DDR A-Z 1956

Annaberg-Buchholz (1956)

Siehe auch das Jahr 1969 Stadt im sächsischen Bezirk Chemnitz, Kreisstadt, Hauptort des oberen Erzgebirges, westlich des Pöhlberges, beiderseits der Sehma, mit 31.046 Einwohnern (1955); zwei spätgotische Kirchen, im Sehmatal: Frohnauer Hammer (Hüttenwerk von 1436); Mittelpunkt der Posamentenindustrie und der Spitzenklöppelei, Uranbergbau (Flotationsanlagen zur Herstellung von Uranerzkonzentraten), daneben Papierindustrie und Maschinenbau. A. verdankt seine Entstehung dem Silberbergbau und wurde 1496 [S. 17]durch Herzog Albrecht den Beherzten von Sachsen gegründet. Im 16. Jh. lebte Adam Riese als Bergschreiber in A. Nach Rückgang des Bergbaues linderte Barbara Uttmann durch Einführung der Spitzenklöppelei (1561) die wirtschaftliche Not der Stadt. 1945 wurde A. mit der Nachbarstadt A. zu A.-B. vereinigt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 16–17 Anleitung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Antifaschistisch-demokratische Ordnung

Siehe auch das Jahr 1969 Stadt im sächsischen Bezirk Chemnitz, Kreisstadt, Hauptort des oberen Erzgebirges, westlich des Pöhlberges, beiderseits der Sehma, mit 31.046 Einwohnern (1955); zwei spätgotische Kirchen, im Sehmatal: Frohnauer Hammer (Hüttenwerk von 1436); Mittelpunkt der Posamentenindustrie und der Spitzenklöppelei, Uranbergbau (Flotationsanlagen zur Herstellung von Uranerzkonzentraten), daneben Papierindustrie und Maschinenbau. A. verdankt seine Entstehung dem Silberbergbau…

DDR A-Z 1956

Appelt, Rudolf (1956)

Siehe auch das Jahr 1954 geb. 5. 12. 1890 in Niederhanichen (CSR), kaufm. Angestellter, Redakteur in der tschechischen KP-Presse, Parteisekretär und Abgeordneter, 1938 in die SU emigriert, dort Verlagsleiter, Redakteur und Mitarbeiter von Radio Moskau. Juni 1945 bis Apr. 1946 in Prag tätig, dann Vizepräsident der deutschen Zentralverwaltung für Interzonen- und Außenhandel, ab 1948 Leiter der entsprechenden Hauptverwaltung der DWK, seit 16. 10. 1949 Chef der Diplomatischen Mission der „DDR“ in Moskau, seit 1. 10. 1953 Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der „DDR“ in Moskau. Verstorben am 2. Juli 1955. Nachfolger wurde König. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 17 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/appelt-rudolf verwiesen. Apothekenreform A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeit, Abteilung für

Siehe auch das Jahr 1954 geb. 5. 12. 1890 in Niederhanichen (CSR), kaufm. Angestellter, Redakteur in der tschechischen KP-Presse, Parteisekretär und Abgeordneter, 1938 in die SU emigriert, dort Verlagsleiter, Redakteur und Mitarbeiter von Radio Moskau. Juni 1945 bis Apr. 1946 in Prag tätig, dann Vizepräsident der deutschen Zentralverwaltung für Interzonen- und Außenhandel, ab 1948 Leiter der entsprechenden Hauptverwaltung der DWK, seit 16. 10. 1949 Chef der Diplomatischen Mission der…

DDR A-Z 1956

Arbeit, Gesetz der (1956)

Siehe auch: Arbeit, Gesetz der: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Arbeitsgesetzbuch: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Arbeitsgesetzbuch (AGB): 1979 1985 Gesetzbuch der Arbeit: 1963 1965 1966 1969 1975 Gesetzbuch der Arbeit (GBA): 1979 1985 Kurztitel für „Gesetz der Arbeit zur Förderung und Pflege der Arbeitskräfte, zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und zur weiteren Verbesserung der materiellen und kulturellen Lage der Arbeiter“ vom 19. 4. 1950 (GBl. S. 349), wird von der kommun. Propaganda als das arbeitsrechtliche Grundgesetz bezeichnet. In Wahrheit enthält es in offener oder versteckter Form einen weitgehenden Abbau sehr alter Rechte der Arbeiterschaft. In Teil I „Recht auf Arbeit“ wird u. a. bestimmt, daß jedem Bürger ein seinen Fähigkeiten entsprechender Arbeitsplatz nachgewiesen werden muß (§ 1), gleichzeitig wird jedoch die Arbeitskräftelenkung angeordnet, indem die zuständigen Ministerien zur Aufstellung eines Arbeitskräfteplanes verpflichtet werden, so daß das Recht auf Arbeit zur Pflicht zur Arbeit wird. Teil II behandelt das Mitbestimmungsrecht der Arbeiter und Angestellten. Dieses Recht wird praktisch verneint, da es bei der Führung der Wirtschaft durch die staatlichen Organe und in den Betrieben an Stelle von frei gewählten Betriebsräten von den betrieblichen Organen des FDGB (BGL), also des verlängerten Arms der Staatspartei wahrgenommen werden soll. Teil III ordnet Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitsproduktivität an: Abschluß von Betriebsverträgen (Betriebskollektivverträge), Einführung von TAN, des Leistungslohnes, der Lohngruppenkataloge, weitgehende Differenzierung der Löhne (Lohnsystem). Teil IV beschäftigt sich mit der Förderung der Aktivisten- und Wettbewerbsbewegung. Teil V gibt nähere Bestimmungen zur Arbeitskräftelenkung, wobei insbesondere die Pflicht zur Einstellung weiblicher Arbeitskräfte betont wird. Teil VI behandelt die Heranbildung von fachlichem Nachwuchs (Berufslenkung) und der Qualifizierung der Arbeitskräfte, insbesondere von Frauen. Es folgen Rahmenbestimmungen für den Urlaub (Teil VII) und das Kündigungsrecht (Teil VIII). Teil IX bringt Rahmenbestimmungen über den Arbeitsschutz (Arbeitszeit), Teil X solche über Werkküchenessen, bevorzugte Belieferung der Schwerpunktbetriebe mit Nahrungsmitteln und ähnlichem, das mit „Verbesserung der materiellen und kulturellen Lage der Werktätigen“ bezeichnet wird. Im G. d. A. zeichnen sich mit aller Deutlichkeit die Grundzüge der sowjetzonalen Arbeitspolitik ab. Literaturangaben Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. 312 S. m. 24 Anlagen. Leutwein, Alfred: Der Betriebskollektivvertrag in der sowjetischen Besatzungszone. 2., erg. Aufl. (BB) 1955. 86 S. m. 6 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 18 Arbeit, Abteilung für A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeiterkind

Siehe auch: Arbeit, Gesetz der: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Arbeitsgesetzbuch: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Arbeitsgesetzbuch (AGB): 1979 1985 Gesetzbuch der Arbeit: 1963 1965 1966 1969 1975 Gesetzbuch der Arbeit (GBA): 1979 1985 Kurztitel für „Gesetz der Arbeit zur Förderung und Pflege der Arbeitskräfte, zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und zur weiteren Verbesserung der materiellen und kulturellen Lage der Arbeiter“…

DDR A-Z 1956

Arbeiterversorgung (1956)

Pj. für Maßnahmen, die die Lage der Arbeiterschaft verbessern sollen. Der Begriff A. wurde erst mit der Einführung des Neuen Kurses in die Sprache der Funktionäre aufgenommen. Ihren gesetzlichen Niederschlag fand sie in der Verordnung über die weitere Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter und der Rechte der Gewerkschaften vom 10. 12. 1953 (GBl. S. 1219). Ein Abschnitt der Betriebskollektivverträge befaßt sich jeweils mit der A. Dazu gehören Arbeiterwohnungsbau, Werkküchenessen, Einrichtung von Betriebskindergärten usw. Literaturangaben Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. 312 S. m. 24 Anlagen. Leutwein, Alfred: Der Betriebskollektivvertrag in der sowjetischen Besatzungszone. 2., erg. Aufl. (BB) 1955. 86 S. m. 6 Anlagen. Leutwein, Alfred: Die sozialen Leistungen in der sowjetischen Besatzungszone. 3., erw. Aufl. (BB) 1956. 296 S. m. 65 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 19 Arbeiter- und Bauernfakultät (ABF) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeiterwohnungsbau

Pj. für Maßnahmen, die die Lage der Arbeiterschaft verbessern sollen. Der Begriff A. wurde erst mit der Einführung des Neuen Kurses in die Sprache der Funktionäre aufgenommen. Ihren gesetzlichen Niederschlag fand sie in der Verordnung über die weitere Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter und der Rechte der Gewerkschaften vom 10. 12. 1953 (GBl. S. 1219). Ein Abschnitt der Betriebskollektivverträge befaßt sich jeweils mit der A. Dazu gehören Arbeiterwohnungsbau,…

DDR A-Z 1956

Arbeitsbuch (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Das A. wurde durch Verordnung über die Wiedereinführung eines Arbeitsbuches und die Einführung einer Kontrollkarte in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands vom 4. 2. 1947 mit der Änderung vom 21. 2. 1950 (GBl. S. 143) von neuem eingeführt. A.-pflichtig sind jeder unselbständig Beschäftigte und die mithelfenden Familienangehörigen mit Ausnahme der Ehefrau und der minderjährigen Kinder. Das A. dient als Mittel zur Arbeitskräftelenkung. Literaturangaben Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. 312 S. m. 24 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 20 Arbeitsbefreiung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsdisziplin

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Das A. wurde durch Verordnung über die Wiedereinführung eines Arbeitsbuches und die Einführung einer Kontrollkarte in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands vom 4. 2. 1947 mit der Änderung vom 21. 2. 1950 (GBl. S. 143) von neuem eingeführt. A.-pflichtig sind jeder unselbständig Beschäftigte und die mithelfenden Familienangehörigen mit Ausnahme der Ehefrau und der minderjährigen Kinder. Das A. dient als Mittel…

DDR A-Z 1956

Arbeitsgemeinschaften, Ständige (1956)

Siehe auch: Arbeitsgemeinschaften, Sozialistische: 1959 1960 1969 1975 1979 Arbeitsgemeinschaften, Ständige: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Sozialistische Arbeitsgemeinschaften: 1966 1969 Pj. für den Zusammenschluß von mindestens 3 werktätigen ➝Bauern, die Mitgl. der VdgB (BHG) sind, zum Zweck der „Bestellung, Pflege und Aberntung der Felder in gemeinsamer Arbeit“ ohne Veränderung der Eigentumsverhältnisse. Die A. sollen als „organischer Bestandteil der VdgB (BHG)“ eine „Weiterentwicklung der gegenseitigen Hilfe“ sein und werden aus ideologischen Gründen sehr propagiert. Obwohl es offiziell heftig bestritten wird, sind die ständigen A. als eine „ideologische Vorstufe“ zu den LPG, im Volksmund als „Typ 0,5“ bezeichnet, anzusehen. Sie entsprechen den „Bodenbearbeitungsgenossenschaften“ als Vorform der Kolchose in der SU. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 20 Arbeitseinheit A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsgemeinschaft Medizinischer Verlage

Siehe auch: Arbeitsgemeinschaften, Sozialistische: 1959 1960 1969 1975 1979 Arbeitsgemeinschaften, Ständige: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Sozialistische Arbeitsgemeinschaften: 1966 1969 Pj. für den Zusammenschluß von mindestens 3 werktätigen ➝Bauern, die Mitgl. der VdgB (BHG) sind, zum Zweck der „Bestellung, Pflege und Aberntung der Felder in gemeinsamer Arbeit“ ohne Veränderung der Eigentumsverhältnisse. Die A. sollen als „organischer Bestandteil der VdgB (BHG)“…

DDR A-Z 1956

Arbeitskräfteplan (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 Grundlage der Arbeitskräftelenkung und wird auf Grund der Arbeitskräftebilanz jährlich aufgestellt. Der A. ist ein Teil des Volkswirtschaftsplanes. Verantwortlich sind die Produktionsministerien und Staatssekretariate mit eigenem Geschäftsbereich. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 21 Arbeitskräftelenkung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitskräftereserve

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 Grundlage der Arbeitskräftelenkung und wird auf Grund der Arbeitskräftebilanz jährlich aufgestellt. Der A. ist ein Teil des Volkswirtschaftsplanes. Verantwortlich sind die Produktionsministerien und Staatssekretariate mit eigenem Geschäftsbereich. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 21 Arbeitskräftelenkung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V,…

DDR A-Z 1956

Arbeitslosigkeit (1956)

Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die SED-Propaganda behauptet, in der SBZ gäbe es keine A., es bestehe vielmehr ein Mangel an Arbeitskräften. In Wahrheit gibt es dort eine A., die weit über eine nur durch die natürliche Fluktuation von Arbeitskräften bedingte A. hinausgeht. Mit organisatorischen und propagandistischen Mitteln versucht die Regierung der Zone, die A. zu verheimlichen oder zu bagatellisieren. Eine Statistik, die einen zuverlässigen Vergleich mit den Verhältnissen in der Bundesrepublik erlauben würde, wird in der SBZ nicht geführt. Die Zahl der unterstützten Arbeitslosen ist infolge der Vielfalt der Gründe für einen Ausschluß von der Versicherungsleistung sehr gering (Arbeitslosenversicherung). Die nicht unterstützten Arbeitslosen sind auf die Sozialfürsorge angewiesen. Ursache für die A. in der Zone sind das Nichtfunktionieren der kommun. Planung, der chronische Materialmangel und die jedem Betrieb auferlegten Bemühungen zur Selbstkostensenkung. Es besteht eine Tendenz zum Personalabbau, insbesondere in der Wirtschaftsverwaltung und bei den „unproduktiven“ Hilfskräften. Arbeitslose erhalten in der Zone bedeutend geringere Unterstützungen als in der Bundesrepublik. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 22 Arbeitslosenversicherung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsmethoden, Neue

Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die SED-Propaganda behauptet, in der SBZ gäbe es keine A., es bestehe vielmehr ein Mangel an Arbeitskräften. In Wahrheit gibt es dort eine A., die weit über eine nur durch die natürliche Fluktuation von Arbeitskräften bedingte A. hinausgeht. Mit organisatorischen und propagandistischen Mitteln versucht die Regierung der Zone, die A. zu verheimlichen oder zu bagatellisieren. Eine Statistik, die einen…

DDR A-Z 1956

Arbeitsökonomik (1956)

Siehe auch: Arbeitsökonomie: 1985 Arbeitsökonomik: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Arbeitsökonomik/Arbeitsökonomie: 1975 1979 A. im sowjetzonalen Sinne betrifft nicht die wissenschaftliche Ergründung wirtschaftlicher Arbeitsmethoden nach den Grundsätzen und Methoden der Arbeitsphysiologie. A. ist ein Ausdruck des Pj. für die Produktionspropaganda des Sowjetzonenregimes. Ende 1952 wurde in Dresden das „Institut für A. und Arbeitsschutzforschung“ errichtet, das die Absichten der SED pseudo-wissenschaftlich stützen soll. Das Institut ist dem Ministerium für Arbeit unterstellt, ist also kein Universitätsinstitut. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 23 Arbeitsnorm A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitspolitik

Siehe auch: Arbeitsökonomie: 1985 Arbeitsökonomik: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Arbeitsökonomik/Arbeitsökonomie: 1975 1979 A. im sowjetzonalen Sinne betrifft nicht die wissenschaftliche Ergründung wirtschaftlicher Arbeitsmethoden nach den Grundsätzen und Methoden der Arbeitsphysiologie. A. ist ein Ausdruck des Pj. für die Produktionspropaganda des Sowjetzonenregimes. Ende 1952 wurde in Dresden das „Institut für A. und Arbeitsschutzforschung“ errichtet, das die…

DDR A-Z 1956

Arbeitsschutz (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Die Verordnung zum Schutze der Arbeitskraft vom 5. 10. 1951 (GBl. S. 957) mit Durchführungsbestimmungen, zahlreiche Arbeitsschutzbestimmungen sowohl allgemeiner als auch spezieller Art sowie verschiedene Richtlinien über die Organisierung der Sicherheit in den Betrieben bilden an sich eine ausreichende gesetzliche Grundlage für den A., wenn man vom Schutz für Frauen und Jugendliche absieht. Der ständige Druck zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität, insbesondere aber die Aktivisten- und Wettbewerbsbewegung, haben sehr häufig zur Folge, daß die gesetzlichen Bestimmungen verletzt werden. Dazu kommt der Mangel an Material, der verhindert, daß A.-Einrichtungen geschaffen werden, und der die Versorgung mit A.-Kleidung gefährdet. Die Zahl der Betriebsunfälle beträgt in der SBZ jährlich etwa 500.000. Literaturangaben Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. 312 S. m. 24 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 23 Arbeitsrecht A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsschutz, Bevollmächtigter für

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Die Verordnung zum Schutze der Arbeitskraft vom 5. 10. 1951 (GBl. S. 957) mit Durchführungsbestimmungen, zahlreiche Arbeitsschutzbestimmungen sowohl allgemeiner als auch spezieller Art sowie verschiedene Richtlinien über die Organisierung der Sicherheit in den Betrieben bilden an sich eine ausreichende gesetzliche Grundlage für den A., wenn man vom Schutz für Frauen und Jugendliche absieht. Der ständige…

DDR A-Z 1956

Arbeitsstudie (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Zur Ermittlung der TAN sind von den Normenbearbeitern in kollektiver Arbeit mit den Brigadieren, den Aktivisten und anderen Arbeitern [S. 26]unter Mitwirkung von Ingenieuren A. durchzuführen. Jeder Arbeitsgang ist dabei aufzugliedern, und für jeden einzelnen Teil ist die verwendete Zeit durch Messung festzustellen (Zeitnormativ). Die A. sollen Fehler und Mängel der Arbeitsorganisation und der Materialversorgung aufdecken, den Zustand der Ausrüstung des Arbeitsplatzes sowie seine Ausnutzung sowie die Ausnutzung des Arbeitstages überprüfen und festgestellte Fehler und Mängel beseitigen (§ 5 der Richtlinien zur Ausarbeitung und Einführung technisch begründeter Arbeitsnormen in den volkseigenen und ihnen gleichgestellten Betrieben vom 20. 5. 1952, GBl. S. 401). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 23, 26 Arbeitsschutzvereinbarung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsverpflichtung

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Zur Ermittlung der TAN sind von den Normenbearbeitern in kollektiver Arbeit mit den Brigadieren, den Aktivisten und anderen Arbeitern [S. 26]unter Mitwirkung von Ingenieuren A. durchzuführen. Jeder Arbeitsgang ist dabei aufzugliedern, und für jeden einzelnen Teil ist die verwendete Zeit durch Messung festzustellen (Zeitnormativ). Die A. sollen Fehler und Mängel der Arbeitsorganisation und der Materialversorgung aufdecken, den…

DDR A-Z 1956

Arnstadt (1956)

Siehe auch das Jahr 1969 Stadt im thüringischen Bezirk Erfurt, Kreisstadt, am Nordrand des Thüringer Waldes, beiderseits der Gera, mit 27.392 Einwohnern (1955); spätromanisch-gotische Liebfrauenkirche (13. Jh.), Rathaus (16. Jh.), barockes Schloß (18. Jh.); vielseitige Industrie: Maschinen, Rundfunkröhren, Fern[S. 28]sehgeräte, Handschuhe, Leder, Porzellan. A. wird 704 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1266 Stadtrecht. Seit 1273 Sitz verschiedener thüringischer Grafen, war A. von 1306–1716 im Besitz der in der Stadt residierenden Grafen und Fürsten von Schwarzburg und kam nach deren Aussterben an das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen. Seit 1920 gehört A. zu Thüringen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 27–28 Architektur A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arzneimittelversorgung

Siehe auch das Jahr 1969 Stadt im thüringischen Bezirk Erfurt, Kreisstadt, am Nordrand des Thüringer Waldes, beiderseits der Gera, mit 27.392 Einwohnern (1955); spätromanisch-gotische Liebfrauenkirche (13. Jh.), Rathaus (16. Jh.), barockes Schloß (18. Jh.); vielseitige Industrie: Maschinen, Rundfunkröhren, Fern[S. 28]sehgeräte, Handschuhe, Leder, Porzellan. A. wird 704 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1266 Stadtrecht. Seit 1273 Sitz verschiedener thüringischer Grafen, war A.…

DDR A-Z 1956

Antifaschistisch-demokratische Ordnung (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Im Pj. Bezeichnung für den politischen Zustand in der SBZ bis zur Verkündigung des Aufbaus des Sozialismus. Wird als Vorstufe zur Diktatur des Proletariats betrachtet und steht nach der stalinistischen Theorie auf dem Wege zum Sozialismus zwischen Kapitalismus und Volksdemokratie. „Obwohl in Deutschland keine volksdemokratische Revolution stattgefunden hat, war es in der Ostzone doch möglich, eine antifaschistisch-demokratische Staatsordnung zu errichten, in der die Arbeiterklasse den entscheidenden Einfluß besitzt.“ (Fred Oelßner: „Der Marxismus der Gegenwart und seine Kritiker“, Berlin 1948, S. 220.) Literaturangaben Duhnke, Horst: Stalinismus in Deutschland — Die Geschichte der sowjetischen Besatzungszone (Rote Weißbücher 15). Köln 1955, Kiepenheuer und Witsch. 378 S. Lukas, Richard: 10 Jahre sowjetische Besatzungszone … Mainz 1955, Deutscher Fachschriften-Verlag. 215 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 17 Annaberg-Buchholz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Apolda

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Im Pj. Bezeichnung für den politischen Zustand in der SBZ bis zur Verkündigung des Aufbaus des Sozialismus. Wird als Vorstufe zur Diktatur des Proletariats betrachtet und steht nach der stalinistischen Theorie auf dem Wege zum Sozialismus zwischen Kapitalismus und Volksdemokratie. „Obwohl in Deutschland keine volksdemokratische Revolution stattgefunden hat, war es in der Ostzone doch möglich, eine…

DDR A-Z 1956

Arbeit und Berufsausbildung, Abteilung für (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Die A. hießen [S. 27]bis zur Verwaltungsreform Abt. für Arbeit. (Nicht zu verwechseln mit den Abteilungen für ➝Arbeit in den Betrieben.) Nach Auflösung der Arbeitsämter wurde der größte Teil deren Aufgaben den in den Verwaltungen der Stadt- und Landkreise durch Verordnung vom 12. 7. 1951 (GBl. S. 687) neugeschaffenen Abteilungen für Arbeit übertragen. Im Zuge der Verwaltungsreform wurden 1952 auch in den Bezirksverwaltungen entsprechende Abteilungen geschaffen. Gleichzeitig wurden ihnen in den Bezirks- und Kreisverwaltungen die Fragen der Berufsausbildung übertragen und die Abt. umbenannt. Den A. obliegt die Arbeitskräftelenkung, Überwachung des Arbeitsschutzes sowie die Überprüfung und Registrierung der Betriebskollektivverträge und Betriebsvereinbarungen. Die Auszahlung der Arbeitslosenunterstützung ist Sache der SVK (Arbeitslosenversicherung). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 26–27 Arbeitszeit A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeit und Löhne, Kommission für

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Die A. hießen [S. 27]bis zur Verwaltungsreform Abt. für Arbeit. (Nicht zu verwechseln mit den Abteilungen für ➝Arbeit in den Betrieben.) Nach Auflösung der Arbeitsämter wurde der größte Teil deren Aufgaben den in den Verwaltungen der Stadt- und Landkreise durch Verordnung vom 12. 7. 1951 (GBl. S. 687) neugeschaffenen Abteilungen für Arbeit übertragen. Im Zuge der Verwaltungsreform wurden 1952 auch in den Bezirksverwaltungen…

DDR A-Z 1956

Arbeiter- und Bauernfakultät (ABF) (1956)

Siehe auch: Arbeiter- und Bauernfakultät (ABF): 1958 1959 1960 1962 1963 Arbeiter- und Bauern-Fakultät (ABF): 1953 1954 Arbeiter-und-Bauern-Fakultät (ABF): 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Seit 1949 bestehen an allen Universitäten der SBZ und an einer Reihe weiterer Hochschulen ABF. Zum großen Teil aus Vorstudienanstalten hervorgegangen, sollen sie einen nach klassenkämpferischen Gesichtspunkten ausgesuchten Bevölkerungsteil außerhalb des normalen Schulweges zur Hochschulreife führen. Zugelassen werden Arbeiter- und Bauernkinder sowie Kinder der „werktätigen Intelligenz“, die über eine abgeschlossene Grundschul- und Berufsausbildung verfügen, sich durch hervorragende Arbeitsleistung in der Produktion und große politische Aktivität auszeichnen. Es wird angestrebt, solche Arbeiter bzw. Arbeiterinnen durch Betriebe zu delegieren. Die sorgfältig ausgelesenen und in Internaten untergebrachten Studenten werden von der ABF in drei Jahren auf die Reifeprüfung vorbereitet. Die „allgemeinbildenden ABF“ sind in Hinsicht auf das spätere Studium in drei Zweige aufgeteilt: der gesellschaftswissenschaftliche, der naturwissenschaftlich-mathematische und der medizinisch-landwirtschaftliche. Neben Russisch ist eine zweite Fremdsprache obligatorisch. An einigen Fachhochschulen gibt es „Spezialfakultäten (ABF)“ mit besonderen Lehrplänen. A.u.B.-Studenten erhielten 1954 ein Grundstipendium von 180 DM Ost (Stipendien), das durch gute Ergebnisse der Zwischenprüfungen erhöht werden kann. 1955 gab es 12.000 A.u.B.-Studenten. Nach der Abschlußprüfung werden die A.u.B.-Studenten bevorzugt zum Studium an den von ihnen gewählten Fakultäten und Fachrichtungen zugelassen. Die Studierenden der ABF sollen als Elite der Studentenschaft gelten. (Hochschulen) Literaturangaben Lange, Max Gustav: Wissenschaft im totalitären Staat. Die Wissenschaft der sowjetischen Besatzungszone auf dem Weg zum „Stalinismus“, m. Vorw. v. Otto Stammer (Schr. d. Inst. f. pol. Wissenschaft, Berlin, Bd. 5). Stuttgart 1955, Ring-Verlag. 295 S. Müller, Marianne, und Egon Erwin Müller: „… stürmt die Festung Wissenschaft!“ Die Sowjetisierung der mitteldeutschen Universitäten seit 1945. Berlin 1953, Colloquium-Verlag. 415 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 19 Arbeiterkontrollkommissionen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeiterversorgung

Siehe auch: Arbeiter- und Bauernfakultät (ABF): 1958 1959 1960 1962 1963 Arbeiter- und Bauern-Fakultät (ABF): 1953 1954 Arbeiter-und-Bauern-Fakultät (ABF): 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Seit 1949 bestehen an allen Universitäten der SBZ und an einer Reihe weiterer Hochschulen ABF. Zum großen Teil aus Vorstudienanstalten hervorgegangen, sollen sie einen nach klassenkämpferischen Gesichtspunkten ausgesuchten Bevölkerungsteil außerhalb des normalen Schulweges zur Hochschulreife…

DDR A-Z 1956

Arbeiterwohnungsbau (1956)

Siehe auch: Arbeiterwohnungsbau: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Arbeiterwohnungsbaugenossenschaften (AWG): 1969 1975 1979 1985 Durch VO. vom 10. 12. 1953 wurde die Bildung von A.-Genossenschaften verfügt. Für 1954 waren 100 Mill. DM Ost an Krediten vorgesehen. Die A.-Genossenschaften sind durch Beschäftigte jeweils eines Betriebes zu bilden, bei kleinen Betrieben durch Interessenten mehrerer Betriebe des gleichen Industriezweiges. Der Genossenschaftsanteil beträgt 2.500 DM Ost, die entweder beim Eintritt in voller Höhe oder in monatlichen Teilbeträgen von mindestens 30 DM Ost innerhalb von 5 Jahren zu zahlen sind. Dazu sind Arbeitsleistungen des Genossenschaftlers aufzubringen. Sofern die Eigenleistungen gesichert sind, gibt die Deutsche ➝Investitionsbank unkündbare und zinslose Darlehen bis zu 80 v. H. der Baukosten. Je Wohnung werden höchstens 5.000 DM Ost gegeben. Dazu wird ein Darlehen in Höhe der Eigenleistung als 1. Hypothek gewährt. Für die restlichen Baukosten kann eine 2. Hypothek, die mit 2 v. H. zu tilgen ist, aufgenommen werden. Baugelände soll unentgeltlich von den Bezirks- und Kreisräten zur Verfügung gestellt werden. — Der allgemeine Baustoffmangel, der sich selbst bei vorrangig geförderten Investitionsvorhaben empfindlich auswirkt, hat die Entwicklung der A.-Wohnungsbaugenossenschaften und der Bautätigkeit gehemmt. Anfang Jan. 1955 gab es etwa 300 AWG mit rd. 30.000 Mitgl. über die bisher erstellten Wohnungen liegen noch keine Berichte vor. Literaturangaben Plönies, Bartho: Planen und Bauen in der sowjetischen Besatzungszone und im Sowjetsektor von Berlin. 2., erw. Aufl. (BB) 1953. 134 S. m. 16 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 19 Arbeiterversorgung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsamt

Siehe auch: Arbeiterwohnungsbau: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Arbeiterwohnungsbaugenossenschaften (AWG): 1969 1975 1979 1985 Durch VO. vom 10. 12. 1953 wurde die Bildung von A.-Genossenschaften verfügt. Für 1954 waren 100 Mill. DM Ost an Krediten vorgesehen. Die A.-Genossenschaften sind durch Beschäftigte jeweils eines Betriebes zu bilden, bei kleinen Betrieben durch Interessenten mehrerer Betriebe des gleichen Industriezweiges. Der Genossenschaftsanteil beträgt 2.500 DM…

DDR A-Z 1956

Arbeitsdisziplin (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Das Wirtschaftssystem und die Arbeitspolitik der SBZ verlangen die bedingungslose Unterwerfung von Arbeitern und Angestellten unter die Befehle der Wirtschaftsfunktionäre. Ohne rigorose A. können die wirtschafts- und arbeitspolitischen Maßnahmen des Regimes nicht durchgesetzt werden. Schon 1947 wurde deshalb durch den Befehl Nr. 234 für die Betriebe eine Musterdisziplinarordnung geschaffen, die der Werkleitung eine autonome Disziplinargewalt übertrug. Heute bestehen Disziplinarordnungen a) für Angestellte und Mitarbeiter der staatlichen Verwaltung (Disziplinarordnung vom 10. 4. 1955, GBl. S. 217), b) für Richter (vom 19. 3. 1953, GBl. S. 467), c) für Arbeitsrichter (§ 17 der Verordnung über die Neugliederung und Aufgaben der Arbeitsgerichte vom 30. 4. 1953, GBl. S. 694), d) für Seeleute (Seemannsordnung vom 16. 4. 1953, GBl. S. 583), e) für Angehörige der „Reichsbahn“. Für die Arbeiter und Angestellten in der „volkseigenen“ Wirtschaft ist eine neue Musterarbeitsordnung in Vorbereitung. Disziplinarstrafen sind zur Zeit: Verweis, Verwarnung, Rüge, strenge Rüge, strenger Verweis, Versetzung in eine minderbezahlte Stellung, fristlose Entlassung (Kündigungsrecht), Geldstrafe für Seeleute. Literaturangaben *: Die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft in der Sowjetzone. Materielle, ideologische und disziplinarische Mittel zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und ihre sowjetischen Vorbilder. 2., überarb. Aufl. (BB) 1953. 106 S. mit 6 Anlagen. Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. 312 S. m. 24 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 20 Arbeitsbuch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitseinheit

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Das Wirtschaftssystem und die Arbeitspolitik der SBZ verlangen die bedingungslose Unterwerfung von Arbeitern und Angestellten unter die Befehle der Wirtschaftsfunktionäre. Ohne rigorose A. können die wirtschafts- und arbeitspolitischen Maßnahmen des Regimes nicht durchgesetzt werden. Schon 1947 wurde deshalb durch den Befehl Nr. 234 für die Betriebe eine Musterdisziplinarordnung geschaffen, die der…

DDR A-Z 1956

Arbeitsgericht (1956)

Siehe auch: Arbeitsgericht: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Arbeitsgerichtsbarkeit: 1969 1975 1979 Die A. bestehen als Kreis- und Bezirks-A. zur Entscheidung von Streitigkeiten aus Arbeitsverhältnissen. Die Bezirks-A. entscheiden in zweiter Instanz und in Sozialversicherungsstreitigkeiten, wenn die Entscheidung einer Kreisbeschwerdekommission angefochten wird (Sozialversicherungs- und Versorgungswesen). Ein Senat des Obersten Gerichtes (Gerichtsverfassung) entscheidet über Kassation von Urteilen der A. Das A. darf in Arbeitsstreitigkeiten aus Betrieben, in denen eine Konfliktkommission besteht, nur tätig werden, wenn diese sich vorher mit dem Streit befaßt hat. (Arbeitsrecht) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 21 Arbeitsgemeinschaft Medizinischer Verlage A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitskräftebilanz

Siehe auch: Arbeitsgericht: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Arbeitsgerichtsbarkeit: 1969 1975 1979 Die A. bestehen als Kreis- und Bezirks-A. zur Entscheidung von Streitigkeiten aus Arbeitsverhältnissen. Die Bezirks-A. entscheiden in zweiter Instanz und in Sozialversicherungsstreitigkeiten, wenn die Entscheidung einer Kreisbeschwerdekommission angefochten wird (Sozialversicherungs- und Versorgungswesen). Ein Senat des Obersten Gerichtes (Gerichtsverfassung) entscheidet über…

DDR A-Z 1956

Arbeitskräftereserve (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 Die A. besteht aus den nicht in Arbeit befindlichen, jedoch zur Arbeit tauglichen Arbeitskräften. Hierzu gehören: Arbeitslose („Arbeitsuchende“ genannt), Jugendliche, die nicht vom Nachwuchsplan erfaßt sind, sowie Körperbehinderte. Als arbeitsfähig gelten männliche Personen im Alter von 14 bis 65 Jahren und weibliche Personen im Alter von 15 bis 50 Jahren (§ 3 der 1. Durchführungsbestimmung zur Verordnung über die Aufgaben der Arbeitsverwaltung und die Lenkung der Arbeitskräfte vom 7. 8. 1951, GBl. S. 753). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 21 Arbeitskräfteplan A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitskreis für Land- und Forstwirtschaft, Gesamtdeutscher

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 Die A. besteht aus den nicht in Arbeit befindlichen, jedoch zur Arbeit tauglichen Arbeitskräften. Hierzu gehören: Arbeitslose („Arbeitsuchende“ genannt), Jugendliche, die nicht vom Nachwuchsplan erfaßt sind, sowie Körperbehinderte. Als arbeitsfähig gelten männliche Personen im Alter von 14 bis 65 Jahren und weibliche Personen im Alter von 15 bis 50 Jahren (§ 3 der 1. Durchführungsbestimmung zur Verordnung über die Aufgaben der Arbeitsverwaltung und die…

DDR A-Z 1956

Arbeitsmethoden, Neue (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 N. A. sollen die Arbeitsproduktivität steigern, die Selbstkosten senken sowie die Qualität der Produktion erhöhen. N. A. beziehen sich auf die bessere Organisation der Arbeit, zweckmäßigere Verwendung der Arbeitskraft, Anwendung neuartiger Handgriffe, bessere Maschinenpflege, sorgsameren Umgang mit Rohmaterialien und Hilfsstoffen restlose Ausnutzung der Arbeitszeit u. a. mehr. Sie haben einen Neuerer zum Initiator und werden durch die Aktivistenbewegung mit großem Propagandaaufwand allen Arbeitern zur Anwendung empfohlen. Mittel zur Verbreitung sind der sozialistische ➝Wettbewerb und Selbstverpflichtungen; die N. A. werden in Aktivistenschulen gelehrt. Die N. A. sind in den wenigsten Fällen wirklich neu, oftmals gehören sie anderswo zu lang geübten Gewohnheiten, deren Übernahme man in der SBZ jedoch aus der SU ableitet und als überragenden Fortschritt feiert. Literaturangaben Schwartz, Salomon M.: Arbeiterklasse und Arbeitspolitik in der Sowjetunion. Hamburg 1953, Verlag für Wirtschaft und Sozialpolitik. 367 S. *: Die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft in der Sowjetzone. Materielle, ideologische und disziplinarische Mittel zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und ihre sowjetischen Vorbilder. 2., überarb. Aufl. (BB) 1953. 106 S. mit 6 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 22 Arbeitslosigkeit A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsmoral

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 N. A. sollen die Arbeitsproduktivität steigern, die Selbstkosten senken sowie die Qualität der Produktion erhöhen. N. A. beziehen sich auf die bessere Organisation der Arbeit, zweckmäßigere Verwendung der Arbeitskraft, Anwendung neuartiger Handgriffe, bessere Maschinenpflege, sorgsameren Umgang mit Rohmaterialien und Hilfsstoffen restlose Ausnutzung der Arbeitszeit u. a. mehr. Sie haben einen Neuerer zum…

DDR A-Z 1956

Arbeitspolitik (1956)

Siehe auch: Arbeitskräftelenkung: 1953 1954 1958 1959 1960 1975 1979 Arbeitspolitik: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 [S. 24]Die Arbeitspolitik der SBZ ist typische Arbeitgeber-Interessenpolitik. Staat und Arbeitgeber sind für die Mehrheit aller Arbeitnehmer identisch. Da der Staat zugleich Arbeitsgesetzgeber (ohne demokratische Kontrolle) ist und Selbsthilfe-Organe der Arbeitnehmer (echte Gewerkschaften und Betriebsräte) nicht existieren, steht der einzelne Arbeitnehmer schutzlos und nur auf die vom Staat bekämpfte, nicht organisierte Solidarität seiner Kollegen angewiesen, der sozialen und polizeilichen Übermacht des Staatsarbeitgebers gegenüber. Die traditionellen Aufgaben der A. demokratischer Staaten, nämlich größtmöglicher Schutz, sorgfältige Pflege, gerechte Entlohnung sind in der SBZ der zweckmäßigen Verwendung der Lohnarbeit untergeordnet. Sie geht aus von dem in der Verfassung der SU ausgesprochenen, angeblich sozialistischen Grundsatz: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!“ und verschärft ihn zum uneingeschränkten Leistungsprinzip, bei dem die einzelne menschliche Arbeitskraft in allen Beziehungen nur noch nach ihrem jeweiligen Nutzwert für die staatliche Wirtschaft und den politischen Bestand der „DDR“ behandelt wird. Die A. der SBZ ist darauf gerichtet, einen möglichst großen Teil der Bevölkerung ohne Rücksicht auf Person, Geschlecht und Familie auch gegen den eigenen Willen jeweils dort zu verwenden, wo es der staatliche Arbeitgeber will. Sie zwingt durch ihre Währungspolitik und Preisgestaltung (Preispolitik) auch Frauen, Mütter, Kranke und Invalide zur Lohnarbeit (Frauenarbeit). Insbesondere für die Frauen verkehrt sich deshalb das Prinzip des „gleichen Lohnes für gleiche Arbeit“ in einen sozialen Zwang zur Erwerbstätigkeit und zur gleichen Leistung (Leistungsprinzip). Die Machthaber der SBZ erreichen durch diese A., daß mehr Arbeitnehmer für die gleiche Reallohnsumme arbeiten müssen, die bei angemessener Real-Entlohnung nur für einen Teil der Werktätigen ausgereicht hätte. Dieses System (Lohnsystem) wird ergänzt durch die Schärfe der Bestimmungen über Arbeitslosenunterstützung und Arbeitsvermittlung (Arbeitslosigkeit, Arbeitslosenversicherung). Der Arbeitnehmer muß nach unseren Begriffen unzumutbare Arbeit an anderen Orten der SBZ annehmen. Die Arbeitslosenunterstützung setzt ferner, obgleich Versicherungsbeiträge gezahlt werden, Bedürftigkeit voraus und erreicht nur die vergleichbare Höhe der Sozialfürsorge. Weiterhin bestimmt die A. die Art der Verwendung der Arbeitskraft (Berufslenkung, Arbeitskräfteplan, Arbeitskräftelenkung). Die Schulentlassenen können nur behördlich vorgeplante Berufe ergreifen. Die „Umsetzung“ von Arbeitskräften aus einem Beruf bzw. Betrieb in ein neues Arbeitsvorhaben der Regierung geschieht durch Regierungsanweisungen an den Staatsbetrieb, der dem benötigten Arbeitnehmer zu kündigen hat, und an das Arbeitsamt, das die Entlassenen an den befohlenen Platz vermittelt. Damit die Absichten der A. schnell und billig verwirklicht werden können, wurden die Kündigungsfristen für Angestellte und Arbeiter einheitlich auf 14 Tage verkürzt (Kündigungsrecht). Ein weiteres Instrument dieser Form von A. ist das durch Regierungsdekret geschaffene Lohngefälle zugunsten der jeweils wichtigsten Arbeitsvorhaben. Dieses Lohngefälle wird durch Zusatzurlaub und „Treueprämien“ verstärkt (Prämienwesen, Urlaub). Da bei solcher A. echte Gewerkschaften und Betriebsräte „stören“ könnten, ist der FDGB durch seine eigene Satzung verpflichtet worden, die [S. 25]staatliche A. nicht nur zu unterstützen, sondern ihre Durchführung als seine eigentliche Hauptaufgabe anzusehen. Ferner ist der FDGB nicht nur durch Personalunion aller leitenden Funktionäre mit Ämtern der SED, sondern auch durch seine Satzung auf die Durchführung der Parteianweisungen festgelegt. Der FDGB hat also den Charakter eines „Amtes für psychologische und technische Arbeitsanspornung und Produktionspropaganda“, während er gleichzeitig der SED als deren „politischer Transmissionsriemen in die Massen“ dient. Die Betriebsräte wurden 1948 abgeschafft. Sie sind formell durch die Betriebsgewerkschaftsleitungen (BGL) und Abteilungsgewerkschaftsleitungen (AGL) ersetzt worden, die aber tatsächlich und laut Satzung nur ausführende und jederzeit absetzbare Organe der Staatsgewerkschaft sind. Damit ist der FDGB zu einem Glied in der Kette der Einkreisung des einzelnen Arbeitnehmers an seinem Arbeitsplatz geworden. Andere Glieder sind die nach westlichen Begriffen maßlos vermehrten Aufsichtspersonen, die Betriebsfunktionäre der Staatspartei und anderer Organisationen, die bewaffneten Kampfgruppen, die hauptamtlichen SSD-Agenten und deren Spitzel in den Betrieben. Während im demokratischen Deutschland der wesentliche Teil der Arbeitsbedingungen nicht durch Gesetz, sondern durch Tarifverträge geregelt wird, hat die SBZ in die staatliche Gesetzgebung auch die Lohnsätze, den Urlaub und die Kündigungsfristen (als Mindest- und Höchstbestimmungen zugleich), die Eingruppierung in die Lohngruppen und die einzelnen Akkordpreise, Vorgabezeiten und Gedingelöhne einbezogen (Lohngruppe, Lohngruppenkatalog). An Stelle der Tarifverträge werden zwar Betriebskollektivverträge abgeschlossen, doch haben diese keinen arbeitsrechtlichen, die Löhne und Arbeitsbedingungen gestaltenden Inhalt mehr, sondern zitieren allenfalls noch die von der Regierung dekretierten Lohnsätze in der „Anlage“. Die Betriebskollektivverträge sind vielmehr in Vertragsform gebrachte staatliche Produktions- und Investitionspläne für die Betriebe. Die Vertragsform schafft die juristische Grundlage zur Maßregelung von Arbeitern und Belegschaften, die die vom Staat (Arbeitgeber) gewollten Arbeitserfolge nicht erzielen. Im Zuge dieser Arbeitgeber-Interessenpolitik sind unzählige bisher tariflich gesicherte Rechte der Arbeitnehmer durch Regierungsverordnungen beseitigt worden. Als unkostenfreien Ausgleich hierfür und zugleich zur Ausnutzung des natürlichen Strebens der deutschen Arbeiter nach Anerkennung ihrer Leistungen bietet ihnen der Arbeitgeber „DDR“ Orden, Titel und Prämien (Auszeichnungen). Die „kapitalistische Konkurrenz“ der Betriebe untereinander wird durch Wettbewerbe ersetzt (Wettbewerbsbewegung). Die Sieger erhalten mehr „ideelle Werte“ als materielle Anerkennung; Ersparnisse durch höhere Leistung kommen dem Arbeitgeber allein zugute. Während es Ziel und Aufgabe jeder demokratischen A. ist, die Arbeitnehmerschaft in ihrer Gesamtheit sozial besserzustellen, wurde in der SBZ die Arbeitnehmerschaft bewußt sozial aufgespalten. Zwar bestehen rechtlich keine Unterschiede zwischen Arbeitern und Angestellten mehr, weil letztere den ersteren — statt umgekehrt — angeglichen wurden. Aber statt dessen wurden der Intelligenz unter der Arbeitnehmerschaft Sonderrechte eingeräumt, wie sie die Angestellten nie hatten und die die Intelligenz zu einer — selbst durch besondere Speiseräume — bevorzugten Kaste machen. Das übrige Aufsichtspersonal Meister und Brigadiere — ist durch Lohnerhöhungen und durch Abhängigkeit des Verdienstes von der Soll-[S. 26]Erfüllung bzw. Übererfüllung der ihnen unterstellten Arbeitnehmer zum Antreiben verlockt und teilweise gezwungen. Um echte materielle Gegenleistungen des staatlichen Arbeitgebers für Arbeitsanstrengungen des Arbeitnehmers vermeiden zu können, werden neben der individuellen Verleihung von Titeln, Orden und Prämien auch Massenbewegungen organisiert. Das sind dem FDGB vom Staat aufgetragene Propagandawellen in den Betrieben für bestimmte — meist unbezahlte — Sonderleistungen der Arbeitnehmer. Im Vordergrund aller dieser „Bewegungen“ steht die Forderung nach mehr Arbeit in der gleichen Zeit für den gleichen Lohn (Zeitlohn, Zeitnormativ, TAN). Der Arbeitsschutz hindert den staatlichen Arbeitgeber an der vollen Ausnutzung der ihm ausgelieferten Arbeitskraft. Die SBZ legt daher beim Arbeitsschutz das Hauptgewicht auf den Schutz der Maschinen und Betriebsgebäude vor technischen Schäden und hat den Menschenschutz sogar verringert, insbesondere den für Frauen, Mütter und Jugendliche. Die A. erfaßt auch den kranken und arbeitsunfähigen Menschen. „Arbeitsbefreiungszeugnisse“, die zum Fernbleiben von der Arbeit berechtigten, sind staatlich kontingentiert (Arbeitsbefreiung). Es ist geplant, die Höhe von Sozialversicherungsrenten in Zukunft nicht mehr nach den gezahlten Beiträgen, sondern nach der „volkswirtschaftlichen Bedeutung“ des Versicherten zu bemessen (Sozialversicherungs- und Versorgungswesen). Zur Verschleierung der wahren Tendenzen dieser A. behauptet das Regime, die Betriebe seien „volkseigen“. Da aber nach dem Gesetz der ➝Arbeit sogar die frühere Mitbestimmung der Arbeitnehmer (Mitbestimmungsrecht) „von Staatsorganen ausgeübt“ wird und der Staat als tatsächlicher Herr über die Betriebe selbst nur eine unkontrollierte Clique ist, kann man mit Recht davon sprechen, daß die A. der SBZ in Wahrheit eine Arbeitgeberpolitik derjenigen Funktionäre ist, die sowohl den Staat als auch die Betriebe diktatorisch beherrschen. Literaturangaben Haas, Gerhard: Der FDGB 1954. (BMG) 1954. 48 S. m. 1 Plan. Schwartz, Salomon M.: Arbeiterklasse und Arbeitspolitik in der Sowjetunion. Hamburg 1953, Verlag für Wirtschaft und Sozialpolitik. 367 S. *: Die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft in der Sowjetzone. Materielle, ideologische und disziplinarische Mittel zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und ihre sowjetischen Vorbilder. 2., überarb. Aufl. (BB) 1953. 106 S. mit 6 Anlagen. Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. 312 S. m. 24 Anlagen. Leutwein, Alfred: Die technische Intelligenz in der sowjetischen Besatzungszone. (BB) 1953. 56 S. m. 6 Anlagen. Leutwein, Alfred: Der Betriebskollektivvertrag in der sowjetischen Besatzungszone. 2., erg. Aufl. (BB) 1955. 86 S. m. 6 Anlagen. Leutwein, Alfred: Die sozialen Leistungen in der sowjetischen Besatzungszone. 3., erw. Aufl. (BB) 1956. 296 S. m. 65 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 24–26 Arbeitsökonomik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsproduktivität

Siehe auch: Arbeitskräftelenkung: 1953 1954 1958 1959 1960 1975 1979 Arbeitspolitik: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 [S. 24]Die Arbeitspolitik der SBZ ist typische Arbeitgeber-Interessenpolitik. Staat und Arbeitgeber sind für die Mehrheit aller Arbeitnehmer identisch. Da der Staat zugleich Arbeitsgesetzgeber (ohne demokratische Kontrolle) ist und Selbsthilfe-Organe der Arbeitnehmer (echte Gewerkschaften und Betriebsräte) nicht existieren, steht der einzelne…

DDR A-Z 1956

Arbeitsschutz, Bevollmächtigter für (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 Der BfA wird von der Gewerkschaftsgruppe gewählt. Nach den Richtlinien des FDGB hat er die Durchführung aller gesetzlichen Bestimmungen auf dem Gebiete des Arbeitsrechtes durch den Meister und die Brigadiers zu kontrollieren und die Kollegen der Gewerkschaftsgruppe zur Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen anzuhalten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 23 Arbeitsschutz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsschutzobmann

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 Der BfA wird von der Gewerkschaftsgruppe gewählt. Nach den Richtlinien des FDGB hat er die Durchführung aller gesetzlichen Bestimmungen auf dem Gebiete des Arbeitsrechtes durch den Meister und die Brigadiers zu kontrollieren und die Kollegen der Gewerkschaftsgruppe zur Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen anzuhalten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 23 Arbeitsschutz A, B, C, D,…

DDR A-Z 1956

Arbeitsverpflichtung (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Individuelle A. konnten durch die Arbeitsämter, später die Abteilungen für ➝Arbeit und Berufsausbildung auf Grund der Verordnung über die Sicherung und den Schutz der Rechte bei Einweisung von Arbeitskräften vom 2. 6. 1948 (ZVOBl. S. 255) vorgenommen werden, die ausdrücklich durch § 4, 3 der 1.~Durchführungsbestimmung zur Verordnung über die Aufgaben der Arbeitsverwaltung und die Lenkung der Arbeitskräfte vom 7. 8. 1951 (GBl. S. 753) bestätigt wurde. Nach Aufhebung der genannten Bestimmungen durch die Verordnung vom 30. 9. 1954 (GBl. S. 825) sind individuelle A. nicht mehr möglich, wohl aber noch die Arbeitskräftelenkung. Literaturangaben Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. 312 S. m. 24 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 26 Arbeitsstudie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitszeit

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Individuelle A. konnten durch die Arbeitsämter, später die Abteilungen für ➝Arbeit und Berufsausbildung auf Grund der Verordnung über die Sicherung und den Schutz der Rechte bei Einweisung von Arbeitskräften vom 2. 6. 1948 (ZVOBl. S. 255) vorgenommen werden, die ausdrücklich durch § 4, 3 der 1.~Durchführungsbestimmung zur Verordnung über die Aufgaben der Arbeitsverwaltung und die Lenkung der…

DDR A-Z 1956

Arzneimittelversorgung (1956)

Siehe auch: Arzneimittelversorgung: 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Arzneiversorgung: 1953 Da die pharmazeutisch-chemische Grundstoffproduktion ihren Sitz von jeher ganz überwiegend in Westdeutschland hatte, hätte nur eine rasche Umstellung der chemischen Industrie Mitteldeutschlands nach dem Kriege die A. der SBZ sichern können. Verhindert wurde das durch die Überführung der großen chemischen Werke in SAG und durch die Demontage der vorhandenen Arzneimittelfabriken. Zunächst konnte die A. aus älteren (Wehrmachts-) Beständen und (bis 1948) durch Interzonenkompensationen aufrechterhalten werden. Dann trat ein katastrophenhafter Notstand ein. Erst um 1950 begann der Versuch eines planmäßigen Aufbaus eigener Produktion. Er wurde durch Mangel an qualifizierten Wissenschaftlern und Fehlen ausreichender Erfahrungen mit schwersten Fehlern belastet. Das (aus einem Entwurf der Reichsregierung entwickelte) 1948 länderweise erlassene Arzneimittelgesetz wurde benutzt, um VEB gegenüber privaten Betrieben zu begünstigen, ohne Rücksicht auf folgenschwere Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit. Starre und aus langfristiger Planung bedingte Schwerfälligkeit der zentralen Kommandowirtschaft haben kaum irgendwo so verhängnisvoll sich ausgewirkt wie auf dem subtilen Gebiet der A. Hinzu kamen die anhaltenden Versuche einer Verstaatlichung und Zentralisierung des Arneimittelgroßhandels (zunächst DHZ Chemie, ab 1952 DHZ Pharmazie und Krankenhausbedarf, dem Gesundheitsministerium unterstellt), die die ständigen Reibungen mit dem um seine Existenz kämpfenden privaten Großhandel nicht zu überwinden vermochten. Die Mängel in der A. sind auch heute noch sehr schwer bei neuen Spezialpräparaten, aber auch bei wichtigen Reinmaterialien, Drogen usw. Die Lücken werden durch Interzonenhandel und Import nur zum kleinen Teil gedeckt. Für medizinische Geräte gilt in allen wesentlichen Punkten das gleiche. (Gesundheitswesen) Literaturangaben Weiss, Wilhelm: Das Gesundheitswesen in der sowjetischen Besatzungszone. (BB) 1952. 130 S. m. 15 Anlagen. (Neuauflage in Vorb.) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 28 Arnstadt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arzthelfer

Siehe auch: Arzneimittelversorgung: 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Arzneiversorgung: 1953 Da die pharmazeutisch-chemische Grundstoffproduktion ihren Sitz von jeher ganz überwiegend in Westdeutschland hatte, hätte nur eine rasche Umstellung der chemischen Industrie Mitteldeutschlands nach dem Kriege die A. der SBZ sichern können. Verhindert wurde das durch die Überführung der großen chemischen Werke in SAG und durch die Demontage der vorhandenen…

DDR A-Z 1956

Apolda (1956)

Siehe auch das Jahr 1969 Stadt im thüringischen Bezirk Erfurt, Kreisstadt, an der Ilm, mit 31.135 Einwohnern (1955); bedeutende Textilindustrie (Wirk- und Strickwaren), daneben Maschinenbau, chemische Industrie (Düngemittel), Glockengießerei. A. wird 1119 als ummauerte Siedlung erstmals erwähnt. Die Wirkerei und Strickerei in der Stadt gehen auf das 16. Jh. zurück. A. kam schließlich an Sachsen-Weimar; seit 1920 gehört die Stadt zu Thüringen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 17 Antifaschistisch-demokratische Ordnung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Apothekenreform

Siehe auch das Jahr 1969 Stadt im thüringischen Bezirk Erfurt, Kreisstadt, an der Ilm, mit 31.135 Einwohnern (1955); bedeutende Textilindustrie (Wirk- und Strickwaren), daneben Maschinenbau, chemische Industrie (Düngemittel), Glockengießerei. A. wird 1119 als ummauerte Siedlung erstmals erwähnt. Die Wirkerei und Strickerei in der Stadt gehen auf das 16. Jh. zurück. A. kam schließlich an Sachsen-Weimar; seit 1920 gehört die Stadt zu Thüringen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte,…

DDR A-Z 1956

Arbeit und Löhne, Kommission für (1956)

Siehe auch: Arbeit und Löhne, Komitee für: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Arbeit und Löhne, Kommission für: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Arbeit und Löhne, Staatliches Amt für: 1966 Komitee für Arbeit und Löhne: 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Kommission für Arbeit und Löhne: 1969 1975 1979 Staatliches Amt für Arbeit und Löhne: 1969 1975 1979 In den VEB bildet die BGL die KfAuL. Nach der Richtlinie des FDGB sind ihre Aufgaben vor allem: Kontrolle der im Betriebskollektivvertrag eingegangenen Verpflichtungen auf dem Gebiete der Entlohnung, der Ausbildung und Qualifizierung der Arbeitskräfte sowie der Heranbildung von fachlichem Nachwuchs und der richtigen Eingruppierung der Arbeiter und Angestellten in die Lohn- und Gehaltsgruppen. Sie hat weiter Vorschläge für die Erhöhung des Anteils der Leistungslohnarbeiter auf der Grundlage von TAN zur Verbesserung der bestehenden und zur Entwicklung neuer Prämiensysteme (Prämienwesen) zu machen. Ferner hat sie die Steigerung der Arbeitsproduktivität, die Einhaltung des Lohnfonds und des Arbeitskräfte- und Stellenplans zu überwachen und für die sozialistische Arbeitsdisziplin zu „kämpfen“. Die KfAuL. nimmt demnach nicht die Interessen der Arbeitnehmer wahr, sondern ist ein Instrument zur Durchsetzung der wirtschaftlichen Planziele des sowjetzonalen Regimes. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 27 Arbeit und Berufsausbildung, Abteilung für A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Architektur

Siehe auch: Arbeit und Löhne, Komitee für: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Arbeit und Löhne, Kommission für: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Arbeit und Löhne, Staatliches Amt für: 1966 Komitee für Arbeit und Löhne: 1959 1960 1962 1963 1965 1969 Kommission für Arbeit und Löhne: 1969 1975 1979 Staatliches Amt für Arbeit und Löhne: 1969 1975 1979 In den VEB bildet die BGL die KfAuL. Nach der Richtlinie des FDGB sind ihre Aufgaben vor allem: Kontrolle der im…

DDR A-Z 1956

Arbeiterkind (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 Pj., Kategorie zur Auslese für die gehobene Berufs- und Schulausbildung. „Kinder von Arbeitern und werktätigen Bauern“ (Bauernkind) werden bei der Auswahl der Schüler von Mittel-(Zehnklassen-) und Oberschulen sowie bei der Zulassung zu Hoch- und Fachschulen bevorzugt (Schulen, Hochschulen, Arbeiter- und Bauernfakultäten, Erziehungswesen). Um Kinder aus den seit 1945 sozial unerwünschten Schichten aus dieser Kategorie auszuschalten, wurden zunächst Kinder, deren Eltern erst nach dem 1. 1. 1942 Arbeiter wurden, nicht als A. bezeichnet, sondern entsprechend, dem Status der Eltern an diesem Stichtag eingestuft. Diese Regelung wurde mehrfach abgeändert. Nach der „Richtlinie für die Aufnahme der Schüler in die Mittel- und Oberschule vom 12. 12. 1955“ grenzen folgende Gesichtspunkte den Begriff A. ab: „Als Angehörige der Arbeiterklasse gelten 1. Personen, die seit mindestens 5 Jahren als Arbeiter in Industrie und Landwirtschaft, im Handel, im Handwerk, im Verkehr und ähnlichen Einrichtungen tätig sind; 2. Personen die Arbeiter waren und jetzt Funktionen der Partei der Arbeiterklasse und der demokratischen Massenorganisationen, der bewaffneten Kräfte, der staatlichen Verwaltung oder der volkseigenen und genossenschaftlichen Wirtschaft bekleiden.“ Als Bevorzugte zweiter Ordnung gelten sog. „Kinder von Werktätigen“. „Hierunter fallen Kinder von Personen, die Funktionen der Arbeiter- und Bauernmacht bekleiden, und solcher Bürger, die beim Aufbau und der Festigung unserer Republik eine positive Rolle spielen“ (technische, wissenschaftliche und freischaffende Intelligenz, Angestellte wissenschaftlicher Einrichtungen und Institute, Angehörige der bewaffneten Kräfte, Parteiangestellte, hervorragende Parteigänger des Regimes („Deutsche Lehrerzeitung“ vom 17. 12. 1955). Zur zusätzlichen Erleichterung des Zugangs von Arbeiter- und Bauernkindern zu Hochschulen und Universitäten wurden die Arbeiter- und Bauernfakultäten geschaffen. Literaturangaben Baumgart, Fritz: Das Hochschulsystem der sowjetischen Besatzungszone. (BMG) 1953. 31 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 18 Arbeit, Gesetz der A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeiterkontrollkommissionen

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 Pj., Kategorie zur Auslese für die gehobene Berufs- und Schulausbildung. „Kinder von Arbeitern und werktätigen Bauern“ (Bauernkind) werden bei der Auswahl der Schüler von Mittel-(Zehnklassen-) und Oberschulen sowie bei der Zulassung zu Hoch- und Fachschulen bevorzugt (Schulen, Hochschulen, Arbeiter- und Bauernfakultäten, Erziehungswesen). Um Kinder aus den seit 1945 sozial unerwünschten Schichten aus dieser Kategorie auszuschalten, wurden zunächst…

DDR A-Z 1956

Arbeitsamt (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Nach dem Zusammenbruch nahmen die A. ihre Tätigkeit als Sonderbehörden wieder auf und setzten die Bewirtschaftung von Arbeitskräften fort. Sie machten bis 1948 vom Mittel der Arbeitsverpflichtung weitgehend Gebrauch. Später war ihre Tätigkeit vor allem vermittelnder Natur. Sie waren deshalb [S. 20]auf die Dauer für die Bedürfnisse der Zwangswirtschaft nicht geeignet und wurden durch Verordnung vom 12. 7. 1951 (GBl. S. 687) aufgelöst. Ihre Aufgaben, insbesondere die Arbeitskräftelenkung, wurden von den neugeschaffenen Abteilungen für Arbeit bei den Verwaltungen der Stadt- und Landkreise (Abteilung für Arbeit und Berufsausbildung) übernommen. Literaturangaben Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. 312 S. m. 24 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 19–20 Arbeiterwohnungsbau A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsbefreiung

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Nach dem Zusammenbruch nahmen die A. ihre Tätigkeit als Sonderbehörden wieder auf und setzten die Bewirtschaftung von Arbeitskräften fort. Sie machten bis 1948 vom Mittel der Arbeitsverpflichtung weitgehend Gebrauch. Später war ihre Tätigkeit vor allem vermittelnder Natur. Sie waren deshalb [S. 20]auf die Dauer für die Bedürfnisse der Zwangswirtschaft nicht geeignet und wurden durch Verordnung vom 12. 7. 1951 (GBl. S.…

DDR A-Z 1956

Arbeitseinheit (1956)

Siehe auch: Arbeitseinheit: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Arbeitseinheit (AE): 1985 Abk. AE, dient zur Bewertung der Arbeit jedes. Mitgliedes einer LPG unter Berücksichtigung der Arbeitsmenge und -qualität, der Verantwortung des Arbeitenden und der Bedeutung für die Produktionsgenossenschaft. Anhaltspunkt für die Bewertung ist der amtliche „Katalog der Musterarbeitsnormen“, auf deren Grundlage jede Genossenschaft, auf ihre Verhältnisse abgewandelt, die gültigen Tagesarbeitsnormen und AE beschließt. Schlechte Arbeit, Nichterfüllung der Norm bedeuten Kürzung der AE und umgekehrt. Die gutgeschriebenen AE sind für jeden Arbeitenden die Höhe seines Anteils bei der Verteilung der Einkünfte der Produktionsgenossenschaft. Einen garantierten Mindestlohn gibt es dabei nicht. Bei voller Pflichterfüllung des Arbeiters, also hoher Gutschrift an AE, kann sein Arbeitseinkommen unter das Existenzminimum sinken, wenn z. B. Fehldispositionen des Leiters, Nichtbelieferung mit Produktionsmitteln, Mißernten oder Naturkatastrophen einen Ertragsausfall der Produktionsgenossenschaft nach sich ziehen. Es sind Fälle bekanntgeworden, wo die Mitglieder von LPG trotz täglicher Arbeitsleistung bei der Jahresabrechnung Schuldner ihrer LPG waren. Literaturangaben Kramer, Matthias: Die Landwirtschaft in der sowjetischen Besatzungszone. 3., erw. Aufl. (BB) 1956. 320 S. m. 36 Tab. u. 34 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 20 Arbeitsdisziplin A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsgemeinschaften, Ständige

Siehe auch: Arbeitseinheit: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Arbeitseinheit (AE): 1985 Abk. AE, dient zur Bewertung der Arbeit jedes. Mitgliedes einer LPG unter Berücksichtigung der Arbeitsmenge und -qualität, der Verantwortung des Arbeitenden und der Bedeutung für die Produktionsgenossenschaft. Anhaltspunkt für die Bewertung ist der amtliche „Katalog der Musterarbeitsnormen“, auf deren Grundlage jede Genossenschaft, auf ihre Verhältnisse abgewandelt, die…

DDR A-Z 1956

Arbeitskräftebilanz (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 Zusammenstellung der vorhandenen und benötigten Arbeitskräfte, die jährlich von den VEB, deren Hauptverwaltungen und den Fachministerien (Staatssekretariate mit eigenem Geschäftsbereich) angefertigt werden muß und die Grundlage für den Arbeitskräfteplan bildet. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 21 Arbeitsgericht A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitskräftelenkung

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 Zusammenstellung der vorhandenen und benötigten Arbeitskräfte, die jährlich von den VEB, deren Hauptverwaltungen und den Fachministerien (Staatssekretariate mit eigenem Geschäftsbereich) angefertigt werden muß und die Grundlage für den Arbeitskräfteplan bildet. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 21 Arbeitsgericht A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W,…

DDR A-Z 1956

Arbeitskreis für Land- und Forstwirtschaft, Gesamtdeutscher (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Vereinigung von Land- und Forstwirten aus der Bundesrepublik und der SBZ, Anfang 1950 auf Veranlassung des Politbüros der SED gegründet. Beteiligung führender Fachleute (Wissenschaftler) sollte eine Annäherung an westdeutsche Agrarkreise ermöglichen. Die Geschäftsführung des A. lag in der SBZ bei der VdgB. Es wurden Tagungen in Schierke (Harz), Eisenach Frankfurt/M., Leipzig und Hannover abgehalten. Die Beteiligung des Westens war kommunistisch ge[S. 22]lenkt und außerordentlich schwach. Mit dee Ausweisung der sowjetzonalen Teilnehmer aus Hannover fanden die Veranstaltungen auf Bundesgebiet ihr Ende, wonach der A. zur Bedeutungslosigkeit herabgesunken ist. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 21–22 Arbeitskräftereserve A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitslosenversicherung

Siehe auch die Jahre 1953 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Vereinigung von Land- und Forstwirten aus der Bundesrepublik und der SBZ, Anfang 1950 auf Veranlassung des Politbüros der SED gegründet. Beteiligung führender Fachleute (Wissenschaftler) sollte eine Annäherung an westdeutsche Agrarkreise ermöglichen. Die Geschäftsführung des A. lag in der SBZ bei der VdgB. Es wurden Tagungen in Schierke (Harz), Eisenach Frankfurt/M., Leipzig und Hannover abgehalten. Die Beteiligung des Westens…

DDR A-Z 1956

Arbeitsmoral (1956)

Siehe auch: Arbeitsmoral: 1953 1954 Arbeitsmoral, Sozialistische: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 [S. 23]Die SED fordert von Arbeitern und Angestellten eine „neue Einstellung“ zur Arbeit, die sich angeblich von der unter dem Kapitalismus herrschenden dadurch unterscheidet, daß jeder freiwillig seine Arbeit so gut, in so großer Menge und so pünktlich wie möglich leiste, weil dies im eigenen Interesse liege. Die Hebung dieser A. ist ein Ziel der Produktionspropaganda, da eine gute A. Voraussetzung für die Erfüllung und Übererfüllung der Wirtschaftspläne ist. Tatsächlich befindet sich wegen der schlechten Arbeitsbedingungen die A. im steten Absinken. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 23 Arbeitsmethoden, Neue A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsnorm

Siehe auch: Arbeitsmoral: 1953 1954 Arbeitsmoral, Sozialistische: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 [S. 23]Die SED fordert von Arbeitern und Angestellten eine „neue Einstellung“ zur Arbeit, die sich angeblich von der unter dem Kapitalismus herrschenden dadurch unterscheidet, daß jeder freiwillig seine Arbeit so gut, in so großer Menge und so pünktlich wie möglich leiste, weil dies im eigenen Interesse liege. Die Hebung dieser A. ist ein Ziel der…

DDR A-Z 1956

Arbeitsproduktivität (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 [S. 23]Durch Lenin in die sowjetische Terminologie eingeführter Begriff. Die A. soll durch die Entfaltung der Masseninitiative und durch die weitestgehende Einführung des Leistungslohnes gesteigert werden. Die gesamte Arbeitspolitik, ja die ganze Aufgabe des FDGB erschöpft sich in dem Ziel, die A. mit allen Mitteln zu steigern. Die A. wurde bisher als Kopfleistung, bezogen auf die Bruttoproduktion, gemessen. Es ist geplant, den sogenannten „Bruttoumsatz“ eines Betriebes, also die Summe der innerbetrieblichen Umsätze der Betriebsabteilungen, zur Ermittlung der A. heranzuziehen. Literaturangaben *: Die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft in der Sowjetzone. Materielle, ideologische und disziplinarische Mittel zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und ihre sowjetischen Vorbilder. 2., überarb. Aufl. (BB) 1953. 106 S. mit 6 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 23 Arbeitspolitik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsrecht

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 [S. 23]Durch Lenin in die sowjetische Terminologie eingeführter Begriff. Die A. soll durch die Entfaltung der Masseninitiative und durch die weitestgehende Einführung des Leistungslohnes gesteigert werden. Die gesamte Arbeitspolitik, ja die ganze Aufgabe des FDGB erschöpft sich in dem Ziel, die A. mit allen Mitteln zu steigern. Die A. wurde bisher als Kopfleistung, bezogen auf die Bruttoproduktion,…

DDR A-Z 1956

Arbeitsschutzobmann (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 Bevollmächtigter für ➝Arbeitsschutz. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 23 Arbeitsschutz, Bevollmächtigter für A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsschutzvereinbarung

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 Bevollmächtigter für ➝Arbeitsschutz. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 23 Arbeitsschutz, Bevollmächtigter für A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsschutzvereinbarung

DDR A-Z 1956

Arbeitszeit (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Grundsätzlich beträgt die A. 8 Stunden täglich, für Jugendliche von 16 bis 18 Jahren 7½ Stunden, für Jugendliche von 14 bis 16 Jahren 7 Stunden täglich. Überstunden müssen von der Gewerkschaft genehmigt werden, mehr als 120 Überstunden im Jahr dürfen an sich nicht geleistet werden. Diese Bestimmung wird jedoch nicht selten mißachtet, da wegen der ungleichmäßigen Belieferung mit Material insbesondere an Quartalsenden mehr gearbeitet werden muß, um das Produktionssoll zu erfüllen. Literaturangaben Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. 312 S. m. 24 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 26 Arbeitsverpflichtung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeit und Berufsausbildung, Abteilung für

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Grundsätzlich beträgt die A. 8 Stunden täglich, für Jugendliche von 16 bis 18 Jahren 7½ Stunden, für Jugendliche von 14 bis 16 Jahren 7 Stunden täglich. Überstunden müssen von der Gewerkschaft genehmigt werden, mehr als 120 Überstunden im Jahr dürfen an sich nicht geleistet werden. Diese Bestimmung wird jedoch nicht selten mißachtet, da wegen der ungleichmäßigen Belieferung mit Material insbesondere an Quartalsenden…

DDR A-Z 1956

Arzthelfer (1956)

Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Zunehmende Abwanderung von Ärzten gab 1951/52 Gelegenheit, zur Unterstützung der Ärzte nach sowjetischem Muster („Feldscher“) A. mit Fachschulausbildung des mittleren medizinischen Personals einzuführen, ausgewählt aus Krankenpflegepersonal, in einjährigen Lehrgängen ausgebildet. Sie sollen in Polikliniken und besonders in Außenstellen von Landambulatorien Erstuntersuchungen vornehmen und die von Ärzten eingeleitete Behandlung fortsetzen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 28 Arzneimittelversorgung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Aschersleben

Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Zunehmende Abwanderung von Ärzten gab 1951/52 Gelegenheit, zur Unterstützung der Ärzte nach sowjetischem Muster („Feldscher“) A. mit Fachschulausbildung des mittleren medizinischen Personals einzuführen, ausgewählt aus Krankenpflegepersonal, in einjährigen Lehrgängen ausgebildet. Sie sollen in Polikliniken und besonders in Außenstellen von Landambulatorien Erstuntersuchungen vornehmen und die von Ärzten…

DDR A-Z 1956

Apothekenreform (1956)

Siehe auch: Apotheken: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Apothekenreform: 1953 1954 Nach Enteignung aller Apotheken im Lande Sachsen schon 1945 wurde die A. in den übrigen Ländern erst 1949 durchgeführt (VO. der DWK vom 22. 6. 1949): alle Realrechte verfielen, alle Apotheken wurden enteignet; Eigentümer, die selbst Apotheker sind, sollen den Betrieb als „Apotheke in Privatbesitz“ auf Lebenszeit gegen Abführung von „Betriebsabgaben“ führen dürfen; bisher von den Eigentümern (Erben) verpachtete Apotheken wurden zu „Landesapotheken“ und verpachtet, die Eigentümer aus dem Aufkommen der „Betriebsabgaben“ entschädigt. Die Entschädigungen wurden erst 1954 festgesetzt auf 30–50 v. H. des durchschnittlichen Jahresumsatzes, einen Bruchteil des früheren Handelswertes. Von den Entschädigungen werden Federungen an die Apotheken einbehalten. Ausgezahlt wird in 5 Jahresraten. Die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung gilt als „öffentliche Aufgabe“. Polikliniken und größere Krankenhäuser werden mit eigenen Apotheken ausgestattet. Sonst können nur „Landesapotheken“ errichtet werden; jede „Apotheke in Privatbesitz“ (1956: 298 von insgesamt 1.533 Apotheken) verwandelt sich mit dem Abgang des Besitzers automatisch in eine Landesapotheke, die verwaltet wird. Die Aufsicht über alle Apothekenbetriebe liegt bei der Gesundheitsverwaltung (Abt. Gesundheitswesen der Kreise und Bezirke); den Kreisärzten sind dafür (nebenamtliche) Kreisapotheker zugeordnet. Das Rechnungswesen wurde unter großem Verwaltungsaufwand zentralisiert. Der starke Abgang vollausgebildeter Apotheker gab Gelegenheit, nach sowjetischem Muster „Apothekerassistenten“ als mittleres medizinisches Personal mit Ausbildung auf Fachschulen (Pharmazieschule Leipzig) einzuführen. Literaturangaben Weiss, Wilhelm: Das Gesundheitswesen in der sowjetischen Besatzungszone. (BB) 1952. 130 S. m. 15 Anlagen. (Neuauflage in Vorb.) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 17 Apolda A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Appelt, Rudolf

Siehe auch: Apotheken: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Apothekenreform: 1953 1954 Nach Enteignung aller Apotheken im Lande Sachsen schon 1945 wurde die A. in den übrigen Ländern erst 1949 durchgeführt (VO. der DWK vom 22. 6. 1949): alle Realrechte verfielen, alle Apotheken wurden enteignet; Eigentümer, die selbst Apotheker sind, sollen den Betrieb als „Apotheke in Privatbesitz“ auf Lebenszeit gegen Abführung von „Betriebsabgaben“ führen dürfen; bisher von…

DDR A-Z 1956

Arbeit, Abteilung für (1956)

Siehe auch: Arbeit, Abteilungen für: 1953 1954 Arbeit, Abteilung für: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Durch Regierungsanordnung vom 15. 5. 1952 (MinBl. S. 57) wurden in den Wirtschaftsministerien, Staatssekretariaten mit eigenem Geschäftsbereich, Hauptverwaltungen, Generaldirektionen des Ministeriums für Verkehr und in den volkseigenen und ihnen gleichgestellten Betrieben A. f. A. gebildet. Sie haben u. a. die Arbeitsorganisation zu verbessern, die TAN auszuarbeiten, alle Lohnfragen (Zeitlohn, Leistungslohn, Prämienwesen) zu behandeln, die Betriebskollektivverträge auszuarbeiten und zu kontrollieren, die Arbeitskräfte im Betrieb zweckmäßig zu verteilen, Wettbewerbe zu organisieren, bei der Einführung der Materialverbrauchsnormen und persönlichen Konten mitzuarbeiten, die Werktätigen zu qualifizieren (Qualifizierung), Erfindungen und Verbesserungsvorschläge auszuwerten, die Verwendung des Lohnfonds zu kontrollieren sowie „die kulturellen und sozialen Be[S. 18]lange der Werktätigen zu sichern“. Die A. f. A. gliedern sich in die Arbeitsgebiete 1) organisatorische Vorplanung, 2) Arbeitsnormen und Lohn, 3) soziale Fragen, 4) (in manchen Wirtschaftszweigen) Berufsausbildung. Sie werden von einem Stellvertreter des Werkdirektors geleitet. Literaturangaben Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. 312 S. m. 24 Anlagen. Leutwein, Alfred: Der Betriebskollektivvertrag in der sowjetischen Besatzungszone. 2., erg. Aufl. (BB) 1955. 86 S. m. 6 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 17–18 Appelt, Rudolf A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeit, Gesetz der

Siehe auch: Arbeit, Abteilungen für: 1953 1954 Arbeit, Abteilung für: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Durch Regierungsanordnung vom 15. 5. 1952 (MinBl. S. 57) wurden in den Wirtschaftsministerien, Staatssekretariaten mit eigenem Geschäftsbereich, Hauptverwaltungen, Generaldirektionen des Ministeriums für Verkehr und in den volkseigenen und ihnen gleichgestellten Betrieben A. f. A. gebildet. Sie haben u. a. die Arbeitsorganisation zu verbessern, die TAN auszuarbeiten,…

DDR A-Z 1956

Arbeiterkontrollkommissionen (1956)

Siehe auch: Arbeiterkontrolle: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Arbeiterkontrollkommissionen: 1954 Unter Anleitung des FDGB arbeitende, aus Arbeitern der Produktionsbetriebe bestehende Kommissionen, die Geschäfte der HO, des Konsums und des Pri[S. 19]vathandels auf „Verkaufskultur“, Reichhaltigkeit des Sortiments, Sauberkeit usw. überprüfen. Die Einrichtung der A. wird offiziell damit begründet, die Arbeiter als Erzeuger der Konsumgüter hätten das Recht und die Pflicht, darüber zu wachen, daß die „ständig steigende Produktion“ auch wirklich an die Verbraucher herangebracht und nicht im Getriebe der staatlichen Verteilerorganisationen und der überspannten Handelsbürokratie fehlgeleitet wird. So sind die A. einmal ein Eingeständnis der Unfähigkeit, durch einen überbesetzten staatlichen Zwischenhandelsapparat ein knappes Warenangebot einigermaßen gerecht zu verteilen, zum anderen werden sie von den staatlichen wie privaten Verkaufsstellen wegen ihrer Schnüffelei gefürchtet und abgelehnt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 18–19 Arbeiterkind A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeiter- und Bauernfakultät (ABF)

Siehe auch: Arbeiterkontrolle: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Arbeiterkontrollkommissionen: 1954 Unter Anleitung des FDGB arbeitende, aus Arbeitern der Produktionsbetriebe bestehende Kommissionen, die Geschäfte der HO, des Konsums und des Pri[S. 19]vathandels auf „Verkaufskultur“, Reichhaltigkeit des Sortiments, Sauberkeit usw. überprüfen. Die Einrichtung der A. wird offiziell damit begründet, die Arbeiter als Erzeuger der Konsumgüter hätten das Recht und die…

DDR A-Z 1956

Arbeitsbefreiung (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 An die Stelle der einfachen ärztlichen Arbeitsunfähigkeitserklärung der deutschen Krankenversicherung wurde 1947 durch Befehl Nr. 234 der SMAD das Prinzip der A. gesetzt: der behandelnde Arzt darf sie jeweils nur für 3 und insgesamt für 10 Tage aussprechen, jede weitere A. bedarf der Genehmigung durch Ärztekommissionen, die bei den Polikliniken und Betriebspolikliniken gebildet sind und für deren Arbeit der zuständige Kreisarzt verantwortlich ist (VO vom 3. 6. 1953). Indirekt ist damit eine Ausweitung des Arbeitsvertrages in eine öffentlich-rechtliche Arbeitspflicht gesetzt, ohne gesetzliche Grundlage und entgegen dem Wortlaut der Verfassung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 20 Arbeitsamt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsbuch

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 An die Stelle der einfachen ärztlichen Arbeitsunfähigkeitserklärung der deutschen Krankenversicherung wurde 1947 durch Befehl Nr. 234 der SMAD das Prinzip der A. gesetzt: der behandelnde Arzt darf sie jeweils nur für 3 und insgesamt für 10 Tage aussprechen, jede weitere A. bedarf der Genehmigung durch Ärztekommissionen, die bei den Polikliniken und Betriebspolikliniken gebildet sind und für deren Arbeit der…

DDR A-Z 1956

Arbeitsgemeinschaft Medizinischer Verlage (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 Von der Zentral[S. 21]verwaltung für Gesundheitswesen 1946 eingerichtete Zentralorganisation, der die 9 medizinischen Verlage Mitteldeutschlands sich anschlossen, weil Drucklizenzen und Papier praktisch nur auf diesem Wege zu beschaffen waren und sind. Damit sind aber zugleich Planung und Lenkung der gesamten medizinischen Verlegertätigkeit durch den (jetzt vom Gesundheitsministerium bestellten) Geschäftsführer der A. gesichert, während die technischen Lasten und das wirtschaftliche Risiko bei den einzelnen (z. T. noch in Privatbesitz befindlichen) Verlagen liegen. (Verlagswesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 20–21 Arbeitsgemeinschaften, Ständige A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsgericht

Siehe auch die Jahre 1953 1954 Von der Zentral[S. 21]verwaltung für Gesundheitswesen 1946 eingerichtete Zentralorganisation, der die 9 medizinischen Verlage Mitteldeutschlands sich anschlossen, weil Drucklizenzen und Papier praktisch nur auf diesem Wege zu beschaffen waren und sind. Damit sind aber zugleich Planung und Lenkung der gesamten medizinischen Verlegertätigkeit durch den (jetzt vom Gesundheitsministerium bestellten) Geschäftsführer der A. gesichert, während die technischen…

DDR A-Z 1956

Arbeitskräftelenkung (1956)

Siehe auch: Arbeitskräftelenkung: 1953 1954 1958 1959 1960 1975 1979 Arbeitspolitik: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Die A. ist ein wesentlicher Teil des Wirtschaftssystems. Das System der Arbeitsverpflichtungen wurde bald nach dem Zusammenbruch auf Grundlage des Kontrollratsbefehls Nr. 3 fortgesetzt. Am 2. 6. 1948 wurde die Verordnung über die Sicherung und den Schutz der Werktätigen bei Einweisungen von Arbeitskräften (ZVOBl. S. 258) erlassen, auf Grund derer in Verkehrung ihres Titels ins Gegenteil zahlreiche Arbeitsverpflichtungen besonders für den Uranbergbau ausgesprochen wurden. Mit Beginn des Fünfjahrplanes wurde die A. umfassend. Gesetzliche Grundlage sind das Gesetz der ➝Arbeit und die Verordnung über die Aufgaben der Arbeitsverwaltung und die Lenkung der Arbeitskräfte vom 12. 7. 1951 (GBl. S. 687). Die Abteilungen für ➝Arbeit und Berufsausbildung haben danach die Arbeitskräftereserven zu erfassen und gemäß dem Arbeitskräfteplan zu verteilen. Die Mittel hierzu sind: a) bei Arbeitslosen die Zuweisung von bestimmten Arbeitsplätzen unter Androhung des Entzugs der Unterstützung, b) bei Beschäftigten die Auflage an Betriebe (§ 6 der VO. vom 12. 7. 1951), Arbeitskräfte an andere Betriebe abzustellen, der mittels wirtschaftlichem und politischem Druck auf die Abzustellenden nachgekommen wird. Arbeitsverpflichtungen sind nicht mehr möglich, nachdem die Verordnung vom 2. 6. 1948 durch eine Verordnung vom 30. 9. 1954 (GBl. S. 825) aufgehoben wurde. Individuelle Arbeitseinweisungen erschienen nicht mehr notwendig, nachdem sich das System der Auflagen an die Betriebe eingespielt hatte. Durch die Aufhebung der genannten Verordnung wollte die Zonenregierung sich mit Rücksicht auf die Untersuchungen der UN über Zwangsarbeit vom Vorwurf entlasten, in der SBZ bestünde ein solches System. Infolge der A. ist die freie Wahl des Arbeitsplatzes und des Berufes (Berufslenkung) stark eingeschränkt. (Arbeitspolitik) Literaturangaben Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. 312 S. m. 24 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 21 Arbeitskräftebilanz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitskräfteplan

Siehe auch: Arbeitskräftelenkung: 1953 1954 1958 1959 1960 1975 1979 Arbeitspolitik: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Die A. ist ein wesentlicher Teil des Wirtschaftssystems. Das System der Arbeitsverpflichtungen wurde bald nach dem Zusammenbruch auf Grundlage des Kontrollratsbefehls Nr. 3 fortgesetzt. Am 2. 6. 1948 wurde die Verordnung über die Sicherung und den Schutz der Werktätigen bei Einweisungen von Arbeitskräften (ZVOBl. S. 258) erlassen, auf Grund derer…

DDR A-Z 1956

Arbeitslosenversicherung (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Rechtsgrundlage der A. ist die Verordnung über die Pflichtversicherung gegen Arbeitslosigkeit vom 28. 1. 1947 („Arbeit und Sozialfürsorge“, Berlin Ost, S. 103/1949). Träger der A. ist die Sozialversicherung, Körperschaft des öffentlichen Rechts. Versichert sind alle Personen, die in einem entgeltlichen Arbeitsverhältnis stehen. ⅕ der Sozialversicherungsbeiträge dieser Personen soll dem Zwecke der A. zugute kommen (§ 6 der Verordnung vom 28. 1. 1947). Voraussetzung für eine Leistung ist eine Beitragszahlung zur Sozialversicherung für 26 Wochen in den letzten 12 Monaten vor Beginn der Arbeitslosigkeit. Sie wird gewährt vom 8. Tage der registrierten Arbeitslosigkeit ab für die Dauer von 26 Wochen. Sie wird u. ä. nicht gezahlt, wenn der Versicherte eine Arbeit ablehnt, die ihm zugewiesen wird, oder wenn er eine Arbeit „eigenmächtig“ aufgegeben hat, wenn er ein eigenes Einkommen hat, das nicht niedriger als die Unterstützung ist, oder wenn der Arbeitslose im Haushalt seiner Verwandten wohnt, die in der Lage und verpflichtet sind, ihn zu unterstützen. Wegen der Vielzahl der Ausschließungsgründe erhalten nur sehr wenige Arbeitslose eine Unterstützung. Die Höhe der Unterstützung beträgt bei einem täglichen Einkommen bis zu 6,53 DM Ost 1,20 DM Ost täglich und steigt bei einem täglichen Verdienst über 9,49 DM Ost auf höchstens 2 DM Ost täglich. Familienzuschläge werden für Kinder bis zu 15 Jahren oder bis zu 18 Jahren, wenn sie eine Schule besuchen, für Ehefrauen und Lebenskameraden mit 1 Kind bis zu 3~Jahren oder 2 Kindern bis zu 8 Jahren, oder im Alter über 60 Jahre und für unterhaltsberechtigte Verwandte, die vom Arbeitslosen unterhalten werden, in Höhe von 0,35 DM Ost täglich gezahlt. Wohnungsgeld wird in Städten über 100.000 Einwohner in Höhe von 12 DM Ost, in den Städten über 10.000 Einwohner in Höhe von 10 DM Ost und in den übrigen Städten in Höhe von 8 DM Ost monatlich gezahlt, wenn der Arbeitslose eine eigene, von ihm bezahlte Wohnung hat. Das Einkommen des Ehegatten wird auf die Unterstützung eines Arbeitslosen angerechnet, soweit es 35 DM Ost wöchentlich übersteigt. Die Unterstützung wird seit Auflösung der Arbeitsämter von den Kreisgeschäftsstellen der Sozialversicherung (SVK, Sozialversicherungs- und Versorgungswesen) ausgezahlt. Literaturangaben Leutwein, Alfred: Die sozialen Leistungen in der sowjetischen Besatzungszone. 3., erw. Aufl. (BB) 1956. 296 S. m. 65 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 22 Arbeitskreis für Land- und Forstwirtschaft, Gesamtdeutscher A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitslosigkeit

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Rechtsgrundlage der A. ist die Verordnung über die Pflichtversicherung gegen Arbeitslosigkeit vom 28. 1. 1947 („Arbeit und Sozialfürsorge“, Berlin Ost, S. 103/1949). Träger der A. ist die Sozialversicherung, Körperschaft des öffentlichen Rechts. Versichert sind alle Personen, die in einem entgeltlichen Arbeitsverhältnis stehen. ⅕ der Sozialversicherungsbeiträge dieser Personen soll dem Zwecke der A.…

DDR A-Z 1956

Arbeitsnorm (1956)

Siehe auch: Arbeitsnorm: 1958 1959 1960 1962 Arbeitsnormen: 1963 1965 1966 1969 Arbeitsnormung: 1975 1979 1985 Menge von Produkten, die in einer bestimmten Zeiteinheit erarbeitet werden muß. Sie bildet eine Grundlage des Leistungslohnes. A. können Erfahrungsnormen sein, die der durchschnittlichen Arbeitsleistung entsprechen, wie etwa die REFA-Normen, oder technisch begründete Arbeitsnormen sein TAN). Erstere sind verpönt, da sie dem Leistungsprinzip widersprechen, das nur durchgesetzt wird, wenn die A. über der durchschnittlichen Arbeitsleistung liegt. Literaturangaben *: Die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft in der Sowjetzone. Materielle, ideologische und disziplinarische Mittel zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und ihre sowjetischen Vorbilder. 2., überarb. Aufl. (BB) 1953. 106 S. mit 6 Anlagen. Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. 312 S. m. 24 Anlagen. Leutwein, Alfred: Die technische Intelligenz in der sowjetischen Besatzungszone. (BB) 1953. 56 S. m. 6 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 23 Arbeitsmoral A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsökonomik

Siehe auch: Arbeitsnorm: 1958 1959 1960 1962 Arbeitsnormen: 1963 1965 1966 1969 Arbeitsnormung: 1975 1979 1985 Menge von Produkten, die in einer bestimmten Zeiteinheit erarbeitet werden muß. Sie bildet eine Grundlage des Leistungslohnes. A. können Erfahrungsnormen sein, die der durchschnittlichen Arbeitsleistung entsprechen, wie etwa die REFA-Normen, oder technisch begründete Arbeitsnormen sein TAN). Erstere sind verpönt, da sie dem Leistungsprinzip widersprechen, das nur…

DDR A-Z 1956

Arbeitsrecht (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Das A. wird dadurch gekennzeichnet, daß die autonome, kollektivvertragliche Gestaltung durch staatliche Normen (Gesetze und Verordnungen) ersetzt ist. Der Staat als Eigentümer der Produktionsmittel ist gleichzeitig Arbeitgeber und Gesetzgeber. Ihm steht keine freie Interessenvertretung der Arbeitnehmer gegenüber, da der FDGB keine echte Gewerkschaft, sondern nur ausführendes Organ der Staatspartei ist. Deshalb ist der wichtigste Zweck des A., die Erfüllung der wirtschaftspolitischen Ziele sicherzustellen. Die individuellen Interessen der Arbeitnehmer finden nur unvollkommene Berücksichtigung. Das A. hindert die Ausbeutung nicht, sondern fördert sie. (Arbeitspolitik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 23 Arbeitsproduktivität A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsschutz

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Das A. wird dadurch gekennzeichnet, daß die autonome, kollektivvertragliche Gestaltung durch staatliche Normen (Gesetze und Verordnungen) ersetzt ist. Der Staat als Eigentümer der Produktionsmittel ist gleichzeitig Arbeitgeber und Gesetzgeber. Ihm steht keine freie Interessenvertretung der Arbeitnehmer gegenüber, da der FDGB keine echte Gewerkschaft, sondern nur ausführendes Organ der Staatspartei ist.…

DDR A-Z 1956

Arbeitsschutzvereinbarung (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 Die A. wird zwischen Werkleitung und BGL als Anlage zum Betriebskollektivvertrag abgeschlossen. Sie faßt die Maßnahmen im Betriebe zusammen, die im Planjahr für den Arbeitsschutz getroffen werden sollen. Die A. gehört zur Produktionspropaganda, ihre praktische Bedeutung ist daher gering. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 23 Arbeitsschutzobmann A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arbeitsstudie

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 Die A. wird zwischen Werkleitung und BGL als Anlage zum Betriebskollektivvertrag abgeschlossen. Sie faßt die Maßnahmen im Betriebe zusammen, die im Planjahr für den Arbeitsschutz getroffen werden sollen. Die A. gehört zur Produktionspropaganda, ihre praktische Bedeutung ist daher gering. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 23 Arbeitsschutzobmann A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N,…

DDR A-Z 1956

Architektur (1956)

Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Da die A. mehr als andere bildende Künste berufen erscheint, die „gesellschaftliche“ Entwicklung zugleich zu beeinflussen und zu repräsentieren, nahm sich die Kunstpolitik der SBZ nach einer kurzen Periode der Unsicherheit ihrer mit besonderem Eifer an und drückte ihr bald den Stempel der herrschenden Kunstrichtung auf (Sozialistischer Realismus). — Die Deutsche ➝Bauakademie als Organ der Kunstpolitik des Regimes, für die das monströse Bauwerk der Moskauer Lomonossow-Universität als Norm galt, diktierte einen Baustil, der in der Nachfolge Hitlers pseudo-klassizistische Elemente in bombastischer Fülle aufwies und nach Herkunft und Haltung eher als „antiquarischer Gigantismus“ bezeichnet zu werden verdiente. Der Fassade wurde überall der Vorrang vor dem Grundriß gegeben; die Auflösung der Städte in Eigenheimsiedlungen wurde als „Isolierung der Menschen und ein Hindernis für die Entwicklung“ (Ulbricht) abgelehnt; Prunkstraßen wie die Ostberliner Stalinallee, sog. Kulturhäuser und andere Bauten „gesellschaftlichen“ Charakters wurden mit großem Aufwand gefördert, während die eigentlichen städte- und vor allem wohnungsbaulichen Aufgaben aus Mangel an Mitteln und Baustoffen und infolge des sterilen Bürokratismus des Projektierungsapparates brachlagen (Wohnungswesen). Nachdem 1955 Chruschtschow die Baupolitik der SU scharf kritisiert und ihr Einfachheit, Strenge der Formen und Sparsamkeit als neue Grundsätze anempfohlen hatte, forderte die Deutsche Bauakademie für die SBZ zwar auch Berücksichtigung der Funktion des Bauwerkes, betonte aber, daß das deutsche Bauwesen in der Pflege des klassischen Kulturerbes hinter dem sowjetischen zurückstehe und sich den neuen Richtlinien der SU daher noch nicht in vollem Umfange anschließen könne. Immerhin ist damit zu rechnen, daß dem Wohnungsbau und dem ländlichen Bauen nunmehr größere Beachtung geschenkt werden wird; einer wesentlichen Steigerung des Wohnungsbaues stehen allerdings die vordringlichen Bauvorhaben des Investitionsprogramms und der Baustoffmangel im Wege. Alle größeren Bauaufgaben, unter denen militärische und schwerindustrielle Objekte den Vorrang haben, werden von den staatlichen Projektierungsbüros bearbeitet, die die große Masse der freien Architekten an sich gezogen haben. Mit den privaten Bauherren sind auch die Existenzmöglichkeiten eines selbständigen Architektenstandes dahingeschwunden. (Kunstpolitik, Funktionalismus, Konstruktivismus) Literaturangaben Balluseck, Lothar von: Zur Lage der bildenden Kunst in der sowjetischen Besatzungszone. 3., erw. Aufl. (BB) 1953. 130 S., 15 Abb. u. 18 Anlagen. Plönies, Bartho: Planen und Bauen in der sowjetischen Besatzungszone und im Sowjetsektor von Berlin. 2., erw. Aufl. (BB) 1953. 134 S. m. 16 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 27 Arbeit und Löhne, Kommission für A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Arnstadt

Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Da die A. mehr als andere bildende Künste berufen erscheint, die „gesellschaftliche“ Entwicklung zugleich zu beeinflussen und zu repräsentieren, nahm sich die Kunstpolitik der SBZ nach einer kurzen Periode der Unsicherheit ihrer mit besonderem Eifer an und drückte ihr bald den Stempel der herrschenden Kunstrichtung auf (Sozialistischer Realismus). — Die Deutsche ➝Bauakademie als Organ der Kunstpolitik des…

DDR A-Z 1956

Aschersleben (1956)

Siehe auch das Jahr 1969 Stadt im sachsen-anhaltischen Bezirk Halle, Kreisstadt, am Nordostrand des Unterharzes, an der Eine, mit 36.366 Einwohnern (1955); St.-Stephanie-Kirche (15. Jh.), Rathaus (16. Jh.), Mauerring der mittelalterlichen Stadt erhalten; unterhalb der Stadt: Solbad Wilhelmsbad (mit radioaktiver Heilquelle); bedeutender Kalibergbau, daneben Maschinen-, papierverarbeitende und Textilindustrie, Samenzucht. A. wird im 9. Jh. erstmals bezeugt, ist seit 1175 Stadt und erhielt 1266 Halberstädter Stadtrecht. Bis 1315 im Besitz der Askanier, fiel die Stadt mit der Grafschaft A. 1332 an das Bistum Halberstadt. 1648 kam A. an die Hohenzollern und verblieb in der Folgezeit bei Brandenburg-Preußen (seit 1815 gehörte die Stadt zur Provinz Sachsen). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 28 Arzthelfer A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Aspirantur, Wissenschaftliche

Siehe auch das Jahr 1969 Stadt im sachsen-anhaltischen Bezirk Halle, Kreisstadt, am Nordostrand des Unterharzes, an der Eine, mit 36.366 Einwohnern (1955); St.-Stephanie-Kirche (15. Jh.), Rathaus (16. Jh.), Mauerring der mittelalterlichen Stadt erhalten; unterhalb der Stadt: Solbad Wilhelmsbad (mit radioaktiver Heilquelle); bedeutender Kalibergbau, daneben Maschinen-, papierverarbeitende und Textilindustrie, Samenzucht. A. wird im 9. Jh. erstmals bezeugt, ist seit 1175 Stadt und…