DDR A-Z 1958

Standards, Staatliche (TGL) (1958)

Siehe auch: Standardisierung: 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Standards: 1969 1975 1979 Standards, Staatliche: 1956 1965 1966 Standards, Staatliche (TGL): 1959 1960 1962 1963 In der SBZ rechtsverbindliche technische Vorschriften (Normen) zur Vereinheitlichung von Erzeugnissen und zur Sicherung ihrer Qualität. Das Kurzzeichen TGL bedeutet: Technische Normen, Gütevorschriften und Lieferbedingungen. Die TGL sind in der Regel weiterentwickelte DIN-Normen oder sind völlig neu entwickelt, soweit es, z. B. bei neuen Erzeugnissen, keine DIN-Normen dafür gibt. Die TGL stehen stets im Einklang mit den Empfehlungen des Deutschen Normenausschusses (Sitz: Essen), der als eine gesamtdeutsche Körperschaft funktionsfähig geblieben ist. DIN-Normen sind auch weiterhin in der SBZ gültig, können jedoch durch Eintragung in ein Zentralregister zu TGL erklärt werden. (Technische Normen, GOST-Normen, Gütezeichen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 298 Stalinstadt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Stanislawski-Methode

Siehe auch: Standardisierung: 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Standards: 1969 1975 1979 Standards, Staatliche: 1956 1965 1966 Standards, Staatliche (TGL): 1959 1960 1962 1963 In der SBZ rechtsverbindliche technische Vorschriften (Normen) zur Vereinheitlichung von Erzeugnissen und zur Sicherung ihrer Qualität. Das Kurzzeichen TGL bedeutet: Technische Normen, Gütevorschriften und Lieferbedingungen. Die TGL sind in der Regel weiterentwickelte DIN-Normen oder sind völlig neu…

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Statistik, Staatliche Zentralverwaltung für (1958)

Siehe auch: Einheitliches System von Rechnungsführung und Statistik: 1975 1979 Rechnungsführung und Statistik: 1985 Staatliche Zentralverwaltung für Statistik: 1975 1979 Staatliche Zentralverwaltung für Statistik (SZS): 1969 Statistik: 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Statistik, Staatliche Zentralverwaltung für: 1954 1956 1959 Zentralverwaltung für Statistik: 1965 1966 1969 1975 1979 Die Aufgaben der StZfSt. bestehen im Endziel in der Überwachung der Erfüllung der Volkswirtschaftspläne. Dazu gehört u. a. auch die Beobachtung vieler Dinge, die nicht in den Volkswirtschaftsplänen festgelegt sind, z. B. Vergleichszahlen aller Art gegenüber früheren Jahren. Auch die in der Bundesrepublik veröffentlichten Statistiken werden analysiert, nach materiellen und propagandistischen Gesichtspunkten ausgewertet und publiziert. Seit 1955 wird ein Statistisches Jahrbuch herausgegeben. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 299 Stasi A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Steffen, Max

Siehe auch: Einheitliches System von Rechnungsführung und Statistik: 1975 1979 Rechnungsführung und Statistik: 1985 Staatliche Zentralverwaltung für Statistik: 1975 1979 Staatliche Zentralverwaltung für Statistik (SZS): 1969 Statistik: 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Statistik, Staatliche Zentralverwaltung für: 1954 1956 1959 Zentralverwaltung für Statistik: 1965 1966 1969 1975 1979 Die Aufgaben der StZfSt. bestehen im Endziel in der Überwachung der…

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Steinbach, Lotte (1958)

Siehe auch die Jahre 1956 1959 (VEB Textilwerk „Einheit“, Glauchau) Initiatorin einer Aktivistenbewegung, die die Einsparung von Roh- und Hilfsstoffen, die bessere Ausnutzung von Maschinen und die schonende Behandlung des Werkzeugs zum Gegenstand hat. Sie hatte sich zur Senkung der Selbstkosten um 6 DM Ost pro 1.000 m Stoff und zur zusätzlichen Produktion von 15 m über den Plan hinaus verpflichtet. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 299 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1958 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen. Steidle, Luitpold A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Sterbegeld

Siehe auch die Jahre 1956 1959 (VEB Textilwerk „Einheit“, Glauchau) Initiatorin einer Aktivistenbewegung, die die Einsparung von Roh- und Hilfsstoffen, die bessere Ausnutzung von Maschinen und die schonende Behandlung des Werkzeugs zum Gegenstand hat. Sie hatte sich zur Senkung der Selbstkosten um 6 DM Ost pro 1.000 m Stoff und zur zusätzlichen Produktion von 15 m über den Plan hinaus verpflichtet. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958:…

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Stief, Albert (1958)

Siehe auch: Stief, Albert: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Stief, Albert, Dr.: 1969 * 19. 3. 1920 in Bayern, Volksschule, Maschinenbauer. Seit dem 7. 8. 1953 Sekretär für Wirtschaft, seit dem 22. 8. 1953 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Cottbus. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 300 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1958 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/stief-albert verwiesen. StFB A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Stipendien

Siehe auch: Stief, Albert: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Stief, Albert, Dr.: 1969 * 19. 3. 1920 in Bayern, Volksschule, Maschinenbauer. Seit dem 7. 8. 1953 Sekretär für Wirtschaft, seit dem 22. 8. 1953 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Cottbus. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 300 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1958 wider. Sie sind daher für allgemeine…

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Strafaussetzung (1958)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Bedingte Strafaussetzung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 301 Stoph, Willy A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Strafgesetzbuch

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Bedingte Strafaussetzung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 301 Stoph, Willy A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Strafgesetzbuch

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Strafverfahren (1958)

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Das St. ist durch die sowjetzonale StPO vom 2. 10. 1952 (GBl. S. 996) neu geregelt worden. Neue Begriffe und Institutionen wurden eingeführt, z. B. die Gerichtskritik. In den Bestimmungen über die Zuständigkeit der Gerichte wurde die nationalsozialistische Vorschrift wiederaufgenommen, daß zur Verhandlung und Entscheidung in Strafsachen auch das Gericht zuständig ist, in dessen Bereich der Beschuldigte auf Anordnung eines staatlichen Organs untergebracht ist (§ 14 Abs. 3). Hierdurch wird es dem SSD möglich, jeden Verhafteten an beliebigem Ort aburteilen zu lassen. Ehegatten und nächste Angehörige der Angeklagten dürfen die Aussage nicht mehr verweigern, wenn sie eine Pflicht zur Anzeige hatten, z. B. bei Staatsverbrechen. Dasselbe gilt für Geistliche, Rechtsanwälte und Ärzte. Sachverständige können vom Angeklagten nicht abgelehnt werden. Private Sachverständige sollen nicht mehr hinzugezogen werden. Das in der Verfassung und im § 74 StPO garantierte Recht auf Verteidigung wird dadurch illusorisch gemacht, daß der Verteidiger in die Gerichtsakten erst nach Zustellung der Anklageschrift Einsicht nehmen und auch dann erst mit dem in Haft befindlichen Beschuldigten sprechen darf. Eine Haftbeschwerde ist nur einmal, und zwar binnen einer Woche nach Erlaß des Haftbefehls, möglich. Am Eröffnungsbeschluß und an anderen außerhalb der Hauptverhandlung zu fällenden Beschlüssen wirken nach § 41 StEG seit dem 1. 2. 1958 auch die Schöffen mit. Die Anklageschrift braucht „bei Vorliegen wichtiger Gründe“ dem Beschuldigten nicht zugestellt, sondern nur zur Kenntnis gebracht zu werden (§ 180 Abs. 2). Damit soll verhindert werden, daß Angeklagte oder Verteidiger in den Besitz politischer Anklageschriften kommen. Das gleiche gilt für die Zustellung von Strafurteilen. Die Beweisaufnahme soll an sich unmittelbar sein. Es dürfen aber Protokolle der Volkspolizei, des SSD, der Staatsanwaltschaft oder eines Richters über frühere Vernehmungen eines Zeugen oder Mitbeschuldigten schon dann als vollgültige Beweismittel in der Hauptverhandlung verlesen werden, „wenn das Erscheinen des Zeugen in der Hauptverhandlung wegen des damit verbundenen Zeitverlustes unzweckmäßig ist“ (§ 207). „Erklärungen des Angeklagten, insbesondere ein Geständnis, die in einem Protokoll über eine frühere Vernehmung enthalten sind, können zum Zwecke des Beweises verlesen werden, soweit es erforderlich ist.“ (§ 209) Auf diese Weise erhalten vom SSD erpreßte Geständnisprotokolle volle Beweiskraft. Das Urteil ist während der Beratung schriftlich zu begründen und von allen Richtern zu unterschreiben. Der Angeklagte hat gegen ein Urteil nur noch ein Rechtsmittel, die Berufung. Das Rechtsmittel der Staatsanwaltschaft heißt Protest. Die Berufung des Angeklagten kann durch das Berufungsgericht im Beschlußwege als offensichtlich unbegründet verworfen werden, während das bei dem Protest der Staatsanwaltschaft nicht möglich ist. Ein Wiederaufnahmeverfahren, auch zugunsten des Angeklagten kann nur durch die Staatsanwaltschaft eingeleitet werden. Gegen rechtskräftige Urteile kann der Generalstaatsanwalt oder der Präsident des Obersten Gerichts mit der Kassation vorgehen, der Verurteilte kann dagegen ein Kassationsverfahren nicht einleiten. Die Strafvollstreckung ist Angelegenheit der Volkspolizei. (Rechtswesen). Literaturangaben Rosenthal, Walther, Richard Lange, und Arwed Blomeyer: Die Justiz in der sowjetischen Besatzungszone. 3. Aufl. (BB) 1955. 160 S. (Neubearb. erscheint 1958.) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 302 Strafregister A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Strafvollstreckung

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Das St. ist durch die sowjetzonale StPO vom 2. 10. 1952 (GBl. S. 996) neu geregelt worden. Neue Begriffe und Institutionen wurden eingeführt, z. B. die Gerichtskritik. In den Bestimmungen über die Zuständigkeit der Gerichte wurde die nationalsozialistische Vorschrift wiederaufgenommen, daß zur Verhandlung und Entscheidung in Strafsachen auch das Gericht zuständig ist, in dessen Bereich der Beschuldigte auf…

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Straßenwesen (1958)

Siehe auch: Straßen: 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Straßenwesen: 1956 1959 Verkehrswesen: 1953 1954 1956 1959 1975 1979 1985 Nach sowjetzonalen Angaben beträgt die Länge des klassifizierten Straßennetzes 47.898 km (in der BRD 130.000 km). Davon entfallen 1.374 km auf die Autobahn, 11.224 km auf Fernverkehrsstraßen, 17.004 km auf Landstraßen I.~Ordnung und 18.296 km auf Landstraßen II. Ordnung. Die Straßen sind wegen des Mangels an Straßenbaumaterial, insbesondere an bituminösen Bindemitteln, teilweise recht schlecht, allerdings ist ihre Beanspruchung wegen des erheblich geringeren Kraftwagenverkehrs nicht so hoch wie in der BRD. Der Zustand der Autobahnen ist im allgemeinen gut. Schätzungsweise 30 bis 40 v. H. des klassifizierten Straßennetzes sind reparaturbedürftig. Bei den Ausbesserungsarbeiten ist der nördliche Teil der Zone sehr vernachlässigt worden. Die Pflege der Straßen ist Aufgabe der Staatlichen Straßenunterhaltungsbetriebe. Wegen des Mangels an Arbeitskräften können die Straßenunterhaltungsarbeiter immer nur an besonderen Schwerpunkten eingesetzt werden. Die geringe Menge an Steinkohlenbitumen wird ausschließlich zur Unterhaltung der strategisch wichtigen Straßen verwendet. Als solche gelten neben den Autobahnen die Fernstraßen Küstrin–Berlin–Magdeburg–Zonengrenze und Berlin–Leipzig–Zeitz, ferner die Nord-Süd-Verbindung Stralsund–Berlin–Senftenberg. Auch für den Neubau von Straßen sind weniger wirtschaftliche als strategische Gesichtspunkte maßgebend. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 303 Straßenverkehr A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Streik

Siehe auch: Straßen: 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Straßenwesen: 1956 1959 Verkehrswesen: 1953 1954 1956 1959 1975 1979 1985 Nach sowjetzonalen Angaben beträgt die Länge des klassifizierten Straßennetzes 47.898 km (in der BRD 130.000 km). Davon entfallen 1.374 km auf die Autobahn, 11.224 km auf Fernverkehrsstraßen, 17.004 km auf Landstraßen I.~Ordnung und 18.296 km auf Landstraßen II. Ordnung. Die Straßen sind wegen des Mangels an Straßenbaumaterial, insbesondere an…

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Studenten (1958)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Es wird unterschieden zwischen Direktstudenten, Fernstudenten und A. u. B.-Studenten. (Hochschulen, Fernstudium, Arbeiter- und Bauern-Fakultät) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 304 Streitkräfte, Nationale A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Studienlenkung

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Es wird unterschieden zwischen Direktstudenten, Fernstudenten und A. u. B.-Studenten. (Hochschulen, Fernstudium, Arbeiter- und Bauern-Fakultät) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 304 Streitkräfte, Nationale A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Studienlenkung

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Suhl (1958)

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1. Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der verfassungswidrigen Verwaltungsneugliederung aus dem Südwestteil von Thüringen; 3.853 qkm, 545.877 Einwohner (1956). 8 Landkreise: Bad Salzungen, Hildburghausen, Ilmenau, Meiningen, Neuhaus, Schmalkalden, Sonneberg, Suhl. Vorsitzender des Rates des [S. 305]Bezirkes: Fritz Sattler (SED). 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung: Otto ➝Funke. 2. Stadt im thüringischen Bezirk S., Bezirksstadt, Kreisstadt, am Südrand des Thüringer Waldes, am Zusammenfluß von Hasel und Lauter, mit 25.368 Einwohnern (1956); alte Bergstadt: Hauptkirche (15./18. Jh.), barocke Kreuzkirche (1731–1739); bedeutende, jahrhundertealte Waffenfabrikation, daneben feinmechanische Industrie, Maschinen-, Fahrzeug- und Gerätebau sowie Spielwarenherstellung; Solbad (Chlorkalziumsolquellen). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 304–305 Submissionen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Suslow, Michail Andrejewitsch

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1. Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der verfassungswidrigen Verwaltungsneugliederung aus dem Südwestteil von Thüringen; 3.853 qkm, 545.877 Einwohner (1956). 8 Landkreise: Bad Salzungen, Hildburghausen, Ilmenau, Meiningen, Neuhaus, Schmalkalden, Sonneberg, Suhl. Vorsitzender des Rates des [S. 305]Bezirkes: Fritz Sattler (SED). 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung: Otto ➝Funke. 2. Stadt im thüringischen Bezirk…

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Tag der Bereitschaft (1958)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Pj. für den Auftakt zu einer größeren Arbeitsperiode in der Landwirtschaft, vor allem zu Beginn der Frühjahrsbestellung. An ihm nehmen die Funktionäre des Dorfes u. a. eine Hof- und Feldbegehung bei allen Bauern vor, wobei auch die MTS und VEG auf ihre „Bereitschaft“ hin kontrolliert werden. Industriearbeiter und werktätige ➝Bauern sollen an diesem Tage ihre Einigkeit in der Bereitschaft für den „Kampf um die Produktionsverbesserung“ beweisen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 306 Tag der Aktivisten A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Talmudismus

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Pj. für den Auftakt zu einer größeren Arbeitsperiode in der Landwirtschaft, vor allem zu Beginn der Frühjahrsbestellung. An ihm nehmen die Funktionäre des Dorfes u. a. eine Hof- und Feldbegehung bei allen Bauern vor, wobei auch die MTS und VEG auf ihre „Bereitschaft“ hin kontrolliert werden. Industriearbeiter und werktätige ➝Bauern sollen an diesem Tage ihre Einigkeit in der Bereitschaft für den „Kampf um die…

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Tarnorganisationen (1958)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Organisationen unter kommun. Regie, die außerhalb des kommun. Machtbereiches nichtkommun, und politisch indifferente Kreise ansprechen und gewinnen sollen. Sie sollen kommun. Gedankengut verbreiten und zentralgesteuerte Aktionen vorbereiten, deren Ziel die Störung unseres gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Lebens ist. Darüber hinaus dienen die T. als scheinbar harmlose „Firmenschilder“ für „gesamtdeutsche Gespräche“ und „Friedensaktionen“ sowie als Zentren der Druckschriften-Propaganda und als Sprungbrett für die politische Tätigkeit eingeschleuster Agenten. Sie sind damit ein wesentlicher Faktor der kommun. Taktik der Infiltration. Es gibt T. im internationalen Rahmen mit Mitgliederzahlen, die z. T. in die Millionen gehen (Weltgewerkschaftsbund (WGB), [S. 307]Weltbund der Demokratischen Jugend, Internationaler Studenten- und, Weltfriedensrat und Weltfriedensbewegung mit ihren zahllosen Filialorganisationen u. a. m.) und andere mit wenigen Mitgliedern und rein lokaler Bedeutung. Die Gefahr dieser kleinen, unbekannten Organisationen liegt darin, daß sie sich den örtlichen und zeitlichen Gegebenheiten anpassen können und in der Lage sind, Mißstimmungen und Unzufriedenheiten auch kleinerer Personengruppen auszunutzen. In der Bundesrepublik ist eine besondere Aktivität der T. nach der Gründung der „DDR“ und den kommun. Wahlniederlagen in Westdeutschland zu beobachten. Gesteuert werden sie von der Abteilung gesamtdeutsche Fragen des ZK der SED und von der entsprechenden Infiltrations-Abteilung des Bundesvorstandes des FDGB. Die Zahl der Namen von T. in der Bundesrepublik ging in die Hunderte. Ein großer Teil existiert heute nicht mehr. Es gehört zu ihrer Taktik, daß sie meist, sobald sie als kommun. unterwandert entlarvt worden sind, ihre Tätigkeit einstellen, um unter Führung der gleichen Leute, aber unter anderem Namen ihre Wühlarbeit später wiederaufzunehmen. Nach vorsichtigen Schätzungen belief sich die Zahl der T. im Jahre 1949 auf etwa 90, während sie 1954 mit etwa 130 angegeben wurde. Es empfiehlt sich, in Zweifelsfällen Auskunft bei den zuständigen Bundes- und Landesbehörden einzuholen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 306–307 Tarnfirmen, Staatliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Tausenderbewegung

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Organisationen unter kommun. Regie, die außerhalb des kommun. Machtbereiches nichtkommun, und politisch indifferente Kreise ansprechen und gewinnen sollen. Sie sollen kommun. Gedankengut verbreiten und zentralgesteuerte Aktionen vorbereiten, deren Ziel die Störung unseres gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Lebens ist. Darüber hinaus dienen die T. als scheinbar harmlose „Firmenschilder“ für „gesamtdeutsche…

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Techniker des Volkes, Verdienter (1958)

Siehe auch: Techniker des Volkes, Verdienter: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Verdienter Techniker des Volkes: 1956 Ehrentitel, der von der Regierung der „DDR“ an Techniker, „die sich auf den Gebieten der konstruktiven Entwicklung und der technischen Entwicklung von Verfahren, durch Arbeiten von besonderem Wert für die Erfüllung der Volkswirtschaftspläne oder bei der Heranbildung technischer Nachwuchskräfte um die DDR verdient gemacht haben“, verliehen wird. Mit der Verleihung ist eine Prämie verbunden, außerdem der Anspruch auf Einzelvertrag mit Altersversorgung. (Auszeichnungen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 307 Technik, Amt für A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Technik, Kammer der (KdT)

Siehe auch: Techniker des Volkes, Verdienter: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Verdienter Techniker des Volkes: 1956 Ehrentitel, der von der Regierung der „DDR“ an Techniker, „die sich auf den Gebieten der konstruktiven Entwicklung und der technischen Entwicklung von Verfahren, durch Arbeiten von besonderem Wert für die Erfüllung der Volkswirtschaftspläne oder bei der Heranbildung technischer Nachwuchskräfte um die DDR verdient gemacht haben“, verliehen wird. Mit der Verleihung…

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Ständige Kommissionen (1958)

Siehe auch die Jahre 1956 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Bezirk, Kreis. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 297 Stadtverordnetenversammlung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Staimer, Richard

Siehe auch die Jahre 1956 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Bezirk, Kreis. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 297 Stadtverordnetenversammlung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Staimer, Richard

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Steffen, Max (1958)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 * 24. 11. 1909 in Bernau bei Berlin als Sohn eines Arbeiters, Volksschule, Maurer. 1924 KJV, 1927 KPD, hauptamtl. KPD-Funktionär. Nach 1933 illegale Arbeit, wiederholt in Haft, während des 2. Weltkrieges Soldat, sowjetische Kriegsgefangenschaft, Leiter der Antifa-Gebietsschule in Baku. 1949 Rückkehr nach Deutschland, Referent in der Abt. Parteischulung der SED-Landesleitung Brandenburg, Besuch der SED-Parteihochschule, seit dem 11. 8. 1951 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Neubrandenburg. Seit 17. 10. 1954 Abgeordneter der Volkskammer. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 299 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1958 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/steffen-max verwiesen. Statistik, Staatliche Zentralverwaltung für A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z StEG

Siehe auch die Jahre 1959 1960 * 24. 11. 1909 in Bernau bei Berlin als Sohn eines Arbeiters, Volksschule, Maurer. 1924 KJV, 1927 KPD, hauptamtl. KPD-Funktionär. Nach 1933 illegale Arbeit, wiederholt in Haft, während des 2. Weltkrieges Soldat, sowjetische Kriegsgefangenschaft, Leiter der Antifa-Gebietsschule in Baku. 1949 Rückkehr nach Deutschland, Referent in der Abt. Parteischulung der SED-Landesleitung Brandenburg, Besuch der SED-Parteihochschule, seit dem 11. 8. 1951 1. Sekretär der…

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Sterbegeld (1958)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 St. wird beim Tode eines Sozialversicherten (Sozialversicherungs- und Versorgungswesen) in Höhe des Zwanzigfachen des Grundbetrages, der dem beitragspflichtigen Verdienst des letzten Vierteljahres entspricht, mindestens jedoch 100 DM Ost, gezahlt. Im Bergbau gibt es das Dreißigfache des Grundbetrages. Beim Tode eines Familienangehörigen beträgt das St. das Zehnfache des Grundbetrages, mindestens jedoch 50 DM Ost, im Bergbau das Zwanzigfache des Grundbetrages. Literaturangaben Leutwein, Alfred: Die sozialen Leistungen in der sowjetischen Besatzungszone. 4., erw. Aufl. 1957, Teil I (Text) 157 S., Teil II (Anlagen) 168 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 299 Steinbach, Lotte A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Steuerwesen

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 St. wird beim Tode eines Sozialversicherten (Sozialversicherungs- und Versorgungswesen) in Höhe des Zwanzigfachen des Grundbetrages, der dem beitragspflichtigen Verdienst des letzten Vierteljahres entspricht, mindestens jedoch 100 DM Ost, gezahlt. Im Bergbau gibt es das Dreißigfache des Grundbetrages. Beim Tode eines Familienangehörigen beträgt das St. das Zehnfache des Grundbetrages, mindestens jedoch…

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Stipendien (1958)

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 St. werden benutzt a) als Mittel zur Auslese der Schüler der Oberschulen und der Studierenden an den Hochschulen, b) als Anreiz zur Erzielung der Anpassung an die kommunistische Herrschaft (Prämiierung guter Lernleistungen politisch zuverlässiger Schüler und Studenten). Als Voraussetzung der Zahlung von Unterhaltsbeihilfen (St.) an Oberschüler gelten; Zugehörigkeit zu den entsprechenden Gruppen, deren Bevorzugung durch Verordnungen festgelegt ist (Arbeiter- und Bauernkinder, Kinder von Opfern des Faschismus, Vollwaisen), gute fachliche Leistungen und „gesellschaftliche Aktivität im Sinne unserer Arbeiter- und Bauernmacht“. Das gilt auch in entsprechender Abwandlung für die Studierenden der Hochschulen. Die Bestimmungen über die St. sind wiederholt geändert worden. Mit weiteren Änderungen im Zuge der politischen Lageveränderungen ist zu rechnen. Nach Verfügung vom 1. 3. 1955 erhalten nur noch Arbeiter- und Bauernkinder ein Grundstipendium von 180 DM Ost monatlich. Für Kinder von Angestellten, Handwerkern, Angehörigen der schaffenden Intelligenz und Personen, denen auf Grund von Gesetzen und Verordnungen eine besondere Förderung zugesichert ist, wurde das Stipendium auf 130 DM Ost festgesetzt. Nur einem beschränkten Teil können bei besonderen Studienleistungen Zuschläge gewährt werden. Gleichwohl ist die Summe der gezahlten St. relativ hoch (rund 88 v. H. aller Studierenden sind Stipendiaten). Literaturangaben Baumgart, Fritz: Das Hochschulsystem der sowjetischen Besatzungszone. (BMG) 1953. 31 S. Lange, Max Gustav: Wissenschaft im totalitären Staat. Die Wissenschaft der sowjetischen Besatzungszone auf dem Weg zum „Stalinismus“, m. Vorw. v. Otto Stammer (Schr. d. Inst. f. pol. Wissenschaft, Berlin, Bd. 5). Stuttgart 1955, Ring-Verlag. 295 S. Müller, Marianne, und Egon Erwin Müller: „… stürmt die Festung Wissenschaft!“ Die Sowjetisierung der mitteldeutschen Universitäten seit 1945. Berlin 1953, Colloquium-Verlag. 415 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 300 Stief, Albert A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Störsender

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 St. werden benutzt a) als Mittel zur Auslese der Schüler der Oberschulen und der Studierenden an den Hochschulen, b) als Anreiz zur Erzielung der Anpassung an die kommunistische Herrschaft (Prämiierung guter Lernleistungen politisch zuverlässiger Schüler und Studenten). Als Voraussetzung der Zahlung von Unterhaltsbeihilfen (St.) an Oberschüler gelten; Zugehörigkeit zu den entsprechenden Gruppen, deren Bevorzugung…

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Strafgesetzbuch (1958)

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 In der SBZ gilt noch das deutsche St. von 1871. Seit langem ist schon der Entwurf eines neuen St. für die SBZ fertiggestellt, dessen Erlaß aber aus politischen Erwägungen zurückgestellt worden ist. Das Strafrechtsergänzungsgesetz hat erhebliche Änderungen und Ergänzungen auf dem Gebiet des materiellen Strafrechts gebracht. Die Arbeiten an einer Neukodifizierung des gesamten Strafrechts werden zwar fortgesetzt, vorerst ist aber mit der ursprünglich geplanten Zusammenfassung aller geltenden Einzelgesetze zu einem „Strafgesetzbuch der DDR“ noch nicht zu rechnen. Mit dem StEG wurde „ein entscheidender Schritt auf dem Wege zu einer umfassenden und erschöpfenden Kodifikation des Strafrechts der DDR getan. … Der vom Gesetzgeber gewählte methodische Weg, über eine Teilkodifikation zu einem umfassenden Strafgesetzbuch zu gelangen, schafft günstige Voraussetzungen für eine Gesamtkodifikation, weil es auf diese Weise möglich ist, unmittelbare praktische Erfahrungen zu sammeln.“ (Hartmann in: „Staat und Recht“ 1958, S. 130/131) (Rechtswesen) Literaturangaben Rosenthal, Walther, Richard Lange, und Arwed Blomeyer: Die Justiz in der sowjetischen Besatzungszone. 3. Aufl. (BB) 1955. 160 S. (Neubearb. erscheint 1958.) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 301 Strafaussetzung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Strafrechtsergänzungsgesetz

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 In der SBZ gilt noch das deutsche St. von 1871. Seit langem ist schon der Entwurf eines neuen St. für die SBZ fertiggestellt, dessen Erlaß aber aus politischen Erwägungen zurückgestellt worden ist. Das Strafrechtsergänzungsgesetz hat erhebliche Änderungen und Ergänzungen auf dem Gebiet des materiellen Strafrechts gebracht. Die Arbeiten an einer Neukodifizierung des gesamten Strafrechts werden zwar fortgesetzt, vorerst…

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Strafvollstreckung (1958)

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Nachdem der Strafvollzug schon seit langem auf die Volkspolizei übergegangen war, wurde 1952 auch die St. der Volkspolizei übertragen. Die Staatsanwaltschaft ist nicht mehr Vollstreckungsbehörde. Sie überwacht lediglich die St. Tatsächlich wird die Staatsanwaltschaft in dieser „Überwachungsfunktion“ überhaupt nicht tätig, sondern überläßt alle Maßnahmen und Entscheidungen der Volkspolizei. Die Angelegenheiten der St. werden in den einzelnen Bezirksverwaltungen Strafvollzug bearbeitet. (Rechtswesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 302 Strafverfahren A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Strafvollzug

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Nachdem der Strafvollzug schon seit langem auf die Volkspolizei übergegangen war, wurde 1952 auch die St. der Volkspolizei übertragen. Die Staatsanwaltschaft ist nicht mehr Vollstreckungsbehörde. Sie überwacht lediglich die St. Tatsächlich wird die Staatsanwaltschaft in dieser „Überwachungsfunktion“ überhaupt nicht tätig, sondern überläßt alle Maßnahmen und Entscheidungen der Volkspolizei. Die…

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Streik (1958)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die Verfassung der „DDR“ garantiert in Artikel 14 Abs. 2 [S. 304]das St.-recht der Gewerkschaften, indes lehnt der FDGB jeden St. in der volkseigenen Wirtschaft ab, da er die Auffassung vertritt, daß der St. dort ein St. gegen die Arbeiter selbst sei, weil das „Volk“ sich dort im Besitz der Produktionsmittel befinde. In „privatkapitalistischen“ Betrieben darf — wenigstens der Theorie nach — gestreikt werden. Da aber auch diese Betriebe in den Volkswirtschaftsplan eingespannt sind, ist vor der endgültigen Beschlußfassung über einen St. die Zustimmung des Zentralvorstandes der Industriegewerkschaft bzw. Gewerkschaft (FDGB) einzuholen. Im Zusammenhang mit der Einführung der Betriebskollektivverträge ist es mehrfach zu St. gekommen. Der Juni-Aufstand nahm seinen Ausgang von einem St. wegen Erhöhung der Arbeitsnormen. Literaturangaben Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. Teil I (Text) 248 S., Teil II (Anlagen) 152 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 303–304 Straßenwesen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Streitkräfte, Nationale

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die Verfassung der „DDR“ garantiert in Artikel 14 Abs. 2 [S. 304]das St.-recht der Gewerkschaften, indes lehnt der FDGB jeden St. in der volkseigenen Wirtschaft ab, da er die Auffassung vertritt, daß der St. dort ein St. gegen die Arbeiter selbst sei, weil das „Volk“ sich dort im Besitz der Produktionsmittel befinde. In „privatkapitalistischen“ Betrieben darf — wenigstens der Theorie nach — gestreikt…

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Studienlenkung (1958)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Die mit der Verwaltung der einzelnen Sektoren des Staats- und Gesellschaftslebens betrauten Stellen (Ministerien und Organisationen) haben auf der Plangrundlage ihren zukünftigen detaillierten Bedarf an wissenschaftlich vorgebildeten Fachkräften zu errechnen und anzumelden. Daraus werden nach entsprechender Kontrolle und unter Berücksichtigung der vorhandenen Studienplätze die Grundzahlen für die Zulassung neuer Studenten zu den einzelnen Fachrichtungen errechnet und festgelegt. Gegebenenfalls versucht das Staatssekretariat für Hochschulwesen die Bewerber auf planwichtige Studienrichtungen umzulenken. Der St. entspricht die Berufslenkung nach Absolvierung der Hochschule. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 304 Studenten A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Stücklohn

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Die mit der Verwaltung der einzelnen Sektoren des Staats- und Gesellschaftslebens betrauten Stellen (Ministerien und Organisationen) haben auf der Plangrundlage ihren zukünftigen detaillierten Bedarf an wissenschaftlich vorgebildeten Fachkräften zu errechnen und anzumelden. Daraus werden nach entsprechender Kontrolle und unter Berücksichtigung der vorhandenen Studienplätze die Grundzahlen für die Zulassung neuer Studenten…

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Suslow, Michail Andrejewitsch (1958)

* 21. 11. 1902 in der Provinz Saratow. 1921 KPdSU, Studium der Volkswirtschaft, Professor an der Moskauer Universität. 1931 bis 1936 Arbeit in der Zentralen Parteikontrollkommission, danach Sekretär des Gebietsparteikomitees Rostow, 1939 Mitgl. der Zentralen Parteikontrollkommission, seit 1941 SVK ununterbrochen Mitgl. des ZK der KPdSU, 1947 Sekretär des ZK, vertrat die KPdSU auf den Tagungen des Kominform, u. a. während des Konfliktes mit der jugoslawischen KP im Sommer 1948, 1949 bis 1950 Chefredakteur der „Prawda“. Seit Okt. 1952 ununterbrochen wieder Sekretär des ZK der KPdSU und verantw. für die Anleitung der europäischen kommunistischen Parteien. Seit Okt. 1949 mit kurzer Unterbrechung im Präsidium der KPdSU. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 305 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1958 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen. Suhl A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SVK

* 21. 11. 1902 in der Provinz Saratow. 1921 KPdSU, Studium der Volkswirtschaft, Professor an der Moskauer Universität. 1931 bis 1936 Arbeit in der Zentralen Parteikontrollkommission, danach Sekretär des Gebietsparteikomitees Rostow, 1939 Mitgl. der Zentralen Parteikontrollkommission, seit 1941 SVK ununterbrochen Mitgl. des ZK der KPdSU, 1947 Sekretär des ZK, vertrat die KPdSU auf den Tagungen des Kominform, u. a. während des Konfliktes mit der jugoslawischen KP im Sommer 1948, 1949 bis 1950…

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Talmudismus (1958)

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 Pj. T. wird Funktionären und Mitgliedern der SED vorgeworfen, die Marx und Engels wörtlich auslegen, ohne die „Weiterentwicklung“ des Marxismus durch Lenin und Stalin zu berücksichtigen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 306 Tag der Bereitschaft A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z TAN

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 Pj. T. wird Funktionären und Mitgliedern der SED vorgeworfen, die Marx und Engels wörtlich auslegen, ohne die „Weiterentwicklung“ des Marxismus durch Lenin und Stalin zu berücksichtigen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 306 Tag der Bereitschaft A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z TAN

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Tausenderbewegung (1958)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Selbstverpflichtungsprogramm für Traktoristen, 1.000 Betriebsstunden ohne Generalreparatur abzuleisten, (MTS, Aktivistenbewegung, Neuererbewegung). Analog dazu gibt es in der Viehwirtschaft eine Tausendliter-Bewegung, um die immer noch niedrig liegenden Milchleistungen pro Kuh und Jahr hochzutreiben. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 307 Tarnorganisationen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Technik, Amt für

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Selbstverpflichtungsprogramm für Traktoristen, 1.000 Betriebsstunden ohne Generalreparatur abzuleisten, (MTS, Aktivistenbewegung, Neuererbewegung). Analog dazu gibt es in der Viehwirtschaft eine Tausendliter-Bewegung, um die immer noch niedrig liegenden Milchleistungen pro Kuh und Jahr hochzutreiben. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 307 …

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Technische Intelligenz (1958)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Intelligenz. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 308 Technik, Kammer der (KdT) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Technische Normen

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Intelligenz. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 308 Technik, Kammer der (KdT) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Technische Normen

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Stanislawski-Methode (1958)

Siehe auch: Stanislawski-Methode: 1954 1956 1959 1960 1969 Stanislawski-System: 1962 1963 1965 1966 Der russische Schauspieler Stanislawski [S. 299](gest. 1938) entwickelte, vor allem in seinem bisher nicht ins Deutsche übersetzten Buche „Die Arbeit des Schauspielers an sich selbst“, Gedanken, die das Theater auch außerhalb der sowjetischen Sphäre befruchteten. Obschon sein Wort „Tendenz und Kunst sind unvereinbar, eins schließt das andere aus“ ihn in krassen Gegensatz zur kunstpolitischen Doktrin des Stalinismus stellt, boten manche seiner Anregungen (so die im Sinne des „sozialistischen Realismus“ mißdeutete Forderung nach „Wahrhaftigkeit der Darstellung“ oder der ins Kollektivistische verfälschte „Ensemble-Gedanke“) Handhaben, seine „Methode“ in den Dienst der Sowjetisierung des Theaters zu stellen. In diesem Sinne wurde die St.-M. auch in der SBZ zum Programm erhoben; Mittelpunkt dieser Bemühungen waren das „Deutsche Stanislawski-Buch“ von Gaillard und das von diesem und anderen Moskauer Emigranten geleitete Stanislawski-Institut in Weimar. Literaturangaben Weber, Jochen: Das Theater in der sowjetischen Besatzungszone. (BB) 1955. 144 S. m. 20 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 298–299 Standards, Staatliche (TGL) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Stasi

Siehe auch: Stanislawski-Methode: 1954 1956 1959 1960 1969 Stanislawski-System: 1962 1963 1965 1966 Der russische Schauspieler Stanislawski [S. 299](gest. 1938) entwickelte, vor allem in seinem bisher nicht ins Deutsche übersetzten Buche „Die Arbeit des Schauspielers an sich selbst“, Gedanken, die das Theater auch außerhalb der sowjetischen Sphäre befruchteten. Obschon sein Wort „Tendenz und Kunst sind unvereinbar, eins schließt das andere aus“ ihn in krassen Gegensatz zur…

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StEG (1958)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Strafrechtsergänzungsgesetz. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 299 Steffen, Max A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Steidle, Luitpold

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Strafrechtsergänzungsgesetz. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 299 Steffen, Max A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Steidle, Luitpold

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Steuerwesen (1958)

Siehe auch: Steuern: 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Steuerwesen: 1953 1954 1956 1959 Steuerpolitik, Steuerrecht und Steuerverwaltung haben in der SBZ neben der Beschaffung von Haushaltsmitteln für den Staat noch eine zweite Aufgabe zu erfüllen; sie sollen das volumenmäßige Verhältnis zwischen dem „privatkapitalistischen“ und dem „sozialistischen“ Sektor der Volkswirtschaft „neu abstimmen“; mit anderen Worten: zum Zwecke der allmählichen, aber systematischen Beseitigung des Privatunternehmertums und seiner Ersetzung durch die kommunistische Plan- und Zwangswirtschaft wird das St. unter Mißachtung des traditionellen Grundsatzes der steuerlichen Gerechtigkeit zu einem Instrument des Klassenkampfes gemacht. [S. 300]Der Aufbau des Sozialismus hätte, zumal auch die Finanzpläne der „volkseigenen“ Wirtschaft in den Staatshaushalt der SBZ einbezogen sind, eigentlich längst die Einführung eines vorzugsweise auf Erwerbseinnahmen beruhenden Finanzsystems verlangt. Der Staatshaushalt stützt sich jedoch nach wie vor hauptsächlich auf Steuereinnahmen. Über die Steuereinnahmen lassen sich im einzelnen keine zuverlässigen Angaben machen, da in der SBZ die Einzelheiten des Staatshaushalts nicht bekanntgegeben werden. Sicher ist jedoch, daß die Verbrauchsabgaben ständig gestiegen sind. Eine bedeutende Rolle spielt für die Einnahmeseite jetzt die PDA, die verbrauchssteuerähnlichen Charakter trägt. Der Klassenkampfcharakter des sowjetzonalen Steuerrechts tritt am deutlichsten bei der Einkommenbesteuerung in Erscheinung. Die früher im wesentlichen gleichmäßige Belastung von Lohneinkünften und anderen Einkünften ist einer „Differenzierung nach sozialökonomischen Formationen“ gewichen. Lohnempfänger und Angehörige der freischaffenden Intelligenz (mit Ausnahme der Rechtsanwälte, Steuerberater und dergleichen) werden steuerlich begünstigt. Für die übrigen einkommensteuerpflichtigen Personen (also insbesondere für die Inhaber landwirtschaftlicher und gewerblicher Betriebe) gilt ein „Kapitalisten“-Tarif, dessen Progression in hohen Tarifstufen über 90 v. H. des Einkommens verschlingt. Ähnlich werden im Körperschaftsteuerrecht staatliche und „volkseigene“ Betriebe, gewerbliche Betriebe von Körperschaften des öffentlichen Rechts und Genossenschaften steuerlich privilegiert; bei ihnen beträgt die Körperschaftsteuer äußerstenfalls 65 v. H. des Einkommens. Die übrigen Körperschaften haben ihr Einkommen nach dem „Kapitalisten“-Tarif, also unter Umständen mit über 90 v. H. zu versteuern. Viele Betriebsausgaben sind steuerlich entweder überhaupt nicht mehr oder nur noch teilweise abzugsfähig. Zur Begünstigung der Umwandlung von Kapitalgesellschaften hat der Neue Kurs Sonderbestimmungen geschaffen, die dazu beitragen, daß es in absehbarer Zeit in der SBZ keine Aktiengesellschaften usw. mehr gibt. Für Handwerker gilt seit 1950 eine die tatsächliche Ertragslage nicht berücksichtigende, sondern an objektive Merkmale anknüpfende „normative Einheitssteuer“ (Handwerksteuer). Die rückwirkend ab 1. 1. 1953 geplante Normativ-Besteuerung der Landwirtschaft ist dagegen anscheinend aufgegeben worden. Ab 1. Januar 1954 wurde in der „volkseigenen“ Wirtschaft die PDA nach dem Vorbild der sowjetischen „differenzierten Umsatzsteuer“ eingeführt. Sie tritt an Stelle der Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Beförderungsteuer und der Verbrauchsabgaben. Die mit Wirkung vom 1. 1. 1957 eingeführte Handelsabgabe schließt in gewisser Hinsicht den Umwandlungsprozeß des sowjetzonalen Steuersystems ab. (Finanzämter, Abgabenverwaltung, Wirtschaftssystem) Literaturangaben Frenkel, Erdmann: Steuerpolitik und Steuerrecht in der sowjetischen Besatzungszone. 3., erw. Aufl. (BB) 1953. 124 S. m. 11 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 299–300 Sterbegeld A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z StFB

Siehe auch: Steuern: 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Steuerwesen: 1953 1954 1956 1959 Steuerpolitik, Steuerrecht und Steuerverwaltung haben in der SBZ neben der Beschaffung von Haushaltsmitteln für den Staat noch eine zweite Aufgabe zu erfüllen; sie sollen das volumenmäßige Verhältnis zwischen dem „privatkapitalistischen“ und dem „sozialistischen“ Sektor der Volkswirtschaft „neu abstimmen“; mit anderen Worten: zum Zwecke der allmählichen, aber systematischen…

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Stoph, Willy (1958)

Siehe auch: Stoph, Willi: 1954 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Stoph, Willy: 1953 1956 1959 [S. 301]* 8. 7. 1914 in Berlin als Sohn eines Arbeiters, Volksschule, Maurer. 1928 KJV, 1931 KPD, von 1933 bis 1945 in Berlin Bauhandwerker und illegale Arbeit. 1945 KPD, 1947 als Nachfolger Leuschners Leiter der Abt. Wirtschaft im Parteivorstand bzw. ZK der SED, von März 1949 bis Mai 1952 Leiter des Büros für Wirtschaftsfragen beim Ministerpräsidenten, im Mai 1952 als Nachfolger Steinhoffs Minister des Innern, ab Nov. 1954 außerdem stellv. Vors. des Ministerrats und Mitgl. des Präsidiums des Ministerrates. Am 21. 6. 1955 von Maron als Minister abgelöst. Am 19. 1. 1956 wurde St. zum Generalobersten der Nationalen ➝Volksarmee und Minister für Nationale Verteidigung ernannt. Seit 29. 1. 1954 ist er auch Stellv. des Oberkommandierenden der Vereinigten Streitkräfte der Warschauer Paktstaaten (Warschauer Beistandspakt). Seit 1950 Mitgl. des ZK der SED, von 1950 bis 1953 Mitgl. des Sekretariats des ZK, seit Juli 1953 Mitgl. des Politbüros. Seit 7. 10. 1950 Abgeordneter der Volkskammer. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 301 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1958 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/stoph-willi verwiesen. Störsender A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Strafaussetzung

Siehe auch: Stoph, Willi: 1954 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Stoph, Willy: 1953 1956 1959 [S. 301]* 8. 7. 1914 in Berlin als Sohn eines Arbeiters, Volksschule, Maurer. 1928 KJV, 1931 KPD, von 1933 bis 1945 in Berlin Bauhandwerker und illegale Arbeit. 1945 KPD, 1947 als Nachfolger Leuschners Leiter der Abt. Wirtschaft im Parteivorstand bzw. ZK der SED, von März 1949 bis Mai 1952 Leiter des Büros für Wirtschaftsfragen beim Ministerpräsidenten, im Mai 1952 als Nachfolger Steinhoffs…

DDR A-Z 1958

Strafrechtsergänzungsgesetz (1958)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Das „Gesetz zur Ergänzung des Strafgesetzbuches — Strafrechtsergänzungsgesetz —“ (StEG) vom 11. 12. 1957 (GBl. S. 643) führt mit Wirkung vom 1. 2. 1958 zwei neue Strafarten (Bedingte Verurteilung und öffentlichen Tadel) und den „materiellen Verbrechensbegriff“ (Gesellschaftsgefährlichkeit) in das Strafrecht der SBZ ein. Es stellt elf Tatbestände der Staatsverbrechen auf, schafft das materielle Militärstrafrecht, ändert das Gesetz zum Schutze des ➝Innerdeutschen Handels, hebt das Gesetz zum Schutze des ➝Volkseigentums auf und führt eine erweiterte Mitwirkung der Schöffen im Strafverfahren außerhalb der Hauptverhandlung ein. Das St. ist „als ein unmittelbarer Ausdruck der von der Partei der Arbeiterklasse aufgestellten Forderung zu werten, die Verbrechensbekämpfung durch neue gesetzliche Maßnahmen zu verstärken. Es ist damit zugleich ein unmittelbarer und wesentlicher Bestandteil des großen Aktionsprogramms der 33. Tagung des ZK der SED für die friedliche, ungestörte ökonomische, politische und kulturelle Aufwärtsentwicklung in der DDR.“ (Hartmann in: „Staat und Recht“ 1957, S. 129) (Rechtswesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 301 Strafgesetzbuch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Strafregister

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Das „Gesetz zur Ergänzung des Strafgesetzbuches — Strafrechtsergänzungsgesetz —“ (StEG) vom 11. 12. 1957 (GBl. S. 643) führt mit Wirkung vom 1. 2. 1958 zwei neue Strafarten (Bedingte Verurteilung und öffentlichen Tadel) und den „materiellen Verbrechensbegriff“ (Gesellschaftsgefährlichkeit) in das Strafrecht der SBZ ein. Es stellt elf Tatbestände der Staatsverbrechen auf, schafft das materielle Militärstrafrecht, ändert das…

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Strafvollzug (1958)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Auf Grund einer VO vom 16. 11. 1950 (GBl. S. 1165) ist der St. auf das Ministerium des Innern, also auf die Polizei, übergegangen. Bis zum 1. Jan. 1956 wurden die Angelegenheiten des St. und der Strafvollstreckung unter Aufsicht des Präsidiums der Volkspolizei von den Bezirksbehörden der VP bearbeitet. [S. 303]Seitdem ist die Hauptverwaltung St. mit den Bezirksverwaltungen unmittelbar dem Ministerium des Innern unterstellt. Leiter des gesamten St. ist der Volkspolizei-Chefinspekteur Meyer. Durch die 1. DB. vom 23. 12. 1950 (MinBl. S. 215) zur VO vom 16. 11. 1950 wurden die größeren Strafanstalten durch die 2. DB. vom 5. 5. 1952 (MinBl. S. 47) alle restlichen Justizhaftanstalten, Justizjugendhäuser und Haftkrankenhäuser dem Ministerium des Innern unterstellt. Damit tritt der bisher im St. vertretene Erziehungsgedanke völlig in den Hintergrund. Durch die Übertragung des St. auf die Polizei wird angestrebt, die Arbeitskraft der Gefangenen in möglichst großem Umfange auszubeuten, so vor allem in den sog. Haftlagern. Diesem Ziel diente auch die „VO über die Beschäftigung von Strafgefangenen“ vom 3. 4. 1952 (GBl. S. 275), mit der Strafgefangene während des St. „in bestimmte Zweige der Industrie“ zur Arbeit gelockt werden sollten. Für ständige Normerfüllung und Übererfüllung wurde vorzeitiger Straferlaß in Aussicht gestellt, „wenn der Strafgefangene sich verpflichtet, das Doppelte des Strafrestes, mindestens jedoch ein Jahr, im gleichen Industriezweig zu arbeiten“ (§ 2 Abs. 3). Durch die „VO über den Arbeitseinsatz von Strafgefangenen“ vom 10. 6. 1954 (GBl. S. 576) wurde die vorbezeichnete VO aufgehoben und ganz allgemein das Ministerium des Innern ermächtigt, im Einvernehmen mit dem Generalstaatsanwalt der DDR, dem Ministerium der Justiz, dem Ministerium für Arbeit und dem Ministerium der Finanzen den Arbeitseinsatz von Strafgefangenen in eigener Zuständigkeit neu zu regeln“. Damit hat die Volkspolizei — das Referat Produktion in den Bezirksverwaltungen St. — eine Generalvollmacht zur Festsetzung der Arbeitsbedingungen für Strafgefangene und der Vergünstigungen erhalten. Seit Sommer 1955 wurde nach und nach in den großen Strafanstalten die Regelung eingeführt, daß die Gefangenen keine Lebensmittelpakete von ihren Angehörigen mehr erhalten durften. Es durfte den Gefangenen zunächst aber noch Geld geschickt werden, für das sie sich in den HO-Verkaufsstellen in den Strafanstalten die dort vorhandenen Lebens- und Genußmittel kaufen konnten. Seit Frühjahr 1956 ist auch diese zusätzliche Hilfe nicht mehr erlaubt. Bei guter Führung und Erfüllung der Arbeitsnorm kann dem Gefangenen gestattet werden, zu Weihnachten und zum Geburtstag ein Lebensmittelpaket von seinen Angehörigen zu empfangen. Obwohl die „VO über Kosten im Strafverfahren“ vom 15. 3. 1956 (GBl. S. 273) ausdrücklich vorschreibt, daß Kosten, die beim Vollzug einer Freiheitsstrafe entstehen (Haftkosten), nicht mehr erhoben werden, werden den arbeitenden Gefangenen sehr erhebliche Abzüge vom Arbeitslohn für „Unterkunft, Verpflegung und Bewachung“ gemacht, die bis zu 75 v. H. des Arbeitslohnes erreichen. (Rechtswesen) Literaturangaben Rosenthal, Walther, Richard Lange, und Arwed Blomeyer: Die Justiz in der sowjetischen Besatzungszone. 3. Aufl. (BB) 1955. 160 S. (Neubearb. erscheint 1958.) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 302–303 Strafvollstreckung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Straßenverkehr

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Auf Grund einer VO vom 16. 11. 1950 (GBl. S. 1165) ist der St. auf das Ministerium des Innern, also auf die Polizei, übergegangen. Bis zum 1. Jan. 1956 wurden die Angelegenheiten des St. und der Strafvollstreckung unter Aufsicht des Präsidiums der Volkspolizei von den Bezirksbehörden der VP bearbeitet. [S. 303]Seitdem ist die Hauptverwaltung St. mit den Bezirksverwaltungen unmittelbar dem Ministerium…

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Streitkräfte, Nationale (1958)

Siehe auch: Nationale Streitkräfte: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Streitkräfte: 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Streitkräfte, Nationale: 1959 1960 Seit Frühjahr 1952 gebrauchten SED und Regierung des Wort NSt., um die KVP, d. h. die Armee der SBZ zu umschreiben. Seit Jan. 1956 wird das Wort NSt. dann auf die Nationale ➝Volksarmee, die umbenannte KVP, angewandt. Amtlich und im Pj. gehören die Grenzpolizei, Bereitschaftspolizei und Transportpolizei nicht zu den NSt., obwohl sie (ebenso wie die Volkspolizei) zusammen mit der Volksarmee als Bewaffnete Organe der „DDR“ bezeichnet werden. (Militärpolitik) Literaturangaben Bohn, Helmut: Armee gegen die Freiheit — Dokumente und Materialien zur Ideologie und Aufrüstung in der Sowjetzone. Köln 1956, Markus-Verlag. 241 S. Kopp, Fritz: Chronik der Wiederbewaffnung in Deutschland, Rüstung der Sowjetzone — Abwehr des Westens (Daten über Polizei und Bewaffnung 1945 bis 1958). Köln 1958, Markus-Verlag. 160 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 304 Streik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Studenten

Siehe auch: Nationale Streitkräfte: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Streitkräfte: 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Streitkräfte, Nationale: 1959 1960 Seit Frühjahr 1952 gebrauchten SED und Regierung des Wort NSt., um die KVP, d. h. die Armee der SBZ zu umschreiben. Seit Jan. 1956 wird das Wort NSt. dann auf die Nationale ➝Volksarmee, die umbenannte KVP, angewandt. Amtlich und im Pj. gehören die Grenzpolizei, Bereitschaftspolizei und Transportpolizei nicht zu den…

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SU (1958)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Abk. für Sowjetunion. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 304 Stücklohn A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Submissionen

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Abk. für Sowjetunion. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 304 Stücklohn A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Submissionen

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SVK (1958)

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für die frühere Kreisgeschäftsstelle der Sozialversicherung (Sozialversicherungs- und Versorgungswesen). Bis zum Erlaß des Statuts der Sozialversicherung vom 10. 12. 1951 (GBl. S. 1154) Abk. für Sozialversicherungskasse. Nach Übernahme der Sozialversicherung der Arbeiter und Angestellten durch den FDGB wurden die SVK in Außenstellen der Verwaltung der Sozialversicherung umbenannt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 305 Suslow, Michail Andrejewitsch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Tag der Aktivisten

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für die frühere Kreisgeschäftsstelle der Sozialversicherung (Sozialversicherungs- und Versorgungswesen). Bis zum Erlaß des Statuts der Sozialversicherung vom 10. 12. 1951 (GBl. S. 1154) Abk. für Sozialversicherungskasse. Nach Übernahme der Sozialversicherung der Arbeiter und Angestellten durch den FDGB wurden die SVK in Außenstellen der Verwaltung der Sozialversicherung umbenannt. Fundstelle: SBZ von A bis Z.…

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TAN (1958)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Pj. für „technisch begründete Arbeitsnormen“. Die TAN sollen etwa in der Mitte liegen zwischen der Leistung eines Aktivisten und der Durchschnittsleistung. Grundlage für die Ermittlung der TAN sollen Arbeitsstudien sein (Zeitnormative, Leistungslohn). Die TAN sollen laufend überprüft und erhöht werden. Ihre allgemeine Erhöhung durch Regierungsbeschluß führte zum Juni-Aufstand. Danach wurde ein Normenstopp verfügt, der jedoch seit Ende 1951 in steigendem Maße durchbrochen wurde, um die Rentabilität der „volkseigenen“ Wirtschaft sicherzustellen. Durch einen Geheimbeschluß des Präsidiums des Ministerrats vom 18. 5. 1955 wurde der Normenstopp wieder aufgehoben, jedoch sollen administrative Maßnahmen zur Erhöhung vermieden werden. Diese soll vielmehr das Ergebnis einer allmählichen „Bewußtseinsbildung“ der Arbeiterklasse sein. Der Zwang zu Selbstverpflichtungen und zur Teilnahme am sozialistischen ➝Wettbewerb führt meist zur Erhöhung der TAN. Die Gestaltung der TAN kann auf die Dauer zur schweren Schädigung der Arbeitskraft führen, da sie eine gesteigerte Arbeitsintensität zur Folge hat, die durch bessere Löhne und Prämien nicht aufgewogen wird. (Arbeitspolitik). Literaturangaben *: Die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft in der Sowjetzone. Materielle, ideologische und disziplinarische Mittel zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und ihre sowjetischen Vorbilder. 2., überarb. Aufl. (BB) 1953. 106 S. mit 6 Anlagen. Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. Teil I (Text) 248 S., Teil II (Anlagen) 152 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 306 Talmudismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Tarnfirmen, Staatliche

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Pj. für „technisch begründete Arbeitsnormen“. Die TAN sollen etwa in der Mitte liegen zwischen der Leistung eines Aktivisten und der Durchschnittsleistung. Grundlage für die Ermittlung der TAN sollen Arbeitsstudien sein (Zeitnormative, Leistungslohn). Die TAN sollen laufend überprüft und erhöht werden. Ihre allgemeine Erhöhung durch Regierungsbeschluß führte zum Juni-Aufstand. Danach wurde ein Normenstopp…

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Technik, Amt für (1958)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Tarnbezeichnung für das Rüstungsamt der Sowjetzone, eine dem „Minister für Nationale Verteidigung“ unterstellte Dienststelle im Range eines Staatssekretariats. Das AfT. ist gegliedert in je eine Abt. für Sicherheit und Kader, ferner in zehn Zentrale Abt. für Planung, Investitionen, Materialversorgung, Finanzen usw. und in eine Anzahl „Verwaltungen“, z. B. für Waffen und Geräte, Munition und Sprengstoffe, Bekleidung und Ausrüstung, Funk- und Fernmeldewesen, Feinmechanik und Optik, Schiffbau, Fahrzeugbau, Luftfahrtindustrie. Dem AfT. sind eine Anzahl Produktionsbetriebe direkt angegliedert, z. B. die gesamte Flugzeugindustrie, große Textil- und Lederbetriebe, einige Werften und Fahrzeugbetriebe sowie eine Anzahl Forschungs- und Entwicklungsinstitute. (Rüstungsproduktion) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 307 Tausenderbewegung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Techniker des Volkes, Verdienter

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Tarnbezeichnung für das Rüstungsamt der Sowjetzone, eine dem „Minister für Nationale Verteidigung“ unterstellte Dienststelle im Range eines Staatssekretariats. Das AfT. ist gegliedert in je eine Abt. für Sicherheit und Kader, ferner in zehn Zentrale Abt. für Planung, Investitionen, Materialversorgung, Finanzen usw. und in eine Anzahl „Verwaltungen“, z. B. für Waffen und Geräte, Munition und Sprengstoffe, Bekleidung und Ausrüstung, Funk-…

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Technische Normen (1958)

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Normen, die die technische Zusammensetzung oder Ausführung eines Erzeugnisses bestimmen. (Ünterschied dazu: Arbeitsnormen und Vorratsnormen.) Zu den TN. gehören Werksnormen, Staatliche ➝Standards, DIN-Normen, VDE-Vorschriften (d. s. Vorschriften der Elektrotechnik) und GOST-Normen. In der SBZ wird die allgemeine Einführung der Staatlichen Standards angestrebt, jedoch sind noch weitgehend die DIN-Normen gültig. Die Einführung von TN. dient vor allem der Austauschbarkeit und damit der verbilligten Lagerhaltung der Ersatzteile, der Arbeits- und Materialersparnis, der Gütesicherung und der Verminderung von Konstruktionsarbeiten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 308 Technische Intelligenz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Technische Räte

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Normen, die die technische Zusammensetzung oder Ausführung eines Erzeugnisses bestimmen. (Ünterschied dazu: Arbeitsnormen und Vorratsnormen.) Zu den TN. gehören Werksnormen, Staatliche ➝Standards, DIN-Normen, VDE-Vorschriften (d. s. Vorschriften der Elektrotechnik) und GOST-Normen. In der SBZ wird die allgemeine Einführung der Staatlichen Standards angestrebt, jedoch sind noch weitgehend die DIN-Normen gültig. Die…

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Stasi (1958)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Volkstümliche Abk. für Staatssicherheitsdienst. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 299 Stanislawski-Methode A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Statistik, Staatliche Zentralverwaltung für

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Volkstümliche Abk. für Staatssicherheitsdienst. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 299 Stanislawski-Methode A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Statistik, Staatliche Zentralverwaltung für

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Steidle, Luitpold (1958)

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1959 1960 1962 * 12. 3. 1898 in Ulm als Sohn eines Oberkriegsgerichtsrats. Gymnasium, Offizier, Studium der Landwirtschaft in München, selbständiger Landwirt, später Gutsverwalter, ab 1934 wieder Offizier, während des Krieges Oberst und Ritterkreuzträger, bei Stalingrad in sowjet. Gefangenschaft, Mitgl. des Nationalkomitees Freies Deutschland, Vizepräsident des Bundes Deutscher Offiziere. 1945 CDU, nach dem erzwungenen Ausscheiden Jacob Kaisers im Vorstand der Ost-CDU und seit 25. 9. 1954 Mitgl. des Präsidiums des CDU-Hauptvorstandes. Im Dez. 1945 Leiter der Hauptverwaltung Tierzucht und Vizepräsident der Deutschen Zentralverwaltung für Land- und Forstwirtschaft, im März 1948 stellv. Vors. der DWK, im Okt. 1949 Minister für Arbeit und Gesundheitswesen seit 15. 11. 1950 nur noch Minister für Gesundheitswesen. Seit 7. 10. 1949 Abgeordneter der Volkskammer. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 299 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1958 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/steidle-luitpold verwiesen. StEG A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Steinbach, Lotte

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1959 1960 1962 * 12. 3. 1898 in Ulm als Sohn eines Oberkriegsgerichtsrats. Gymnasium, Offizier, Studium der Landwirtschaft in München, selbständiger Landwirt, später Gutsverwalter, ab 1934 wieder Offizier, während des Krieges Oberst und Ritterkreuzträger, bei Stalingrad in sowjet. Gefangenschaft, Mitgl. des Nationalkomitees Freies Deutschland, Vizepräsident des Bundes Deutscher Offiziere. 1945 CDU, nach dem erzwungenen Ausscheiden Jacob Kaisers im Vorstand…

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StFB (1958)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Staatliche Forstwirtschaftsbetriebe. (Forstwirtschaft) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 300 Steuerwesen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Stief, Albert

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Staatliche Forstwirtschaftsbetriebe. (Forstwirtschaft) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 300 Steuerwesen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Stief, Albert

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Störsender (1958)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Rundfunk. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 300 Stipendien A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Stoph, Willy

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Rundfunk. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 300 Stipendien A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Stoph, Willy

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Strafregister (1958)

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Bis Ende Mai 1953 wurde in der SBZ das St. gemäß der St.-VO vom 8. 3. 1926 bei der für den Geburtsort eines Bestraften zuständigen Staatsanwaltschaft geführt. Auf Grund des § 26 des Gesetzes über die Staatsanwaltschaft vom 23. 5. 1952 erließ der Generalstaatsanwalt der SBZ am 3. 6. 1953 eine „Anordnung über die Einrichtung eines zentralen St. (ZBl. S. 270): „Ab 1. Juni 1951 werden alle in der Deutschen Demokratischen Republik bestehenden St. zu einem einzigen St. vereinigt, das unmittelbar dem Generalstaatsanwalt der Deutschen Demokratischen Republik unterstellt wird. Das St. befindet sich in Berlin. Die Anschrift lautet: Der Generalstaatsanwalt der Deutschen Demokratischen Republik — Strafregister —, Berlin C 2, Littenstraße 16/17.“ Am 1. 2. 1958 ist das neue „Gesetz über Eintragung und Tilgung im St. — Strafregistergesetz (StRG)“ vom 11. 12. 1957 (GBl. S. 647) in Kraft getreten. Danach ist das zentrale St. zuständig für alle Personen, die in der SBZ geboren oder wohnhaft sind, oder die in der SBZ verurteilt werden. Damit greift das Gesetz stark in die Zuständigkeit des westlichen St. ein. Die „beschränkte Auskunft“ aus dem St. ist weggefallen. Die Fristen, nach deren Ablauf ein Strafvermerk getilgt wird, sind ganz erheblich verkürzt worden. Die längste Straftilgungsfrist — bei Freiheitsstrafen von über fünf Jah[S. 302]ren — beträgt zehn Jahre. Auskunft aus dem St. erhalten die Untersuchungsorgane, die Staatsanwaltschaft, die Gerichte, die Dienststellen der Deutschen ➝Volkspolizei, die Dienststellen des Ministeriums für Nationale Verteidigung sowie die Abt. Finanzen der örtlichen Räte und das Amt für ➝Zoll und Kontrolle des Warenverkehrs im Rahmen eines laufenden Strafverfahrens. (Rechtswesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 301–302 Strafrechtsergänzungsgesetz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Strafverfahren

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Bis Ende Mai 1953 wurde in der SBZ das St. gemäß der St.-VO vom 8. 3. 1926 bei der für den Geburtsort eines Bestraften zuständigen Staatsanwaltschaft geführt. Auf Grund des § 26 des Gesetzes über die Staatsanwaltschaft vom 23. 5. 1952 erließ der Generalstaatsanwalt der SBZ am 3. 6. 1953 eine „Anordnung über die Einrichtung eines zentralen St. (ZBl. S. 270): „Ab 1. Juni 1951 werden alle in der Deutschen…

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Straßenverkehr (1958)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Der St. ist geregelt durch die St.-Ordnung — StVO — vom 4. 10. 56 und die St.-Zulassungsordnung — StVZO — vom gleichen Tage. Die Bestimmungen entsprechen im wesentlichen den in der BRD geltenden. Die Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften ist auf 50 km, auf Autobahnen für PKW und K'räder auf 100 km, für die übrigen Kraftfahrzeuge auf 80 km festgesetzt. (Kraftverkehr) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 303 Strafvollzug A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Straßenwesen

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Der St. ist geregelt durch die St.-Ordnung — StVO — vom 4. 10. 56 und die St.-Zulassungsordnung — StVZO — vom gleichen Tage. Die Bestimmungen entsprechen im wesentlichen den in der BRD geltenden. Die Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften ist auf 50 km, auf Autobahnen für PKW und K'räder auf 100 km, für die übrigen Kraftfahrzeuge auf 80 km festgesetzt. (Kraftverkehr) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte,…

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Stücklohn (1958)

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Beim St. wird im Gegensatz zum Zeitlohn die Arbeit nicht nach der Zeit, sondern nach dem Arbeitsergebnis bezahlt. Er wird durch Multiplikation des Leistungsgrundlohns mit dem Prozentsatz der jeweiligen Normerfüllung (TAN) errechnet. Der Leistungsgrundlohn wird nach der Lohngruppe bestimmt, in die jeder Arbeiter eingestuft werden soll. Der Leistungsgrundlohn ist in der Regel 15 v. H. höher als der Zeitlohn. Durch den St. soll ein Anreiz zur Leistungssteigerung gegeben werden, da der Lohn bei besserer Leistung steigt. Er ist deshalb auch der Grund tür eine vorzeitige Erschöpfung des Arbeiters. St. darf nur in der volkseigenen Wirtschaft gezahlt werden. Diese als besonders fortschrittlich propagierte Entlohnungsart entspricht somit dem von den Kommunisten seit langem bekämpften Akkordlohn, ohne allerdings einen Schutz gegen die Normenerhöhungen aufzuweisen. (Arbeitspolitik) Literaturangaben Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. Teil I (Text) 248 S., Teil II (Anlagen) 152 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 304 Studienlenkung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SU

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Beim St. wird im Gegensatz zum Zeitlohn die Arbeit nicht nach der Zeit, sondern nach dem Arbeitsergebnis bezahlt. Er wird durch Multiplikation des Leistungsgrundlohns mit dem Prozentsatz der jeweiligen Normerfüllung (TAN) errechnet. Der Leistungsgrundlohn wird nach der Lohngruppe bestimmt, in die jeder Arbeiter eingestuft werden soll. Der Leistungsgrundlohn ist in der Regel 15 v. H. höher als der Zeitlohn. Durch den St.…

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Submissionen (1958)

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Verkaufsveranstaltungen der staatlichen Industrie, als regelmäßige Einrichtungen für Nahrung und Genußmittel, Konfektion und Schuhwaren, unregelmäßig auch für die Materialversorgung der Maschinenbau-Industrie. Als Käufer treten die staatlichen Großhandelsorgane oder die VEB auf. Die S. im Konsumgüterbereich litten bisher daran, daß häufig nur Muster von Waren gezeigt wurden. Die Liefertermine waren bisher im allgemeinen sehr ungewiß, da die Materialbereitstellung nicht gesichert ist. Die S. für die Investitionsgüter-Industrie werden vom Staatlichen Vermittlungskontor für Maschinen- und Material-Reserven durchgeführt. Zweck ist hier vor allem der Absatz von Überplanbeständen. Infolge der Unterschiedlichkeit des angebotenen Materials und der Aufsplitterung in zahlreiche Einzelposten waren die Umsatzerfolge auch in diesem Bereich gering. Zu den S. sind außerdem die seit Ende 1957 verschiedentlich veranstalteten Materialmustermessen zu zählen. Auf ihnen bieten Stahlwerke, Maschinenbau- u. a. Betriebe Restmaterialien, Halbfabrikate und Überplanbestände an, die von der Konsumgüterindustrie gekauft und zur zusätzlichen Gebrauchsgüterproduktion verwendet werden sollen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 304 SU A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Suhl

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Verkaufsveranstaltungen der staatlichen Industrie, als regelmäßige Einrichtungen für Nahrung und Genußmittel, Konfektion und Schuhwaren, unregelmäßig auch für die Materialversorgung der Maschinenbau-Industrie. Als Käufer treten die staatlichen Großhandelsorgane oder die VEB auf. Die S. im Konsumgüterbereich litten bisher daran, daß häufig nur Muster von Waren gezeigt wurden. Die Liefertermine waren bisher im…

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Tag der Aktivisten (1958)

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 [S. 306]Der T. d. A. wird am 13. 10. eines jeden Jahres begangen, ist jedoch nicht gesetzlicher Feiertag. An ihm werden die Auszeichnungen für Aktivisten und Neuerer verliehen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 306 SVK A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Tag der Bereitschaft

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 [S. 306]Der T. d. A. wird am 13. 10. eines jeden Jahres begangen, ist jedoch nicht gesetzlicher Feiertag. An ihm werden die Auszeichnungen für Aktivisten und Neuerer verliehen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 306 SVK A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Tag der Bereitschaft

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Tarnfirmen, Staatliche (1958)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Seit 1949 in der SBZ errichtete Handelsfirmen, die äußerlich als Privatunternehmen in Erscheinung treten, tatsächlich aber für den staatlich gelenkten legalen und illegalen Außenhandel tätig sind. Teils verfolgt man damit die Absicht, ausländische Interessenten zu täuschen, teils will man damit illegale Geschäfte auf die private Ebene abschieben. Die gegenwärtig bekanntesten dieser T. sind die Deutsche ➝Warenvertriebsgesellschaft mbH. und die Debotrans GmbH., beide Berlin. Andere T., wie die Meletex GmbH. und die Chemiepha GmbH. wurden bereits 1951 bzw. 1956 wieder liquidiert. Derartige Firmen werden mit Vorliebe für die Umwegsbezüge westdeutscher Waren über westeuropäische Länder und für den illegalen Bezug von Waren aus der Bundesrepublik eingesetzt. (Interzonenhandel). Die T. sind mit politisch zuverlässigem Personal besetzt, ihre Leiter sind vom ZK der SED ausgesuchte Vertrauensmänner, die als bürgerlich-seriöse Kaufleute auftreten und gute Beziehungen zum Ausland und zur Bundesrepublik unterhalten. Es ist beabsichtigt. zum Zwecke der Tarnung sämtliche DIA-Fachanstalten in GmbH umzuwandeln. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 306 TAN A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Tarnorganisationen

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Seit 1949 in der SBZ errichtete Handelsfirmen, die äußerlich als Privatunternehmen in Erscheinung treten, tatsächlich aber für den staatlich gelenkten legalen und illegalen Außenhandel tätig sind. Teils verfolgt man damit die Absicht, ausländische Interessenten zu täuschen, teils will man damit illegale Geschäfte auf die private Ebene abschieben. Die gegenwärtig bekanntesten dieser T. sind die Deutsche…

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Technik, Kammer der (KdT) (1958)

Siehe auch: Kammer der Technik: 1963 1965 1966 1969 Kammer der Technik (KdT): 1975 1979 1985 Technik, Kammer der: 1953 1954 1965 1966 1969 1975 1979 Technik, Kammer der (KdT): 1956 1959 1960 1962 1963 Im Mai 1946 durch den FDGB gegründete, Febr. 1951 mit Regierungsmitteln erheblich ausgebaute Institution zur fachlichen Förderung von Technikern. Die KdT baute zunächst auf den Einrichtungen und dem Vermögen der bis 1945 bestehenden technisch-wissenschaftlichen Vereinigungen auf, weitete jedoch später ihre Aufgaben erheblich, auch in politisch-propagandistischem Sinne, aus. Die Hauptaufgaben der KdT sind: Entwicklung der technischen Zusammenarbeit der Aktivisten, Neuerer, Meister, Techniker, Ingenieure und Wissenschaftler; Förderung des sozialistischen ➝Wettbewerbs in seinen verschiedenen Formen; Popularisierung, Verbreitung und Weiterentwicklung der Erfahrungen der Neuerer; „Unterstützung der Organisierung der nationalen Verteidigung“ insbesondere bei der „Ausrüstung der nationalen Streitkräfte mit der neuesten Technik“; „Heranbildung einer neuen technischen Intelligenz aus den Reihen der Jugend und der Aktivisten“; Durchführung der Nachwuchsplanung; Förderung der Qualifizierung; Weckung des Interesses bei Frauen für technische Berufe; Mitwirkung bei der Auswertung und Verbreitung technischer Literatur, insbesondere aus der SU; Aufklärung der technischen Intelligenz über die Anwendung der Methoden der Planwirtschaft; Mitarbeit an der Entwicklung der Normung, Typisierung und der Gütevorschriften für die Steigerung der Arbeitsproduktivität und der Qualität der Erzeugnisse; „Aufklärung der technischen Intelligenz Westdeutschlands“. Dieser angeblich die Entwicklung fördernde wissenschaftliche Gedankenaustausch zwischen Ost und West ist als Propaganda und [S. 308]Spionage zugleich gedacht. Insgesamt bestehen — entsprechend der neuen Verwaltungsgliederung — einschließlich Ostberlins 15 Bezirke der KdT. Die organisatorische Grundeinheit, auf der sich die gesamte Organisation der KdT aufbaut, ist die Betriebssektion in den VEB. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 307–308 Techniker des Volkes, Verdienter A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Technische Intelligenz

Siehe auch: Kammer der Technik: 1963 1965 1966 1969 Kammer der Technik (KdT): 1975 1979 1985 Technik, Kammer der: 1953 1954 1965 1966 1969 1975 1979 Technik, Kammer der (KdT): 1956 1959 1960 1962 1963 Im Mai 1946 durch den FDGB gegründete, Febr. 1951 mit Regierungsmitteln erheblich ausgebaute Institution zur fachlichen Förderung von Technikern. Die KdT baute zunächst auf den Einrichtungen und dem Vermögen der bis 1945 bestehenden technisch-wissenschaftlichen Vereinigungen…

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Technische Räte (1958)

Siehe auch: Technische Räte: 1959 1960 1962 1963 Technischer Rat: 1953 1954 1956 Pj. für beratende Organe in technischen Fragen, die in oberen und mittleren Wirtschaftsverwaltungsstellen und in Betrieben der SBZ gebildet werden, z. B. „Wissenschaftlich-technische Räte“ bei den Hauptverwaltungen der Produktionsministerien, „Technisch-ökonomische Räte“ bei den Räten der Bezirke und TR. in den Betrieben. Während die TR. in den Verwaltungsstellen der Wirtschaft aus Wissenschaftlern und hervorragenden Praktikern gebildet werden, setzen sich die TR. in den Betrieben in der Regel aus ehrenamtlich tätigen Betriebsfachleuten (z. B. Mitgliedern der Kammer der ➝Technik) und Aktivisten zusammen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 308 Technische Normen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Technisches Kabinett

Siehe auch: Technische Räte: 1959 1960 1962 1963 Technischer Rat: 1953 1954 1956 Pj. für beratende Organe in technischen Fragen, die in oberen und mittleren Wirtschaftsverwaltungsstellen und in Betrieben der SBZ gebildet werden, z. B. „Wissenschaftlich-technische Räte“ bei den Hauptverwaltungen der Produktionsministerien, „Technisch-ökonomische Räte“ bei den Räten der Bezirke und TR. in den Betrieben. Während die TR. in den Verwaltungsstellen der Wirtschaft aus Wissenschaftlern…