektionen. Selbststudium, Konsultationen, Seminare, Übungen. Sehr wenig Freizeit, sehr wenig Urlaub, Verbindung zur Außenwelt weitgehend unterbrochen. Wichtigstes Erziehungsmittel: Kritik und Selbstkritik. Die Internats-Sch. dient vor allem der Qualifizierung der Kader. Zur politischen Sch. muß auch das Gesellschaftswissenschaftliche ➝Grundstudium an den regulären Hochschulen gerechnet werden. Literaturangaben Schultz, Joachim: Der Funktionär in der Einheitspartei — Kaderpolitik und Bürokratisierung in der SED (Schr. d. Inst. f. polit. Wissenschaft, Berlin, Bd. 8). Stuttgart 1956, Ring-Verlag. 285 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 417 Schülerzeitungen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schulze, RudolphSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Die Sch. untergliedert sich in Internats- und Externats-Sch. Die wichtigsten Internatsschulen: Parteihochschule „Karl-Marx“ beim ZK der SED, Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED und über 50 weitere SED-Schulen; Deutsche ➝Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“ und 6 Verwaltungsschulen, Jugendhochschule der FDJ „Wilhelm Pieck“ und etwa 20 FDJ- und…
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Schürer, Gerhard (1966)
Siehe auch das Jahr 1969 * 1921, nach Lehrzeit Maschinenschlosser. 1948 in die SED, Funktionär, für Wirtschaftslagen eingesetzt. 1955–1962 in der Abt. Planung des ZK der SED: zunächst Sektorenleiter, dann Abt.-Leiter. 1962 stellv. Vors. der Staatlichen ➝Plankommission, März 1963 bis Dez. 1965 dort 1. stellv. Vors. und Minister. Seit Jan. 1963 Mitgl. des ZK. Seit 22. 12. 1965 Vors. der Staatl. Plankommission, Mitgl. des Präsidiums des Ministerrates. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 418 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/schuerer-gerhard-paul verwiesen. Schund- und Schmutzliteratur A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchutzstreifenSiehe auch das Jahr 1969 * 1921, nach Lehrzeit Maschinenschlosser. 1948 in die SED, Funktionär, für Wirtschaftslagen eingesetzt. 1955–1962 in der Abt. Planung des ZK der SED: zunächst Sektorenleiter, dann Abt.-Leiter. 1962 stellv. Vors. der Staatlichen ➝Plankommission, März 1963 bis Dez. 1965 dort 1. stellv. Vors. und Minister. Seit Jan. 1963 Mitgl. des ZK. Seit 22. 12. 1965 Vors. der Staatl. Plankommission, Mitgl. des Präsidiums des Ministerrates. Fundstelle: SBZ von A bis Z.…
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Schwangerschafts- und Wochenhilfe (1966)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Sämtliche Sozialversicherte mit Ausnahme der Selbständigen u. ihrer Angehörigen (Sozialversicherungs- und Versorgungswesen) erhalten bei Schwangerschaft und Geburt Pflege in einem Krankenhaus oder Entbindungsheim, Hebammenhilfe, ärztliche Betreuung sowie Arznei- und Heilmittel. Arbeiterinnen und Angestellte erhalten ferner für die Dauer des Schwangerschafts- und Wochenurlaubs (6 Wochen vor der Geburt und für 8 Wochen nach der Geburt) ein Schwangerschafts- bzw. Wochengeld in Höhe des durchschnittlichen Nettoverdienstes des letzten Kalenderjahres. Wegen der staatlichen Geldbeihilfe Mutterschutz. Stillende Mütter erhalten bis zu 6 Monaten eine staatliche Unterstützung von 10 DM Ost monatlich. (Schwangerenberatung, Gesundheitswesen) Literaturangaben Mampel, Siegfried: Das System der sozialen Leistungen in Mitteldeutschland und in Ost-Berlin (BB) 1961. Teil I (Text) 150 S., Teil II (Anlagen) 142 S. Mampel, Siegfried, und Karl Hauck: Sozialpolitik in Mitteldeutschland (Sozialpolitik in Deutschland, H. 48, hrsg. v. Bundesmin. f. Arbeit …). Stuttgart usw. 1961, Kohlhammer. 87 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 418 Schwangerenberatung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchwangerschaftsunterbrechungSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Sämtliche Sozialversicherte mit Ausnahme der Selbständigen u. ihrer Angehörigen (Sozialversicherungs- und Versorgungswesen) erhalten bei Schwangerschaft und Geburt Pflege in einem Krankenhaus oder Entbindungsheim, Hebammenhilfe, ärztliche Betreuung sowie Arznei- und Heilmittel. Arbeiterinnen und Angestellte erhalten ferner für die Dauer des Schwangerschafts- und Wochenurlaubs (6 Wochen vor der Geburt und für…
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Schwedt (1966)
Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1969 Brandenburgische Stadt im Bezirk Frankfurt (Oder), an der Oder mit (1964) 19.090 Einw. (1950: 6.506). Seit 17. 9. 1961 Stadtkreis. 1692–1788 Residenz der Markgrafen von Sch. Sch. ist als Endpunkt einer 4.000 km langen Rohölfernleitung aus der SU in Aussicht genommen. Dort ist auch die größte Erdölraffinerie mit einer Jahreskapazität (ab 1965) von 4,8 Mill.~t entstanden. (Kraftstofferzeugung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 419 Schwarzmeer und Ostsee Allgemeine Versicherungs-AG A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchwerinSiehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1969 Brandenburgische Stadt im Bezirk Frankfurt (Oder), an der Oder mit (1964) 19.090 Einw. (1950: 6.506). Seit 17. 9. 1961 Stadtkreis. 1692–1788 Residenz der Markgrafen von Sch. Sch. ist als Endpunkt einer 4.000 km langen Rohölfernleitung aus der SU in Aussicht genommen. Dort ist auch die größte Erdölraffinerie mit einer Jahreskapazität (ab 1965) von 4,8 Mill.~t entstanden. (Kraftstofferzeugung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete…
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SAG (1966)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1. Abk. für Sowjetische Aktiengesellschaften. 2. Seit Anfang 1966 eingeführte Abkürzung für überbetriebliche „Sozialistische Arbeitsgemeinschaften“, die identisch sind mit den Sozialistischen ➝Interessengemeinschaften. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 410 Sachversicherung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SAJSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1. Abk. für Sowjetische Aktiengesellschaften. 2. Seit Anfang 1966 eingeführte Abkürzung für überbetriebliche „Sozialistische Arbeitsgemeinschaften“, die identisch sind mit den Sozialistischen ➝Interessengemeinschaften. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 410 Sachversicherung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SAJ …
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Säuberungen (1966)
Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Seit Lenin 1921 erstmals für die KPdSU eine generelle Überprüfung der Mitgl. auf soziale und politische Herkunft, parteimäßiges Verhalten und Qualitäten anordnete, dienen die S. bzw. die sog. Parteiüberprüfungen als Weg zur Durchsetzung der jeweiligen Parteilinie gegen alle oppositionellen Mitgl. und Gruppen, zur hektischen Aktivierung der gesamten Mitgliedschaft und, durch die Bestrafung von „Sündenböcken“, als Mittel, um den Unfehlbarkeitsanspruch der bolschewistischen Partei krampfhaft aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig benutzen die Parteiführer S., um sich persönlicher Widersacher oder politischer Opponenten in der Führung zu entledigen. Eine besonders [S. 411]terroristische Variante erfuhren die S. in der SU nach der Ermordung des Leningrader Parteisekretärs Kirow am 1. 12. 1934. Von diesem Ereignis führte eine direkte Linie zu den Schauprozessen gegen ehemalige Partei-, Staats- und Armeeführer in der SU (KPdSU). Demgegenüber sind die S. in der SBZ unblutig verlaufen. Kriterien der S. in der SED waren vor allem die Einstellung der Parteimitgl. und Funktionäre zur SU und zum Titoismus, die Einstellung zu Walter Ulbricht und seinem Kurs sowie zu den Normen der „Partei neuen Typus“. Dies schließt die Ablehnung aller demokratischen Gedanken, des sogenannten Sozialdemokratismus, des Revisionismus, des Nationalkommunismus ein. Die erste S. in der SED wurde 1948/49 mit dem Ziel veranstaltet, „klassenfremde Elemente“ und „antibolschewistische Gruppierungen“ aus der Partei zu entfernen. Die erste große S. in der Parteiführung erfolgte im Sommer 1950 mit dem Ausschluß der Funktionäre Merker, Bauer, Goldhammer, Kreikemeyer, Ende und weiterer („Noel-H.-Field-Affäre“). Zwei Monate später beschloß das ZK eine Überprüfung aller Mitgl. in der Zeit vom 15. 1. bis 30. 6. 1951. Nach offiziellen Angaben sind im Verlauf dieser S. 150.696 Personen aus der SED ausgeschlossen worden. Im Laufe der nächsten zwei Jahre wurden u.a. folgende Funktionäre in speziellen und kollektiven S. abgesetzt, gerügt bzw. ausgeschlossen: Dahlem, Lohagen, Uschner, Lauter, Lena Fischer, Wilhelm Koenen. Nach dem Juni-Aufstand wurden, zum Teil unter der Beschuldigung der „Fraktionsmacherei“, Opfer von S.: Zaisser, Herrnstadt, Fechner, Jendretzky, Elli Schmidt, Weinberger und andere. Eine neue Säuberungswelle richtete sich nach dem Ungarn-Aufstand gegen Anhänger des Revisionismus (Wolfgang ➝Harich); im Zusammenhang mit dieser Aktion wurde im Okt. 1957 Paul ➝Wandel seiner Funktionen enthoben. Auf dem 35. Plenum des ZK im Febr. 1958 richtete sich eine S. gegen die „parteifeindliche Gruppe Schirdewan, Wollweber und andere“ (Ziller, Dritter Weg). Wegen Unterstützung dieser Gruppe wurde Oelßner aus dem Politbüro ausgeschlossen, nachdem vorher Wollweber und Schirdewan aller Funktionen entbunden worden waren. Auch Selbmann wurde scharf angegriffen. — Neben den bereits genannten Funktionären sind seit der Gründung der SED aus dem Zentralsekretariat bzw. Politbüro entfernt worden: Ackermann, Beling, Buchwitz, Gniffke, Karsten, Käthe Kern, Helm. Lehmann, Otto Meier, Steinhoff u.a. Prominenteste Opfer von S. im Staatsapparat sind: Dertinger, Hamann. S. haben auch in den übrigen SBZParteien und in den Massenorganisationen wiederholt stattgefunden. (Entstalinisierung, Rehabilitierungen) Literaturangaben Stern, Carola: Porträt einer bolschewistischen Partei — Entwicklung, Funktion und Situation der SED. Köln 1957, Verlag für Politik und Wirtschaft. 372 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 410–411 Satelliten A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SBZSiehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Seit Lenin 1921 erstmals für die KPdSU eine generelle Überprüfung der Mitgl. auf soziale und politische Herkunft, parteimäßiges Verhalten und Qualitäten anordnete, dienen die S. bzw. die sog. Parteiüberprüfungen als Weg zur Durchsetzung der jeweiligen Parteilinie gegen alle oppositionellen Mitgl. und Gruppen, zur hektischen Aktivierung der gesamten Mitgliedschaft und, durch die Bestrafung von „Sündenböcken“, als Mittel, um den…
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Schauprozesse (1966)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Sch., früher offiziell „Prozesse vor erweiterter Öffentlichkeit“ genannt, sind ein beliebtes Mittel der bolschewistischen Justiz, um abschreckende Wirkung auf die Bevölkerung auszuüben (Generalprävention). Aus der großen Zahl der mit dieser Zielsetzung in den Jahren 1949–1953 durchgeführten Sch. seien als Beispiele erwähnt: Der „Conti-Prozeß“ gegen Herwegen, Brundert u.a. in Dessau im April 1950, der Prozeß gegen Hermann Josef Flade in Olbernhau am 10. 1. 1951, der Prozeß gegen den Staatsanwalt Formann in Bautzen am 1. 9. 1951. Später wurde die Taktik in der Organisierung der Sch. verändert. An Stelle einer möglichst großen Zuhörerschaft wurden bestimmte Personengruppen zu einem Prozeß besonders eingeladen. Der Zutritt zu diesen Sch. ist meist nur gegen Eintrittskarten möglich (Öffentlichkeit der Gerichtsverhandlungen). Gericht und Verhandlungsraum sind durch die Volkspolizei abgesperrt. [S. 412]Der Verlauf eines Sch. ist meistens vorher genau abgesprochen. Oft konnte beobachtet werden, daß sich die Angeklagten in ihren Aussagen an vor der Hauptverhandlung niedergeschriebene Protokolle hielten. Von für die „Bewußtseinsbildung“ und Erziehung der Bevölkerung besonders geeignet erscheinenden Szenen werden Rundfunk- und Fernsehübertragungen gesendet und Wochenschau-Berichte hergestellt. Besondere Bedeutung hatten die Prozesse gegen 24 Studenten der Universität Jena vor dem BG Gera im Sept./Okt. 1958 (Gesamtstrafen: 110 Jahre Zuchthaus), der Prozeß gegen 5 Studenten der TU Dresden vor dem BG Dresden im April 1959 (Gesamtstrafen: 37½ Jahre Zuchthaus), der Prozeß gegen den ehemaligen Grenzpolizei-Oblt. Smolka vor dem BG Erfurt (Todesstrafe), die beiden Prozesse im Aug. 1961 vor dem Obersten Gericht gegen neun „Kopfjäger“ und „Menschenhändler“ (Gesamtstrafen: 78 Jahre Zuchthaus), die im Juli und September 1962 beendeten beiden Prozesse des Obersten Gerichts gegen je 5 Angeklagte, denen Terrorismus und versuchte „Grenzdurchbrüche“ vorgeworfen wurden (zwei lebenslängliche Zuchthausstrafen und 69 Jahre Zuchthaus) und der am 26. 2. 1964 beendete Prozeß des OG gegen den „Terroristen“ Herbert Kühn (lebenslängliche Zuchthausstrafe). (Rechtswesen) Literaturangaben Unrecht als System — Dokumente über planmäßige Rechtsverletzungen im sowjetischen Besatzungsgebiet. (BMG) 1952. 239 S. Unrecht als System, Bd. II — Dokumente über planmäßige Rechtsverletzungen im sowjetischen Besatzungsgebiet 1952 bis 1954. (BMG) 1955. 293 S. Eine englische, eine französische und eine spanische Ausgabe bringen die in Bd. I zusammengestellten Dokumente. Unrecht als System, Bd. III — Dokumente über planmäßige Rechtsverletzungen im sowjetischen Besatzungsgebiet 1954 bis 1958. (BMG) 1958. 284 S. Unrecht als System, Bd. IV … 1958 bis 1961 (BMG) 1962. 291 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 411–412 Scharfenstein, Fritz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ScheckverfahrenSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Sch., früher offiziell „Prozesse vor erweiterter Öffentlichkeit“ genannt, sind ein beliebtes Mittel der bolschewistischen Justiz, um abschreckende Wirkung auf die Bevölkerung auszuüben (Generalprävention). Aus der großen Zahl der mit dieser Zielsetzung in den Jahren 1949–1953 durchgeführten Sch. seien als Beispiele erwähnt: Der „Conti-Prozeß“ gegen Herwegen, Brundert u.a. in Dessau im April 1950, der…
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Schiedskommission (1966)
Siehe auch: Schiedskommission: 1965 1969 Schiedskommissionen: 1975 1979 In seinem Erlaß über die grundsätzlichen Aufgaben und die Arbeitsweise der Organe der Rechtspflege vom 4. 4. 1963 (GBl. I, S. 21) ordnete der Staatsrat an, daß als gesellschaftliche Gerichte in Gemeinden, Städten, LPG, PGH und privaten Betrieben Sch. gebildet werden können. Dasselbe bestimmte die Richtlinie des Staatsrates über die Bildung und Tätigkeit von Sch. vom 21. 8. 1964 (GBl. I, S. 115). Danach sind die Sch. „gewählte gesellschaftliche Organe der Rechtspflege und fester Bestandteil des einheitlichen Systems der sozialistischen Rechtspflege“. Als „Organe der Erziehung und Selbsterziehung der Bürger“ sollen sie durch ihre Tätigkeit „die freiwillige Einhaltung des sozialistischen Rechts, der Grundsätze der sozialistischen Moral und die Herausbildung neuer, sozialistischer Beziehungen im Zusammenleben der Bürger“ fördern. Ihre Bildung erfolgt schrittweise und soll bis Ende des Jahres 1966 abgeschlossen sein. Die Befugnisse der Sch. entsprechen denen der Konfliktkommissionen bei der Behandlung geringfügiger Straftaten und kleinerer zivilrechtlicher Streitigkeiten. Arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Streitigkeiten haben die Sch. im Unterschied zu den Konfliktkommissionen nicht zu behandeln. Während die Konfliktkommissionen neben der Behandlung straf-, zivil- und arbeitsrechtlicher Konflikte auch für die Behandlung aller Verstöße gegen die Gebote der sozialistischen ➝Moral zuständig sind, erstreckt sich die Zuständigkeit der Sch. auf diesem Gebiet zunächst nur auf 2 besondere Komplexe: „das Verhalten von Bürgern, die aus Arbeitsscheu keine gesellschaftlich nützliche Arbeit leisten“ und „das Verhalten von Bürgern, die als Erziehungspflichtige nicht dafür sorgen, daß ihre schulpflichtigen Kinder regelmäßig die Schule besuchen“. Die Mitglieder der Sch. werden in den Städten und Gemeinden durch die jeweilige örtliche Volksvertretung, in den Genossenschaften durch die Mitgliederversammlung und in den privaten Betrieben auf Vorschlag der Betriebsgewerkschaftsleitung in Betriebsversammlungen für die Dauer von 2 Jahren gewählt. Sie können, sofern sie das in sie gesetzte Vertrauen nicht rechtfertigen, von denselben Gremien abberufen werden. Bis zum 30. 9. 1965 waren 1.300 Sch. mit rd. 15.000 Mitgliedern gebildet („Neue Justiz“ 1965, S. 594). In der Praxis überwogen bisher bei Strafsachen die Beratungen wegen Beleidigungen und bei den Beratungen über kleinere Zivilrechtsstreitigkeiten Konflikte, die in der Haus- und Wohngemeinschaft entstehen. Die örtliche Zuständigkeit der Sch. richtet sich nach dem Wohnsitz oder Arbeitsplatz des „Rechtsverletzers“ oder Antragsgegners. Während bei Entscheidungen der Konfliktkommissionen über Moralverstöße dem Betroffenen ein Einspruchsrecht an die BGL oder AGL zusteht, entscheidet über Einsprüche gegen die Entscheidungen der Sch. das Kreisgericht. Wird dem Einspruch stattgegeben, so hat das Gericht die Sache zur erneuten und nunmehr endgültigen Entscheidung an die Sch. zurückzugeben. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 412 Schichtfahrer A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchießbefehlSiehe auch: Schiedskommission: 1965 1969 Schiedskommissionen: 1975 1979 In seinem Erlaß über die grundsätzlichen Aufgaben und die Arbeitsweise der Organe der Rechtspflege vom 4. 4. 1963 (GBl. I, S. 21) ordnete der Staatsrat an, daß als gesellschaftliche Gerichte in Gemeinden, Städten, LPG, PGH und privaten Betrieben Sch. gebildet werden können. Dasselbe bestimmte die Richtlinie des Staatsrates über die Bildung und Tätigkeit von Sch. vom 21. 8. 1964 (GBl. I, S. 115). Danach sind…
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Schirdewan, Karl (1966)
Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 * 14. 5. 1907 in Königsberg/Ostpr. als Sohn eines Arbeiters. 1923 KJVD, 1925 KPD, 1927/28 Sekretär des KJVD in Ostpreußen, seit 1931 Mitgl. des ZK des KJVD, ab 1934 wegen illegaler Arbeit Gefängnis und KZ. 1945 KPD, 1946 im SED-Parteivorstand mit der Überprüfung der Tätigkeit der SED-Mitgl. in der NS-Zeit beauftragt, im Febr. 1947 Leiter der Westkommission beim SED-Parteivorstand, im März 1952 als Nachfolger Lohagens 1. Sekretär der SED-Landesleitung Sachsen, im Okt. 1952 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Leipzig, im Dez. 1952 in das ZK der SED zurückberufen und als Sekretär mit dem Aufbau und der Kontrolle der Abt. „Leitende Organe der Partei und der Massenorganisationen“ beauftragt. Seit Juli 1953 außerdem Mitgl. des Politbüros. Am 6. 2. 1958 zusammen mit Wollweber wegen „Fraktionstätigkeit“ und Opposition gegen Ulbricht sämtlicher Parteifunktionen enthoben und mit einer „strengen Rüge“ bestraft. Vom 23. 7. 1952 bis 12. 3. 1958 Abg. der Volkskammer. Im März 1958 zum Leiter der Staatl. Archivverwaltung der SBZ in Potsdam ernannt. Sch. hat am 15. 4. 1959 Selbstkritik geübt und seine Abweichungen widerrufen. (Säuberungen, Revisionismus, Nationalkommunismus, Dritter Weg) Erneute heftige Anklagen gegen Sch. wurden nach Errichtung der Mauer auf dem 14. ZK-Plenum im Nov. 1961 erhoben. (Entstalinisierung) Im Herbst 1965 seines Postens in der Staatl. Archivverwaltung wegen angeblicher Unfähigkeit enthoben. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 414 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/schirdewan-karl verwiesen. Schiffbau A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schirmer, WolfgangSiehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 * 14. 5. 1907 in Königsberg/Ostpr. als Sohn eines Arbeiters. 1923 KJVD, 1925 KPD, 1927/28 Sekretär des KJVD in Ostpreußen, seit 1931 Mitgl. des ZK des KJVD, ab 1934 wegen illegaler Arbeit Gefängnis und KZ. 1945 KPD, 1946 im SED-Parteivorstand mit der Überprüfung der Tätigkeit der SED-Mitgl. in der NS-Zeit beauftragt, im Febr. 1947 Leiter der Westkommission beim SED-Parteivorstand, im März 1952 als Nachfolger Lohagens 1.…
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Schnitzler, Karl-Eduard von (1966)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 * 28. 4. 1918 in Berlin-Dahlem als Sohn des Geh. Legationsrats a.D. Julius Eduard von Sch., Abitur, ein Semester Medizinstudium, Inhaber einer Speditionsfirma. Im 2. Weltkrieg Zahlmeister, brit. Kriegsgefangenschaft, 1944 Mitarbeiter der Deutschlandabteilung der BBC, 1945 bevorzugt entlassen, Leiter der politischen Abteilung des NWDR Köln, 1947 in die SBZ übergesiedelt, 1948 Mitarbeiter des Berliner Rundfunks, SED, 1951 Besuch der Parteihochschule, 1952 Leiter der Kommentatorengruppe des Staatlichen Rundfunkkomitees, jetzt Chefkommentator des Deutschlandsenders und des Fernsehens der SBZ. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 414 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/schnitzler-karl-eduard-von verwiesen. Schlüssellisten A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schöbel, HeinzSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 * 28. 4. 1918 in Berlin-Dahlem als Sohn des Geh. Legationsrats a.D. Julius Eduard von Sch., Abitur, ein Semester Medizinstudium, Inhaber einer Speditionsfirma. Im 2. Weltkrieg Zahlmeister, brit. Kriegsgefangenschaft, 1944 Mitarbeiter der Deutschlandabteilung der BBC, 1945 bevorzugt entlassen, Leiter der politischen Abteilung des NWDR Köln, 1947 in die SBZ übergesiedelt, 1948 Mitarbeiter des Berliner Rundfunks, SED, 1951 Besuch der…
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Scholz, Paul (1966)
Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 * 2. 10. 1902 in Braunau/Schlesien als Sohn eines Bauern, Landarbeiter, später Fabrikarbeiter, 1923 KPD, in der NS-Zeit mehrfach in Haft. 1945 KPD, stellv. Chefredakteur der Wochenzeitung „Der freie Bauer“, im Auftrag der SED 1948 Mitbegründer der DBD, Hauptgeschäftsführer der Partei, seit Juli 1949 stellv. Parteivors., vom 15. 11. 1950 bis 23. 5. 1952 Minister für Land- und Forstwirtschaft, danach mit der Leitung der Koordinierungs- und Kontrollstelle für Land-, Forst- und Wasserwirtschaft beauftragt, stellv. Ministerpräsident, vom 25. 11. 1953 bis 17. 3. 1955 erneut Minister für Land- und Forstwirtschaft, weiterhin Stellv. des Vors. des Ministerrats und Mitgl. des Präsidiums des Ministerrats. Seit 24. 11. 1955 ist Sch. Vors. der Kommission für Fragen der Landwirtschaft beim Präsidium des Ministerrats und seit 16. 6. 1958 Vors. des Beirats für LPG beim Ministerrat. Seit 7. 10. 1949 Abg. der Volkskammer. Literaturangaben SBZ-Biographie — Ein biographisches Nachschlagebuch über die SBZ Deutschlands (bearb. vom Untersuchungsausschuß Freiheitl. Juristen). 3., erw. Aufl. (BMG) 1965. 406 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 415 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/scholz-paul verwiesen. Scholz, Ernst A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schön, OttoSiehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 * 2. 10. 1902 in Braunau/Schlesien als Sohn eines Bauern, Landarbeiter, später Fabrikarbeiter, 1923 KPD, in der NS-Zeit mehrfach in Haft. 1945 KPD, stellv. Chefredakteur der Wochenzeitung „Der freie Bauer“, im Auftrag der SED 1948 Mitbegründer der DBD, Hauptgeschäftsführer der Partei, seit Juli 1949 stellv. Parteivors., vom 15. 11. 1950 bis 23. 5. 1952 Minister für Land- und Forstwirtschaft, danach mit der Leitung der…
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Schriftstellerverband, Deutscher (1966)
Siehe auch: Deutscher Schriftstellerverband: 1969 1975 1979 Schriftstellerverband: 1969 Schriftstellerverband der DDR: 1975 1979 1985 Schriftstellerverband, Deutscher: 1959 1960 1962 1963 1965 Berufsverband, wie alle Verbände der „Kulturschaffenden“ von der SED kontrolliert; konzentriert sich seit der ersten Bitterfelder Konferenz des Mitteldeutschen Verlages im Frühjahr 1959, auf der seine Arbeit von Ulbricht kritisiert wurde, nach den dort beschlossenen Empfehlungen darauf, „die Bewegung des lesenden Arbeiters durch die des schreibenden ➝Arbeiters zu ergänzen“ und „Schriftsteller, die sich die Gestaltung von Problemen der sozialistischen Umwälzung in der DDR zum Thema nehmen, bevorzugt zu fördern“. Zu diesem Zweck betreut er in Arbeitsgemeinschaften junger Autoren „Nachwuchsschriftsteller“ und leitet Zirkel schreibender Arbeiter an. Im Dez. 1964 veranstaltete der DSchr. in Weimar ein „Internationales Colloquium“ über „Die Existenz zweier deutscher Staaten und die Lage der Literatur“, das aber weder in seiner Zusammensetzung noch in den Ergebnissen die Auftraggeber befriedigte. — Präsidentin: Anna ➝Seghers. Erster Sekretär: Prof. Dr. Hans Koch. Zeitschrift: „Neue Deutsche Literatur“ unter der Schriftleitung von Wolfgang Joho. (Literatur, Realismus) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 416 Schönebecker Methode A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchuleSiehe auch: Deutscher Schriftstellerverband: 1969 1975 1979 Schriftstellerverband: 1969 Schriftstellerverband der DDR: 1975 1979 1985 Schriftstellerverband, Deutscher: 1959 1960 1962 1963 1965 Berufsverband, wie alle Verbände der „Kulturschaffenden“ von der SED kontrolliert; konzentriert sich seit der ersten Bitterfelder Konferenz des Mitteldeutschen Verlages im Frühjahr 1959, auf der seine Arbeit von Ulbricht kritisiert wurde, nach den dort beschlossenen Empfehlungen…
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Schulze, Rudolph (1966)
Siehe auch das Jahr 1969 * 18. 11. 1918 in Chemnitz als Apothekersohn. Oberschulbesuch, doch fraglich, ob Abitur. War 1937 bis 1939 in Chemnitz, Drogistenlehre. 6~Jahre Wehr- und Felddienst. 1945 bis 1948 in sowjet. Kriegsgefangenschaft, Mitgl. der sowjethörigen Antifa. Ging 1948 in CDU, bald Funktionär. Seit 1948 Verw.-Angest. 1950 Bürgermeister von Schwarzenberg/Erzgeb. u. Kreisrat in Aue; auch Abg. des Sächs. Landtages und Sächs. Minister f. Handel u. Versorgung. Aus Ministeramt Okt. 1951 entlassen wegen „fahrlässiger“ Versorgungsgefährdung. 1952 bis 1955 stellv. Vors. des Rates des Bezirkes Leipzig. Seit 1952 im Hauptvorstand der CDU, seit 1954 in dessen Präsidium. 1955 bis 1958 Präs. der Industrie- und Handelskammer der SBZ. Danach Generaldirektor der „Intercontrol — Deutsche Warenabnahmegesellschaft“. Ab 1958 Mitgl. der Volkskammer. Seit Nov. 1963 Minister für Post- und Fernmeldewesen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 417 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/schulze-rudolph verwiesen. Schulung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schumann, HorstSiehe auch das Jahr 1969 * 18. 11. 1918 in Chemnitz als Apothekersohn. Oberschulbesuch, doch fraglich, ob Abitur. War 1937 bis 1939 in Chemnitz, Drogistenlehre. 6~Jahre Wehr- und Felddienst. 1945 bis 1948 in sowjet. Kriegsgefangenschaft, Mitgl. der sowjethörigen Antifa. Ging 1948 in CDU, bald Funktionär. Seit 1948 Verw.-Angest. 1950 Bürgermeister von Schwarzenberg/Erzgeb. u. Kreisrat in Aue; auch Abg. des Sächs. Landtages und Sächs. Minister f. Handel u. Versorgung. Aus Ministeramt Okt.…
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Schutzstreifen (1966)
Siehe auch die Jahre 1965 1969 1975 1979 Sperrgebiet. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 418 Schürer, Gerhard A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schwab, SeppSiehe auch die Jahre 1965 1969 1975 1979 Sperrgebiet. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 418 Schürer, Gerhard A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schwab, Sepp
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Schwangerschaftsunterbrechung (1966)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Auf Betreiben der SED wurde 1947/48 die S. aus „sozialer Indikation“ durch Ländergesetze eingeführt (nicht in Sachsen-Anhalt), 1950 jedoch nach sowjet. Muster jede S., die nicht durch Krankheit (auch Erbleiden) geboten ist, „im Interesse des Gesundheitsschutzes der Frau und der Förderung der Geburtenzunahme“ strikt verboten (§ 11 Ges. vom 27. 9. 1950, GBl. S. 1037). Die S. wie in der SU (1954) freizugeben, wurde vom Regime der SBZ abgelehnt, unter ausdrücklichem Hinweis auf die unbefriedigende Entwicklung der Bevölkerung. 1965 jedoch wurde durch verwaltungsinterne Instruktion die S. bei Schwangeren unterhalb 16 und oberhalb 40 Jahren wie auch für Frauen mit mehr als 4 Kindern praktisch freigegeben; sie ist allerdings antragsbedürftig und darf nur im Krankenhaus ausgeführt werden. (Gesundheitswesen, Schwangerenberatung) Literaturangaben Weiss, Wilhelm: Das Gesundheitswesen in der sowjetischen Besatzungszone. 3., erw., von Erwin Jahn völlig umgearb. Aufl. (BB) 1957. Teil I (Text) 98 S., Teil II (Anlagen) 189 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 418 Schwangerschafts- und Wochenhilfe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schwarze PumpeSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Auf Betreiben der SED wurde 1947/48 die S. aus „sozialer Indikation“ durch Ländergesetze eingeführt (nicht in Sachsen-Anhalt), 1950 jedoch nach sowjet. Muster jede S., die nicht durch Krankheit (auch Erbleiden) geboten ist, „im Interesse des Gesundheitsschutzes der Frau und der Förderung der Geburtenzunahme“ strikt verboten (§ 11 Ges. vom 27. 9. 1950, GBl. S. 1037). Die S. wie in der SU (1954) freizugeben, wurde vom Regime der SBZ…
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Schwerin (1966)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1. Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der verfassungswidrigen Verwaltungsneugliederung aus dem Südwestteil von Mecklenburg sowie brandenburgischen Gebietsteilen; 8.671 qkm, (1964) 593.722 Einwohner (1950: 691.086). 1~Stadtkreis: Schwerin; 10 Landkreise: Bützow, Gadebusch, Güstrow, Hagenow, Ludwigslust, Lübz, Parchim, Perleberg, Schwerin, Sternberg, Vors. des Rates des Bezirkes: Michael Grieb (SED). 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung: Bernhard ➝Quandt. Sch. ist ein vorwiegend landwirtschaftlich orientierter Bezirk. Die Industrie beschränkt sich auf die Weiterverarbeitung von Agrarerzeugnissen, doch hat immerhin der Schiffbau, in weitem Abstand hinter Rostock, eine gewisse Bedeutung. 2. Stadtkreis im mecklenburgischen Bezirk Sch., Bezirksstadt, Kreisstadt am Schweriner See, mit (1964) 91.210 Einwohnern (1950: 93.576) zweitgrößte Stadt Mecklenburgs; ehem. Residenz der Großherzöge von Mecklenburg-Schw., bis 1952 Landeshauptstadt: Schloß (19. Jh.) mit Schloßkirche des alten Schlosses (16. Jh.), hochgotischer Dom (12./15. Jh.); Maschinenbau („ABUS Stahlbau“), Bekleidungs-, Holz- und Nahrungsmittelindustrie; Reichsbahndirektion; Mecklenburgische Landesbibliothek, Sender („Radio DDR“), Mecklenburgisches Staatstheater, Staatl. Sinfonie-Orchester, Museum für Ur- und Frühgeschichte; Sitz des Landesbischofs der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs. Literaturangaben Böhmer, Karl Hermann: Deutschland hinter dem Eisernen Vorhang — Sowjetische Besatzungszone (neubearb. v. Eugen Stamm). Essen 1962, Tellus-Verlag. 64 S. m. zahlr. Abb. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 419 Schwedt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchwerindustrieSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1. Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der verfassungswidrigen Verwaltungsneugliederung aus dem Südwestteil von Mecklenburg sowie brandenburgischen Gebietsteilen; 8.671 qkm, (1964) 593.722 Einwohner (1950: 691.086). 1~Stadtkreis: Schwerin; 10 Landkreise: Bützow, Gadebusch, Güstrow, Hagenow, Ludwigslust, Lübz, Parchim, Perleberg, Schwerin, Sternberg, Vors. des Rates des Bezirkes: Michael Grieb (SED). 1. Sekretär…
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SAJ (1966)
Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 Sozialistische Arbeiterjugend. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 410 SAG A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SAPSiehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 Sozialistische Arbeiterjugend. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 410 SAG A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SAP
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SBZ (1966)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Abk. für Sowjetische Besatzungszone. Teil Deutschlands, der auf Grund der Vereinbarungen unter den Alliierten nach der Kapitulation von sowjetischen Truppen besetzt wurde. Das Gebiet der SBZ ist nicht identisch mit dem durch die Sowjets militärisch eroberten Gebiet. Ein großer Teil des von den Engländern und Amerikanern eroberten Raumes wurde im Sommer 1945 der SU abgetreten (s. Grafik S. 102). Der sowjetische Sektor von Berlin gehört nicht rechtlich, wohl aber verwaltungsmäßig zur SBZ und wird als Hauptstadt der „DDR“ beansprucht (vgl. hierzu die Karten). Die vielgebrauchte Bezeichnung „Ostzone“ für die SBZ ist irreführend. Die SBZ ist die „Mittelzone“, da sie mitten zwischen der Bundesrepublik und den zur Zeit von Polen und der SU verwalteten Ostgebieten liegt. (Verfassung, Spaltung und Wiedervereinigung Deutschlands, Bevölkerung, Mitteldeutschland) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 411 Säuberungen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchallplattenSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Abk. für Sowjetische Besatzungszone. Teil Deutschlands, der auf Grund der Vereinbarungen unter den Alliierten nach der Kapitulation von sowjetischen Truppen besetzt wurde. Das Gebiet der SBZ ist nicht identisch mit dem durch die Sowjets militärisch eroberten Gebiet. Ein großer Teil des von den Engländern und Amerikanern eroberten Raumes wurde im Sommer 1945 der SU abgetreten (s. Grafik S. 102). Der…
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Scheckverfahren (1966)
Siehe auch die Jahre 1969 1975 1979 1985 Ein Verrechnungsverfahren, dem seit 1. 1. 1965 besondere Bedeutung zukommt (AO vom 3. 9. 1964 — GBl. II 1964, S. 768). Warenlieferungen können mit Scheck bezahlt werden, wenn die Vertragspartner das Sch. vereinbart haben. Der Scheck muß innerhalb von 8 Tagen zur Verrechnung eingezahlt werden. Im Falle des ungedeckten Schecks wird der Aussteller durch seine Bank vom Scheckverfahren zeitweilig ausgeschlossen. (Überweisungsverfahren) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 412 Schauprozesse A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchenkungssteuerSiehe auch die Jahre 1969 1975 1979 1985 Ein Verrechnungsverfahren, dem seit 1. 1. 1965 besondere Bedeutung zukommt (AO vom 3. 9. 1964 — GBl. II 1964, S. 768). Warenlieferungen können mit Scheck bezahlt werden, wenn die Vertragspartner das Sch. vereinbart haben. Der Scheck muß innerhalb von 8 Tagen zur Verrechnung eingezahlt werden. Im Falle des ungedeckten Schecks wird der Aussteller durch seine Bank vom Scheckverfahren zeitweilig ausgeschlossen. (Überweisungsverfahren) Fundstelle:…
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Schießbefehl (1966)
Siehe auch die Jahre 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Mauer. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 412 Schiedskommission A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchiffahrtSiehe auch die Jahre 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Mauer. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 412 Schiedskommission A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schiffahrt
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Schirmer, Wolfgang (1966)
Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 * 3. 3. 1920 in Berlin, Volksschule, Gymnasium, Studium der Chemie, Promotion. Außerordentl. Prof. Nach vorübergehender Leitung des Stickstoffwerkes Piesteritz von 1953 bis Dez.~1962 Direktor der Leuna-Werke „Walter Ulbricht“, seitdem stellv. Dir. des Instituts für physikal. Chemie der Deutschen ➝Akademie der Wissenschaften und stellv. Vors. des Deutschen ➝Forschungsrates. Seit 1954 Kandidat des ZK der SED. Zeitweise Prof. mit Lehrauftrag für Physikalische Chemie an der Techn. Hochschule f. Chemie in Leuna-Merseburg. Seit Juni 1963 1. Vors. d. Ständigen Kommission f. chemische Industrie beim RGW. Seit 1. 2. 1963 Professor mit Lehrstuhl f. Technologie an der Humboldt-Universität in Ostberlin. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 414 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/schirmer-wolfgang verwiesen. Schirdewan, Karl A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchleusungsverbrechenSiehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 * 3. 3. 1920 in Berlin, Volksschule, Gymnasium, Studium der Chemie, Promotion. Außerordentl. Prof. Nach vorübergehender Leitung des Stickstoffwerkes Piesteritz von 1953 bis Dez.~1962 Direktor der Leuna-Werke „Walter Ulbricht“, seitdem stellv. Dir. des Instituts für physikal. Chemie der Deutschen ➝Akademie der Wissenschaften und stellv. Vors. des Deutschen ➝Forschungsrates. Seit 1954 Kandidat des ZK der SED. Zeitweise Prof. mit Lehrauftrag für…
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Schöbel, Heinz (1966)
Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 * 14. 10. 1913 in Leipzig. Verlagsbuchhändler. Seit 1933 Funktionär des Arbeiter-Turn- u. Sportbundes. Soldat im 2. Weltkrieg. Nach 1945 KPD- SED. 1948 Leiter des Fachbuchverlages Leipzig. Lizenzträger des Paul-List-Verlages. 1953–1958 Präs. der Sektion Fußball. Seit 1955 Präs. des Nationalen Olympischen Komitees der SBZ. Seit 1961 Dr. h. c. der Dt. Hochschule für Körperkultur und Sport. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 414 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/schoebel-heinz verwiesen. Schnitzler, Karl-Eduard von A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchöffenSiehe auch die Jahre 1962 1963 1965 * 14. 10. 1913 in Leipzig. Verlagsbuchhändler. Seit 1933 Funktionär des Arbeiter-Turn- u. Sportbundes. Soldat im 2. Weltkrieg. Nach 1945 KPD- SED. 1948 Leiter des Fachbuchverlages Leipzig. Lizenzträger des Paul-List-Verlages. 1953–1958 Präs. der Sektion Fußball. Seit 1955 Präs. des Nationalen Olympischen Komitees der SBZ. Seit 1961 Dr. h. c. der Dt. Hochschule für Körperkultur und Sport. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und…
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Schön, Otto (1966)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 * 9. 8. 1905 in Königsberg/Pr. als Sohn eines Arbeiters, Volksschule, Realschule, Bankangestellter. 1925 KPD, 1928 bis 1933 Funktionär der KPD und der Roten Hilfe. 1933 bis 1936 Gefängnis, danach als Elektroschweißer tätig. 1945 erneut KPD-Funktionär in Leipzig, 1947 Migl. der SED-Landesleitung Sachsen, ab 1949 2. Sekretär der SED-Landesleitung Sachsen. 1950 bis 1953 Mitgl. des Sekretariats des ZK der SED, seither Leiter des Büros des Politbüros und des Sekretariats des ZK. Enger Mitarbeiter Ulbrichts. Seit 1950 Mitgl. des ZK der SED, seit 1958 Abg. der Volkskammer. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 415 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/schoen-otto verwiesen. Scholz, Paul A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchönebeckSiehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 * 9. 8. 1905 in Königsberg/Pr. als Sohn eines Arbeiters, Volksschule, Realschule, Bankangestellter. 1925 KPD, 1928 bis 1933 Funktionär der KPD und der Roten Hilfe. 1933 bis 1936 Gefängnis, danach als Elektroschweißer tätig. 1945 erneut KPD-Funktionär in Leipzig, 1947 Migl. der SED-Landesleitung Sachsen, ab 1949 2. Sekretär der SED-Landesleitung Sachsen. 1950 bis 1953 Mitgl. des Sekretariats des ZK der SED, seither Leiter…
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Schule (1966)
Siehe auch: Schule: 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Schulen: 1953 1954 Das „Gesetz zur Demokratisierung der deutschen Schule“ (1946) bildete bis 1959 die gesetzliche Grundlage der Organisation des Schulwesens (Einheitsschule). An seine Stelle trat das „Gesetz über die sozialistische Entwicklung des Schulwesens in der DDR“ (Schulgesetz) vom 2. Dez. 1959, das mit der Verkündung des „Gesetzes über das einheitliche sozialistische Bildungssystem“ (Bildungsgesetz) vom 25. Febr. 1965 außer Kraft gesetzt wurde. Mit dem Gesetz von 1946 wurde ein Einheitsschulsystem geschaffen, dessen erste Stufe der (nicht obligatorische) Kindergarten bildete. Auf die 8klassige Grundschule (mit obligatorischem Fremdsprachenunterricht in Russisch vom 5. Schuljahr an), die von allen Kindern vom 6. bis 14. Lebensjahr besucht wurde, baute die 2- klassige Mittelschule und die zum Abitur führende 4klassige Oberschule auf. Die Privat-Sch. wurden aufgelöst. Schrittweise erfolgte der Abbau der einklassigen Land-Sch., der 1960 abgeschlossen war. An ihre Stelle traten Zentralschulen, in denen die Schüler der Stufen 5 bis 8 aus mehreren benachbarten Orten zusammengefaßt und in Einstufenklassen unterrichtet wurden. Mit der Gründung der „DDR“ und dem Beschluß über die Durchführung des ersten „Fünfjahrplanes zur Entwicklung der Volkswirtschaft der DDR“ (1950) begann die zweite Phase des sowjetzonalen Schulwesens: der Aufbau der „sozialistischen Schule“, die aufs engste mit der „sozialistischen Produktion“ verbunden und die Grundlage für die berufliche Tätigkeit sowie für alle weiterführenden Bildungseinrichtungen sein sollte. Dieser neue Schultyp erhielt im §~1 des Schulgesetzes die Bezeichnung „Zehnklassige allgemeinbildende polytechnische Oberschule“ (Ober-Sch.). Aus der ehemaligen Ober-Sch. wurde die aus 4 Klassen bestehende „Zwölfklassige allgemeinbildende polytechnische Oberschule“ (erweiterte Ober-Sch.). Wesentlichster Bestandteil des Unterrichts in allen Schuljahren ist die polytechnische Bildung. Im Mittelpunkt des polytechnischen Unterrichts steht der Unterrichtstag in der Sozialistischen Produktion (vom 7. Schuljahr an). Die Ober-Sch. gliederte sich bisher in eine Unterstufe (Klassen 1–4) und eine Oberstufe Klassen 5–10); nach § 13 des Bildungsgesetzes ist eine Unterteilung in Unterstufe (Kl. 1–3), Mittelstufe (Kl.~4–6) und Oberstufe (Kl. 7–10) vorgesehen. Die zweite Fremdsprache (in der Regel Englisch), bisher fakultativ ab 7. Kl., soll in Zukunft obligatorisch gelehrt werden. Ab Sept. 1964 wurde die Stundenzahl im Schulgartenunterricht der 1.–4. Kl. heraufgesetzt. Im Werkunterricht der Kl.~1–6 sollen bereits elementare Kenntnisse über wichtige Produktionsprozesse in Industrie und Landwirtschaft vermittelt werden. Im Werkunterricht der 4.–6. Kl. haben die Sch.-Arbeitsaufträge von Betrieben und Genossenschaften durchzuführen. In der 9. Kl. beginnt die berufliche Grundausbildung. Besondere Aufmerksamkeit wird der Tageserziehung (Tagesschule) geschenkt sowie dem Auf- und Ausbau von Spezialschulen und Spezialklassen. Die erweiterte Ober-Sch. baut auf die 8. Klasse der Ober-Sch. auf und umfaßt 4 Schuljahre. Sie gliedert sich in einen neusprachlichen (A-Klassen), mathematischnaturwissenschaftlichen (B-Klassen) und altsprachlichen (C-Klassen) Zweig. Die B-Klassen werden z. Z. von 70 v. H. der Schüler der erweiterten Ober-Sch. besucht. Nach mehrjähriger Versuchsarbeit an 75 erweiterten Ober-Sch., die mit dem Abitur einen Facharbeiterbrief vermittelten, wurde im Schuljahr 1962/63 die volle Berufsausbildung eingeführt, für die ein voller Ausbildungstag je Woche und während des Schuljahres Praktika angesetzt sind, in denen die Schüler „produktionswirksam“ eingesetzt werden. Das Bildungsgesetz bringt für die erweiterte Ober-Sch. einschneidende Veränderungen. Sie wird nur noch aus der 11. u. 12. Klasse bestehen. Die bisherige Aufteilung in den mathematisch-naturwiss., neu- u. altsprachl. Zweig ist noch umstritten, da sie angeblich den neuen Anforderungen nicht mehr entspricht. Es ist daran gedacht, entsprechend den Erfordernissen des Hochschulstudiums [S. 417]nach Gruppen verwandter Fachrichtungen zu differenzieren. Ab 1. Jan. 1965 erhalten die Schüler der 10klassigen Ober-Sch., die eine berufliche Grundausbildung, und Schüler der erweiterten Ober-Sch. bzw. Spezial-Sch. techn. Richtungen, die eine volle Berufsausbildung absolvieren, vom jeweiligen Betrieb ein monatliches Entgelt, das für Oberschüler der 9. Kl. 40, der 10. Kl. 50, der 11. Kl. 60 und der 12. Kl. 70 DM Ost beträgt. Gleichzeitig wird Versicherungsschutz gewährt. In den Sonder-Sch. beginnen Unterrichtstag und Einführung in die Sozialistische Produktion mit der 8. Klasse. Die Berufsausbildung (Berufsschulen) knüpft an den polytechn. und berufsvorbereitenden Unterricht der Ober-Sch. an und hat die Aufgabe, die Schüler und Lehrlinge zu „sozialistischen Facharbeitern“ zu erziehen bzw. ihnen eine Ausbildung zu vermitteln, die sie befähigt, eine ihrem Beruf entsprechende Fachschule zu besuchen. Der allgemeinbildende Unterricht wird als wesentlicher Bestandteil der berufl. Ausbildung angesehen und hat für die Lehrlinge, die nach Abschluß der 8. Kl. der Ober-Sch. die Berufsausbildung aufnehmen, die Aufgabe, ihnen das Niveau der 9. und 10. Klasse zu vermitteln. Seit dem 1. Sept. 1965 gibt es Berufsschulklassen mit Abitur. Die Stundentafel, die weitgehend der des mathemat.-naturwiss. (B) Zweiges der erweiterten Ober-Sch. angepaßt ist, sieht noch eine dreijährige Ausbildungszeit vor, die jedoch auf zwei Jahre verkürzt werden soll. Die Erwachsenenqualifizierung (Erwachsenenbildung), auch „Qualifizierung der Werktätigen“ (Qualifizierung) genannt, wird als eine der „größten volkswirtschaftlichen Reserven zur Steigerung der Arbeitsproduktivität“ angesehen. Es bestehen folgende Qualifizierungseinrichtungen: Betriebsakademien, Dorfakademien und Volkshochschulen. (Erziehungs- und Bildungswesen) Zahlenangaben: Schüler an allgemeinbildenden Sch. der Klassen I–X im Jahre 1964: 2.247.557 in 8.285 Sch.; 81.097 Schüler in 303 erweiterten Ober-Sch.; 67.018 in 567 Sonder-Sch. An den allgemeinbildenden polytechnischen Ober-Sch. (einschl. Ober-Sch. und Sonder-Sch.) unterrichteten 118.005 vollbeschäftigte Lehrkräfte. In den letzten Jahren wurden rund 20.000 Schüler pro Jahr den erweiterten Ober-Sch. zugeführt, im Schuljahr 1964/65 waren es 23.700. Teilnehmer an den Reifeprüfungen der erweiterten Ober-Sch.: 1962: 20.378; 1963: 16.917; 1964: 15.677. Literaturangaben Lange, Max Gustav: Totalitäre Erziehung — Das Erziehungssystem der Sowjetzone Deutschlands. Mit einer Einl. v. A. R. L. Gurland (Schr. d. Inst. f. pol. Wissenschaft, Berlin, Bd. 3). Frankfurt a. M. 1954, Verlag Frankfurter Hefte. 432 S. Lücke, Peter R.: Das Schulbuch in der Sowjetzone — Lehrbücher im Dienst totalitärer Propaganda. 11., veränd. u. erw. Aufl. (BMG) 1966. 143 S. Lücke, Peter R.: Lehrbücher der Erdkunde in der Sowjetzone. 2. Aufl. (BMG) 1963. 48 S. m. Abb. Mieskes, Hans: Pädagogik des Fortschritts? — Das System der sowjetzonalen Pädagogik. München 1960, Juventa-Verlag. 312 S. Möbus, Gerhard: Klassenkampf im Kindergarten — Das Kindesalter in der Sicht der kommunistischen Pädagogik. Berlin 1956, Morus-Verlag. 110 S. Möbus, Gerhard: Erziehung zum Haß — Schule und Unterricht im sowjetisch besetzten Deutschland. Berlin 1956, Morus-Verlag. 111 S. Möbus, Gerhard: Kommunistische Jugendarbeit — zur Psychologie und Pädagogik der kommunistischen Erziehung im sowjetisch besetzten Deutschland. Berlin 1957, Morus-Verlag. 124 S. Möbus, Gerhard: Psychagogie und Pädagogik des Kommunismus. Köln 1959, Westdeutscher Verlag. 184 S. Möbus, Gerhard: Unterwerfung durch Erziehung — Zur politischen Pädagogik im sowjetisch besetzten Deutschland. Mainz 1965, von Hase und Koehler. 434 S. Neumann, Günter: Das Berufsschulwesen in Mitteldeutschland. Köln-Deutz 1960, Bund-Verlag. 82 S. m. 2 Abb. *: Die Pionier-Organisation „Ernst Thälmann“ in der Sowjetzone. (FB) 1959. 15 S. Roggenkamp, Josef Gerhard: Die sowjetische Erziehung … in Dokumenten. Düsseldorf 1961, Patmos-Verlag. 184 S. Rothmund, Alfons: Der englische und französische Unterricht in den Schulen der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands … in Lehrplan und Lehrbuch. (BB) 1965. 145 S. Säuberlich, Erwin: Vom Humanismus zum demokratischen Patriotismus. — Schule und Jugenderziehung in der sowjetischen Besatzungszone (Rote Weißbücher 13). Köln 1954, Kiepenheuer und Witsch. 170 S. Schlette, Heinz Robert: „Sowjet-Humanismus“ — Prämissen und Maximen kommunistischer Pädagogik. München 1960, Kösel. 136 S. Schröter, Gerhard: Jugendliche Flüchtlinge aus der SBZ. München 1958, Infratest-Verlag. 70 S. *: Das Schulwesen in der Sowjetzone. 6., erw. Aufl. (FB) 1960. 35 S. quer. Stemmler-Morgenroth, Carla: Jugend im kommunistischen Staat (Freiheit u. Ordnung, H. 37). 2. Aufl., Mannheim 1964, Pesch-Haus. 36 S. Vogt, Hartmut: Gegenwartsprobleme der Sowjetpädagogik. Braunschweig 1965, Westermann. 266 S. Wendt, Emil: Die Entwicklung der Lehrerbildung in der sowjetischen Besatzungszone seit 1945. 2., erg. Aufl. (BB) 1959. 131 S. Wiederkehr, Emil: Jugend im Bannkreis der roten Moral — Dokumente … über … Jugenderziehung in den Oststaaten. 2. Aufl. (hrsg. v. Hilfskomitee f. d. Opfer des Kommunismus). Bern 1958. 287 S. m. 70 Abb. Wittig, Horst E.: Pläne und Praktiken der polytechnischen Erziehung in Mitteldeutschland. Bad Harzburg 1962, Verlag Wissenschaft, Wirtschaft und Technik. 60 S. m. Abb., 75 S. Dok. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 416–417 Schriftstellerverband, Deutscher A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchülerzeitungenSiehe auch: Schule: 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Schulen: 1953 1954 Das „Gesetz zur Demokratisierung der deutschen Schule“ (1946) bildete bis 1959 die gesetzliche Grundlage der Organisation des Schulwesens (Einheitsschule). An seine Stelle trat das „Gesetz über die sozialistische Entwicklung des Schulwesens in der DDR“ (Schulgesetz) vom 2. Dez. 1959, das mit der Verkündung des „Gesetzes über das einheitliche sozialistische Bildungssystem“ (Bildungsgesetz) vom 25. Febr.…
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Schumann, Horst (1966)
Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1969 * 6. 2. 1924 in Berlin als Sohn des im Januar 1945 hingerichteten KPD-Reichstagsabg. Georg Sch.; Volksschule, Klavierbauer. Von 1940 bis 1944 illegale antifaschistische Tätigkeit. Nach 1945 Ltr. von Antifa-Jugendausschüssen, 1945 KPD, FDJ, Kreisvors. der FDJ in Leipzig, danach Vors. der Jungen Pioniere in Sachsen, Besuch der SED-Parteihochschule, danach bis 1952 1. Sekretär des FDJ-Landesvorstandes Sachsen, 1952 bis 1955 1. Sekretär der FDJ-Bezirksleitung Leipzig. Seit 1952 Mitgl. des Zentralrates der FDJ, seit 1955 Mitgl. des Büros des Zentralrates. 1957 bis 1959 Leiter des Sektors Jugend und Sport im ZK der SED. Seit dem 15. 5. 1959 als Nachfolger von Karl Namokel 1. Sekretär des Zentralrates der FDJ. Seit Juli 1958 Kandidat, seit Mai 1959 Mitgl. des ZK der SED. Abg. d. Volkskammer. Seit 12. 9. 1960 Mitgl. d. Staatsrates. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 417 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/schumann-horst verwiesen. Schulze, Rudolph A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schund- und SchmutzliteraturSiehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1969 * 6. 2. 1924 in Berlin als Sohn des im Januar 1945 hingerichteten KPD-Reichstagsabg. Georg Sch.; Volksschule, Klavierbauer. Von 1940 bis 1944 illegale antifaschistische Tätigkeit. Nach 1945 Ltr. von Antifa-Jugendausschüssen, 1945 KPD, FDJ, Kreisvors. der FDJ in Leipzig, danach Vors. der Jungen Pioniere in Sachsen, Besuch der SED-Parteihochschule, danach bis 1952 1. Sekretär des FDJ-Landesvorstandes Sachsen, 1952 bis 1955 1. Sekretär der…
DDR A-Z 1966
Schwab, Sepp (1966)
Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 * 16. 1. 1897 in München, Volksschule, 1913 SAJ, 1918 Arbeiter- und Soldatenrat in München, Mitgl. der KPD unmittelbar nach ihrer Gründung. Mitwirkung beim Räte-Putsch in Bayern, Verhaftung, Festungshaft, 1935 erneut zu 21 Monaten Gefängnis verurteilt. Ab 1927 Leiter des Pressedienstes des ZK der KPD, Redakteur und Chefredakteur versch. KP-Organe. 1930 bis 1936 Deutschland-Referent im Exekutiv-Komitee (Ekki) der Komintern. 1938–1945 Redakteur in der Deutschland-Abt. des Moskauer Rundfunks. 1945 SBZ, 1946 SED. Bis 1954 in leitenden Funktionen, so Mitgl. d. Redaktionskollegiums des SED-Zentralorgans „Neues Deutschland“, Direktor der DEFA, Leiter der Staatl. Kontrollstelle f. Filmwesen. 1954–1956 Botschafter in Ungarn. Seit 27. 6. 1956 Stellv. Min. für Auswärtige Angelegenheiten. Seit Juli 1960 Mitglied des Komitees für die Solidarität mit den Völkern Afrikas. Seit März 1961 Mitgl. der Deutsch-Afrikanischen Gesellschaft. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 418 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/schwab-sepp-max-joseph-schwab verwiesen. Schutzstreifen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SchwangerenberatungSiehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 * 16. 1. 1897 in München, Volksschule, 1913 SAJ, 1918 Arbeiter- und Soldatenrat in München, Mitgl. der KPD unmittelbar nach ihrer Gründung. Mitwirkung beim Räte-Putsch in Bayern, Verhaftung, Festungshaft, 1935 erneut zu 21 Monaten Gefängnis verurteilt. Ab 1927 Leiter des Pressedienstes des ZK der KPD, Redakteur und Chefredakteur versch. KP-Organe. 1930 bis 1936 Deutschland-Referent im Exekutiv-Komitee (Ekki) der Komintern. 1938–1945 Redakteur in…
DDR A-Z 1966
Schwarze Pumpe (1966)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Name eines in der Nähe von Hoyerswerda (Lausitz) seit Herbst 1955 im Aufbau befindlichen Braunkohlen-Großkombinats. (Der Name ist von einem früher auf dem Gelände befindlichen Gasthaus übernommen worden.) Das Werk soll in seiner letzten Ausbaustufe nach dem Vorbild der in Lauchhammer (Lausitz) neu errichteten Großkokerei einen neuartigen, für die Erzverhüttung geeigneten Hochtemperatur-Hartkoks (BHT-Koks) erzeugen, um die Einfuhrabhängigkeit bei Hüttenkoks zu mindern. Als Nebenprodukte sollen in großen Mengen Gas, Teer, Öle und Elektroenergie anfallen. Die erste Ausbaustufe wurde 1961 fertiggestellt. Sie umfaßt eine Brikettfabrik mit einer Jahresproduktion von rd. 3 Mill.~t und ein Kraftwerk mit einer Kapazität von 250 Megawatt. Die zweite Baustufe wurde teilweise 1964 in Betrieb genommen, und zwar eine zweite Brikettfabrik mit einem zugehörigen Kraftwerk, ferner ein Druckgaswerk mit 16 Generatoren (von insgesamt vierzig geplanten Generatoren). In der Endausbaustufe soll dieser Werksteil jährlich 4,8 Mrd. cbm Gas an das Fernnetz abgeben. (Energiewirtschaft) Die dritte Baustufe, die die Anlagen für die Herstellung des BHT-Kokses einschließt, war Ende 1965 noch nicht in Angriff genommen. Sie wird für eine Jahres[S. 419]produktion von 1,8 Mill.~t BHT-Koks ausgelegt. Die für das Kombinat benötigten Riesenmengen an Braunkohle werden in den Tagebauen in unmittelbarer Umgebung des Werkes gewonnen. Als Wohnstadt für die Beschäftigten des Kombinats ist seit 1955 im Nordosten der Kreisstadt Hoyerswerda eine neue Stadt „Hoyerswerda-Neustadt“ im Aufbau. Ende 1964 wohnten dort schon 28.000 Menschen; bis 1970 soll die Einwohnerzahl auf über 55.000 ansteigen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 418–419 Schwangerschaftsunterbrechung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schwarzmeer und Ostsee Allgemeine Versicherungs-AGSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Name eines in der Nähe von Hoyerswerda (Lausitz) seit Herbst 1955 im Aufbau befindlichen Braunkohlen-Großkombinats. (Der Name ist von einem früher auf dem Gelände befindlichen Gasthaus übernommen worden.) Das Werk soll in seiner letzten Ausbaustufe nach dem Vorbild der in Lauchhammer (Lausitz) neu errichteten Großkokerei einen neuartigen, für die Erzverhüttung geeigneten Hochtemperatur-Hartkoks (BHT-Koks) erzeugen, um die…
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Schwerindustrie (1966)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Nach sowjetzonaler Industriezweig-Gliederung gehören zur Sch. die Bereiche Kohle (mit Braun- und Steinkohle), Energie (mit Elektroenergie und Gas), Metallurgie (mit Eisenindustrie, Nichteisen-Metallindustrie, Hilfsbetrieben für die Metallurgie), der Bereich Chemie (Schwer-Chemie, Allgemeine Chemie, Flüssige Brennstoffe, Kunststoffe, Kali u. sonstiger Nichterzbergbau) und der Bereich Baustoffe. (Industrie) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 419 Schwerin A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SEDSiehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Nach sowjetzonaler Industriezweig-Gliederung gehören zur Sch. die Bereiche Kohle (mit Braun- und Steinkohle), Energie (mit Elektroenergie und Gas), Metallurgie (mit Eisenindustrie, Nichteisen-Metallindustrie, Hilfsbetrieben für die Metallurgie), der Bereich Chemie (Schwer-Chemie, Allgemeine Chemie, Flüssige Brennstoffe, Kunststoffe, Kali u. sonstiger Nichterzbergbau) und der Bereich Baustoffe. (Industrie) …