DDR A-Z 1962

Kassation (1962)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Außerordentliches Rechtsmittel, mit dem jedes rechtskräftige Straf- und Zivilurteil und jede andere richterliche Entscheidung, die der Rechtskraft fähig ist, binnen Jahresfrist nach Eintritt der Rechtskraft durch den Generalstaatsanwalt oder den Präsidenten des Obersten Gerichts angefochten werden kann, wenn die Entscheidung „auf einer Verletzung des Gesetzes“ beruht oder „der Gerechtigkeit gröblich widerspricht“ (§§ 12 ff. des „Gesetzes über die Errichtung des Obersten Gerichtshofs und der Obersten Staatsanwaltschaft der DDR“ vom 8. 12. 1949 und §§ 301 ff. der sowjetzonalen StPO). Über die K.-Anträge entscheiden die Senate des Obersten Gerichts. Die K. ist keine dritte Instanz und „nicht im Interesse der Partei geschaffen worden, sondern ausschließlich im Interesse der Allgemeinheit“ (Nathan in: „Neue Justiz“, 1949, S. 304) zum Zwecke der Wahrung der Rechtseinheit und der Beseitigung falscher Urteile. Mittelbar soll damit die Rechtsprechung der unteren Gerichte gelenkt werden. In Strafsachen kann das Oberste Gericht nach Eingang des K.-Antrags Haftbefehl erlassen (§ 306 StPO). Nach Verkündung des Neuen Kurses sollte das K.-Verfahren dazu dienen, „durch richtige Anleitung der Gerichte neue Fehler oder die Fortsetzung alter Fehler zu vermeiden“ (Schumann in: „Fragen des Strafprozeßrechts der DDR“, Berlin 1954). Dem widerspricht die Feststellung, daß „auch jetzt noch die Zahl der zum Nachteil der Angeklagten gestellten K.-Anträge überwiegt“ (a. a. O.). (Rechtswesen) Literaturangaben Rosenthal, Walther, Richard Lange, und Arwed Blomeyer: Die Justiz in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. 4., überarb. Aufl. (BB) 1959. 206 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 211 Kasernierte Volkspolizei A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kasse der gegenseitigen Hilfe

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Außerordentliches Rechtsmittel, mit dem jedes rechtskräftige Straf- und Zivilurteil und jede andere richterliche Entscheidung, die der Rechtskraft fähig ist, binnen Jahresfrist nach Eintritt der Rechtskraft durch den Generalstaatsanwalt oder den Präsidenten des Obersten Gerichts angefochten werden kann, wenn die Entscheidung „auf einer Verletzung des Gesetzes“ beruht oder „der Gerechtigkeit gröblich…

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Kaufkraft (1962)

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die Arbeitnehmer der SBZ sind im Vergleich zu denen der Bundesrepublik nicht nur durch die um etwa 16 v. H. niedrigeren Durchschnittslöhne (Lohnpolitik), sondern auch durch die geringere [S. 212]K. ihres Einkommens benachteiligt. Da das Regime nicht in der Lage ist, dem Kauffonds der Bevölkerung einen entsprechenden Warenfonds gegenüberzustellen, wird „überschüssiges Umlaufgeld zugunsten des Staatshaushaltes abgeschöpft, indem die Einzelhandelspreise für Gebrauchsgüter und Lebensmittel sowie für Dienstleistungen amtlich entsprechend hoch fixiert werden. Die K. des Geldes für Gebrauchsgüter, Lebensmittel und Dienstleistungen ist entsprechend niedriger als in der Bundesrepublik (Währung, Lebensstandard). Nach einer Berechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin West betrug der finanzielle Mehraufwand der Verbraucher in der SBZ — je nach der durch das Familieneinkommen bestimmten „Verbrauchergruppe“ — Ende 1960 zwischen 13 und 33 v. H. Für die Mehrzahl der Familien trifft der letztgenannte Prozentsatz zu. Daraus ergeben sich die folgenden Kaufkraftnachteile im Vergleich zur Bundesrepublik: Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 211–212 Kauffonds A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kaul, Friedrich Karl

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die Arbeitnehmer der SBZ sind im Vergleich zu denen der Bundesrepublik nicht nur durch die um etwa 16 v. H. niedrigeren Durchschnittslöhne (Lohnpolitik), sondern auch durch die geringere [S. 212]K. ihres Einkommens benachteiligt. Da das Regime nicht in der Lage ist, dem Kauffonds der Bevölkerung einen entsprechenden Warenfonds gegenüberzustellen, wird „überschüssiges Umlaufgeld zugunsten des Staatshaushaltes abgeschöpft, indem die…

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Kernforschung (1962)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Atomenergie. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 212 Kennziffern A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Keßler, Heinz

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Atomenergie. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 212 Kennziffern A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Keßler, Heinz

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Kindergarten (1962)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Einrichtung der „vorschulischen Erziehung“ für Kinder von 3 bis 6 Jahren. Nicht obligatorisch. Die K. haben nach dem „Gesetz über die sozialistische Entwicklung des Schulwesens in der DDR“ vom 2. 12. 1959 die Kinder „auf die Schule vorzubereiten, an das sozialistische Leben heranzuführen und mit dem Schaffen der werktätigen Menschen bekanntzumachen“. Der K. dient nicht zuletzt der Freisetzung von Frauen für den Arbeitsprozeß. Verantwortlich für die Errichtung sind die Räte der Gemeinden und Städte bzw. die VEB, für die pädagogische Arbeit das Ministerium für Volksbildung. Die Kindergärtnerinnen werden an besonderen Pädagogischen Schulen ausgebildet. Das allgemeine pädagogische Erziehungsziel ist auch für den K. verbindlich. Die K. haben die Aufgabe, die Kinder in einer ihrer Altersstufe entsprechenden Form „im Geiste des Friedens, der Demokratie und der Freundschaft zwischen den Völkern“ zu erziehen. Man unterscheidet Kommunale, Betriebs- und Erntekindergärten. (Vorschulerziehung) 1959 gab es 355.830 Plätze in 8.890 K. und Kinderwohnheimen (ohne Ernte-K.). Auf jeden Erzieher kamen 15,9 betreute Kinder. Von diesen K. gelten 7.496 als öffentliche K. (281.779 Plätze), d. h. sie unterstehen den Abt. Volksbildung beim Rat des Kreises bzw. der Gemeinde. 1955 gab es 433 konfessionelle K. mit 1.555 Erziehern und 25.570 Kindern. Ernte-K. 1960: 2.618 mit 53.328 betreuten Kindern. Literaturangaben Möbus, Gerhard: Klassenkampf im Kindergarten — Das Kindesalter in der Sicht der kommunistischen Pädagogik. Berlin 1956, Morus-Verlag. 110 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 213 Kiesewetter, Wolfgang A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kinderzeitschriften

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Einrichtung der „vorschulischen Erziehung“ für Kinder von 3 bis 6 Jahren. Nicht obligatorisch. Die K. haben nach dem „Gesetz über die sozialistische Entwicklung des Schulwesens in der DDR“ vom 2. 12. 1959 die Kinder „auf die Schule vorzubereiten, an das sozialistische Leben heranzuführen und mit dem Schaffen der werktätigen Menschen bekanntzumachen“. Der K. dient nicht zuletzt der Freisetzung von Frauen für…

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Kirchenfragen, Amt für (1962)

Siehe auch: Amt für Kirchenfragen: 1969 Kirchenfragen, Amt für: 1963 1965 1966 Kirchenfragen, Staatssekretariat für: 1958 1959 1960 Staatssekretär für Kirchenfragen: 1969 1985 Staatssekretariat für Kirchenfragen: 1975 1979 Im März 1957 wurden die „Abt. für Kirchenfragen“ im Ministerium des Innern und die Hauptabt. „Verbindung zu den Kirchen“ beim Stellv. des Vors. des Ministerrats zu dem AfK. zusammengefaßt und der Dienstaufsicht des Stellv. des Vors. des Ministerrats Otto ➝Nuschke unterstellt. Leiter des Amtes, der die Dienstbezeichnung Staatssekretär führt, war von März 1957 bis Nov. 1960 Werner ➝Eggerath. Sein Nachfolger ist Hans ➝Seigewasser. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 214 Kindesweihe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kirchenpolitik

Siehe auch: Amt für Kirchenfragen: 1969 Kirchenfragen, Amt für: 1963 1965 1966 Kirchenfragen, Staatssekretariat für: 1958 1959 1960 Staatssekretär für Kirchenfragen: 1969 1985 Staatssekretariat für Kirchenfragen: 1975 1979 Im März 1957 wurden die „Abt. für Kirchenfragen“ im Ministerium des Innern und die Hauptabt. „Verbindung zu den Kirchen“ beim Stellv. des Vors. des Ministerrats zu dem AfK. zusammengefaßt und der Dienstaufsicht des Stellv. des Vors. des Ministerrats…

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KJVD (1962)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1963 1965 1966 Abk. für: Kommun. Jugendverband Deutschlands. Parteijugend der KPD. Ging 1920 aus dem linken Flügel der Freien Sozialistischen Jugend der USPD hervor, deren Hauptteil sich später „Sozialistische Proletarierjugend“ nannte. Mußte 1933 in den Untergrund. Trat nach 1945 zur Tarnung als angeblich überparteiliche FDJ auf. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 216 Kirchenwald A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klasse

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1963 1965 1966 Abk. für: Kommun. Jugendverband Deutschlands. Parteijugend der KPD. Ging 1920 aus dem linken Flügel der Freien Sozialistischen Jugend der USPD hervor, deren Hauptteil sich später „Sozialistische Proletarierjugend“ nannte. Mußte 1933 in den Untergrund. Trat nach 1945 zur Tarnung als angeblich überparteiliche FDJ auf. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 216 Kirchenwald A, B,…

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Klassenkampf auf dem Lande (1962)

Siehe auch: Klassenkampf auf dem Dorfe: 1953 1954 1956 1958 Klassenkampf auf dem Lande: 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Folge der unterschiedlichen marxistisch-ideologischen Bewertung des Verhältnisses der Arbeiter zur Bauernschaft. Die Landarbeiter und bis zu einem gewissen Grade auch die werktätigen Bauern werden als zugehörig, Mittelbauern als immerhin noch „bündnisfähig“ angesehen, während die Großbauern grundsätzlich außerhalb der „Arbeiter-und-Bauern-Macht“ stehen und daher mit unterschiedlichen Mitteln (vor allem wirtschaftlicher Benachteiligung) zu Fall gebracht werden sollen. Mit zunehmender Kollektivierung erstreckte sich der K. mehr auf das Verhältnis zwischen Einzel- und Genossenschaftsbauern; die umfangreiche ideologische und materielle Unterstützung letzterer muß als indirektes Mittel des K. angesehen werden. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 217 Klassenkampf A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kleinbauer

Siehe auch: Klassenkampf auf dem Dorfe: 1953 1954 1956 1958 Klassenkampf auf dem Lande: 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Folge der unterschiedlichen marxistisch-ideologischen Bewertung des Verhältnisses der Arbeiter zur Bauernschaft. Die Landarbeiter und bis zu einem gewissen Grade auch die werktätigen Bauern werden als zugehörig, Mittelbauern als immerhin noch „bündnisfähig“ angesehen, während die Großbauern grundsätzlich außerhalb der „Arbeiter-und-Bauern-Macht“ stehen…

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Klub der Kulturschaffenden (1962)

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 Die KdK. (früher „Klubs der Intelligenz“) deren es 1960 rd. 160 gab, wurden auf Veranlassung des Deutschen ➝Kulturbundes gegründet und diesem durch einen Beschluß ihres Zentralen Rates vom 14. 9. 1957 auch unterstellt, nachdem sich in ihnen die „Theorie“ einer gewissen Unabhängigkeit vom Kulturbund und den „Bestrebungen unseres Staates“ entwickelt hatte. Sie sollen die Geistesschaffenden zusammenfassen und „Zentren offener geistiger Auseinandersetzungen der Intelligenz“ sein, dies natürlich im Sinne er allgemeinen Orientierung des Kulturbundes. Seit 1958 gibt es Landklubs der Intelligenz, die den in den Landkreisen tätigen Intellektuellen eine Gelegenheit geben sollen, „sich mit Arbeitern und Genossenschaftsbauern über wichtige Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung auszusprechen“. Literaturangaben Die Situation der Entscheidung. Eine Diskussion über die Lage der „Intelligenz“ in der Sowjetzone. (BMG) 1952. 48 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 218 Klingenthal A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klubhäuser, Betriebliche

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 Die KdK. (früher „Klubs der Intelligenz“) deren es 1960 rd. 160 gab, wurden auf Veranlassung des Deutschen ➝Kulturbundes gegründet und diesem durch einen Beschluß ihres Zentralen Rates vom 14. 9. 1957 auch unterstellt, nachdem sich in ihnen die „Theorie“ einer gewissen Unabhängigkeit vom Kulturbund und den „Bestrebungen unseres Staates“ entwickelt hatte. Sie sollen die Geistesschaffenden zusammenfassen und „Zentren offener geistiger…

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Koenen, Wilhelm (1962)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 * 7. 4. 1886 in Hamburg, Volksschule, kaufm. Angestellter, 1903 SPD, bis 1917 Redakteur verschied. SPD-Zeitungen, 1917 USPD, 1920 KPD, Mitorganisator der mitteldeutschen Aufstände, Mitgl. des ZK der KPD, M.d.R. 1933 Emigration über Prag, Paris nach England. 1945 Rückkehr nach Deutschland, 1946 SED-Landesvors. in Sachsen, 1949 Vors. des Sekretariats des „Deutschen Volksrates“, ab 7. 1. 1950 bis Febr. 1953 Vors. des Büros des Präsidiums des Nationalrats der Nationalen Front. Seit 7. 10. 1949 Leiter des Sekretariats der Volks- und Länderkammer sowie Abg. der Volkskammer, seit 25. 6. 1955 auch Vors. der Interparlamentarischen Gruppe der „DDR“. Seit 1946 Mitgl. des Parteivorst, bzw. ZK der SED, im Mai 1953 Parteirüge „wegen mangelnder politischer Wachsamkeit“. Bruder von Bernhard ➝Koenen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 223 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1962 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/koenen-wilhelm verwiesen. Koenen, Bernhard A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Konfessionen

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 * 7. 4. 1886 in Hamburg, Volksschule, kaufm. Angestellter, 1903 SPD, bis 1917 Redakteur verschied. SPD-Zeitungen, 1917 USPD, 1920 KPD, Mitorganisator der mitteldeutschen Aufstände, Mitgl. des ZK der KPD, M.d.R. 1933 Emigration über Prag, Paris nach England. 1945 Rückkehr nach Deutschland, 1946 SED-Landesvors. in Sachsen, 1949 Vors. des Sekretariats des „Deutschen Volksrates“, ab 7. 1. 1950 bis Febr. 1953 Vors. des Büros des…

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Kollegien (1962)

Siehe auch: Kollegien: 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Kollegien der Ministerien: 1985 Nach sowjet. Vorbild legte eine VO vom 17. 7. 1952 die Bildung von K. in den Ministerien und Staatssekretariaten der SBZ-Regierung fest. Den K. gehören an: der Minister bzw. Staatssekretär, die Leiter der Hauptabt. bzw. Hauptverwaltungen, ferner „besonders qualifizierte Mitarbeiter und in Einzelfällen hervorragende Wissenschaftler und Techniker“. Jedes Mitgl. eines K. muß vom Vors. des Ministerrates bestätigt werden. Die K. sind „beratende Organe“, können aber auch Beschlüsse über Entwicklungs- und Perspektivpläne, Neuerermethoden, Struktur- und Arbeitsverteilung, Verwaltungsarbeit fassen. Da in der Regel an den Sitzungen der K. die zuständigen Mitarbeiter des ZK-Apparates und der Parteisekretär des Ministeriums bzw. Staatssekretariats teilnehmen, stellen die K. in erster Linie ein Instrument der Kontrolle des Staatsapparates durch den Parteiapparat dar. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 219 Kolchos A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kollektiv

Siehe auch: Kollegien: 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Kollegien der Ministerien: 1985 Nach sowjet. Vorbild legte eine VO vom 17. 7. 1952 die Bildung von K. in den Ministerien und Staatssekretariaten der SBZ-Regierung fest. Den K. gehören an: der Minister bzw. Staatssekretär, die Leiter der Hauptabt. bzw. Hauptverwaltungen, ferner „besonders qualifizierte Mitarbeiter und in Einzelfällen hervorragende Wissenschaftler und Techniker“. Jedes Mitgl. eines K. muß vom Vors. des…

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Kollektivierung (1962)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Die „Vergesellschaftung“, der — gemäß den Prinzipien des Marxismus-Leninismus — sowohl die Produktionsmittel wie die aus ihrer Vergangenheit unter „kapitalistischen“ Verhältnissen her individualistisch orientierten Menschen, bes. die bürgerlichen und bäuerlichen Schichten, unterworfen werden sollen. (Zwangskollektivierung, Handwerk, Bewußtseinsbildung). Dabei sind sich die Bolschewisten neuerdings (vgl. die Deklaration der bolschewistischen Parteien vom Nov./Dez. 1960) sehr wohl dessen bewußt, daß aus der K. der Produktionsmittel, vor allem bei den Bauern, durchaus noch nicht deren kollektives sozialistisches ➝Bewußtsein entspringt. Literaturangaben Merkel, Konrad, und Eduard Schuhans: Die Agrarwirtschaft in Mitteldeutschland — „Sozialisierung“ und Produktionsergebnisse. (BB) 1960. 191 S. mit 53 Tab. (Führt M. Kramers Schrift fort.) *: Die Zwangskollektivierung des selbständigen Bauernstandes in Mitteldeutschland, Denkschrift. (BMG) 1960. 142 S. m. zahlr. Faks. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 220 Kollektiverziehung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kolonialismus

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Die „Vergesellschaftung“, der — gemäß den Prinzipien des Marxismus-Leninismus — sowohl die Produktionsmittel wie die aus ihrer Vergangenheit unter „kapitalistischen“ Verhältnissen her individualistisch orientierten Menschen, bes. die bürgerlichen und bäuerlichen Schichten, unterworfen werden sollen. (Zwangskollektivierung, Handwerk, Bewußtseinsbildung). Dabei sind sich die Bolschewisten neuerdings (vgl. die…

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Komintern (1962)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Abk. für Kommun. (III.) Internationale. Durch Lenins Initiative erfolgte im März 1919 der Zusammenschluß der kommunist. Parteien Europas und Amerikas (1. Weltkongreß der K.). Die K. rief das internationale Proletariat zur Errichtung der Sowjetmacht in allen Ländern auf. Die K. wurde unter Stalin der Generalstab der Weltrevolution. Sie steigerte sich zu der Forderung an alle Sektionen, sich dem Führungsanspruch der KPdSU zu unterwerfen, und schaltete systematisch alle Stalin-Gegner aus dem Exekutivkomitee (EKKI) aus. Der letzte (VII.) Weltkongreß der K. fand 1935 statt. 1943 wurde die K. im Interesse des Bündnisses der SU mit den Westmächten aufgelöst. Die K. hat mit ihren Terrormethoden auch gegenüber unliebsam gewordenen eigenen Funktionären der Sache des internationalen Sozialismus schwer geschadet und indirekt dem Nationalsozialismus und Faschismus Vorschub geleistet. (Kominform) Literaturangaben Borkenau, Franz: The Communist International. London 1938, Faber und Faber. 442 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 220 Kominform A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Abk. für Kommun. (III.) Internationale. Durch Lenins Initiative erfolgte im März 1919 der Zusammenschluß der kommunist. Parteien Europas und Amerikas (1. Weltkongreß der K.). Die K. rief das internationale Proletariat zur Errichtung der Sowjetmacht in allen Ländern auf. Die K. wurde unter Stalin der Generalstab der Weltrevolution. Sie steigerte sich zu der Forderung an alle Sektionen, sich dem…

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Kasse der gegenseitigen Hilfe (1962)

Siehe auch: Kasse der gegenseitigen Hilfe: 1960 1963 1965 1966 1969 1975 Kasse der gegenseitigen Hilfe (KdgH): 1979 1985 Gewerkschaftliche Einrichtungen in den Betrieben, die aus Mitgliedsbeiträgen und dem Kultur- und Sozialfonds des Betriebes gespeist werden. Sie gewähren zinslose Darlehen zur Anschaffung von Möbeln, Wäsche und anderen Gebrauchsgegenständen und in Krankheits- und Todesfällen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 211 Kassation A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Katastrophenkommission

Siehe auch: Kasse der gegenseitigen Hilfe: 1960 1963 1965 1966 1969 1975 Kasse der gegenseitigen Hilfe (KdgH): 1979 1985 Gewerkschaftliche Einrichtungen in den Betrieben, die aus Mitgliedsbeiträgen und dem Kultur- und Sozialfonds des Betriebes gespeist werden. Sie gewähren zinslose Darlehen zur Anschaffung von Möbeln, Wäsche und anderen Gebrauchsgegenständen und in Krankheits- und Todesfällen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn…

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Kaul, Friedrich Karl (1962)

Siehe auch: Kaul, Friedrich: 1966 Kaul, Friedrich Karl: 1956 1958 1959 1960 1963 1965 * 21. 2. 1906 in Posen als Sohn eines Kaufmanns, Gymnasium, Studium der Rechtswiss. in Heidelberg und Berlin, Dr jur. 1933 wegen jüdischer Abstammung aus dem Justizdienst entlassen, arbeitete als Versicherungsvertreter. 1935 bis 1937 KZ, dann Mittelamerika, 1942 in USA interniert. Nach Rückkehr SED, Justitiar beim Rundfunk in Ost-Berlin, später beim Staatl. Rundfunkkomitee. Im Mai 1948 vorläufig, im Juni 1949 endgültig als Rechtsanwalt bei sämtlichen Berliner Gerichten zugelassen. Prominentester SED-Verteidiger vor West-Berliner und westdeutschen Gerichten, vor allem auch im KPD-Prozeß in Karlsruhe. K. veröffentlichte zahlreiche Hörspiele und Schriften, in denen es um Vorgänge im Grenzbereich von Politik und Kriminalität geht und die verfassungsrechtliche Ordnung der Bundesregierung diffamiert wird. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 212 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1962 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/kaul-friedrich-karl verwiesen. Kaufkraft A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KdT

Siehe auch: Kaul, Friedrich: 1966 Kaul, Friedrich Karl: 1956 1958 1959 1960 1963 1965 * 21. 2. 1906 in Posen als Sohn eines Kaufmanns, Gymnasium, Studium der Rechtswiss. in Heidelberg und Berlin, Dr jur. 1933 wegen jüdischer Abstammung aus dem Justizdienst entlassen, arbeitete als Versicherungsvertreter. 1935 bis 1937 KZ, dann Mittelamerika, 1942 in USA interniert. Nach Rückkehr SED, Justitiar beim Rundfunk in Ost-Berlin, später beim Staatl. Rundfunkkomitee. Im Mai 1948…

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Keßler, Heinz (1962)

Siehe auch: Keßler, Heinz: 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 Keßler, Karl-Heinz: 1969 * 26. 1. 1920 in Lauban/Schles. als Sohn eines Arbeiters. Volksschule, Maschinen[S. 213]schlosser. 1926 Mitgl. der Jungen Pioniere. 1941 als Soldat zur Roten Armee übergelaufen, Besuch der Antifa-Zentralschule in Moskau, Mitgl. des Nationalkomitees Freies Deutschland. 1945 Rückkehr nach Deutschland, KPD-Mitgl., bildete die „antifaschistischen Jugendausschüsse“ in Berlin, 12. 10. 1947 Vors. des FDJ-Landesverbandes Berlin, seit Mai 1945 Mitgl. des Zentralrates der FDJ, 1949 Sekretär für Arbeit und Sozialfragen, 1950 Sekretär für Organisation im Zentralrat und 1. Vors. der FDJ. Im gleichen Jahr wurde K. als Chefinspekteur in die „Hauptverwaltung Deutsche ➝Volkspolizei“ berufen, 1952 Generalmajor und Chef der KVP-Luft, 1955 Generalmajor in der Nationalen Volksarmee, jedoch nicht Oberbefehlshaber der Luftstreitkräfte. Seit 1. 10. 1959 Generalleutnant, 1952 bis 1953 gleichzeitig Stellv. des Ministers des Innern, seit 1957 stellv. Minister für Verteidigung. Seit 1946 ununterbrochen im Parteivorstand bzw. ZK der SED. Seit 7. 10. 1949 Abgeordneter der Volkskammer. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 212–213 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1962 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/kessler-heinz verwiesen. Kernforschung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KGB

Siehe auch: Keßler, Heinz: 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 Keßler, Karl-Heinz: 1969 * 26. 1. 1920 in Lauban/Schles. als Sohn eines Arbeiters. Volksschule, Maschinen[S. 213]schlosser. 1926 Mitgl. der Jungen Pioniere. 1941 als Soldat zur Roten Armee übergelaufen, Besuch der Antifa-Zentralschule in Moskau, Mitgl. des Nationalkomitees Freies Deutschland. 1945 Rückkehr nach Deutschland, KPD-Mitgl., bildete die „antifaschistischen Jugendausschüsse“ in Berlin, 12. 10. 1947 Vors.…

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Kinderzeitschriften (1962)

Siehe auch die Jahre 1960 1963 1965 1966 1969 1975 [S. 214]Sämtliche K. der SBZ werden vom Zentralrat der FDJ herausgegeben. Sie vermitteln ein Weltbild, das der herrschenden Ideologie entspricht, und verbreiten eine uniforme Denk- und Auffassungsweise. Druck, Papier und Aufmachung sind gut. Die „ABC-Zeitung“ richtet sich an die Jungen Pioniere und Schüler der 1. -4. Klasse. Die „Rakete“ ist für 13- bis 16jährige bestimmt. „Der Pionierleiter“ erscheint als Zentralorgan der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“. „Fröhlichsein und Singen“ ist die Zeitschrift für kulturelle Arbeit der Jungen Pioniere und Schüler. „Atze“ und „Bummi“ sind bunte Bilderzeitschriften für Kinder. Erscheinungsweise der genannten K. monatlich. „Die Trommel“, ein illustrierte K., erscheint wöchentlich. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 214 Kindergarten A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kinderzuschlag, Staatlicher

Siehe auch die Jahre 1960 1963 1965 1966 1969 1975 [S. 214]Sämtliche K. der SBZ werden vom Zentralrat der FDJ herausgegeben. Sie vermitteln ein Weltbild, das der herrschenden Ideologie entspricht, und verbreiten eine uniforme Denk- und Auffassungsweise. Druck, Papier und Aufmachung sind gut. Die „ABC-Zeitung“ richtet sich an die Jungen Pioniere und Schüler der 1. -4. Klasse. Die „Rakete“ ist für 13- bis 16jährige bestimmt. „Der Pionierleiter“ erscheint als Zentralorgan der…

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Kirchenpolitik (1962)

Siehe auch: Kirchen: 1953 1954 1979 1985 Kirchenpolitik: 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 Religionsgemeinschaften: 1979 Religionsgemeinschaften und Kirchenpolitik: 1975 Religionssoziologie: 1969 1975 1979 Religionsunterricht: 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Religion und Kirchen: 1953 1954 Die Lage der Kirchen wird entscheidend mitbestimmt durch die kirchenpolitische Entwicklung von 40 Jahren in der SU und durch die unterschiedliche Religionspolitik in den Satellitenländern. In den ersten Etappen der rücksichtslosen Kirchenverfolgung von 1917–1939 trat der Bolschewismus als Antikirche mit dem Ausschließlichkeitsanspruch des Dialektischen Materialismus auf. Gottlosigkeit wurde aus Grundsatz gefordert. Auslöschung der Kirche war das Ziel. Es kam zwischen 1925 (Gründung des Bundes der Gottlosen) und 1932 zu Massenaustritten. Aber die orthodoxe Kirche überlebte und blieb. Die Sowjetregierung erkannte schon beim Tode des Patriarchen Tychon (25. 3. 1925), daß ihre Bemühungen und die völlige Ausmerzung des Christentums vergeblich waren. Sie änderte die Methode, ohne das Ziel aufzugeben, indem sie die Kirche zwang, die Tatsache der Verfolgung formell abzuleugnen und das „Martyrium der Lüge“ dem Leben der Kirche zuliebe auf sich zu nehmen; die Anzahl der Gläubigen jedoch, die ohne Anklage gegen die Kirche das Martyrium der Wahrheit auf sich nahmen, blieb groß genug zur Wachhaltung des Gewissens. Während des Krieges schließlich wurde die Kirche „anerkannt“ und gleichgeschaltet. In der SBZ war die Ausgangssituation eine wesentlich andere. Es gab im Deutschland von 1945 nicht wie im Rußland von 1917 ein Staatsoberhaupt, dem (laut § 64 der alten russischen Verfassung) der Titel „Beschützer der Dogmen des … Glaubens und Aufseher der Rechtgläubigkeit“ zuerkannt war. Die Kirchen in Deutschland hatten schon während des „Dritten Reiches“ unter einer christentumsfeindlichen Diktatur leiden müssen. Die SED zog darum für die Bekämpfung der Kirchen ihre Nutzanwendungen aus den veränderten Methoden in der SU und aus den Erfahrungen in den Satellitenländern, wo Schauprozesse und Liquidierungen das System selber diskreditiert hatten. Die SED-Regierung hoffte, ohne Verzicht auf gelegentliche Schockaktionen, das Kirchenvolk langsam der Kirche entfremden zu können. Erfahrungen in nationalkirchlichen und Spaltungsexperimenten wurden mit Prag und Warschau ausgetauscht. Immer wenn eine Verschärfung des politischen Kurses in der Zone vorbereitet wurde, ging eine osteuropäische Konferenz „fortschrittlicher Christen“ oder eine „Friedenstagung“ mit christlichen Sprechern voraus. Chruschtschows Mahnung vom 1. 11. 1954, die Gefühle der Gläubigen zu schonen, die Dilettanten auszuschalten und nur noch einen ideologischen Kampf gegen die „unwissenschaftliche religiöse Weltanschauung“ zu führen, brachte für die Zone keine Erleichterung; vielmehr ging der Hauptkampf in Schulen, Parteischulen, Presse und Rundfunk weiter. Beide Kirchen stehen unter starkem und unablässi[S. 215]gem Druck des kommun. Regimes; ihre Probleme sind die gleichen. Planmäßig wird versucht, die unabhängige Existenz der Kirchen auszuschalten. Wohlfahrts-, soziale und medizinische Einrichtungen werden stark beschränkt oder völlig unterdrückt. Staatliche Zuwendungen werden gekürzt oder gestrichen. Besitz wird enteignet. Seit 1952 richtet sich der Angriff nicht nur gegen die Kirche, den Gottesdienst und die sakramentalen Riten, sondern besonders gegen die Geistlichkeit. Die Anschuldigungen konzentrieren sich auf angebliche Vergehen gegen strafgesetzliche Bestimmungen der „DDR“ mit dem Ziel, die Gemeindemitglieder von einer engeren Verbindung mit der Geistlichkeit abzuhalten und ein Gefühl der Gefährdung unter der Jugend zu schaffen. Die Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse übernahm von der fast gleichnamigen sowjet. Organisation Kampfschriften von niedrigem Niveau (z. B. Pawjolkin, „Der religiöse Aberglaube und seine Schädlichkeit“), die in großen Auflagen verbreitet wurden. Vortragszyklen an Hand des Buches „Weltall, Erde, Mensch“ wurden mit der Tendenz der Verächtlichmachung des Glaubens zur Vorbereitung der Jugendweihe veranstaltet. Auch die Volkshochschule wurde in diese „populärwissenschaftlichen“ Aufklärungsaktionen einbezogen bei Verminderung der Anzahl der christlichen Dozenten. Der wachsende Widerstand gegen die Jugendweihe wurde mit öffentlicher Beschimpfung der Pfarrer und mit Gesinnungsterror gegenüber den Eltern beantwortet. In einem Schreiben des Evangelischen Bischofs von Berlin an die Eltern der Konfirmanden (vom 17. 10. 1955) hieß es: „Wer sich konfirmieren lassen will, kann nicht zur Jugendweihe gehen. Hier können wir keine Kompromisse schließen mit dem Atheismus!“ Im Katholischen Amtsblatt (Bischöfl. Ordinariat Berlin) vom 1. 2. 1955 wurde gesagt: „Hier gibt es nur ein Entweder-Oder. Katholischer Glaube und Jugendweihe stehen sich unversöhnlich gegenüber.“ Gegen die Vorbereitung im Herbst 1957 erfolgten neue Kanzelverlesungen der kathol. Bischöfe am 17. 10. 1955 und des ev. Bischofs Dibelius am 10. 10. 1957. Die scharfen Maßnahmen gegen kirchliche Jugendorganisationen (Junge Gemeinde) und die am 15. 2. 1956 verfügte Behinderung des Religionsunterrichts an den Schulen Ost-Berlins (Verbot des Religionsunterrichts an den Oberschulen) zeigten erneut, wo die Hauptangriffe gegen die Kirchen geführt werden. Im Frühjahr 1958 setzten Massenpropaganda und erstmalig offene Nötigung ein. Eine Anordnung des Volksbildungsministeriums vom 12. 2. 1956 verlangte Maßnahmen zur Aufklärung der Eltern über „die Schädlichkeit der Überbeanspruchung der Kinder durch die Christenlehre“. Weitere Beispiele für die mit verschiedenen Mitteln durchgeführte Absicht, der Kirchenarbeit den Boden zu entziehen, sind: Die Schließung der ev. Bahnhofsmissionen und die Verhaftung zahlreicher Helfer dieser Missionen unter der Anschuldigung der Sabotage und Republikfluchtbegünstigung, die Kürzung der staatlichen Zuschüsse an die Kirchen, die Beschränkung der kirchlichen karitativen Tätigkeit „auf den kirchlichen Raum“, die Verächtlichmachung führender Geistlicher in der Öffentlichkeit, die Verweigerung jeden Kirchenbaues im neuen Industriegebiet Schwarze Pumpe, in Stalinstadt usw., Schließung kirchl. Kinderheime, Verspottung des Weihnachtsfestes („Eulenspiegel“ Nr. 52/57), die Einschränkung der Sammelerlaubnis und die Einführung von Ersatzriten für Taufe, Trauung und Begräbnis. Der Pressekampf gegen die Synode Ende April 1958, Störtrupps im Stoeckerstift und Einreiseverbot für kathol. und ev. Bischöfe leiteten neue Großoffensive ein. Vorwand u. a. der Militärseelsorgevertrag. („Neue Zeit“ v. 22. 4. 1958: „Unterstützung des Militärseelsorgevertrages ist Staatsverbrechen.“) Die Kampfmilderung nach dem Juni-Aufstand ist vergessen. Über langwierige Verhandlungen zwischen Vertretern des Staates (Grotewohl, Maron, Eggerath) und Vertretern der Ev. Kirche (in Abwesenheit von Propst Grüber) erschien am 21. 7. 1958 ein gemeinsames Kommuniqué, in dem die kirchlichen Vertreter erklärten, daß 1. die Kirchen in der „DDR“ an den Militärseelsorgevertrag nicht gebunden sind, 2. die Kirchen grundsätzlich mit den Friedensbestrebungen der „DDR“ und ihrer Regierung übereinstimmen, 3. die Christen ihre staatsbürgerlichen Pflichten auf der Grundlage der Gesetzlichkeit erfüllen, 4. die Christen die Entwicklung zum Sozialismus respektieren und zum friedlichen Aufbau des Volkslebens beitragen, 5. die Kirchen den gegen den Staat erhobenen Vorwurf des Verfassungsbruches nicht aufrechterhalten. Die Regierung der „DDR“ erklärte: Jeder Bürger genießt volle Glaubens- und Gewissensfreiheit. Die ungestörte Religionsausübung steht unter dem Schutz der Republik. Beide Seiten gaben zu erkennen, daß klärende Aussprachen über [S. 216]die Beseitigung etwaiger Mißstände durchgeführt werden sollen. Trotzdem äußerte der Rat der EKD bereits im Oktober 1958 ernste Sorge über die Behinderung des kirchlichen Lebens, insbesondere auf dem Gebiet der Jugenderziehung. Zur gleichen Zeit legte Propst Grüber sein Amt als Bevollmächtigter der EKD nieder. Nachdem Grotewohl am 23. März 1959 in einer Rede vor Kulturschaffenden die atheistische Denkweise von Staats wegen proklamiert hatte, wandte sich Bischof Dibelius in einem Offenen Brief am 20. 4. 1959 an ihn und führte Beschwerde über die Anwendung staatlicher Machtmittel gegen die Glaubens- und Gewissensfreiheit. Am 2. 5. 1959 erließ die ev. Kirchenleitung Berlin-Brandenburg eine Notverordnung für den Fall, daß „die bestehende Einheit der Berlin-Brandenburgischen Kirche durch die politische Entwicklung unterbunden“ werden sollte. Im Juli 1960 legte Bischof Dibelius den Vorsitz in der kirchlichen Ostkonferenz nieder, der alle Bischöfe der in der SBZ liegenden Teile der Landeskirche angehören. Am 17. 9. 1960 wurde dem Päpstlichen Nuntius für Deutschland, Erzbischof Dr. Bafile, das Betreten des Sowjetsektors von Berlin verwehrt. Als Begründung wurde angegeben: „Da gegenwärtig noch keine Vereinbarungen zwischen dem Vatikan und der Regierung der DDR bestehen, ist es nicht möglich, daß ausgerechnet ein Vertreter des Vatikans bei der Bonner Kriegsregierung in der Hauptstadt der DDR auftritt“ („Neues Deutschland“ vom 20. 9. 1960). Am 4. 10. 1960 gab Ulbricht in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Staatsrats eine programmatische Erklärung ab, deren inhaltliche Bestimmung der Religionsfreiheit sich im wesentlichen deckt mit der staatsrechtlichen Regelung der SU. Die Religionsfreiheit wird auf Kultfreiheit begrenzt, wenn Ulbricht sagt: „Die Angehörigen der Evangelischen Kirche, der Katholischen Kirche sowie der Jüdischen Gemeinde haben in unserer DDR die Möglichkeit, in der Kirche bzw. Synagoge ihre religiösen Anliegen zu pflegen.“ Wenig später, am 6. 2. 1961, erklärte „Radio DDR“ in einem Kommentar: „Die DDR betrachtet die in der DDR beheimateten Gliedkirchen der EKD als aus der EKD ausgeklammert“ und ließ damit deutlich die Absicht des Regimes erkennen, die EKD zu spalten. Die K. des SBZ-Regimes gipfelte in dem am 8. 7. 1959 durch den Polizeipräsidenten des Sowjetsektors „im Interesse der Gewährung von Ruhe und Ordnung und zur Sicherung des Friedens“ ausgesprochenen Verbot des Deutschen Evangelischen Kirchentages für den Bereich von Ost-Berlin und (seit dem 13. 8. 1961) in der Behinderung der leitenden Kirchenmänner beider Konfessionen, ihre Dienstpflichten auf der anderen Seite der Zonengrenze auszuüben. Literaturangaben Jeremias, U.: Die Jugendweihe in der Sowjetzone. 2., erg. Aufl. (BMG) 1958. 120 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 214–216 Kirchenfragen, Amt für A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kirchensteuer

Siehe auch: Kirchen: 1953 1954 1979 1985 Kirchenpolitik: 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 Religionsgemeinschaften: 1979 Religionsgemeinschaften und Kirchenpolitik: 1975 Religionssoziologie: 1969 1975 1979 Religionsunterricht: 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Religion und Kirchen: 1953 1954 Die Lage der Kirchen wird entscheidend mitbestimmt durch die kirchenpolitische Entwicklung von 40 Jahren in der SU und durch die unterschiedliche…

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Klasse (1962)

Siehe auch: Klasse: 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 Klasse/Klassen, Klassenkampf: 1985 Klassen: 1975 1979 Hinsichtlich ihrer Stellung im Arbeitsprozeß weithin konforme und mehr oder weniger durch das Bewußtsein dieser Konformität im Verhaltensstil mitgeprägte Menschengruppe. Vor allem durch Marx (Historischer Materialismus) und die moderne Arbeiterbewegung zu einem theoretisch wie geschichtlich wirksamen Element des Verständnisses und der Auseinandersetzungen der jüngeren abendländischen Geschichte geworden, haben die K. jedoch nach herrschender Auffassung der westlichen Soziologie mit der Fortentwicklung der industriellen Massen[S. 217]gesellschaft im 20. Jahrhundert als Wirk- wie Klassifizierungsprinzip wesentlich an Bedeutung verloren. — Der Bolschewismus ignoriert indes diese Entwicklung: Nach Lenins auch heute noch anerkannter Definition sind K. „Menschengruppen, die sich voneinander unterscheiden nach ihrer Stellung in einem geschichtlich bestimmten System der gesellschaftlichen Produktion, nach ihrem Verhältnis zu den Produktionsmitteln, nach ihrer Rolle in der gesellschaftlichen Organisation der Arbeit und folglich nach der Art der Erlangung und dem Umfang des Anteils am gesellschaftlichen Reichtum, über den „sie verfügen“. In der modernen westlichen Industriegesellschaft gibt es nach bolschewistischer Auffassung nur zwei K., Bourgeoisie und Proletariat, daneben noch Gruppen, wie die Vertreter der „kleinen Warenwirtschaft“ — Händler, Handwerker, Kleinbauern —, die ebenso wie die „werktätige Intelligenz“ zwischen den K. stehen. Während der Bourgeoisie der bedingungslose Kampf des Proletariats gilt, haben die „kleinbürgerlichen“ und einzelbäuerlichen Zwischenschichten mehr oder weniger die Chance, als Verbündete des Proletariats im Klassenkampf angenommen zu werden. (Bündnispolitik); der auf die „Liquidierung der Bourgeoisie“ über die Diktatur des Proletariats und damit die Ermöglichung einer klassenlosen Gesellschaft abzielt. Neuerdings ist dieses relativ einfache Klassenschema für die „sozialistische“ Gesellschaft dadurch ins Wanken geraten, daß man in den Volksdemokratien von einer neu entwickelten „K. der Genossenschaftsbauern“ spricht, was seinen Grund in dem Umstand hat, daß hier das Eigentum an den Produktionsmitteln weder dem Staat (sog. Volkseigentum) noch dem einzelnen („Individualeigentum“) zukommt, sondern einem begrenzten Kollektiv. Während Stalin das genossenschaftliche Eigentum noch als ein unzulängliches Provisorium auf dem Weg zum vollen „Volkseigentum“ (als Voraussetzung der klassenlosen Gesellschaft) ansah, muß einstweilen offen bleiben, ob hier eine nur taktische und vorübergehende oder aber eine prinzipielle Korrektur vollzogen worden ist. In der Kommun. Gesellschaft sollen demgegenüber die K. definitiv aufgehoben und in die Einheit eines klassenlosen Volksganzen verschmolzen sein - ein Stadium, das die UdSSR nach dem im Okt. 1961 angenommenen 3. Parteiprogramm der KPdSU zwischen 1957 und 1980 in seinen Grundlagen zu erreichen trachtet. (Marxismus-Leninismus) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 216–217 KJVD A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klassenjustiz

Siehe auch: Klasse: 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 Klasse/Klassen, Klassenkampf: 1985 Klassen: 1975 1979 Hinsichtlich ihrer Stellung im Arbeitsprozeß weithin konforme und mehr oder weniger durch das Bewußtsein dieser Konformität im Verhaltensstil mitgeprägte Menschengruppe. Vor allem durch Marx (Historischer Materialismus) und die moderne Arbeiterbewegung zu einem theoretisch wie geschichtlich wirksamen Element des Verständnisses und der Auseinandersetzungen der jüngeren…

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Kleinbauer (1962)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1963 1965 1966 Bauer. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 217 Klassenkampf auf dem Lande A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klerikaler Militarismus, Klerikaler Faschismus

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1963 1965 1966 Bauer. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 217 Klassenkampf auf dem Lande A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klerikaler Militarismus, Klerikaler Faschismus

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Klubhäuser, Betriebliche (1962)

Siehe auch: Klubhäuser: 1958 1959 Klubhäuser, Betriebliche: 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Betriebliche ➝Kulturstätten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 218 Klub der Kulturschaffenden A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klubräume, Betriebliche

Siehe auch: Klubhäuser: 1958 1959 Klubhäuser, Betriebliche: 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Betriebliche ➝Kulturstätten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 218 Klub der Kulturschaffenden A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klubräume, Betriebliche

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Koexistenz (1962)

Siehe auch: Friedliche Koexistenz: 1975 1979 1985 Koexistenz: 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Schlagwort der bolschewistischen Weltpolitik, vom ZK der KPdSU unter Chruschtschow zur Kennzeichnung des derzeitigen Bestrebens der bolschewistischen Führung popularisiert, die auf eine Phase des politisch-militärischen Waffenstillstandes mit dem Laer des Kapitalismus bedacht ist, ei gleichzeitiger Verschärfung des ideologischen und des ökonomischen Konkurrenzkampfes um die Weltmärkte, ohne Preisgabe der grundsätzlichen weltrevolutionären Zielsetzung; das Prinzip der K. wird jedoch zur Kennzeichnung des Verhältnisses beider Teile Deutschlands nur mit der Einschränkung verwandt, daß die sog. „militaristischen“ und „neofaschistischen“ Elemente in der Herrschaftsordnung der Bundesrepublik zur Durchführung einer K. der beiden Teile Deutschlands beseitigt werden müßten. Unbeschadet dessen wird diese K. allerdings im Interzonenhandel u. a. praktiziert. — Ferner wird ausdrücklich hervorgehoben, daß eine K. der Ideologien grundsätzlich nicht anerkannt wird, sondern für die ideologische Auseinandersetzung vielmehr nach wie vor der erbitterte Meinungskampf Gültigkeit hat (Marxismus-Leninismus, Konföderation). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 218 Klubräume, Betriebliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kohlenindustrie

Siehe auch: Friedliche Koexistenz: 1975 1979 1985 Koexistenz: 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Schlagwort der bolschewistischen Weltpolitik, vom ZK der KPdSU unter Chruschtschow zur Kennzeichnung des derzeitigen Bestrebens der bolschewistischen Führung popularisiert, die auf eine Phase des politisch-militärischen Waffenstillstandes mit dem Laer des Kapitalismus bedacht ist, ei gleichzeitiger Verschärfung des ideologischen und des ökonomischen Konkurrenzkampfes um…

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Kollektiv (1962)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 Im Pj. eine Gruppe, die durch ein gemeinsames, sozialistisches ➝Bewußtsein geeint ist und gemeinsam arbeitet und handelt. Eine wesentliche Aufgabe des K. ist die gesellschaftliche Erziehung, die Erziehung im Kollektiv durch das Kollektiv, um das gemeinsame Bewußtsein immer mehr anwachsen zu lassen unter Auslöschung jeder individuellen Regung. Ein Arbeits-K. ist eine aus mehreren, jederzeit beliebig auswechselbaren Teilen bestehende technische Einheit innerhalb des Mechanismus des Betriebes zur Durchführung einer bestimmten Produktionsaufgabe. Ein „wissenschaftliches K.“ besteht aus Gelehrten verschiedener Fachgebiete mit dem Ziel der Verbesserung der Bearbeitung von Materialien, Entwicklung neuer Maschinen usw. Ein „Gewerkschafts.-K.“ setzt sich aus den Abteilungsgewerkschaftsleitungen, den Gewerkschaftsorganisationen, den Kommissionen der einzelnen Sachgebiete u. a. zusammen. Auch Betriebsbelegschaften sind K., weiter rechnen Brigaden, Zirkel u. a. dazu. Anlern-K. und Lern-K. werden zur gemeinsamen Lösung von Schulaufgaben in wachsendem Umfang gebildet. (Kollektive Führung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 219 Kollegien A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kollektive Führung

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 Im Pj. eine Gruppe, die durch ein gemeinsames, sozialistisches ➝Bewußtsein geeint ist und gemeinsam arbeitet und handelt. Eine wesentliche Aufgabe des K. ist die gesellschaftliche Erziehung, die Erziehung im Kollektiv durch das Kollektiv, um das gemeinsame Bewußtsein immer mehr anwachsen zu lassen unter Auslöschung jeder individuellen Regung. Ein Arbeits-K. ist eine aus mehreren, jederzeit beliebig auswechselbaren…

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Kolonialismus (1962)

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 Neokolonialismus. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 220 Kollektivierung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kombinat

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 Neokolonialismus. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 220 Kollektivierung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kombinat

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Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer (1962)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Nachfolgeorganisation der am 21. 2. 1953 aufgelösten Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN), die am 23. 2. 1947 zur Vertretung der Interessen der Verfolgten des Naziregimes, zur Durchsetzung einer gerechten Wiedergutmachung und zur Verhinderung neuer totalitärer Herrschaft gegründet worden war. Die VVN geriet bald in das Fahrwasser der SED. Im Sommer 1950 schieden zahlreiche nichtkommunist. Nazigegner aus der VVN aus. Seitdem war sie Hilfsorganisation der SED. Im März 1958 erklärte der Vorstand des KdAW. offiziell: „Den Ehrentitel ‚Widerstandskämpfer‘ verdient nur, wer auch heute die Führung der Partei der Arbeiterklasse (der SED) anerkennt, die Einheit der Partei schützt und leidenschaftlich [S. 221]verteidigt und alles tut für den Aufbau des Sozialismus.“ Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 220–221 Komintern A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Komitee für Arbeit und Löhne

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Nachfolgeorganisation der am 21. 2. 1953 aufgelösten Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN), die am 23. 2. 1947 zur Vertretung der Interessen der Verfolgten des Naziregimes, zur Durchsetzung einer gerechten Wiedergutmachung und zur Verhinderung neuer totalitärer Herrschaft gegründet worden war. Die VVN geriet bald in das Fahrwasser der SED. Im Sommer 1950 schieden zahlreiche nichtkommunist. Nazigegner…

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Katastrophenkommission (1962)

Siehe auch die Jahre 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Zur Leitung, Koordinierung und Kontrolle der Katastrophenverhütung und -bekämpfung sind K. gebildet worden (VO v. 14. 12. 1959, GBl. I, 1958, S. 2), und zwar die Zentrale K. für die gesamte SBZ sowie K. der Bezirke und Kreise. Der Minister des Innern ist Vors. der Zentralen K.. der als Mitglieder u. a. die Minister für Verkehrswesen, für Land- und Forstwirtschaft, für Gesundheitswesen und für Post- und Fernmeldewesen angehören. Die K. haben das Recht, in ihrem Bereich mit verbindlicher Wirkung gegenüber allen Staats- und Wirtschaftsorganen und Bürgern Maßnahmen anzuordnen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 211 Kasse der gegenseitigen Hilfe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kauffonds

Siehe auch die Jahre 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Zur Leitung, Koordinierung und Kontrolle der Katastrophenverhütung und -bekämpfung sind K. gebildet worden (VO v. 14. 12. 1959, GBl. I, 1958, S. 2), und zwar die Zentrale K. für die gesamte SBZ sowie K. der Bezirke und Kreise. Der Minister des Innern ist Vors. der Zentralen K.. der als Mitglieder u. a. die Minister für Verkehrswesen, für Land- und Forstwirtschaft, für Gesundheitswesen und für Post- und Fernmeldewesen angehören. Die…

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KdT (1962)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Kammer der ➝Technik. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 212 Kaul, Friedrich Karl A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kennziffern

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Kammer der ➝Technik. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 212 Kaul, Friedrich Karl A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kennziffern

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KGB (1962)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 Abk. für „Komitet gossudarstwennoi besopassnosti“, das Komitee für Staatssicherheitsdienst beim Ministerrat der UdSSR. Entstehungsgeschichte: In den Revolutionstagen wurde die Tscheka zur „Bekämpfung der Gegenrevolution und Sabotage“ (Gesetz von 5. 9. und 2. 11. 1918) gegründet. Am 6. 2. 1922 wurde die Tscheka in OGPU — Vereinigte Staatliche Politische Verwaltung — umbenannt. Diese ging in dem Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten, dem NKWD (Narodnyi kommissariat wnutrennych djel) auf (10. 7. 1934). Am 3. 2. 1941 erfolgte die Abtrennung der eigentlichen Geheimpolizei und die Bildung des NKGB (Volkskommissariat für Staatssicherheit). Im März 1946 Umbenennung in Ministerien: MGB = Ministerium für Staatssicherheit, wurde im März 1953 in das KGB umgewandelt; MWD = Ministerium für Innere Angelegenheiten. (Dies, zuletzt auf uniformierte Polizei und Paßwesen beschränkt, wurde als zentrale Behörde im Jan. 1960 aufgelöst. Seine Aufgaben gingen an die Innenministerien der Gliedstaaten der SU über.) Die Bedeutung des KGB hat seit Mitte 1960 wieder zugenommen. Nach Stalin ist die Geheimpolizei eine „Drohung an die Bourgeoisie, eine immer wachsame Wache der Revolution, das entblößte Schwert des Proletariats“. In der SBZ hat das KGB drei Aufgaben: Die Voruntersuchung in politischen Prozessen, die die Sowjetischen Militärtribunale an sich ziehen, die Beobachtung der zivilen Sowjetbürger in der SBZ und die Beobachtung der politischen Parteien und der Strömungen in der Bevölkerung. Dazu dient ein Netz von Agenten und Spitzeln. (Das Verhältnis zum praktisch untergeordneten Staatssicherheitsdienst der SBZ ist teils durch Zusammenarbeit, teils durch Überwachung bestimmt.) Die sowjetischen Mitarbeiter der KGB sind ausgewählte linientreue Bolschewisten und sowjetische Nationalisten. Die Brutalität ihrer Vernehmungsmethoden ist bekannt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 213 Keßler, Heinz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kiesewetter, Wolfgang

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 Abk. für „Komitet gossudarstwennoi besopassnosti“, das Komitee für Staatssicherheitsdienst beim Ministerrat der UdSSR. Entstehungsgeschichte: In den Revolutionstagen wurde die Tscheka zur „Bekämpfung der Gegenrevolution und Sabotage“ (Gesetz von 5. 9. und 2. 11. 1918) gegründet. Am 6. 2. 1922 wurde die Tscheka in OGPU — Vereinigte Staatliche Politische Verwaltung — umbenannt. Diese ging in dem Volkskommissariat für Innere…

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Kinderzuschlag, Staatlicher (1962)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 Zum Ausgleich der Preiserhöhungen nach der Abschaffung der Lebensmittelkarten wird ab 1. 6. 1958 für Kinder mit Wohnsitz in der SBZ und in Ost-Berlin ein K. aus Mitteln des Staatshaushalts gezahlt. Er beträgt 20 DM Ost monatlich für Arbeiter, Angestellte, Rentner, Versorgungsempfänger, Produktionsgenossen und Studierende, nur 15 DM Ost indessen für Selbständige. Handwerker, die Handwerksteuer B entrichten, sowie selbständige Unternehmer und Gewerbetreibende und Angehörige der schaffenden Intelligenz. Sofern diese Berufsgruppen mehr als 9.000 DM Ost jährlich Einnahmen haben, erhalten sie keinen K. Der K. wird bis zum 15. Lebensjahr gezahlt, bei Schulbesuch bis zum 18. Lebensjahr. K. erhielten ferner Westdeutsche und West-Berliner, die im Sowjetsektor oder in der SBZ arbeiten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 214 Kinderzeitschriften A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kindesweihe

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 Zum Ausgleich der Preiserhöhungen nach der Abschaffung der Lebensmittelkarten wird ab 1. 6. 1958 für Kinder mit Wohnsitz in der SBZ und in Ost-Berlin ein K. aus Mitteln des Staatshaushalts gezahlt. Er beträgt 20 DM Ost monatlich für Arbeiter, Angestellte, Rentner, Versorgungsempfänger, Produktionsgenossen und Studierende, nur 15 DM Ost indessen für Selbständige. Handwerker, die Handwerksteuer B entrichten, sowie selbständige…

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Kirchensteuer (1962)

Siehe auch: Kirchensteuer: 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 Kirchensteuern: 1979 Die Erhebung der K. war im Bereich der SBZ und des Sowjetsektors von Berlin in der Zeit nach dem Zusammenbruch zunächst uneinheitlich. Mit Rundschreiben und internen Regelungen wurde durch übergeordnete staatliche Stellen die Mitwirkung der Finanzbehörden immer mehr eingeschränkt. Nach einer Erklärung des Ministers der Justiz müssen K. als Beiträge angesehen und behandelt werden. Zwangsbeitreibungen sind nicht mehr möglich; der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Kirchensteuerämter sind auf Schätzungen angewiesen bzw. auf die Einsicht der zu Besteuernden, wahrheitsgemäße Erklärungen abzugeben. Für das laufende Jahr werden die K. im allgemeinen nach dem Einkommen des vorangegangenen Jahres berechnet. (Atheismus, Kirchenpolitik, Steuerwesen) Literaturangaben Kitsche, Adalbert: Die öffentlichen Finanzen im Wirtschaftssystem der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. (BMG) 1954. 68 S. m. 1 Anlage. Kitsche, Adalbert: Das Steuersystem in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. Gelsenkirchen 1960, Buersche Druckerei Dr. Neufang. 187 S. m. zahlr. Tab. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 216 Kirchenpolitik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kirchenwald

Siehe auch: Kirchensteuer: 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 Kirchensteuern: 1979 Die Erhebung der K. war im Bereich der SBZ und des Sowjetsektors von Berlin in der Zeit nach dem Zusammenbruch zunächst uneinheitlich. Mit Rundschreiben und internen Regelungen wurde durch übergeordnete staatliche Stellen die Mitwirkung der Finanzbehörden immer mehr eingeschränkt. Nach einer Erklärung des Ministers der Justiz müssen K. als Beiträge angesehen und behandelt werden.…

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Klassenjustiz (1962)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 Begriff der Gesellschaftswissenschaft, wonach die Justiz in der freien Welt ein Mittel der herrschenden Klasse ist, „das schaffende Volk auszubeuten“. „Der Staatsanwalt, nach außen hin bekleidet mit dem Mantel der ‚Gerechtigkeit‘ und der ‚Unparteilichkeit‘, wird zu einem das Gesetz verachtenden Büttel der herrschenden Minderheit, sobald das Regime bedroht ist, dem er dient“ (Melsheimer in: „Neue Justiz“ 1952, S. 204). Diese K. sieht man in der SBZ als überwunden an: „Sie ist kein Büttel reaktionärer Machthaber mehr, dazu bestimmt und bereit, der ungeheuren Mehrheit des schaffenden Volkes den Willen der Besitzer der Produktionsmittel aufzuzwingen“ („Neue Justiz“ 1950, S. 6). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 217 Klasse A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klassenkampf

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 Begriff der Gesellschaftswissenschaft, wonach die Justiz in der freien Welt ein Mittel der herrschenden Klasse ist, „das schaffende Volk auszubeuten“. „Der Staatsanwalt, nach außen hin bekleidet mit dem Mantel der ‚Gerechtigkeit‘ und der ‚Unparteilichkeit‘, wird zu einem das Gesetz verachtenden Büttel der herrschenden Minderheit, sobald das Regime bedroht ist, dem er dient“ (Melsheimer in: „Neue Justiz“ 1952, S. 204).…

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Klerikaler Militarismus, Klerikaler Faschismus (1962)

Siehe auch: Klerikaler Militarismus: 1960 Klerikaler Militarismus, Klerikaler Faschismus: 1963 1965 1966 Im Pj. die Sonderform des imperialistischen Kapitalismus, die die Bundesrepublik kennzeichnen soll. Diese spezielle Kennzeichnung soll ausdrücken, daß die Bundesregierung, in enger Verbindung mit den übrigen vorwiegend katholischen Parteien und Staaten Westeuropas und stark auf neuthomistische Ideen gestützt, einen „beschränkten Krieg“ zur Rückeroberung der deutschen Ostgebiete und der SBZ anstrebe, dabei zugleich mit der Motivation, einen Wall gegen die „atheistischen“ Staaten Osteuropas bilden zu müssen, die wirtschaftlich-politische Vormachtstellung in Westeuropa erreichen wolle, und so, angeblich großenteils gestützt auf bereits unter Hitler führend tätige Personen aus den Bereichen von Verwaltung, Militär, Polizei, Justiz und Wirtschaft die Zielsetzung des [S. 218]Nationalsozialismus wieder aufnehmen. — Es muß offen bleiben, wie weit die SED-Führung von einer solchen Deutung der Herrschaftswirklichkeit in der Bundesrepublik ernsthaft überzeugt ist bzw. wie weit nur ein taktisches Manöver vorliegt, mit dem auf die westdeutsche Arbeiterschaft, ihre Organisationen und die — vor allem protestantischen und osteuropäischen — ehemaligen Alliierten des 2. Weltkriegs eingewirkt werden soll. (Ultras) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 217–218 Kleinbauer A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klingenthal

Siehe auch: Klerikaler Militarismus: 1960 Klerikaler Militarismus, Klerikaler Faschismus: 1963 1965 1966 Im Pj. die Sonderform des imperialistischen Kapitalismus, die die Bundesrepublik kennzeichnen soll. Diese spezielle Kennzeichnung soll ausdrücken, daß die Bundesregierung, in enger Verbindung mit den übrigen vorwiegend katholischen Parteien und Staaten Westeuropas und stark auf neuthomistische Ideen gestützt, einen „beschränkten Krieg“ zur Rückeroberung der deutschen…

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Klubräume, Betriebliche (1962)

Siehe auch: Klubräume: 1958 1959 Klubräume, Betriebliche: 1960 1963 1965 1966 1969 Betriebliche ➝Kulturstätten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 218 Klubhäuser, Betriebliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Koexistenz

Siehe auch: Klubräume: 1958 1959 Klubräume, Betriebliche: 1960 1963 1965 1966 1969 Betriebliche ➝Kulturstätten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 218 Klubhäuser, Betriebliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Koexistenz

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Kohlenindustrie (1962)

Siehe auch: Kohleindustrie: 1979 Kohlenbergbau: 1953 1954 Kohlenindustrie: 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 a) Steinkohle. Die SBZ verfügt über nur geringfügige St.-Vorkommen. Bei jetzigem Abbautempo werden die Vorräte wahrscheinlich innerhalb von 7 bis 8 Jahren erschöpft sein. Der 1. Fünfjahrplan sah eine Fördersteigerung auf jährlich 3,8 Mill. t vor; erreicht wurden bisher jährlich nur 2,6 bis 2,8 Mill. t. Die Eigenförderung der SBZ deckt nur etwa ein Viertel des St.-Bedarfes. Zur Versorgung der Industriebetriebe, die nicht auf Braunkohle ausweichen können (z. B. Eisen- und Stahlwerke, Werke der Baustoff- und der chemischen Industrie, ferner die Gaswerke), müssen deshalb in großem Umfange Steinkohle oder Steinkohlenkoks eingeführt werden. Zur Verminderung der Einfuhrabhängigkeit bei Steinkohlenkoks für metallurgische Zwecke wurde in Lauchhammer bei Riesa eine Großkokerei errichtet, in der nach neuartigem Verfahren Braunkohlenhartkoks erzeugt wird. Dieser Hartkoks ist jedoch bisher nur als Beimischung zu Steinkohlenkoks verwendbar. Im Siebenjahrplan wird Steinkohle nicht als Planposition erwähnt. Vermutlich will man dadurch vermeiden, auf das Absinken der Förderung hinzuweisen, b) Braunkohle. Das Gebiet der SBZ ist verhältnismäßig reich an Braunkohlenvorkommen. Die erschließbaren Vorräte werden auf 24 Milliarden t geschätzt. 1960 entfiel etwa die Hälfte der deutschen Braunkohlenförderung auf das Gebiet der SBZ. Die Sowjets demontierten im Braunkohlenbergbau annähernd 40 v. H., in den Brikettfabriken etwa 37 v. H. der Erzeugungskapazitäten. Der Wiederaufbau ging trotz größter Materialschwierigkeiten verhältnismäßig rasch vonstatten: Das Ansteigen der Förderung ist wesentlich auch auf die Einführung der Sonntagsarbeit im Bergbau zurückzuführen. Der Bergmann hat nur an jedem 5. Sonntag frei. [S. 219]Trotz beträchtlicher Braunkohlenförderung war das Gebiet der SBZ bereits vor 1954 Kohlenzuschußgebiet. Nach dem Zusammenbruch und der Spaltung Deutschlands erhöhte sich der Zuschußbedarf. In der SBZ müssen fast neun Zehntel der Elektroenergie mangels anderer Primärenergieträger aus Braunkohle erzeugt werden. Für viele Industriezweige ist Braunkohle unentbehrlicher Rohstoff. Als Folge des Steinkohlenmangels mußten Industrie und Reichsbahn sich weitgehend auf Braunkohle umstellen. Braunkohle gehört aber auch zu den attraktivsten Ausfuhrgütern der SBZ. Die Bundesrepublik und West-Berlin beziehen im Interzonenhandel beträchtliche Mengen. Braunkohle ist in der SBZ noch immer streng bewirtschaftet. An letzter Stelle in der Rangfolge der Belieferung steht der Bevölkerungsbedarf, der zu einem erheblichen. Teil mit Braunkohlenabfällen und Torf gedeckt wird. (Energiewirtschaft, Bergbau) Literaturangaben Karden, Erich: Der Bergbau in der sowjetischen Besatzungszone. (Mat.) 1954. 44 S. m. 13 Anlagen. *: Der Kohlenbergbau und die Energiewirtschaft in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands im Jahre 1955 und nach der Planung 1956/60. (FB) 1957. 91 S. m. 5 Anlagen. : Die Kohlenindustrie in der sowjetischen Zone. (BB) 1951. 39 S. m. 11 Tab. u. 1 Beilage. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 218–219 Koexistenz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kolchos

Siehe auch: Kohleindustrie: 1979 Kohlenbergbau: 1953 1954 Kohlenindustrie: 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 a) Steinkohle. Die SBZ verfügt über nur geringfügige St.-Vorkommen. Bei jetzigem Abbautempo werden die Vorräte wahrscheinlich innerhalb von 7 bis 8 Jahren erschöpft sein. Der 1. Fünfjahrplan sah eine Fördersteigerung auf jährlich 3,8 Mill. t vor; erreicht wurden bisher jährlich nur 2,6 bis 2,8 Mill. t. Die Eigenförderung der SBZ deckt nur etwa ein Viertel…

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Kollektive Führung (1962)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Pj., seit 1949 hervorgehobenes Prinzip, demzufolge Beschlüsse von parteilichen bzw. staatlichen Gremien auf Grund reiflicher gemeinsamer Beratung zu fassen sind. Gegensatz; die selbstherrliche Entscheidung einzelner (Personenkult). KF. schließt nicht die Verantwortlichkeit der einzelnen, insbesondere in der Durchführung der Beschlüsse, aus. Sie gilt nicht für die betriebliche Organisationsstruktur und läßt den demokratischen Zentralismus unangetastet. Es ist allerdings sehr fraglich, wie weit auf oberster Ebene heute noch von KF. die Rede sein kann und ob nicht mit der Ausbootung Berijas, der Malenkow- und Molotow-Gruppen sowie Bulganins auch Chruschtschow wieder weitgehend zum Prinzip der Ein-Mann-Führung übergegangen ist. Ebenso läßt die seit 1957 ständig angewachsene Heraushebung Ulbrichts — vor allem seit der 1960 erfolgten ganz auf seine Person zugeschnittenen Bildung des Staatsrats — die Frage berechtigt erscheinen, ob nicht auch in der obersten Führung der SBZ Ein-Mann-Herrschaft und Personenkult neu erstanden sind. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 219 Kollektiv A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kollektiverziehung

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Pj., seit 1949 hervorgehobenes Prinzip, demzufolge Beschlüsse von parteilichen bzw. staatlichen Gremien auf Grund reiflicher gemeinsamer Beratung zu fassen sind. Gegensatz; die selbstherrliche Entscheidung einzelner (Personenkult). KF. schließt nicht die Verantwortlichkeit der einzelnen, insbesondere in der Durchführung der Beschlüsse, aus. Sie gilt nicht für die betriebliche Organisationsstruktur und läßt den…

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Kombinat (1962)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Nach sowj. Vorbild eingeführter Pj. für die organisatorische Zusammenfassung von Produktions- oder Versorgungsbetrieben. Die Anwendung ist nicht einheitlich. Es gibt K. sowohl bei Betriebszusammenschlüssen gleicher Produktionsstufe als auch solche mit vertikaler Zusammensetzung. Auch Einzelbetriebe werden oft als K. bezeichnet, z. B. das Roheisen-Hüttenwerk Eisenhüttenkombinat J. W. Stalin in Fürstenberg/Oder, das Großchemiewerk „Elektrochemisches K. Bitterfeld“ (EKB) und das K. Schwarze Pumpe. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 220 Kolonialismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kominform

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Nach sowj. Vorbild eingeführter Pj. für die organisatorische Zusammenfassung von Produktions- oder Versorgungsbetrieben. Die Anwendung ist nicht einheitlich. Es gibt K. sowohl bei Betriebszusammenschlüssen gleicher Produktionsstufe als auch solche mit vertikaler Zusammensetzung. Auch Einzelbetriebe werden oft als K. bezeichnet, z. B. das Roheisen-Hüttenwerk Eisenhüttenkombinat J. W. Stalin in…

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Komitee für Arbeit und Löhne (1962)

Siehe auch: Arbeit und Löhne, Komitee für: 1959 1960 1963 1965 1966 Arbeit und Löhne, Kommission für: 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 Arbeit und Löhne, Staatliches Amt für: 1966 Komitee für Arbeit und Löhne: 1959 1960 1963 1965 1969 Kommission für Arbeit und Löhne: 1969 1975 1979 Staatliches Amt für Arbeit und Löhne: 1969 1975 1979 Nach Auflösung des Ministeriums für Arbeit und Berufsausbildung im März 1958 — nach sowjet. Muster — beim Ministerrat der SBZ gebildete zentrale Institution, deren Aufgabe es ist, „durch Maßnahmen zur Sicherung eines raschen Wachstums der Arbeitsproduktivität beizutragen“. Die Mehrzahl der Zuständigkeiten des aufgelösten Ministeriums sind auf das neue KfAuL. übergegangen. Es ist zuständig für die Entwicklung des Lohnsystems, für Arbeitsnormen und alle Arbeitskräftefragen einschließl. der Nachwuchslenkung. Die Fragen der Berufsausbildung wurden dem Ministerium, für Volksbildung und das Sozialfürsorgewesen dem Ministerium für Gesundheitswesen übertragen. Gleichzeitig wurde die staatliche Kontrolle über den betrieblichen Arbeitsschutz dem FDGB übertragen. Das KfAuL. setzt sich aus leitenden Staatsfunktionären und Vertr. der Gewerkschaften zusammen. Seine Mitgl. werden vom Ministerpräsidenten ernannt. Der Leiter des K. ist Mitgl. der Staatlichen Plankommission. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 221 Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Komitee für Körperkultur und Sport, Staatliches

Siehe auch: Arbeit und Löhne, Komitee für: 1959 1960 1963 1965 1966 Arbeit und Löhne, Kommission für: 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 Arbeit und Löhne, Staatliches Amt für: 1966 Komitee für Arbeit und Löhne: 1959 1960 1963 1965 1969 Kommission für Arbeit und Löhne: 1969 1975 1979 Staatliches Amt für Arbeit und Löhne: 1969 1975 1979 Nach Auflösung des Ministeriums für Arbeit und Berufsausbildung im März 1958 — nach sowjet. Muster — beim Ministerrat der SBZ gebildete…

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Kauffonds (1962)

Siehe auch: Kauffonds: 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Kauffonds der Bevölkerung: 1985 Begriff der Planung: in einem Planungszeitraum vorgesehene Höhe der Geldausgaben der Bevölkerung zum Kauf von Waren, ermittelt durch die Bilanzierung der Geldeinnahmen und Geldausgaben der Bevölkerung. Dabei werden die Aufwendungen für Steuern, Abgaben und Dienstleistungen sowie die wahrscheinliche Entwicklung der Spareinlagen berücksichtigt. Der auf diese Weise ermittelte K. soll ebenso groß sein wie der Warenfonds. Da in der SBZ die verfügbare Warenmenge zu gering ist, wird die Kaufkraft von der Planungsbehörde in der Regel durch Erhöhung der Einzelhandelspreise oder durch die Begrenzung der Zuwachsrate bei der Lohnentwicklung (Lohnpolitik) manipuliert. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 211 Katastrophenkommission A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kaufkraft

Siehe auch: Kauffonds: 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Kauffonds der Bevölkerung: 1985 Begriff der Planung: in einem Planungszeitraum vorgesehene Höhe der Geldausgaben der Bevölkerung zum Kauf von Waren, ermittelt durch die Bilanzierung der Geldeinnahmen und Geldausgaben der Bevölkerung. Dabei werden die Aufwendungen für Steuern, Abgaben und Dienstleistungen sowie die wahrscheinliche Entwicklung der Spareinlagen berücksichtigt. Der auf diese Weise ermittelte K. soll ebenso groß…

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Kennziffern (1962)

Siehe auch: Kennziffer: 1958 1959 Kennziffern: 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 a) Hilfsmittel der Planung und der Kontrolle der Plandurchführung. K. sind identisch mit den oft genannten „staatlichen Planaufgaben“, die von der produzierenden Wirtschaft zu erfüllen sind. Die K. des Volkswirtschaftsplans sind das Ergebnis eines vorangegangenen Planungsvorgangs (Kontrollziffern); sie werden im Rahmen des Volkswirtschaftsplans jährlich im Gesetzblatt veröffentlicht. K. sind teils absolute Zahlen für Mengen oder Werte, teils sind sie prozentuale Steigerungszahlen gegenüber den Vorjahrergebnissen. Die K. werden durch die Staatliche ➝Plankommission an den Volkswirtschaftsrat und von diesem an die mittleren Wirtschaftsinstanzen (VVB, Räte der Bezirke und Ministerien) gegeben, wo sie aufgegliedert und an die Produktionsbetriebe weitergegeben werden. Besonders wichtige K. der Planung sind: Bruttoproduktion, Warenproduktion, Investitionsfonds, Materialfonds, Importfonds, Zahl der Arbeitskräfte, Senkung der Selbstkosten, Lohnfonds. b) Es gibt außerdem zahllose sog. „wirtschaftlich-technische“ K. zur Planung und Kontrolle der Wirtschaftlichkeit und des technischen Niveaus in Industriezweigen und Industriebetrieben, z. B. für die Arbeitsproduktivität, den Nutzeffekt der Investitionen, den Grad der Materialausnutzung, den Auslastungsgrad von Produktionseinrichtungen usw. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 212 KdT A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kernforschung

Siehe auch: Kennziffer: 1958 1959 Kennziffern: 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 a) Hilfsmittel der Planung und der Kontrolle der Plandurchführung. K. sind identisch mit den oft genannten „staatlichen Planaufgaben“, die von der produzierenden Wirtschaft zu erfüllen sind. Die K. des Volkswirtschaftsplans sind das Ergebnis eines vorangegangenen Planungsvorgangs (Kontrollziffern); sie werden im Rahmen des Volkswirtschaftsplans jährlich im Gesetzblatt veröffentlicht. K. sind teils…

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Kiesewetter, Wolfgang (1962)

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 * 1925, nach 1945 SED, Absolvent mehrerer Parteischulen, Sprachstudien. 1950 Sprachenabt. des Ministeriums f. Ausw. Angelegenh., 1952 Leiter der BPO, 1954 Leiter der Abt. Information u. Presse, zugleich Leiter der SED-Betriebskampfgruppe, 1957 Leiter der Abt. Außereuropäische Staaten. Am 10. 2. 1961 als Nachf. von Gyptner zum „Bevollmächtigten der Regierung der DDR für die Arabischen Länder“ mit Rang eines Botschafters nach Kairo entsandt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 213 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1962 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/kiesewetter-wolfgang verwiesen. KGB A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kindergarten

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 * 1925, nach 1945 SED, Absolvent mehrerer Parteischulen, Sprachstudien. 1950 Sprachenabt. des Ministeriums f. Ausw. Angelegenh., 1952 Leiter der BPO, 1954 Leiter der Abt. Information u. Presse, zugleich Leiter der SED-Betriebskampfgruppe, 1957 Leiter der Abt. Außereuropäische Staaten. Am 10. 2. 1961 als Nachf. von Gyptner zum „Bevollmächtigten der Regierung der DDR für die Arabischen Länder“ mit Rang eines Botschafters nach Kairo entsandt. …

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Kindesweihe (1962)

Siehe auch: Kindesweihe: 1960 Namensgebung, Fest der: 1958 Namensgebung, Sozialistische: 1959 1960 Namensweihe: 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Namensweihe. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 214 Kinderzuschlag, Staatlicher A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kirchenfragen, Amt für

Siehe auch: Kindesweihe: 1960 Namensgebung, Fest der: 1958 Namensgebung, Sozialistische: 1959 1960 Namensweihe: 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Namensweihe. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 214 Kinderzuschlag, Staatlicher A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kirchenfragen, Amt für

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Kirchenwald (1962)

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 1975 Die Kirchenverwaltung bewirtschaftet ihren 19.543 ha großen Waldbesitz, der über die SBZ zerstreut liegt, mit eigenen, von ihr besoldeten Forstkräften. Sie ist holzeinschlagumlagepflichtig wie jeder Waldbesitzer. Der Holzeinschlag, soweit er nicht zum Eigenbedarf zugebilligt wird, muß den StFB zum Kauf angeboten werden. (Forstwirtschaft) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 216 Kirchensteuer A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KJVD

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 1975 Die Kirchenverwaltung bewirtschaftet ihren 19.543 ha großen Waldbesitz, der über die SBZ zerstreut liegt, mit eigenen, von ihr besoldeten Forstkräften. Sie ist holzeinschlagumlagepflichtig wie jeder Waldbesitzer. Der Holzeinschlag, soweit er nicht zum Eigenbedarf zugebilligt wird, muß den StFB zum Kauf angeboten werden. (Forstwirtschaft) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 216 …

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Klassenkampf (1962)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Marxismus-Leninismus, Stalinismus, Klasse, Historischer Materialismus. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 217 Klassenjustiz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klassenkampf auf dem Lande

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Marxismus-Leninismus, Stalinismus, Klasse, Historischer Materialismus. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 217 Klassenjustiz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klassenkampf auf dem Lande

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Klingenthal (1962)

Siehe auch die Jahre 1960 1963 1965 1966 1969 Kreisstadt im sächsischen Bezirk Chemnitz, an der Zwota, im westlichen Erzgebirge mit 15.497 Einwohnern (1960). Bekannt durch seine Musikinstrumentenindustrie. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 218 Klerikaler Militarismus, Klerikaler Faschismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klub der Kulturschaffenden

Siehe auch die Jahre 1960 1963 1965 1966 1969 Kreisstadt im sächsischen Bezirk Chemnitz, an der Zwota, im westlichen Erzgebirge mit 15.497 Einwohnern (1960). Bekannt durch seine Musikinstrumentenindustrie. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 218 Klerikaler Militarismus, Klerikaler Faschismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Klub der Kulturschaffenden

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Koenen, Bernhard (1962)

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1963 * 17. 2. 1889 in Hamburg, Elektroschlosser, 1907 SPD, 1917 USPD, 1920 KPD, 1923 Mitgl. des Parteivorst, der KPD, 1929 preuß. Landtagsabgeordneter, 1933 verhaftet, 1935 in die SU emigriert, 1936 im Zuge der Säuberungen dort zweimal verhaftet, während des Krieges Lehrer der deutschen Gruppe an der Kominternschule, Mitbegr. des Nationalkomitees Freies Deutschland. 1946 1. SED-Landesvors. in Sachsen-Anhalt, 1953 Chef der Diplomatischen Mission, später Botschafter in der CSR. Seit Mai 1958 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Halle. Seit 1946 Mitgl. des Parteivorstandes bzw. des ZK der SED, vom 7. 10. 1949 bis Okt. 1954 und wieder von Nov. 1958 Abg. der Volkskammer. Seit dem 12. 9. 1960 Mitgl. des Staatsrates. Bruder von Wilhelm ➝Koenen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 223 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1962 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/koenen-bernard-johann-heinrich verwiesen. Komsomol A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Koenen, Wilhelm

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1963 * 17. 2. 1889 in Hamburg, Elektroschlosser, 1907 SPD, 1917 USPD, 1920 KPD, 1923 Mitgl. des Parteivorst, der KPD, 1929 preuß. Landtagsabgeordneter, 1933 verhaftet, 1935 in die SU emigriert, 1936 im Zuge der Säuberungen dort zweimal verhaftet, während des Krieges Lehrer der deutschen Gruppe an der Kominternschule, Mitbegr. des Nationalkomitees Freies Deutschland. 1946 1. SED-Landesvors. in Sachsen-Anhalt, 1953 Chef der Diplomatischen…

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Kolchos (1962)

Siehe auch: Kolchos: 1954 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Kolchose: 1953 1956 1958 (russ.) Sammelbezeichnung für versch. Formen in der Sowjet. Landwirtschaft, entstanden durch die Kollektivierung. Zusammenschluß mehrerer Höfe oder gar Gemeinden zum Zwecke gemeinsamer Bestellungs-, Ernte- und Druscharbeit (Bodenbearbeitungsgenossenschaft) unter Aufgabe des über den Eigenbedarf hinausgehenden Privatbesitzes an Boden und Inventar (Artel) und im letzten Stadium auch unter Aufgabe jeder privaten Sphäre zugunsten ein?r Konsumtions- und Lebensgemeinschaft aller Mitglieder (Kommune). Die Artel-Form des K. ist in der SU gegenwärtig noch am stärksten verbreitet. Große Ähnlichkeit mit dieser Form hat die LPG in der SBZ vom Typ III. Die andere Form „sozialistischer landwirtschaftlicher Großbetriebe“ in der SU ist der Sowchos. (Agrarpolitik) Literaturangaben Merkel, Konrad, und Eduard Schuhans: Die Agrarwirtschaft in Mitteldeutschland — „Sozialisierung“ und Produktionsergebnisse. (BB) 1960. 191 S. mit 53 Tab. (Führt M. Kramers Schrift fort.) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 219 Kohlenindustrie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kollegien

Siehe auch: Kolchos: 1954 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Kolchose: 1953 1956 1958 (russ.) Sammelbezeichnung für versch. Formen in der Sowjet. Landwirtschaft, entstanden durch die Kollektivierung. Zusammenschluß mehrerer Höfe oder gar Gemeinden zum Zwecke gemeinsamer Bestellungs-, Ernte- und Druscharbeit (Bodenbearbeitungsgenossenschaft) unter Aufgabe des über den Eigenbedarf hinausgehenden Privatbesitzes an Boden und Inventar (Artel) und im letzten Stadium auch unter…

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Kollektiverziehung (1962)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 [S. 220]Erziehung im Kollektiv — durch das Kollektiv. Bewußter Einbau von Jugendgruppen in das Erziehungswesen. Dies zielt auf die Entwicklung jener Überzeugungen, Fähigkeiten und Gewohnheiten, die für die Integration einer kommun.-totalitären Gesellschaft unabdingbar sind. Beispiele: Die Bereitschaft, die persönlichen Ziele denen des großen Kollektivs unterzuordnen. Die Bereitschaft und Fähigkeit, als Mitglied des Kollektivs aufzutreten und bewußte Disziplin zu üben. (Jugendwerkhöfe, Kollektiv) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 220 Kollektive Führung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kollektivierung

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 [S. 220]Erziehung im Kollektiv — durch das Kollektiv. Bewußter Einbau von Jugendgruppen in das Erziehungswesen. Dies zielt auf die Entwicklung jener Überzeugungen, Fähigkeiten und Gewohnheiten, die für die Integration einer kommun.-totalitären Gesellschaft unabdingbar sind. Beispiele: Die Bereitschaft, die persönlichen Ziele denen des großen Kollektivs unterzuordnen. Die Bereitschaft und Fähigkeit, als Mitglied des Kollektivs…

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Kominform (1962)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Abk. für Informationsbüro der kommun. Arbeiterparteien. Gegr. 1947 als Nachfolgeorganisation der Komintern zum Zweck des Erfahrungsaustausches und vor allem der Koordinierung der wichtigsten kommun. Parteien sowie ihrer Kontrolle durch die KPdSU. Mitgl. des K. waren: KPdSU, KP Ungarns, Rumäniens, Bulgariens, Polens, der Tschechoslowakei, Frankreichs, Italiens und bis 1948 Jugoslawiens. Die KP Albaniens und die SED waren durch Beobachter vertreten. Die KP Jugoslawiens wurde infolge des Bruches Moskaus mit Tito ausgeschlossen. Das K. wurde von den Vertretern der KPdSU beherrscht. Sein Sitz war in Bukarest unter der Leitung von Suslow (KPdSU). Am 17. 4. 1956 wurde das K. auf Veranlassung der KPdSU aufgelöst. Nach den Ereignissen in Polen und Ungarn fand vom 14. 11. bis 16. 11. 1957 anläßlich der Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der russ. Okt.-Revolution eine Zusammenkunft von Vertretern aller kommun. Parteien in Moskau statt. In einer Erklärung aller kommun. Parteien der Ostblockstaaten, einschl. der KP Chinas, Koreas, Vietnams, der Mongolei und der SED, wurde erneut eine engere Zusammenarbeit beschlossen. Auf Vorschlag Mao Tse-tungs bekannten sich die Teilnehmer bis auf die Vertreter der KP Polens und Ungarns zur „führenden Rolle der KPdSU“. Literaturangaben Borkenau, Franz: The Communist International. London 1938, Faber und Faber. 442 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 220 Kombinat A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Komintern

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Abk. für Informationsbüro der kommun. Arbeiterparteien. Gegr. 1947 als Nachfolgeorganisation der Komintern zum Zweck des Erfahrungsaustausches und vor allem der Koordinierung der wichtigsten kommun. Parteien sowie ihrer Kontrolle durch die KPdSU. Mitgl. des K. waren: KPdSU, KP Ungarns, Rumäniens, Bulgariens, Polens, der Tschechoslowakei, Frankreichs, Italiens und bis 1948 Jugoslawiens. Die KP Albaniens…

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Komitee für Körperkultur und Sport, Staatliches (1962)

Siehe auch: Komitee für Körperkultur und Sport, Staatliches: 1963 1965 1966 Körperkultur und Sport, Komitee für: 1956 Körperkultur und Sport, Staatliches Komitee für: 1953 1954 1958 1959 1960 Staatliches Komitee für Körperkultur und Sport: 1969 1975 1979 Gegr. im Juli 1952 (VO vom 24. 7. 1952 — GBl. S. 635) mit Sitz in Ost-Berlin. Das K. ist das zentrale Organ des Ministerrats zur Förderung und Unterstützung des Sports und zur Wahrnehmung der zentralen Belange auf dem Gebiet der Körperkultur und des Sports (VO über das Statut des K. vom 23. 3. 1961 — GBl. II, S. 163). Der Vors. (z. Z. Alfred Neumann) ist Staatssekretär, der vom Ministerrat berufen wird. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 221 Komitee für Arbeit und Löhne A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Komitee für Solidarität mit dem kubanischen Volk

Siehe auch: Komitee für Körperkultur und Sport, Staatliches: 1963 1965 1966 Körperkultur und Sport, Komitee für: 1956 Körperkultur und Sport, Staatliches Komitee für: 1953 1954 1958 1959 1960 Staatliches Komitee für Körperkultur und Sport: 1969 1975 1979 Gegr. im Juli 1952 (VO vom 24. 7. 1952 — GBl. S. 635) mit Sitz in Ost-Berlin. Das K. ist das zentrale Organ des Ministerrats zur Förderung und Unterstützung des Sports und zur Wahrnehmung der zentralen Belange auf dem…