DDR A-Z 1965

Kündigungsrecht (1965)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Nach § 31 des Gesetzbuches der Arbeit über die Auflösung eines Arbeitsvertrages grundsätzlich zwischen dem Betrieb und den Werktätigen vereinbart werden. Nur wenn ein Aufhebungsvertrag nicht zustande kommt, soll gekündigt werden. Die Kündigung durch einen Betrieb setzt voraus, daß die Übernahme einer anderen Arbeit im Betrieb nicht vereinbart werden kann. Der Betrieb darf kündigen, wenn es infolge Änderung der Produktion, der Struktur oder des Stellen- bzw. Arbeitskräfteplans (Arbeitskräfte) notwendig ist oder der Beschäftigte für die vereinbarte Arbeit nicht geeignet ist oder Mängel eines Arbeitsvertrages nicht beseitigt werden können. Die Kündigungsfrist beträgt mindestens 14 Tage, während früher diese Frist zwingend [S. 246]vorgeschrieben war. Im Arbeitsvertrag können jetzt Kündigungsfristen bis zu 3 Monaten und besondere Kündigungstermine vereinbart werden. Die Kündigung bedarf der Schriftform. Die Gründe der Kündigung müssen angegeben werden. Das verhindert nicht, daß unter dem Vorwand einer Strukturänderung des Betriebes Kündigungen aus politischen Gründen ausgesprochen werden. Jede Kündigung bedarf der Zustimmung der betrieblichen ➝Gewerkschaftsleitung. Diese Schutzbestimmung ist jedoch für Kündigungen aus politischen Gründen bedeutungslos, da die betrieblichen Gewerkschaftsleitungen sich in Abhängigkeit von der SED befinden (FDGB). Der Betrieb kann fristlos entlassen bei „schwerwiegender Verletzung der staatsbürgerlichen Pflichten oder der sozialistischen Arbeitsdisziplin“ (§ 32). Eine fristlose Kündigung durch den Arbeitnehmer ist nicht vorgesehen. Zur Kündigung und fristlosen Entlassung von anerkannten Verfolgten des Naziregimes (VVN), Schwerbeschädigten, Tuberkulosekranken und Rekonvaleszenten ist die vorherige schriftliche Zustimmung des Rates des Kreises erforderlich. Die Kündigungsfrist beträgt mindestens einen Monat. Wegen des Kündigungsschutzes von werdenden Müttern und Müttern nach der Niederkunft Mutterschutz. Literaturangaben Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der sowjetischen Besatzungszone. 5., erw. Aufl. (BB) 1959. Teil I (Text) 264 S., Teil II (Anlagen) 162 S. Mampel, Siegfried, und Karl Hauck: Sozialpolitik in Mitteldeutschland (Sozialpolitik in Deutschland, H. 48, hrsg. v. Bundesmin. f. Arbeit …). Stuttgart usw. 1961, Kohlhammer. 87 S. Mampel, Siegfried: Das Gesetzbuch der Arbeit der Sowjetzone und das Arbeitsrecht der Bundesrepublik Deutschland — ein Vergleich. 5. Aufl. (hrsg. v. Bundesmin. für Arbeit …). Bonn 1962. 64 S. Mampel, Siegfried: Beiträge zum Arbeitsrecht der sowjetischen Besatzungszone (BMG) 1963. 135 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 242, 246 Kultur- und Sozialfonds A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Künstler-Agentur, Deutsche

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Nach § 31 des Gesetzbuches der Arbeit über die Auflösung eines Arbeitsvertrages grundsätzlich zwischen dem Betrieb und den Werktätigen vereinbart werden. Nur wenn ein Aufhebungsvertrag nicht zustande kommt, soll gekündigt werden. Die Kündigung durch einen Betrieb setzt voraus, daß die Übernahme einer anderen Arbeit im Betrieb nicht vereinbart werden kann. Der Betrieb darf kündigen, wenn es infolge Änderung…

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Kunstpreis der DDR (1965)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1966 1969 Preis, der an Einzelpersonen für hervorragende und besondere künstlerische Einzelleistungen auf den Gebieten der darstellenden Kunst, des Films, der Musik und der Bildenden Kunst verliehen wird. (Auszeichnungen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 247 Kunstpolitik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kupferbergbau

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1966 1969 Preis, der an Einzelpersonen für hervorragende und besondere künstlerische Einzelleistungen auf den Gebieten der darstellenden Kunst, des Films, der Musik und der Bildenden Kunst verliehen wird. (Auszeichnungen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 247 Kunstpolitik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kupferbergbau

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Kurierdienst, Zentraler (ZKD) (1965)

Siehe auch: Kurierdienst, Zentraler (ZKD): 1962 1963 1966 1969 Zentraler Kurierdienst: 1985 Zur Sicherung des Postverkehrs der zentralen staatlichen Organe, Institutionen und Einrichtungen vor „imperialistischen Sabotage- und Spionageorganisationen“ auf Anordnung des Innenministers vom 26. 9. 1955 (später ersetzt durch AO vom 23. 4. 1958) errichtet. Nach Aufnahme der Tätigkeit des ZKD sind die bis dahin bestehenden Kurierdienste mit Ausnahme der des Ministeriums des Innern und des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten aufgelöst worden. Der ZKD stützt sich auf Einrichtungen der Post, jedoch werden ZKD-Sendungen getrennt und nur von solchen Postangestellten behandelt, die als politisch zuverlässig gelten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 247 Kuren der Sozialversicherung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kurorte

Siehe auch: Kurierdienst, Zentraler (ZKD): 1962 1963 1966 1969 Zentraler Kurierdienst: 1985 Zur Sicherung des Postverkehrs der zentralen staatlichen Organe, Institutionen und Einrichtungen vor „imperialistischen Sabotage- und Spionageorganisationen“ auf Anordnung des Innenministers vom 26. 9. 1955 (später ersetzt durch AO vom 23. 4. 1958) errichtet. Nach Aufnahme der Tätigkeit des ZKD sind die bis dahin bestehenden Kurierdienste mit Ausnahme der des Ministeriums des Innern und…

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Küstrin (1965)

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1966 1969 Stadt im brandenburgischen Bezirk Frankfurt (Oder), an der Mündung der Warthe in die Oder. Alte Festung. 1945 schwer zerstört. Der größere Teil der Stadt auf der östlichen Oder-Seite steht seit 1945 unter dem Namen Kostrzyn unter poln. Verwaltung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 248 Küste A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KVP

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1966 1969 Stadt im brandenburgischen Bezirk Frankfurt (Oder), an der Mündung der Warthe in die Oder. Alte Festung. 1945 schwer zerstört. Der größere Teil der Stadt auf der östlichen Oder-Seite steht seit 1945 unter dem Namen Kostrzyn unter poln. Verwaltung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 248 Küste A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KVP

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Lager (1965)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 [S. 249]„Zwei L.“ nach dem Stalinismus die Grundverfassung der menschlichen Gesellschaft im imperialistischen Endstadium des Kapitalismus, der in seine „Allgemeine Krise“ eingetreten sei. Die vor allem von Stalin und A. A. Shdanow nach dem 2. Weltkrieg ausgearbeitete Theorie der 2 L. behauptet, daß es in der Allgemeinen Krise des Kapitalismus keine dritte ausgleichende oder mittlere Position zwischen den L. des Weltbolschewismus („sozialistisches L.“) und des „Kapitalismus“ gibt. Ersteres verkörpert im Sinne der Theorie des Marxismus-Leninismus den „Fortschritt“ (zu Agitationszwecken als „L. des Friedens“ bezeichnet) und wird von den bolschewistisch regierten Staaten (Ostblock) geführt, die zugleich die Interessen der Werktätigen bzw. der „Völker“ in den kapitalistischen, halbkolonialen und kolonialen Ländern wahrzunehmen beanspruchen. Demgegenüber verkörpere das kapitalistische L. die „Reaktion“ und diene der Erhaltung des Status quo, der Konsolidierung und weiteren Ausweitung der Macht der Bourgeoisie und ihrer Monopole mit allen, auch militanten Mitteln („L. des Krieges“); es werde von den bourgeoisen Minderheiten getragen, die angeblich die Staaten mit kapitalistischer Wirtschaftsstruktur beherrschen. Seit Stalins Tod, insbesondere seit dem XX. Parteitag der KPdSU, Umdeutung und Erweiterung der L.-Theorie: neben dem unverändert als „L. des Friedens“ bezeichneten „Sozialistischen L.“ sei eine „Zone des Friedens“ entstanden, selbständige nationalstaatliche, z. T. „neutrale“ Kräftegruppen (wie die ehemals kolonialen Länder Indien, Ägypten, die arabische Welt u.a.), die eine antiimperialistische Frontstellung bezogen haben, ohne einen Führungsanspruch des „Sozialistischen L.“ anzuerkennen (Nationaldemokratie, Neutralismus, Neutralität, Sozialistisches Weltsystem, Chinesisch-sowjetischer Konflikt) Literaturangaben Leonhard, Wolfgang: Sowjetideologie heute, Bd. II — Die politischen Lehren (Fischer-Bücherei, 461). Frankfurt a. M., 1962. 328 S. Brzezinski, Zbigniew K.: Der Sowjetblock — Einheit und Konflikt (a. d. Amerik.). Köln 1962, Kiepenheuer und Witsch. 581 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 249 Kybernetik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Laienkunst

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 [S. 249]„Zwei L.“ nach dem Stalinismus die Grundverfassung der menschlichen Gesellschaft im imperialistischen Endstadium des Kapitalismus, der in seine „Allgemeine Krise“ eingetreten sei. Die vor allem von Stalin und A. A. Shdanow nach dem 2. Weltkrieg ausgearbeitete Theorie der 2 L. behauptet, daß es in der Allgemeinen Krise des Kapitalismus keine dritte ausgleichende oder mittlere Position zwischen den L. des Weltbolschewismus…

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Landflucht (1965)

Siehe auch die Jahre 1966 1969 Schon nach der Bodenreform, verstärkt aber seit Beginn der Kollektivierung der Landwirtschaft setzte eine zunehmende L. ein. Sie wurde vor Errichtung der Mauer durch die anhaltende Fluchtbewegung gefördert. In jüngster Zeit wird die zunehmende Überalterung der landwirtschaftlichen Bevölkerung als Ursache angegeben. Zwischen 1952 und 1963 nahm die Zahl der in der Landwirtschaft Beschäftigten um 403.000 Personen von 1,702 Mill. auf 1,299 Milli, ab. Dies entspricht einem Rückgang im Laufe der letzten elf Jahre von 23,7 v. H. Unter den gleichzeitig erfaßten 2,312 Mill. Flüchtlingen befanden sich 156.000 (-6,7 v. H.) Personen aus dem Pflanzenbau und der Tierwirtschaft. Während z. B. 1952 noch 21,7 v. H. aller Erwerbstätigen in der SBZ einem landwirtschaftlichen Beruf angehörten, sind es 1963 nur noch 16,3 v. H. gewesen. Schon während der Jahre 1956/57 versuchte man, dieser besorgniserregenden Entwicklung Herr zu werden. Man stellte fest, daß fast 30 v. H. der ausgebildeten Lehrlinge der Landwirtschaft in andere Berufe abwanderten. Selbst die Schulabgänger sind damals wie heute nicht gewillt, landwirtschaftliche Berufe zu ergreifen, obwohl man über 30 spezielle landwirtschaftliche Lehrberufe mit Facharbeiterabschlußprüfung geschaffen hat. Auch Jugendliche, die die 8. Klasse der Grundschule nicht erreichten, konnten kaum für die Landwirtschaft geworben werden. Seit der Zwangskollektivierung hat sich die Situation weiter verschlechtert. Versprechungen hinsichtlich einer geregelten Arbeitszeit von täglich 8 Stunden waren nicht einzuhalten. Mangelnde Unterbringungsmöglichkeiten in Wohnheimen, die schwierige Wohnungsbeschaffung auf dem Lande sowie bessere Verdienstmöglichkeiten in der Industrie machen die L. zu einem aktuellen Problem des Regimes. Im Frühjahr 1964 wurden schließlich die LPG-Mitglieder aufgefordert, dafür zu sorgen, daß ihre Kinder als Arbeitskräfte in der Landwirtschaft erhalten bleiben. Auch eine Besserung der zunehmenden Überalterung der Bevölkerung, die nach Vorausberechnungen etwa 1970 zu erwarten ist, wird das Problem nicht lösen helfen. Man weiß sehr genau, welche Gefahren in der Ablehnung der Jugend stecken, in der kollektivierten Landwirtschaft mitzuarbeiten. Das Ziel, bis 1970 die Voraussetzung für eine industriemäßige Produktion der Landwirtschaft zu schaffen, ist nur zu erreichen, wenn es gelingt der L. Einhalt zu gebieten und gleichzeitig genügend junge Menschen zu Fachkräften auszubilden. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 250 Länder A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Landkarten

Siehe auch die Jahre 1966 1969 Schon nach der Bodenreform, verstärkt aber seit Beginn der Kollektivierung der Landwirtschaft setzte eine zunehmende L. ein. Sie wurde vor Errichtung der Mauer durch die anhaltende Fluchtbewegung gefördert. In jüngster Zeit wird die zunehmende Überalterung der landwirtschaftlichen Bevölkerung als Ursache angegeben. Zwischen 1952 und 1963 nahm die Zahl der in der Landwirtschaft Beschäftigten um 403.000 Personen von 1,702 Mill. auf 1,299 Milli, ab. Dies…

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Landtechnik (1965)

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 Die L. ist in Forschung, Lehre, Entwicklung und Fabrikation ausgerichtet auf die „Schaffung der materiell-technischen Basis der sozialistischen Landwirtschaft“ mit dem Ziele der Einführung „industriemäßiger Produktionsmethoden“. Seit 1952 besteht in Potsdam-Bornim das Institut für L. der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften. Die Universitäten Berlin, Leipzig, Dresden, Halle, Jena und Rostock sowie die Hochschule für LPG in Meißen und die Hochschule für Landwirtschaft in Bernburg verfügen über landtechnische Institute; ferner gibt es in Leipzig ein Institut für Landmaschinen- und Traktorenbau. Neben 3 Ingenieurschulen für L. (Berlin-Wartenberg; Friesack; Nordhausen) bestehen auf Bezirksebene 4 Spezialschulen für L. Als landtechnische Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis wird die monatlich erscheinende „Deutsche Agrartechnik“ von der Kammer der Technik herausgegeben (1964: 14. Jahrgang). — Der Landmaschinenbau, von Ulbricht auf dem VIII. Deutschen ➝Bauernkongreß (1964) wegen des „Rückstandes im wissenschaftlich-technischen Niveau“ mit großer Schärfe gerügt, konnte der Forderung, geeignete Maschinensysteme zu produzieren, bisher weder konstruktiv und qualitativ noch mengenmäßig gerecht werden. Die wichtigsten der 12 Produktionsstätten, die zentral durch die VVB Landmaschinen- und Traktorenbau (neuer Generaldirektor seit 1. 3. 1964: Dipl. Ing. oec. Günter Fischer) geleitet werden, sind: VEB Schlepperwerk Nordhausen (früher Normag), VEB Traktorenwerk Schönebeck (früher Famo), VEB Bodenbearbeitungsgeräte Leipzig (früher Rud. Sack), VEB Weimar-Werk (früher Waggonbau Weimar), VEB Fortschritt Erntebergungsmaschinen, Neustadt (früher Klinger), VEB Landmaschinenbau Bernburg (früher Siedersleben). — Bestand an Ackerschleppern Anfang 1964 (6,4 Mill. ha LN): 110.000 Stück, in der BRD (14,2 Mill. ha LN): 1.100.000 Stück; Mähdrescher: 13.800, in der BRD: 95.000. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 250 Landschaftspflege A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Landwirtschaft

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 Die L. ist in Forschung, Lehre, Entwicklung und Fabrikation ausgerichtet auf die „Schaffung der materiell-technischen Basis der sozialistischen Landwirtschaft“ mit dem Ziele der Einführung „industriemäßiger Produktionsmethoden“. Seit 1952 besteht in Potsdam-Bornim das Institut für L. der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften. Die Universitäten Berlin, Leipzig, Dresden, Halle, Jena und Rostock sowie die Hochschule für…

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Landwirtschaftsteuer (1965)

Siehe auch: Landwirtschaftssteuer: 1958 1969 Landwirtschaftssteuern: 1975 1979 Landwirtschaftsteuer: 1959 1966 Die L. setzt sich zusammen aus der Umsatz-, Einkommen- und Vermögenssteuer. Nach der Anordnung vom 29. 1. 1959 (GBl.~I 112/59) wird die L. auf der Grundlage der Flächen berechnet, für die von der LPG an das Mitglied Bodenanteile gezahlt werden, zuzüglich der Flächen der persönlichen Hauswirtschaft. Berechnung erfolgt auf der Basis des für den Betrieb geltenden Einheitswertes. Für die Berechnung der L. ist ausschlaggebend, daß Bodenanteile gewährt werden. Der Einzug der L. erfolgt durch die Räte der Gemeinden; für die Berechnung ist die Abt. Finanzen der Räte der Kreise zuständig. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 255 Landwirtschaftsrat A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z „Landwirtschafts- und Gartenbau-Ausstellung der DDR“ in Leipzig-Markkleeberg

Siehe auch: Landwirtschaftssteuer: 1958 1969 Landwirtschaftssteuern: 1975 1979 Landwirtschaftsteuer: 1959 1966 Die L. setzt sich zusammen aus der Umsatz-, Einkommen- und Vermögenssteuer. Nach der Anordnung vom 29. 1. 1959 (GBl.~I 112/59) wird die L. auf der Grundlage der Flächen berechnet, für die von der LPG an das Mitglied Bodenanteile gezahlt werden, zuzüglich der Flächen der persönlichen Hauswirtschaft. Berechnung erfolgt auf der Basis des für den Betrieb geltenden…

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Lebensmittelkarten (1965)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 Bis zum 28. Mai 1956 wurden in der SBZ und Ost-Berlin L. ausgegeben, die zum Bezug rationierter Lebensmittel (Fett, Fleisch, Zucker, Milch) zu niedrigen Preisen berechtigten. Neben einer sog. Grundkarte gab es fünf Typen von Zusatzkarten, die differenziert nach Berufsgruppen ausgegeben wurden. Kinder erhielten besondere L. Da die Zuteilungen keineswegs ausreichten, mußten zusätzliche Nahrungsmittel zu überhöhten Preisen in HO-Geschäften gekauft werden. Mit der 1958 erfolgten, seit Jahren angekündigten Abschaffung der L. wurde zugleich auch das doppelte Preisniveau beseitigt (Preispolitik). Man senkte die entsprechenden Preise für HO-Waren und erhöhte die Preise der bisher rationierten Lebensmittel. Die dadurch verursachte zusätzliche Belastung wurde bei niedrigen Einkommen durch Lohnerhöhungen und Lohnzuschläge ausgeglichen; ausgenommen davon waren Handwerker, private Unternehmer und Gewerbetreibende sowie die freischaffende Intelligenz. In Privatbetrieben gingen die Zuschläge für die Beschäftigten zu Lasten der Betriebseinnahmen. Da mit der Abschaffung der L. auch eine Erhöhung der Einkommensteuer (Steuern) verbunden war, wurde die Lage der Privatwirtschaft weiter verschlechtert. Bezugskarten für Kartoffeln und Kohlen wurden beibehalten. Die sich jährlich steigernden Schwierigkeiten in der Versorgung mit Lebensmitteln zwangen schon bald das Regime zur erneuten Rationierung wichtiger Nahrungsmittel, wie Milch, Eier, Käse, Butter und Fleisch. Der Kontrolle dienten besondere Kundenausweise für die einzelnen Geschäfte und Verkaufsstellen. Diese Kundenausweise sind auch bis heute noch nicht aufgehoben. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 256 LDPD A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Lebensstandard

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 Bis zum 28. Mai 1956 wurden in der SBZ und Ost-Berlin L. ausgegeben, die zum Bezug rationierter Lebensmittel (Fett, Fleisch, Zucker, Milch) zu niedrigen Preisen berechtigten. Neben einer sog. Grundkarte gab es fünf Typen von Zusatzkarten, die differenziert nach Berufsgruppen ausgegeben wurden. Kinder erhielten besondere L. Da die Zuteilungen keineswegs ausreichten, mußten zusätzliche Nahrungsmittel zu überhöhten Preisen in…

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Lehmann, Robert (1965)

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1966 * 23. 11. 1910 in Hannover, 1928 Gesellenprüfung als Maler. 1926 SAJ, 1929 KJVD, 1932 KPD. Ab Juni 1934 in der illegalen Leitung d. KJVD in Berlin u. später im Auslandszentrum der KPD in Prag und Paris tätig. Nach 1945 Redakteur und Herausgeber einer kommun. Zeitschrift in Hannover, Landtagsabgeordneter der KPD in Niedersachsen, nach Aufhebung der Immunität Übersiedlung in die SBZ, dort zunächst Leiter der Kulturabt. beim Rat des Bezirkes Gera, 1956 Sekretär des Rates des Bezirkes Gera, seit 10. 12. 1957 Vors. der zentralen Leitung der Jungen Pioniere. Seit 1958 Mitgl. des ZK der SED. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 257 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1965 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/lehmann-robert verwiesen. Lehmann, Otto A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Lehrer des Volkes, Verdienter

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1966 * 23. 11. 1910 in Hannover, 1928 Gesellenprüfung als Maler. 1926 SAJ, 1929 KJVD, 1932 KPD. Ab Juni 1934 in der illegalen Leitung d. KJVD in Berlin u. später im Auslandszentrum der KPD in Prag und Paris tätig. Nach 1945 Redakteur und Herausgeber einer kommun. Zeitschrift in Hannover, Landtagsabgeordneter der KPD in Niedersachsen, nach Aufhebung der Immunität Übersiedlung in die SBZ, dort zunächst Leiter der Kulturabt. beim Rat des Bezirkes Gera,…

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Leichtindustrie (1965)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 In Anlehnung an die Industriezweig-Gliederung in der SU zählen zur L.: die Textil-, Leder-, Glas- und Keramik-, Holz- und Papierindustrie, die Bekleidungsindustrie und das graphische Gewerbe. (Industrie) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 258 Lehrlingsausbildung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Leihbüchereien

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 In Anlehnung an die Industriezweig-Gliederung in der SU zählen zur L.: die Textil-, Leder-, Glas- und Keramik-, Holz- und Papierindustrie, die Bekleidungsindustrie und das graphische Gewerbe. (Industrie) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 258 Lehrlingsausbildung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z …

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Leistungsabzeichen (1965)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1966 1969 a) der Nationalen Volksarmee für vorbildliche Leistungen in der Ausbildung und im persönlichen Einsatz zum Schutz der „DDR“, b) der Deutschen ➝Grenzpolizei für ausgezeichnete Leistungen in der fachlichen und politischen Ausbildung oder im vorbildlichen Einsatz zur weiteren Entwicklung und Festigung der Besten-Bewegung der Deutschen Grenzpolizei, seit 18. 8. 1962 in L. der Grenztruppen umbenannt, das „für vorbildliche Leistungen in der Ausbildung und im persönlichen Einsatz zum Schutz der Grenzen“ verliehen wird. (Auszeichnungen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 259 Leipziger Messe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Leistungslohn

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1966 1969 a) der Nationalen Volksarmee für vorbildliche Leistungen in der Ausbildung und im persönlichen Einsatz zum Schutz der „DDR“, b) der Deutschen ➝Grenzpolizei für ausgezeichnete Leistungen in der fachlichen und politischen Ausbildung oder im vorbildlichen Einsatz zur weiteren Entwicklung und Festigung der Besten-Bewegung der Deutschen Grenzpolizei, seit 18. 8. 1962 in L. der Grenztruppen umbenannt, das „für vorbildliche Leistungen in der…

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Künstler-Agentur, Deutsche (1965)

Siehe auch: Deutsche Künstler-Agentur: 1969 1975 1979 Künstler-Agentur der DDR: 1975 1979 1985 Künstler-Agentur, Deutsche: 1962 1963 1966 Zentrale der VEB Konzert- und Gastspieldirektionen (bis 1952 Deutscher Veranstaltungsdienst, dann Deutsche Konzert- und [S. 247]Gastspieldirektion), dem Ministerium für Kultur unterstellt, koordiniert die Vermittlung von Spitzenkünstlern innerhalb der SBZ und führt im Zusammenwirken mit dem Verband deutscher ➝Komponisten und Musikwissenschaftler Tourneen ausländischer Ensembles sowie solcher aus der BRD in der SBZ durch. (Kultureller Austausch) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 246–247 Kündigungsrecht A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Künstlerisches Volksschaffen, Preis für

Siehe auch: Deutsche Künstler-Agentur: 1969 1975 1979 Künstler-Agentur der DDR: 1975 1979 1985 Künstler-Agentur, Deutsche: 1962 1963 1966 Zentrale der VEB Konzert- und Gastspieldirektionen (bis 1952 Deutscher Veranstaltungsdienst, dann Deutsche Konzert- und [S. 247]Gastspieldirektion), dem Ministerium für Kultur unterstellt, koordiniert die Vermittlung von Spitzenkünstlern innerhalb der SBZ und führt im Zusammenwirken mit dem Verband deutscher ➝Komponisten und…

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Kupferbergbau (1965)

Siehe auch: Kupferbergbau: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Kupfererzbergbau: 1985 Von den gesamtdeutschen Kupfervorkommen liegen etwa vier Fünftel in der SBZ. Gleichwohl deckt die Förderung nur etwa ein Viertel des Bedarfs der verarbeitenden Industrie der Zone. Drei Viertel des Bedarfes müssen importiert werden. K. und -Verhüttung wurden von 1953 bis Anfang 1960 in zwei wirtschaftlich selbständigen Kombinaten durchgeführt, die seitdem wieder als „Mansfelder Kombinat“ vereinigt sind. Seit 1945 ist die Kupfererzförderung zwar angestiegen, jedoch nahm der Kupfergehalt der Erze stetig ab. 1952 hatte die Erzförderung den Vorkriegshöchststand erreicht; der Kupfergehalt betrug aber weniger als die Hälfte des Vorkriegsstandes. 1950 ist im Sangerhauser Raume ein neues Kupferflöz erkundet worden. Man spricht von Reinkupfervorräten in Höhe von 340.000 t. Das entspräche einem Fünfzehnfachen der jetzigen Jahresproduktion. Der Abbau begann im Jahre 1954. Auch in Niederöblingen, südlich von Sangerhausen, wurde 1959 nach mehrjähriger Ausbauzeit ein neuer Schacht in Betrieb genommen. Der erste Fünfjahrplan sah bis 1955 eine Steigerung der Kupfererzförderung auf 2,65 Mill.~t vor. Erreicht wurden jedoch nur 1,33 Mill t, was einem Reinkupfergehalt von rd. 20.000~t entsprach. Bis 1963 konnte durch Mechanisierung des Abbaus die Kupfergewinnung aus Eigenerz auf rd. 25.000~t gesteigert werden. Da aber mit steigender Industrieproduktion auch der Kupferbedarf wächst, bleibt auch in Zukunft eine sehr erhebliche Importabhängigkeit bestehen. (Siehe Karte des Bergbaus) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 247 Kunstpreis der DDR A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kurella, Alfred

Siehe auch: Kupferbergbau: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Kupfererzbergbau: 1985 Von den gesamtdeutschen Kupfervorkommen liegen etwa vier Fünftel in der SBZ. Gleichwohl deckt die Förderung nur etwa ein Viertel des Bedarfs der verarbeitenden Industrie der Zone. Drei Viertel des Bedarfes müssen importiert werden. K. und -Verhüttung wurden von 1953 bis Anfang 1960 in zwei wirtschaftlich selbständigen Kombinaten durchgeführt, die seitdem wieder als „Mansfelder…

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Kurorte (1965)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 Kur- und Erholungsmöglichkeiten sind durch Kuren der Sozialversicherung und Feriendienst des FDGB stark beansprucht, der Zugang wird gesteuert. Unterschieden werden K. (Badeorte, Klima-K. und K. für natürliche Heilweisen), Sanatorien und Erholungsorte. K. und Sanatorien sind nur „auf Grund ärztlicher Indikationsstellung“ gemäß Richtlinien, die vom Ministerium für Gesundheitswesen und FDGB gemeinsam erlassen werden, zugänglich. Die vorhandenen Plätze sind fast ausschließlich in der Hand des FDGB und seiner „Verwaltung der Sozialversicherung“ (Anfang 1964: 65 eigene Sanatorien mit 10.696 Betten, dazu 8.072 B. in Vertragssanatorien, 30 Genesungsheime mit 1828 B., 23 Kurheime mit 1.200 B.; dazu 6.100 Betten für Kindererholungskuren). Für „Inlandstouristik“ des Reisebüros der DDR und für sonstige „Urlaubsreisende“ sind diese K. gewöhnlich gesperrt. Als K. gelten aber auch die klimatischen (Luft-)K. und die Seebäder der Ostseeküste. Hier wurden die Hotels und Fremdenheime 1953 mittels einer schlagartigen Aktion mit zahl[S. 248]reichen Verhaftungen und Aburteilungen wegen angeblicher Wirtschaftsverbrechen in Volkseigentum gebracht („Aktion Rose“). Über ihre Plätze verfügen an erster Stelle die „Feriendienst- und Kurkommissionen“ des FDGB. Sie sind bestrebt, Kuren und Erholungsreisen über das ganze Jahr zu verteilen. Nur die vom FDGB nicht benötigten Plätze werden „freigegeben“. Die Vergabe liegt dann beim Reisebüro der DDR. (Gesundheitswesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 247–248 Kurierdienst, Zentraler (ZKD) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kursant

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 Kur- und Erholungsmöglichkeiten sind durch Kuren der Sozialversicherung und Feriendienst des FDGB stark beansprucht, der Zugang wird gesteuert. Unterschieden werden K. (Badeorte, Klima-K. und K. für natürliche Heilweisen), Sanatorien und Erholungsorte. K. und Sanatorien sind nur „auf Grund ärztlicher Indikationsstellung“ gemäß Richtlinien, die vom Ministerium für Gesundheitswesen und FDGB gemeinsam erlassen werden,…

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KVP (1965)

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 Abk. für Kasernierte Volkspolizei. (Nationale Volksarmee, Militärpolitik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 248 Küstrin A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KVPD

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 Abk. für Kasernierte Volkspolizei. (Nationale Volksarmee, Militärpolitik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 248 Küstrin A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KVPD

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Laienkunst (1965)

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 Die „allseitige künstlerisch-schöpferische Betätigung des werktätigen Volkes“, die „Wesenszug des neuen sozialistischen Menschen“ werden soll, wird in der SBZ ebenso wie in der SU in weitem Umfange den Zwecken der Agitation und Propaganda dienstbar gemacht. Nach der Entschließung der Kulturkonferenz 1960 des ZK der SED sollen jene „neuen Formen“ der L. gefördert werden, „in denen das Erlebnis des gemeinsamen sozialistischen Arbeitens, das moralische Antlitz des neuen Menschen seinen künstlerischen Ausdruck im Schreiben, Malen, Zeichnen, Musizieren, Komponieren, Filmen, Fotografieren finden“. Vor allem Laienspiel, Tanz und Kabarett, aber auch Sprechchor und Chorgesang fördern in den von Staat und Partei protegierten Arbeitsgemeinschaften die Vergesellschaftung des Gemeinschaftserlebens, in Stoffen von meist plumper Tendenz die ideologische Ausrichtung auf den „Aufbau des Sozialismus“, auf die Politik des sowjetisch geführten Ostblocks und den Fünf- bzw. Siebenjahrplan. Da auch die „Berufskunst“ den gleichen Zwecken zu dienen hat und dem Dilettantismus breiten Raum gewährt, sind die Grenzen zwischen Kunst und L. kaum mehr erkennbar, sie werden auch durch die „Bewegung“ der schreibenden ➝Arbeiter und ähnliche Aktionen auf dem Gebiet der bildenden Kunst, der Musik, des Theaters bewußt verwischt. Ein Unterschied zwischen L. und Volkskunst, die ihrem Wesen nach nicht manipulierbar und politisch verwertbar ist, wird geleugnet, die L. sogar meist als Volkskunst bezeichnet. Sowjet. Werke und Vorbilder beeinflussen die Programme der laienkünstlerischen kulturellen Massenarbeit, zwischenbetriebliche, innerdeutsche (Arbeiterfestspiele) und internationale Wettbewerbe (vor allem im Rahmen der sog. Weltjugendfestspiele) dienen der Kontrolle des „gesellschaftl. Effektes“. „Die wachsende Volkskunstbewegung verlangt eine koordinierte straffe Leitung“; ihr dient vor allem das Zentralhaus für Kulturarbeit (früher: Zentralhaus für Volkskunst) in Leipzig. Unter seiner Anleitung arbeitet seit 1963 eine Spezial-(Fern-) Schule für „Leiter im künstlerischen Volksschaffen“, die mit staatl. Anerkennung als Zirkel- oder Gruppenleiter abschließt. (Betriebskultur, Agitprop, Agitprop-Gruppen, Volkskunstschulen, Volksmusikschulen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 249 Lager A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Landambulatorium

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 Die „allseitige künstlerisch-schöpferische Betätigung des werktätigen Volkes“, die „Wesenszug des neuen sozialistischen Menschen“ werden soll, wird in der SBZ ebenso wie in der SU in weitem Umfange den Zwecken der Agitation und Propaganda dienstbar gemacht. Nach der Entschließung der Kulturkonferenz 1960 des ZK der SED sollen jene „neuen Formen“ der L. gefördert werden, „in denen das Erlebnis des gemeinsamen sozialistischen…

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Landkarten (1965)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Vermessungs- u. Kartenwesen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 250 Landflucht A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Landklubs der Intelligenz

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Vermessungs- u. Kartenwesen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 250 Landflucht A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Landklubs der Intelligenz

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Landwirtschaft (1965)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 [S. 251]Die Agrarpolitik der SED hat sich den „Aufbau des Sozialismus auf dem Lande“ und die Steigerung der Marktproduktion zum Ziele gesetzt. Zwischen diesen beiden Zielen besteht aber ein realer Widerspruch. Alle Bemühungen, beide Aufgaben zugleich zu bewältigen, um die „Überlegenheit der sozialistischen landwirtschaftlichen Großproduktion“ über die „kapitalistischen“, d.h. familienbäuerlichen Produktionsformen der BRD, nachzuweisen, sind eine offenbare Fehlspekulation. Die Entwicklung der Ertragslage der L. nach 1945 erbringt hierfür den untrüglichen Beweis. Es ist naheliegend, die Ergebnisse der Agrarproduktion der SBZ mit den entsprechenden Leistungen der BRD zu messen, da man die unterschiedliche Struktur und Leistung beider Produktionsgebiete der Vorkriegszeit in Rechnung stellen kann. Die mitteldeutsche L. der Vorkriegszeit wurde durch intensiven Ackerbau und eine pflanzliche Produktion gekennzeichnet, die derjenigen Westdeutschlands zum Teil überlegen war. Die Betonung der pflanzlichen Produktion war begründet in dem Überwiegen der Großbetriebe und des Ackerflächenanteils an der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Entsprechend diesen Verhältnissen überwog der Viehbesatz in Westdeutschland gegenüber dem in Mitteldeutschland. Obwohl durch die Zwangskollektivierung die Agrarstruktur der SBZ heute allein vom „sozialistischen Großbetrieb“ geprägt wird (durchschnittliche Betriebsgröße 1963: LPG Typ III = 575 ha; Typ~I und II = 182 ha, VEG = 663 ha), läßt die wirtschaftspolitische Planung der Bodennutzung (Anbauplanung) und der Viehbestände (Viehhalteplanung) das Streben erkennen, in den LPG die feldwirtschaftlichen Vorzüge des Großbetriebes mit der viehwirtschaftlichen Stärke des Bauernbetriebes zu kombinieren. Die Bodennutzung zeigt gegenüber der Vorkriegszeit und im Vergleich der beiden Teile Deutschlands folgendes Bild: In den Naturalerträgen bleiben die Ernten der SBZ, trotz allen „Kampfes um die Produktionsverbesserung“, nicht nur weit unter dem Ertragsniveau der BRD, sondern auch immer noch erheblich unter dem Vorkriegsstand (vgl. Schaubild auf S. 253). Bei Futterpflanzen sowie bei Wiesen und Weiden läßt sich infolge unterschiedlicher Erhebungsmethoden keine Vergleichbarkeit der Erträge der SBZ mit denen der BRD herstellen; je nach Fruchtart müßten sie nach der in der BRD angewandten Schätzungsmethode zwischen 10 und 20 v. H. niedriger liegen, als sie die SBZ ausweist. Daß in der SBZ das Ertragsniveau bei Feldfrüchten gegenüber dem in der BRD so stark zurückbleibt, läßt auf sehr beträchtliche Hemmungsfaktoren schließen, die nicht in Witterungseinflüssen, sondern vor allem in dem unbefriedigenden Kulturzustand der Böden zu suchen sind. Neben der quantitativ und qualitativ geringeren Handelsdüngerversorgung (mineralische ➝Düngemittel) wirken sich hier die verschlechterte Bodenbearbeitung durch die MTS, der Minderbesatz an Zugkraft, Mängel in der Saat- und Pflanzgut Versorgung sowie in der Schädlingsbekämpfung, die erzwungene betriebswirtschaftliche Umstellung im Zuge der Kollektivierung und schließlich die mangelhafte Organisation der Feldwirtschaft in den LPG, ÖLB und zum größten Teil auch in den VEG aus. In der Viehwirtschaft der SBZ sind die Vorkriegsbestandszahlen zwar überschritten worden, jedoch mußten die forcierte Steigerung der Nutzviehbestände ohne entsprechende Futterflächen in der Anbauplanung, das niedrige Ertragsniveau der Feldfrüchte, die hohen Ablieferungsquoten pflanzlicher Erzeugnisse, eine völlig unzureichende Versorgung mit Handelsfuttermitteln (staatlicher [S. 253]➝Futtermittelfonds) sowie Mängel in der Tierzucht dazu führen, daß die tierischen Leistungen weit unter dem Normalmaß zurückbleiben. [S. 254] Die aufgezeigten Mindererträge wirken sich naturgemäß auf die Ernährungswirtschaft der SBZ aus. Alljährlich wiederkehrende Versorgungsschwierigkeiten sowie die nach vielen Versprechungen erst 13~Jahre nach dem Kriege aufgehobene Lebensmittelrationierung (Lebensmittelkarten) beweisen das zur Genüge. Hinzu kommt die Abhängigkeit der Versorgung von Einfuhren an Nahrungs- und Futtermitteln, vorwiegend aus den Staaten des Ostblocks, die ihrerseits häufig mit der Erfüllung der Lieferverträge Schwierigkeiten haben. Ausfuhrverpflichtungen und die Versorgung der sowjet. Besatzungsmacht erschweren die Ernährungslage zusätzlich. In dem von Ulbricht auf dem V.~Parteitag der SED gesteckten Planziel, 1961 den Pro-Kopf-Verbrauch der westdeutschen Bevölkerung zu erreichen und zu übertreffen, verbarg sich schon damals das Eingeständnis der eigenen Mangellage, die mit dem Scheitern dieser Planerfüllung ganz offensichtlich geworden ist. Auch die auf zunehmende Konzentration, Spezialisierung und Arbeitsteilung gerichtete betriebswirtschaftliche Umstellung der LPG im Zuge des neuen ökonomischen Systems der Planung und Leitung der Volkswirtschaft hat bislang an der Stagnation der Agrarproduktion nichts zu ändern vermocht. Im Gegensatz zu den beachtlichen Produktionsfortschritten in der BRD hat das in der SBZ herrschende Wirtschaftssystem die Gesamtentwicklung der L. in der SBZ derart gehemmt, daß der große Rückstand in der agrarischen Produktion nicht weiter wundernehmen kann. Der wirtschaftliche Rückschritt ist nicht zu trennen vom sozialen, von der Depression des Zukunftserlebens und den vielfältigen seelischen Konflikten, die besonders auf den Menschen in der L. der SBZ lasten. Literaturangaben Kramer, Matthias: Die Landwirtschaft in der sowjetischen Besatzungszone. 4. Aufl. (unter Mitarb. v. Gerhard Heyn und Konrad Merkel). (BB) 1957. Teil I (Text) 159 S., Teil II (Anlagen) 224 S. Merkel, Konrad, und Eduard Schuhans: Die Agrarwirtschaft in Mitteldeutschland — Sozialisierung und Produktionsergebnisse. (BB) 2., erw. Aufl. 1963. 200 S. m. 53 Tab. (Führt M. Kramers Schrift fort.) Merkel, Konrad: Agrarproduktion im zwischenvolkswirtschaftlichen Vergleich — Auswertungsprobleme der Statistik am Beispiel des geteilten Deutschland. Berlin 1963, Duncker und Humblot. 105 S. m. 50 Zahlenübersichten. *: Die Zwangskollektivierung des selbständigen Bauernstandes in Mitteldeutschland, Denkschrift. (BMG) 1960. 142 S. m. zahlr. Faks. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 251–254 Landtechnik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Landwirtschaftsbank (LB)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 [S. 251]Die Agrarpolitik der SED hat sich den „Aufbau des Sozialismus auf dem Lande“ und die Steigerung der Marktproduktion zum Ziele gesetzt. Zwischen diesen beiden Zielen besteht aber ein realer Widerspruch. Alle Bemühungen, beide Aufgaben zugleich zu bewältigen, um die „Überlegenheit der sozialistischen landwirtschaftlichen Großproduktion“ über die „kapitalistischen“, d.h. familienbäuerlichen…

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Langhoff, Wolfgang (1965)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1966 * 6. 10. 1901 in Berlin. Aufgewachsen in Freiburg/Br. Nach Schulbesuch kurze Zeit Seemann. Dann Schauspieler in Königsberg, Hamburg und Düsseldorf. 1928 KPD. 1933 wegen kommun. Betätigung KZ-Haft. Emigration in die Schweiz. Von 1935 bis 1945 Schauspieler und Regisseur am Züricher Schauspielhaus. 1945 bis 1946 Generalintendant der Städt. Bühnen Düsseldorf, seit 1946 Intendant des Deutschen Theaters in Ost-Berlin. Seit 1946 SED. 1950 im Zusammenhang mit der Field-Affäre gemaßregelt. 1958/59 von der SED-Presse wegen „Liberalismus in der Spielplangestaltung“ mehrmals kritisiert. Nach erheblichen Auseinandersetzungen mit der SED wegen der Aufführung des Theaterstücks „Die Sorgen und die Macht“ von Peter Hacks übte L. auf dem VI. Parteitag der SED 1963 Selbstkritik und bat anschließend mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand um Abberufung als Intendant des Deutschen Theaters. Seitdem gehört er als Oberspielleiter dem Deutschen Theater und der Staatsoper an. Mitgl., 1962 Vizepräsident der Deutschen ➝Akademie der Künste in Ost-Berlin. 1959 1. Vors. des Zentrums „DDR“ des Int. Theaterinstituts. 1949, 1951 und 1960 Nationalpreis. Professor. Schrieb KZ-Bericht „Die Moorsoldaten“ (1935). Literaturangaben Rühle, Jürgen: Das gefesselte Theater — vom Revolutionstheater zum sozialistischen Realismus. Köln 1957, Kiepenheuer und Witsch. 457 S. m. 16 Abb. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 255 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1965 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/langhoff-wolfgang verwiesen. „Landwirtschafts- und Gartenbau-Ausstellung der DDR“ in Leipzig-Markkleeberg A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Lauchhammer

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1966 * 6. 10. 1901 in Berlin. Aufgewachsen in Freiburg/Br. Nach Schulbesuch kurze Zeit Seemann. Dann Schauspieler in Königsberg, Hamburg und Düsseldorf. 1928 KPD. 1933 wegen kommun. Betätigung KZ-Haft. Emigration in die Schweiz. Von 1935 bis 1945 Schauspieler und Regisseur am Züricher Schauspielhaus. 1945 bis 1946 Generalintendant der Städt. Bühnen Düsseldorf, seit 1946 Intendant des Deutschen Theaters in Ost-Berlin. Seit 1946 SED. 1950 im…

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Lebensstandard (1965)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 Das allgemeine Niveau der Lebenshaltung in der SBZ hat sich in den letzten Jahren gehoben. Trotzdem besteht noch immer ein beträchtlicher Abstand von der Lebenshaltung in der BRD. Eine vierköpfige Familie der „gehobenen Verbrauchergruppe“ mußte z. B. Mitte 1960 für die Warenmenge, die dem Verbrauch einer gleich großen Familie in Westdeutschland entsprach 29 v. H. mehr Geld aufwenden als die vergleichbare Familie in der BRD. Seitdem hat sich die Situation nur ganz wenig zugunsten der mitteldeutschen Bevölkerung geändert, denn bei solchen Vergleichen ist die unterschiedliche Entwicklung der Durchschnittslöhne (Lohnpolitik) einzubeziehen. 1963 z. B. lagen die nominellen Bruttolöhne der Arbeitnehmer in der SBZ um rund 30 v. H. unter dem Stand der westdeutschen Arbeitnehmer. Da das Zonenregime keine nachprüfbaren statistischen Zahlen veröffentlicht, kann der effektive Rückstand des materiellen L. nur an Hand bekanntgegebener statistischer Zahlen aus anderen Bereichen geschätzt werden. Westdeutsche Sachverständige nehmen an, daß der Rückstand der SBZ Ende 1963 — bei Berücksichtigung der unterschiedlichen Kaufkraft der Geldeinnahmen der Bevölkerung — zwischen 40 und 50 v. H. betragen hat. Neben den Lebenshaltungskosten sind für den L. folgende Momente von Bedeutung. 1. Die Entwicklung zur Zentralverwaltungswirtschaft (Wirtschaft) hatte zur Folge, daß sich der L. mehr und mehr dem der SU annäherte, also die für diese Wirtschaftsordnung typischen Disproportionen und zeitlichen oder örtlichen Zerrungen aufweist. Das ideologisch bestimmte System der staatlichen Wirtschaftsplanung verursacht seinem Wesen nach immer wiederkehrende Versorgungslücken, die den L. der Zonenbevölkerung wesentlich beeinflussen. 2. Die kommun. Agrarpolitik führt dazu, daß Grundnahrungsmittel, auch solche, die das Gebiet früher im Überfluß erzeugte, häufig entweder gar nicht oder nur in unzureichenden Mengen erhältlich sind (z. B. Butter, Zucker, Fleisch). 3. Die Konsumgüterversorgung wird aus wirtschaftspolitischen Gesichtspunkten immer noch quantitativ und qualitativ zugunsten des Produktionsmittelprimats vernachlässigt. 4. Eine dünne Schicht von Parteifunktionären, Angehörigen der Intelligenz und anderer Mangelberufe bezieht Löhne und [S. 257]Gehälter, die ein Mehrfaches der Durchschnittseinkommen ausmachen. Die Masse der Arbeitnehmer kann einen höheren L. auch nicht durch größere Leistungen erreichen, da die höheren Lohngruppen auf einen bestimmten Prozentsatz der Arbeiterschaft begrenzt sind und bei allgemeiner Verbesserung der Leistungen die Arbeitsnormen heraufgesetzt werden. 5. Das „Bildungsprivileg der Besitzenden“ ist mit Hilfe des Zulassungsverfahrens, eines reich dotierten Stipendien-Wesens und der allgemeinen Gesinnungskontrolle weitestgehend an „Arbeiter- und Bauernkinder“ übergegangen, die dafür Beschränkungen in der Berufswahl und im Berufsweg in Kauf nehmen müssen. 6. Kulturgüter sind erschwinglich, werden der Bevölkerung auch durch Besucherorganisationen und Verlagerung des „Kulturkonsums“ in die Betriebe (Kulturpolitik, kulturelle Massenarbeit, Volkskunst, Laienkunst) nahegebracht, stehen aber weithin im Dienst der politischen und der Produktionspropaganda und werden insoweit von der Bevölkerung abgelehnt. 7. Das System der sozialen Leistungen (Sozialversicherungs- u. Versorgungswesen) wird ebenfalls vorwiegend unter dem Gesichtspunkt der Steigerung der Arbeitsproduktivität und der Ausschöpfung aller Arbeitskräftereserven gehandhabt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 256–257 Lebensmittelkarten A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Lebensversicherung

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 Das allgemeine Niveau der Lebenshaltung in der SBZ hat sich in den letzten Jahren gehoben. Trotzdem besteht noch immer ein beträchtlicher Abstand von der Lebenshaltung in der BRD. Eine vierköpfige Familie der „gehobenen Verbrauchergruppe“ mußte z. B. Mitte 1960 für die Warenmenge, die dem Verbrauch einer gleich großen Familie in Westdeutschland entsprach 29 v. H. mehr Geld aufwenden als die…

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Lehrer des Volkes, Verdienter (1965)

Siehe auch: Lehrer des Volkes, Verdienter: 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 Verdienter Lehrer des Volkes: 1953 1954 1956 Ehrentitel, der an Lehrer „für besondere Erfolge bei der Arbeit für die sozialistische Erziehung und Ausbildung der Jugend in Verbindung mit beispielhafter gesellschaftlicher und politischer Tätigkeit in der Öffentlichkeit“ verliehen wird. (Auszeichnungen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 257 Lehmann, Robert A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Lehrerbildung

Siehe auch: Lehrer des Volkes, Verdienter: 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 Verdienter Lehrer des Volkes: 1953 1954 1956 Ehrentitel, der an Lehrer „für besondere Erfolge bei der Arbeit für die sozialistische Erziehung und Ausbildung der Jugend in Verbindung mit beispielhafter gesellschaftlicher und politischer Tätigkeit in der Öffentlichkeit“ verliehen wird. (Auszeichnungen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 257 …

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Leihbüchereien (1965)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1966 1969 Neben den öffentlichen Bibliotheken hat das private Leihbüchereigewerbe in der kulturpolitischen Konzeption von Partei und Regime in der SBZ keinen Platz. Die zunächst noch geduldeten L. wurden durch Entfernung aller nicht „fortschrittlichen“ Literatur, Benachteiligung bei der Bestandsergänzung, durch Kontrolle ihres Kundenstammes und durch andere Maßnahmen ihrer Existenzmöglichkeiten beraubt. (Kulturpolitik, Buchhandel) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 258 Leichtindustrie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Leipzig

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1966 1969 Neben den öffentlichen Bibliotheken hat das private Leihbüchereigewerbe in der kulturpolitischen Konzeption von Partei und Regime in der SBZ keinen Platz. Die zunächst noch geduldeten L. wurden durch Entfernung aller nicht „fortschrittlichen“ Literatur, Benachteiligung bei der Bestandsergänzung, durch Kontrolle ihres Kundenstammes und durch andere Maßnahmen ihrer Existenzmöglichkeiten beraubt. (Kulturpolitik, Buchhandel) Fundstelle:…

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Leistungslohn (1965)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Bezahlung im L. bedeutet Entlohnung nur nach der Leistung ohne Berücksichtigung anderer Umstände: Familienstand, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Lebensalter. Die wichtigste Form des L. ist der Stücklohn, eine weitere Form der Prämienzeitlohn und der Prämienstücklohn. Literaturangaben Mampel, Siegfried, und Karl Hauck: Sozialpolitik in Mitteldeutschland (Sozialpolitik in Deutschland, H. 48, hrsg. v. Bundesmin. f. Arbeit …). Stuttgart usw. 1961, Kohlhammer. 87 S. Mampel, Siegfried: Das Gesetzbuch der Arbeit der Sowjetzone und das Arbeitsrecht der Bundesrepublik Deutschland — ein Vergleich. 5. Aufl. (hrsg. v. Bundesmin. für Arbeit …). Bonn 1962. 64 S. Mampel, Siegfried: Beiträge zum Arbeitsrecht der sowjetischen Besatzungszone (BMG) 1963. 135 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 259 Leistungsabzeichen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Leistungsprinzip

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Bezahlung im L. bedeutet Entlohnung nur nach der Leistung ohne Berücksichtigung anderer Umstände: Familienstand, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Lebensalter. Die wichtigste Form des L. ist der Stücklohn, eine weitere Form der Prämienzeitlohn und der Prämienstücklohn. Literaturangaben Mampel, Siegfried, und Karl Hauck: Sozialpolitik in Mitteldeutschland (Sozialpolitik in Deutschland, H. 48, hrsg. v.…

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Künstlerisches Volksschaffen, Preis für (1965)

Siehe auch: Künstlerisches Volksschaffen, Preis für: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 Preis für künstlerisches Volksschaffen: 1969 Preis in zwei Klassen, der an Einzelpersonen und Gruppen für „hervorragende Neuschöpfungen, beispielgebende künstlerische Interpretationen, richtungweisende wissenschaftliche Forschungsarbeit oder vorbildliche kulturpolitische Leistungen auf dem Gebiete des künstlerischen Volksschaffens“ verliehen wird. (Auszeichnungen, Volkskunst) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 247 Künstler-Agentur, Deutsche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kunstpolitik

Siehe auch: Künstlerisches Volksschaffen, Preis für: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 Preis für künstlerisches Volksschaffen: 1969 Preis in zwei Klassen, der an Einzelpersonen und Gruppen für „hervorragende Neuschöpfungen, beispielgebende künstlerische Interpretationen, richtungweisende wissenschaftliche Forschungsarbeit oder vorbildliche kulturpolitische Leistungen auf dem Gebiete des künstlerischen Volksschaffens“ verliehen wird. (Auszeichnungen, Volkskunst) Fundstelle:…

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Kurella, Alfred (1965)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1966 * 2. 5. 1895 in Brieg/Oberschlesien als Sohn eines Arztes. Wandervogel, Freie Deutsche Jugendbewegung, Gymnasium, 1918 Gründer und Vors. der Freien Sozialistischen Jugend in München, Teilnahme am Gründungskongreß der Kommunistischen Jugendinternationale in Moskau. 1919 KPD, 1924 bis 1926 Direktor der Parteischule des ZK der KP Frankreichs, danach zeitweilig in der SU, Mitarbeiter der Komintern, 1932 Chefredakteur der kommun. Zeitung „Monde“ in Paris, 1932 bis 1934 Sekretär des „Internationalen Komitees zum Kampf gegen Krieg und Faschismus“ in Paris. 1934 bis 1954 in der SU, schriftstellerisch tätig, im 1. Weltkrieg Mitarbeiter der Propagandaabt. der Roten Armee, 1943 Mitgl. des Nationalkomitees Freies Deutschland und stellv. Chefredakteur der Zeitung „Freies Deutschland“. Nach dem Krieg Aufenthalt in Georgien und Tadschikistan. 1954 Rückkehr nach Deutschland, Direktor des Instituts für Literatur in Leipzig, seit 19. 10. 1957 Vors. der Kommission für Fragen der Kultur beim Politbüro des ZK der SED, seit dem V. Parteitag im Juli 1958 Mitgl. des ZK der SED, von 1958 bis 1963 Kandidat des Politbüros. Seit 14. 3. 1963 Sekretär für Dichtkunst und Sprachpflege der Deutschen ➝Akademie der Künste in Ost-Berlin. Seit 1958 Abg. der Volkskammer. Bücher: „Mussolini ohne Maske“, „Ich lebe in Moskau“, „Ost und West“, „Kleiner Stein im großen Spiel“, „Zwischendurch“, „Der Mensch als Schöpfer seiner selbst“. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 247 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1965 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/kurella-alfred verwiesen. Kupferbergbau A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kuren der Sozialversicherung

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1966 * 2. 5. 1895 in Brieg/Oberschlesien als Sohn eines Arztes. Wandervogel, Freie Deutsche Jugendbewegung, Gymnasium, 1918 Gründer und Vors. der Freien Sozialistischen Jugend in München, Teilnahme am Gründungskongreß der Kommunistischen Jugendinternationale in Moskau. 1919 KPD, 1924 bis 1926 Direktor der Parteischule des ZK der KP Frankreichs, danach zeitweilig in der SU, Mitarbeiter der Komintern, 1932 Chefredakteur der kommun. Zeitung…

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Kursant (1965)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 Aus dem Russischen übernommenes Wort für Rekruten, auch für Teilnehmer polit. Schulen, weiterhin anderer Lehrgänge. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 248 Kurorte A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Küste

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 Aus dem Russischen übernommenes Wort für Rekruten, auch für Teilnehmer polit. Schulen, weiterhin anderer Lehrgänge. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 248 Kurorte A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Küste

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KVPD (1965)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 Abk. für Kasernierte Volkspolizei-Dienststelle, Tarnwort für Regiment bis Jan. 1956. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 248 KVP A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kybernetik

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 Abk. für Kasernierte Volkspolizei-Dienststelle, Tarnwort für Regiment bis Jan. 1956. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 248 KVP A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kybernetik

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Landambulatorium (1965)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Gemeinsame Behandlungsstätte mehrerer Ärzte und ihrer Mitarbeiter in ländl. Gebieten (in Staatsregie). In der sowjetischen Distriktsgliederung der ärztlichen Versorgung des Landes entwickelt, wurde das L. 1947 durch SMAD-Befehl eingeführt. Es sollte, den freipraktizierenden Landarzt ersetzen, unter Einrichtung von „Außenstellen“, für die 1951 der Arzthelfer eingeführt wurde. Der Sitz der Hebamme, auch eine Bettenstation für Entbindungen u. ä. sollten angegliedert sein. Mit der Einführung der Staatlichen Praxis 1958 wurde die straffe Zentralisation aufgegeben, das L. zur Mittelstufe der ambulanten ärztlichen Versorgung ausgestaltet. Bestand Anfang 1964: 390 L. mit 117 Entbindungs- und 492 „sonstigen“ Betten. Der Siebenjahrplan sieht 60 neue L. vor. Davon sind bisher 40 eingerichtet. (Ambulatorium, Gesundheitswesen) Literaturangaben Weiss, Wilhelm: Das Gesundheitswesen in der sowjetischen Besatzungszone. 3., erw., von Erwin Jahn völlig umgearb. Aufl. (BB) 1957. Teil I (Text) 98 S., Teil II (Anlagen) 189 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 249 Laienkunst A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Länder

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Gemeinsame Behandlungsstätte mehrerer Ärzte und ihrer Mitarbeiter in ländl. Gebieten (in Staatsregie). In der sowjetischen Distriktsgliederung der ärztlichen Versorgung des Landes entwickelt, wurde das L. 1947 durch SMAD-Befehl eingeführt. Es sollte, den freipraktizierenden Landarzt ersetzen, unter Einrichtung von „Außenstellen“, für die 1951 der Arzthelfer eingeführt wurde. Der Sitz der Hebamme, auch eine…

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Landklubs der Intelligenz (1965)

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1966 1969 1975 Klubs der Intelligenz. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 250 Landkarten A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Landschaftspflege

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1966 1969 1975 Klubs der Intelligenz. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 250 Landkarten A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Landschaftspflege

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Landwirtschaftsbank (LB) (1965)

Siehe auch: Landwirtschaftsbank: 1963 1975 1979 Landwirtschaftsbank der DDR (LB): 1969 Landwirtschaftsbank (LB): 1966 [S. 250]Durch Erlaß des Staatsrates vom 11. 2. 1963 wurde die Deutsche Bauernbank (DBB) zur LB umgebildet. Die DBB war durch Gesetz vom 22. 2. 1950 (GBl. 1950, S. 175) als Spitzeninstitut der damals bestehenden Landesgenossenschaftsbanken gegründet worden. Sie versorgte die Einzelbauern über die Landesgenossenschaftsbanken und die landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaften (ländliche ➝Genossenschaften) mit Krediten, soweit diese dazu nicht in der Lage waren. Mit Beginn der Kollektivierung wurden die [S. 254]Landesgenossenschaftsbanken liquidiert. Sie arbeiteten als Landesstellen — später Bezirksstellen — der DBB weiter (VO vom 14. 2. 1952). Mit dem Aufbau von Kreisstellen der DBB wurde deren Ausbau abgeschlossen. Die DBB war von Anfang an die Bank der LPG. Die Zentralisierung wurde 1958/59 abgeschlossen. Der DBB wurde auch die Finanzierung der gesamten „volkseigenen“ Land- und Forstwirtschaft übertragen, was bisher Aufgabe der Deutschen ➝Notenbank (kurzfristige Kredite) bzw. der Deutschen Investitionsbank (langfristige Kredite) war. [S. 255]Der LB mit Sitz in Ost-Berlin obliegt heute die finanzwirtschaftliche Lenkung und die Kontrolle des Wirtschaftsbereiches Landwirtschaft (mit Ausnahme der VEAB). Sie ist an die staatlichen Wirtschaftspläne und den Staatshaushaltsplan gebunden so wie von der Politik der Deutschen Notenbank abhängig, die ihr Refinanzierungsinstitut ist. Die LB ist Anstalt des öffentlichen Rechts, Aufsichtsbehörde ist das Ministerium der Finanzen, ihr Präsident wird von der Regierung berufen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 250–255 Landwirtschaft A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Landwirtschaftsrat

Siehe auch: Landwirtschaftsbank: 1963 1975 1979 Landwirtschaftsbank der DDR (LB): 1969 Landwirtschaftsbank (LB): 1966 [S. 250]Durch Erlaß des Staatsrates vom 11. 2. 1963 wurde die Deutsche Bauernbank (DBB) zur LB umgebildet. Die DBB war durch Gesetz vom 22. 2. 1950 (GBl. 1950, S. 175) als Spitzeninstitut der damals bestehenden Landesgenossenschaftsbanken gegründet worden. Sie versorgte die Einzelbauern über die Landesgenossenschaftsbanken und die landwirtschaftlichen…

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Lauchhammer (1965)

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1966 1969 Industriegemeinde in [S. 256]der Niederlausitz im Kreis Senftenberg, Bezirk Cottbus, mit (1963) 27.737 Einwohnern (1950: 22.012). Braunkohlenindustrie, Stahlwerk, Großkraftwerk. In L. wird nach einem neuartigen Verfahren in einer Großkokerei Hartkoks auf Braunkohlenbasis erzeugt. (Kohlenindustrie) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 255–256 Langhoff, Wolfgang A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z LDPD

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1966 1969 Industriegemeinde in [S. 256]der Niederlausitz im Kreis Senftenberg, Bezirk Cottbus, mit (1963) 27.737 Einwohnern (1950: 22.012). Braunkohlenindustrie, Stahlwerk, Großkraftwerk. In L. wird nach einem neuartigen Verfahren in einer Großkokerei Hartkoks auf Braunkohlenbasis erzeugt. (Kohlenindustrie) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 255–256 Langhoff, Wolfgang A, B, C, D, E, F,…

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Lebensversicherung (1965)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 L. können nur bei der Deutschen ➝Versicherungsanstalt abgeschlossen werden. Seit 1. 1. 1951 besteht eine einheitliche Tarifgestaltung. Die L.- Summe wird entweder beim Tode, spätestens bei Erleben eines bestimmten Tages (Tarif~I), nur beim Tode, bei Beitragszahlung entweder für eine vereinbarte Anzahl von Jahren (mindestens 10) oder bis zum 85. Lebensjahr (Tarif~II) oder an einem festen Auszahlungstag (Tarif~III) fällig. Ferner gibt es: Die Töchterversorgungsversicherung (Tarif~IV), die Ehegattenversicherung für den Todes- und Erlebensfall (2 verbundene Leben, Tarif~V), die Leibrentenversicherung gegen Einmalbetrag (Tarif~VI), die Versicherung auf den Todes- und Erlebensfall mit Beitragsbefreiung bei Invalidität (Tarif~VII), die Invaliden- und Altersrentenversicherung (Tarif~VIII), die Sparrentenversicherung (Tarif~IX) sowie die Risikolebensversicherung (Tarif~16). Der Mindestbeitrag beträgt für alle L. 2 DM Ost monatlich, die Mindestversicherungssumme 240 DM Ost. Für Gruppenversicherungsverträge wird besonders in den VEB geworben. Die Versicherungssteuer ist in den Beiträgen enthalten. Einen Deckungsstock, wie er in der BRD für jedes Versicherungsunternehmen zur Sicherung der Ansprüche aus L. vorgeschrieben ist, gibt es nicht. Ein Teil der Versicherungsbeiträge wird indessen als Sparguthaben der Versicherungsnehmer gebucht. L.-Verträge, die vor 1945 bei den heute geschlossenen privaten oder öffentlich-rechtlichen Versicherungsunternehmen abgeschlossen waren, konnten nach dem Befehl Nr. 247 der SMAD vom 14. 8. 1946 bis zu 10.000 RM unter Anrechnung der früheren Beitragszahlung „erneuert“ werden. Auf Ansprüche, die in der Zeit vom 9. 5. 1945 bis 14. 8. 1946 fällig geworden waren, wurden nach dem Befehl Nr. 11 der SMAD vom 29. 1. 1948 einmalige Zahlungen von 300 bis 400 RM geleistet. Ansprüche, die vor dem 9. 5. 1945 fällig waren, wurden trotz Übernahme der Aktivvermögen der geschlossenen Versicherungsunternehmen nicht befriedigt. Literaturangaben Leutwein, Alfred: Die Sach- und Personenversicherung in der SBZ. 2., erg. Aufl. (BB) 1958, Teil I (Text) 158 S., Teil II (Anlagen) 192 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 257 Lebensstandard A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Lehmann, Otto

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 L. können nur bei der Deutschen ➝Versicherungsanstalt abgeschlossen werden. Seit 1. 1. 1951 besteht eine einheitliche Tarifgestaltung. Die L.- Summe wird entweder beim Tode, spätestens bei Erleben eines bestimmten Tages (Tarif~I), nur beim Tode, bei Beitragszahlung entweder für eine vereinbarte Anzahl von Jahren (mindestens 10) oder bis zum 85. Lebensjahr (Tarif~II) oder an einem festen Auszahlungstag…

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Lehrerbildung (1965)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Nach Art. 36 der Verfassung soll die L. an Universitäten und ihnen gleichgestellten Hochschulen erfolgen. 1946 wurden an allen Universitäten und an der TH Dresden pädagogische Fakultäten zur Ausbildung der Lehrer für die allgemein- und berufsbildenden Schulen errichtet. Die meisten neuen Lehrer sind seit 1945 jedoch in Kursen von höchstens einjähriger Dauer, die zunächst als Notmaßnahme gedacht waren, ausgebildet worden. 1948/49 gab es 49.944 Lehrer mit Kurzausbildung neben 22.562 Altlehrern. Durch die „VO über die Neuregelung der Ausbildung der Lehrer an den allgemeinbildenden Schulen, der Pionierleiter, der Kindergärtnerinnen und der Erzieher in Heimen und Horten“ vom 15. 5. 1953 wurde die L. auf eine neue Basis gestellt. Die SBZ unterscheidet nach sowjet. Vorbild drei Kategorien von Lehrern für die allgemeinbildenden Schulen: Lehrer für die Unterstufe, für die Oberstufe der 10klassigen Oberschule und für die erweiterte Oberschule. Für jede Kategorie gibt es besondere L.-Einrichtungen. Sie haben auf verschiedenem Niveau neben der politischen (gesellschaftswissenschaftlichen) und pädagogisch-fachlichen Ausbildung auch die Lehrbefähigung in zwei Fächern bzw. für den Unterricht auf der Unterstufe zu vermitteln. Die Ausrichtung der L. auf die Schulpraxis wird für alle drei Kategorien nachhaltig gefordert. Lehrer für die Unterstufe — die Klassen [S. 258]1 bis 4 — werden an 35 Instituten für Lehrerbildung ausgebildet. Aufgenommen werden neuerdings Absolventen der 10-klassigen Oberschule. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Die Institute bilden auch Pionierleiter und bisher auch Erzieher in Heimen und Horten aus. Beide Berufsgruppen erhalten gleichfalls die Lehrbefähigung als Lehrer an der Unterstufe. Lehrer für die Oberstufe und Fachlehrer der Klassen 5 bis 10 studieren vier Jahre an einem der 8 Pädagogischen Institute und an der Pädagogischen Hochschule Potsdam, der Hochschule für Körperkultur in Leipzig oder für Musik in Weimar. Voraussetzung: Abitur. Verschiedene Studienformen laufen nebeneinander; neu ist das kombinierte Studium (2 Jahre Direkt-, 3 Jahre Fernstudium). Lehrer der Klassen 9 bis 12 der erweiterten Oberschulen absolvieren ein 5jähriges Studium an Universitäten, an der Pädagogischen Hochschule Potsdam, der Hochschule für Körperkultur u. dgl. Lehrer der Oberstufe und der Klassen 9–12 sowie Fachlehrer der Klassen 5–10 erwerben die Lehrbefähigung in zwei Fächern; das Studium der einzelnen Fächerkombinationen ist nur an bestimmten Hochschulen möglich. Die Polytechnisierung des Unterrichts hat zur Einführung folgender neuer Fächer für die Fachlehrer der 5. bis 10. Klassen geführt: Werken, Grundlagen der industriellen und landwirtschaftlichen Produktion und Technisches Zeichnen. Die Gestaltung des angestrebten „produktionsverbundenen ersten Studienjahrs“ ist noch nicht abgeschlossen. Der wachsende Lehrerbedarf hat zu Bemühungen um die Heranziehung von Produktionsarbeitern zum Lehrerstudium der ersten beiden Kategorien (Anordnung vom 6. 8. 1956) geführt. Vielfach haben sie Vorkurse zu durchlaufen. Die Absolventen der angeführten Studiengänge, aber auch der Pädagogischen Schulen für Kindergärtnerinnen und der Institute für Heim- und Horterzieher haben eine zweijährige Probezeit zu absolvieren, die evtl. auf ein Jahr verkürzt werden kann. Diplom-Gewerbelehrer und Diplom-Handelslehrer: 4jähriges Direktstudium an der TU Dresden (Fakultät für Berufspädagogik und Kulturwissenschaften) und der Universität Berlin (Pädagogische Fakultät — Institut für Berufspädagogik). Voraussetzungen: Abitur und abgeschlossene Berufsausbildung. Für Fachschullehrer gibt es noch keinen geregelten Studiengang. Doch besteht die Absicht, das ingenieurtechnische Hochschulstudium mit einer ergänzenden Ausbildung am Institut für Ingenieur-Pädagogik an der TU Dresden zu verbinden. Lehrer an Sonderschulen haben ein zweijähriges Zusatzstudium zu absolvieren. Für die Lehrer an allgemeinbildenden Schulen und Berufsschullehrer, insbesondere für Lehrer mit Kurzausbildung, ist ein differenziertes Fernstudium organisiert worden. Über Lehrerweiterbildung Pädagogisches Kabinett. (Schule, Erziehungswesen, Erziehungswissenschaft) Literaturangaben Lange, Max Gustav: Totalitäre Erziehung — Das Erziehungssystem der Sowjetzone Deutschlands. Mit einer Einl. v. A. R. L. Gurland (Schr. d. Inst. f. pol. Wissenschaft, Berlin, Bd. 3). Frankfurt a. M. 1954, Verlag Frankfurter Hefte. 432 S. Wendt, Emil: Die Entwicklung der Lehrerbildung in der sowjetischen Besatzungszone seit 1945. 2., erg. Aufl. (BB) 1959. 131 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 257–258 Lehrer des Volkes, Verdienter A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Lehrlingsausbildung

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Nach Art. 36 der Verfassung soll die L. an Universitäten und ihnen gleichgestellten Hochschulen erfolgen. 1946 wurden an allen Universitäten und an der TH Dresden pädagogische Fakultäten zur Ausbildung der Lehrer für die allgemein- und berufsbildenden Schulen errichtet. Die meisten neuen Lehrer sind seit 1945 jedoch in Kursen von höchstens einjähriger Dauer, die zunächst als Notmaßnahme gedacht waren,…

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Leipzig (1965)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1. Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der verfassungswidrigen Verwaltungsneugliederung aus dem Nordwestteil von Sachsen sowie sachsen-anhaltischen und thüringischen Gebietsteilen; 4.962 qkm mit (1963) 1.512.847 Einwohnern (1950: 1.630.395). 1 Stadtkreis: Leipzig; 12 Landkreise: Altenburg, Borna, Delitzsch, Döbeln, Eilenburg, Geithain, Grimma, Leipzig, Oschatz, Schmölln, Torgau, Wurzen. Vors. des Rates des Bezirkes: Erich Grützner (SED). 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung: Paul Fröhlich. Der Bezirk L. hat eine außerordentlich vielgestaltige Industrie. Während die Grundstoffindustrie sich im wesentlichen auf den Braunkohlentagebau beschränkt, ist der Bezirk der wichtigste Produzent an vielerlei Gießerei- und Schmiedeerzeugnissen, nach Berlin vorherrschend bei Druckereierzeugnissen sowie bei der Leder-, vorwiegend Pelzproduktion. Auch in der Fabrikation von vielen Spezialmaschinen nimmt L. eine führende Stellung ein. 2. Stadtkreis im sächsischen Bezirk L., Bezirksstadt, Kreisstadt, in der Leipziger Tieflandsbucht, am Zusammenfluß von Weißer Elster, Pleiße und Parthe, mit (1963) [S. 259]588.135 Einwohnern (1950: 617.574) größte Stadt Sachsens und der SBZ; alte Handels- und Kunststadt (im 2. Weltkrieg stark zerstört): Thomaskirche (um 1200 gegr., mit Grab J. S. Bachs), Nikolaikirche (13./16. Jh.), Altes Rathaus (15./16. Jh.), Völkerschlachtdenkmal (1913), wichtiger Verkehrsknotenpunkt (größter Bahnhof Deutschlands, Autobahn, Endhafen des Elster-Saale-Kanals, Flughafen); bis 1945 bedeutendster deutscher Messeplatz (seit 1458 Leipziger Messe) und Hauptsitz des deutschen Buchhandels (über 400 Verlage) und Pelzhandels; bedeutende Industrie: Eisen, Schwer-, Land- und Druckmaschinen, Textilien, graphische Betriebe, Postscheckamt; seit 1409 Universitätsstadt (Universitas Lipsiensis, nach Schließung der deutschen Universität in Prag gegründet, seit 1953 „Karl-Marx-Universität“), Sächsische Akademie der Wissenschaften zu L., Hochschulen für Musik, Körperkultur, Graphik und Buchkunst, Binnenhandel, Bauwesen, Theaterhochschule, Pädagogisches Institut, Institut für Literatur, Deutsche Bücherei (mit 2,5 Mill. Bänden), Universitätsbibliothek, Sender des „Radio DDR“, Theater (Städtische Theater, Schauspielhaus, „Theater der Jungen Welt“), Gewandhausorchester, Thomanerchor, Zentralleitung des Gustav-Adolf-Werkes für die ev. Diaspora-Gemeinden, Zentralhaus für Volkskunst, Museum der bildenden Künste, Museum des Kunsthandwerks (Grassi-Museum), „Georgi-Dimitroff-Museum“ (im Reichsgerichtsgebäude), Deutsches Institut für Länderkunde, Museum für Völkerkunde, Zoologischer Garten. Literaturangaben Böhmer, Karl Hermann: Deutschland hinter dem Eisernen Vorhang — Sowjetische Besatzungszone (neubearb. v. Eugen Stamm). Essen 1962, Tellus-Verlag. 64 S. m. zahlr. Abb. Koenigswald, Harald von: Verschlossenes Land — Deutschland zwischen Ostsee und Erzgebirge. Bildband. 2. Aufl., Eßlingen 1964, Bechtle. 124 S., 192 Abb. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 258–259 Leihbüchereien A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Leipziger Messe

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1. Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der verfassungswidrigen Verwaltungsneugliederung aus dem Nordwestteil von Sachsen sowie sachsen-anhaltischen und thüringischen Gebietsteilen; 4.962 qkm mit (1963) 1.512.847 Einwohnern (1950: 1.630.395). 1 Stadtkreis: Leipzig; 12 Landkreise: Altenburg, Borna, Delitzsch, Döbeln, Eilenburg, Geithain, Grimma, Leipzig, Oschatz, Schmölln, Torgau, Wurzen. Vors. des Rates des…

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Leistungsprinzip (1965)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 Nach dem L. soll die Entlohnung ausschließlich nach der Leistung erfolgen. § 39 des Gesetzbuches der Arbeit bestimmt: „Für die Arbeit und den Lohn der Werktätigen gilt das sozialistische Grundprinzip ‚Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung‘. Der Arbeitslohn wird nach dem ökonomischen Gesetz der Verteilung nach der Arbeitsleistung festgesetzt.“ Das L. ist damit der wichtigste Grundsatz der Arbeitspolitik zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität und zur Verbesserung der Qualität der Produktion. Ihm entspricht vor allem das Lohnsystem. (Leistungslohn, Prämienstücklohn, Prämienzeitlohn, Faktorenlohn, Prämienwesen, TAN, Lohnpolitik) Literaturangaben Mampel, Siegfried, und Karl Hauck: Sozialpolitik in Mitteldeutschland (Sozialpolitik in Deutschland, H. 48, hrsg. v. Bundesmin. f. Arbeit …). Stuttgart usw. 1961, Kohlhammer. 87 S. Mampel, Siegfried: Das Gesetzbuch der Arbeit der Sowjetzone und das Arbeitsrecht der Bundesrepublik Deutschland — ein Vergleich. 5. Aufl. (hrsg. v. Bundesmin. für Arbeit …). Bonn 1962. 64 S. Mampel, Siegfried: Beiträge zum Arbeitsrecht der sowjetischen Besatzungszone (BMG) 1963. 135 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 259 Leistungslohn A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Leistungsvergleich

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 Nach dem L. soll die Entlohnung ausschließlich nach der Leistung erfolgen. § 39 des Gesetzbuches der Arbeit bestimmt: „Für die Arbeit und den Lohn der Werktätigen gilt das sozialistische Grundprinzip ‚Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung‘. Der Arbeitslohn wird nach dem ökonomischen Gesetz der Verteilung nach der Arbeitsleistung festgesetzt.“ Das L. ist damit der wichtigste Grundsatz der…

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Kunstpolitik (1965)

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Architektur, Bildende Kunst, Literatur, Musik, Volkskunst, Laienkunst. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 247 Künstlerisches Volksschaffen, Preis für A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kunstpreis der DDR

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Architektur, Bildende Kunst, Literatur, Musik, Volkskunst, Laienkunst. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 247 Künstlerisches Volksschaffen, Preis für A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kunstpreis der DDR

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Kuren der Sozialversicherung (1965)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 Die Sozialversicherung gewährt außer Heil- und Genesungskuren, wie in der BRD, in ihren eigenen Heimen vorbeugende Erholungskuren, vor allem Aktivisten und Funktionären, die damit auf Kosten der Sozialversicherung ihren Urlaub verleben können. Die vorbeugenden Erholungskuren gehen auf Kosten der Heil- und Genesungskuren und sind nicht zu verwechseln mit dem Feriendienst des FDGB. Literaturangaben Mampel, Siegfried: Das System der sozialen Leistungen in Mitteldeutschland und in Ost-Berlin (BB) 1961. Teil I (Text) 150 S., Teil II (Anlagen) 142 S. Mampel, Siegfried, und Karl Hauck: Sozialpolitik in Mitteldeutschland (Sozialpolitik in Deutschland, H. 48, hrsg. v. Bundesmin. f. Arbeit …). Stuttgart usw. 1961, Kohlhammer. 87 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 247 Kurella, Alfred A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kurierdienst, Zentraler (ZKD)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 1985 Die Sozialversicherung gewährt außer Heil- und Genesungskuren, wie in der BRD, in ihren eigenen Heimen vorbeugende Erholungskuren, vor allem Aktivisten und Funktionären, die damit auf Kosten der Sozialversicherung ihren Urlaub verleben können. Die vorbeugenden Erholungskuren gehen auf Kosten der Heil- und Genesungskuren und sind nicht zu verwechseln mit dem Feriendienst des FDGB. Literaturangaben Mampel,…

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Küste (1965)

Siehe auch die Jahre 1963 1966 1969 Ostseeküste. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 248 Kursant A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Küstrin

Siehe auch die Jahre 1963 1966 1969 Ostseeküste. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 248 Kursant A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Küstrin

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Kybernetik (1965)

Siehe auch die Jahre 1963 1966 1969 1975 1979 1985 „Theorie des Zusammenhangs möglicher dynamischer selbstregulierender Systeme mit ihren Teilsystemen.“ Die K., die „den dialektischen Materialismus zur Grundlage hat, ihn bestätigt und benötigt“, gilt als eine wichtige Grundlage des wissenschaftlich-technischen Fortschritts beim Aufbau des Kommunismus. Entsprechend dem Vorbild der SU, wo die K. noch 1952 als „Wissenschaft der Obskuranten“ abgetan wurde, hat die Anerkennung der K. als Wissenschaft in der SBZ lange auf sich warten lassen. Erst 1961 auf dem 14. Plenum des ZK der SED nannte Ulbricht die K. als einen Schwerpunkt der theoretischen Forschung. Der 6. Parteitag der SED 1963 bekräftigte in seinem Programm: „Die Beherrschung und Anwendung der modernsten Betriebs- und Arbeitsorganisation, die sich mathematisch-ökonomischer Methoden der Rechentechnik und der maschinellen Datenverarbeitung bedient, ist von entscheidender Bedeutung für die rationelle Gestaltung der Produktionsprozesse, für den höchsten Nutzeffekt der gesellschaftlichen Arbeit, für die beste Ausnutzung der vorhandenen Maschinen und Anlagen. Der weiteren Durchdringung ökonomischer Prozesse mit mathematischen Verfahren und der Errichtung eines Netzes von Rechenstationen und Rechenzentren der Betriebs- und Volkswirtschaftsplanung sind deshalb besondere Aufmerksamkeit zu widmen.“ An der Universität Jena wurde ein Lehrstuhl für K. errichtet. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 248 KVPD A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Lager

Siehe auch die Jahre 1963 1966 1969 1975 1979 1985 „Theorie des Zusammenhangs möglicher dynamischer selbstregulierender Systeme mit ihren Teilsystemen.“ Die K., die „den dialektischen Materialismus zur Grundlage hat, ihn bestätigt und benötigt“, gilt als eine wichtige Grundlage des wissenschaftlich-technischen Fortschritts beim Aufbau des Kommunismus. Entsprechend dem Vorbild der SU, wo die K. noch 1952 als „Wissenschaft der Obskuranten“ abgetan wurde, hat die Anerkennung der K. als…

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Länder (1965)

Siehe auch: Länder: 1963 1966 1969 1975 1979 1985 Länderkammer: 1956 1958 1959 1960 1962 Die L. Brandenburg, Mecklenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind durch das verfassungswidrige „Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Ländern der DDR“ vom 23. 7. 1952 (GBl. S. 613) aufgelöst worden, weil — wie es in der Präambel heißt — dieses „alte noch vom kaiserlichen Deutschland stammende [S. 250]System der administrativen Gliederung zu einer Fessel der neuen Entwicklung geworden“ sei. Das Gebiet der SBZ wurde neu in Kreise und Bezirke gegliedert (Verwaltungsneugliederung). Mit den L. entfielen auch die bis dahin bestehenden Landtage und Landesregierungen. Die Länderkammer, die Vertretung der L. im Gesetzgebungsverfahren, blieb noch einige Jahre als staatsrechtliches Unikum bestehen. Ihre Abgeordneten wurden nach Wegfall der Landtage ohne verfassungsrechtliche Grundlage noch zweimal — 1954 und 1958 — durch die Bezirkstage gewählt. Den 1958 gewählten Abgeordneten blieb aber nur noch die Aufgabe, einmal zusammenzutreten und gegen das von der Volkskammer beschlossene Gesetz vom 8. 12. 1957 über die Auflösung der Länderkammer (GBl.~I., S. 867) keinen Einspruch einzulegen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 249–250 Landambulatorium A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Landflucht

Siehe auch: Länder: 1963 1966 1969 1975 1979 1985 Länderkammer: 1956 1958 1959 1960 1962 Die L. Brandenburg, Mecklenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind durch das verfassungswidrige „Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Ländern der DDR“ vom 23. 7. 1952 (GBl. S. 613) aufgelöst worden, weil — wie es in der Präambel heißt — dieses „alte noch vom kaiserlichen Deutschland stammende [S. 250]System der…

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Landschaftspflege (1965)

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Naturschutz und Landschaftsgestaltung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 250 Landklubs der Intelligenz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Landtechnik

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Naturschutz und Landschaftsgestaltung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 250 Landklubs der Intelligenz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Landtechnik

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Landwirtschaftsrat (1965)

Siehe auch: Landwirtschaftsrat: 1963 1966 Landwirtschaftsrat der DDR: 1969 1975 1979 Zentralorgan des Ministerrats zur einheitlichen Planung, Leitung und Organisation der „sozialistischen“ Landwirtschaft. Entspricht dem Volkswirtschaftsrat in der übrigen Wirtschaft (Produktionsprinzip). Der L. wurde im Zuge der „Auswertung des VI. Parteitages der SED“, nach dem seit Herbst 1962 in der SU bestehenden Vorbild, durch Beschluß des Ministerrats geschaffen und durch Erlaß des Staatsrates vom 11. 2. 1963 (GBl. 1/1963 S. 1) verkündet. Er tritt an die Stelle des Min. f. Landwirtschaft, Erfassung u. Forstwirtschaft, das zugleich aufgelöst wurde und ist für die Durchführung der Beschlüsse des ZK der SED und der Regierung sowie für alle landwirtschaftlichen Planerfüllungen verantwortlich. Die Forstwirtschaft wird durch die Produktionsleitung des L. zentral geleitet. Die Bildung des L. wird mit der Beendigung der sozialistischen Umgestaltung auf dem Lande begründet, die einer „Reorganisation der Leitung der Landwirtschaft entsprechend der neuen Entwicklungsetappe“ bedürfe. Die „veraltete Organisationsform des Ministeriums und seiner unteren Organe, die den Verhältnissen entsprach, als in der Landwirtschaft noch das Privateigentum vorherrschte“, habe „zu einem bürokratischen und eng administrativen Arbeitsstil geführt“, dem es nicht gelungen sei, den „landw. Betrieben wirksame Hilfe zu leisten. Anstatt ständig und unmittelbar an Ort und Stelle zu arbeiten“, hätten „sich die Mitarbeiter des Ministeriums … häufig nur auf die Ausarbeitung von Direktiven, Instruktionen, Empfehlungen und Statistiken beschränkt, die in den Büros angefertigt wurden“. Die neue zentrale Organisationsform des L. werde „eine wissenschaftliche, sachkundige und einheitliche Leitung der Landwirtschaft sichern, die imstande ist, die neue verantwortungsvolle Aufgabe bei der weiteren Entwicklung der sozialistischen Landwirtschaft erfolgreich zu lösen“. Dem L. beim Ministerrat mit seiner Produktionsleitung unterstehen die Landwirtschaftsräte u. Produktionsleitungen in den Bezirken u. Kreisen direkt. Die Bezirks-L. sollen sich besonders mit der „wissenschaftlichen Ausarbeitung der bezirkstypischen Entwicklungsprobleme der Landwirtschaft wie überhaupt mit der Einführung der Wissenschaft in die Produktion“ beschäftigen, während den Kreis-L. die „uneingeschränkte Verantwortung für die direkte staatliche Leitung aller sozialistischen Landwirtschaftsbetriebe“ übertragen wurde. (ständige Produktionsberatung) Es können auch — unabhängig von den Kreisgrenzen — L. für bestimmte Produktionsgebiete gebildet werden. Mitglieder der L. sollen sein: LPG-Vorsitzende, Direktoren von VEG, Agronomen sowie Viehzüchter, Wissenschaftler und Techniker. Die L. werden in ihrer Arbeit angeleitet von den „Büros für Landwirtschaft“, die beim Politbüro und den Bezirks- und Kreisleitungen der SED gebildet wurden. Vors. des L. beim Ministerrat und Leiter der Produktionsleitung: Georg ➝Ewald. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 255 Landwirtschaftsbank (LB) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Landwirtschaftsteuer

Siehe auch: Landwirtschaftsrat: 1963 1966 Landwirtschaftsrat der DDR: 1969 1975 1979 Zentralorgan des Ministerrats zur einheitlichen Planung, Leitung und Organisation der „sozialistischen“ Landwirtschaft. Entspricht dem Volkswirtschaftsrat in der übrigen Wirtschaft (Produktionsprinzip). Der L. wurde im Zuge der „Auswertung des VI. Parteitages der SED“, nach dem seit Herbst 1962 in der SU bestehenden Vorbild, durch Beschluß des Ministerrats geschaffen und durch Erlaß des…

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LDPD (1965)

Siehe auch: LDPD: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Liberal-Demokratische Partei Deutschlands: 1966 1969 1975 1979 Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD): 1985 Abk. für Liberal-Demokratische Partei Deutschlands, Gründungsaufruf am 5. 7. 1945, SMAD-Lizenz am 10. 7. 1945 erteilt. Im Gründungsaufruf wurden vorsichtig liberale Gedanken geäußert: „Was uns eint, das ist die liberale Weltanschauung und die demokratische Staatsgesinnung. … Selbstverständlich ist für uns die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit mit den anderen antifaschistischen Parteien …“ War ohnehin durch die Blockpolitik die Möglichkeit einer Opposition auch institutionell ausgeschlossen, so wurde nach dem Tode des 1. Vors. Dr. Külz am 10. 4. 1948 jede politische Selbständigkeit preisgegeben. Auf dem III. Parteitag (Febr. 1949) stimmte Dr. Loch dem Zweijahrplan zu. Auf dem IV. Parteitag (Juli 1951) erklärte der damal. Vors. Dr. Hamann: „Es ist … Sache … des politischen Nutzens für das deutsche Volk, sich vorbehaltlos der bereits 800 Mill. Menschen umfassenden Weltfriedensbewegung anzuschließen, die ihren stärksten Impuls von der Sowjetunion erhält.“ Gleichzeitig wurde die Planwirtschaft anerkannt. Auf dem V. Parteitag 1952 erklärte die LDP ihre Bereitschaft zur Mitarbeit beim Aufbau des Sozialismus. In der Satzung von 1957 wird betont, daß der Sozialismus „nur unter der Führung der Partei der Arbeiterklasse auf der Grundlage der revolutionären und wissenschaftlichen These des Marxismus-Leninismus“ aufgebaut werden kann. Die Partei hat im Frühjahr 1960 mitentscheidend bei der brutalen Kollektivierung der Landwirtschaft mitgewirkt. Lt. „Berliner Zeitung“ vom 1. 12. 1961 erklärte der LDPD-Vors. Suhrbier, daß Ulbricht „nicht nur immer unser Vorbild gewesen ist, sondern es auch immer bleiben wird“. Mitgliederstand: Dez. 1948 197.090, 1955 etwa 100.000. Zahl der Stimmen bei den Landtagswahlen 1946: 2.411.130 von 9.490.907. Vors. Max ➝Suhrbier, stellv. Vors. Johannes ➝Dieckmann und Willi-Peter Konzok, Generalsekretär Manfred ➝Gerlach. Zentralorgan „Der Morgen“, außerdem 4 Provinzzeitungen, Gesamtaufl. der LDPD-Presse etwa 194.000. Literaturangaben Krippendorf, Ekkehart: Die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands in der Sowjetischen Besatzungszone 1945/48 … (Beitr. z. Gesch. d. Parlamentarismus u. d. polit. Parteien … 21) Düsseldorf 1959, Droste Verlag. 178 S. Schütze, Hans: „Volksdemokratie“ in Mitteldeutschland (hrsg. v. d. Niedersächs. Landeszentrale f. Polit. Bildung), Hannover 1964. 228 S. u. 4 Taf. Handbuch der Sowjetzonen-Volkskammer. 2. Legislaturperiode. Berlin o. J., Informationsbüro West. 386 S. u. Nachträge. Die Wahlen in der Sowjetzone, Dokumente und Materialien. 6., erw. Aufl. (BMG) 1964. 216 S. Wahlen gegen Recht und Gesetz — die Gemeinde- und Kreistagswahlen in der Sowjetzone … 1957. (BMG) 1957. 99 S. m. 20 Bildern und Dokumenten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 256 Lauchhammer A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Lebensmittelkarten

Siehe auch: LDPD: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 1975 1979 Liberal-Demokratische Partei Deutschlands: 1966 1969 1975 1979 Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD): 1985 Abk. für Liberal-Demokratische Partei Deutschlands, Gründungsaufruf am 5. 7. 1945, SMAD-Lizenz am 10. 7. 1945 erteilt. Im Gründungsaufruf wurden vorsichtig liberale Gedanken geäußert: „Was uns eint, das ist die liberale Weltanschauung und die demokratische Staatsgesinnung. ……

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Lehmann, Otto (1965)

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1966 * 25. 9. 1913 in Sondersdorf, Kreis Bitterfeld, als Sohn eines Arbeiters. Volksschule, Elektrikerlehre, 1927 KJVD, 1932 KPD. In der NS-Zeit Elektriker, dann Kriegsdienst und Gefangenschaft. 1949 Leiter d. Abt. Arbeit und Soziales im FDGB-Bundesvorst., seit 1950 Instrukteur und Sekretär beim Bundesvorst. d. FDGB, seit Sept. 1957 stellv. Bundesvors. d. FDGB, seit 1959 nur noch Sekretär des Bundesvorst. 1950–1952 als Mitgl. der SED Fernstudium der Gesellschaftswissenschaften a. d. SED-Parteihochschule, seit 1954 Mitgl. des ZK der SED. Seit 1958 als Vertreter des FDGB Stellvertreter des Vors. der Staatl. ➝Plankommission. Literaturangaben SBZ-Biographie — Ein biographisches Nachschlagebuch über die SBZ Deutschlands (bearb. vom Untersuchungsausschuß Freiheitl. Juristen). 3., erw. Aufl. (BMG) 1965. 406 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 257 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1965 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/lehmann-otto verwiesen. Lebensversicherung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Lehmann, Robert

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1966 * 25. 9. 1913 in Sondersdorf, Kreis Bitterfeld, als Sohn eines Arbeiters. Volksschule, Elektrikerlehre, 1927 KJVD, 1932 KPD. In der NS-Zeit Elektriker, dann Kriegsdienst und Gefangenschaft. 1949 Leiter d. Abt. Arbeit und Soziales im FDGB-Bundesvorst., seit 1950 Instrukteur und Sekretär beim Bundesvorst. d. FDGB, seit Sept. 1957 stellv. Bundesvors. d. FDGB, seit 1959 nur noch Sekretär des Bundesvorst. 1950–1952 als Mitgl. der SED Fernstudium der…

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Lehrlingsausbildung (1965)

Siehe auch die Jahre 1963 1966 1969 1975 1979 Die Ausbildung gewerblicher Lehrlinge erfolgt in der Regel in betrieblichen Lehrwerkstätten. Zunehmend werden für ganze Industriezweige zentrale Lehrwerkstätten z. T. in Form Volkseigener Betriebe, eingerichtet. Die Lehrlinge erhalten hier beruflich-theoretischen, praktischen und „gesellschaftlichen“, d. h. politischen Unterricht im Sinne der SED). Die Lehrausbilder müssen ständig an Lehrgängen zur „ideologischen Qualifizierung“ teilnehmen. Im ersten Lehrjahr entfallen auf die beruflich-praktische Ausbildung 3 Tage, im 2. Lehrjahr 4 und im 3. Lehrjahr 5 Tage. Die weiterentwickelte Form der Lehrlingsausbildung geschieht in Lehrkombinaten, Lehrausbildungsstätten, die Lehrwerkstatt, Berufsschule und Internat umfassen und seit 1957 in Großbetrieben eingerichtet wurden. An der Spitze eines Lehrkombinats steht der Kombinatsdirektor. Ihm unterstehen: Ausbildungsleiter mit Lehrausbildern, Schulleiter mit Lehrern, Heimleiter mit Heimerziehern. Breiten Raum in Schule und Heim nimmt politischer Unterricht ein. Durch die Lehrkombinate werden die Jugendlichen vollständig dem Einfluß des Elternhauses entzogen und der Kollektiverziehung unterworfen. Für die Berufsausbildung gewerblicher Lehrlinge muß ein vom Ministerium für Berufsausbildung vorgeschriebener Lehrvertrag abgeschlossen und der zuständigen Kreisbehörde zur Genehmigung vorgelegt werden (Berufslenkung, Arbeitskräfte). Die Lehrverträge haben für die Ausbildung in „volkseigenen“ und Privatbetrieben etwa den gleichen Wortlaut. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 258 Lehrerbildung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Leichtindustrie

Siehe auch die Jahre 1963 1966 1969 1975 1979 Die Ausbildung gewerblicher Lehrlinge erfolgt in der Regel in betrieblichen Lehrwerkstätten. Zunehmend werden für ganze Industriezweige zentrale Lehrwerkstätten z. T. in Form Volkseigener Betriebe, eingerichtet. Die Lehrlinge erhalten hier beruflich-theoretischen, praktischen und „gesellschaftlichen“, d. h. politischen Unterricht im Sinne der SED). Die Lehrausbilder müssen ständig an Lehrgängen zur „ideologischen Qualifizierung“ teilnehmen.…

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Leipziger Messe (1965)

Siehe auch: Leipziger Messe: 1966 1969 1975 1979 1985 Messe, Leipziger: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 Seit 1951 wurden erstmalig wieder im Jahre 1955 die Leipziger Frühjahrs- und Herbstmesse getrennt abgehalten, um den Außenhandel und den Interzonenhandel im Rahmen der Außenhandelsoffensive der SU zu intensivieren. Besonderer Wert wird auf die Anknüpfung von Handelsbeziehungen mit dem sog. kapitalistischen Ausland gelegt, um die Materiallücken zur Erfüllung der Volkswirtschaftspläne zu schließen. Zum kapitalistischen Ausland zählen auch die Entwicklungsländer, mit denen der Außenhandel aus politischer Zielsetzung besonders gefördert wird. Die Organisationsleitung der LM. liegt in den Händen des Leipziger Messeamtes, das an die Weisungen der Kammer für ➝Außenhandel bzw. des Ministeriums für Außenhandel und Innerdeutschen Handel gebunden ist und Außenstellen im Ausland sowie in der Bundesrepublik unterhält. Aufgabe der Außenstellen ist nicht nur Werbung und Verkauf von Messeausweisen. Sie stellen auch Stützpunkte für die Ausweitung wirtschaftlicher und politischer Beziehungen dar. Bürger der BRD erhalten Messeausweise bei Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern und an den Kontrollplätzen. Hin- und Rückfahrt müssen über denselben Passierpunkt führen, andernfalls ist ein Antrag beim Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten erforderlich. Mitgeführte Gegenstände von größerem Wert werden — ebenso wie Geldmittel — an den Kontrollplätzen in den amtlichen Messeausweis eingetragen. Während sich im Westen die Messen immer mehr zu Fachmessen entwickeln, trägt die LM. universellen Ausstellungscharakter und wird als Gelegenheit zu Infiltrationskonferenzen mit Besuchern aus dem westlichen Ausland und der BRD ausgenutzt. Mit der Berufung eines Generaldirektors in die Leitung des Leipziger Messeamtes im November 1962 soll die Bedeutung der LM. unterstrichen werden. In den letzten Jahren ging man von dem politischen Propagandalärm ab und versuchte der LM. wieder den Charakter einer Fachmesse zu geben. Sie soll zur Aufwertung der SBZ einen umfassenden Überblick über Wirtschaftspotential und die technischen Fortschritte geben und auch die ökonomische Stärke der sozialistischen Länder aufzeigen. Angaben über Abschlüsse und Nationalität von Ausstellern und Besuchern wurden zur Frühjahrsmesse 1964 nicht gemacht. Die Bedeutung der LM. für den Welthandel läßt sich aber wohl kaum aus den manipulierten Zahlen ablesen, da es sich vielfach nicht um echte Vertragsabschlüsse handelt. Die Umsätze sind planmäßig gebunden, und bereits abgeschlossene Vorträge werden oft nur im Rahmen der Messe unterzeichnet. Die Großbetriebe der BRD sind den letzten Messen ferngeblieben. Diese Tatsache führte naturgemäß zur Aufwertung der anderen Messen im Ostblock, z. B. Budapest, auf der die BRD das größte Ausstellerkontingent gestellt hat. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 259 Leipzig A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Leistungsabzeichen

Siehe auch: Leipziger Messe: 1966 1969 1975 1979 1985 Messe, Leipziger: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966 Seit 1951 wurden erstmalig wieder im Jahre 1955 die Leipziger Frühjahrs- und Herbstmesse getrennt abgehalten, um den Außenhandel und den Interzonenhandel im Rahmen der Außenhandelsoffensive der SU zu intensivieren. Besonderer Wert wird auf die Anknüpfung von Handelsbeziehungen mit dem sog. kapitalistischen Ausland gelegt, um die Materiallücken zur Erfüllung der…

DDR A-Z 1965

Leistungsvergleich (1965)

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1966 1969 1975 sozialistischer ➝Wettbewerb. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 259 Leistungsprinzip A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Leistungsverordnung

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1966 1969 1975 sozialistischer ➝Wettbewerb. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 259 Leistungsprinzip A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Leistungsverordnung