DDR A-Z 1966

Chemische Industrie (1966)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Die ChI. ist nach ihrem Bruttoproduktionswert mit (1964) über 13 Mrd. Mark der größte, mit ihren (1964) rd. 276.000 Beschäftigten der zweitgrößte Industriezweig der SBZ. Sie ist, basierend auf der Verarbeitung von Braunkohle, der wichtigste Grundstofflieferant für die verarbeitenden Industriezweige. Vor der Spaltung Deutschlands hatte die mitteldeutsche ChI. bei einer großen Anzahl von Erzeugnissen überdurchschnittliche Produktionsanteile, bei einigen wichtigen chemischen Grundstoffen bestand sogar eine weitgehende Abhängigkeit Westdeutschlands von der mitteldeutschen ChI. Das größte Chemiewerk Europas, das Leunawerk, die drei IG-Farbenwerke in Bitterfeld und andere waren Lieferanten Westdeutschlands und der ganzen Welt. Bei verhältnismäßig geringen Kriegsschäden mußte die ChI. der SBZ 1945/46 empfindliche Demontagen hinnehmen. Die wichtigsten Chemie-Großbetriebe wurden von den Sowjets beschlagnahmt (SAG). Nach dem Wiederaufbau verfügten die Sowjets (Stand von Anfang 1952) über mehr als 52 v. H. aller Kapazitäten in der ChI. Erst ab 1.~Jan. 1954 wurden die SAG-Betriebe der ChI. an die deutsche Verwaltung zurückverkauft. In der Periode des ersten Siebenjahrplans sollte die Produktion der ChI. bis 1965 gegenüber 1958 annähernd verdoppelt werden. Entwicklungsschwerpunkte waren Kunststoffe (Plaste) und synthetische Fasern. Die Kraftstofferzeugung sollte gegenüber 1958 um 100 v. H. gesteigert und die Düngemittelproduktion verdoppelt werden. Alle Planziele wurden nicht erreicht. Nach vier Jahren Laufdauer des ersten Siebenjahrplans hatte die ChI. nur 45 v. H. der in dieser Zeit geplanten Zuwachsrate der Bruttoproduktion erzielt. Im Rahmen der Zusammenarbeit der Länder des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe soll die ChI. der SBZ Hauptlieferant für Kalidüngemittel, Kunststoffe, Silikone und synthetischen Kautschuk werden. Nach den bis Ende 1965 bekanntgewordenen Planzielen des „Perspektivplans bis [S. 96]1970“ — der als Ganzes noch nicht vorliegt — soll die ChI. noch stärker forciert werden. Schwerpunkte des neuen Planes sind nach wie vor die Entwicklung der Petrochemie und, damit im Zusammenhang stehend, der Kunststoffchemie einschl. synthetischer Textilfasern. — Die vorliegenden Pläne lassen erkennen, daß die ChI. auch in den ersten Jahren nach 1970 fast ausschließlich eine „Braunkohlenchemie“ sein wird. Der Übergang von der Braunkohle auf die zunehmende Verwendung von Erdöl wird in diesen Jahren gering entwickelt sein: Nur etwa 8 v. H. des Erdölverbrauchs der Zone wird in den neuen Werken der Petrochemie verarbeitet werden können. Literaturangaben *: Die chemische Industrie in der sowjetischen Besatzungszone. (Mat.) 1955. 64 S. m. 14 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 95–96 Checkpoint Charlie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Chemisierung

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Die ChI. ist nach ihrem Bruttoproduktionswert mit (1964) über 13 Mrd. Mark der größte, mit ihren (1964) rd. 276.000 Beschäftigten der zweitgrößte Industriezweig der SBZ. Sie ist, basierend auf der Verarbeitung von Braunkohle, der wichtigste Grundstofflieferant für die verarbeitenden Industriezweige. Vor der Spaltung Deutschlands hatte die mitteldeutsche ChI. bei einer großen Anzahl von Erzeugnissen…

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Chinesisch-Sowjetischer Konflikt (1966)

Siehe auch die Jahre 1965 1969 Seit Herbst 1958 entbrannter Gegensatz zwischen dem von Chruschtschow geführten Block der kommunistischen Parteien aller europäischen Volksdemokratien (außer Albanien) sowie der Mehrheit der kommunistischen Parteien in den westlichen Ländern und der Entwicklungswelt auf der einen Seite und der kaum weniger mitgliedstarken von Mao geführten Gruppe vorwiegend asiatischer Kommunisten anderseits. (Marxismus-Leninismus, Polyzentrismus, Lager, Sozialistisches Weltsystem, Außenpolitik) Literaturangaben Crankshaw, Edward: Moskau — Peking oder der neue Kalte Krieg (a. d. Engl.). Hamburg 1963, Rowohlt. 222 S. Mehnert, Klaus: Peking und Moskau. Stuttgart 1962, Deutsche Verlagsanstalt. 605 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 96 Chemnitzer, Johannes A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Christlich-Demokratische Union

Siehe auch die Jahre 1965 1969 Seit Herbst 1958 entbrannter Gegensatz zwischen dem von Chruschtschow geführten Block der kommunistischen Parteien aller europäischen Volksdemokratien (außer Albanien) sowie der Mehrheit der kommunistischen Parteien in den westlichen Ländern und der Entwicklungswelt auf der einen Seite und der kaum weniger mitgliedstarken von Mao geführten Gruppe vorwiegend asiatischer Kommunisten anderseits. (Marxismus-Leninismus, Polyzentrismus, Lager, Sozialistisches…

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Cisinski-Preis (1966)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Der CP. wird in zwei Klassen für „hervorragende Neuschöpfungen, beispielgebende künstlerische Interpretationen, richtungweisende wissenschaftliche Forschungsarbeit und andere kulturpolitische Leistungen auf dem Gebiete des sorbischen Kunstschaffens“ durch den Minister für Kultur verliehen. (Jakub Bart-Cisinski war ein wendischer Schriftsteller, geb. 1856, gest. 1909.) (Auszeichnungen, Wenden) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 97 Chruschtschowismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Clara-Zetkin-Medaille

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Der CP. wird in zwei Klassen für „hervorragende Neuschöpfungen, beispielgebende künstlerische Interpretationen, richtungweisende wissenschaftliche Forschungsarbeit und andere kulturpolitische Leistungen auf dem Gebiete des sorbischen Kunstschaffens“ durch den Minister für Kultur verliehen. (Jakub Bart-Cisinski war ein wendischer Schriftsteller, geb. 1856, gest. 1909.) (Auszeichnungen, Wenden) Fundstelle: SBZ von A bis Z.…

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Conférenciers, Arbeitsgemeinschaft für sozialistische (1966)

Siehe auch die Jahre 1963 1965 Im Dez. 1961 wurde im Bezirk Leipzig die erste AfSC. gegründet; kurz darauf unterrichtete die Deutsche ➝Konzert- und Gastspiel-Direktion des gleichen Bezirks die Veranstalter davon, daß in Zukunft kein Conférencier mehr auftreten dürfe, „der mit seinem Repertoire nicht die Verbundenheit mit dem Leben der Menschen für den Sozialismus zum Ausdruck bringt, es progressiv unterstützt und noch vorhandene Schwächen im Bewußtsein der Menschen beseitigen hilft“. Die AfSC. will die Sprecher mit „informativem Material“ zur entsprechenden Gestaltung ihrer Programme versehen. (Kabarett) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 97 COMECON A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Correns, Erich

Siehe auch die Jahre 1963 1965 Im Dez. 1961 wurde im Bezirk Leipzig die erste AfSC. gegründet; kurz darauf unterrichtete die Deutsche ➝Konzert- und Gastspiel-Direktion des gleichen Bezirks die Veranstalter davon, daß in Zukunft kein Conférencier mehr auftreten dürfe, „der mit seinem Repertoire nicht die Verbundenheit mit dem Leben der Menschen für den Sozialismus zum Ausdruck bringt, es progressiv unterstützt und noch vorhandene Schwächen im Bewußtsein der Menschen beseitigen hilft“. Die…

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Dahlem, Franz (1966)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 [S. 99]* 14. 1. 1892 in Rohrbach (Lothringen). Kaufmännischer Angestellter; vor dem 1. Weltkrieg in der Sozialist. Arbeiterjugend tätig. 1918 Redakteur und Parteisekretär in der USPD, dann KPD, Preußischer Landtagsabgeordneter, seit 1928 M.d.R. und Mitglied des ZK der KPD. Nach 1933 illegale Tätigkeit; 1937 Politkommissar im Spanischen Bürgerkrieg. 1939 bis 1942 in einem französischen Internierungslager; von der Vichy-Regierung an die Gestapo ausgeliefert. KZ bis Mai 1945. Seit Gründung der SED im Parteivorstand, seit 1950 im ZK und Politbüro. Als Kaderchef der Partei dirigierte er zeitweise den illegalen kommun. Apparat und die Tarnorganisationen in der BRD. D. wurde auf Beschluß des ZK am 15. 5. 1953 „wegen politischer Blindheit gegenüber der Tätigkeit imperialistischer Agenten und wegen nichtparteimäßigen Verhaltens zu seinen Fehlern“ seiner Funktionen enthoben und aus dem ZK, Politbüro und Sekretariat ausgeschlossen. Seit März 1955 Leiter der Hauptabt. Forschung u. erster Stellv. des Staatssekretärs im Staatssekretariat für Hochschulwesen. Durch Beschluß des ZK der SED vom 29. 7. 1956 im Zuge der Entstalinisierung rehabilitiert. Im Januar 1957 wieder in das ZK der SED kooptiert. Durch verschiedene Gesten der Parteiführung (Auszeichnung mit Karl-Marx-Orden 1962) soll sein Ansehen wieder aufgewertet werden. Seit Okt. 1963 Abg. der Volkskammer. Seit Juli 1963 Präsident des „Komitees für die Solidarität mit dem spanischen Volk“. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/dahlem-franz verwiesen. Cremer, Fritz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DAL

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 [S. 99]* 14. 1. 1892 in Rohrbach (Lothringen). Kaufmännischer Angestellter; vor dem 1. Weltkrieg in der Sozialist. Arbeiterjugend tätig. 1918 Redakteur und Parteisekretär in der USPD, dann KPD, Preußischer Landtagsabgeordneter, seit 1928 M.d.R. und Mitglied des ZK der KPD. Nach 1933 illegale Tätigkeit; 1937 Politkommissar im Spanischen Bürgerkrieg. 1939 bis 1942 in einem französischen Internierungslager; von der…

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DARAG (1966)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Abk. für Deutsche Auslands- und Rückversicherungs-AG. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 Danelius, Gerhard A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Datenverarbeitung

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Abk. für Deutsche Auslands- und Rückversicherungs-AG. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 Danelius, Gerhard A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Datenverarbeitung

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DBR (1966)

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1969 Deutsche Bundesrepublik. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 DBD A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DDR

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1969 Deutsche Bundesrepublik. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 DBD A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DDR

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Dekadenz (1966)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Im Pj. Bezeichnung für den angeblichen Verfall der bürgerlichen Kultur, insbesondere für kulturkritische und skeptische Strömungen innerhalb der bürgerlichen Kunst und Literatur. Künstler, die durch ihre Werke die Fragwürdigkeit der eigenen Kulturwerte zum Ausdruck bringen wollen, aber auch nicht glauben, daß der Bolschewismus die Antwort auf diese Fragwürdigkeit zu geben vermag, werden als dekadent bezeichnet. Insbesondere wird der Formalismus als Ausdruck der D. verworfen. Neue zurückhaltende Einschätzungen dieser Phänomene in einigen Volksdemokratien (Kafka-Diskussion) und bei führenden westlichen Kommunisten (Togliatti) hat die SED nicht übernommen. (Kulturpolitik, Skeptizismus) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 Defaitismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Demarkationslinie

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Im Pj. Bezeichnung für den angeblichen Verfall der bürgerlichen Kultur, insbesondere für kulturkritische und skeptische Strömungen innerhalb der bürgerlichen Kunst und Literatur. Künstler, die durch ihre Werke die Fragwürdigkeit der eigenen Kulturwerte zum Ausdruck bringen wollen, aber auch nicht glauben, daß der Bolschewismus die Antwort auf diese Fragwürdigkeit zu geben vermag, werden als dekadent bezeichnet. Insbesondere wird der…

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Demokratischer Frauenbund Deutschlands (DFD) (1966)

Siehe auch: Demokratischer Frauenbund Deutschlands: 1963 Demokratischer Frauenbund Deutschlands (DFD): 1965 1969 1975 1979 1985 Hervorgegangen aus den am 30. 10. 1945 gegründeten antifaschistischen Frauenausschüssen. Gründung in der SBZ: 8. 3. 1947; in Westdeutschland: 8. 3. 1951, am 10. 4. 1957 verboten. 1953 wurde Elli Schmidt „wegen nicht konsequenten Verhaltens“ während des Juni-Aufstandes als 1. Vors. durch Ilse ➝Thiele (SED) ersetzt. Der hauptamtliche Funktionärskörper des DFD besteht überwiegend aus SED-Mitgliedern; der organisatorische Aufbau entspricht im wesentlichen dem der SED. Aufgaben: Heranführung „einer noch größeren Anzahl von Frauen aus allen Schichten der Bevölkerung an die aktive Mitwirkung im gesellschaftlichen Leben“, insbesondere Gewinnung der Frauen für die Arbeit in der Produktion (Frauenarbeit, Hausfrauenbrigaden). Für die Schulung unterhält der DFD eine sog. Frauenakademie. Seit 18. 5. 1948 gehört der DFD der Internationalen Demokratischen Frauenföderation (IDFF) an. Trotz intensiver Werbung gehört die Mehrzahl aller Arbeiterinnen und aller weiblichen Angestellten nicht dem DFD an. (Massenorganisationen, Gleichberechtigung der Frau) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 103 Demokratische Bauernpartei Deutschlands A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Demokratischer Zentralismus

Siehe auch: Demokratischer Frauenbund Deutschlands: 1963 Demokratischer Frauenbund Deutschlands (DFD): 1965 1969 1975 1979 1985 Hervorgegangen aus den am 30. 10. 1945 gegründeten antifaschistischen Frauenausschüssen. Gründung in der SBZ: 8. 3. 1947; in Westdeutschland: 8. 3. 1951, am 10. 4. 1957 verboten. 1953 wurde Elli Schmidt „wegen nicht konsequenten Verhaltens“ während des Juni-Aufstandes als 1. Vors. durch Ilse ➝Thiele (SED) ersetzt. Der hauptamtliche Funktionärskörper des…

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Denkmalschutz (1966)

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Eine VO vom 26. 6. 1950 „zur Erhaltung und Pflege der nationalen Kunstdenkmale (Denkmalschutz)“ bestimmte den Gegenstand und die Träger des D. Der Generalkonservator mit Sitz in Berlin, z. Z. der Architekt Dipl.-Ing. Ludwig Deiters (SED), und die Institute (früher Landesämter) für Denkmalpflege unterstehen dem Ministerium für Kultur; sie nehmen ihre Aufgaben (Feststellung, Registrierung, Sicherung und Erhaltung von Werken der Kunst, die „Zeugnis für die schöpferische Kraft der Volksmassen ablegen“) „den veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen entsprechend unter anderen Voraussetzungen“ als in der BRD wahr. Der Staatshaushalt wendete 1964 rd. 8,5 Mill. DM Ost für den Wiederaufbau und die Erhaltung von Kunstdenkmälern auf. Auch die Wiederherstellung von städtebaulich bedeutsamen Kirchenbauten wurde gefördert (z. B. der Dome von Magdeburg, Halberstadt und Stendal und der Dresdner Hofkirche); andererseits wurden zahlreiche wertvolle und wiederherstellbare Bauwerke (so u.a. das Berliner Schloß) beseitigt oder dem Verfall preisgegeben. (Wartburg) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 104 Demontagen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Dertinger, Georg

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Eine VO vom 26. 6. 1950 „zur Erhaltung und Pflege der nationalen Kunstdenkmale (Denkmalschutz)“ bestimmte den Gegenstand und die Träger des D. Der Generalkonservator mit Sitz in Berlin, z. Z. der Architekt Dipl.-Ing. Ludwig Deiters (SED), und die Institute (früher Landesämter) für Denkmalpflege unterstehen dem Ministerium für Kultur; sie nehmen ihre Aufgaben (Feststellung, Registrierung, Sicherung und Erhaltung von Werken der Kunst, die…

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Deter, Adolf (1966)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 * 23. 6. 1890 in Berlin. Volksschule, Schlosser, 1909 Mitgl. des Metallarbeiterverbandes, 1920 KPD, 1923 bis 1929 Vors. des Gesamtbetriebsrates der Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG). 1928 Abgeordneter des Preußischen Landtages. Organisierte 1932 den Berliner BVG-Streik, bei dem KPD und NSDAP zusammen auf traten. 1933 bis 1947 Emigration nach Frankreich und USA, focht im Spanischen Bürgerkrieg. Seit 1947 in der SBZ, 1947 Mitgl. des Landesvorstandes Berlin der SED und des FDGB. 1948 bis 1951 Vors. des FDGB Berlin. 1950 bis 1954 Kandidat des ZK der SED; 1953 wurde D. im Hinblick auf den Juni-Aufstand „kapitulantenhaftes Verhalten“ vorgeworfen. 1954 nicht mehr Kandidat des ZK der SED. Später Mitarbeiter, seit Mai 1957 Sekretär des Ausschusses für Deutsche Einheit. — Dies ist er wahrscheinlich noch, obwohl das ZK der SED bei Glück[S. 105]wunsch zu seinem 65. Geburtstag dies nicht erwähnte. — D. wurde am 4. 12. 1964 Vizepräs. der Gesellschaft „Neue Heimat“. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 104–105 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/deter-adolf-gustav-adolf verwiesen. Dessau, Paul A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutrans

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 * 23. 6. 1890 in Berlin. Volksschule, Schlosser, 1909 Mitgl. des Metallarbeiterverbandes, 1920 KPD, 1923 bis 1929 Vors. des Gesamtbetriebsrates der Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG). 1928 Abgeordneter des Preußischen Landtages. Organisierte 1932 den Berliner BVG-Streik, bei dem KPD und NSDAP zusammen auf traten. 1933 bis 1947 Emigration nach Frankreich und USA, focht im Spanischen Bürgerkrieg. Seit 1947 in der SBZ, 1947 Mitgl. des…

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Deutsch-Belgische Gesellschaft (1966)

Siehe auch das Jahr 1965 Dieses Werkzeug der Auslandspropaganda, gegr. am 6. 6. 1964, soll angeblich dahin wirken, „daß die Bevölkerung Belgiens ein umfassendes und wahrheitsgetreues Bild über die politische, wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Entwicklung in der DDR und über ihre Bestrebungen zur Sicherung des Friedens erhält. In der DDR wird die Gesellschaft ihre Tätigkeit darauf richten, die Bevölkerung mit der Geschichte, den kulturellen und wirtschaftlichen Leistungen, mit dem Leben und dem Denken und den Gegenwartsproblemen des belgischen Volkes bekanntzumachen“. Die DBG, die sich bei ihrer „objektiv“ getarnten Propaganda nicht nur auf Kommunisten stützen will, soll aus der vermeintlich verkannten SBZ „ein Land machen, das geachtet, geehrt und geliebt wird“. — Präsident: der als Untergrundkämpfer bewährte Musikfunktionär Nathan Notowicz (SED), einer der Vizepräs. ist Hermann ➝Axen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 105 Deutsch-Arabische Gesellschaft A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutsch-Britische Gesellschaft

Siehe auch das Jahr 1965 Dieses Werkzeug der Auslandspropaganda, gegr. am 6. 6. 1964, soll angeblich dahin wirken, „daß die Bevölkerung Belgiens ein umfassendes und wahrheitsgetreues Bild über die politische, wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Entwicklung in der DDR und über ihre Bestrebungen zur Sicherung des Friedens erhält. In der DDR wird die Gesellschaft ihre Tätigkeit darauf richten, die Bevölkerung mit der Geschichte, den kulturellen und wirtschaftlichen…

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Chemisierung (1966)

Siehe auch das Jahr 1965 Die „Ch. der Volkswirtschaft“ ist eine seit dem VI. Parteitag der SED übliche Propagandaformel des Pj. Auf der Basis der zunehmenden Verarbeitung sowjetischen Erdöls wird die Chemische Industrie der Zone angeblich die gesamte Volkswirtschaft umgestalten. Durch die Anwendung der durch die Petrochemie gewonnenen rationellen plastischen Kunststoffe im Maschinenbau, der Elektroindustrie, im Bauwesen, in der Verpackungsindustrie und in der Konsumgüterindustrie würde angeblich eine technische Revolution einsetzen; in der Textilindustrie würde der Einsatz vollsynthetischer Fasern die natürlichen Fasern weitestgehend verdrängen. — Die genauere Prüfung der Pläne der SED auf diesen Gebieten zeigt jedoch, daß von einer „Ch. der Volkswirtschaft“ in den nächsten 5 bis 7 Jahren überhaupt nicht die Rede sein kann. Diesen Plänen zufolge wird weder die traditionelle Erdölindustrie noch die auf ihr aufbauende Petrochemie der SBZ in dieser Zeit den Stand erreichen, den die BRD 1965 bereits auf diesen Gebieten erreicht hatte. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 96 Chemische Industrie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Chemnitz

Siehe auch das Jahr 1965 Die „Ch. der Volkswirtschaft“ ist eine seit dem VI. Parteitag der SED übliche Propagandaformel des Pj. Auf der Basis der zunehmenden Verarbeitung sowjetischen Erdöls wird die Chemische Industrie der Zone angeblich die gesamte Volkswirtschaft umgestalten. Durch die Anwendung der durch die Petrochemie gewonnenen rationellen plastischen Kunststoffe im Maschinenbau, der Elektroindustrie, im Bauwesen, in der Verpackungsindustrie und in der Konsumgüterindustrie würde…

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Christlich-Demokratische Union (1966)

Siehe auch: CDU: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Christlich-Demokratische Union: 1965 1969 Christlich-Demokratische Union (CDU): 1975 1979 Christlich-Demokratische Union Deutschlands (CDU): 1985 CDU. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 96 Chinesisch-Sowjetischer Konflikt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Chruschtschow, Nikita Sergejewitsch

Siehe auch: CDU: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Christlich-Demokratische Union: 1965 1969 Christlich-Demokratische Union (CDU): 1975 1979 Christlich-Demokratische Union Deutschlands (CDU): 1985 CDU. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 96 Chinesisch-Sowjetischer Konflikt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Chruschtschow, Nikita Sergejewitsch …

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Clara-Zetkin-Medaille (1966)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Medaille mit Urkunde und, sobald Vollrentenanspruch besteht, einer jährlichen Ehrenrente von 300 DM für „hervorragende Verdienste beim Aufbau des Sozialismus, im Kampf um die Erhaltung des Friedens und in der Arbeit unter den Frauen zur Durchsetzung des sozialistischen Bewußtseins, bei der Verwirklichung der Rechte der Frau, der Gleichberechtigung, Förderung und Entwicklung der Frau sowie in der sozialistischen Frauenbewegung“. (C. Z. war Altkommunistin, seit 1919 Mitgl. des ZK der KPD, Mitgl. des Reichstages, 1932 Alterspräsidentin des Reichstages.) (Auszeichnungen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 97 Cisinski-Preis A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Claudius, Eduard

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Medaille mit Urkunde und, sobald Vollrentenanspruch besteht, einer jährlichen Ehrenrente von 300 DM für „hervorragende Verdienste beim Aufbau des Sozialismus, im Kampf um die Erhaltung des Friedens und in der Arbeit unter den Frauen zur Durchsetzung des sozialistischen Bewußtseins, bei der Verwirklichung der Rechte der Frau, der Gleichberechtigung, Förderung und Entwicklung der Frau sowie in der sozialistischen Frauenbewegung“.…

DDR A-Z 1966

Correns, Erich (1966)

Siehe auch: Correns, Erich: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Correns, Erich, Prof. Dr.: 1969 Prof. Dr. phil., Dr. jur. h.c., * 12. 5. 1896 in Tübingen als Sohn eines Geh. Regierungsrates. Realgymnasium, Kriegsdienst im 1. Weltkrieg, Studium der Chemie, Physik und Botanik in Berlin u. Tübingen. 1922 bis 1924 Assistent an wissenschaftlichen Instituten. Seit 1925 Tätigkeit in Industrie u. Forschung; 1937 bis 1945 Zellwolle- und Kunstseidering GmbH. Schwarza u. Wilshausen. 1946 Werkdirektor der VEB Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal in Blankenstein, 1948 Werkdirektor des VEB Kunstfaserwerkes „Wilhelm Pieck“ in Schwarza. Seit 1951 Direktor, in den sechziger Jahren nur noch wiss. Mitarbeiter des Instituts für Faserstofforschung der Deutschen ➝Akademie der Wissenschaften in Teltow-Seehof, seit 1950 ordentliches Mitgl. der Akademie. Seit 26. 8. 1950 Präsident des Nationalrates der Nationalen Front, seit 1957 außerdem Mitgl. des Deutschen ➝Forschungsrats beim Ministerrat der SBZ, seit 12. 9. 1960 Mitgl. des Staatsrates. Mitgl. des Präsidialrates des Deutschen Kulturbundes. Seit 1954 Abg. der Volkskammer, Fraktion Kulturbund. Parteilos. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 97 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/correns-erich verwiesen. Conférenciers, Arbeitsgemeinschaft für sozialistische A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Cottbus

Siehe auch: Correns, Erich: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Correns, Erich, Prof. Dr.: 1969 Prof. Dr. phil., Dr. jur. h.c., * 12. 5. 1896 in Tübingen als Sohn eines Geh. Regierungsrates. Realgymnasium, Kriegsdienst im 1. Weltkrieg, Studium der Chemie, Physik und Botanik in Berlin u. Tübingen. 1922 bis 1924 Assistent an wissenschaftlichen Instituten. Seit 1925 Tätigkeit in Industrie u. Forschung; 1937 bis 1945 Zellwolle- und Kunstseidering GmbH. Schwarza u.…

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DAL (1966)

Siehe auch: Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR: 1975 1979 Akademie der Landwirtschaftswissenschaften, Deutsche (DAL): 1958 1959 1960 1962 1963 1965 DAL: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin: 1975 Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin (DAL): 1969 Abk. f. Deutsche ➝Akademie der Landwirtschaftswissenschaften. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 Dahlem, Franz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DAMW

Siehe auch: Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR: 1975 1979 Akademie der Landwirtschaftswissenschaften, Deutsche (DAL): 1958 1959 1960 1962 1963 1965 DAL: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin: 1975 Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin (DAL): 1969 Abk. f. Deutsche ➝Akademie der Landwirtschaftswissenschaften. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und…

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Datenverarbeitung (1966)

Siehe auch: Datenverarbeitung: 1969 Datenverarbeitung, Elektronische (EDV): 1975 1979 1985 Die D. in der SBZ beruht überwiegend auf der seit Jahrzehnten bekannten Lochkartentechnik. Die Kombination der Lochkartentechnik mit elektronischen Rechenautomaten ist nur schwach entwickelt. (Elektronik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 DARAG A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DBB

Siehe auch: Datenverarbeitung: 1969 Datenverarbeitung, Elektronische (EDV): 1975 1979 1985 Die D. in der SBZ beruht überwiegend auf der seit Jahrzehnten bekannten Lochkartentechnik. Die Kombination der Lochkartentechnik mit elektronischen Rechenautomaten ist nur schwach entwickelt. (Elektronik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 DARAG A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z …

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DDR (1966)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Deutsche Demokratische Republik. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 DBR A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DEFA

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Deutsche Demokratische Republik. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 DBR A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DEFA

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Demarkationslinie (1966)

Siehe auch: Demarkationslinie: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1975 1979 1985 Demarkationslinie (DL): 1969 Die Trennlinie zwischen der SBZ und der Bundesrepublik verläuft von der Lübecker Bucht nach Süden bis an die Elbe, schließt Mecklenburg, die ehemalige preußische Provinz Sachsen sowie Thüringen ein und trifft ost[S. 101]wärts von Hof auf die tschechoslowakische Grenze. Sie ist 1.381 km lang und zerschneidet 32 Eisenbahnlinien, 3 Autobahnen, 31 Bundesstraßen, 80 Landstraßen 1. Ordnung und 60 der 2. Ordnung sowie Tausende von öffentl. Gemeindewegen und privaten Wirtschaftswegen. Diese Linie ist keine Grenze, sondern eine D., die die Besatzungstruppen der SU von denen Großbritanniens und der USA scheiden soll. (s. Karte auf S. 102.) Diese D. war von der SU, den USA und Großbritannien schon am 14. 11. 1944 festgelegt und am 6. 2. 1945 in Jalta bestätigt worden. Die beiden damaligen Hauptpartner der Sowjets bedachten nicht, daß die SU versuchen könnte, sie in eine Staats-, Sozial- und Kulturgrenze umzuwandeln. Als D. wurde diese Linie auch von den Verwaltungen und Polizeistellen der SBZ bis zu der Grenzmaßnahmen-Verordnung vom 3. 5. 1956 bezeichnet. Seitdem wurde sie amtlich „Grenze“ genannt, seit 16. 11. 1957 Staatsgrenze West. — Seit 1952 besteht außer Wachttürmen und elektrisch geladenem Stacheldraht auf der sowjetzonalen Seite der D. ein Sperrgebiet. Auch die derzeitige Grenzlinie zwischen der SBZ und Polen (Oder-Neiße-Llnie) ist nach dem Potsdamer Abkommen nur eine D., nicht aber eine Staatsgrenze (Grenzübergänge). Auf der D. duldet die Regierung der SBZ nur wenige Übergänge (Kontrollpunkte), die nach Auffassung des freien Deutschland nicht als Grenzübergänge bezeichnet werden dürfen; sie sind aus der Skizze der Seite 100 und der obenstehenden Übersicht zu ersehen. Seit 12. 8. 1961 bezeichnet das Regime der SBZ die D. zwischen dem Sowjetsektor und den Westsektoren Berlins widerrechtlich als Teil der „Grenze der DDR“. Zugleich [S. 103]wurde die Zahl der Übergänge, die vorher rund achtzig betrug, auf zwölf vermindert; ab 23. 8. sogar auf acht. Diese D. wurde am 3. 7. 1945 in Kraft gesetzt, nachdem die Sowjetischen Besatzungstruppen vom 1.–3. 7. Thüringen und die westlichen Teile Mecklenburgs, Sachsen-Anhalts und Sachsens besetzt hatten, die bis dahin in der Hand amerikan. und brit. Truppen gewesen waren (s. Karte auf S. 102). — Die D. um das Viermächte-Verwaltungsgebiet Groß-Berlin (d.h. um ganz Berlin) trat am 3. 7. 1945 in Kraft, als die Truppen der 3 Westmächte die 12 westlichen Sektoren besetzten, die am 5. 6. 1945 für sie vorgesehen worden waren (Besatzungspolitik). Geändert wurden diese D. nur insoweit, als ganz geringe Gebietsteile ausgetauscht wurden: z. B. am 27. 11. 1945 an der Ostgrenze des holsteinischen Kreises „Herzogtum Lauenburg“ (Ratzeburg) drei Dörfer gegen drei des mecklenburgischen Kreises Schönberg; so am 30. 8. 1945 Teile des westberliner Bezirkes Spandau (bes. West-Staaken) gegen den Ostteil der Gemarkung Groß-Glienicke (Kr. Osthavelland). Literaturangaben Mitten in Deutschland — mitten im 20. Jahrhundert — Die Zonengrenze. 8. Aufl. (BMG) 1964. 96 S. m. 120 Abb. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99–103 Dekadenz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Demokratie

Siehe auch: Demarkationslinie: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1975 1979 1985 Demarkationslinie (DL): 1969 Die Trennlinie zwischen der SBZ und der Bundesrepublik verläuft von der Lübecker Bucht nach Süden bis an die Elbe, schließt Mecklenburg, die ehemalige preußische Provinz Sachsen sowie Thüringen ein und trifft ost[S. 101]wärts von Hof auf die tschechoslowakische Grenze. Sie ist 1.381 km lang und zerschneidet 32 Eisenbahnlinien, 3 Autobahnen, 31 Bundesstraßen, 80…

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Demokratischer Zentralismus (1966)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Der DZ. ist das erstmals von Lenin entwickelte Strukturprinzip der kommun. Partei, der von ihr geführten Massenorganisationen und eines von der kommun. Partei beherrschten Staates einschließlich seiner Wirtschaftsverwaltung (staatliche ➝Plankommission) und der Gerichtsbarkeit (Rechtswesen). Er soll die Führung der Parteispitze in Staat und Gesellschaft gewährleisten und der weiteren Entwicklung zum Sozialismus/Kommunismus in Erfüllung der angeblich objektiven Gesetze der Geschichte (historischer Materialismus) dienen. Der DZ. wird deshalb auch als Entwicklungsprinzip (Wirkungsprinzip) bezeichnet. Seine Komponenten sollen sein a) die strikte Unterordnung der unteren Organe unter die oberen (die proletarische Disziplin) — die zentralistische Komponente —, b) die Wahl aller Organe — die demokratische Komponente. Die zentralistische Komponente macht in der Praxis die demokratische Komponente unwirksam, weil sie die Möglichkeit zur Manipulation der Wahlen gibt. Der DZ. ist der untaugliche Versuch, die Herrschaft einer Minderheit oder sogar eines einzelnen demokratisch zu verbrämen. Er garantiert aber, daß der an der Spitze gebildete Wille sich bis unten durchsetzt. Die Anwendung des Prinzips auf die Gerichtsorganisation (Gerichtsverfassung) steht mit der Unabhängigkeit der Richter in schärfstem Widerspruch. (Staatsapparat, Regierung und Verwaltung, Bezirk, Kreis) Literaturangaben Mampel, Siegfried: Die Verfassung der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands — Text und Kommentar. Frankfurt a. M. 1962, Alfred Metzner. 453 S. Mampel, Siegfried: Die volksdemokratische Ordnung in Mitteldeutschland — Texte mit einer Einleitung. Frankfurt a. M. 1963, Alfred Metzner. 155 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 103 Demokratischer Frauenbund Deutschlands (DFD) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Demokratisierung

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Der DZ. ist das erstmals von Lenin entwickelte Strukturprinzip der kommun. Partei, der von ihr geführten Massenorganisationen und eines von der kommun. Partei beherrschten Staates einschließlich seiner Wirtschaftsverwaltung (staatliche ➝Plankommission) und der Gerichtsbarkeit (Rechtswesen). Er soll die Führung der Parteispitze in Staat und Gesellschaft gewährleisten und der weiteren Entwicklung zum…

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Dertinger, Georg (1966)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 * 25. 12. 1902 in Berlin, Realgymnasium, juristisches und volkswirtschaftliches Studium, Journalist, bei dem Bundesblatt des „Stahlhelm“, später dort Chefredakteur. Hatte zeitweise Fühlung zum Treviranus-Flügel der Deutschnationalen Partei, ja sogar zum „Tatkreis“. Doch stand er dem „Herrenklub“ und v. Papen näher. Nach dem Jan. 1933 vertrat D. seine konservativ-kirchliche Linie nur verdeckt. Ab 1935 durfte er nicht mehr für reichsdeutsche, sondern nur noch für ausländische Zeitungen schreiben. Nach 1945 Pressereferent der CDU in Berlin, 1946 Generalsekr. der CDU, trat in Opposition zu Jakob Kaiser. Nach der Trennung von Kaiser trat D. bei der Säuberung der Partei hervor und forderte u. a. die vorbehaltlose Anerkennung der Oder-Neiße-Linie. Dieser Verrat an seinen früheren Auffassungen und am Gedanken der Selbstbestimmung machte ihn zum Werkzeug des Sowjetimperialismus. Seit 12. 10. 1949 Außenminister der „DDR“. D. unterzeichnete das Abkommen mit Polen vom 6. 7. 1950, in dem die Oder-Neiße-Linie als „Friedensgrenze“ bezeichnet wird. Am 15. 1. 1953 als „Spion“ und „Verräter“ vom SSD verhaftet und im Juni 1954 zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Juni 1959 irrtümlich als amnestiert gemeldet, wurde D. erst am 26. 5. 1964 „begnadigt“. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 104 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/dertinger-georg verwiesen. Denkmalschutz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Dessau

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 * 25. 12. 1902 in Berlin, Realgymnasium, juristisches und volkswirtschaftliches Studium, Journalist, bei dem Bundesblatt des „Stahlhelm“, später dort Chefredakteur. Hatte zeitweise Fühlung zum Treviranus-Flügel der Deutschnationalen Partei, ja sogar zum „Tatkreis“. Doch stand er dem „Herrenklub“ und v. Papen näher. Nach dem Jan. 1933 vertrat D. seine konservativ-kirchliche Linie nur verdeckt. Ab 1935 durfte er nicht mehr…

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Deutrans (1966)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Internationale Spedition. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 105 Deter, Adolf A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutsch-Afrikanische Gesellschaft

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Internationale Spedition. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 105 Deter, Adolf A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutsch-Afrikanische Gesellschaft

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Deutsch-Britische Gesellschaft (1966)

Siehe auch die Jahre 1965 1969 1975 1979 Der SED liegt sehr viel daran, in nichtkommun. Kreisen gerade der Bevölkerung Großbritanniens für das angeblich friedliche und „sozialistische“ System der SBZ Propaganda zu treiben. Die DBG wurde am 18. 6. 1963 gegründet. Dabei wurde vorgegeben, sie wolle „der Bevölkerung Großbritanniens ein wahrheitsgetreues Bild von den friedlichen Bestrebungen der DDR und ihrer wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung vermitteln“. Umgekehrt wolle die DBG den Bewohnern der SBZ ein Bild von den Leistungen Großbritanniens geben und den Einsatz „des britischen Volkes im Kampf für Frieden und Demokratie“ würdigen. — Präsident: Greta ➝Kuckhoff. Vizepräs. u.a.: Manfred ➝Gerlach, Horst ➝Brasch und die Rostocker Anglistin Prof. Dr. Hildegard Schumann. Die DBG sucht Nutzen zu ziehen aus der Fühlung, die sie mit radikalen Pazifisten Großbritanniens (Lord Boyd Orr) und linksradikalen Sozialdemokraten (Frank Allaun, Marcus Lipton, S. O. Davies) hat. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 105 Deutsch-Belgische Gesellschaft A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutsch-Französische Gesellschaft

Siehe auch die Jahre 1965 1969 1975 1979 Der SED liegt sehr viel daran, in nichtkommun. Kreisen gerade der Bevölkerung Großbritanniens für das angeblich friedliche und „sozialistische“ System der SBZ Propaganda zu treiben. Die DBG wurde am 18. 6. 1963 gegründet. Dabei wurde vorgegeben, sie wolle „der Bevölkerung Großbritanniens ein wahrheitsgetreues Bild von den friedlichen Bestrebungen der DDR und ihrer wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung vermitteln“. Umgekehrt wolle die DBG…

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Chemnitz (1966)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1. Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der verfassungswidrigen Verwaltungsneugliederung aus dem Südteil von Sachsen; 6.010 qkm, (1964) 2.090.180 Einwohner (1950: 2.332.988). 3 Stadtkreise: Ch., Plauen, Zwickau; 21 Landkreise: Annaberg, Aue, Auerbach, Brand-Erbisdorf, Ch., Flöha, Freiberg, Glauchau, Hainichen, Hohenstein-Ernstthal, Klingenthal, Marienberg, Oelsnitz, Plauen, Reichenbach, Rochlitz, Schwarzenberg, Stollberg, Werdau, Zschopau, Zwickau. Vors. des Rates des Bezirkes: Heinz Arnold (SED), 1.~Sekretär der SED-Bezirksleitung: Paul Roscher. — Mit der Stadt Ch. wurde im Mai 1953 auch der Bezirk in Karl-Marx-Stadt umbenannt. Ch. ist der Bezirk mit der stärksten Industrie- und Bevölkerungsballung. Die reichhaltigen Erzlagerstätten des Erzgebirges bilden eine der industriellen Grundlagen (Kobalt, Wolfram, Wismut, Blei, Zinn, Zink, Silber, Nickel und Uranbergbau). Bei Zwickau und Lugau-Oelsnitz befinden sich die einzigen größeren Steinkohlevorkommen (Kohlenindustrie). Abgesehen davon beherrscht die Verarbeitungsindustrie die Wirtschaft des Bezirks, Textilindustrie, Textilmaschinen, Fahrzeugbau sind vorherrschend, doch ist im ganzen die Vielgestaltigkeit der Industrie charakteristisch. 2. Stadtkreis im sächsischen Bezirk Ch., Bezirksstadt, Kreisstadt, im erzgebirgischen Becken, an der Chemnitz, mit (1964) 293.549 Einwohnern (1950: 293.373) drittgrößte Stadt Sachsens und der SBZ (im 2. Weltkrieg erheblich zerstört); arm an historischen Bauten: Jakobikirche (14./15. Jh.), Schloßkirche (16. Jh.); als Hauptsitz der sächsischen Textil- und Maschinenindustrie eines der bedeutendsten Industrie- und Handelszentren Deutschlands (bis 1939 Weltmonopol für Strümpfe und Trikotagen), außerdem Kraftfahrzeug- (vorm. Auto-Union) und Fahrradfabrikation; Hochschule f. Maschinenbau, Pädagogisches Institut, Städtische Theater und Museen. — Am 10. 5. 1953 wurde Ch. aus Anlaß des „Karl-Marx-Jahres“ gegen den Willen der Bevölkerung in Karl-Marx-Stadt umbenannt. Literaturangaben Böhmer, Karl Hermann: Deutschland hinter dem Eisernen Vorhang — Sowjetische Besatzungszone (neubearb. v. Eugen Stamm). Essen 1962, Tellus-Verlag. 64 S. m. zahlr. Abb. Koenigswald, Harald von: Verschlossenes Land — Deutschland zwischen Ostsee und Erzgebirge. Bildband. 3. Aufl., Eßlingen 1964, Bechtle. 124 S., 192 Abb. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 96 Chemisierung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Chemnitzer, Johannes

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1. Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der verfassungswidrigen Verwaltungsneugliederung aus dem Südteil von Sachsen; 6.010 qkm, (1964) 2.090.180 Einwohner (1950: 2.332.988). 3 Stadtkreise: Ch., Plauen, Zwickau; 21 Landkreise: Annaberg, Aue, Auerbach, Brand-Erbisdorf, Ch., Flöha, Freiberg, Glauchau, Hainichen, Hohenstein-Ernstthal, Klingenthal, Marienberg, Oelsnitz, Plauen, Reichenbach, Rochlitz, Schwarzenberg,…

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Chruschtschow, Nikita Sergejewitsch (1966)

Siehe auch: Chruschtschow, Nikita Sergejewitsch: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Chrustschew, N. S.: 1954 * 17. 4. 1894 in Kalinowka im Gouvernement Kursk als Sohn eines Bergarbeiters, arbeitete zunächst als Landarbeiter, später als Schlosser im Bergbau. Teilnahme am Bürgerkrieg, seit 1918 KPdSU-Mitgl., 1929 bis 1931 Studium an der Industrie-Akademie „Stalin“, Sekretär des dortigen Parteikomitees. Danach Parteisekretär verschiedener Rayons. Von 1932 bis 1934 Sekretär des Moskauer Stadtkomitees und 2. Sekretär des Moskauer Gebietskomitees der KPdSU, hier vor allem mit der Kollektivierung der Landwirtschaft im Moskauer Gebiet beauftragt. Seit 1934 Mitgl. des ZK der KPdSU, von 1935 bis 1938 als Nachfolger von Kaganowitsch 1.~Sekretär des Moskauer Gebiets- und Stadtkomitees, 1937 Deputierter der Stadt Moskau im Obersten Sowjet der UdSSR, Mitgl. des Präsidiums des Obersten Sowjets von 1938 bis Nov. 1947 und erneut seit 1950. 1938 1. Sekretär des ZK der KP der Ukraine und Kandidat des Politbüros der KPdSU, seit 1939 Mitgl. Während des Krieges Mitgl. des Kriegsrates der Front (Stalingrad), Generalleutnant. 1949 wieder 1. Sekretär des Parteigebietskomitees in Moskau und Sekretär des ZK der KPdSU. Nach Stalins Tod im Sept. 1953 zum 1. Sekretär des ZK der KPdSU gewählt. Seit dem 27. 3. 1958 als Nachfolger Bulganins auch Ministerpräsident der SU. Am 14. 10. 1964 angeblich aus [S. 97]„Gesundheitsgründen“ von seinem Amt als Parteichef zurückgetreten. In Wirklichkeit von seinen Gegnern in der Parteiführung gestürzt. Nachfolger als 1. Sekretär der KPdSU: Leonid ➝Breshnew; als Ministerpräsident: Alexej ➝Kossygin. Chruschtschows Bilder und Schriften wurden aus der Öffentlichkeit entfernt; er selbst des Personenkults u.a. Fehler beschuldigt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 96–97 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen. Christlich-Demokratische Union A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Chruschtschowismus

Siehe auch: Chruschtschow, Nikita Sergejewitsch: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Chrustschew, N. S.: 1954 * 17. 4. 1894 in Kalinowka im Gouvernement Kursk als Sohn eines Bergarbeiters, arbeitete zunächst als Landarbeiter, später als Schlosser im Bergbau. Teilnahme am Bürgerkrieg, seit 1918 KPdSU-Mitgl., 1929 bis 1931 Studium an der Industrie-Akademie „Stalin“, Sekretär des dortigen Parteikomitees. Danach Parteisekretär verschiedener Rayons. Von 1932 bis 1934 Sekretär des…

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Claudius, Eduard (1966)

(mit bürgerlichem Namen Schmidt) * 29. 7. 1911 in Buer bei Gelsenkirchen als Sohn eines Bauarbeiters; Maurerlehre; schon mit 16 Jahren Gewerkschaftsfunktionär und Korrespondent kommun. Zeitungen. 1932 Eintritt in die KPD, 1934 Emigration in die Schweiz, 1936 Flucht nach Spanien; Mitkämpfer, später Kriegskommissar in der internationalen Brigade; 1939 wieder in der Schweiz und zeitweilig interniert; 1945 Teilnahme an Partisanenkämpfen in Italien. 1945–1947 Pressechef im Bayerischen Ministerium für Entnazifizierung. 1947 Übersiedlung nach Potsdam. 1955 bis 1957 erster Sekretär des Deutschen ➝Schriftstellerverbandes. 1956 Generalkonsul in Syrien, 1959 Botschafter in Vietnam. Heute wieder als freiberuflicher Schriftsteller tätig. Sekretär der Sektion Dichtkunst und Sprachpflege der Deutschen ➝Akademie der Künste. 1951 Nationalpreis, 1955 Literaturpreis des FDGB. Nach einer frühen Novelle „Das Opfer“ (1938) entstand in der Schweizer Internierung der Roman „Grüne Oliven und nackte Berge“ (Zürich 1944, Ostberlin 1954), in dem B. „ein — bei aller Subjektivität — zumindest teilweise wahres Bild der Zustände während des Bürgerkrieges“ in Spanien zeichnete, das vom offiziellen Geschichtsbild der SED erheblich abwich. Den Rang dieses Erlebnisbuches haben die späteren Arbeiten (z. B. „Menschen an unserer Seite“, Roman, 1951, „Von der Liebe soll man nicht sprechen“, Roman, 1957, und „Das Mädchen ‚Sanfte Wolke‘“, Erzählungen, 1962) nicht entfernt wieder erreicht. Literaturangaben Reich-Ranicki, Marcel: Deutsche Literatur in Ost und West — Prosa seit 1945. München 1963, Piper. 498 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 97 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/claudius-eduard verwiesen. Clara-Zetkin-Medaille A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z COMECON

(mit bürgerlichem Namen Schmidt) * 29. 7. 1911 in Buer bei Gelsenkirchen als Sohn eines Bauarbeiters; Maurerlehre; schon mit 16 Jahren Gewerkschaftsfunktionär und Korrespondent kommun. Zeitungen. 1932 Eintritt in die KPD, 1934 Emigration in die Schweiz, 1936 Flucht nach Spanien; Mitkämpfer, später Kriegskommissar in der internationalen Brigade; 1939 wieder in der Schweiz und zeitweilig interniert; 1945 Teilnahme an Partisanenkämpfen in Italien. 1945–1947 Pressechef im Bayerischen…

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Cottbus (1966)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1. Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der verfassungswidrigen Verwaltungsneugliederung aus dem Südteil von Brandenburg sowie sächsischen und sachsen-anhaltischen Gebietsteilen: 8.262 qkm, (1964) 831.837 Einwohner (1950: 803.978). 1~Stadtkreis: C.; 14 Landkreise: Bad Liebenwerda, Calau, C., Finsterwalde, Forst, Guben, Herzberg, Hoyerswerda, Jessen, Luckau, Lübben, Senftenberg, Spremberg, Weißwasser. Vors. des Rates des Bezirkes: Hans Schmidt (SED). 1.~Sekretär der SED-Bezirksleitung: Albert ➝Stief. In der Wirtschaft des Bezirkes steht der Braunkohlenbergbau an der Spitze, der zur wichtigsten Brennstoff- und Energiebasis wurde. Es folgen in weitem Abstand Nahrungs- und Genußmittel, Chemische und Keramische sowie Textilindustrie. 2. Stadtkreis im brandenburgischen Bezirk C., Bezirksstadt, Kreisstadt, Hauptort der Niederlausitz, beiderseits der Spree, mit (1964) 73.257 Einwohnern (1950: 60.874) drittgrößte Stadt Brandenburgs (im 2. Weltkrieg erheblich zerstört); Hauptsitz der Niederlausitzer Textilindustrie, daneben Nahrungsmittelindustrie; Reichsbahndirektion; Hochschule für Bauwesen, Sender des „Radio DDR“, Stadttheater. — Im Sommer 1952 verlor C. seine Stellung als [S. 98]kreisfreie Stadt, ist jedoch seit 1954 wieder Stadtkreis. Literaturangaben Böhmer, Karl Hermann: Deutschland hinter dem Eisernen Vorhang — Sowjetische Besatzungszone (neubearb. v. Eugen Stamm). Essen 1962, Tellus-Verlag. 64 S. m. zahlr. Abb. Koenigswald, Harald von: Verschlossenes Land — Deutschland zwischen Ostsee und Erzgebirge. Bildband. 3. Aufl., Eßlingen 1964, Bechtle. 124 S., 192 Abb. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 97–98 Correns, Erich A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Cremer, Fritz

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1. Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der verfassungswidrigen Verwaltungsneugliederung aus dem Südteil von Brandenburg sowie sächsischen und sachsen-anhaltischen Gebietsteilen: 8.262 qkm, (1964) 831.837 Einwohner (1950: 803.978). 1~Stadtkreis: C.; 14 Landkreise: Bad Liebenwerda, Calau, C., Finsterwalde, Forst, Guben, Herzberg, Hoyerswerda, Jessen, Luckau, Lübben, Senftenberg, Spremberg, Weißwasser. Vors. des…

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DAMW (1966)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Deutsches Amt für Meßwesen und Warenprüfung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 DAL A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Danelius, Gerhard

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Deutsches Amt für Meßwesen und Warenprüfung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 DAL A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Danelius, Gerhard

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DBB (1966)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Abk. für Deutsche Bauernbank. (Landwirtschaftsbank) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 Datenverarbeitung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DBD

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Abk. für Deutsche Bauernbank. (Landwirtschaftsbank) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 Datenverarbeitung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DBD

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DEFA (1966)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Abk. für Deutsche Film AG, jetzt Deutsche Filmgesellschaft m.b.H. (Filmwesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 DDR A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Defaitismus

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Abk. für Deutsche Film AG, jetzt Deutsche Filmgesellschaft m.b.H. (Filmwesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 DDR A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Defaitismus

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Demokratie (1966)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Die seit 1776 — USA — bzw. 1791 — Frankreich — für die „westliche“ Welt repräsentative Staats- und Gesellschaftsordnung („bürgerliche D.“). Nach Auffassung Marx' und Engels' ist in ihr die Ausbeutung und damit die soziale wie auch politische Ungleichheit nicht aufgehoben. Grundlage der D. sei vielmehr der auf dem „Antagonismus der Klassen“ beruhende kapitalistische Staat. Dennoch stellt nach klassisch-marxistischer Auffassung die bürgerliche D. einen Fortschritt gegenüber dem absolutistischen Feudalstaat dar, weil sie dem Proletariat das Wahlrecht, Rede- und Koalitionsfreiheit bringt und damit erleichternde Voraussetzungen für die Zerstörung der kapitalistischen Ordnung schafft. Die bürgerliche D. sei zwar eine „Diktatur der Minderheit über die Mehrheit“, der Bourgeoisie über das Proletariat, bilde aber ein erstrebenswertes Übergangsstadium auf dem Wege zur Diktatur des Proletariats und zum Sozialismus und damit zu einer „Diktatur der Mehrheit über die Minderheit“. Die SU hat nach ihrem 1934 erfolgten Eintritt in die Weltpolitik den bis dahin für sich selbst abgelehnten Begriff der D. aus taktischen Gründen aufgegriffen, indem sie ihre Staatsform als die wahre D., als eine „D. für die Werktätigen, eine D. für alle“ und damit als „reale D.“ gegenüber der bloß „formalen“ bürgerlichen D. bezeichnete. Der Begriff D. wurde nach dem Kriege in den Satellitenstaaten und der SBZ zur Kennzeichnung des Übergangszustandes auf dem Wege zur Bolschewisierung durch die Begriffe Volksdemokratie oder Antifaschistisch-demokratische Ordnung willkürlich gedehnt und mißbraucht. (Periodisierung) In jüngster Zeit wird das Streben der ehemaligen Kolonialländer, nach Unabhängigkeit unter dem Begriff der Nationaldemokratie auf sowjet. Empfehlung hin positiv gewertet, da man darauf spekuliert, die Entwicklungsländer als Bundesgenossen im Kampf gegen das kapitalistische Lager zu gewinnen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 103 Demarkationslinie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Demokratische Bauernpartei Deutschlands

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 Die seit 1776 — USA — bzw. 1791 — Frankreich — für die „westliche“ Welt repräsentative Staats- und Gesellschaftsordnung („bürgerliche D.“). Nach Auffassung Marx' und Engels' ist in ihr die Ausbeutung und damit die soziale wie auch politische Ungleichheit nicht aufgehoben. Grundlage der D. sei vielmehr der auf dem „Antagonismus der Klassen“ beruhende kapitalistische Staat. Dennoch stellt nach…

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Demokratisierung (1966)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Schlagwort des Pj., das die zunehmende Sowjetisierung der SBZ bemänteln soll. Sie wirkte sich besonders verhängnisvoll in der Justiz aus. Auf der Forderung nach „D. der Justiz“ beruht die Einrichtung der Volksrichterlehrgänge. „Die Einrichtung der Volksrichter in der Sowjetzone ist der Weg. um die deutsche Richterschaft möglichst schnell zu demokratisieren, d.h. sie aus Menschen aus allen Schichten des Volkes zusammenzusetzen und dadurch die Grundlagen für eine demokratische Justiz zu schaffen“ [S. 104](Hilde Benjamin in: „Neue Justiz“ 1948, S. 194). (Rechtswegen) Unter dem Leitwort „D. der Verwaltung“ wurden im Juli 1952 die Länder in 14 Bezirke zerschlagen (Verwaltungsneugliederung, Bezirk). Diese Ordnung wurde 1957 durch eine „weitere D.“ der Staatsverwaltung und der Selbstverwaltung abgelöst: Im Anschluß an die 3. Parteikonferenz der SED (März 1956) beschloß die Volkskammer am 17. 1. 1957: 1. das „Gesetz über die Rechte und Pflichten der Volkskammer gegenüber den örtlichen Volksvertretungen“; 2. das „Gesetz über die örtlichen Organe der Staatsmacht“. (Regierung und Verwaltung) Das 1. Gesetz gibt (so bes. in den §§ 1, 3 und 6) der Volkskammer bzw. ihrem neugebildeten „ständigen Ausschuß für die örtlichen Volksvertretungen“ die Stellung eines alles lenkenden Obersten Sowjets, der gesetzgebend, ausführend, richtend und kontrollierend in einem ist. Das 2. Gesetz verleiht, dem Buchstaben nach, den örtlichen Parlamenten weitgehende Leitungsgewalt, aber die Selbständigkeit ist nur scheinbar. Das 1. Gesetz und der allgemein verbindliche demokratische Zentralismus machen die örtlichen Parlamente und Verwaltungen zu Werkzeugen der völlig von der SED beherrschten Volkskammer. — Bei der Propagierung der Neuen Ordnungen für die örtlichen Volksvertretungen und ihre Organe (seit April 1961) verzichtet die SED auf die Tarnformel D. (Selbstverwaltung) Literaturangaben Schütze, Hans: „Volksdemokratie“ in Mitteldeutschland (hrsg. v. d. Niedersächs. Landeszentrale f. Polit. Bildung), Hannover 1964. 228 S. u. 4 Taf. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 103–104 Demokratischer Zentralismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Demontagen

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Schlagwort des Pj., das die zunehmende Sowjetisierung der SBZ bemänteln soll. Sie wirkte sich besonders verhängnisvoll in der Justiz aus. Auf der Forderung nach „D. der Justiz“ beruht die Einrichtung der Volksrichterlehrgänge. „Die Einrichtung der Volksrichter in der Sowjetzone ist der Weg. um die deutsche Richterschaft möglichst schnell zu demokratisieren, d.h. sie aus Menschen aus allen Schichten des…

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Dessau (1966)

Siehe auch die Jahre 1956 1960 1962 1963 1965 1969 Stadtkreis im sachsen-anhaltischen Bezirk Halle, am Zusammenfluß von Elbe und Mulde, mit (1964) 95.546 Einwohnern (1950: 91.973), drittgrößte Stadt Sachsen-Anhalts; bis 1945 reich an Bauten in niederländischem Barockklassizismus und Renaissance, Schloß (16. Jh.); Elbhafen in D.-Wallwitzhafen; bedeutende Industrie: Waggon-, Stahl-, Apparate- und Maschinenbau, Chemikalien, Nahrungsmittel, bis 1945 Junkers-Flugzeugwerke. Von 1925–1932 Sitz des „Bauhauses“. Von 1863–1918 war D. Residenz der Herzöge des vereinigten Anhalt, bis 1945 Landeshauptstadt. Im 2. Weltkrieg wurde die Innenstadt fast völlig zerstört. Literaturangaben Böhmer, Karl Hermann: Deutschland hinter dem Eisernen Vorhang — Sowjetische Besatzungszone (neubearb. v. Eugen Stamm). Essen 1962, Tellus-Verlag. 64 S. m. zahlr. Abb. Koenigswald, Harald von: Verschlossenes Land — Deutschland zwischen Ostsee und Erzgebirge. Bildband. 3. Aufl., Eßlingen 1964, Bechtle. 124 S., 192 Abb. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 104 Dertinger, Georg A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Dessau, Paul

Siehe auch die Jahre 1956 1960 1962 1963 1965 1969 Stadtkreis im sachsen-anhaltischen Bezirk Halle, am Zusammenfluß von Elbe und Mulde, mit (1964) 95.546 Einwohnern (1950: 91.973), drittgrößte Stadt Sachsen-Anhalts; bis 1945 reich an Bauten in niederländischem Barockklassizismus und Renaissance, Schloß (16. Jh.); Elbhafen in D.-Wallwitzhafen; bedeutende Industrie: Waggon-, Stahl-, Apparate- und Maschinenbau, Chemikalien, Nahrungsmittel, bis 1945 Junkers-Flugzeugwerke. Von 1925–1932 Sitz…

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Deutsch-Afrikanische Gesellschaft (1966)

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Die SBZ will das Ansehen Deutschlands in Afrika für sich ausnutzen, will durch persönliche Fühlungnahme, Delegationsaustausch, kulturelle und wirtschaftliche Werbung in Afrika ihren Einfluß vergrößern. Zugleich will sie die BRD und deren Entwicklungshilfe herabsetzen. Deshalb wurde im März 1961, neben der schon bestehenden Deutsch-Arabischen Gesellschaft und dem Komitee für die Solidarität mit den Völkern Afrikas, die DAG. gegründet. Mit Konferenzen über „Probleme des Neokolonialismus und die Politik der ‚beiden deutschen Staaten‘ gegenüber dem nationalen Befreiungskampf der afrikanischen Völker“, mit vielen Broschüren, Rundfunkmanuskripten und der Betreuung afrikanischer Gäste und Studenten ist die DAG. eine der wichtigsten Organisationen der Auslandspropaganda. Präs.: Prof. Dr. Walter ➝Markov (Univ. Leipzig), Vizepräs.: Gerald ➝Götting und Werner Lamberz (SED), dem Präsidium gehören u. a. Herbert ➝Warnke und Horst Brasch an. Daß ein weiterer Vizepräs., Günter Schabowski, stellv. Chefred. der „Tribüne“ ist, unterstreicht die enge Verbindung des FDGB zur DAG., ist doch eine ihrer Hauptaufgaben kommun. Aufwiegelung der afrikan. Gewerkschaften. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 105 Deutrans A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutsch-Arabische Gesellschaft

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Die SBZ will das Ansehen Deutschlands in Afrika für sich ausnutzen, will durch persönliche Fühlungnahme, Delegationsaustausch, kulturelle und wirtschaftliche Werbung in Afrika ihren Einfluß vergrößern. Zugleich will sie die BRD und deren Entwicklungshilfe herabsetzen. Deshalb wurde im März 1961, neben der schon bestehenden Deutsch-Arabischen Gesellschaft und dem Komitee für die Solidarität mit den Völkern Afrikas, die DAG. gegründet. Mit…

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Deutsch-Französische Gesellschaft (1966)

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1969 1975 1979 Zur „Vertiefung der Freundschaft und der Verständigung zwischen dem französischen und dem deutschen Volk“ — worunter die „Werktätigen der DDR und der revolutionären französischen Kampforganisationen“ verstanden werden — am 17. 2. 1962 gegründet. Hat politisch Fühlung vor allem mit der gegen die BRD gerichteten Vereinigung „Echanges Franco-Allemands“, die seit langem eine „Reorientierung der franz. Deutschlandpolitik“ und eine „Anerkennung der DDR“ verlangt. Präsident der DFG: Prof. Dr. Georg Mayer (SED) bis 9. 7. 1964, seitdem Franz ➝Dahlem (SED); Vizepräs.: August ➝Bach, Wilhelm Girnus (SED), Herbert Schönfeld (SED). Sekretär: Harry Hahnewald (SED). Die DFG trat 1962 besonders beim Staatsbesuch de Gaulles in der BRD, bei der Verfassungsabstimmung und den Parlamentswahlen in Frankreich mit antigaullistischen und prokommunistischen Erklärungen hervor, durch die sie Einfluß auf die frz. Innenpolitik zu nehmen suchte. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 105 Deutsch-Britische Gesellschaft A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutsch-Italienische Gesellschaft

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1969 1975 1979 Zur „Vertiefung der Freundschaft und der Verständigung zwischen dem französischen und dem deutschen Volk“ — worunter die „Werktätigen der DDR und der revolutionären französischen Kampforganisationen“ verstanden werden — am 17. 2. 1962 gegründet. Hat politisch Fühlung vor allem mit der gegen die BRD gerichteten Vereinigung „Echanges Franco-Allemands“, die seit langem eine „Reorientierung der franz. Deutschlandpolitik“ und eine „Anerkennung der…

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Chemnitzer, Johannes (1966)

Siehe auch die Jahre 1965 1969 * 1929. 1948 bis 1951 Besuch d. Fachschule f. Landwirtschaft, staatl. gepr. Landwirt. Danach Tätigkeit in einer MTS. 1953 Sekretär für Landwirtschaft in der SED-Kreisleitung Zwickau/Land, Besuch der Parteihochschule, 1958 Sekretär f. Landw. in der SED-Bezirksleitung Gera, seit 1963 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Neubrandenburg. Seit Okt. 1963 Abg. d. Volkskammer. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 96 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/chemnitzer-johannes-hans verwiesen. Chemnitz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Chinesisch-Sowjetischer Konflikt

Siehe auch die Jahre 1965 1969 * 1929. 1948 bis 1951 Besuch d. Fachschule f. Landwirtschaft, staatl. gepr. Landwirt. Danach Tätigkeit in einer MTS. 1953 Sekretär für Landwirtschaft in der SED-Kreisleitung Zwickau/Land, Besuch der Parteihochschule, 1958 Sekretär f. Landw. in der SED-Bezirksleitung Gera, seit 1963 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Neubrandenburg. Seit Okt. 1963 Abg. d. Volkskammer. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966:…

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Chruschtschowismus (1966)

Reformkommunismus, Gulaschkommunismus, Marxismus-Leninismus. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 97 Chruschtschow, Nikita Sergejewitsch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Cisinski-Preis

Reformkommunismus, Gulaschkommunismus, Marxismus-Leninismus. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 97 Chruschtschow, Nikita Sergejewitsch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Cisinski-Preis

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COMECON (1966)

Siehe auch: Comecon: 1959 1960 1962 1963 1975 COMECON: 1965 1969 Comecon (auch C.M.E.A.): 1979 Abk. der engl. Bezeichnung für Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe. (Ungekürzt: Council for Mutual Economic Assistance) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 97 Claudius, Eduard A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Conférenciers, Arbeitsgemeinschaft für sozialistische

Siehe auch: Comecon: 1959 1960 1962 1963 1975 COMECON: 1965 1969 Comecon (auch C.M.E.A.): 1979 Abk. der engl. Bezeichnung für Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe. (Ungekürzt: Council for Mutual Economic Assistance) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 97 Claudius, Eduard A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Conférenciers, Arbeitsgemeinschaft für sozialistische

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Cremer, Fritz (1966)

Siehe auch die Jahre 1963 1965 * 22. 10. 1906 in Arnsberg/Westf. als Sohn eines Handwerkers. Ausbildung als Steinbildhauer. 1926 KJVD, später KPD, Mitbegr. des Roten Studentenbundes an der Hochschule für freie und angewandte Kunst in Berlin. 1934 bis 1939 versch. Studienreisen. 1937 Staatspreis. 1938 Leiter eines Meisterateliers der Preuß. Akademie der Künste. 1940 Einberufung zur Wehrmacht, nach Verleihung des Rompreises vorübergehend freigestellt, 1944 bis 1946 in jugoslaw. Kriegsgefangenschaft. 1946 Prof. an der Akademie für angewandte Kunst in Wien, 1950 Übersiedlung nach Berlin, Mitgl. der SED und der Deutschen ➝Akademie der Künste. 1951 und 1958 Nationalpreis. 1961 Kunstpreis des FDGB. C. schuf Denkmäler für die Opfer des Faschismus u.a. in Wien, Mauthausen, Buchenwald und eindrucksvolle monumentale Gewandfiguren: „Die Trauernde“, „Die Anklagende“. Da seine Kunst als Formalismus angegriffen wurde, stellte er sich auf sozialistischen Realismus um: „Aufbauhelfer“, Porträtplastik des Aktivisten „Franz Franik“. Die sowjet. Intervention in Ungarn 1956 rechtfertigte er in dem graphischen Zyklus „Ungarn-Vision“. Auf dem V. Kongreß des Verbandes ➝Bildender Künstler 1964 wandte er sich in einer aufsehenerregenden Diskussionsbeitrag gegen die doktrinäre Reglementierung der Kunst. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 98 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/cremer-fritz verwiesen. Cottbus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Dahlem, Franz

Siehe auch die Jahre 1963 1965 * 22. 10. 1906 in Arnsberg/Westf. als Sohn eines Handwerkers. Ausbildung als Steinbildhauer. 1926 KJVD, später KPD, Mitbegr. des Roten Studentenbundes an der Hochschule für freie und angewandte Kunst in Berlin. 1934 bis 1939 versch. Studienreisen. 1937 Staatspreis. 1938 Leiter eines Meisterateliers der Preuß. Akademie der Künste. 1940 Einberufung zur Wehrmacht, nach Verleihung des Rompreises vorübergehend freigestellt, 1944 bis 1946 in jugoslaw.…

DDR A-Z 1966

Danelius, Gerhard (1966)

Siehe auch: Danelius, Gerhard: 1960 1962 1963 1965 1969 Danelius, Gerhart: 1959 * 2. 4. 1913 in Berlin. Emigrierte 1933 nach Holland und war in holländischen Seehäfen als Komintern-Agent tätig. Von 1936 bis 1945 in Frankreich; in dieser Zeit u.a. freier Mitarbeiter der in Paris erscheinenden „Deutschen Volkszeitung“. 1946 Bürgermeister in Berlin-Karow, Besuch der SED-Parteihochschule, von etwa 1950 bis zum Verbot der KPD in der Bundesrepublik im August 1956 Instrukteur des ZK der SED beim Parteivorstand der KPD, danach 1. Sekretär der SED-Kreisleitung Berlin-Friedrichshain, Mitarbeiter der SED Bezirksleitung Berlin, im Febr. 1959 in das Büro der Bezirksleitung kooptiert, seit April 1959 offiziell Sekretär der Parteiorganisation der SED in West-Berlin. Seitdem sich die SED in West-Berlin im Nov. 1962 als „selbständige“ Partei konstituierte, nennt sich D. „1. Sekretär des Vorstandes der SED-West-Berlins“. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/danelius-gerhard verwiesen. DAMW A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DARAG

Siehe auch: Danelius, Gerhard: 1960 1962 1963 1965 1969 Danelius, Gerhart: 1959 * 2. 4. 1913 in Berlin. Emigrierte 1933 nach Holland und war in holländischen Seehäfen als Komintern-Agent tätig. Von 1936 bis 1945 in Frankreich; in dieser Zeit u.a. freier Mitarbeiter der in Paris erscheinenden „Deutschen Volkszeitung“. 1946 Bürgermeister in Berlin-Karow, Besuch der SED-Parteihochschule, von etwa 1950 bis zum Verbot der KPD in der Bundesrepublik im August 1956 Instrukteur des ZK der…

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DBD (1966)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Abk. für Demokratische Bauernpartei Deutschlands. Im April 1948 gebildet, am 16. 6. 1948 von der SMAD genehmigt. Gründungsprogramm: Sicherung der Bodenreform und (angeblich) des Privateigentums der Klein- und Mittelbauern, Festigung des „Bündnisses der werktätigen Bauern mit der Arbeiterklasse“. Tatsächlich unterstützt die DBD bedingungslos die Sozialisierungspolitik der SED in der Landwirtschaft. Das zeigte sich besonders während der Kollektivierungskampagne im Frühjahr 1960. Ihr Einfluß ist praktisch bedeutungslos. Vors.: Ernst ➝Goldenbaum, stellv. Vors.: Paul ➝Scholz, Generalsekretär: Berthold Rose. Die führenden Funktionäre der DBD sind zu einem großen Teil ehemalige Mitgl. der SED bzw. der KPD, die durch Parteiauftrag der SED-Führung die Gründung und Leitung der DBD besorgten. Mitgliederstand: Anfang 1958 etwa 72.000. Zentralorgan: „Bauern-Echo“, Auflage etwa 100.000. Literaturangaben Duhnke, Horst: Stalinismus in Deutschland — Die Geschichte der sowjetischen Besatzungszone (Rote Weißbücher 15). Köln 1955, Kiepenheuer und Witsch. 378 S. Lukas, Richard: 10 Jahre sowjetische Besatzungszone … Mainz 1955, Deutscher Fachschriften-Verlag. 215 S. Richert, Ernst (m. e. Einl. von Martin Drath): Macht ohne Mandat — der Staatsapparat in der SBZ. 2., erw. Aufl. (Schr. d. Inst. f. polit. Wissenschaft, Berlin, Bd. 11). Köln 1963, Westdeutscher Verlag. 349 S. Schütze, Hans: „Volksdemokratie“ in Mitteldeutschland (hrsg. v. d. Niedersächs. Landeszentrale f. Polit. Bildung), Hannover 1964. 228 S. u. 4 Taf. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 DBB A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DBR

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Abk. für Demokratische Bauernpartei Deutschlands. Im April 1948 gebildet, am 16. 6. 1948 von der SMAD genehmigt. Gründungsprogramm: Sicherung der Bodenreform und (angeblich) des Privateigentums der Klein- und Mittelbauern, Festigung des „Bündnisses der werktätigen Bauern mit der Arbeiterklasse“. Tatsächlich unterstützt die DBD bedingungslos die Sozialisierungspolitik der SED in der Landwirtschaft. Das zeigte…

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Defaitismus (1966)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Verzweiflung, die jede Aktivität lähmt. Im Pj. Zweifel und mangelnder Glaube, daß dem Bolschewismus die Zukunft gehört. Auch sachlich begründete Skepsis, z. B. hinsichtlich der Erfüllbarkeit bestimmter Planziele, wird oft als D. verurteilt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 DEFA A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Dekadenz

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Verzweiflung, die jede Aktivität lähmt. Im Pj. Zweifel und mangelnder Glaube, daß dem Bolschewismus die Zukunft gehört. Auch sachlich begründete Skepsis, z. B. hinsichtlich der Erfüllbarkeit bestimmter Planziele, wird oft als D. verurteilt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 99 DEFA A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Dekadenz

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Demokratische Bauernpartei Deutschlands (1966)

Siehe auch: Demokratische Bauernpartei Deutschlands: 1965 1969 1975 1979 Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD): 1985 DBD. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 103 Demokratie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Demokratischer Frauenbund Deutschlands (DFD)

Siehe auch: Demokratische Bauernpartei Deutschlands: 1965 1969 1975 1979 Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD): 1985 DBD. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 103 Demokratie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Demokratischer Frauenbund Deutschlands (DFD)

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Demontagen (1966)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Reparationen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 104 Demokratisierung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Denkmalschutz

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Reparationen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 104 Demokratisierung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Denkmalschutz

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Dessau, Paul (1966)

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 * 19. 12. 1894 in Hamburg. Musikalische Ausbildung in Berlin. 1913 Korrepetitor am Stadttheater Hamburg. Soldat im 1. Weltkrieg, dann Kapellmeister in Köln und an der Städt. Oper Berlin. Emigration 1933. In den USA zwischen 1939 und 1948 enge Zusammenarbeit mit Bert ➝Brecht, die danach in Berlin ihre Fortsetzung fand. Vors. des Komponistenverbandes der Bezirke Berlin und Brandenburg. Mitgl. und 1959–1962 Vizepräsident d. Deutschen Akademie der Künste. D. wurde 1965 von der Westberliner Akademie der Künste zum Mitglied gewählt. In seinen Werken — u.a. „Deutsches Miserere“, „Die Thälmann-Kolonne“, Musik zur „Verurteilung des Lukullus“ — verbinden sich atonale Klangelemente und bewußt „klassenkämpferische“ Ausdrucksformen. (Musik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 104 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/dessau-paul verwiesen. Dessau A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deter, Adolf

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 * 19. 12. 1894 in Hamburg. Musikalische Ausbildung in Berlin. 1913 Korrepetitor am Stadttheater Hamburg. Soldat im 1. Weltkrieg, dann Kapellmeister in Köln und an der Städt. Oper Berlin. Emigration 1933. In den USA zwischen 1939 und 1948 enge Zusammenarbeit mit Bert ➝Brecht, die danach in Berlin ihre Fortsetzung fand. Vors. des Komponistenverbandes der Bezirke Berlin und Brandenburg. Mitgl. und 1959–1962 Vizepräsident d. Deutschen Akademie der…

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Deutsch-Arabische Gesellschaft (1966)

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Zur „Pflege freundschaftlicher Beziehungen mit den Völkern des Ostens“, zur Information „der deutschen Werktätigen über die Verhältnisse in den arabischen Ländern“ und „um der arabischen Bevölkerung Kenntnisse über die Kultur und Geschichte des deutschen Volkes (ergänze: aus marxistisch-leninistischer Sicht) zu vermitteln“, wurde im Okt. 1958 die DAG. gegründet. Sie ist eines der Instrumente der mit großem Aufwand betriebenen Auslandspropaganda (Gesellschaft für kulturelle Verbindungen mit dem Ausland). Präsident ist Ernst ➝Scholz, Sekretär Harry Treufeldt. Vizepräs.: Prof. Werner ➝Hartke und Rudolf Agsten (Sekretär des ZV der LDPD). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 105 Deutsch-Afrikanische Gesellschaft A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutsch-Belgische Gesellschaft

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 Zur „Pflege freundschaftlicher Beziehungen mit den Völkern des Ostens“, zur Information „der deutschen Werktätigen über die Verhältnisse in den arabischen Ländern“ und „um der arabischen Bevölkerung Kenntnisse über die Kultur und Geschichte des deutschen Volkes (ergänze: aus marxistisch-leninistischer Sicht) zu vermitteln“, wurde im Okt. 1958 die DAG. gegründet. Sie ist eines der Instrumente der mit großem Aufwand betriebenen…

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Deutsch-Italienische Gesellschaft (1966)

Siehe auch die Jahre 1965 1969 1975 1979 Als Werkzeug der Auslandspropaganda am 8. 1. 1963 gegründet. Die DIG behauptet, „der italienischen Öffentlichkeit ein reales Bild über den ersten deutschen Arbeiter-und-Bauern-Staat zu vermitteln“, d.h. sie soll auch außerhalb der kommun. Kreise Italiens für das Regime der SBZ werben. Präsident: Prof. Gerhard Reintanz (CDU). Mitgl. des Präsidiums u.a.: Alfred ➝Kurella und Hans Rietz (DBD). Sekretär: Bruno Täuscher (SED). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 105 Deutsch-Französische Gesellschaft A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutsch-Lateinamerikanische Gesellschaft

Siehe auch die Jahre 1965 1969 1975 1979 Als Werkzeug der Auslandspropaganda am 8. 1. 1963 gegründet. Die DIG behauptet, „der italienischen Öffentlichkeit ein reales Bild über den ersten deutschen Arbeiter-und-Bauern-Staat zu vermitteln“, d.h. sie soll auch außerhalb der kommun. Kreise Italiens für das Regime der SBZ werben. Präsident: Prof. Gerhard Reintanz (CDU). Mitgl. des Präsidiums u.a.: Alfred ➝Kurella und Hans Rietz (DBD). Sekretär: Bruno Täuscher (SED). Fundstelle: SBZ von A…