DDR A-Z 1956

Sachsen-Anhalt (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Land der SBZ; gebildet 1945/47 aus den preußischen Provinzen Halle-Merseburg und Magdeburg, dem Land Anhalt und kleineren braunschweigischen und thüringischen Gebietsteilen; 24.657 qkm, 4,1 Mill. Einwohner (1950); Verfassung vom 10. 1. 1947, Hauptstadt: Halle, Landesfarben: Schwarz-Gelb. Landtag und Landesregierung im Sommer 1952 im Zuge der sog. Verwaltungsreform unter gleichzeitiger Bildung der Bezirke Halle und Magdeburg aufgehoben; staatsrechtliche Stellung des Landes seither unklar. S.-A. ist hervorgegangen aus der 1815 gebildeten preußischen Provinz Sachsen (geschichtliche Entwicklung bis 1815: Brandenburg, Sachsen), die 1944 im Zuge der sog. Reichsreform bei Unterstellung des Reg.-Bez. Erfurt unter den Reichsstatthalter in Thüringen in die Provinzen Halle-Merseburg und Magdeburg geteilt wurde. In den letzten Wochen des 2. Weltkrieges wurden die Provinzen von amerikanischen, bri[S. 224]tischen und sowjetischen Truppen besetzt; am 1. Juli 1945 fiel auf Grund der alliierten Abkommen über die Zoneneinteilung auch das westlich der vorläufigen Demarkationslinie gelegene Gebiet an die Sowjets. Wenige Tage später befahl die SMAD die Einbeziehung des Landes Anhalt in die wiedervereinigte Provinz und die Errichtung der „Provinzialverwaltung für die Provinz Sachsen“ unter Präsident Dr. Erhard Hübener (LDP), der sie im Oktober 1945 ein beschränktes Gesetzgebungsrecht einräumte. Am 20. 10. 1946 fanden die ersten Landtagswahlen statt, bei denen trotz massivster sowjetischer Wahlbeeinflussung die SED nur 45,8 v. H. der abgegebenen Stimmen erhielt. Der Landtag bestätigte im Dezember 1946 die auf der Grundlage der Blockpolitik gebildete Provinzialregierung unter Ministerpräsident Dr. Erhard Hübener (LDP) und beschloß am 10. 1. 1947 die „Verfassung der Provinz S.-A.“, die am folgenden Tage in Kraft trat. Nach der Auflösung Preußens durch den Alliierten Kontrollrat wurde die Provinz im Juli 1947 auch staatsrechtlich Land. An Stelle des im August 1949 zurückgetretenen Dr. Hübener wurde Werner Bruschke (SED) Ministerpräsident. Seit Bildung der Sowjetzonen-Republik im Oktober 1949 ist S.-A. Land der „DDR“. Das dem Landtag am 25. 7. 1952 aufgezwungene „Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe im Lande S.-A.“ beraubte das Land seiner staatsrechtlichen Handlungsfähigkeit (Verwaltungsreform). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 223–224 Sachsen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Sachversicherung

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Land der SBZ; gebildet 1945/47 aus den preußischen Provinzen Halle-Merseburg und Magdeburg, dem Land Anhalt und kleineren braunschweigischen und thüringischen Gebietsteilen; 24.657 qkm, 4,1 Mill. Einwohner (1950); Verfassung vom 10. 1. 1947, Hauptstadt: Halle, Landesfarben: Schwarz-Gelb. Landtag und Landesregierung im Sommer 1952 im Zuge der sog. Verwaltungsreform unter gleichzeitiger Bildung der Bezirke Halle und Magdeburg…

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Schauprozesse (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Sch., offiziell „Prozesse vor erweiterter Öffentlichkeit“ genannt, sind ein beliebtes Mittel der bolschewistischen Justiz, um abschreckende Wirkung auf die Bevölkerung auszuüben (Generalprävention). „Die Verhandlungen der Gerichte vor breitester Öffentlichkeit … können als Mittel zur Stärkung des allgemeinen demokratischen Rechtsbewußtseins und der Einsicht in die Notwendigkeit, die demokratischen Gesetze zu achten, sowie als wirksame Waffe im Kampf um die Festigung unserer demokratischen Ordnung nicht hoch genug eingeschätzt werden“ (Max Fechner in „Neue Justiz“, 1949, S. 203). Der Zutritt zu diesen Schauprozessen ist meist nur gegen Eintrittskarten möglich, die nur an politisch besonders zuverlässige Personen ausgegeben werden. Gericht und Verhandlungsraum sind durch die Volkspolizei abgesperrt. Der Verlauf eines Schauprozesses, der mitunter durch Wochenschau-Aufnahmen noch unterstrichen werden soll, ist meistens vorher genau abgesprochen. Die Angeklagten müssen sich an vor der Hauptverhandlung niedergeschriebene Manuskripte halten. Literaturangaben Unrecht als System — Dokumente über planmäßige Rechtsverletzungen im sowjetischen Besatzungsgebiet. (BMG) 1952. 239 S. Eine englische, eine französische und eine spanische Ausgabe bringen die in Bd.~I zusammengestellten Dokumente. Unrecht als System, Bd. II — Dokumente über planmäßige Rechtsverletzungen im sowjetischen Besatzungsgebiet 1952 bis 1954. (BMG) 1955. 293 S. Eine englische, eine französische und eine spanische Ausgabe bringen die in Bd. I zusammengestellten Dokumente. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 224 SBZ A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schichtfahrer

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Sch., offiziell „Prozesse vor erweiterter Öffentlichkeit“ genannt, sind ein beliebtes Mittel der bolschewistischen Justiz, um abschreckende Wirkung auf die Bevölkerung auszuüben (Generalprävention). „Die Verhandlungen der Gerichte vor breitester Öffentlichkeit … können als Mittel zur Stärkung des allgemeinen demokratischen Rechtsbewußtseins und der Einsicht in die Notwendigkeit, die demokratischen…

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Schiffahrt (1956)

Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 In der Binnenschiffahrt ist der Bestand an Fahrzeugen gegenüber der Vorkriegszeit erheblich zurückgegangen: Besonders die Zahl der Selbstfahrer, die das Rückgrat einer modernen Binnenflotte bilden, ist sehr zurückgegangen. Da seit 15 Jahren kaum Neubauten erfolgten, ist der Schiffspark stark überaltert. 1954 wurden 3 Motorkähne mit je 670 t Nutzlast in Dienst gestellt. Technisch und unterhaltsmäßig befindet sich die Flotte in keinem guten Zustand, da die Werften mit Materialschwierigkeiten zu kämpfen haben und vor allem mit Neubauten für die SU und die Volkspolizei ausgelastet sind. Etwa die Hälfte der Flotte befindet sich noch in privaten Händen, einige 1.000 t gehören Ausländern, der andere Teil ist im Staatsbesitz. Der Einsatz des gesamten Schiffsparks wird vom Staat durch die Deutschen Schiffahrts- und Umschlagsbetriebe (DSU) gelenkt. Die Leistungen im Binnenschiffsverkehr sind gegenüber der Vorkriegszeit erheblich gesunken. 1953 wurden etwa 12 Mill. t Güter befördert (1937 etwa 18 Mill. t). Die Leistung in t/km betrug mit 1,7 Mrd. rd. 40 v. H. der Vorkriegsleistung. In den letzten Jahren sind Anstrengungen gemacht worden, um die Schiffahrt stärker zur Entlastung der überbeanspruchten Eisenbahn, insbesondere zum Transport von Massengütern, einzusetzen. Die bedeutendsten Binnenhäfen sind, abgesehen von Berlin, zur Zeit Magdeburg, Riesa, Dresden, Frankfurt und Fürstenberg/Oder. Infolge größerer Demontagen der Umschlagseinrichtungen ist ihre Kapazität erheblich beeinträchtigt. Seit dem letzten Jahr ist im Binnenschiffsverkehr auch das Dispatchersystem eingeführt. In der Seeschiffahrt spielen die unter eigener Flagge fahrenden Schiffe eine untergeordnete Rolle. Vor dem Kriege waren in den Seehäfen des heutigen Gebiets der SBZ etwa 55 Dampfer, 20 Motorschiffe und 80 Segelschiffe beheimatet mit einer Gesamttonnage von rd. 60.000 BRT. Nachdem in den ersten Jahren nach dem Kriege sämtliche in den Werften hergestellten Schiffe auf Reparationskonto gingen, konnten seit 1953 auch einige Einheiten für den sowjetzonalen Bedarf gebaut werden. Seit Okt. 1954 sind 2 auf der Neptun-Werft in Rostock gebaute Hochseehandelsschiffe in Betrieb, die 3.268 BRT großen Dampfer „Rostock“ und „Wismar“. Die Matthias-Thesen-Werft in Wismar hat im Dez. 1954 ein 1.100 BRT großes Motorschiff „Stralsund“, Mitte 1956 ein Fischerei-Hilfsschiff fertiggestellt. Geplant ist der Bau von 12 10.000 tdw großen Handelsschiffen, von denen sich das erste bei der Warnow-Werft in Warnemünde in der Herstellung befindet. Ferner sollen 34 Küstenmotorschiffe mit je 500 BRT gebaut werden. Die ersten 13 Schiffe, darunter „Wolgast“, „Greifswald“ und „Anklam“, wurden bis Ende 1956 fertiggestellt. Die gesamte Seeschiffahrt ist verstaatlicht; alle Fahrzeuge sind im Besitz der „volkseigenen“ Deutschen Seereederei mit Sitz in Rostock. Die Seehäfen Wismar, Rostock und Stralsund sind in der „Zentralen Hafengemeinschaft der Seehäfen“ zusammengeschlossen. Diese Häfen dienten früher hauptsächlich dem Küstenverkehr. Erst durch den Verlust von Stettin und die Abschnürung der SBZ von den großen deutschen Nord- und Ostseehäfen erlangten sie nach dem Kriege eine größere Bedeutung. Ihre Umschlagseinrichtungen, Kaianlagen und Lagerhäuser wurden vergrößert, die Hafenzufahrten und -becken vertieft. Der Jahresumschlag wird auf 3 Mill. t geschätzt. Die beiden Eisenbahnfährverbindungen Warnemünde–Gjedser und Saßnitz–Trelleborg sind wieder in Betrieb, nachdem einige Jahre kein Fährverkehr bestand. Die Hochseefischereiflotte, ebenfalls verstaatlicht, besteht gegenwärtig aus 35 Loggern und 20 Motortrawlern. Sie werden von den Fischereikombinaten Rostock und Saßnitz, in denen auch die Fänge verarbeitet werden, eingesetzt. Das Fangaufkommen soll für das laufende Jahr 85.000 t betragen. Zur weiteren Steigerung sollte bis Ende 1956 die Zahl der Trawler auf 25 erhöht werden. Literaturangaben Seidel, Wolfgang: Verkehrswirtschaft und Verkehrspolitik in der sowjetischen Besatzungszone. (Mat.) 1953. 235 S. m. 72 Tab. u. 9 Schaubildern. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 225 Schiedsmann A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schirdewan, Karl

Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 In der Binnenschiffahrt ist der Bestand an Fahrzeugen gegenüber der Vorkriegszeit erheblich zurückgegangen: Besonders die Zahl der Selbstfahrer, die das Rückgrat einer modernen Binnenflotte bilden, ist sehr zurückgegangen. Da seit 15 Jahren kaum Neubauten erfolgten, ist der Schiffspark stark überaltert. 1954 wurden 3 Motorkähne mit je 670 t Nutzlast in Dienst gestellt. Technisch und unterhaltsmäßig…

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Schöffen (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Ehrenamtliche Laienrichter, deren Stellung und Wahl durch §§ 25–37 des sowjetzonalen GVG und die dazu ergangene „AO über die Durchführung der Schöffenwahlen im Jahre 1955“ vom 10. I. 1955 (GBl. I S. 9) geregelt ist. Die Straf- und Zivilkammern der Kreisgerichte und die für die erstinstanzlichen Sachen zuständigen Straf- und Zivilsenate der Bezirksgerichte sind mit 1 Richter als Vorsitzendem und 2 Sch. besetzt. Den Berufungssenaten der Bezirksgerichte und den Senaten des Obersten Gerichts gehören keine Sch. an. Zu politisch oder wirtschaftspolitisch besonders wichtigen Verfahren können die Sch. ohne Beachtung der ausgelosten Reihenfolge ausgesucht werden. Sch. sind auch in den Rechtsauskunftsstellen der Kreisgerichte tätig. Die Sch. werden für 3 Jahre gewählt und sollen an 12 aufeinanderfolgenden Tagen im Jahre an der Rechtsprechung des Gerichts teilnehmen. Erweist ein Sch. sich als „ungeeignet“, so kann er auf Antrag des Leiters des zuständigen Gerichts abberufen werden. Die Sch. sollen „Propagandisten der demokratischen Gesetzlichkeit“ werden. Eine Sch.-Kartei soll Aufschluß über ihre Beteiligung an der Rechtsprechung, der Schulung und der politischen Massenarbeit geben. „Die Vermittlung von Rechtskenntnissen in der Schöffenschulung muß immer im Zusammenhang der politischen Ereignisse geschehen. Formale Paragraphenkenntnis — etwa im BGB — paßt nicht zu unseren Schöffen.“ (Görner in „Der Schöffe“, 1955, S. 261). „Mit Hilfe der Schöffen wird unsere demokratische Justiz zu einem noch schärferen Instrument im Kampf gegen die Kriegsverträge von Bonn und Paris, im Kampf gegen Spionage, Agenten, Saboteure und alle übrigen Feinde des deutschen Volkes, im Kampf für die Wiederherstellung der Einheit unseres Vaterlandes und die Sicherung des Friedens [S. 227]werden.“ (Grass in „Neue Justiz“, 1955, S. 144). (Gerichtsverfassung, Rechtswesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 226–227 Schneeberg A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schön, Otto

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Ehrenamtliche Laienrichter, deren Stellung und Wahl durch §§ 25–37 des sowjetzonalen GVG und die dazu ergangene „AO über die Durchführung der Schöffenwahlen im Jahre 1955“ vom 10. I. 1955 (GBl. I S. 9) geregelt ist. Die Straf- und Zivilkammern der Kreisgerichte und die für die erstinstanzlichen Sachen zuständigen Straf- und Zivilsenate der Bezirksgerichte sind mit 1 Richter als Vorsitzendem und 2 Sch. besetzt. Den…

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Schönfärberei (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 Pj. Funktionären und Mitgliedern der SED wird Sch. vorgeworfen, wenn sie in Arbeitsberichten die Situation in ihrem Arbeitsgebiet zu positiv darstellen. Sch. liegt im Pressewesen vor, wenn Mißstände geleugnet werden, statt zur Kritik und Selbstkritik aufzufordern. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 227 Schönebeck A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Scholz, Paul

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 Pj. Funktionären und Mitgliedern der SED wird Sch. vorgeworfen, wenn sie in Arbeitsberichten die Situation in ihrem Arbeitsgebiet zu positiv darstellen. Sch. liegt im Pressewesen vor, wenn Mißstände geleugnet werden, statt zur Kritik und Selbstkritik aufzufordern. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 227 Schönebeck A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U,…

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Schulung, Innerbetriebliche (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 Bezeichnung des Pj. für die in der Arbeitsstätte durchgeführte systematische, politische und arbeitspolitische Beeinflussung der Arbeitnehmer. Den Rahmen hierzu bieten die Betriebsabendschulen, die lt. FDGB-Beschluß vom 10. 6. 1951 in allen VE-Betrieben, VE-Gütern, den MTS, den Verwaltungen usw. geschaffen wurden. Der Themenplan dieser Schulen, die in erster Linie der Qualifikation der Aktivisten, Brigadiere, Meister, Intelligenzler, Gewerkschaftsorganisatoren und Vertrauensleute dienen, enthält Vorträge und Seminare über Marx, Engels, Lenin, Stalin, über „das Wesen der kapitalistischen Ausbeutung“; auch soll das „demokratische Staatsbewußtsein“ geweckt werden. Ferner werden in den Abendschulen Anleitungen über den Fünfjahrplan, die VEB-Pläne, über Rentabilitätsfragen, Lohnpolitik, Leistungsprinzip usw. vermittelt. Der Unterricht findet nach Arbeitsschluß zweimal monatlich mit einer Dauer von je 2 Stunden in den Betrieben bzw. am Arbeitsort der außerbetrieblich Arbeitenden statt. Die von geschulten Zirkelleitern geführten. Arbeitszirkel umfassen im allgemeinen 30 Teilnehmer. Die i. Sch. ist ein wirkungsvolles Instrument der totalen ideologischen Durchdringung und Überwachung und ein Mittel der einer allmählichen „Bewußtseinsänderung“ dienenden „Lernbewegung“. (Schulung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 228 Schulung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schulungskommission

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 Bezeichnung des Pj. für die in der Arbeitsstätte durchgeführte systematische, politische und arbeitspolitische Beeinflussung der Arbeitnehmer. Den Rahmen hierzu bieten die Betriebsabendschulen, die lt. FDGB-Beschluß vom 10. 6. 1951 in allen VE-Betrieben, VE-Gütern, den MTS, den Verwaltungen usw. geschaffen wurden. Der Themenplan dieser Schulen, die in erster Linie der Qualifikation der Aktivisten, Brigadiere, Meister,…

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Schwangerenberatung (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Im Rahmen des Ausbaus der gesundheitlichen Vorbeugung (Gesundheitswesen) seit 1950 in allen Kreisen errichtete Fürsorgestellen unter fachärztlicher Leitung, mit Hebamme und Fürsorgerin besetzt. Zur Erlangung der Lebensmittelzulagen müssen die Schwangeren sich hier regelmäßig untersuchen lassen. Damit kann Schwangerschaftsschädigungen und vorzeitigen Beendigungen entgegengewirkt werden, die bei starker Arbeitsbelastung der Frauen und Verkürzung der Schutzfristen (Arbeitsschutz) besonders häufig sind. (Schwangerschafts- und Wochenhilfe) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 228 Schumann, Kurt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schwangerschafts- und Wochenhilfe

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Im Rahmen des Ausbaus der gesundheitlichen Vorbeugung (Gesundheitswesen) seit 1950 in allen Kreisen errichtete Fürsorgestellen unter fachärztlicher Leitung, mit Hebamme und Fürsorgerin besetzt. Zur Erlangung der Lebensmittelzulagen müssen die Schwangeren sich hier regelmäßig untersuchen lassen. Damit kann Schwangerschaftsschädigungen und vorzeitigen Beendigungen entgegengewirkt werden, die bei starker Arbeitsbelastung…

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Schwerin (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1. Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der sog. Verwaltungsreform aus dem Südwestteil von Mecklenburg und Gebietsteilen von Brandenburg; 8.599 qkm, 0,7 Mill. Einwohner (1955). 1 Stadtkreis: Schwerin; 10 Landkreise: Bützow, Gadebusch, Güstrow, Hagenow, Lübz, Ludwigslust, Parchim, Perleberg, Schwerin, Sternberg. 2. Stadtkreis im mecklenburgischen Bezirk Sch., Bezirksstadt, Kreisstadt, am Schweriner See, mit 94.171 Einwohnern (1955) zweitgrößte Stadt Mecklenburgs; Schloß (19. Jh.) mit Schloßkirche des alten Schlosses (16. Jh.), hochgotischer Dom (12./15. Jh.); Maschinen-, Bekleidungs-, Holz-, Nahrungsmittel- und chemische Industrie; Sitz des Landesbischofs der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs. Sch. wird 1018 als Wendenburg erstmals urkundlich erwähnt. 1160 gründete Heinrich der Löwe die deutsche Stadt, die nach Errichtung des nach ihr benannten Bistums von 1167–1239 Bischofssitz und bis 1359 Residenz der Grafen von Sch. war. 1648 kam Sch. mit dem säkularisierten Bistum an Mecklenburg-Sch. Von 1837–1918 Residenz der Großherzöge von Mecklenburg-Sch., war Sch. bis 1952 Landeshauptstadt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 229 Schweinemastaktion A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schwerindustrie

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1. Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der sog. Verwaltungsreform aus dem Südwestteil von Mecklenburg und Gebietsteilen von Brandenburg; 8.599 qkm, 0,7 Mill. Einwohner (1955). 1 Stadtkreis: Schwerin; 10 Landkreise: Bützow, Gadebusch, Güstrow, Hagenow, Lübz, Ludwigslust, Parchim, Perleberg, Schwerin, Sternberg. 2. Stadtkreis im mecklenburgischen Bezirk Sch., Bezirksstadt, Kreisstadt, am Schweriner See, mit…

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Seefrachten, Deutsches Kontor für (Deutfracht) (1956)

Siehe auch das Jahr 1958 Aufgabe: Übernahme von Seefrachten jeder Art von und nach allen Erdteilen. „Der Betrieb hat den vom Ministerium für ➝Außenhandel und Innerdeutschen Handel aufgestellten Befrachtungsplan durchzuführen, insbesondere Charterverträge zur Realisierung der Seetransporte für Importe und Exporte im Rahmen des Befrachtungsplanes als Befrachtungsmakler oder auf eigene Rechnung abzuschließen.“ (Statut des VEB „Deutsches Kontor für Seefrachten“ vom 24. 10. 1952, MinBl. d. DDR, Nr. 47 vom 14. 11. 1952.) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 230 SED A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Seepolizei

Siehe auch das Jahr 1958 Aufgabe: Übernahme von Seefrachten jeder Art von und nach allen Erdteilen. „Der Betrieb hat den vom Ministerium für ➝Außenhandel und Innerdeutschen Handel aufgestellten Befrachtungsplan durchzuführen, insbesondere Charterverträge zur Realisierung der Seetransporte für Importe und Exporte im Rahmen des Befrachtungsplanes als Befrachtungsmakler oder auf eigene Rechnung abzuschließen.“ (Statut des VEB „Deutsches Kontor für Seefrachten“ vom 24. 10. 1952, MinBl. d.…

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Sekretariat des ZK der SED (1956)

Siehe auch: Sekretariat des Zentralkomitees (ZK) der SED: 1975 1979 1985 Sekretariat des ZK der SED: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 „Das Zentralkomitee wählt … zur Leitung der laufenden Arbeit, hauptsächlich zur Organisierung der Kontrolle der Durchführung der Parteibeschlüsse und zur Auslese der Kader, das Sekretariat.“ (Statut der SED im: „Protokoll des IV. Parteitages der SED“, Dietz-Verlag, Berlin 1954, S. 1129.) Mitgl. d. S.: Ulbricht, Oelßner, Schirdewan, Mückenberger (sämtlich gleichfalls im Politbüro) sowie Wandel, Ziller, Norden, Hager. Literaturangaben Chronologische Materialien zur Geschichte der SED 1945 bis 1956. Berlin 1956, Informationsbüro West. DIN A4, 640 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 230 Seigewasser, Hans A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Sektierer

Siehe auch: Sekretariat des Zentralkomitees (ZK) der SED: 1975 1979 1985 Sekretariat des ZK der SED: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 „Das Zentralkomitee wählt … zur Leitung der laufenden Arbeit, hauptsächlich zur Organisierung der Kontrolle der Durchführung der Parteibeschlüsse und zur Auslese der Kader, das Sekretariat.“ (Statut der SED im: „Protokoll des IV. Parteitages der SED“, Dietz-Verlag, Berlin 1954, S. 1129.) Mitgl. d. S.: Ulbricht, Oelßner, Schirdewan,…

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Selbstkritik (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Kritik und Selbstkritik. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 231 Selbstkosten A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Selbstverpflichtung

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Kritik und Selbstkritik. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 231 Selbstkosten A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Selbstverpflichtung

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Sequesterbefehl (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Befehl Nr. 124 der SMAD vom 20. 10. 1945, wonach in der SBZ zahlreiche gewerbliche Unternehmen beschlagnahmt wurden. Unter der Bezeichnung „Über die Beschlagnahme und provisorische Übernahme einiger Eigentumskategorien“ ordnete der Befehl an, „das Eigentum, das sich auf dem von den Truppen der Roten Armee besetzten Territorium Deutschlands befindet und Personen gehört, die von dem sowjetischen Militärkommando durch besondere Listen oder auf andere Weise bezeichnet werden, als beschlagnahmt zu erklären“. Unter den „Personen“ waren nach sowjetischer Formulierung „Naziaktivisten und Rüstungsfabrikanten“ zu verstehen. Dieser Befehl gab den Vorwand für die Beschlagnahme wichtiger Industriebetriebe. Ein Teil davon wurde nach dem Befehl 167 vom 5. 6. 1946 in das „Eigentum der UdSSR auf Grund der Reparationsansprüche der UdSSR“ übergeführt (SAG-Betriebe). Der größte Teil jedoch wurde durch den Befehl 64 vom 17. 4. 1948 in „Volkseigentum“ übernommen. (VEB) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 232 Semjonow, Wladimir Semjonowitsch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SfS

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Befehl Nr. 124 der SMAD vom 20. 10. 1945, wonach in der SBZ zahlreiche gewerbliche Unternehmen beschlagnahmt wurden. Unter der Bezeichnung „Über die Beschlagnahme und provisorische Übernahme einiger Eigentumskategorien“ ordnete der Befehl an, „das Eigentum, das sich auf dem von den Truppen der Roten Armee besetzten Territorium Deutschlands befindet und Personen gehört, die von dem sowjetischen…

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Sachversicherung (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Alleiniger Versicherer ist die Deutsche ➝Versicherungsanstalt. Nur Transporte werden auch bei der Schwarzmeer und Ostsee Allgemeinen Versicherungs-AG versichert. In der freiwilligen S. werden folgende Zweige betrieben: Feuer, Einbruch. Diebstahl, Leitungswasserschäden, Hausrat, Glas, Sturmschaden, Transport, Maschinen, Bauwesen, allgemeine Haftpflicht, Vermögensschadenhaftpflicht, Kraftfahrzeugkasko, Kraftfahrzeuggepäck, Fahrrad, Kredit, Betriebsunterbrechung, Hagel, Waldbrand, Tierleben, Schlachttier. Literaturangaben Leutwein, Alfred: Die Sach- und Personenversicherung in der SBZ. (BB) 1956. 316 S. m. 53 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 224 Sachsen-Anhalt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SAG

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Alleiniger Versicherer ist die Deutsche ➝Versicherungsanstalt. Nur Transporte werden auch bei der Schwarzmeer und Ostsee Allgemeinen Versicherungs-AG versichert. In der freiwilligen S. werden folgende Zweige betrieben: Feuer, Einbruch. Diebstahl, Leitungswasserschäden, Hausrat, Glas, Sturmschaden, Transport, Maschinen, Bauwesen, allgemeine Haftpflicht, Vermögensschadenhaftpflicht, Kraftfahrzeugkasko,…

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Schichtfahrer (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Hilfstraktoristen oder „Freundschaftsfahrer“ an den MTS, die in Zeiten besonderer Arbeitsanhäufung und zur besseren Ausnutzung der relativ weni[S. 225]gen einsatzfähigen Traktoren die Arbeit im Zwei- oder Dreischichtensystem ermöglichen sollen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 224–225 Schauprozesse A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schidirowa, Maria

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Hilfstraktoristen oder „Freundschaftsfahrer“ an den MTS, die in Zeiten besonderer Arbeitsanhäufung und zur besseren Ausnutzung der relativ weni[S. 225]gen einsatzfähigen Traktoren die Arbeit im Zwei- oder Dreischichtensystem ermöglichen sollen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 224–225 Schauprozesse A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V,…

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Schirdewan, Karl (1956)

Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 [S. 226]* 14. 5. 1907 in Königsberg/Ostpr. als Sohn eines Arbeiters. 1923 KJV, 1925 KPD, 1927/28 Sekretär des KJV in Ostpreußen, seit 1931 Mitgl. des ZK des KJV, ab 1934 wegen illegaler Arbeit Gefängnis und KZ. 1945 KPD, 1946 im SED-Parteivorstand mit der Überprüfung der Tätigkeit der SED-Mitgl. in der NS-Zeit beauftragt, im Febr. 1947 Leiter der Westkommission beim SED-Parteivorstand, im März 1952 als Nachfolger Lohagens 1. Sekretär der SED-Landesleitung Sachsen, im Okt. 1952 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Leipzig, im Dez. 1952 in das ZK der SED zurückberufen und als Sekretär mit dem Aufbau und der Kontrolle der Abt. „Leitende Organe der Partei und der Massenorganisationen“ beauftragt. Seit Juli 1953 außerdem Mitgl. des Politbüros. Seit Juli 1952 Abgeordneter der Volkskammer, am 6. 5. 1955 mit dem „Vaterländischen Verdienstorden“ in Gold ausgezeichnet. Besonders enger Mitarbeiter Ulbrichts im Parteiapparat der SED. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 226 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/schirdewan-karl verwiesen. Schiffahrt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schmidt, Elli

Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 [S. 226]* 14. 5. 1907 in Königsberg/Ostpr. als Sohn eines Arbeiters. 1923 KJV, 1925 KPD, 1927/28 Sekretär des KJV in Ostpreußen, seit 1931 Mitgl. des ZK des KJV, ab 1934 wegen illegaler Arbeit Gefängnis und KZ. 1945 KPD, 1946 im SED-Parteivorstand mit der Überprüfung der Tätigkeit der SED-Mitgl. in der NS-Zeit beauftragt, im Febr. 1947 Leiter der Westkommission beim SED-Parteivorstand, im März 1952 als Nachfolger Lohagens 1.…

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Scholz, Paul (1956)

Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 2. 10. 1902 in Braunau/Schles. als Sohn eines Bauern, Landarbeiter, später Fabrikarbeiter, 1923 KPD, in der NS-Zeit mehrfach in Haft. 1945 KPD, stellv. Chefredakteur der Wochenzeitung „Der freie Bauer“, im Auftrag der SED 1948 Mitbegründer der DBD, Hauptgeschäftsführer der Partei, seit Juli 1949 stellv. Parteivorsitzender, vom 15. 11. 1950 bis 23. 5. 1952 Minister für Land- und Forstwirtschaft, danach mit der Leitung der Koordinierungs- und Kontrollstelle für Land-, Forst- und Wasserwirtschaft beauftragt, stellv. Ministerpräsident, vom 25. 11. 1953 bis 17. 3. 1954 erneut Minister für Land- und Forstwirtschaft, weiterhin Stellv. des Vorsitzenden des Ministerrats und Mitgl. des Präsidiums des Ministerrats. Seit 24. 11. 1955 ist Sch. Vors. der Kommission für Fragen der Landwirtschaft beim Präsidium des Ministerrats und seit 16. 6. 1956 Vors. des Beirates für LPG beim Ministerrat. Seit 7. 10. 1949 Abgeordneter der Volkskammer. 6. 10. 1954 „Vaterländischer Verdienstorden“ in Gold. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 227 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/scholz-paul verwiesen. Schönfärberei A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schulen, Allgemeinbildende

Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 2. 10. 1902 in Braunau/Schles. als Sohn eines Bauern, Landarbeiter, später Fabrikarbeiter, 1923 KPD, in der NS-Zeit mehrfach in Haft. 1945 KPD, stellv. Chefredakteur der Wochenzeitung „Der freie Bauer“, im Auftrag der SED 1948 Mitbegründer der DBD, Hauptgeschäftsführer der Partei, seit Juli 1949 stellv. Parteivorsitzender, vom 15. 11. 1950 bis 23. 5. 1952 Minister für Land- und Forstwirtschaft, danach mit der Leitung der…

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Schulen, Allgemeinbildende (1956)

Siehe auch das Jahr 1958 Oberschulen, Grundschulen. Im Unterschied zu den „berufsbildenden“ Schulen, Berufsschulen, Fachschulen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 227 Scholz, Paul A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schulklub

Siehe auch das Jahr 1958 Oberschulen, Grundschulen. Im Unterschied zu den „berufsbildenden“ Schulen, Berufsschulen, Fachschulen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 227 Scholz, Paul A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schulklub

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Schulungskommission (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 Eine der von der BGL in den VEB gebildeten Kommissionen. Ihre Aufgabe ist es, die Ideologie des Kommunismus und dessen Vorstellung von den wirtschaftlichen Zusammenhängen zu propagieren. Dazu hat sie vor allem gewerkschaftliche Bildungsabende und Zirkel zu veranstalten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 228 Schulung, Innerbetriebliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schulz, Berta

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 Eine der von der BGL in den VEB gebildeten Kommissionen. Ihre Aufgabe ist es, die Ideologie des Kommunismus und dessen Vorstellung von den wirtschaftlichen Zusammenhängen zu propagieren. Dazu hat sie vor allem gewerkschaftliche Bildungsabende und Zirkel zu veranstalten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 228 Schulung, Innerbetriebliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M,…

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Schwangerschafts- und Wochenhilfe (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 [S. 229]Sämtliche Sozialversicherte (Sozialversicherungs- und Versorgungswesen) erhalten bei Schwangerschaft und Geburt Pflege in einem Krankenhaus oder Entbindungsheim, Hebammenhilfe ärztliche Betreuung sowie Arznei- und Heilmittel. Arbeiterinnen und Angestellte erhalten darüber hinaus eine einmalige Unterstützung für jedes neugeborene Kind in Höhe von 50 DM Ost für die Dauer von 5 Wochen vor der Geburt und für 6 Wochen nach der Geburt und Schwangerschafts- bzw. Wochengeld in Höhe des durchschnittlichen Nettoverdienstes des letzten Vierteljahres. Selbständig Erwerbstätige, Studentinnen, Hoch- und Fachschülerinnen sowie ständig mitarbeitende Töchter erhalten Schwangeren- und Wochengeld für 3 Wochen vor und 6 Wochen nach der Geburt und außerdem noch Kindergeld für 12 Wochen in Höhe des halben Wochengeldes. Die Ehefrau eines Versicherten erhält außer ärztlicher Betreuung, Hebammenhilfe, eventueller Pflege in einem Krankenhaus oder Entbindungsheim sowie Arznei- und Heilmitteln eine einmalige Unterstützung in Höhe von 50 DM Ost. Literaturangaben Leutwein, Alfred: Die sozialen Leistungen in der sowjetischen Besatzungszone. 3., erw. Aufl. (BB) 1956. 296 S. m. 65 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 229 Schwangerenberatung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schwarzmeer und Ostsee Allgemeine Versicherungs-AG

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 [S. 229]Sämtliche Sozialversicherte (Sozialversicherungs- und Versorgungswesen) erhalten bei Schwangerschaft und Geburt Pflege in einem Krankenhaus oder Entbindungsheim, Hebammenhilfe ärztliche Betreuung sowie Arznei- und Heilmittel. Arbeiterinnen und Angestellte erhalten darüber hinaus eine einmalige Unterstützung für jedes neugeborene Kind in Höhe von 50 DM Ost für die Dauer von 5 Wochen vor der Geburt und…

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Schwerindustrie (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Nach sowjetzonaler Industriezweig-Gliederung gehören zur Sch. die Bereiche Kohle (mit Braun- und Steinkohle) Energie (mit Elektroenergie und Gas), Metallurgie (mit Eisenindustrie, Nichteisen-Metallindustrie, Hilfsbetrieben für die Metallurgie) und der Bereich Chemie (mit Schwer-Chemie, allgemeiner Chemie, flüssigen Brennstoffen, Kunststoffen und Kali und sonstigem Nichterzbergbau). Ein Ministerium für Sch. bestand von 1953–1955 und wurde von 7* Selbmann geleitet. Dieses Ministerium wurde im Nov. 1955 in drei Produktionsministerien aufgegliedert: je eines für „Kohle und Energie“, für „Berg- und Hüttenwesen und für „Chemische Industrie“. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 229 Schwerin A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schwerpunktbetriebe

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Nach sowjetzonaler Industriezweig-Gliederung gehören zur Sch. die Bereiche Kohle (mit Braun- und Steinkohle) Energie (mit Elektroenergie und Gas), Metallurgie (mit Eisenindustrie, Nichteisen-Metallindustrie, Hilfsbetrieben für die Metallurgie) und der Bereich Chemie (mit Schwer-Chemie, allgemeiner Chemie, flüssigen Brennstoffen, Kunststoffen und Kali und sonstigem Nichterzbergbau). Ein Ministerium für Sch.…

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Seepolizei (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Volkspolizei. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 230 Seefrachten, Deutsches Kontor für (Deutfracht) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Seghers, Anna

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Volkspolizei. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 230 Seefrachten, Deutsches Kontor für (Deutfracht) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Seghers, Anna

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Sektierer (1956)

Siehe auch: Sektierer: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Sektierertum: 1969 1975 1979 1985 Pj., Bezeichnung für „linke“ Abweichungen von der Parteilinie, insbesondere für solche Gruppen und Personen, die den demokratischen Zentralismus nicht anerkennen, sich zugunsten einer auschließlich proletarischen Bewegung gegen die Bündnispolitik der bolschewistischen Partei wenden, z. T. auch den Führungsanspruch Moskaus nicht akzeptieren wollen. Häufig unter „Altkommunisten“ (KP-Mit[S. 231]gliedern der Jahre vor 1934) in Mittel- und Westeuropa vertreten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 230–231 Sekretariat des ZK der SED A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Selbmann, Fritz

Siehe auch: Sektierer: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Sektierertum: 1969 1975 1979 1985 Pj., Bezeichnung für „linke“ Abweichungen von der Parteilinie, insbesondere für solche Gruppen und Personen, die den demokratischen Zentralismus nicht anerkennen, sich zugunsten einer auschließlich proletarischen Bewegung gegen die Bündnispolitik der bolschewistischen Partei wenden, z. T. auch den Führungsanspruch Moskaus nicht akzeptieren wollen. Häufig unter „Altkommunisten“ (KP-Mit[S.…

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Selbstverpflichtung (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Im Pj. die unterschriftlich bestätigte Zusicherung, ein bestimmtes Arbeitspensum innerhalb einer bestimmten Frist zu erfüllen. Otto Lehmann, Mitglied des FDGB-Bundesvorstandes, definierte den Begriff S. wie folgt: „Von allergrößter Bedeutung sind die freiwillig übernommenen zusätzlichen Verpflichtungen einiger Abteilungen und Kollegen, die hervorragende Beispiele eines hohen gesellschaftlichen Bewußtseins, einer hervorragenden Einstellung zur Arbeit und der patriotischen Bereitschaft zur Erfüllung und Übererfüllung der dem Betrieb gestellten Aufgaben sind.“ S. sind also ein Bestandteil der Aktivistenpläne, werden auch zusätzlich abgeschlossen bei besonderen politischen Gelegenheiten, z. B. zu Stalins oder Piecks Geburtstag, zur Maifeier, als Kundgebungen des Protestes, der Zustimmung oder Begeisterung und sind dann Mittel nicht nur der Produktions-, sondern auch der staatspolitischen Propaganda. Durch häufige öffentliche Rügen ist jedoch bekanntgeworden, daß die S. in sehr vielen Fällen nicht erfüllt werden. Sie geraten meist nach der Unterschrift bald in Vergessenheit. Literaturangaben *: Die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft in der Sowjetzone. Materielle, ideologische und disziplinarische Mittel zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und ihre sowjetischen Vorbilder. 2., überarb. Aufl. (BB) 1953. 106 S. mit 6 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 231 Selbstkritik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Selbstverwaltung, Kommunale

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Im Pj. die unterschriftlich bestätigte Zusicherung, ein bestimmtes Arbeitspensum innerhalb einer bestimmten Frist zu erfüllen. Otto Lehmann, Mitglied des FDGB-Bundesvorstandes, definierte den Begriff S. wie folgt: „Von allergrößter Bedeutung sind die freiwillig übernommenen zusätzlichen Verpflichtungen einiger Abteilungen und Kollegen, die hervorragende Beispiele eines hohen gesellschaftlichen Bewußtseins,…

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SfS (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 Abk. für Staatssekretariat für Staatssicherheit. Spitzenbehörde des SSD von Juli 1953 bis Nov. 1955, jetzt wieder MfS. (Staatssicherheitsdienst) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 232 Sequesterbefehl A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Shukow, Grigorij Konstantinowitsch

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1966 1969 Abk. für Staatssekretariat für Staatssicherheit. Spitzenbehörde des SSD von Juli 1953 bis Nov. 1955, jetzt wieder MfS. (Staatssicherheitsdienst) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 232 Sequesterbefehl A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Shukow, Grigorij Konstantinowitsch

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SAG (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Abk. für Sowjetische Aktiengesellschaften. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 224 Sachversicherung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SBZ

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Abk. für Sowjetische Aktiengesellschaften. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 224 Sachversicherung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SBZ

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Schidirowa, Maria (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 Initiatorin einer sowjetischen Aktivistenbewegung zur Bedienung mehrerer Webstühle. Bediente angeblich 120 automatische Webstühle gleichzeitig. Deutsche Nachahmerin ist Berta ➝Schulz. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 225 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen. Schichtfahrer A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schiedsmann

Siehe auch die Jahre 1958 1959 Initiatorin einer sowjetischen Aktivistenbewegung zur Bedienung mehrerer Webstühle. Bediente angeblich 120 automatische Webstühle gleichzeitig. Deutsche Nachahmerin ist Berta ➝Schulz. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 225 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen…

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Schmidt, Elli (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 * 9. 8. 1908 in Berlin, gelernte Schneiderin, trat mit 19 Jahren der KPD bei, leitete das Frauensekretariat in der Bezirksleitung Berlin-Brandenburg. 1933 bis 1937 illegale Tätigkeit in Wuppertal und Berlin, dann emigriert nach Prag, Paris und 1940 nach Moskau. Besuch der Lenin-Schule, richtete unter dem Namen Irene Gärtner über den Sender „Freies Deutschland“ Aufrufe an die deutschen Frauen und Soldaten. Von 1945 bis Mai 1949 Leiterin des Frauensekretariats im zentralen Parteiapparat der KPD bzw. SED, anschließend bis Sept. 1953 Vorsitzende des DFD. Von April 1946 bis Juli 1950 Mitgl. des Zentralsekretariats, bis Juli 1953 Mitgl. des ZK der SED und Kandidatin des Politbüros. Im Zusammenhang mit der Zaisser-Herrnstadt-Opposition als Vors. des DFD abgesetzt, erhielt im Jan. 1954 eine strenge Parteirüge und wurde im April 1954 nicht wieder in das ZK der SED gewählt. Seit Dez. 1953 Leiterin des Instituts für Bekleidungskultur in der SBZ. Durch Beschluß des ZK der SED vom 29. 7. 1956 im Zuge der Entstalinisierung rehabilitiert. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 226 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/schmidt-elli verwiesen. Schirdewan, Karl A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schneeberg

Siehe auch die Jahre 1953 1954 * 9. 8. 1908 in Berlin, gelernte Schneiderin, trat mit 19 Jahren der KPD bei, leitete das Frauensekretariat in der Bezirksleitung Berlin-Brandenburg. 1933 bis 1937 illegale Tätigkeit in Wuppertal und Berlin, dann emigriert nach Prag, Paris und 1940 nach Moskau. Besuch der Lenin-Schule, richtete unter dem Namen Irene Gärtner über den Sender „Freies Deutschland“ Aufrufe an die deutschen Frauen und Soldaten. Von 1945 bis Mai 1949 Leiterin des…

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Schön, Otto (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 9. 8. 1905. Vor 1933 Mitglied der KPD, während der NS-Zeit in Deutschland kurze Zeit verhaftet. 1949 bis 1950 2. Sekretär der SED-Landesleitung Sachsen, 1950 bis 1953 Mitgl. des Sekretariats des ZK, seit 1950 ununterbrochen Mitgl. des ZK. Seit 9. 8. 1955 Träger des „Vaterländischen Verdienstordens“ in Silber. Persönlicher Mitarbeiter Ulbrichts im ZK der SED. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 227 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/schoen-otto verwiesen. Schöffen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schönebeck

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 9. 8. 1905. Vor 1933 Mitglied der KPD, während der NS-Zeit in Deutschland kurze Zeit verhaftet. 1949 bis 1950 2. Sekretär der SED-Landesleitung Sachsen, 1950 bis 1953 Mitgl. des Sekretariats des ZK, seit 1950 ununterbrochen Mitgl. des ZK. Seit 9. 8. 1955 Träger des „Vaterländischen Verdienstordens“ in Silber. Persönlicher Mitarbeiter Ulbrichts im ZK der SED. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und…

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Schulklub (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 Einrichtung zur Betreuung und Beschäftigung grundschulpflichtiger Kinder in der unterrichtsfreien Zeit, vor allem für Kinder berufstätiger Eltern, geschaffen auf Grund der VO. zur Verbesserung der Arbeit der allgemeinbildenden Schulen vom 4. 3. 1954 (6. Durchführungsbestimmung vom 9. 10. 1954). Gilt als Einrichtung der Schule. Umfaßt einen Hort, in dem die Kinder täglich betreut und bei der Erledigung der Schulaufgaben angeleitet werden, sowie Arbeitsgemeinschaften für die Älteren zur Ausfüllung der unterrichtsfreien Zeit. Umfassende Aufgabenstellung. Zusätzliche Aufgaben: Veranstaltungen zu Zwecken der Bildung und Unterhaltung, Sicherung der Erholung während der Ferien. Der Sch. soll seine Aufgaben in enger Zusammenarbeit mit der entsprechenden Pionierorganisation (Junge Pioniere) lösen, ist somit ein Instrument zur Koordinierung der gesamten außerschulischen Erziehung der Grundschulkinder. Sch.s wurden von allen größeren Schulen eingerichtet, schon bestehende Horte einer bestimmten Schule als Bestandteil des Sch.s angegliedert. Der Leiter des Sch.s wird vom Pädagogischen Rat eingesetzt und muß Mitglied des Pädagogischen Rates sein. Er ist für die Leitung verantwortlich, der noch verschiedene Mitarbeiter (darunter der Pionierleiter und ein Mitglied des Elternbeirates) angehören. Der Leiter untersteht der Kontrolle des Direktors, des Pädagogischen Rates und des Elternbeirats. Für den Hort werden hauptamtliche Erzieher eingestellt. Außerdem werden ehrenamtliche Helfer zur Arbeit des Sch.s hinzugezogen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 227 Schulen, Allgemeinbildende A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schulung

Siehe auch die Jahre 1958 1959 Einrichtung zur Betreuung und Beschäftigung grundschulpflichtiger Kinder in der unterrichtsfreien Zeit, vor allem für Kinder berufstätiger Eltern, geschaffen auf Grund der VO. zur Verbesserung der Arbeit der allgemeinbildenden Schulen vom 4. 3. 1954 (6. Durchführungsbestimmung vom 9. 10. 1954). Gilt als Einrichtung der Schule. Umfaßt einen Hort, in dem die Kinder täglich betreut und bei der Erledigung der Schulaufgaben angeleitet werden, sowie…

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Schulz, Berta (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 (Tuchfabrik Görlitz). Initiatorin einer Aktivistenbewegung zur gleichzeitigen Bedienung mehrerer Webstühle. Sowjetisches Vorbild ist Maria ➝Schidirowa. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 228 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen. Schulungskommission A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schumann, Kurt

Siehe auch die Jahre 1958 1959 (Tuchfabrik Görlitz). Initiatorin einer Aktivistenbewegung zur gleichzeitigen Bedienung mehrerer Webstühle. Sowjetisches Vorbild ist Maria ➝Schidirowa. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 228 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei.…

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Schwarzmeer und Ostsee Allgemeine Versicherungs-AG (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Die SuO ist ein sowjetisches Versicherungsunternehmen, dessen Aktien sich ausnahmslos im Besitz sowjetischer staatlicher Organisationen, Banken, Transport- und Versicherungsunternehmen, insbesondere der GOSSTRACH, befinden. Sie hatte früher die Aufgabe, den SAG den erforderlichen Versicherungsschutz zu gewähren. Nach Übertragung der SAG auf deutsche Stellen beschränkt sie sich auf die Transportversicherung von Importen und Exporten, vor allem fremden Valuten und entzieht so der Deutschen ➝Versicherungsanstalt wertvolle Transportversicherungen mit hohen Beitragsaufkommen. Die SuO ist ferner an der Versicherung der VEB beteiligt und gewährt den Teilnehmern des Feriendienstes des FDGB Versicherungsschutz für Reisegepäck und Reiseunfälle. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 229 Schwangerschafts- und Wochenhilfe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schweinemastaktion

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Die SuO ist ein sowjetisches Versicherungsunternehmen, dessen Aktien sich ausnahmslos im Besitz sowjetischer staatlicher Organisationen, Banken, Transport- und Versicherungsunternehmen, insbesondere der GOSSTRACH, befinden. Sie hatte früher die Aufgabe, den SAG den erforderlichen Versicherungsschutz zu gewähren. Nach Übertragung der SAG auf deutsche Stellen beschränkt sie sich auf die Transportversicherung von…

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Schwerpunktbetriebe (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 Direktbetriebe. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 229 Schwerindustrie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SED

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 Direktbetriebe. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 229 Schwerindustrie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SED

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Seghers, Anna (1956)

Siehe auch: Seghers, Anna: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Seghers, Anna, Dr.: 1969 (Richtiger Name: Netty Radvanyi.) * 19. 11. 1900 in Mainz. Schriftstellerin. 1928 Kleist-Preis. 1933 nach Frankreich und später nach Mexiko emigriert. 1947 Rückkehr nach Deutschland. Arbeitet im kommun. Weltfriedensrat, im Kulturbund und im Schriftstellerverband der SBZ mit. 1951 Nationalpreis und Stalin-„Friedens-Preis“, 6. 10. 1954 „Vaterländischer Verdienstorden“ in Silber. Romane: „Aufstand der Fischer von St. Barbara“, „Das siebte Kreuz“, „Die Toten bleiben jung“ u. a. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 230 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/seghers-anna verwiesen. Seepolizei A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Seigewasser, Hans

Siehe auch: Seghers, Anna: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Seghers, Anna, Dr.: 1969 (Richtiger Name: Netty Radvanyi.) * 19. 11. 1900 in Mainz. Schriftstellerin. 1928 Kleist-Preis. 1933 nach Frankreich und später nach Mexiko emigriert. 1947 Rückkehr nach Deutschland. Arbeitet im kommun. Weltfriedensrat, im Kulturbund und im Schriftstellerverband der SBZ mit. 1951 Nationalpreis und Stalin-„Friedens-Preis“, 6. 10. 1954 „Vaterländischer Verdienstorden“ in Silber. Romane: „Aufstand…

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Selbmann, Fritz (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 29. 9. 1899 in Lauterbach (Hessen), Volksschule, Ruhrbergarbeiter, 1920 USPD, 1922 KPD, 1923 im Gefängnis, 1925 Leiter des „Roten Frontkämpferbundes“ im Ruhrgebiet. Bezirksleiter der KPD in Oberschlesien und Sachsen, 1929 Mitgl. des Rheinischen Provinziallandtags, 1930 Mitgl. des preuß. Landtags, 1932 M. d. R., 1933 bis 1945 Zuchthaus und KZ. 1945 Präs. des Landesarbeitsamtes, dann Vizepräs. der Landesverwaltung Sachsen, 1946 Wirtschaftsminister von Sachsen. 1948–49 stellv. Vorsitzender der Deutschen Wirtschaftskommission, Okt. 1949 Industrieminister der „DDR“. Okt. 1950 Minister für Schwerindustrie, seit Ende 1951 Minister für Hüttenwesen und Erzbergbau und seit 5. 11. 1953 wieder Minister für Schwerindustrie. 24. 11. 1956 Stellv. des Vors. des Ministerrats und Vors. der Kommission f. Industrie u. Verkehr beim Präsidium des Ministerrats. Er ist außerdem Mitgl. des Präsidiums des Ministerrates. Seit April 1954 Mitgl. des ZK der SED, seit 17. 10. 1952 Abgeordneter der Volkskammer, am 13. 10. 1953 mit dem Titel „Held der Arbeit“, am 6. 5. 1955 mit dem „Vaterländischen Verdienstorden“ in Silber ausgezeichnet, 16. 8. 1956 mit Titel „Verdienter Bergmann“. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 231 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/selbmann-fritz verwiesen. Sektierer A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Selbstkosten

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 29. 9. 1899 in Lauterbach (Hessen), Volksschule, Ruhrbergarbeiter, 1920 USPD, 1922 KPD, 1923 im Gefängnis, 1925 Leiter des „Roten Frontkämpferbundes“ im Ruhrgebiet. Bezirksleiter der KPD in Oberschlesien und Sachsen, 1929 Mitgl. des Rheinischen Provinziallandtags, 1930 Mitgl. des preuß. Landtags, 1932 M. d. R., 1933 bis 1945 Zuchthaus und KZ. 1945 Präs. des Landesarbeitsamtes, dann Vizepräs. der Landesverwaltung Sachsen,…

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Selbstverwaltung, Kommunale (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 Grundlage des gemeindlichen Verfassungsrechts blieb auch nach dem Zusammenbruch die Deutsche Gemeindeordnung. In einem Erlaß des Präsidenten der Provinz Sachsen vom 9. Aug. 1945 z. B. wird sie als geltendes Recht bezeichnet. Vom 1. bis 15. 9. 1946 fanden in den Ländern der SBZ zunächst Gemeindewahlen statt. Am 20. 6. 1946 folgten die Landtags- und Kreistagswahlen. Ende 1946 und Anfang 1946 traten sodann in den einzelnen Ländern Verfassungen, Kreisordnungen und Gemeindeordnungen mit übereinstimmendem Inhalt in Kraft. In allem ist die Selbstverwaltung der Kreise und Gemeinden ausdrücklich festgelegt. An dieser Rechtslage wurde in der Verfassung der „DDR“ nichts geändert (Art. 139, 142). Inzwischen waren aber ohne eine ausdrückliche Änderung der gesetzlichen Grundlagen bereits Maßnahmen zur Einschränkung des Rechtes der Selbstverwaltung getroffen worden. Die KWU-Verordnung vom 24. 11. 1948 und die Energiewirtschaftsverordnung vom 22. 6. 1949 (ZVOBl. 49, S. 472) entzogen den Gemeinden bereits weitgehend die wirtschaftlichen Grundlagen. Immerhin konnte bis zum Gesetz über die „Reform des öffentlichen Haushaltswesens“ vom 15. 12. 1950 Staatshaushalt) noch von einer ormalen S. gesprochen werden. Mit diesem Gesetz wurde der einheitliche Staatshaushalt der „DDR“ eingeführt. Das Gesetz über die „Staatshaushaltsordnung der DDR“ vom 17. 2. 1954 (GBl. 54/207) legt das neuerdings noch eindeutig fest [S. 232](§ 1). Nachdem auch noch die für die gemeindliche Finanzwirtschaft auschlaggebende Gewerbesteuer und Lohnsummensteuer durch § 13 des Gesetzes über den Staatshaushaltsplan 1951 vom 13. 4. 1951 (GBl. 51/283) auf die Republik übertragen worden waren, stand fest, daß die Gemeinden nicht mehr in der Lage waren, die ihnen als Selbstverwaltungsaufgaben übertragenen Angelegenheiten zu erfüllen. Der Schlußstrich unter diese Entwicklung wurde durch die sog. Verwaltungsreform gezogen. Durch die Ordnungen für den Aufbau und die Arbeitsweise der staatlichen Organe der Bezirke und der Kreise vom 24. 7. 1952 (GBl. 52/621 und 623) wurden praktisch die Landesverfassungen, die Kreis- und Gemeindeordnungen außer Kraft gesetzt, ohne daß dies ausdrücklich erwähnt wurde. Die in diesen Ordnungen festgelegten Aufgaben der Organe der Staatsgewalt sind in Wirklichkeit solche, die vorher den Kreisen und Gemeinden als Selbstverwaltungsaufgaben gesetzlich garantiert waren. Durch die Ende Aug. 1956 von der „Volkskammer“ in 1. Lesung angenommenen zwei Gesetze zur „Entfaltung der Demokratie“ („Ges. über die Rechte und Pflichten der Volkskammer gegenüber den örtlichen Volksvertretungen“ und „Ges. über die örtlichen Organe der Staatsmacht“) wird die Gemeindeordnung der SBZ abgelöst und die seit dem 24. 7. 1952 geltende Kreisordnung und die am 8. 1. 1953 eingeführte „Ordnung über … Stadtverordnetenversammlungen“ schärfer herausgearbeitet. Hierdurch wird eine straffere Leitung und Überwachung der örtlichen Scheinparlamente gewährleistet sein, was das Ende der S. in der SBZ bedeutet. Matern (SED), der Präsident der „Volkskammer“, sagte in der Volkskammersitzung vom 29. bis 30. 8. 1956: „Der demokratische Zentralismus erfordert, daß alle Grundfragen, unter umfassender Auswertung der örtlichen Erfahrungen, zentral entschieden werden. Dabei kommt es darauf an, diese zentrale Aufgabenstellung unter breitester Mitwirkung der Bevölkerung, entsprechend der örtlichen Besonderheiten, zu konkretisieren und zu verwirklichen… Im § 5, Abschnitt 2, wird auch ausdrücklich festgelegt, daß die Beschlüsse der höheren Volksvertretungen für die unteren Volksvertretungen und deren Organe verbindlich sind. Ebenso haben die höheren Volksvertretungen das Recht und die Pflicht, Beschlüsse unterer Volksvertretungen, die gegen die gesetzlichen Bestimmungen und die Beschlüsse der oberen Volksvertretung verstoßen, aufzuheben.“ (ND v. 31. 8. 1956) (Verfassung und Verwaltung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 231–232 Selbstverpflichtung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Semjonow, Wladimir Semjonowitsch

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 Grundlage des gemeindlichen Verfassungsrechts blieb auch nach dem Zusammenbruch die Deutsche Gemeindeordnung. In einem Erlaß des Präsidenten der Provinz Sachsen vom 9. Aug. 1945 z. B. wird sie als geltendes Recht bezeichnet. Vom 1. bis 15. 9. 1946 fanden in den Ländern der SBZ zunächst Gemeindewahlen statt. Am 20. 6. 1946 folgten die Landtags- und Kreistagswahlen. Ende 1946 und Anfang 1946 traten sodann in den einzelnen Ländern Verfassungen,…

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Shukow, Grigorij Konstantinowitsch (1956)

* 1895 in Strelkowa (Mittel-Rußland) als Sohn eines Bauern; Metallarbeiter, schloß sich nach 1917 der Roten Armee [S. 233]und der bolschewistischen Partei an. Während des Bürgerkrieges Regimentskommandeur, Anfang der zwanziger Jahre Teilnahme am Ausbildungskursus für Generalstabsoffiziere, Armeekommandeur im Fernen Osten; leitete 1940 die Besetzung Bessarabiens. Im Febr. 1941 stellv. Volkskommissar für Landesverteidigung, zeitweise Chef des Generalstabes, im Herbst 1941 Oberbefehl an der Mittelfront, Anfang 1943 Oberbefehl an der Südfront (Stalingrad), 1945 Eroberung von Berlin. Nach dem Kriege Vertreter der SU im Alliierten Kontrollrat, Oberbefehlshaber der Sowjet. Besatzungstruppen in der SBZ. Am 22. 3. 1946 in die SU zurückberufen. Nach Stalins Tod stellv. Verteidigungsminister, am 6. 2. 1955 als Nachfolger Bulganins zum Verteidigungsminister der SU ernannt. Dreimal „Held der Sowjetunion“ dreifacher Träger des Lenin-Ordens und anderer hoher sowj. und ausländ. Orden. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 232–233 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen. SfS A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Sichtwerbung

* 1895 in Strelkowa (Mittel-Rußland) als Sohn eines Bauern; Metallarbeiter, schloß sich nach 1917 der Roten Armee [S. 233]und der bolschewistischen Partei an. Während des Bürgerkrieges Regimentskommandeur, Anfang der zwanziger Jahre Teilnahme am Ausbildungskursus für Generalstabsoffiziere, Armeekommandeur im Fernen Osten; leitete 1940 die Besetzung Bessarabiens. Im Febr. 1941 stellv. Volkskommissar für Landesverteidigung, zeitweise Chef des Generalstabes, im Herbst 1941 Oberbefehl an der…

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SBZ (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Abk. für Sowjetische Besatzungszone. Teil Deutschlands, der auf Grund der Vereinbarungen unter den Alliierten nach der Kapitulation von sowjetischen Truppen besetzt wurde. Das Gebiet der SBZ ist nicht identisch mit dem durch die Sowjets militärisch eroberten Gebiet. Ein großer Teil des von Engländern und Amerikanern eroberten Raumes wurde im Sommer 1945 im Austausch gegen die Viermächte-Besetzung Berlins der SU abgetreten. Die SBZ wird begrenzt im Norden von der Ostsee, im Osten von der Oder-Neiße-Linie, im Südosten von der tschechoslowakischen Grenze nach dem Verlauf von 1937. Die westliche Zonengrenze, die die SBZ von der Bundesrepublik trennt, verläuft von der Lübecker Bucht nach Süden bis an die Elbe, schließt Mecklenburg, die ehemalige preußische Provinz Sachsen sowie Thüringen ein und trifft ostwärts von Hof auf die tschechoslowakische Grenze. Der sowjetische Sektor von Berlin gehört weder rechtlich noch verwaltungsmäßig zur SBZ, wird aber als Hauptstadt der „DDR“ bezeichnet (vergleiche hierzu die Karten). Die viel gebrauchte Bezeichnung „Ostzone“ für die SBZ ist irreführend. Die SBZ hat als „Mittelzone“ zu gelten, da sie mitten zwischen der Bundesrepublik und den zur Zeit von Polen und der SU verwalteten deutschen Ostgebieten liegt. (Verfassung und Verwaltung, Bevölkerung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 224 SAG A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schauprozesse

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Abk. für Sowjetische Besatzungszone. Teil Deutschlands, der auf Grund der Vereinbarungen unter den Alliierten nach der Kapitulation von sowjetischen Truppen besetzt wurde. Das Gebiet der SBZ ist nicht identisch mit dem durch die Sowjets militärisch eroberten Gebiet. Ein großer Teil des von Engländern und Amerikanern eroberten Raumes wurde im Sommer 1945 im Austausch gegen die Viermächte-Besetzung Berlins der…

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Schiedsmann (1956)

Sühnestellen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 225 Schidirowa, Maria A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schiffahrt

Sühnestellen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 225 Schidirowa, Maria A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schiffahrt

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Schneeberg (1956)

Stadtkreis im sächsischen Bezirk Chemnitz, im westlichen Erzgebirge, mit 30.687 Einwohnern (1955); spätgotische Stadtkirche (16. Jh., mit Altargemälde von Lucas Cranach d. Ä.); früher Bergstadt mit Silber-, Kobalt- und Wismutbergbau, Nickelhütte sowie Textil- und Metallwarenindustrie, Spitzenklöppelei. Spielwarenherstellung und Holzschnitzerei; seit 1946 neben Johanngeorgenstadt Mittelpunkt des sächsischen Uranbergbau-Gebietes. Sch. verdankt seine Entstehung dem 1471 aufgenommenen Silberbergbau und wurde 1481 als Bergwerksstadt gegründet. Seit Aufnahme des Uranbergbaues hat die Stadt eine erhebliche Ausdehnung und Bevölkerungszunahme erfahren; das eingemeindete Bad Oberschlema, eines der stärksten Radiumbäder der Welt, fiel dem Uranbergbau zum Opfer (Heilquellen verschüttet, Badebetrieb eingestellt). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 226 Schmidt, Elli A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schöffen

Stadtkreis im sächsischen Bezirk Chemnitz, im westlichen Erzgebirge, mit 30.687 Einwohnern (1955); spätgotische Stadtkirche (16. Jh., mit Altargemälde von Lucas Cranach d. Ä.); früher Bergstadt mit Silber-, Kobalt- und Wismutbergbau, Nickelhütte sowie Textil- und Metallwarenindustrie, Spitzenklöppelei. Spielwarenherstellung und Holzschnitzerei; seit 1946 neben Johanngeorgenstadt Mittelpunkt des sächsischen Uranbergbau-Gebietes. Sch. verdankt seine Entstehung dem 1471 aufgenommenen…

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Schönebeck (1956)

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Stadt im sachsen-anhaltischen Bezirk Magdeburg, Kreisstadt, an der Elbe, mit 45.850 Einwohnern (1955); Moor- und Solbad in Sch.-Bad Salzelmen; bedeutende Industrie: Metallwaren, Fahrzeug- und Gerätebau, chemische Erzeugnisse (Chemische Industrie), Zement, Salzbergbau, Saline. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 227 Schön, Otto A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schönfärberei

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Stadt im sachsen-anhaltischen Bezirk Magdeburg, Kreisstadt, an der Elbe, mit 45.850 Einwohnern (1955); Moor- und Solbad in Sch.-Bad Salzelmen; bedeutende Industrie: Metallwaren, Fahrzeug- und Gerätebau, chemische Erzeugnisse (Chemische Industrie), Zement, Salzbergbau, Saline. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 227 Schön, Otto A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O,…

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Schulung (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Die Sch. dient einerseits der Kaderbildung (Kader) und andererseits der Massenbeeinflussung. — Der Kaderbildung dienen besonders folgende Schulsysteme (Internatsschulen): Parteihochschule „Karl Marx“ und etwa 100 Parteischulen; Deutsche ➝Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“ und 12 weitere Verwaltungsschulen, Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“ und 25 weitere Jugendschulen, Pionierleiterschulen, Hochschule der Gewerkschaften „Fritz Heckert“ Zentralschulen der Industriegewerkschaften, Grundschulen der Industriegewerkschaften, Spezialschulen des FDGB, ferner Schulen der anderen Parteien und verschiedener Organisationen. Auf den Spitzenanstalten (Hochschulen und Deutsche Akademie) beträgt die normale Dauer der Lehrgänge 1–2 Jahre, auf den übrigen Schulen 3–12 Monate. — Der Massen Beeinflussung dienen besonders: Das Parteilehrjahr der SED, [S. 228]das FDJ-Schuljahr, die staatspolitische Sch., die Betriebsabendschulen des FDGB. Sch. wird in Form von Zirkeln regelmäßig 2–4mal im Monat durchgeführt. Lehrpläne; a) in den Internatsschulen: In den Schulen der SED und FDJ vorwiegend Probleme der stalinistischen Theorie (Geschichte der ➝KPdSU, Entwicklung der deutschen Arbeiterbewegung, dialektischer Materialismus); in den Verwaltungsschulen und in den Schulen des FDGB vorwiegend Gegenwartsprobleme, z. T. unter fachlichen Gesichtspunkten (Wirtschaftsstruktur der SBZ, Methoden der Planwirtschaft, Aufbau des Staats- und Verwaltungsapparats, Struktur und Aufgaben des FDGB usw.). — b) In den verschiedenen Zirkeln der Massenschulung: Im Parteilehrjahr der SED und in den Fortgeschrittenen-Zirkeln des FDJ-Schuljahrs überwiegend Probleme der stalinistischen Theorie, in den übrigen Lehrgängen überwiegend Gegenwartsprobleme, hier vorwiegend unter propagandistischen Gesichtspunkten. Methoden der Sch.: a) In den Internatsschulen: Darbietung des Lehrstoffes in Lektionen, Seminaren, Übungen; Vertiefung im planmäßigen „Selbststudium“; Kritik und Selbstkritik; Bildung von Schüler-Kollektivs (5–20 Personen). Sehr wenig Freizeit, sehr wenig Urlaub, also Verbindung zur Umwelt weitgehend unterbrochen. — b) In den Massen-Sch.: Lektionen durch den Zirkelleiter und Kontrolle, indem der Zirkelleiter meist vorbestimmte Fragen stellt. Einsatz der Schüler der Internatsschulen nach Beendigung der Lehrgänge: Schüler der Spitzenanstalten in zentralen Ministerien und Behörden, in hohen Funktionen der Partei, FDJ und Massenorganisationen; Schüler der anderen Anstalten in verschiedenen Funktionen im Bezirks- und Kreismaßstab. Schon 1951 wurden etwa 3 Mill. Personen in Sch.-Zirkeln erfaßt. (Propaganda) Literaturangaben Schultz, Joachim: Der Funktionär in der Einheitspartei — Kaderpolitik und Bürokratisierung in der SED (Schr. d. Inst. f. polit. Wissenschaft, Berlin, Bd. 8). Stuttgart 1956, Ring-Verlag. 285 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 227–228 Schulklub A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schulung, Innerbetriebliche

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Die Sch. dient einerseits der Kaderbildung (Kader) und andererseits der Massenbeeinflussung. — Der Kaderbildung dienen besonders folgende Schulsysteme (Internatsschulen): Parteihochschule „Karl Marx“ und etwa 100 Parteischulen; Deutsche ➝Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“ und 12 weitere Verwaltungsschulen, Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“ und 25 weitere Jugendschulen,…

DDR A-Z 1956

Schumann, Kurt (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 * 1908 in Eisenach als Sohn eines Postbeamten, Gymnasium, Studium der Rechtswiss., danach im thür. Justizdienst. Während des Krieges Kriegsgerichtsrat, geriet 1942 in Sowjet. Gefangenschaft, Mitgl. des Nationalkomitees Freies Deutschland. 1948 Landgerichtsrat und nach kurzer Zeit Landgerichtsdirektor in Altenburg, 1949 Vorsitzender der Gr. Strafkammer am Landgericht Erfurt, Dez. 1949 Präsident des Obersten Gerichts der „DDR“. Seit 1948 Mitgl. der NDPD und des Hauptausschusses der NDPD. Jan. 1955 Dr. jur. h. c., 6. 10. 1954 „Vaterländischer Verdienstorden“ in Silber. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 228 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/schumann-kurt verwiesen. Schulz, Berta A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schwangerenberatung

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 * 1908 in Eisenach als Sohn eines Postbeamten, Gymnasium, Studium der Rechtswiss., danach im thür. Justizdienst. Während des Krieges Kriegsgerichtsrat, geriet 1942 in Sowjet. Gefangenschaft, Mitgl. des Nationalkomitees Freies Deutschland. 1948 Landgerichtsrat und nach kurzer Zeit Landgerichtsdirektor in Altenburg, 1949 Vorsitzender der Gr. Strafkammer am Landgericht Erfurt, Dez. 1949 Präsident des Obersten Gerichts der „DDR“. Seit 1948 Mitgl. der…

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Schweinemastaktion (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 Seit 1949 planmäßig und zusätzlich zur Ablieferungspflicht auf Vertragsgrundlage zwischen den VVEAB und den Schweinehaltern organisierte Erzeugung und Ablieferung von Schlachtschweinen. Die gesetzlichen Bestimmungen hierzu unterlagen in den einzelnen Jahren mehrfachen Abänderungen, vor allem was die Vergünstigung beim Bezug von Futtermitteln und Brennstoffen zur Durchführung der Mast anbelangt. Vertragsabschlüsse mit privaten Bauernbetrieben gibt es seit dem 1. 12. 1951 nicht mehr, so daß heute nur solche mit den VEG, LPG, VE-Mastbetrieben, mit industriellen und gewerblichen Mästereien sowie mit Anstalten, Krankenhäusern, Schulen und Heimen bestehen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 229 Schwarzmeer und Ostsee Allgemeine Versicherungs-AG A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Schwerin

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 Seit 1949 planmäßig und zusätzlich zur Ablieferungspflicht auf Vertragsgrundlage zwischen den VVEAB und den Schweinehaltern organisierte Erzeugung und Ablieferung von Schlachtschweinen. Die gesetzlichen Bestimmungen hierzu unterlagen in den einzelnen Jahren mehrfachen Abänderungen, vor allem was die Vergünstigung beim Bezug von Futtermitteln und Brennstoffen zur Durchführung der Mast anbelangt. Vertragsabschlüsse mit privaten Bauernbetrieben gibt…

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SED (1956)

Siehe auch: SED: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Sozialistische Einheitspartei: 1965 1966 1969 Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED): 1975 1979 1985 Abk. für Sozialistische Einheitspartei Deutschlands. Unter dem Druck der sowjetischen Besatzungsmacht am 21. 4. 1946 gegründet durch Zusammenschluß von KPD und SPD in der SBZ. Auf dem Vereinigungsparteitag waren [S. 230]47 v. H. der Mitgl. Kommunisten, 53 v. H. Sozialdemokraten. Die zunächst paritätische Besetzung aller Funktionen wurde Anfang 1949 auch formell aufgehoben, alle nicht gleichgeschalteten sozialdemokratischen Funktionäre wurden nach und nach verdrängt. Mitgliederstand: April 1946: 1.298.000, April 1950: 1.750.000, April 1954: 1.413.000, das sind 10,8 v. H. der Einwohner der SBZ über 18 Jahre. Theoretische Grundlage: Lehren von Lenin und Stalin sowie von Marx und Engels in Lenin-Stalinscher Interpretation (Theorie des Marxismus-Leninismus-Stalinismus). Seit 1948 schnelle Bolschewisierung der Partei unter der Parole: Entwicklung der SED zu einer „Partei neuen Typus“. Alleiniges Vorbild: KPdSU. Anerkennung der führenden Rolle der SU und der KPdSU werden für die Mitgliedschaft vorausgesetzt: „Die Partei Lenins und Stalins, die KPdSU, genießt bei den Mitgliedern und besonders bei den Funktionären der Partei unbestrittene Autorität als das große Vorbild bei der Schaffung einer Partei neuen Typus.“ (Entschließung des III. Parteitages im: „Protokoll des III. Parteitages“, Dietz-Verlag, Berlin 1951, S. 266) — Etappenziel der SED; Einheit Deutschlands unter Beibehaltung der sog. „Errungenschaften der DDR“ und ihrer Ausdehnung auf die Bundesrepublik. (vgl. Grotewohl-Rede am 12. 8. 1955 in: „Neues Deutschland“, 13. 8. 1955). Endziel: Errichtung der Diktatur des Proletariats und des sowj. Sozialismus in ganz Deutschland. — Parteiführung und Funktionäre der SED beherrschen sämtliche Massenorganisationen und den gesamten Staats- und Wirtschaftsapparat der SBZ mit der Begründung, die Partei sei der Vortrupp der Arbeiterklasse und vertrete die Interessen aller Werktätigen. Die SED-Parteiführung leitet und kontrolliert die westdeutsche KPD, auch nach deren Verbot. Organisatorischer Aufbau: Parteitagsdelegierte wählen das Zentralkomitee (ZK), von dem das Politbüro und das Sekretariat gewählt werden. Nachgeordnet sind Bezirks-, Kreis-, Stadt- und Ortsleitungen; Grundorganisationen: Betriebs- und Wohngruppen. Zwischen den Parteitagen finden bei politisch gegebenem Anlaß Parteikonferenzen statt, deren Einberufung das ZK beschließt. Eintritt in die SED seit 1. 3. 1949 nur als Kandidat möglich. 1. Sekretär des ZK der SED: Walter ➝Ulbricht. Literaturangaben Chronologische Materialien zur Geschichte der SED 1945 bis 1956. Berlin 1956, Informationsbüro West. DIN A4, 640 S. Stern, Carola: Die SED — Handbuch über Aufbau [\dots] des Parteiapparates (Rote Weißbücher 14). Köln 1954, Kiepenheuer und Witsch. 256 S. m. 1 Plan. (Neuauflage in Vorbereitung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 229–230 Schwerpunktbetriebe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Seefrachten, Deutsches Kontor für (Deutfracht)

Siehe auch: SED: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Sozialistische Einheitspartei: 1965 1966 1969 Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED): 1975 1979 1985 Abk. für Sozialistische Einheitspartei Deutschlands. Unter dem Druck der sowjetischen Besatzungsmacht am 21. 4. 1946 gegründet durch Zusammenschluß von KPD und SPD in der SBZ. Auf dem Vereinigungsparteitag waren [S. 230]47 v. H. der Mitgl. Kommunisten, 53 v. H. Sozialdemokraten. Die zunächst…

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Seigewasser, Hans (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 * 12. 8. 1905 in Berlin als Sohn eines Arbeiters. 1921 KPD. Als Mitgl. der illegalen Bezirksleitung der Roten Hilfe in Berlin 1934 verhaftet und bis 1945 im Zuchthaus und KZ. 1945 KPD, bis 1950 Mitarbeiter im Parteivorstand der SED. Seit 1950 Stellvertreter des Vorsitzenden, seit Anfang 1954 Vorsitzender des Büros des Präsidiums des Nationalrates der Nationalen Front. Seit 15. 10. 1950 Abgeordneter der Volkskammer. Am 6. 5. 1955 mit dem „Vaterländischen Verdienstorden“ in Silber ausgezeichnet. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 230 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/seigewasser-hans verwiesen. Seghers, Anna A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Sekretariat des ZK der SED

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 * 12. 8. 1905 in Berlin als Sohn eines Arbeiters. 1921 KPD. Als Mitgl. der illegalen Bezirksleitung der Roten Hilfe in Berlin 1934 verhaftet und bis 1945 im Zuchthaus und KZ. 1945 KPD, bis 1950 Mitarbeiter im Parteivorstand der SED. Seit 1950 Stellvertreter des Vorsitzenden, seit Anfang 1954 Vorsitzender des Büros des Präsidiums des Nationalrates der Nationalen Front. Seit 15. 10. 1950 Abgeordneter der Volkskammer. Am 6. 5.…

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Selbstkosten (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die S. sind die in einem Betrieb bei der Produktion entstehenden Kosten. Sie bestehen im wesentlichen aus den Ausgaben für Löhne, für Roh- und Hilfsstoffe, für Maschinen und Anlagen und den Gemeinkosten (Kosten für Verwaltung, Transport, Forschungsarbeiten, Instandhaltung der Produktionsanlagen, Verschleiß kurzlebiger Werkzeuge, Brennstoffe, Strom. Gas usw.). Ein wichtiges Ziel der Kommunist. Wirtschaftspolitik ist die Senkung der S., da bei im wesentlichen feststehenden Preisen nur so die Rentabilität der „volkseigenen“ Wirtschaft gesichert werden kann. Da die Kosten für Roh- und Hilfsstoffe und für Maschinen und Anlagen im allgemeinen feststehen, wird die Senkung der S. meist durch Eingriffe in das Lohngefüge, durch Lohnsenkung nach Erhöhung der Arbeitsnormen, erreicht. Die Erhöhung der Arbeitsproduktivität trägt deswegen zur Senkung der S. bei, weil die Gemeinkosten sich auf ein größeres Quantum von Produkten verteilen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 231 Selbmann, Fritz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Selbstkritik

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die S. sind die in einem Betrieb bei der Produktion entstehenden Kosten. Sie bestehen im wesentlichen aus den Ausgaben für Löhne, für Roh- und Hilfsstoffe, für Maschinen und Anlagen und den Gemeinkosten (Kosten für Verwaltung, Transport, Forschungsarbeiten, Instandhaltung der Produktionsanlagen, Verschleiß kurzlebiger Werkzeuge, Brennstoffe, Strom. Gas usw.). Ein wichtiges Ziel der Kommunist. Wirtschaftspolitik…

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Semjonow, Wladimir Semjonowitsch (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 * 1902. Begann nach dem Hochschulstudium seine diplomatische Karriere 1939 als Botschaftsrat in Kowno, wo er die Vorarbeiten zur Liquidierung des litauischen Staates leitete. Ein Jahr später wurde er Botschaftsrat in Berlin; während des 2. Weltkrieges bezog S. Beobachtungsposten in der Stockholmer Sowjetbotschaft und kehrte im Sommer 1945 nach Berlin zurück. Seit 1949 Politischer Berater des Vorsitzenden der Sowjetischen Kontrollkommission, Armee-General Tschuikow, und Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter. Nach Stalins Tod wurde S. Nachfolger Tschuikows und nach Umwandlung der SKK in eine sowjetische Oberkommission Oberkommissar. Am 28. 9. 1953 wurde S. auch zum Chef der Botschaft der UdSSR bei der Regierung der „DDR“ ernannt. Im Juli 1954 von Puschkin abgelöst, seitdem Leiter der Deutschlandabt. im sowj. Außenministerium und seit 22. 3. 1952 stellv. Außenminister der SU. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 232 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/semjonow-wladimir-semjonowitsch verwiesen. Selbstverwaltung, Kommunale A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Sequesterbefehl

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 * 1902. Begann nach dem Hochschulstudium seine diplomatische Karriere 1939 als Botschaftsrat in Kowno, wo er die Vorarbeiten zur Liquidierung des litauischen Staates leitete. Ein Jahr später wurde er Botschaftsrat in Berlin; während des 2. Weltkrieges bezog S. Beobachtungsposten in der Stockholmer Sowjetbotschaft und kehrte im Sommer 1945 nach Berlin zurück. Seit 1949 Politischer Berater des Vorsitzenden der Sowjetischen Kontrollkommission,…

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Sichtwerbung (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Pj. für die Agitation durch Plakate, Bilder, Transparente, Spruchbänder, Wandzeitungen usw., die an auffallenden Stellen im Straßenverkehr und in vielbesuchten Räumen (Fabrikhallen, Wartezimmern, Bahnhöfen, Aufklärungslokalen usw.) angebracht werden. Die Losungen und Parolen hierzu werden zentral von der SED ausgegeben. Wettbewerbe und ständige Aufforderungen zu vermehrter S. führten dazu, daß das Straßen- und Landschaftsbild von den Darstellungen der S. beherrscht war; in den letzten Jahren wurde sie wesentlich eingeschränkt und bei Kongressen mit ausländischen und westdeutschen Gästen oder während der Leipziger Messe vorübergehend ganz unterdrückt. Zur allgemeinen S. tritt die individuelle, in der persönliche politische Bekenntnisse, ergänzt durch Selbstverpflichtungen, zum Aushang gebracht werden. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 233 Shukow, Grigorij Konstantinowitsch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Simon, Paul

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Pj. für die Agitation durch Plakate, Bilder, Transparente, Spruchbänder, Wandzeitungen usw., die an auffallenden Stellen im Straßenverkehr und in vielbesuchten Räumen (Fabrikhallen, Wartezimmern, Bahnhöfen, Aufklärungslokalen usw.) angebracht werden. Die Losungen und Parolen hierzu werden zentral von der SED ausgegeben. Wettbewerbe und ständige Aufforderungen zu vermehrter S. führten dazu, daß das Straßen-…