DDR A-Z 1963

Komitee zum Studium der gesellschaftlichen Verhältnisse und ihrer Veränderung in Westdeutschland (1963)

Siehe auch die Jahre 1965 1966 1969 Wurde am 25. 3. 1962 bei dem „Nationalrat der Nationalen Front“ gegründet, veranlaßt von Ulbricht, um die im Nationalen Dokument bekräftigte Deutschlandpolitik der SED propagandistisch zu unterstützen. Es soll den sozialen Zustand der Bundesrepublik so darstellen, als ob sie schrankenlos monopolkapitalistischer Ausbeutung, volksfeindlicher Reaktion und imperialistischem Militarismus preisgegeben sei. Das K. veröffentlicht, angeleitet vom ZK der SED, primitiv-agitatorische, als „Gutachten“ bezeichnete Hetzschriften, um (wie Albert ➝Norden am 9. 4. 1962 sagte) „Vorarbeiten für eine Beseitigung dieser schreienden Ungerechtigkeiten“ zu leisten. Es „begutachtet“ bes. auch pädagogische, militärische und landwirtschaftliche Fragen neben sozialen und wirtschaftlichen. Das K. dient der West- und Infiltrations-Arbeit der SED. Seine Gutachten und Flugschriften sollen auch bei der kommunist. Propaganda in westl. und neutralen Ländern eingesetzt werden. Auf der konstituierenden Sitzung am 9. A. 1962 wurde Dr. Max ➝Suhrbier zum Leiter bestimmt, sehr stark wirkt Albert Norden mit. Seit 1. 1. 1963 führt das K. die Arbeit des Ausschusses für Deutsche Einheit fort. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 246 Komitee für Solidarität mit dem kubanischen Volk A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kommissionen

Siehe auch die Jahre 1965 1966 1969 Wurde am 25. 3. 1962 bei dem „Nationalrat der Nationalen Front“ gegründet, veranlaßt von Ulbricht, um die im Nationalen Dokument bekräftigte Deutschlandpolitik der SED propagandistisch zu unterstützen. Es soll den sozialen Zustand der Bundesrepublik so darstellen, als ob sie schrankenlos monopolkapitalistischer Ausbeutung, volksfeindlicher Reaktion und imperialistischem Militarismus preisgegeben sei. Das K. veröffentlicht, angeleitet vom ZK der SED,…

DDR A-Z 1963

Kompaß (1963)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1965 1966 1969 Aktivierungs-Verfahren für FDJ und die übrige Jugend. Der ZR der FDJ setzte Juli 1958 den Orts-, Kreis- und Bezirksverbänden das Ziel, sich einen K. zu schaffen, der zuerst alle Verpflichtungen zur Auswertung des V. Parteitages der SED enthielt. Der K. zeigte auf längere Sicht zunächst „auf die Marschrichtungszahl 60“, das Endjahr des 2. Fünfjahrplanes. Unmittelbar wies er auf den 30. 12. 1958, den 40. Jahrestag der Gründung der KPD. Jeder K. enthält Verpflichtungen 1. zur Produktionssteigerung, 2. zur politisch-ideologischen und 3. zur kulturellen und sportlichen Erziehung. Er soll den „Wettbewerb der FDJ-Grundeinheiten untereinander“ anregen. Die Durchführung wird örtlich und allgemein scharf überwacht. — Hilfe des FDGB soll „die gesamte Arbeiterjugend“ und nicht nur FDJ in die K.-Verpflichtung einbeziehen. Der K. wurde am 1. 9. 1958 auf die Hoch- und Fachschulen ausgedehnt unter Hervorhebung der wissenschaftlich-fachlichen Hebung. Dabei wurde auch „persönlicher K.“ gefordert. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 247 Kommunismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Komplexbrigade

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1965 1966 1969 Aktivierungs-Verfahren für FDJ und die übrige Jugend. Der ZR der FDJ setzte Juli 1958 den Orts-, Kreis- und Bezirksverbänden das Ziel, sich einen K. zu schaffen, der zuerst alle Verpflichtungen zur Auswertung des V. Parteitages der SED enthielt. Der K. zeigte auf längere Sicht zunächst „auf die Marschrichtungszahl 60“, das Endjahr des 2. Fünfjahrplanes. Unmittelbar wies er auf den 30. 12. 1958, den 40. Jahrestag der Gründung der KPD. …

DDR A-Z 1963

Komplexe Planung (1963)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1965 1966 Seit dem 5. Parteitag der SED (Juli 1958) verwendeter Begriff des PJ., der die Planung der Volkswirtschaft, der Industriezweige und der Betriebe „als eine Einheit des Produktions-, Arbeitskräfte-, Finanz-, Entwicklungs- und Absatzplans“ meint. Es überrascht, daß erst nach zehn Jahren staatlicher Planwirtschaft die Notwendigkeit erkannt wurde, alle die genannten Planteile aufeinander abzustimmen. Seit Anfang 1961 taucht auch der Begriff „komplex-territoriale Planung“ in der Fachliteratur der Zone auf. Damit ist gemeint, daß in Zukunft die KP. nicht nur für das Gebiet der SBZ insgesamt, sondern zusätzlich für Wirtschaftsgebiete, z B. Bezirke, erfolgen soll. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 248 Komplexe Mechanisierung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Komplex-Territorial

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1965 1966 Seit dem 5. Parteitag der SED (Juli 1958) verwendeter Begriff des PJ., der die Planung der Volkswirtschaft, der Industriezweige und der Betriebe „als eine Einheit des Produktions-, Arbeitskräfte-, Finanz-, Entwicklungs- und Absatzplans“ meint. Es überrascht, daß erst nach zehn Jahren staatlicher Planwirtschaft die Notwendigkeit erkannt wurde, alle die genannten Planteile aufeinander abzustimmen. Seit Anfang 1961 taucht auch der Begriff…

DDR A-Z 1963

Konfliktkommission (1963)

Siehe auch: Konfliktkommission: 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 Konfliktkommissionen: 1975 1979 Seit 1953 bestehen in den Betrieben und Verwaltungen K. Sie hatten ursprünglich nur die Aufgabe, Arbeitsstreitigkeiten im Betriebe zu entscheiden. — Auf dem 4. Plenum des ZK der SED forderte Ulbricht, den K. größere Verantwortung und größere Rechte zu übertragen. Ohne gesetzliche Grundlage wurden daraufhin in vielen Betrieben erweiterte K. gebildet, die sich mit Verstößen gegen die sozialistische ➝Arbeitsmoral, gegen die Arbeitsdisziplin und mit kleineren kriminellen Delikten, die mit dem Betrieb in Zusammenhang standen, befaßten. Durch eine VO vom 28. 4. 1960 (GBl. I, S. 347) wurde sodann eine Richtlinie, die zwischen dem FDGB und der Staatlichen ➝Plankommission vereinbart war, bestätigt, gleichzeitig wurde die VO vom 30. 4. 1953 (GBl. I, S. 695) aufgehoben. Gesetzliche Grundlage sind seit 1. 7. 1961 §§ 142–146 des Gesetzbuches der Arbeit und die VO vom 1. 6. 1961 mit Richtlinie vom 26. 5. 1961 (GBl. II, S. 203). In die Zuständigkeit der K. fällt nunmehr die Entscheidung über Verstöße gegen die sozialistische ➝Moral und die Arbeitsdisziplin. Sie behandelt ferner Einsprüche gegen Disziplinarmaßnahmen der Betriebsleitung, Streitfälle mit der Sozialversicherung über kurzfristige Barleistungen (Sozialversicherungs- und Versorgungswesen) und mit der Kasse der gegenseitigen Hilfe. Wie seit 1953 entscheidet sie über Arbeitsstreitigkeiten im Betrieb. Ferner hat die K. über strafbare Handlungen zu entscheiden, soweit diese wegen ihres geringen Grades der Gesellschaftsgefährlichkeit nicht vor den Strafgerichten zu verhandeln sind (geringfügige Fälle von Diebstahl, Betrug, Unterschlagung zum Nachteil gesellschaftlichen Eigentums, Sachbeschädigung, leichte Körperverletzung, Beleidigung) unter der Voraussetzung, daß sie sich im Betrieb abspielten. Die K. kann nur Erziehungsmaßnahmen auferlegen, jedoch keine fristlosen Entlassungen anordnen oder Geld- oder Freiheitsstrafen verhängen. Sie kann u. a. eine gesellschaftliche Mißbilligung aussprechen, einen Beschuldigten verpflichten, sich beim Geschädigten oder vor dem gesamten Kollektiv zu entschuldigen, und ihn verpflichten, einen Schaden durch eigene Arbeit zu beheben. Die K. werden als „gesellschaftliche Organe“ bezeichnet, die hervorragende Mittel der Erziehung der Arbeiter und Angestellten zu Menschen mit sozialistischem ➝Bewußtsein (Bewußtseinsbildung) seien. Ihre Schaffung wird als Zeichen für das allmähliche Absterben des Staates nach Errichtung der sozialistisch/kommun. Gesellschaftsordnung ausgegeben. (Marxismus-Leninismus). Die K. werden von der Belegschaft gewählt. Sie können jetzt auch in halbstaatlichen Betrieben errichtet werden. Die Wahl erfolgt auf zwei Jahre und soll mit den Gewerkschaftswahlen koordiniert werden. Die K. bestehen aus sechs Mitgl. mit drei bis sechs Vertretern. Die Beratungen der K. sind öffentlich und sollen im großen Kreis stattfinden. Auf jeden Fall sollen die Angehörigen des Kollektivs teilnehmen, die mit dem betr. Werktätigen zusammenarbeiten. Jeder Betriebsangehörige ist berechtigt, vor der K. seine Auffassung darzulegen. Im übrigen wird die Verhandlung völlig formlos geführt. Sie findet außerhalb der Arbeitszeit statt. Für die Entscheidung ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Beschlüsse in Arbeitsstreitigkeiten können beim Kreisarbeitsgericht (Arbeitsgericht) angefochten werden. Das gleiche gilt für Streitigkeiten mit der Kasse der gegenseitigen Hilfe und für den Fall, daß der Betriebsleiter der Empfehlung der K. nicht entspricht, eine Disziplinarmaßnahme aufzuheben. Beschlüsse in Sozialversicherungssachen können bei der Kreisbeschwerdekommission, Beschlüsse auf Erziehungsmaßnahmen können nur bei der BGL angefochten werden. Literaturangaben Mampel, Siegfried, und Karl Hauck: Sozialpolitik in Mitteldeutschland (Sozialpolitik in Deutschland, H. 48, hrsg. v. Bundesmin. f. Arbeit …). Stuttgart usw. 1961, Kohlhammer. 87 S. Mampel, Siegfried: Das Gesetzbuch der Arbeit der Sowjetzone und das Arbeitsrecht der Bundesrepublik Deutschland — ein Vergleich. 5. Aufl. (hrsg. v. Bundesmin. für Arbeit …). Bonn 1962. 64 S. Mampel, Siegfried: Beiträge zum Arbeitsrecht der sowjetischen Besatzungszone (BMG) 1963. 135 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 249 Konfessionen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Konföderation

Siehe auch: Konfliktkommission: 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 Konfliktkommissionen: 1975 1979 Seit 1953 bestehen in den Betrieben und Verwaltungen K. Sie hatten ursprünglich nur die Aufgabe, Arbeitsstreitigkeiten im Betriebe zu entscheiden. — Auf dem 4. Plenum des ZK der SED forderte Ulbricht, den K. größere Verantwortung und größere Rechte zu übertragen. Ohne gesetzliche Grundlage wurden daraufhin in vielen Betrieben erweiterte K. gebildet, die sich mit Verstößen gegen…

DDR A-Z 1963

Konkursrecht (1963)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 Nach der VO „über den Rang volkseigener Forderungen im Konkurse des Schuldners“ vom 25. 10. 1951 (GBl. S. 955 und GBl. 1953, S. 460) und DB vom 26. 5. 1952 (GBl. S. 441) sind Forderungen, die zum Volks- oder genossenschaftlichen Eigentum gehören, vor allen privaten Forderungen mit Ausnahme von Lohn- und Gehaltsansprüchen zu befriedigen. Den „volkseigenen“ Banken steht wegen ihrer Kredite an den Waren und Einrichtungsgegenständen des Gemeinschuldners ein bevorzugtes Absonderungsrecht zu, das Pfandrechten anderer Gläubiger im Range vorgeht und die Bank berechtigt, sich ohne gerichtliches Verfahren durch freihändige Veräußerung oder Übernahme der Sachen zu befriedigen. Das Konkursverfahren ist als Mittel zur Enteignung benutzt worden, indem noch lebensfähige, in Konkurs geratene Privatunternehmen als Ganzes in Volkseigentum übergeführt worden sind. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 250 Konjew, Iwan Stepanowitsch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Konsultation

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 Nach der VO „über den Rang volkseigener Forderungen im Konkurse des Schuldners“ vom 25. 10. 1951 (GBl. S. 955 und GBl. 1953, S. 460) und DB vom 26. 5. 1952 (GBl. S. 441) sind Forderungen, die zum Volks- oder genossenschaftlichen Eigentum gehören, vor allen privaten Forderungen mit Ausnahme von Lohn- und Gehaltsansprüchen zu befriedigen. Den „volkseigenen“ Banken steht wegen ihrer Kredite an den Waren und…

DDR A-Z 1963

Kontakte (1963)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1965 1966 1969 Mit K. werden alle menschlichen und amtlichen Beziehungen über die Demarkationslinie hinweg bezeichnet, also sowohl die spontanen, „natürlichen“ (z. B. auch sportlichen, Sport) zwischenmenschlichen Beziehungen wie die gesteuerten Verbindungen, die (etwa im Sinne des Kampfplanes 1958 der Nationalen Front) der kommun. Agitation und Infiltration in der Bundesrepublik dienen, wie schließlich auch der Amts- und Rechtshilfeverkehr zwischen amtlichen Stellen der Bundesrepublik und des Sowjetzonenregimes, der (häufig auch als „technische K.“ bezeichnet) auf gewissen Gebieten noch fortbesteht, aber durch Handhabung im Geiste der bolschewistischen ➝Parteilichkeit immer mehr behindert und in manchen Beziehungen (z. B. Lastenausgleich, Wiedergutmachung sowie in allen Angelegenheiten der Flüchtlinge) gänzlich lahmgelegt wird. (Kultureller Austausch) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 251 Konsumgüterversorgung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kontenführungspflicht

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1965 1966 1969 Mit K. werden alle menschlichen und amtlichen Beziehungen über die Demarkationslinie hinweg bezeichnet, also sowohl die spontanen, „natürlichen“ (z. B. auch sportlichen, Sport) zwischenmenschlichen Beziehungen wie die gesteuerten Verbindungen, die (etwa im Sinne des Kampfplanes 1958 der Nationalen Front) der kommun. Agitation und Infiltration in der Bundesrepublik dienen, wie schließlich auch der Amts- und Rechtshilfeverkehr zwischen…

DDR A-Z 1963

Kontrollplätze (1963)

Siehe auch die Jahre 1965 1966 1969 1975 1979 Unterschieden werden muß zwischen K. der Zollverwaltung der SBZ auf den Demarkationslinien: 1. zwischen der SBZ und Polen, 2. zwischen der SBZ und der Bundesrepublik, und jenen K. entlang der Grenze zwischen der SBZ und der Tschechoslowakei und an der Ostseeküste (Grenzübergänge). Auch die Demarkationslinie, die den Westsektor Berlins umschließt und seit 13. 8. 1961 irreführend als Staatsgrenze bezeichnet wird, hat solche K. Der gesamte Personen- und Warenverkehr geht ausschließlich über die K. Für den Interzonenverkehr nach Berlin müssen Formalitäten, vor allem im Warenverkehr, beachtet werden. Lediglich der Luftverkehr von und nach Berlin unterliegt keiner Kontrolle der SBZ. (Interzonenverkehr) Bis März 1962 hießen die K: Kontrollpunkte. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 252 Kontrollkommission A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kontrollposten

Siehe auch die Jahre 1965 1966 1969 1975 1979 Unterschieden werden muß zwischen K. der Zollverwaltung der SBZ auf den Demarkationslinien: 1. zwischen der SBZ und Polen, 2. zwischen der SBZ und der Bundesrepublik, und jenen K. entlang der Grenze zwischen der SBZ und der Tschechoslowakei und an der Ostseeküste (Grenzübergänge). Auch die Demarkationslinie, die den Westsektor Berlins umschließt und seit 13. 8. 1961 irreführend als Staatsgrenze bezeichnet wird, hat solche K. Der gesamte…

DDR A-Z 1963

Kontrollstreifen (1963)

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 Sperrgebiet. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 253 Kontrollrat A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kontrollziffern

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 Sperrgebiet. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 253 Kontrollrat A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kontrollziffern

DDR A-Z 1963

Kooperation (1963)

Siehe auch die Jahre 1962 1965 1966 Die Parteiideologen der SED bezeichnen als K. die arbeitsteilige Zusammenarbeit in und zwischen den Produktionsbetrieben. Sie erklären, die innerbetriebliche K. vollziehe sich „nur unter sozialistischen Produktionsverhältnissen auf der Grundlage kameradschaftlicher Hilfe und gegenseitiger Unterstützung“. Nur im „Sozialismus“ sei eine „planmäßige K. zwischen arbeitsteilig spezialisierten Betrieben“ möglich. Das mache die Überlegenheit des „sozialistischen“ Systems gegenüber dem „kapitalistischen“ aus. — In der Praxis hat das Wirtschaftssystem diese Überlegenheit bisher in keiner Weise bewiesen. Im Gegenteil die Produktivität der Industrie ist geringer als die der BRD (Arbeitsproduktivität). Eine weitgehende arbeitsteilige K. in der Industrieproduktion wird auch zwischen den Mitgliedsländern des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe angestrebt, befindet sich jedoch noch im Anfangsstadium. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 253 Konzert- und Gastspieldirektionen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Koordinierung

Siehe auch die Jahre 1962 1965 1966 Die Parteiideologen der SED bezeichnen als K. die arbeitsteilige Zusammenarbeit in und zwischen den Produktionsbetrieben. Sie erklären, die innerbetriebliche K. vollziehe sich „nur unter sozialistischen Produktionsverhältnissen auf der Grundlage kameradschaftlicher Hilfe und gegenseitiger Unterstützung“. Nur im „Sozialismus“ sei eine „planmäßige K. zwischen arbeitsteilig spezialisierten Betrieben“ möglich. Das mache die Überlegenheit des…

DDR A-Z 1963

Kosmopolitismus (1963)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 Weltbürgertum, Geistesrichtung, die die Zugehörigkeit der Menschen zu einer Nation, Klasse oder Rasse als zweitrangig betrachtet und für eine übernationale Verbundenheit und Gesittung aller Menschen eintritt. Die Bolschewisten setzten dem K. den proletarischen (neuerdings: sozialistischen) Internationalismus entgegen, der die internationale Solidarisierung allein mittels der Ausbreitung der leninistischen Revolution durch die Solidarität des Proletariats aller Länder und die aktive Zusammenarbeit aller „Kommunistischen und Arbeiterparteien“ unter der Führung der KPdSU bejaht. Besonders scharf hat Stalin im Zuge seiner antisemitischen Politik (Antisemitismus) den K. bekämpft. Literaturangaben Brzezinski, Zbigniew K.: Der Sowjetblock — Einheit und Konflikt (a. d. Amerik.). Köln 1962, Kiepenheuer und Witsch. 581 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 254 Körperliche Arbeit A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kostenrechnung

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 Weltbürgertum, Geistesrichtung, die die Zugehörigkeit der Menschen zu einer Nation, Klasse oder Rasse als zweitrangig betrachtet und für eine übernationale Verbundenheit und Gesittung aller Menschen eintritt. Die Bolschewisten setzten dem K. den proletarischen (neuerdings: sozialistischen) Internationalismus entgegen, der die internationale Solidarisierung allein mittels der Ausbreitung der leninistischen Revolution durch die…

DDR A-Z 1963

KPdSU (1963)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 Abk. für kommun. Partei der SU. Entstand 1903 aus der Spaltung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Rußlands in eine [S. 255]radikale Mehrheit (Bolschewiki) und eine gemäßigtere Minderheit (Menschewiki). Endgültig wurde die Partei unter der Führung Lenins 1912 auf der Prager Parteikonferenz auch organisatorisch von den Menschewiki getrennt und als selbständige SDAPR (B) formiert. Bis zur Februarrevolution 1917 arbeitete die Partei illegal. Nach dem Sturz des Zaren durch die bürgerliche Revolution war bei der Überleitung von der bürgerlichen in die proletarische Revolution die KPdSU als straff organisierte „Vorhut der Arbeiterklasse“ maßgeblich beteiligt. Die revolutionäre Machtübernahme mit dem Ziel der Diktatur des Proletariats erfolgte im Okt. 1917. Nach Lenins Tod 1924 riß Stalin die Führung an sich und beseitigte seine Gegner (Trotzki, Bucharin, Sinowjew, Kamenjew u. a.). Seit dem XIV. Parteitag 1925 trug die bolschewistische Partei den Namen KPdSU (B); seit dem XIX. Parteitag im Okt. 1952 KPdSU. Die entscheidenden Führungsgremien sind das Sekretariat des ZK und das Präsidium des ZK. Während des XXII. Parteitages im Okt. 1961 wurden in das Sekretariat folgende Funktionäre gewählt: Chruschtschow (1. Sekretär), Demitschew, Iljitschow, Koslow, Kuusinen, Ponomarjow, Schelepin, Spiridonow (1962 abberufen), Suslow. Vollmitgl. des ebenfalls neu gewählten Präsidiums sind Chruschtschow, Koslow, Kuusinen, Suslow, Breschnjew, Kossygin, Mikojan, Podgorny, Poljanski, Schwernik und Woronow. Außerdem gehören dem Präsidium fünf Kandidaten an: Grischin, Masurow, Mschawanadse, Raschidow, Schtscherbizki. Seit Stalins Tod wurden aus der Parteiführung ausgeschaltet: Berija, Malenkow, Molotow, Kaganowitsch, Schepilow, Shukow, Bulganin, Woroschilow u. a. Auf dem XXII. Parteitag beschuldigte Chruschtschow seine Widersacher Molotow, Malenkow, Kaganowitsch und andere alte Bolschewiki, die sich seit Stalins Tod gegen den jetzigen Ersten Sekretär gewandt hatten, an den Verbrechen der Stalin-Ära entscheidend mitbeteiligt zu sein (Entstalinisierung). Die KPdSU kontrolliert das gesamte staatliche und wirtschaftliche Leben der SU und die kommun. Parteien der anderen Länder (Kominform). Zu den wichtigsten Forderungen an jedes Parteimitglied gehören: aktive Arbeit in der Organisation, bedingungslose Parteidisziplin, Kampf gegen jede Abweichung von der Generallinie, revolutionäre ➝Wachsamkeit, Kritik und Selbstkritik, Aneignung der bolschewistischen Theorie (Marxismus-Leninismus, Stalinismus). Mitgliederstand im Jan. 1959: 7.622.356 Mitgl. und 616.775 Kandidaten; Ende 1962 rd. 10 Mill. Mitgl. und Kandidaten. Wichtigste Etappen der Parteigeschichte seit 1917: 1919 Kriegskommunismus, 1921 Neue ökonomische Politik (NÖP), 1928 Erster Fünfjahrplan, 1930 Kollektivierung der Landwirtschaft, 1936 bis 1939 Periode der großen Säuberungen (ein großer Teil der politischen, wirtschaftlichen, militärischen und geistigen Elite wird auf Weisung Stalins liquidiert, darunter die neun außer Stalin noch lebenden Mitgl. des leninschen Politbüros, 98 von 139 Mitgl. des amtierenden ZK, die Mehrheit der ehemaligen ZK-Mitgl., 18 Minister, fast alle Vors. der Unionsrepubliken sowie zahlreiche führende Kommunisten des Auslands). Febr. 1956 XX. Parteitag: Verdammung Stalins, die auf dem XXII. Parteitag im Okt. 1961 fortgesetzt wurde, u. a. mit einem Beschluß, die Leiche Stalins aus dem bisherigen Lenin-Stalin-Mausoleum zu entfernen und zu Ehren der Opfer Stalins ein Denkmal zu errichten. Auf dem XXII. Parteitag traten zum erstenmal die schweren Meinungsverschiedenheiten zwischen der KPdSU und der KP Albaniens sowie der KP Chinas offen zutage. Die Delegierten nahmen ein neues Parteiprogramm an, mit dem der „Übergang zum Kommunismus“ proklamiert wurde. (Geschichte der KPdSU) Literaturangaben Meissner, Boris: Die Kommunistische Partei der Sowjetunion vor und nach dem Tode Stalins (Dok. u. Berichte des Europa-Archivs, Bd. 12). Frankfurt a. M. 1954, Institut für Europäische Politik und Wirtschaft. 104 S. Meissner, Boris: Das Ende des Stalin-Mythos — die Ergebnisse des XX. Parteikongresses der KPdSU (Dok. u. Berichte des Europa-Archivs, Bd. 13). Frankfurt a. M. 1956. 214 S. Rauch, Georg von: Geschichte des bolschewistischen Rußland. Wiesbaden 1955, Rheinische Verlagsanstalt. 570 S. mit 5 Karten. Scharndorff, Werner: Die Geschichte der KPdSU. München 1961, Olzog. 128 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 254–255 KPD A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KPdSU, Geschichte der

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 Abk. für kommun. Partei der SU. Entstand 1903 aus der Spaltung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Rußlands in eine [S. 255]radikale Mehrheit (Bolschewiki) und eine gemäßigtere Minderheit (Menschewiki). Endgültig wurde die Partei unter der Führung Lenins 1912 auf der Prager Parteikonferenz auch organisatorisch von den Menschewiki getrennt und als selbständige SDAPR (B) formiert. Bis zur Februarrevolution…

DDR A-Z 1963

Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung (1963)

Siehe auch: Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung: 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung: 1975 1979 1985 Für die Besitzer von Kraftfahrzeugen einschließlich Mopeds besteht eine gesetzliche K. Zwischen der Deutschen ➝Ver[S. 257]sicherungs-Anstalt und der Groß-Berliner Vereinigten Versicherungs-Anstalt einerseits und dem westdeutschen Haftpflicht-. Unfall-, Kraftfahrversicherungs-Verband besteht eine Vereinbarung, wonach Schäden wechselseitig reguliert werden. (Pflichtversicherung) Literaturangaben Leutwein, Alfred: Die Sach- und Personenversicherung in der SBZ. 2., erg. Aufl. (BB) 1958, Teil I (Text) 158 S., Teil II (Anlagen) 192 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 256–257 KPP A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kraftfahrzeugindustrie

Siehe auch: Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung: 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung: 1975 1979 1985 Für die Besitzer von Kraftfahrzeugen einschließlich Mopeds besteht eine gesetzliche K. Zwischen der Deutschen ➝Ver[S. 257]sicherungs-Anstalt und der Groß-Berliner Vereinigten Versicherungs-Anstalt einerseits und dem westdeutschen Haftpflicht-. Unfall-, Kraftfahrversicherungs-Verband besteht eine Vereinbarung, wonach Schäden wechselseitig…

DDR A-Z 1963

Kommissionen (1963)

Siehe auch: Kommission: 1969 1975 1979 Kommissionen: 1958 1959 1960 1962 1965 1966 In nichtkommun. Staaten sind K. Fachausschüsse oder öffentliche Stellen, die zeit[S. 246]lich oder fachlich begrenzte Sonderaufgaben erfüllen sollen. Derartige K. gibt es in der SBZ für bestimmte Überprüfungen und Umgestaltungen in Verwaltung und Wirtschaft und im Bereich der „Volksvertretungen“ und Parteien usw., bes. der SED. — Daneben gibt es K., die ständig nicht nur beratend arbeiten: höchste Parteiorgane der SED, ordentliche Behörden und ständige Ausschüsse der sog. „örtlichen Volksvertretungen“. So gibt es: die Zentrale Parteikontroll-K. (ZPKK) der SED; die Zentrale Revisions-K. (ZRK) der SED. Zu ihnen gehören mittelbar auch die „ständigen K. beim Politbüro“, denen z. T. linientreue Fachleute angehören. Die von der SED seit Mitte 1960 organisierten „K. für Parteikontrolle“ dienen der ökonomischen Betriebsüberwachung, der Antreibung der Arbeitenden. Bei den örtlichen Volksvertretungen bestehen Ständige K., die einerseits einen agitatorischen und aktivmäßigen Charakter haben (Aktiv), andererseits den „Ständigen Ausschüssen“ der Volkskammer entsprechen. Sie sollen bei der Vorbereitung der Beschlüsse der Volksvertretungen mitwirken. — Im März 1959 beschloß der Ministerrat die Gründung von „Gemeinsamen K.“ bei den Räten der Bezirke, Kreise und Städte. Sie bestehen aus Behördenvertretern und den „in der Nationalen Front vereinten gesellschaftlichen Organisationen mit dem Zweck, die Republik politisch und ökonomisch zu stärken“. (Produktionspropaganda, Regierung und Verwaltung) Im Regierungs- und Verwaltungsapparat gibt es ebenso ständige Stellen, die als K. bezeichnet werden: die Staatliche ➝Plankommission; die „Plan-K. der Kreise“ (die entsprechenden, ihnen übergeordneten Stellen auf der Bezirksebene heißen dagegen „Wirtschaftsräte der Bezirke“). Bei der Staatl. Plan-K. gibt es z. B. die „Zentrale K. für das Energieprogramm und die „Staatliche Geologische K.-; formell unabhängig von ihr ist dagegen die „Regierungs-K. für Preise“. — Eine unmittelbar neben dem Ministerpräsidenten stehende hohe Regierungsstelle ist die Zentrale Kommission für Staatliche Kontrolle (ZKK). — Die örtlichen Räte sind befugt, „Verwaltungs-K.“ zu bilden, die den Rat bei der Lösung einzelner Aufgaben unterstützen und beraten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 245–246 Komitee zum Studium der gesellschaftlichen Verhältnisse und ihrer Veränderung in Westdeutschland A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kommissionsverträge

Siehe auch: Kommission: 1969 1975 1979 Kommissionen: 1958 1959 1960 1962 1965 1966 In nichtkommun. Staaten sind K. Fachausschüsse oder öffentliche Stellen, die zeit[S. 246]lich oder fachlich begrenzte Sonderaufgaben erfüllen sollen. Derartige K. gibt es in der SBZ für bestimmte Überprüfungen und Umgestaltungen in Verwaltung und Wirtschaft und im Bereich der „Volksvertretungen“ und Parteien usw., bes. der SED. — Daneben gibt es K., die ständig nicht nur beratend arbeiten: höchste…

DDR A-Z 1963

Komplex-Territorial (1963)

Siehe auch das Jahr 1962 Der Begriff wird meist im Zusammenhang mit den Begriffen Leitung oder Planung gebraucht. Er bedeutet, daß alle Staatsorgane im jeweiligen Territorium (Staatsapparat, Bezirk, Kreis) für die Gesamtheit der öffentlichen Funktionen im Sinne der Entwicklung zum Sozialismus-Kommunismus (Marxismus-Leninismus) verantwortlich sind und entsprechend zu handeln haben. Das gegenteilige Verhalten wird auf Ressortgeist zurückgeführt und bekämpft. Literaturangaben Mampel, Siegfried: Die Verfassung der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands — Text und Kommentar. Frankfurt a. M. 1962, Alfred Metzner. 453 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 248 Komplexe Planung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Komponisten und Musikwissenschaftler, Verband Deutscher

Siehe auch das Jahr 1962 Der Begriff wird meist im Zusammenhang mit den Begriffen Leitung oder Planung gebraucht. Er bedeutet, daß alle Staatsorgane im jeweiligen Territorium (Staatsapparat, Bezirk, Kreis) für die Gesamtheit der öffentlichen Funktionen im Sinne der Entwicklung zum Sozialismus-Kommunismus (Marxismus-Leninismus) verantwortlich sind und entsprechend zu handeln haben. Das gegenteilige Verhalten wird auf Ressortgeist zurückgeführt und bekämpft. Literaturangaben …

DDR A-Z 1963

Komponisten und Musikwissenschaftler, Verband Deutscher (1963)

Siehe auch: Komponisten und Musikwissenschaftler, Verband Deutscher: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR: 1975 1979 Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR (VKM): 1985 Verband Deutscher Komponisten und Musikwissenschaftler: 1969 Zonenorganisation der Musiker; sie gehörte seit ihrer Gründung im April 1951 dem Kulturbund an, wurde 1952 herausgelöst und selbständig gemacht. Neuerdings betreuen die Sektionen Volksmusik des VDKuM die in Zirkeln komponierender Arbeiter zusammengefaßten Laienkomponisten (Schreibende ➝Arbeiter, Laienkunst). Präsident ist der Komponist Ottmar ➝Gerster (SED), Generalsekretär Prof. Natan Notowicz (SED). Seit 1956 untersteht dem Verband die Internationale Musikleihbibliothek. Zeitschrift: „Musik und Gesellschaft“. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 248 Komplex-Territorial A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Komsomol

Siehe auch: Komponisten und Musikwissenschaftler, Verband Deutscher: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR: 1975 1979 Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR (VKM): 1985 Verband Deutscher Komponisten und Musikwissenschaftler: 1969 Zonenorganisation der Musiker; sie gehörte seit ihrer Gründung im April 1951 dem Kulturbund an, wurde 1952 herausgelöst und selbständig gemacht. Neuerdings betreuen…

DDR A-Z 1963

Konföderation (1963)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Bezeichnung für ein Staatswesen, das durch vertraglichen Zusammenschluß zweier oder mehrerer Staaten zustande gekommen ist. Ein begrifflicher Unterschied zwischen einer K. und einer Föderation besteht nicht, es wird also mit dem wechselweisen Gebrauch dieser Begriffe nichts über den engeren oder loseren Charakter eines solchen Zusammenschlusses ausgesagt; im allgemeinen Sprachgebrauch bedeutet K. jedoch einen Zusammenschluß zum Staatenbund, mithin im Gegensatz zur Föderation ein Gebilde mehr völkerrechtlichen als staatsrechtlichen Charakters. [S. 250]In der Diskussion um die Spaltung und Wiedervereinigung Deutschlands wurde der Begriff K. zuerst von Ulbricht in einem Leitartikel im „Neuen Deutschland“ vom 31. 12. 1956 gebraucht, der sich eingehender darüber vor dem 30. Plenum des ZK der SED (30. 1. bis 1. 2. 1957) äußerte. Eine genaue Definition der K. im Sinne der SED gab Grotewohl in einer Rede am 11. 2. 1957. Er stellte sich eine K. zwischen der Bundesrepublik und der „DDR“ als einen „losen Staatenbund“ vor, in dem „zunächst die beiden deutschen Staaten in ihrer gegenwärtigen Form, in ihrem Inhalt und in ihrer ganzen Lebensweise selbständig bestehen bleiben“. Die K. schaffe keine über den einzelnen stehende selbständige Staatsgewalt. Sie wird auch von der ED nicht als „politischer Idealzustand“ angesehen, sondern nur als ein „Zwischenstadium zwischen den beiden Staaten, das die Möglichkeit wirklicher Annäherung schaffen kann“. Eine K. nach kommun. Auffassung stellt damit keine echte Wiedervereinigung beider Teile Deutschlands dar. Sie beruht vor allem auf der sowjet. These von der Existenz zweier deutscher Staaten, die von der Bundesrepublik und den Westmächten abgelehnt wird. Für die Regierung der SBZ ist das Schlagwort von der K. ein weiterer Beitrag zu den Versuchen, sich als gleichberechtigter Partner in die Diskussion um die deutsche Wiedervereinigung einzuschalten. (Deutschlandpolitik) Literaturangaben Schlüter, Hilmar W.: Die Wiedervereinigung Deutschlands — ein zeitgeschichtlicher Leitfaden — 5., erw. Aufl., Godesberg 1964, Hohwacht. 176 S. Schmitt, Walther E.: Krieg in Deutschland — Strategie und Taktik der sowjetischen Deutschlandpolitik seit 1945. Düsseldorf 1961, Droste Verlag. 392 S. Siegler, Heinrich von: Wiedervereinigung und Sicherheit Deutschlands. Eine dokumentarische Diskussionsgrundlage. 5., erw. Aufl., Bonn 1964, Verlag für Zeitarchive. 408 S. m. 4 Karten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 249–250 Konfliktkommission A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z König, Johannes

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Bezeichnung für ein Staatswesen, das durch vertraglichen Zusammenschluß zweier oder mehrerer Staaten zustande gekommen ist. Ein begrifflicher Unterschied zwischen einer K. und einer Föderation besteht nicht, es wird also mit dem wechselweisen Gebrauch dieser Begriffe nichts über den engeren oder loseren Charakter eines solchen Zusammenschlusses ausgesagt; im allgemeinen Sprachgebrauch bedeutet K. jedoch einen…

DDR A-Z 1963

Konsultation (1963)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 Pj., eine Grundform des Lehrbetriebes an Universitäten und Hochschulen sowie der politischen Externats- und Internatsschulung (Schulung). K. werden in regelmäßigen Abständen als Gespräche der Studierenden bzw. Schulungsteilnehmer mit ihren Lehrern bzw. Betreuern (Fernstudium) über den jeweiligen Lehrstoff abgehalten. Die K. dienen zur Klärung unverstandener Fragen. Sie sollen weiterhin den Lehrern die Möglichkeit geben, durch persönlichen Kontakt ein Urteil über die fachlichen Leistungen und politischen Auffassungen der Studierenden zu gewinnen und „falsche“ Auffassungen zu beseitigen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 250 Konkursrecht A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Konsumgenossenschaften

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 Pj., eine Grundform des Lehrbetriebes an Universitäten und Hochschulen sowie der politischen Externats- und Internatsschulung (Schulung). K. werden in regelmäßigen Abständen als Gespräche der Studierenden bzw. Schulungsteilnehmer mit ihren Lehrern bzw. Betreuern (Fernstudium) über den jeweiligen Lehrstoff abgehalten. Die K. dienen zur Klärung unverstandener Fragen. Sie sollen weiterhin den Lehrern die Möglichkeit geben, durch…

DDR A-Z 1963

Kontenführungspflicht (1963)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Nach dem Gesetz zur Regelung des Zahlungsverkehrs vom 21. 4. 1950 sind zur Führung von Konten verpflichtet alle staatlichen und privaten Institutionen, juristische Personen, VEB, private Industriebetriebe und Gewerbebetriebe mit mehr als 200.000 DM Ost Umsatz, Vermieter und Verpächter mit über 200 DM Ost Monatseinnahmen und freiberuflich Tätige mit mehr als zwei Beschäftigten. Kontenführungspflichtige müssen ihren Geldverkehr bargeldlos abwickeln und alle Bareinnahmen unverzüglich einzahlen. Ein kleiner Bargeldbestand wird von den zuständigen Banken festgesetzt. Bestimmte, genau festgelegte Zahlungen dürfen bar erfolgen; bei Barabhebungen muß der Verwendungszweck angegeben werden; über Barzahlungen ist gesondert Buch zu führen. Der Zahlungsverkehr wird von den staatlichen Finanzorganen kontrolliert. Verstöße werden nach der Wirtschaftsstrafverordnung bestraft. Die K. ermöglicht eine genaue Kontrolle der Geldbewegungen und ist ein Mittel zur Kontrolle der Durchführung der Volkswirtschaftspläne („Kontrolle durch die Mark“). (Währung, Bargeldumlauf) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 251 Kontakte A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kontrolle

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Nach dem Gesetz zur Regelung des Zahlungsverkehrs vom 21. 4. 1950 sind zur Führung von Konten verpflichtet alle staatlichen und privaten Institutionen, juristische Personen, VEB, private Industriebetriebe und Gewerbebetriebe mit mehr als 200.000 DM Ost Umsatz, Vermieter und Verpächter mit über 200 DM Ost Monatseinnahmen und freiberuflich Tätige mit mehr als zwei Beschäftigten. Kontenführungspflichtige müssen ihren…

DDR A-Z 1963

Kontrollposten (1963)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1965 1966 1969 FDJ-Kontrollposten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 252 Kontrollplätze A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kontrollpunkte

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1965 1966 1969 FDJ-Kontrollposten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 252 Kontrollplätze A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kontrollpunkte

DDR A-Z 1963

Kontrollziffern (1963)

Siehe auch: Kontrollziffer: 1953 1954 1956 1958 1959 Kontrollziffern: 1960 1962 1965 Bis einschl. 1961 in der Planung der Volkswirtschaft verwendeter Begriff, mit dem die staatlichen Planaufgaben im ersten Zuge des Planungsvorganges bezeichnet wurden. Seit Mitte 1962 wird an Stelle des Begriffs K. der Begriff Orientierungsziffern verwendet. (Kennziffern) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 253 Kontrollstreifen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Konzentrationslager

Siehe auch: Kontrollziffer: 1953 1954 1956 1958 1959 Kontrollziffern: 1960 1962 1965 Bis einschl. 1961 in der Planung der Volkswirtschaft verwendeter Begriff, mit dem die staatlichen Planaufgaben im ersten Zuge des Planungsvorganges bezeichnet wurden. Seit Mitte 1962 wird an Stelle des Begriffs K. der Begriff Orientierungsziffern verwendet. (Kennziffern) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 253 Kontrollstreifen A,…

DDR A-Z 1963

Koordinierung (1963)

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 1. Abstimmung verschiedener Vorgänge aufeinander; in der östlichen Planwirtschaft national wie übernational wesentliches Prinzip zur Durchsetzung des ökonomischen Grundgesetzes des Sozialismus und insbesondere der Vermeidung von Disproportionen. 2. Tarnbezeichnung für Militärspionage. (Ministerium für Nationale Verteidigung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 253 Kooperation A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Korfes, Otto

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 1. Abstimmung verschiedener Vorgänge aufeinander; in der östlichen Planwirtschaft national wie übernational wesentliches Prinzip zur Durchsetzung des ökonomischen Grundgesetzes des Sozialismus und insbesondere der Vermeidung von Disproportionen. 2. Tarnbezeichnung für Militärspionage. (Ministerium für Nationale Verteidigung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 253 …

DDR A-Z 1963

Kostenrechnung (1963)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 Rechnungswesen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 254 Kosmopolitismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KP

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 Rechnungswesen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 254 Kosmopolitismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KP

DDR A-Z 1963

KPdSU, Geschichte der (1963)

Siehe auch: KPdSU (B), Geschichte der: 1953 KPdSU, Geschichte der: 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1. Fassung war der auf Veranlassung des ZK der KPdSU (B) 1936 begonnene „Kurze Lehrgang der Geschichte der KPdSU (B)“. Er fälscht bewußt viele Tatsachen und stellt die marxistische Revolutionsbewegung in Rußland und die bolschewistische Staatsentwicklung einseitig leninistisch-stalinistisch dar. Dieser Lehrgang wurde 1938 auf Anordnung Stalins nochmals nach den neuesten Parteirichtlinien umgeschrieben und seitdem mit jeder Änderung der Generallinie neu gefälscht. Die Mitverfasserschaft Stalins ist umstritten, doch kann ihm das Kapitel „über dialektischen und historischen Materialismus“ wohl mit Sicherheit zugeschrieben werden. Wurde bis zur Abkehr vom Stalinismus als „Bibel des Bolschewismus“ betrachtet. — Das Studium der G. d. KPdSU (B) war in der SBZ als wichtigster Teil der ideologischen Erziehung verbindlich. — Am 25. 2. 1956 verurteilte Chruschtschow, als er Stalin auf dem XX. Parteitag kritisierte, auch die G. d. KPdSU als Zeugnis des Personenkultes. Als untragbar wurde die Schrift sodann im Märzheft der „Woprosy istorij“ (1956, Nr. 3) abgelehnt. Diese Verurteilung übernahm „Neues Deutschland“ erst am 23. 5. 1956. [S. 256]2. Fassung, „Geschichte der KPdSU“, erschien im Juni 1959. Sie folgt kaum der Kritik, die der XX. Parteitag geübt hatte, vielmehr bezeichnete sie den „Lehrgang“ als hervorragende Arbeit. Sie verurteilt nicht den Kern des Stalinismus: die gewaltsame, rasche Erzwingung des „Sozialismus“ durch die alles durchdringende totalitäre Staatsmacht, unter Verzicht auf die Vorstellung, der Sozialismus beruhe auf Freiwilligkeit. Auch rügt sie nicht die schon von Lenin erzwungene Ausschaltung der nicht-bolschew. Parteien, die durch die Verfassung der SU von 1937 bestätigt wird. 2. Fassung ändert einige Schwerpunkte der Periodisierung: sie betont die Entfaltung der Partei neuen Typus stärker, sie legt die Herausbildung der Grundgedanken des Marxismus-Leninismus nicht mehr nur an den frühen Schriften Lenins dar, sondern auch in seinen späteren. Doch verläßt sie nicht die Hauptlinie des Lehrgangs. Es wiegt wenig, daß die Partei stärker als kollektive Führungskraft erscheint, daß die Rolle wichtiger Stalinisten (Molotow, Kaganowitsch u. a.) geringer eingeschätzt wird, daß nach 1952 eine gewisse Chruschtschow-Linie sichtbar wird. Wenig bedeutet es, daß Stalin vorgeworfen wird, er habe den Weizen- und Maisanbau vernachlässigt und die Sowchos- wie Kolchos-Kräfte zu wenig am Ertrag beteiligt. Denn seine rücksichtslose Landwirtschafts-Kollektivierung wird bejaht. Stalin wird nicht verurteilt wegen seiner gewaltsamen Politik an sich, wegen seines Terrors (der hingestellt wird als Beschränkung der innerparteilichen und sowjet. Demokratie, die im Kampf mit dem Klassenfeinde nicht zu vermeiden war). Er wird nur gerügt wegen seines Übermaßes an Schärfe, das sich auch gegen gutwillige, unschuldige Kommunisten und Parteilose richtete. Ihm wird vorgeworfen, er sei im Rausche jener Erfolge, die doch Partei und Volk errangen, in blinde Selbstüberhebung verfallen. Getadelt wird er auch, weil er die „sozialistische Gesetzlichkeit“ und den von Lenin geschaffenen Grundsatz der „kollektiven Führung der Partei“ mißachte. Doch wird behauptet, ein wesentlicher Teil der Verantwortung für diese Mißbräuche läge bei Jeschow und Berija. Doch weit stärker als der Tadel, den die 2. Fassung gegen den Personenkult für Stalin richtet, ist ihr Lob für seine Politik als solche. Sie rühmt Stalins Verdienst bei der Verteidigung des Leninismus nach 1924, seine Leistung im Kampf um die sozialistische Industrialisierung wie um die Kollektivierung der Landwirtschaft. Am 22. und 24. 6. 1962 berichtete die „Prawda“ in zwei Aufsätzen, das „Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der KPdSU“ bereite eine große sechsbändige „Geschichte der KPdSU“ vor. Die „Prawda“ hob hervor, das neue Werk werde die einzelnen Fehler und die despotische Willkür Stalins verurteilen. Doch erklärte sie in bedeutsamer Weise: „Die Verfasser der mehrbändigen Geschichte sind verpflichtet, besonders zu betonen, daß der Personenkult die Vorwärtsentwicklung der Sowjetgesellschaft zwar hemmte, jedoch nicht vermochte, sie zum Stehen zu bringen.“ Damit billigte das Chruschtschowsche ZK die Stalinsche Epoche im großen und ganzen. Ganz eindeutig schreibt die „Prawda“ dazu: „Die trotzkistischen Kapitulanten versuchten mit Hilfe ‚linker‘ Phraseologie, die Arbeiterklasse ideologisch zu entwaffnen, indem sie behaupteten, der Sieg des Sozialismus in der UdSSR sei unmöglich …“ Doch die KPdSU, so heißt es über die Entwicklung unter Stalin weiter, „unentwegt dem von Lenin vorgezeichneten Weg folgend, wappnete die Werktätigen unserer Heimat mit dem unerschütterlichen Glauben an die Möglichkeit des Aufbaus des Sozialismus“. Im Nov. 1962 erschien die „2. verbesserte Auflage“ der 1959 herausgekommenen „Geschichte der KPdSU“. In dem Aufsatz, den ihr die „Prawda“ am 15. 11. widmete, wird gesagt: „Die 2. Auflage …, in welcher der Grundinhalt der 1. Auflage erhalten blieb, wurde durch … das Programm der KPdSU und die Beschlüsse des XXII. Parteitages ergänzt“. In der 1. Auflage wird die Entwicklung der KPdSU seit dem XX. Parteitag (19.561 und „ihr Kampf um die Durchsetzung der Leninschen Generallinie“ ausführlich herausgearbeitet. Die 2. Auflage betont, das neue Parteistatut werde „jeden Rückfall in den Personenkult unmöglich machen“. — Aber auch sie verurteilt weder den Grundzug noch die Ergebnisse der Stalinschen Politik. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 255–256 KPdSU A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KPKK

Siehe auch: KPdSU (B), Geschichte der: 1953 KPdSU, Geschichte der: 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1. Fassung war der auf Veranlassung des ZK der KPdSU (B) 1936 begonnene „Kurze Lehrgang der Geschichte der KPdSU (B)“. Er fälscht bewußt viele Tatsachen und stellt die marxistische Revolutionsbewegung in Rußland und die bolschewistische Staatsentwicklung einseitig leninistisch-stalinistisch dar. Dieser Lehrgang wurde 1938 auf Anordnung Stalins nochmals nach den neuesten…

DDR A-Z 1963

Kraftfahrzeugindustrie (1963)

Siehe auch: Kraftfahrzeugindustrie: 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Kraftwagenerzeugung: 1953 1954 1956 1958 1959 Der Anteil der SBZ an der deutschen K. ist nach dem Kriege durch Demontagen (Reparationen) sehr abgesunken. Die Bevorzugung der Produktionsgütererzeugung verhinderte einen umfassenden Neuaufbau. Die Betriebe wurden völlig unzulänglich mit Investitionsmitteln ausgestattet, und die Materialzuteilungen sind bis heute unzureichend. Vor dem Kriege entfiel auf das Gebiet der SBZ ein Anteil von etwa 25 v. H., 1959 von nur noch 3 v. H. der deutschen K. Die Produktion hat sich im Vergleich zur BRD wie folgt entwickelt: Je 1.000 Einwohner wurden im Jahre 1961 in der Bundesrepublik 35, in der SBZ nur 4 Personenwagen hergestellt. Das Fabrikationsprogramm ist dürftig. An Personenkraftwagen werden nur zwei Typen hergestellt, der Kleinwagen „Wartburg“ (900 ccm, 37 PS, Fortentwicklung des alten DKW) und der Kleinstwagen „Trabant P 50“. Im Lastkraftwagenbau werden ebenfalls nur noch zwei Typen hergestellt, und zwar je ein Wagen mit 2 t und 4 t Nutzlast. Ferner wird ein Kleintransporter mit ¾ t Tragkraft gebaut, er Omnibusbau konzentriert sich unter Verwendung von Bauteilen der Lkw-Typen auf kleine Modelle. Schwere Lastkraftwagen und schwere Omnibusse werden nach einer Absprache zwischen den Ostblockländern in der SBZ nicht entwickelt und gefertigt. Der Kraftwagenbestand ist überaltert und völlig unzureichend. Da ein großer Teil der Neuproduktion exportiert wird (von den Pkw rund 40 Prozent!) besteht ein großer ungedeckter Bedarf. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 257 Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kraftfahrzeugkennzeichen, Polizeiliche

Siehe auch: Kraftfahrzeugindustrie: 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Kraftwagenerzeugung: 1953 1954 1956 1958 1959 Der Anteil der SBZ an der deutschen K. ist nach dem Kriege durch Demontagen (Reparationen) sehr abgesunken. Die Bevorzugung der Produktionsgütererzeugung verhinderte einen umfassenden Neuaufbau. Die Betriebe wurden völlig unzulänglich mit Investitionsmitteln ausgestattet, und die Materialzuteilungen sind bis heute unzureichend. Vor dem Kriege entfiel auf das…

DDR A-Z 1963

Kommissionsverträge (1963)

Siehe auch: Kommissionsvertrag: 1975 1979 1985 Kommissionsverträge: 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 Um den privaten Einzelhandel in engste Abhängigkeit zum staatlichen Handel zu bringen, wurde seit Mitte 1956 verstärkt der Abschluß von K. mit den Großhandelskontoren gefordert. Mit Abschluß [S. 247]eines K. verpflichten sich die Einzelhändler, keine Geschäfte mehr auf eigene Rechnung durchzuführen; lediglich der zu diesem Zeitpunkt vorhandene Warenbestand darf noch veräußert werden. Dem Einzelhändler wird eine versorgungsmäßige Gleichstellung mit dem staatlichen Einzelhandel in Aussicht gestellt. Der Kommissionshändler erhält einen Durchschnittsprovisionssatz, aus dem alle variablen Betriebskosten, hauptsächlich Löhne und Gehälter, bestritten werden müssen. Kosten für Miete, Licht, Abschreibungen usw. übernimmt das zuständige staatliche Großhandelsorgan. Für die Kommissionsware hat der Einzelhändler eine Kaution von 50 v. H. des Warenwertes zu stellen, die sich auf 33⅓ v. H. ermäßigt, wenn sie in Form eines Sperrguthabens hinterlegt wird. Die Ware bleibt bis zum Verkauf Eigentum des Staatl. Großhandelskontors. Durch diese Verträge wird der bisher selbständige Händler praktisch Angestellter des staatlichen Großhandels. Als Kommissionshändler ist er nicht mehr einkommen-, sondern lohnsteuerpflichtig. Seit Mitte 1957 sollen auch private Gaststätten, Buchhändler und Kohlenhändler K. abschließen. Die K. mußten später zur besseren Einbeziehung in die Planung des sozialistischen Einzelhandels auf HO und Konsum umgeschrieben werden. Bis Ende 1961 wurden 21.258 K. abgeschlossen, von denen die meisten auf Nahrungs- und Genußmittelverkaufsstellen und Gaststätten entfallen. Der Anteil der Kommissionshändler am Einzelhandelsumsatz betrug 7,5 v. H. Literaturangaben *: Der Einzelhandel in der Versorgung der Bevölkerung der sowjetischen Besatzungszone. (Mat.) 1953. 64 S. m. 15 Tab. u. 22 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 246–247 Kommissionen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kommunismus

Siehe auch: Kommissionsvertrag: 1975 1979 1985 Kommissionsverträge: 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 Um den privaten Einzelhandel in engste Abhängigkeit zum staatlichen Handel zu bringen, wurde seit Mitte 1956 verstärkt der Abschluß von K. mit den Großhandelskontoren gefordert. Mit Abschluß [S. 247]eines K. verpflichten sich die Einzelhändler, keine Geschäfte mehr auf eigene Rechnung durchzuführen; lediglich der zu diesem Zeitpunkt vorhandene Warenbestand darf noch…

DDR A-Z 1963

Komplexbrigade (1963)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 Ein Komplex im Sinne des Pj.-Begriffs K. ist die Summe der Faktoren, die bei der Herstellung eines Werkstückes Zusammenwirken müssen. Aus der Erfahrung heraus, daß in der Aktivistenbewegung bisher immer wieder einzelne Arbeits[S. 248]gänge in sinnloser Weise forciert wurden, faßte man alle an der Fertigung eines Werkstückes Beteiligten zu sog. K. zusammen. Sie bestehen aus einem Ingenieur, einem Technologen bzw. TAN-Bearbeiter, einem Meister und aus Facharbeitern oder aus Vertretern aller Abt. eines Betriebes vom Einkauf bis zum Versand. Die K. sucht also, durch sachgemäße Übereinstimmung aller Produktionsfaktoren — Konstruktion, Rohstoffauswahl, Fertigungsmethode u. a. — Fehlleistungen zu verhüten. (Brigade) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 247–248 Kompaß A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Komplexe Mechanisierung

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 Ein Komplex im Sinne des Pj.-Begriffs K. ist die Summe der Faktoren, die bei der Herstellung eines Werkstückes Zusammenwirken müssen. Aus der Erfahrung heraus, daß in der Aktivistenbewegung bisher immer wieder einzelne Arbeits[S. 248]gänge in sinnloser Weise forciert wurden, faßte man alle an der Fertigung eines Werkstückes Beteiligten zu sog. K. zusammen. Sie bestehen aus einem Ingenieur, einem Technologen bzw.…

DDR A-Z 1963

Komsomol (1963)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 Abk. für Kommunistitscheskij sojus molodjoschi (Kommun. Jugendverband), im Okt. 1918 gegr. Jugendorganisation der 13- bis 26jährigen in der SU. Soll den Nachwuchs für die KPdSU entwickeln und einen ausreichenden Funktionärnachwuchs sowie die vormilitärische Ausbildung der Jugend sicherstellen. Vorstufe des K. ist die Organisation der Jungen Pioniere (9–14jährige), gegr. im Okt. 1922. mit heute über 13 Mill. Mitgl. Mitgliederzahl des K.: 20 Mill. Der K. ist das Vorbild der FDJ. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 248 Komponisten und Musikwissenschaftler, Verband Deutscher A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Koenen, Bernhard

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 Abk. für Kommunistitscheskij sojus molodjoschi (Kommun. Jugendverband), im Okt. 1918 gegr. Jugendorganisation der 13- bis 26jährigen in der SU. Soll den Nachwuchs für die KPdSU entwickeln und einen ausreichenden Funktionärnachwuchs sowie die vormilitärische Ausbildung der Jugend sicherstellen. Vorstufe des K. ist die Organisation der Jungen Pioniere (9–14jährige), gegr. im Okt. 1922. mit heute über 13 Mill. Mitgl.…

DDR A-Z 1963

König, Johannes (1963)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1965 1966 * 2. 4. 1903 in Arnstadt/Thüringen. Volksschule, Gerber. 1919 KPD, Redakteur und Chefredakteur von KPD-Zeitungen. 1930 wegen Vorber. zum Hochverrat zu 1½ Jahren Festung, 1933 zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt. 1935 ins Ausland, zeitweilig in China für sowj. Agentur TASS, dann SU. 1945 in die SBZ, SED. 1946 Chefredakteur der „Sächs. Zeitung“ (Dresden, SED). Juni 1950 Botschafter in China, 1954 gleichzeitig in Nordvietnam. Sept. 1955 Botschafter in der SU und Gesandter in der Mongolei. Juli 1957 nach Ost-Berlin zurück, Stellv. des Außenministers. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 250 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1963 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/koenig-johannes verwiesen. Konföderation A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Konjew, Iwan Stepanowitsch

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1965 1966 * 2. 4. 1903 in Arnstadt/Thüringen. Volksschule, Gerber. 1919 KPD, Redakteur und Chefredakteur von KPD-Zeitungen. 1930 wegen Vorber. zum Hochverrat zu 1½ Jahren Festung, 1933 zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt. 1935 ins Ausland, zeitweilig in China für sowj. Agentur TASS, dann SU. 1945 in die SBZ, SED. 1946 Chefredakteur der „Sächs. Zeitung“ (Dresden, SED). Juni 1950 Botschafter in China, 1954 gleichzeitig in Nordvietnam. Sept. 1955…

DDR A-Z 1963

Konsumgenossenschaften (1963)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Am 18. 12. 1945 wurden durch SMAD-Befehl Nr. 176 die K. wieder zugelassen. Schon damals zeigte sich durch bessere Warenzuteilung an K. die Benachteiligung des privaten Einzelhandels. Als Spitzenorganisation wurde am 27. 8. 1949 der „Verband Deutscher K. eGmbH“ (VDK) gegründet und die K. zur „demokratischen Massenorganisation“ erklärt. In dieser Eigenschaft waren die K. maßgeblich an der Förderung des genossenschaftlichen Gedankens auf dem Lande beteiligt. Der Charakter der K. als Einrichtung der organisierten Verbraucherschaft zur verbilligten Versorgung ihrer Mitglieder mit Lebensmitteln und Konsumgütern ging verloren. Im Herbst 1952 wurden auch die K. neu gegliedert (VDK, Bezirksverbände. Kreisverbände und be[S. 251]reits 1953 als weitere Untergliederung Dorf- und Stadt-K.). Bezirks- und Kreisverbände kontrollieren die Arbeit der K. ihres Bereiches und sorgen für ihre „politische“ Ausrichtung. Dem VDK ist von der SED die Aufgabe zugewiesen, in „internationaler Zusammenarbeit“ zwecks kommun. Propaganda Beziehungen zu den K. des westlichen Auslands und besonders der BRD zu pflegen. Die K. unterhalten zahlreiche Produktionsbetriebe, die der Belieferung der eigenen Verkaufsstellen dienen. Verschiedene Großbetriebe sind exportorientiert. Die Großhandelsfunktion der K. wurde durch den Zusammenschluß des staatlichen und genossenschaftlichen Großhandels 1960 zu Großhandelsgesellschaften unterbunden. Die K. erhielten die Aufgabe, ein geschlossenes System der Landversorgung aufzubauen. Hiermit waren Ausbau und Modernisierung der Gaststätten (Handel) auf dem Lande verbunden. Der Warenumsatz der K. stieg von 2.663 Mill. DM Ost 1950 auf 15.908 Mill. DM Ost 1961 (33,4 v. H. am gesamten Einzelhandelsumsatz). Zur Zeit gibt es 43.017 Verkaufsstellen, Warenhäuser und Gaststätten mit einem Anteil von rd. 20 v. H. am gesamten Handelsnetz. Davon sind ca. 52 v. H. Verkaufsstellen für Nahrungs- und Genußmittel, 22 v. H. für Industriewaren, 14 v. H. für Gemischtwaren und 12 v. H. Gaststätten, über die Hälfte der Verkaufsstellen und die meisten Gaststätten befinden sich auf dem Lande. Bei der Umstellung der Verkaufsstellen auf Selbstbedienung rangieren die K. an erster Stelle vor der HO. Ende 1961 unterhielten die K. 10.339 Selbstbedienungsverkaufsstellen, von denen 50 v. H. auf Nahrungs- und Genußmittel und 24 v. H. auf Industriewaren entfielen. An den 1961/1962 errichteten Exquisitverkaufsstellen zum Vertrieb modischer Waren zu stark überhöhten Preisen sind neben der HO auch die K. beteiligt. In den Versandhandel, der bisher von der HO allein betrieben wurde, haben sich 1960 auch die K. mit dem Konsum-Versandhaus in Chemnitz eingeschaltet, dessen Sortiment dem Bedarf der Landbevölkerung angemessen wurde. Mit Beschluß des Plenums des Obersten Gerichts vom 22. 9. 1960 wurde das Gesetz über die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften vom 20. 5. 1898 für die K. außer Kraft gesetzt. Sie wurden hierdurch in den sozialistischen Handelsapparat eingegliedert. Literaturangaben *: Der Einzelhandel in der Versorgung der Bevölkerung der sowjetischen Besatzungszone. (Mat.) 1953. 64 S. m. 15 Tab. u. 22 Anlagen. Piltz, Rosemarie: Die Konsumgenossenschaften in der Sowjetzone. (BMG) 1960. 64 S. Pöhler, Felix: Der Untergang des privaten Einzelhandels in der sowjetischen Besatzungszone. (BB) 1952. 64 S. m. 11 Anlagen. Pöhler, Felix: Die Vernichtung des privaten Großhandels in der sowjetischen Besatzungszone. (BB) 1952. 80 S. m. 15 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 250–251 Konsultation A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Konsumgüterversorgung

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Am 18. 12. 1945 wurden durch SMAD-Befehl Nr. 176 die K. wieder zugelassen. Schon damals zeigte sich durch bessere Warenzuteilung an K. die Benachteiligung des privaten Einzelhandels. Als Spitzenorganisation wurde am 27. 8. 1949 der „Verband Deutscher K. eGmbH“ (VDK) gegründet und die K. zur „demokratischen Massenorganisation“ erklärt. In dieser Eigenschaft waren die K. maßgeblich an der Förderung des…

DDR A-Z 1963

Kontrolle (1963)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 Im Pj. neben der Anleitung Hauptaufgabe der Führungsorgane, besonders als „K. der Durchführung der Beschlüsse“. Die K. hat eine politische sowie eine ökonomische Funktion und dient der Führung zur Gewährleistung der Übereinstimmung der politisch-ökonomischen Wirklichkeit mit dem von ihr diktierten Plan. Eine Fülle von Kontrollorganen: Kontrollstellen beim Büro des Präsidiums des Ministerrats (ZKstK), [S. 252]bei den Ministerien, bei den VVB, den Räten der Bezirke und Kreise, aber auch bei der SED selbst — ZPKK u. a. — und bei einigen Massenorganisationen sowie Betriebskontrollorgane der SED u. a. sollen ein dichtes Netz der K. erstellen. Auch die Volksvertretungen sind, besonders durch ihre Kommissionen und Aktivs, in die K. eingeschaltet. Sie haben aber in keinem Fall das in den westlichen Demokratien wesentliche Recht, als selbständige souveräne Kontrollinstanz der Regierung gegenüberzutreten. (Regierung und Verwaltung, Kritik und Selbstkritik, Demokratischer Zentralismus, Opposition) Literaturangaben Leissner, Gustav: Verwaltung und öffentlicher Dienst in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands … Stuttgart 1961, Kohlhammer. 483 S. Mampel, Siegfried: Die Verfassung der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands — Text und Kommentar. Frankfurt a. M. 1962, Alfred Metzner. 453 S. Richert, Ernst (m. e. Einl. von Martin Drath): Macht ohne Mandat — der Staatsapparat in der SBZ. 2., erw. Aufl. (Schr. d. Inst. f. polit. Wissenschaft, Berlin, Bd. 11). Köln 1958, Westdeutscher Verlag. 349 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 251–252 Kontenführungspflicht A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kontrollkommission

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 Im Pj. neben der Anleitung Hauptaufgabe der Führungsorgane, besonders als „K. der Durchführung der Beschlüsse“. Die K. hat eine politische sowie eine ökonomische Funktion und dient der Führung zur Gewährleistung der Übereinstimmung der politisch-ökonomischen Wirklichkeit mit dem von ihr diktierten Plan. Eine Fülle von Kontrollorganen: Kontrollstellen beim Büro des Präsidiums des Ministerrats (ZKstK), [S. 252]bei den…

DDR A-Z 1963

Kontrollpunkte (1963)

Siehe auch: Kontrollpunkt: 1953 Kontrollpunkte: 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 Kontrollplätze. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 252 Kontrollposten A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kontrollrat

Siehe auch: Kontrollpunkt: 1953 Kontrollpunkte: 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 Kontrollplätze. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 252 Kontrollposten A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kontrollrat

DDR A-Z 1963

Konzentrationslager (1963)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 1945 wurden von der sowjet. Besatzungsmacht Zehntausende von Männern und Frauen unter der Beschuldigung „aktive Faschisten“ oder „Kriegsverbrecher“ gewesen zu sein, oder weil sie den Sowjets aus irgendeinem Grunde gefährlich erschienen, in K. gesperrt und dort auf das unmenschlichste und unwürdigste behandelt. Besonders berüchtigte Lager befanden sich in Sachsenhausen (Oranienburg), Buchenwald, Mühlberg, Bautzen, Jamlitz, Neubrandenburg und Ketschendorf. Die Angehörigen der dorthin Verschleppten blieben ohne Nachricht und ohne Postverbindung. Die Angehörigen erhielten auch dann keine Mitteilung, wenn der Häftling verstarb. Nach westlichen Zählungen, die auf Angaben der ehemaligen Totengräber und Ärzte in K. beruhen, verstorben in den Lagern von 1945 bis 1950 über 65.000 Häftlinge (Gerhard Finn, „Die politischen Häftlinge der Sowjetzone 1945 bis 1958“), in anderen Darstellungen wird sogar von 130.000 Toten gesprochen. 1950 wurden einige K. aufgelöst, andere (Bautzen, Torgau) gingen als Strafanstalten an die Strafvollzugsbehörden über. Gegen 3.500 an Zonenbehörden übergebene KZ-Häftlinge wurden in Waldheim Kriegsverbrecherprozesse durchgeführt. (Politische ➝Häftlinge) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 253 Kontrollziffern A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Konzert- und Gastspieldirektionen

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 1945 wurden von der sowjet. Besatzungsmacht Zehntausende von Männern und Frauen unter der Beschuldigung „aktive Faschisten“ oder „Kriegsverbrecher“ gewesen zu sein, oder weil sie den Sowjets aus irgendeinem Grunde gefährlich erschienen, in K. gesperrt und dort auf das unmenschlichste und unwürdigste behandelt. Besonders berüchtigte Lager befanden sich in Sachsenhausen (Oranienburg), Buchenwald, Mühlberg, Bautzen, Jamlitz,…

DDR A-Z 1963

Korfes, Otto (1963)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 * 23. 11. 1889 in Wenzen. Dr. rer. pol. Berufsoffizier, geriet als Generalmajor im Febr. 1943 in sowjet. Gefangenschaft. Mitbegr. des „Nationalkomitees Freies Deutschland und des Bundes deutscher Offiziere, Lehrer an Antifaschulen in der SU. Sept. 1948 Rückkehr nach Deutschland, Leiter der Hauptabt. Archivwesen im Ministerium des Innern bis 1952, gleichzeitig militärtheoretischer Berater bei dem Aufbau der KVP. Dann stellv. Leiter des Stabes der Operativabt. der KVP, kam nicht in die NVA. Landes- bzw. Bezirksvors. der Nationalen Front in Potsdam, zeitweise Mitgl. des Hauptvorst. der NDPD. Seit 1951 Mitgl. der Sektion Geschichte der Deutschen Akademie der Wissenschaften in Ost-Berlin. Seit 11. 1. 1958 Vors. der neugegr. Arbeitsgemeinschaft ehemaliger Offiziere. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 253 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1963 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/korfes-otto verwiesen. Koordinierung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Körperliche Arbeit

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 * 23. 11. 1889 in Wenzen. Dr. rer. pol. Berufsoffizier, geriet als Generalmajor im Febr. 1943 in sowjet. Gefangenschaft. Mitbegr. des „Nationalkomitees Freies Deutschland und des Bundes deutscher Offiziere, Lehrer an Antifaschulen in der SU. Sept. 1948 Rückkehr nach Deutschland, Leiter der Hauptabt. Archivwesen im Ministerium des Innern bis 1952, gleichzeitig militärtheoretischer Berater bei dem Aufbau der KVP. Dann stellv. Leiter des Stabes der…

DDR A-Z 1963

KP (1963)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 Bis März 1962 Abk. für Kontrollpunkt des Amtes für Zoll und Kontrolle des Warenverkehrs; bedeutete Grenzübertrittsstelle für Fußgänger. Ist seit dem April 1962 sinngemäß Abk. für Kontrollplatz der Zollverwaltung der SBZ. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 254 Kostenrechnung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KPD

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 Bis März 1962 Abk. für Kontrollpunkt des Amtes für Zoll und Kontrolle des Warenverkehrs; bedeutete Grenzübertrittsstelle für Fußgänger. Ist seit dem April 1962 sinngemäß Abk. für Kontrollplatz der Zollverwaltung der SBZ. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 254 Kostenrechnung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KPD

DDR A-Z 1963

KPKK (1963)

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 Abk. für Kreis-Parteikontrollkommission. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 256 KPdSU, Geschichte der A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KPP

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 Abk. für Kreis-Parteikontrollkommission. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 256 KPdSU, Geschichte der A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KPP

DDR A-Z 1963

Kraftfahrzeugkennzeichen, Polizeiliche (1963)

Siehe auch die Jahre 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die PK. sind weiße Schilder mit schwarzer Beschriftung: zwei Buchstaben und eine vierziffrige Nummer. Je zwei Ziffern der Nummer sind der besseren Lesbarkeit halber durch einen Strich getrennt. Beispiel: RB 12-78. Der erste Buchstabe des PK. ist der Kennbuchstabe für den Bezirk; der zweite Buchstabe kennzeichnet die Nummernserie (da man mit einer vierziffrigen Nummer nur 9.999 Fahrzeuge kennzeichnen kann); eine Unterteilung nach Kreisen wird durch den zweiten Buchstaben nicht ausgedrückt. Die ersten Buchstaben haben folgende Bedeutung: Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 257 Kraftfahrzeugindustrie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kraftfahrzeugsteuer

Siehe auch die Jahre 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die PK. sind weiße Schilder mit schwarzer Beschriftung: zwei Buchstaben und eine vierziffrige Nummer. Je zwei Ziffern der Nummer sind der besseren Lesbarkeit halber durch einen Strich getrennt. Beispiel: RB 12-78. Der erste Buchstabe des PK. ist der Kennbuchstabe für den Bezirk; der zweite Buchstabe kennzeichnet die Nummernserie (da man mit einer vierziffrigen Nummer nur 9.999 Fahrzeuge kennzeichnen kann); eine Unterteilung nach Kreisen…

DDR A-Z 1963

Kommunismus (1963)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 Nach dem Marxismus-Leninismus die Endphase der menschheitlichen Entwicklung, die nach der Vollendung des Aufbaus des Sozialismus in den bolschewistisch geführten Staaten eingeleitet wird. Hauptkriterien: Jeder soll „nach seinen Bedürfnissen“ leben können; die Unterschiede „zwischen Stadt und Land“ sowie „zwischen körperlicher und geistiger Arbeit“ sollen fortfallen; die Arbeit soll zum „hauptsächlichen Lebensbedürfnis der Menschen“ werden. Die SU soll nach dem auf dem XXII. Parteitag der KPdSU für die Jahre zwischen 1961 und 1980 entwickelten Programm bereits jetzt, ab 1961/62, mit dem Aufbau der Grundlagen des K. beginnen, wobei man die erwähnten Kriterien schrittweise, insbesondere durch Mechanisierung und Automation der Industrie, Industrialisierung der Landwirtschaft und die hiervon erwarteten Produktionssteigerungen, realisieren zu können hofft, dabei indes einschränkend betont, daß Partei und Staat sich eine Manipulierung der menschlichen Bedürfnisse vorbehalten. Demgemäß ist auch das wichtigste noch unter Stalin hervorgehobene Kriterium des K., nämlich, daß in ihm der „Staat abstürbe“ und an seine Stelle eine „freie Assoziation der gesellschaftlichen Kräfte“ trete, suspendiert. Im Gegenteil, die Partei- und Staatstheoretiker des Bolschewismus vertreten heute generell die Auffassung, daß die wirtschaftsdirigistische und — mindestens zunächst auch noch — die erzieherische Funktion der staatlichen Obrigkeit erhalten bleiben müsse. In der SBZ, die nach den Beschlüssen des 5. Parteitages von 1958 den Aufbau des Sozialismus bis 1965 abschließen und mithin zu diesem Zeitpunkt gleichfalls mit dem Aufbau der Grundlagen des K. beginnen wollte, ist, wie aus den Verhandlungen des 17. ZK-Plenums vom Okt. 1962 hervorgeht, nunmehr auf Grund der unerwartet schlechten Produktions-, Versorgungs- und gesellschaftspolitischen Entwicklung vor frühestens 1971 nicht an den Aufbau der Grundlagen des K. zu denken. (Periodisierung, Historischer Materialismus) Literaturangaben Leonhard, Wolfgang: Sowjetideologie heute, Bd. II — Die politischen Lehren (Fischer-Bücherei, 461). Frankfurt a. M., 1962. 328 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 247 Kommissionsverträge A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kompaß

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 Nach dem Marxismus-Leninismus die Endphase der menschheitlichen Entwicklung, die nach der Vollendung des Aufbaus des Sozialismus in den bolschewistisch geführten Staaten eingeleitet wird. Hauptkriterien: Jeder soll „nach seinen Bedürfnissen“ leben können; die Unterschiede „zwischen Stadt und Land“ sowie „zwischen körperlicher und geistiger Arbeit“ sollen fortfallen; die Arbeit soll zum „hauptsächlichen Lebensbedürfnis…

DDR A-Z 1963

Komplexe Mechanisierung (1963)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1965 1966 Ausdruck für die neue Form landtechnischer Betreuung der LPG durch die MTS. Die Traktoren- und Feldbaubrigaden, wobei auch die Traktoristen Mitgl. der LPG sein sollen, werden in Komplexbrigaden aufgeteilt und verrichten unter LPG-Leitung ganze „Arbeitskomplexe“, z. B. von der Getreideaussaat über Pflege. Ernte und Drusch bis zur Aussaat der Zwischenfrüchte im „Fließsystem“. (Schönebecker Methode, Brigaden der LPG) Literaturangaben Merkel, Konrad, und Eduard Schuhans: Die Agrarwirtschaft in Mitteldeutschland — Sozialisierung und Produktionsergebnisse. (BB) 2., erw. Aufl. 1963. 200 S. m. 53 Tab. (Führt M. Kramers Schrift fort.) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 248 Komplexbrigade A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Komplexe Planung

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1965 1966 Ausdruck für die neue Form landtechnischer Betreuung der LPG durch die MTS. Die Traktoren- und Feldbaubrigaden, wobei auch die Traktoristen Mitgl. der LPG sein sollen, werden in Komplexbrigaden aufgeteilt und verrichten unter LPG-Leitung ganze „Arbeitskomplexe“, z. B. von der Getreideaussaat über Pflege. Ernte und Drusch bis zur Aussaat der Zwischenfrüchte im „Fließsystem“. (Schönebecker Methode, Brigaden der LPG) Literaturangaben …

DDR A-Z 1963

Konfessionen (1963)

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 über die Religionszugehörigkeit der Bevölkerung sind die letzten offiziellen Zahlen auf Grund der Volkszählung vom 31. 8. 1950 veröffentlicht worden. Danach belief sich die Zahl der Evangelischen auf 13.802.217, der Katholiken auf 1.021.260, der Juden auf 3.319. Ohne Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft waren 1,4 Mill. Personen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 249 Koenen, Wilhelm A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Konfliktkommission

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 über die Religionszugehörigkeit der Bevölkerung sind die letzten offiziellen Zahlen auf Grund der Volkszählung vom 31. 8. 1950 veröffentlicht worden. Danach belief sich die Zahl der Evangelischen auf 13.802.217, der Katholiken auf 1.021.260, der Juden auf 3.319. Ohne Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft waren 1,4 Mill. Personen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 249 …

DDR A-Z 1963

Konjew, Iwan Stepanowitsch (1963)

Siehe auch das Jahr 1962 1897, Marschall der SU. 1918 in KPR und die Rote Armee eingetreten. 1939 Armeeführer gegen Finnland. 1942/43 Führer der Gegenoffensive im Mittelabschnitt. 1944 Oberbefehlshaber der 2. Ukrainischen Armee. 1945 Oberbefehlshaber der Sowjettruppen in Österreich. 1946 bis 1960 stellv. Kriegsminister und Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte. 1952 Mitgl. des ZK der KPdSU. 1955 Oberkommandierender der vereinigten Streitkräfte des Warschauer Beistandspakt. 12. 8. 1961 bis 20. 4. 1961 Oberkommandierender der Sowjet. ➝Besatzungstruppen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 250 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1963 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen. König, Johannes A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Konkursrecht

Siehe auch das Jahr 1962 1897, Marschall der SU. 1918 in KPR und die Rote Armee eingetreten. 1939 Armeeführer gegen Finnland. 1942/43 Führer der Gegenoffensive im Mittelabschnitt. 1944 Oberbefehlshaber der 2. Ukrainischen Armee. 1945 Oberbefehlshaber der Sowjettruppen in Österreich. 1946 bis 1960 stellv. Kriegsminister und Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte. 1952 Mitgl. des ZK der KPdSU. 1955 Oberkommandierender der vereinigten Streitkräfte des Warschauer Beistandspakt. 12. 8. 1961…

DDR A-Z 1963

Konsumgüterversorgung (1963)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 Versorgung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 251 Konsumgenossenschaften A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kontakte

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 Versorgung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 251 Konsumgenossenschaften A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kontakte

DDR A-Z 1963

Kontrollkommission (1963)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 „Zentrale Kommission für Staatliche Kontrolle“ (ZKSK), nach der „VO über das Statut der Zentralen Kommission für Staatliche Kontrolle“ vom 17. 5. 1962 (GBl. II, S. 327) „Kontrollorgan des Ministerrates“. Sie ist 1952 aus der „Zentralen Kontrollkommission“ hervorgegangen, hat jedoch nur einen Teil der Befugnisse der alten ZKK übernommen. Diese war von der DWK insbesondere zur Aufdeckung von Wirtschaftsverbrechen gebildet worden (AO d. DWK vom 1. 9. 1948 — ZVOBl. S. 429). Die ZKSK besteht nach dem neuen Statut aus dem Vors., einem Stellv. und den (in der Zahl nicht beschränkt) Mitgl. Der Vors. (Hans ➝Jendretzky) gehört dem Ministerrat an. Er leitet die K. „nach dem Prinzip der Einzelleitung und der persönlichen Verantwortung“, so daß es sich bei der K. also im eigentlichen Sinne nicht mehr um eine Kommission handelt. Organe der K. in den Bezirken und in der „Hauptstadt Berlin“ sind die „Bevollmächtigten“, die von der Zentrale angeleitet werden, in den Stadt- und Landkreisen „Kreiskontrollbeauftragte“, die den Bevollmächtigten unterstehen. In „volkswirtschaftlich und staatspolitisch wichtigen Einrichtungen können zeitweilig Beauftragte der Komm. für Staatliche Kontrolle eingesetzt werden“. Der Vors. hat gegenüber dem Stellvertreter, allen Mitgliedern, Bevollmächtigten und Beauftragten Weisungsrecht. Die Bevollmächtigten, Hauptkontrolleure, Oberkontrolleure und Beauftragten werden durch den Vors. der K. berufen und abberufen. Seit 1958 sind ferner Helfer der Staatlichen Kontrolle eingesetzt. Die K. kontrolliert die Durchführung der Gesetze, Beschlüsse, Erlasse und VO der zentralen Staatsorgane. Sie soll sich „auf die Beseitigung der Ursachen jeder Art von Verschleuderung und Vergeudung von Staatsgeldern [S. 252]und Volksvermögen“ konzentrieren und einen energischen Kampf gegen die Verletzung der sozialistischen Gesetzlichkeit, Bürokratismus, politische Sorglosigkeit, Subjektivismus, Schlendrian, Unordnung und Sektierertum führen. Sie führt ihre Kontrollen durch in allen Ministerien — nach dem neuen Statut also auch in den Ministerien für Nationale Verteidigung und Staatssicherheit — und „in den zentralen und örtlichen Organen und Einrichtungen des Staates, der Wirtschaft, der Wissenschaft und Kultur, des Gesundheits- und Sozialwesens sowie in Genossenschaften“. Der Vors., der Stellv., die Mitgl., die Bevollmächtigten und die Beauftragten der K. haben das Recht, verbindliche Weisungen zu erteilen sowie von den Leitern der zuständigen Organe die Durchführung von Disziplinarverfahren oder die Einleitung eines Ordnungsstrafverfahrens verpflichtend zu verlangen, wenn sie feststellen, daß Beschlüsse der SED, welche die staatliche Tätigkeit betreffen, Gesetze, Beschlüsse, Erlasse oder VO der zentralen Staatsorgane mißachtet, die Staatsdisziplin verletzt oder Schlendrian und Bürokratismus geduldet werden. Die K. kann ferner die Leiter der kontrollierten Einrichtungen zur Beseitigung festgestellter Mängel unter Fristsetzung auffordern. (Kontrolle) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 251–252 Kontrolle A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kontrollplätze

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 „Zentrale Kommission für Staatliche Kontrolle“ (ZKSK), nach der „VO über das Statut der Zentralen Kommission für Staatliche Kontrolle“ vom 17. 5. 1962 (GBl. II, S. 327) „Kontrollorgan des Ministerrates“. Sie ist 1952 aus der „Zentralen Kontrollkommission“ hervorgegangen, hat jedoch nur einen Teil der Befugnisse der alten ZKK übernommen. Diese war von der DWK insbesondere zur Aufdeckung von…

DDR A-Z 1963

Kontrollrat (1963)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Am 5. 6. 1945 von den Besatzungsmächten errichteter Ausschuß, der die oberste Regierungsgewalt in den Besatzungszonen ausübte. Der K. bestand aus den Oberbefehlshabern der [S. 253]vier Besatzungsarmeen. Alle Beschlüsse mußten einstimmig gefaßt werden. Der Vorsitzende, der auch die Einberufung des K. veranlaßte, wechselte von Monat zu Monat. Wegen der Obstruktionspolitik des sowjet. Vertreters war in vielen wichtigen Fragen Einstimmigkeit nicht zu erzielen und dadurch die Tätigkeit des K. von Anfang an stark behindert. Am 20. 3. 1948 verließ der sowjet. Vertreter die Sitzung des K. und machte ihn so beschlußunfähig, so daß der K., ohne formell aufgelöst worden zu sein, damit praktisch aufgehört hat zu bestehen. Eine dem K. entsprechende Behörde für Berlin wurde in Gestalt der Kommandantur geschaffen. (Besatzungspolitik, Spaltung und Wiedervereinigung Deutschlands) Literaturangaben Balfour, Michael: Viermächtekontrolle in Deutschland 1945–1946 (a. d. Engl.). Düsseldorf 1959, Droste Verlag. 408 S., 1 Kt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 252–253 Kontrollpunkte A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kontrollstreifen

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Am 5. 6. 1945 von den Besatzungsmächten errichteter Ausschuß, der die oberste Regierungsgewalt in den Besatzungszonen ausübte. Der K. bestand aus den Oberbefehlshabern der [S. 253]vier Besatzungsarmeen. Alle Beschlüsse mußten einstimmig gefaßt werden. Der Vorsitzende, der auch die Einberufung des K. veranlaßte, wechselte von Monat zu Monat. Wegen der Obstruktionspolitik des sowjet. Vertreters war in…

DDR A-Z 1963

Konzert- und Gastspieldirektionen (1963)

Siehe auch: Konzert- und Gastspieldirektion, Deutsche: 1954 1956 1958 1959 1960 1962 Konzert- und Gastspieldirektionen: 1965 1966 1969 1975 1979 „Volkseigene“ Betriebe, die als regionale Zweigstellen der Deutschen ➝Künstler-Agentur nahezu monopolistisch die Vermittlung aller Darbietungen der darstellenden Kunst (einschl. Kabarett, Varieté, Artistik, Puppenspiel) besorgen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 253 Konzentrationslager A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kooperation

Siehe auch: Konzert- und Gastspieldirektion, Deutsche: 1954 1956 1958 1959 1960 1962 Konzert- und Gastspieldirektionen: 1965 1966 1969 1975 1979 „Volkseigene“ Betriebe, die als regionale Zweigstellen der Deutschen ➝Künstler-Agentur nahezu monopolistisch die Vermittlung aller Darbietungen der darstellenden Kunst (einschl. Kabarett, Varieté, Artistik, Puppenspiel) besorgen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 253 …

DDR A-Z 1963

Körperliche Arbeit (1963)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 [S. 254]Im Pj. wird als KA. der Einsatz von Funktionären des Partei-, Staats- und übrigen Organisationsapparates in industriellen und landwirtschaftlichen Betrieben („an der Basis“) bezeichnet. Vor der Öffentlichkeit soll mit diesen Einsätzen die Verbundenheit der herrschenden Bürokratie mit der arbeitenden Bevölkerung betont werden. Parteiintern wertet man die KA. als Mittel des „operativen“ Arbeitsstils. Die ausgewählten Funktionäre sollen für eine begrenzte Zeit die Probleme in den Betrieben und in den Dörfern und die Reaktion der Bevölkerung auf administrative Anweisungen kennenlernen. Die wirkliche KA. tritt demgegenüber in den Hintergrund. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 254 Korfes, Otto A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kosmopolitismus

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 [S. 254]Im Pj. wird als KA. der Einsatz von Funktionären des Partei-, Staats- und übrigen Organisationsapparates in industriellen und landwirtschaftlichen Betrieben („an der Basis“) bezeichnet. Vor der Öffentlichkeit soll mit diesen Einsätzen die Verbundenheit der herrschenden Bürokratie mit der arbeitenden Bevölkerung betont werden. Parteiintern wertet man die KA. als Mittel des „operativen“ Arbeitsstils. Die ausgewählten Funktionäre sollen für eine…

DDR A-Z 1963

KPD (1963)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 Abk. für Kommunistische Partei Deutschlands, gegr. am 30. 12. 1918. Hauptforderung: Errichtung der Diktatur des Proletariats in Deutschland, Mitgl. der III. (kommun.) Internationale (Komintern), anfangs in Programm und Politik unabhängig von Moskau. Nach mehreren Führungskrisen übernahm 1925 Thälmann die Parteiführung. Unter seinem Vorsitz geriet die KPD trotz Widerstand und Abspaltungen in immer größere Abhängigkeit von der KPdSU. In der NS-Zeit verboten, illegale Weiterarbeit. Am 11. 6. 1945 trat die KPD in Ost-Berlin mit einem völlig neuen Parteiprogramm vor die Öffentlichkeit: „Wir sind der Auffassung, daß der Weg, Deutschland das Sowjetsystem aufzuzwingen, falsch wäre … Wir sind vielmehr der Auffassung, daß die entscheidenden Interessen des deutschen Volkes in der gegenwärtigen Lage … den Weg der Aufrichtung eines antifaschistischen demokratischen Regimes, einer parlamentarisch-demokratischen Republik … vorschreiben.“ Unter dem Druck der sowjetischen Besatzungsmacht und der KP-Führung am 19./20. 4. 1946 in der SBZ Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED. Nach dem Scheitern der kommun. Vereinigungsbestrebungen in Westdeutschland am 14. 2. 1947 Gründung einer „Arbeitsgemeinschaft“ von SED und westdeutscher KPD mit Sitz in Ost-Berlin. Im Januar 1949 kündigte die KPD die Arbeitsgemeinschaft und vollzog die organisatorische Trennung von der SED. Sie wurde jedoch auch weiterhin von der Westkommission, später der gesamtdeutschen Abt. beim ZK der SED und schließlich von der Zentralen Kommission für gesamtdeutsche Arbeit angeleitet. Die KPD nahm im Parlamentarischen Rat an der Beratung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik teil, ihre Vertreter verweigerten jedoch bei der Verabschiedung des Grundgesetzes ihre Unterschrift. Trotzdem beteiligte sich die KPD an den Wahlen und war im ersten Bundestag mit 13 Abgeordneten vertreten. Bei den Wahlen zum zweiten Bundestag erhielt sie nur 2,2 v. H. aller abgegebenen Stimmen. Am 17. 8. 1956 vom Bundesverfassungsgericht als verfassungsfeindlich verboten, seitdem illegal. Der 1. Sekretär, Max Reimann, sowie alle anderen Mitgl. des Politbüros der KPD halten sich in der SBZ auf. Die Finanzierung der KPD erfolgt durch die SED. Die in der SED-Presse erscheinenden Berichte über KPD-Veranstaltungen in der Bundesrepublik wollen den Eindruck erwecken, es existiere eine intakte Parteiorganisation. In Wirklichkeit finden alle größeren Zusammenkünfte und Parteitage in der SBZ statt. Zur Zeit ihres Verbots hatte die KPD zwischen 60.000 und 70.000 Mitgl., von denen allenfalls noch ein Zehntel im Untergrund tätig ist. (1947: 324.000 Mitgl.). Von der SED erhält die KPD jährlich 12 bis 13 Mill. DM West. Davon gibt die Partei u. a. 150 bis 200 illegale Betriebszeitungen sowie 80 bis 90 unregelmäßig erscheinende lokale Blätter heraus, die jedoch kaum Verbreitung finden. Mehr Gewicht kommt dem Freiheitssender 904 zu. (Tarnorganisationen, Infiltration) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 254 KP A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KPdSU

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 Abk. für Kommunistische Partei Deutschlands, gegr. am 30. 12. 1918. Hauptforderung: Errichtung der Diktatur des Proletariats in Deutschland, Mitgl. der III. (kommun.) Internationale (Komintern), anfangs in Programm und Politik unabhängig von Moskau. Nach mehreren Führungskrisen übernahm 1925 Thälmann die Parteiführung. Unter seinem Vorsitz geriet die KPD trotz Widerstand und Abspaltungen in immer größere Abhängigkeit von der KPdSU.…

DDR A-Z 1963

KPP (1963)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 Bis März 1962 Abk. für Kontrollpassierpunkt des Amtes für Zoll- und Kontrolle des Warenverkehrs, Grenzübertrittsstelle für Fahrzeuge und Fußgänger an der Demarkationslinie oder an den Trenn-Linien zwischen SBZ/Sowjetsektor und SBZ/West-Berlin. (Kontrollpunkte) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 256 KPKK A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 Bis März 1962 Abk. für Kontrollpassierpunkt des Amtes für Zoll- und Kontrolle des Warenverkehrs, Grenzübertrittsstelle für Fahrzeuge und Fußgänger an der Demarkationslinie oder an den Trenn-Linien zwischen SBZ/Sowjetsektor und SBZ/West-Berlin. (Kontrollpunkte) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 256 KPKK A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z …

DDR A-Z 1963

Kraftfahrzeugsteuer (1963)

Siehe auch die Jahre 1962 1965 1966 1969 1975 1979 Grundlage für die Erhebung der K. ist die Verordnung über die K. vom 16. Nov. 1961 (GBl. S. 505). Der heute gültige Steuersatz (seit 1. 4. 1949) beträgt bei Pkw DM Ost 18,–, bei Zwei- und Dreiradfahrzeugen DM Ost 12,–, DM Ost 10,– je 10 PS Höchstbremsleistung bei Zugmaschinen bzw. DM Ost 45,– bei allen übrigen Fahrzeugen bis zum Eigengewicht von 2.400 kg und weiteren DM Ost 15,– je 200 kg bei größerem Gewicht. Die K. ist seit 1949 eine Gemeindesteuer. Ab 1. 1. 1961 werden K. und Haftpflichtversicherungsbeitrag in einem Betrag zusammengefaßt, der einmal jährlich zu entrichten ist. Eine Wertmarke in Höhe des Gesamtbetrages — bei der Deutschen ➝Versicherungsanstalt oder den Banken zu erwerben — muß in eine „K.- und Versicherungskarte“ eingeklebt werden. „Volkseigene“ Betriebe sind seit 1. 1. 1962 von der Zahlung der K. befreit. Wegen des geringen Bestandes an Kraftfahrzeugen (Kraftfahrzeugindustrie) und der Befreiung der „volkseigenen“ Kraftfahrzeuge von der K. spielt diese Steuer nur eine untergeordnete Rolle. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 257 Kraftfahrzeugkennzeichen, Polizeiliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kraftstofferzeugung

Siehe auch die Jahre 1962 1965 1966 1969 1975 1979 Grundlage für die Erhebung der K. ist die Verordnung über die K. vom 16. Nov. 1961 (GBl. S. 505). Der heute gültige Steuersatz (seit 1. 4. 1949) beträgt bei Pkw DM Ost 18,–, bei Zwei- und Dreiradfahrzeugen DM Ost 12,–, DM Ost 10,– je 10 PS Höchstbremsleistung bei Zugmaschinen bzw. DM Ost 45,– bei allen übrigen Fahrzeugen bis zum Eigengewicht von 2.400 kg und weiteren DM Ost 15,– je 200 kg bei größerem Gewicht. Die K. ist seit 1949 eine…