DDR A-Z 1956
Polit-Kultur-Offizier (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Politoffizier. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 196 Politarbeiter A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PolitökonomieSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Politoffizier. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 196 Politarbeiter A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Politökonomie
DDR A-Z 1956
Politökonomie (1956)
Siehe auch: Politische Ökonomie: 1969 1975 1979 1985 Politökonomie: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Im kommun. Pj. die Wirtschaftslehre von der Beschaffung, Verwendung und Verteilung der Mittel zur Befriedigung der wirtschaftlichen Bedürfnisse der Kollektivgesellschaft sowie ihrer zentralistischen Organisationsformen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 196 Polit-Kultur-Offizier A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PolitoffizierSiehe auch: Politische Ökonomie: 1969 1975 1979 1985 Politökonomie: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Im kommun. Pj. die Wirtschaftslehre von der Beschaffung, Verwendung und Verteilung der Mittel zur Befriedigung der wirtschaftlichen Bedürfnisse der Kollektivgesellschaft sowie ihrer zentralistischen Organisationsformen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 196 Polit-Kultur-Offizier A, B, C, D, E, F, G,…
DDR A-Z 1956
Polizeistunde (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 In der SBZ geregelt durch VO. vom 8. 12. 1955 (GBl. I S. 929). Die P. dauert grundsätzlich von 24 Uhr bis 6 Uhr. An Sonnabenden und Tagen vor gesetzlichen Feiertagen sowie an Sonn- und Feiertagen beginnt die P. um 1 Uhr des darauffolgenden Tages. Für Jahrmärkte und ähnliche Veranstaltungen ist die P. an allen Tagen auf 23 Uhr festgesetzt. Bahnhofs- und Autobahngaststätten, Züge und Fahrgastschiffe sowie Kantinen von Betrieben mit Nachtschicht unterliegen der P. nicht. Die Volkspolizei kann die P. verkürzen, aufheben und zum Schutze der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einen früheren Beginn der P. festsetzen. Für die P. im Sperrgebiet bestehen Sonderregelungen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 197 Politverwaltung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Polytechnische ErziehungSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 In der SBZ geregelt durch VO. vom 8. 12. 1955 (GBl. I S. 929). Die P. dauert grundsätzlich von 24 Uhr bis 6 Uhr. An Sonnabenden und Tagen vor gesetzlichen Feiertagen sowie an Sonn- und Feiertagen beginnt die P. um 1 Uhr des darauffolgenden Tages. Für Jahrmärkte und ähnliche Veranstaltungen ist die P. an allen Tagen auf 23 Uhr festgesetzt. Bahnhofs- und Autobahngaststätten, Züge und Fahrgastschiffe sowie Kantinen…
DDR A-Z 1956
Potsdam (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1. Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der sog. Verwaltungsreform aus dem Westteil von Brandenburg unter Austausch sachsen-anhaltischer Gebietsteile; 12.310 qkm, 1,2 Mill. Einwohner (1955). 2 Stadtkreise: Brandenburg, Potsdam; 15 Landkreise: Belzig, Brandenburg, Gransee, Jüterbog, Königs Wusterhausen, Kyritz, Luckenwalde, Nauen, Neuruppin, Oranienburg, Potsdam, Pritzwalk, Rathenow, Wittstock, Zossen. 2. Stadtkreis im brandenburgischen Bezirk P., Bezirksstadt, Kreisstadt, am Zusammenfluß von Havel und Nuthe, mit 117.571 Einwohnern (1955) größte Stadt Brandenburgs; zahlreiche geschichtliche Bauten in klassisch gemäßigtem Barock: Garnisonkirche (1731–1735, mit Gruft Friedrich Wilhelms I. und Friedrichs d. Gr.), Neues Palais (1763–1769), Schloß Sanssouci; mit P.-Babelsberg Mittelpunkt der sowjetzonalen Filmproduktion (Filmwesen), chemisch-pharmazeutische und Lebensmittelindustrie (chemische Industrie), Lokomotivwerke; „Deutsche Akademie für Rechts- und Staatswissenschaften ‚Walter Ulbricht‘“ (seit 1952/53), Pädagogische Hochschule, Hochschule für Filmkunst (seit 1954). P. ist aus einer 993 erstmals urkundlich erwähnten wendischen Fischersiedlung entstanden und erhielt im 14. Jh. Stadtrecht. 1416 kam die Stadt an die Kurfürsten von Brandenburg und teilte fortan die Geschicke der Hohenzollern. Seit dem Großen Kurfürsten war P. neben Berlin Residenz der brandenburgischen Kurfürsten und preußischen Könige. Unter Friedrich Wilhelm I. und Friedrich d. Gr. wurde die Stadt zum Sinnbild preußisch-deutscher Geschichte. Mit dem „Tag von P.“ 1933 mißbrauchte Hitler die mit P. verbundene Tradition, um insbesondere die nationalen Kreise für den Nationalsozialismus zu gewinnen. Im 2. Weltkrieg erlitt vor allem die Innenstadt erhebliche Zerstörungen. Bis 1945 war P. Sitz wichtiger Reichsbehörden. Im Schloß Cecilienhof tagte vom 17. 7. bis 1. 8. 1945 die Potsdamer Konferenz, die zum Potsdamer Abkommen führte. Seit 1945 Sitz der Provinzialverwaltung für die Mark Brandenburg, war P. von 1947 bis 1952 Landeshauptstadt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 198 Postzensur A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Potsdamer AbkommenSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1. Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der sog. Verwaltungsreform aus dem Westteil von Brandenburg unter Austausch sachsen-anhaltischer Gebietsteile; 12.310 qkm, 1,2 Mill. Einwohner (1955). 2 Stadtkreise: Brandenburg, Potsdam; 15 Landkreise: Belzig, Brandenburg, Gransee, Jüterbog, Königs Wusterhausen, Kyritz, Luckenwalde, Nauen, Neuruppin, Oranienburg, Potsdam, Pritzwalk, Rathenow, Wittstock, Zossen. 2.…
DDR A-Z 1956
Prämienwesen (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 Prämien für besondere Leistungen sollen zu Leistungssteigerungen anreizen, die durch die Lohngestaltung allein nicht erreicht werden (Lohnsystem, Leistungslohn). Prämien werden vor allen Dingen gegeben an Sieger in Wettbewerben (sozialistischer ➝Wettbewerb). Die Auszeichnungen für Erfolge in der Produktion sind in der Regel mit hohen Prämien verbunden. Aus dem Direktorfonds kann ferner individuelle Prämiierung „von besonderen Leistungen, die wesentlich zur Erfüllung und Übererfüllung der Pläne beitragen“, besonders für Zeitlöhner (Zeitlohn), bei denen an sich der Anreiz durch die Lohngestaltung fehlt, sowie von Verbesserungsvorschlägen und Erfindungen erfolgen. (VO. über den Direktorfonds in den Betrieben der volkseigenen Wirtschaft im Planjahr 1955 vom 17. 2. 1955, GBl. S. 133) Materialeinsparungen werden entsprechend der Führung Persönlicher Konten prämiiert. An „ingenieurtechnisches Personal, Meister und leitendes kaufmännisches Personal“ sind Prämien zu zahlen, wenn der Plan der Warenproduktion, der Plan zur Senkung der Selbstkosten und der Gewinnplan erfüllt sind. (VO. vom 17. 2. 1955, GBl. S. 135) Die Höhe dieser Prämien wird nach Musterprämientabellen errechnet. Die übertriebene Aussetzung von Prämien führt zu [S. 199]einer unsozialen Staffelung der Einkommen. Literaturangaben *: Die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft in der Sowjetzone. Materielle, ideologische und disziplinarische Mittel zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und ihre sowjetischen Vorbilder. 2., überarb. Aufl. (BB) 1953. 106 S. mit 6 Anlagen. Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. 312 S. m. 24 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 198–199 Prämiensparen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Präsident der RepublikSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 Prämien für besondere Leistungen sollen zu Leistungssteigerungen anreizen, die durch die Lohngestaltung allein nicht erreicht werden (Lohnsystem, Leistungslohn). Prämien werden vor allen Dingen gegeben an Sieger in Wettbewerben (sozialistischer ➝Wettbewerb). Die Auszeichnungen für Erfolge in der Produktion sind in der Regel mit hohen Prämien verbunden. Aus dem Direktorfonds kann ferner individuelle Prämiierung „von besonderen Leistungen, die…
DDR A-Z 1956
Presseamt beim Ministerpräsidenten (1956)
Siehe auch: Presseamt: 1975 1979 1985 Presseamt beim Ministerpräsidenten: 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Presseamt beim Vorsitzenden des Ministerrats: 1966 1969 Am 29. 12. 1952 an Stelle des aufgelösten Amtes für Information gegründet. Leiter: Fritz Beyling (SED). (Pressewesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 199 Presse, Verband der Deutschen (VDP) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PressewesenSiehe auch: Presseamt: 1975 1979 1985 Presseamt beim Ministerpräsidenten: 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Presseamt beim Vorsitzenden des Ministerrats: 1966 1969 Am 29. 12. 1952 an Stelle des aufgelösten Amtes für Information gegründet. Leiter: Fritz Beyling (SED). (Pressewesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 199 Presse, Verband der Deutschen (VDP) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q,…
DDR A-Z 1956
Produktionsbrigaden, Ständige (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 Pj. für spezielle Arbeitergruppen (Feldbau-, Viehzucht-, Baubrigaden) in den LPG, die aus einer Menrzahl von Mitgl. bestehen und ein gleichbleibendes jährliches Arbeitsprogramm auszuführen haben (Jahresproduktionsauflage). Auch Fläche und Arbeitsmittel werden den P. fest zugewiesen. Dadurch sollen Verantwortlichkeit und Produktionsleistungen in den LPG gehoben sowie der Kollektivgeist gefördert werden, weil viele LPG-Mitgl. das von ihnen eingebrachte Land immer noch mit ihren Familienangehörigen individuell bewirtschaften. Ulbricht bezeichnet die ständigen P. als die „Grundform der Arbeitsorganisation in den LPG“. (Brigade) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 201 Produktionsberatung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Produktionsgenossenschaften, Landwirtschaftliche (LPG)Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 Pj. für spezielle Arbeitergruppen (Feldbau-, Viehzucht-, Baubrigaden) in den LPG, die aus einer Menrzahl von Mitgl. bestehen und ein gleichbleibendes jährliches Arbeitsprogramm auszuführen haben (Jahresproduktionsauflage). Auch Fläche und Arbeitsmittel werden den P. fest zugewiesen. Dadurch sollen Verantwortlichkeit und Produktionsleistungen in den LPG gehoben sowie der Kollektivgeist gefördert werden, weil viele LPG-Mitgl. das von ihnen…
DDR A-Z 1956
Produktionsmittel (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Sachen oder Rechte, die der Schaffung materieller Werte direkt oder indirekt dienen (Naturkräfte, Rohmaterial, Betriebsanlagen, Maschinen, Werk[S. 202]zeuge, Patente, Verkehrsmittel usw.). Der Verfügungsberechtigte kann sie, wie der Marxismus-Leninismus besonders hervorhebt, dazu verwenden, um fremde Arbeitskräfte in einem Verhältnis wirtschaftlicher Abhängigkeit zu beschäftigen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 201–202 Produktionsministerien (auch Fachministerien genannt) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ProduktionspropagandaSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Sachen oder Rechte, die der Schaffung materieller Werte direkt oder indirekt dienen (Naturkräfte, Rohmaterial, Betriebsanlagen, Maschinen, Werk[S. 202]zeuge, Patente, Verkehrsmittel usw.). Der Verfügungsberechtigte kann sie, wie der Marxismus-Leninismus besonders hervorhebt, dazu verwenden, um fremde Arbeitskräfte in einem Verhältnis wirtschaftlicher Abhängigkeit zu beschäftigen. Fundstelle: SBZ von…
DDR A-Z 1956
Produktivkräfte (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Im marxistisch-leninistischen Sprachgebrauch all das, was zur Schaffung materieller Werte unmittelbar oder mittelbar benötigt wird, also einmal die Produktionsmittel und außerdem die menschliche Arbeitskraft in ihren verschiedenen Funktionen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 203 Produktionszonen, Landwirtschaftliche (LPZ) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Progress-FilmSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Im marxistisch-leninistischen Sprachgebrauch all das, was zur Schaffung materieller Werte unmittelbar oder mittelbar benötigt wird, also einmal die Produktionsmittel und außerdem die menschliche Arbeitskraft in ihren verschiedenen Funktionen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 203 Produktionszonen, Landwirtschaftliche (LPZ) A, B, C, D,…
DDR A-Z 1956
Proletarier (1956)
Siehe auch: Proletariat: 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Proletarier: 1953 1954 1958 1959 (Lat. proles = Nachkommenschaft.) Diejenigen, die nichts besitzen als ihre Nachkommenschaft, von Marx zum Klassenbegriff entwickelt für alle Handarbeiter, die kein Privateigentum an den Produktionsmitteln besitzen, ihre Handarbeit als Ware auf dem kapitalistischen Markt verkaufen müssen und dem „ehernen Lohngesetz“ unterworfen sind und daher schutzlos der Ausbeutung unterliegen. Obwohl heute in allen Ländern der freien Wirtschaft der Handarbeiter durch umfangreiche Sozialgesetzgebung geschützt und vor Ausbeutung gesichert ist, gehört „das Elend des Proletariats“ unverändert zu den beliebtesten Schlagworten der bolschewistischen Propaganda. Da das Proletariat als „Klasse“ im Marxschen Sinne heute gar nicht mehr existiert, beansprucht der Bolschewismus die Rolle einer Vorhut der P., mit der Begründung, sie besäßen kein ausreichendes Klassenbewußtsein. Lenin hat zusätzlich den Begriff der Werktätigen eingeführt, unter denen er die Mittelschicht der Kleinbürger, Kleingewerbetreibenden, Handwerker und Kleinbauern versteht und die er als potentielle Bundesgenossen der proletarischen Revolution betrachtete, ohne sie jedoch als „Klasse“ zu definieren. Im Stalinismus beginnt der Unterschied zwischen P. und Werktätigen in der Propaganda aus taktischen Gründen zu verschwimmen. (Diktatur des Proletariats) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 203 Projektionsbüros A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PropagandaSiehe auch: Proletariat: 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Proletarier: 1953 1954 1958 1959 (Lat. proles = Nachkommenschaft.) Diejenigen, die nichts besitzen als ihre Nachkommenschaft, von Marx zum Klassenbegriff entwickelt für alle Handarbeiter, die kein Privateigentum an den Produktionsmitteln besitzen, ihre Handarbeit als Ware auf dem kapitalistischen Markt verkaufen müssen und dem „ehernen Lohngesetz“ unterworfen sind und daher schutzlos der Ausbeutung unterliegen.…
DDR A-Z 1956
Quadratnestpflanzverfahren (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 [S. 206]Aus der SU übernommene Neuerermethode. In der SBZ besonders für Kartoffelbau propagiert. Je nach Größe werden in jedes im Quadratverband 70 X 70 cm ausgehobene Pflanzloch 2 bis 1 Knollen gelegt, wobei die Düngung nicht auf die Gesamtfläche verteilt, sondern in jedes Pflanzloch beigegeben werden soll. Da Mehrerträge mit dem Qu. nicht zu erreichen sind, soll es zur Überwindung des notorischen Pflanzgut- und Düngermangels beitragen und die wegen Arbeitskräftemangels vernachlässigte Bearbeitung durch maschinelle Arbeit der MTS ermöglichen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 206 Puschkin, Georgi Maximowitsch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z QualifizierungSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 [S. 206]Aus der SU übernommene Neuerermethode. In der SBZ besonders für Kartoffelbau propagiert. Je nach Größe werden in jedes im Quadratverband 70 X 70 cm ausgehobene Pflanzloch 2 bis 1 Knollen gelegt, wobei die Düngung nicht auf die Gesamtfläche verteilt, sondern in jedes Pflanzloch beigegeben werden soll. Da Mehrerträge mit dem Qu. nicht zu erreichen sind, soll es zur Überwindung des notorischen Pflanzgut- und Düngermangels…
DDR A-Z 1956
Radebeul (1956)
Siehe auch das Jahr 1969 [S. 207]Stadt im sächsischen Bezirk Dresden, am Südhang der Lößnitzhöhen, an der Elbe, mit 42.378 Einwohnern (1955); Karl-May-Museum; Gartenstadt mit Wein-, Obst- und Gemüsebau (Spargel) sowie chemischer, pharmazeutischer und Metallindustrie (Chemische Industrie). R. wird 1349 erstmals urkundlich erwähnt. 1935 hat R. durch die Eingemeindung der Nachbarstadt Kötzschenbroda und sechs weiterer Gemeinden eine erhebliche Ausdehnung und Bevölkerungszunahme erfahren. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 207 Quedlinburg A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z RahmenkollektivvertragSiehe auch das Jahr 1969 [S. 207]Stadt im sächsischen Bezirk Dresden, am Südhang der Lößnitzhöhen, an der Elbe, mit 42.378 Einwohnern (1955); Karl-May-Museum; Gartenstadt mit Wein-, Obst- und Gemüsebau (Spargel) sowie chemischer, pharmazeutischer und Metallindustrie (Chemische Industrie). R. wird 1349 erstmals urkundlich erwähnt. 1935 hat R. durch die Eingemeindung der Nachbarstadt Kötzschenbroda und sechs weiterer Gemeinden eine erhebliche Ausdehnung und Bevölkerungszunahme erfahren.…
DDR A-Z 1956
Politarbeiter (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 a) Pj.-Bezeichnung für alle aktiven Funktionäre der SED; b) Titel der offiziellen Halbmonatsschrift der Politverwaltung für die Streitkräfte der SBZ. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 196 Politbüro A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Polit-Kultur-OffizierSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 a) Pj.-Bezeichnung für alle aktiven Funktionäre der SED; b) Titel der offiziellen Halbmonatsschrift der Politverwaltung für die Streitkräfte der SBZ. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 196 Politbüro A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Polit-Kultur-Offizier
DDR A-Z 1956
Politschulung (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Wichtigster Unterrichtszweig innerhalb der Ausbildung der bewaffneten Kräfte. Die P. aller Verbände der VP und der Volksarmee erfolgt nach einheitlichen Richtlinien der Politverwaltung bzw. der Politabt. Derzufolge sollen die Angehörigen der bewaffneten Kräfte „erfüllt sein vom Geist des proletarischen Internationalismus und vom Haß gegen die anglo-amerikanischen Monopolkapitalisten“. Die Existenz der vielen militärischen und polizeilichen Verbände in der SBZ wird mit der Behauptung begründet, die Kriegsgefahr wachse täglich. Die VP sei nicht militaristisch, „weil sie sich zu 80 v. H. aus Arbeitern und Bauern zusammensetzt.“ Die bewaffneten Kräfte bekämpfen den „abstrakten Pazifismus“ und bejahen „gerechte Kriege im Sinne Lenins“. Gerechte Kriege dienen „der Befreiung der Arbeiterklasse vom Joch des Kapitalismus“. Gerechte Kriege können — so lehrt es die Politverwaltung — auch auf fremdem Territorium geführt werden. Literaturangaben Bohn, Helmut: Ideologie und Aufrüstung in der Sowjetzone — Dokumente und Materialien (eingel. und zusammengest. von Helmut Bohn). Köln 1956, Markus-Verlag. 241 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 196 Politoffizier A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PolitstatutSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Wichtigster Unterrichtszweig innerhalb der Ausbildung der bewaffneten Kräfte. Die P. aller Verbände der VP und der Volksarmee erfolgt nach einheitlichen Richtlinien der Politverwaltung bzw. der Politabt. Derzufolge sollen die Angehörigen der bewaffneten Kräfte „erfüllt sein vom Geist des proletarischen Internationalismus und vom Haß gegen die anglo-amerikanischen Monopolkapitalisten“. Die Existenz der vielen…
DDR A-Z 1956
Polytechnische Erziehung (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 Die Forderung der p. E. geht auf Äußerungen von Marx und Engels zurück. Marx fordert im Gegensatz zu der „einseitigen“ (monotechnischen) Ausbildung infolge der modernen Arbeitsteilung die Entwicklung der „Totalität der Fähigkeiten“. Neben die geistige und körperliche Erziehung soll die p. E. treten, „welche die allgemeinen wissenschaftlichen Grundsätze aller Produktionsprozesse mitteilt“ und die Schüler „in den praktischen Gebrauch und in die Handhabung der elementarischen Instrumente aller Geschäfte“ einweiht. In der SU führte diese Forderung in den dreißiger Jahren zu einem verstärkten Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern. Seit einigen Jahren laufen erneute Bestrebungen, der Idee der p. E. endlich eine konkrete Form zu geben. Es wird u. a. eine verstärkte Verbindung des Unterrichts mit der Produktion und eine bessere Schulung der manuellen Geschicklichkeit gefordert. 1955 ist in der SBZ wieder Werkunterricht eingeführt worden, der vorher als Konzession an eine überwundene Stufe der Produktion abgelehnt worden war. (Erziehungswesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 197 Polizeistunde A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Post- und FernmeldewesenSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 Die Forderung der p. E. geht auf Äußerungen von Marx und Engels zurück. Marx fordert im Gegensatz zu der „einseitigen“ (monotechnischen) Ausbildung infolge der modernen Arbeitsteilung die Entwicklung der „Totalität der Fähigkeiten“. Neben die geistige und körperliche Erziehung soll die p. E. treten, „welche die allgemeinen wissenschaftlichen Grundsätze aller Produktionsprozesse mitteilt“ und die Schüler „in den praktischen Gebrauch und in die…
DDR A-Z 1956
Potsdamer Abkommen (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Besatzungspolitik, Oder-Neiße-Linie. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 198 Potsdam A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PrämienfondsSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Besatzungspolitik, Oder-Neiße-Linie. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 198 Potsdam A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Prämienfonds
DDR A-Z 1956
Präsident der Republik (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Staatsoberhaupt der „DDR“, im wesentlichen mit repräsentativen Befugnissen ausgestattet (verfassungsrechtliche Stellung schwächer als die des Bundespräsidenten, Art. 101–108 der Verfassung). Der PdR. verkündet die Gesetze (ohne Einspruchsmöglichkeit), nimmt die eidliche Verpflichtung der Regierungsmitglieder vor, vertritt die „DDR“ im völkerrechtlichen Verkehr und übt unter Beratung durch den Gnadenausschuß der Volkskammer das Begnadigungsrecht aus (Gnadenrecht); ein präsidiales Notverordnungsrecht steht dem PdR. nicht zu, von der Kabinettsbildung ist er im Hinblick auf die automatische Sicherung des Blocksystems (Blockpolitik) durch Art. 92 der Verfassung ausgeschaltet; alle Anordnungen und Verfügungen des PdR. bedürfen der Gegenzeichnung durch den Ministerpräsidenten oder den zuständigen Minister. — Der PdR. wird in gemeinsamer Sitzung von Volkskammer und Länderkammer mit einfacher Mehrheit auf vier Jahre „gewählt“ (Mindestalter: 35 Jahre); seine Abberufung bedarf einer Zweidrittelmehrheit der gesetzlichen Mitgliederzahl beider Kammern. Im Falle seiner zeitweiligen Verhinderung wird der PdR. durch den Präsidenten der Volkskammer vertreten. — PdR. ist seit Errichtung der „DDR“ (im Oktober 1949) Wilhelm ➝Pieck. Amtssitz ist Berlin-Niederschönhausen; die Amtsgeschäfte erledigt die Präsidialkanzlei — Chef der Präsidialkanzlei und Staatssekretär beim PdR. (seit 1951): Max Opitz (SED). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 199 Prämienwesen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PreispolitikSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Staatsoberhaupt der „DDR“, im wesentlichen mit repräsentativen Befugnissen ausgestattet (verfassungsrechtliche Stellung schwächer als die des Bundespräsidenten, Art. 101–108 der Verfassung). Der PdR. verkündet die Gesetze (ohne Einspruchsmöglichkeit), nimmt die eidliche Verpflichtung der Regierungsmitglieder vor, vertritt die „DDR“ im völkerrechtlichen Verkehr und übt unter Beratung durch den Gnadenausschuß der Volkskammer das…
DDR A-Z 1956
Pressewesen (1956)
Siehe auch: Presse: 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Pressewesen: 1953 1954 1958 1959 [S. 200]Die Presse ist im kommun. Bereich eines der wichtigsten Mittel zur Massenbeeinflussung (Propaganda und Parteipresse) und zur Verbreitung der kommun. Ideologie. Die gesamte Presse ist Lizenzpresse (Lizenzerteilung: in den ersten Besatzungsjahren durch die SMAD, später durch das Amt für ➝Information, seit Jan. 1953 durch das Presseamt beim Ministerpräsidenten der „DDR“). Zeitungslizenzen erhalten ausschließlich die SED, die Massenorganisationen und die in der Blockpolitik gleichgeschalteten Parteien. (Einzige Ausnahmen: „Berliner Zeitung“ und „BZ am Abend“ — Herausgeber: Hermann Leupold, SED. Der „Berliner Verlag“, in dem beide Zeitungen erscheinen, befindet sich im Besitz der Holdinggesellschaft der SED „Zentrag“). Sprachregelung erfolgt mit Hilfe langfristiger „Perspektivpläne“, aus denen Quartals-, Monats- und Wochenpläne abgeleitet werden, und täglicher „Argumentationsanweisungen“. Zentrale Lenkungsinstanz ist die Abt. Agitation-Presse-Rundfunk des ZK der SED, nachgeordnete Instanzen sind das Presseamt beim Ministerpräsidenten die Pressabteilungen der zentralen Leitungen der Blockparteien und der Massenorganisationen und die entsprechenden Instanzen in den Bezirken. Die Einheit der Nachrichtenpolitik wird durch den ADN gewährleistet. Von der in der Verfassung der „DDR“ (Art. 9) proklamierten freien öffentlichen Meinungsäußerung kann keine Rede sein. In der SBZ erscheinen 39 Tageszeitungen und eine Montagsausgabe, davon 9 Tageszeitungen im Sowjetsektor Berlins. Bis 1952 war die Lizenzvergebung so gehandhabt, daß neben Zentralorganen in Berlin jeweils ein Blatt jeder Partei in den fünf Landeshauptstädten erschien. Die Höhe der Auflagen wird geheimgehalten. Die Gesamtauflage (ohne die Montagsausgabe des „Neuen Deutschland“, den „Vorwärts“ mit 500.000) aller Zeitungen liegt zwischen 3 und 3,5 Mill. Etwa 60 v. H. entfallen auf die Parteipresse der SED, 20 v. H. auf die Zeitungen der DBD, CDU, LDPD und NDPD, die restlichen 20 v. H. auf die Zeitungen des FDGB und der FDJ sowie die „Berliner Zeitung“ und die „BZ am Abend“. Bei den Auflagen der SED-Presse ist zu berücksichtigen, daß ganze Berufsstände zum Abonnieren von SED-Blättern verpflichtet sind und daß der Abonnentenkreis der bürgerlichen Presse durch Papierzuteilung begrenzt wird. Inhaltlich unterscheiden sich die Zeitungen kaum. Der Nachrichtenteil unterliegt in gleicher Weise wie die redaktionellen Meinungsäußerungen der zentralen Lenkung. Auslandsmeldungen dürfen nur vom ADN übernommen werden. Gekennzeichnet ist das P. in der SBZ durch die Einförmigkeit des Inhalts. Neben den tendenziösen Nachrichten nehmen umfangreiche Leitartikel, mehrseitige Wiedergaben von Reden der Funktionäre und von Parteibeschlüssen, Kritik und Selbstkritik im Rahmen des kommun. Überwachungssystems, Anprangerungen nicht erfüllter Normen, Aufrufe zu Wettbewerben und Selbstverpflichtungen und gelenkte Leserzuschriften den Hauptraum der Zeitungen ein. Auch der kulturelle Teil wird von den Maximen der Partei her bestimmt. Eine Auflockerung durch Kurzgeschichten und Humor hat Walter Ulbricht am 26. 7. 1953 auf der 15. Tagung des ZK der SED im Rahmen des Neuen Kurses angekündigt. Ebenso wie die Tagespresse sind die Wochen- und Monatszeitschriften der Massenorganisationen gelenkt. Sogar die Fach- und Sportpresse usw. besitzt einen umfangreichen politischen und ideologischen Teil. Das Fehlen von objektiven Nachrichten und der eintönige Stil und Inhalt der sowjetzonalen Presse begründen ein starkes Bedürfnis nach westlicher Publizistik. Bezug und Besitz westlicher Presse werden als Boykotthetze und „Hetze gegen die antifaschistisch-demokratische Ordnung“ aufgefaßt und unter Anwendung des sog. Friedensschutzgesetzes mit hohen Zuchthausstrafen bedroht. Der journalistische Nachwuchs — soweit er nicht in die Kategorie der Volkskorrespondenten fällt, wird an der Fakultät für Journalistik der Universität Leipzig (Dekan: Prof. Dr. Hermann Budzislawski, SED) ausgebildet. Volontäre dürfen nicht mehr eingestellt werden. „Politisch bewährte“ Kräfte, die von Redaktionen eingestellt werden, müssen ihre Qualifikation in Prüfungen, die der Verband der deutschen Presse durchführt, nachweisen. (Nachrichtenpolitik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 200 Presseamt beim Ministerpräsidenten A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ProduktionsberatungSiehe auch: Presse: 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Pressewesen: 1953 1954 1958 1959 [S. 200]Die Presse ist im kommun. Bereich eines der wichtigsten Mittel zur Massenbeeinflussung (Propaganda und Parteipresse) und zur Verbreitung der kommun. Ideologie. Die gesamte Presse ist Lizenzpresse (Lizenzerteilung: in den ersten Besatzungsjahren durch die SMAD, später durch das Amt für ➝Information, seit Jan. 1953 durch das Presseamt beim Ministerpräsidenten der „DDR“).…
DDR A-Z 1956
Produktionsgenossenschaften, Landwirtschaftliche (LPG) (1956)
Siehe auch: Produktionsgenossenschaften, Landwirtschaftliche: 1953 1969 Produktionsgenossenschaften, Landwirtschaftliche (LPG): 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Pj. für Organisationsform zusammengeschlossener Bauernbetriebe, ein Stadium auf dem Weg zur Kollektivierung. Bis jetzt treten 3 Typen in Erscheinung. Typ I: nur das Ackerland wird eingebracht. Typ II: neben dem Ackerland werden auch tierische und motorische Zugkräfte sowie Maschinen in die P. eingebracht. Typ III stellt praktisch schon insofern die Kolchose dar, als hier auch Nutzviehhaltung, Grünland und Wald in die P. mit einbezogen werden. Die Bildung von P. wurde eingeleitet durch die Verlautbarung Ulbrichts über den Aufbau des Sozialismus anläßlich der II. Parteikonferenz der SED vom 9.–12. 7. 1952. Als Werbung für den „freiwilligen“ Zusammenschluß in P. wurden umfangreiche Vergünstigungen (Ablieferungserleichterungen, Steuerermäßigungen, Bezugs- und Krediterleichterungen, niedrigster MTS-Tarif u. a.) eingeräumt. Durch die offizielle politische und staatsbürokratische Förderung der P. werden alle außerhalb dieser stehenden Privatbetriebe so benachteiligt, daß auf sie ein zunächst indirekter, aber nachhaltiger Druck zur Aufgabe der Individualbewirtschaftung ausgeübt wird. März 1957 bestanden bereits 6.268 P. (rd. 70 v. H. Typ III), die eine landwirtschaftliche Nutzfläche von rd. 1,5 Mill. ha (rd. 90 v. H. Typ III) bewirtschaften (rd. 23% der gesamten landw. Nutzfläche). Handwerkschaftliche Produktionsgenossenschaften (HPG) Handwerk. Literaturangaben Kramer, Matthias: Die Landwirtschaft in der sowjetischen Besatzungszone. 3., erw. Aufl. (BB) 1956. 320 S. m. 36 Tab. u. 34 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 201 Produktionsbrigaden, Ständige A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ProduktionsmassenarbeitSiehe auch: Produktionsgenossenschaften, Landwirtschaftliche: 1953 1969 Produktionsgenossenschaften, Landwirtschaftliche (LPG): 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Pj. für Organisationsform zusammengeschlossener Bauernbetriebe, ein Stadium auf dem Weg zur Kollektivierung. Bis jetzt treten 3 Typen in Erscheinung. Typ I: nur das Ackerland wird eingebracht. Typ II: neben dem Ackerland werden auch tierische und motorische Zugkräfte sowie Maschinen in die P. eingebracht. Typ III…
DDR A-Z 1956
Produktionspropaganda (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Pj. Zusammenfassung aller Maßnahmen, die geeignet sind, „die Erkenntnisse der Wissenschaft, die Fortschrittliche Technik und die besten Erfahrungen der Praxis mit besonderen, für die populäre Propaganda geeigneten Mitteln zu verbreiten und zum festen Bestandteil des Produktions- und Arbeitsprozesses zu machen“. („Arbeit und Sozialfürsorge“ S. 482/1955) Dazu gehören die gesamte Aktivisten- und Wettbewerbsbewegung, Produktionsberatungen, Aktivistenschulen, Sichtwerbung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 202 Produktionsmittel A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Produktions- und Dienstleistungsabgabe (PDA)Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Pj. Zusammenfassung aller Maßnahmen, die geeignet sind, „die Erkenntnisse der Wissenschaft, die Fortschrittliche Technik und die besten Erfahrungen der Praxis mit besonderen, für die populäre Propaganda geeigneten Mitteln zu verbreiten und zum festen Bestandteil des Produktions- und Arbeitsprozesses zu machen“. („Arbeit und Sozialfürsorge“ S. 482/1955) Dazu gehören die gesamte Aktivisten- und Wettbewerbsbewegung,…
DDR A-Z 1956
Progress-Film (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Sovexportfilm. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 203 Produktivkräfte A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Progress-Film-VertriebSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Sovexportfilm. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 203 Produktivkräfte A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Progress-Film-Vertrieb
DDR A-Z 1956
Propaganda (1956)
Siehe auch: Agitation: 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Agitation und Propaganda: 1969 1975 1979 1985 Propaganda: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Der moderne Kommunismus versteht unter P. abweichend vom allgemeinen Sprachgebrauch eine auf die „Aneignung und Verbreitung der Grundsätze und Lehren des Marxismus-Leninismus“ gerichtete Tätigkeit, die sich „zum Unterschied von der Agitation in erster Linie an die Mitglieder der Partei und die Mitglieder der Massenorganisati[S. 204]onen wendet“ („Einheit“, Ostberlin, 1951, S. 670). Nach herkömmlicher Auffassung hingegen wird unter politischer P. eine Form der Aufklärung begriffen, die nicht so sehr den Verstand als die emotionalen Kräfte im Menschen anspricht und sich dazu weniger des überzeugenden Wortes in Rede und Schrift, als vielmehr der massiveren und vielfach gleichzeitigen Wirkung von Bild und Ton bedient. Die Wirkung der P. ist unter rechtsstaatlichen Verhältnissen dadurch begrenzt, daß mißbräuchliche Anwendung ihrer Mittel leicht zurückschlägt, also der Absicht des Propagandisten entgegenwirkt, sei es, daß er durch allzu plumpe Methoden das Mißtrauen der Angesprochenen erregt, sei es, daß er durch Verstöße gegen die Wahrheit den Gegner auf den Plan ruft, der unter Umständen sogar Rechtsmittel gegen ihn in Anspruch nehmen kann. Im totalitären Staatswesen (wie im Dritten Reich oder in der SU und ihren Satellitenstaaten einschließlich der „DDR“) fehlt es der politischen P. an einer derartigen Kontrolle; infolgedessen beherrscht sie dort die staatsbürgerliche Aufklärung und das gesamte öffentliche Leben derart hemmungslos, daß schließlich die Bevölkerung jede amtliche Äußerung als P. und damit als Schwindel ansieht. Während in der Bundesrepublik diese kritische Einstellung des Staatsbürgers die Formen der staatsbürgerlichen Aufklärung weitgehend bestimmt, stellen die P.-Methoden der SBZ eher noch eine Vergröberung des nationalsozialistischen P.-Stils dar. Unter dem Einfluß und nach dem Muster der SU steuern Partei und Staat eine P.-Maschinerie, die sich nicht nur der traditionellen Formen der Volksrede, der Plakate und Transparente (im Pj. Sichtwerbung) bedient, sondern die vom Staat gegängelte Presse, den Staatsrundfunk, den Film, das Theater, das Kabarett mit Beschlag belegt, vor allem aber die Staatsbürger zu persönlicher Mitwirkung in den Aufklärungslokalen und in den von der Partei diktierten Briefaktionen beansprucht. Obschon diese Häufung der Mittel die propagierten Lehren bei den Opfern der P. nicht glaubwürdiger macht, darf man den einschüchternden Eindruck der Massierung nicht unterschätzen, dem vor allem die Jugend und leicht beeinflußbare Menschen ausgeliefert sind; er wird nur teilweise durch die Offensichtlichkeit der Schwindelparolen neutralisiert; dagegen hat sich gezeigt, daß die Bevölkerung der SBZ allzu kühnen ideologischen Schwenkungen der P. (wie z. B. im Sommer 1952 von der Friedenspropaganda zur nationalistischen Verherrlichung des „Verteidigungskrieges oder im Frühjahr 1953 vom Aufbau des Sozialismus zum Neuen Kurs) Widerstand entgegensetzt und damit die Grenzen der P. überhaupt sichtbar zu machen vermag. Die Ausstrahlungen der sowjetzonalen P. in die Bundesrepublik sind nur insoweit ernst zu nehmen, als sie mit falschen Friedens- und Wiedervereinigungsparolen arbeiten; sie können aber mit Aussicht auf Erfolg nicht durch ähnliche Mittel, sondern nur durch eine möglichst breite, durch Tatsachen belegte und gemeinverständliche Aufklärung über die wahren Tendenzen der bolschewistischen Machtpolitik und die Verhältnisse in ihrem Herrschaftsbereich unschädlich gemacht werden. (Parteipresse, Pressewesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 203–204 Proletarier A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ProtestSiehe auch: Agitation: 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Agitation und Propaganda: 1969 1975 1979 1985 Propaganda: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Der moderne Kommunismus versteht unter P. abweichend vom allgemeinen Sprachgebrauch eine auf die „Aneignung und Verbreitung der Grundsätze und Lehren des Marxismus-Leninismus“ gerichtete Tätigkeit, die sich „zum Unterschied von der Agitation in erster Linie an die Mitglieder der Partei und die…
DDR A-Z 1956
Qualifizierung (1956)
Siehe auch: Qualifikation: 1953 Qualifizierung: 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Im Pj. einer der Kernbegriffe der sowjetischen Arbeitspolitik. „Die Qualifizierung der Arbeiter, „die durch die möglichst große Differenzierung sehr stark gefördert wird, ist ein außerordentlich wichtiger Faktor zur weiteren Steigerung der Arbeitsproduktivität“ („Einheit“, H. 4/1950) Daher berücksichtigen die Betriebskollektivverträge insbesondere „die Heranbildung von fachlichem Nachwuchs und die systematische Erhöhung der Qualifikation der Arbeiter, Techniker und Ingenieure“. Dem dienen die Innerbetriebliche Schulung, die Betriebsfachschulen, die Aktivistenschulen, Sonderkurse für Gewerkschaftsfunktionäre usw. Literaturangaben Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. 312 S. m. 24 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 206 Quadratnestpflanzverfahren A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z QualitätszeichenSiehe auch: Qualifikation: 1953 Qualifizierung: 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Im Pj. einer der Kernbegriffe der sowjetischen Arbeitspolitik. „Die Qualifizierung der Arbeiter, „die durch die möglichst große Differenzierung sehr stark gefördert wird, ist ein außerordentlich wichtiger Faktor zur weiteren Steigerung der Arbeitsproduktivität“ („Einheit“, H. 4/1950) Daher berücksichtigen die Betriebskollektivverträge insbesondere „die Heranbildung von…
DDR A-Z 1956
Rahmenkollektivvertrag (1956)
Siehe auch: Rahmenkollektivvertrag: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Rahmenkollektivvertrag (RKV): 1975 1979 1985 Der R. wurde abgeschlossen zwischen den Produktionsministerien und Staatssekretariaten mit eigenem Geschäftsbereich und den Zentralvorständen der Industriegewerkschaften (FDGB) mit Zustimmung des FDGB-Bundesvorstandes, des Finanzministeriums unter Bestätigung des Arbeitsministeriums. Seit 1. 1. 1953 sind die R. durch die Musterbetriebskollektivverträge abgelöst, die als Richtlinie für die jeweiligen Betriebskollektivverträge gelten. Literaturangaben Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. 312 S. m. 24 Anlagen. Leutwein, Alfred: Der Betriebskollektivvertrag in der sowjetischen Besatzungszone. 2., erg. Aufl. (BB) 1955. 86 S. m. 6 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 207 Radebeul A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z RasnoexportSiehe auch: Rahmenkollektivvertrag: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Rahmenkollektivvertrag (RKV): 1975 1979 1985 Der R. wurde abgeschlossen zwischen den Produktionsministerien und Staatssekretariaten mit eigenem Geschäftsbereich und den Zentralvorständen der Industriegewerkschaften (FDGB) mit Zustimmung des FDGB-Bundesvorstandes, des Finanzministeriums unter Bestätigung des Arbeitsministeriums. Seit 1. 1. 1953 sind die R. durch die…
DDR A-Z 1956
Politbüro (1956)
Siehe auch: Politbüro: 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Politbüro der SED: 1953 Politbüro des ZK der SED: 1975 1979 1985 Das auf den Parteitagen der SED gewählte ZK „wählt zur politischen Leitung … zwischen den Plenartagungen das Politbüro …“ (Statut der SED in: „Protokoll des IV. Parteitages der SED“, Dietz-Verlag Berlin 1954, S. 1129). Mitglieder des amtierenden, im April 1954 gewählten P.: Pieck, Grotewohl, Ulbricht, Rau, Matern, Stoph Ebert, Oelßner, Schirdewan. Kandidaten des P.: Honecker, Leuschner, Mückenberger, Warnke, Neumann. Seit 1949 wurden aus dem P. ausgeschlossen: Merker, Ackermann, Dahlem, Zaisser, Herrnstadt, Schmidt, Jendretzky. Den Weisungen des SED-P., das die Richtlinien seiner Arbeit vom Präsidium der KPdSU erhält, sind faktisch sowohl die Parteiapparate der SED und KPD als auch sämtliche Massenorganisationen und die staatlichen Organe der SBZ unterworfen. Als sowj. Vertreter nimmt an allen wichtigen Sitzungen des P. Puschkin teil. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 196 Poliklinik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PolitarbeiterSiehe auch: Politbüro: 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Politbüro der SED: 1953 Politbüro des ZK der SED: 1975 1979 1985 Das auf den Parteitagen der SED gewählte ZK „wählt zur politischen Leitung … zwischen den Plenartagungen das Politbüro …“ (Statut der SED in: „Protokoll des IV. Parteitages der SED“, Dietz-Verlag Berlin 1954, S. 1129). Mitglieder des amtierenden, im April 1954 gewählten P.: Pieck, Grotewohl, Ulbricht, Rau, Matern, Stoph Ebert, Oelßner,…
DDR A-Z 1956
Politstatut (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Grundlegende, im Mai 1952 von Generalmajor Rudolf Dölling ausgearbeitete politische Richtlinien für die SBZ-Armee. Das P. enthält u. a. die Verpflichtung, „der SED und der Regierung der DDR“ treu ergeben zu sein und überall dort [S. 197]Dienst zu tun, „wo es die Interessen der DDR erfordern“. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 196–197 Politschulung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PolitverwaltungSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Grundlegende, im Mai 1952 von Generalmajor Rudolf Dölling ausgearbeitete politische Richtlinien für die SBZ-Armee. Das P. enthält u. a. die Verpflichtung, „der SED und der Regierung der DDR“ treu ergeben zu sein und überall dort [S. 197]Dienst zu tun, „wo es die Interessen der DDR erfordern“. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 196–197 Politschulung A, B, C, D, E, F,…
DDR A-Z 1956
Post- und Fernmeldewesen (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Der Postbetrieb wurde auf örtlicher Basis im Mai 1945 z. T. mit eigenen Briefmarken aufgenommen und bald zu 6 Oberpostdirektionen (Dresden, Erfurt, Halle/Saale, Leipzig, Potsdam, Schwerin) zusammengefaßt, die den Landes- bzw. Provinzialregierungen unterstellt wurden. Durch Schaffung des Ministeriums für Post- und Fernmeldewesen erfolgte die Zentralisierung. Das Gesetz über den Haushaltsplan 1950 vom 9. 2. 1950 verpflichtete auch die Post, Finanzpläne aufzustellen. Dadurch wurden Oberpostdirektionen, Post-, Fernmelde- und Funkämter der „volkseigenen“ Wirtschaft gleichgestellt. Jeweils mehrere Ämter wurden zu selbständigen Betrieben zusammengefaßt, ein Betriebsplan aufgestellt und das Prinzip der wirtschaftlichen Rechnungsführung eingeführt. Ende 1952 wurden die 5 Oberpostdirektionen aufgelöst und 14 Bezirksdirektionen für Post- und Fernmeldewesen errichtet. Eine staatspolitisch äußerst wichtige Aufgabe erhielt die Post durch Übernahme des gesamten Zeitungs- und Zeitschriftenvertriebes ab 1. 4. 1949. Beförderung, Zustellung und Einzelverkauf sämtlicher Presseerzeugnisse geschehen durch die Post. Das Postscheckwesen zeigte nach anfänglich leichter Steigerung seit 1948 einen ständigen Rückgang, da der gesamte Geldverkehr scharf überwacht wird. Es gibt 2 Arten von Konten, „freie“ und „gebundene“, die ersteren können nicht von Betrieben, Gewerbetreibenden usw. eingerichtet werden. Letztere dienen nur Überweisungszwecken. Trotz der in der Verfassung garantierten Wahrung des Postgeheimnisses wird vom SSD eine Postzensur ausgeübt. Insbesondere die Auslands- und Interzonenpost (Briefe und Pakete) werden in besonderen Kontrollämtern genau geprüft. Auch der Fernsprechverkehr unterliegt der Überwachung durch den SSD. Im Wiederaufbau des durch Demontagen stark beeinträchtigten Fernmeldewesens bestanden, vornehmlich infolge Materialmangels, erhebliche Schwierigkeiten. (Rundfunk) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 197 Polytechnische Erziehung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PostzensurSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Der Postbetrieb wurde auf örtlicher Basis im Mai 1945 z. T. mit eigenen Briefmarken aufgenommen und bald zu 6 Oberpostdirektionen (Dresden, Erfurt, Halle/Saale, Leipzig, Potsdam, Schwerin) zusammengefaßt, die den Landes- bzw. Provinzialregierungen unterstellt wurden. Durch Schaffung des Ministeriums für Post- und Fernmeldewesen erfolgte die Zentralisierung. Das Gesetz über den Haushaltsplan 1950 vom 9. 2. 1950…
DDR A-Z 1956
Prämienfonds (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Direktorfonds. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 198 Potsdamer Abkommen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PrämiensparenSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Direktorfonds. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 198 Potsdamer Abkommen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Prämiensparen
DDR A-Z 1956
Preispolitik (1956)
Siehe auch: Preispolitik: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Preissystem: 1969 Preissystem und Preispolitik: 1975 1979 1985 Die freie marktmäßige Preisbildung wurde in der SBZ ersetzt durch die autoritäre Preisfestsetzung. Auf Grund des Beschlusses des Ministerrates vom 23. 2. 1953 wurden allgemeine Grundsätze für die P. offiziell festgelegt. Bis dahin hatte man P. und Preisüberwachung der Kriegszeit im wesentlichen fortgeführt, im allgemeinen auf der Preisebene des Jahres 1944 basierend. Für die weiterverarbeitende Industrie und das Handwerk genehmigte man im Einzelfalle höhere Preise. Zahlreiche Konsumgüterpreise wurden durch Verbrauchsteuern sehr wesentlich erhöht. Da ein marktmäßiger Ausgleich der betriebsindividuellen Preiskalkulationen nicht möglich ist, sind von den einzelnen Fachministerien erhebliche Subventionen zum Ausgleich der Differenzen, die sich zwischen den zugelassenen Inlandspreisen und den höheren Produktionskosten ergeben, zu leisten. Besondere Subventionen hat der Staatshaushalt zur Herstellung von Exportqualitäten zur Verfügung zu stellen. Weitere Subventionen sind erforderlich bei Import und Export zur Überbrückung der Differenzen gegenüber den Weltmarktpreisen bzw. den festgesetzten Wechselkursen. Die staatliche P., die den marktmäßigen Preismechanismus ersetzen soll, erstreckt sich auf folgende Funktionen: Abstimmung des Lohnfonds mit dem Warenfonds, Lenkung des Konsums in die von der obersten Planungsbehörde gewünschte Richtung Förderung des technischen Fortschritts, Selbstkostensenkung, Beschleunigung der Warenzirkulation, Anreiz zu besserer und vermehrter Produktion. Mittel dazu ist die sog. wirtschaftliche Rechnungsführung im Rahmen des Plankontrollsystems. Eine besondere Rolle spielen dabei die Produktions- und Dienstleistungsabgabe und die Verbrauchsteuern. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 199 Präsident der Republik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Presse, Verband der Deutschen (VDP)Siehe auch: Preispolitik: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Preissystem: 1969 Preissystem und Preispolitik: 1975 1979 1985 Die freie marktmäßige Preisbildung wurde in der SBZ ersetzt durch die autoritäre Preisfestsetzung. Auf Grund des Beschlusses des Ministerrates vom 23. 2. 1953 wurden allgemeine Grundsätze für die P. offiziell festgelegt. Bis dahin hatte man P. und Preisüberwachung der Kriegszeit im wesentlichen fortgeführt, im allgemeinen auf der Preisebene des…
DDR A-Z 1956
Produktions- und Dienstleistungsabgabe (PDA) (1956)
Siehe auch: Produktions- und Dienstleistungsabgaben: 1975 1979 Produktions- und Dienstleistungsabgabe (PDA): 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Als Nachahmung der „differenzierten Umsatzsteuer“ der SU im Rahmen des „Zwei-Kanäle-Systems“ in der SBZ erstmalig in einigen Zweigen der „volkseigenen“ Genußmittelindustrie mit Wirkung vom 1. 1. 1954 zunächst versuchsweise und durch „VO. über die Produktionsabgabe und Dienstleistungsabgabe der volkseigenen Industrie und der volkseigenen Dienstleistungsbetriebe (PDAVO)“ vom 6. 1. 1955 (GBl. S. 37 ff) und den hierzu ergangenen 4 ergänzenden Durchführungsbestimmungen vom 7. 1. 1955 in der gesamten „volkseigenen“ Wirtschaft eingeführt. In der Präambel zu dieser Verordnung wird zum Ausdruck gebracht, daß das bisherige Abgabesystem nicht die „einfache, schnelle und konstante Abführung der staatlichen Einnahmen an den Staatshaushalt“ gewährleistete und nicht zur Festigung des „Prinzips der wirtschaftlichen Rechnungsführung“ beigetragen hafte. Die Produktionsabgabe als Bestandteil des Industrieabgabepreises eines Produktes wird in der „volkseigenen“ Industrie grundsätzlich für ein Produkt nur einmal erhoben. Ist durch Bearbeitung oder Verarbeitung eines erworbenen Produktes ein neues Produkt mit anderen Eigenschaften entstanden, dann wird diese erneut berechnet. Zahlungspflichtige der Produktionsabgabe sind die Betriebe der „volkseigenen“ Industrie. Die Zahlungspflicht ist an den Umsatz von Produkten gebunden; die Zahlungspflicht entsteht im Zeitpunkt des Umsatzes des Produktes. Die Produktionsabgabe wird erhoben a) in einem Vomhundertsatz des Industrieabgabepreises oder des sonstigen gesetzlich festgelegten Abgabepreises oder b) in einem festen Betrag vom Industrieabgabepreis je Mengeneinheit des Produktes oder c) in Form des Unterschiedbetrages zwischen den Selbstkosten zuzüglich Gewinnanteil und dem Industrieabgabepreis. Die Form der Erhebung der Produktionsabgabe wird vom Ministerium der Finanzen bestimmt. Die Sätze der Produktionsabgabe können differenziert werden a) nach einzelnen Produkten oder Produktengruppen. b) nach der Zweckbestimmung der Produkte, c) nach betrieblichen Merkmalen. Wenn vom Ministerium der Finanzen die Zuständigkeit nicht anderweitig geregelt wurde, ist für die Ermittlung, Festsetzung, Erhebung, Kontrolle und Vollstreckung der Produktionsabgabe der Rat der Stadt oder des Kreises — Abt. Finanzen — zuständig, in dessen Bereich sich der Sitz der Leitung des zur Zahlung der Produktionsabgabe verpflichteten Betriebes befindet. Für die Kontrolle der Produktionsabgabe wird weiterhin der Rat des Bezirkes — Abt. Finanzen — eingeschaltet. Zur Zahlung der Dienstleistungsabgabe sind die „volkseigenen Dienstleistungsbetriebe“ und die Betriebe der „volkseigenen“ Industrie, soweit sie Dienstleistungen ausführen, verpflichtet. Mit der Einführung der PDA entfällt die Erhebung der Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Beförderungsteuer und der Verbrauchsabgaben. Das „Zwei-Kanäle-System“ besagt, daß die sogenannte „Geldakkumulation“ der „volkseigenen“ Wirtschaft künftig durch die PDA und durch die Nettogewinnabführung dem Staatshaushalt zugeleitet wird. Durch diese „Zweigleisigkeit“ hat der Staat die Möglichkeit einer besseren Kontrolle erhalten. Er kann 1. durch die Erfüllung des Produktionsabgabeplanes gleichzeitig die Erfüllung der Produktions- und Absatzpläne (nach Umfang und Sortiment der Ware) und 2. durch die Gewinnabführung die Qualität der Arbeit der Betriebe und deren Auswirkung auf die Erfüllung der Selbstkostensenkungsauflage und des Gewinnplanes kontrollieren. (Kontrollfunktion und Erziehungsfunktion der PDA.) Neben der reinen Kontrollfunktion hat die Produktionsabgabe die Aufgaben, produktionslenkend und konsumtionsregulierend zu wirken. (Regulativfunktion der PDA.) [S. 203]Durch die Kurzfristigkeit und Stetigkeit der Abführungen soll die Haushaltsstabilität gesichert werden, d. h., der Staat soll eine gleichmäßig und schnell fließende Quelle an Geldmitteln laufend zur Verfügung haben. Die Entwicklung vom Mehrsteuersystem zum Zwei-Kanäle-System hat die rein „operative Abgabenkontrolle“ (Kontroll- und Prüfungsmethode zur Sicherung des Aufkommens der Produktionsabgabe) schlagkräftiger gestaltet, wobei eine Koordinierung der wert- mit der mengenmäßigen Kontrolle erreicht werden soll. Literaturangaben Frenkel, Erdmann: Steuerpolitik und Steuerrecht in der sowjetischen Besatzungszone. 3., erw. Aufl. (BB) 1953. 124 S. m. 11 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 202–203 Produktionspropaganda A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ProduktionsverhältnisseSiehe auch: Produktions- und Dienstleistungsabgaben: 1975 1979 Produktions- und Dienstleistungsabgabe (PDA): 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Als Nachahmung der „differenzierten Umsatzsteuer“ der SU im Rahmen des „Zwei-Kanäle-Systems“ in der SBZ erstmalig in einigen Zweigen der „volkseigenen“ Genußmittelindustrie mit Wirkung vom 1. 1. 1954 zunächst versuchsweise und durch „VO. über die Produktionsabgabe und Dienstleistungsabgabe der volkseigenen Industrie und der…
DDR A-Z 1956
Produktionsmassenarbeit (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Pj. Das Bemühen des FDGB, die Arbeiterschaft für die Ziele der sowjetzonalen Arbeitspolitik (Senkung der Selbstkosten, Erhöhung der Arbeitsproduktivität, Hebung der Qualität in der Produktion) einzuspannen. Darunter fallen nicht nur die Aktivisten- und Wettbewerbsbewegungen, sondern auch die gesamte Produktionspropaganda. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 201 Produktionsgenossenschaften, Landwirtschaftliche (LPG) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Produktionsministerien (auch Fachministerien genannt)Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Pj. Das Bemühen des FDGB, die Arbeiterschaft für die Ziele der sowjetzonalen Arbeitspolitik (Senkung der Selbstkosten, Erhöhung der Arbeitsproduktivität, Hebung der Qualität in der Produktion) einzuspannen. Darunter fallen nicht nur die Aktivisten- und Wettbewerbsbewegungen, sondern auch die gesamte Produktionspropaganda. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 201 …
DDR A-Z 1956
Produktionsverhältnisse (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Produktionsweise; die gegenseitigen Beziehungen der Menschen im Wirtschaftsleben in ihren rechtlichen, technischen und sozialen Organisationsformen, die sich mit der Entwicklung der Produktivkräfte verändern, worin der Marxismus die Ursache der geschichtlichen Dynamik erblickt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 203 Produktions- und Dienstleistungsabgabe (PDA) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Produktionszonen, Landwirtschaftliche (LPZ)Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Produktionsweise; die gegenseitigen Beziehungen der Menschen im Wirtschaftsleben in ihren rechtlichen, technischen und sozialen Organisationsformen, die sich mit der Entwicklung der Produktivkräfte verändern, worin der Marxismus die Ursache der geschichtlichen Dynamik erblickt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 203 Produktions- und…
DDR A-Z 1956
Progress-Film-Vertrieb (1956)
Siehe auch: Progressfilmverleih: 1953 Progress Film-Verleih: 1979 1985 Progress-Film-Vertrieb: 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 GmbH., Sitz Berlin. Am 1. 8. 1950 aus dem Defa-Film-Vertrieb für den Verleih sowjetischer, deutscher und anderer Filme in der „DDR“ entstanden. Beliefert etwa 3.000 meist „volkseigene“ Lichtspieltheater und Filmbildstellen. Literaturangaben Kersten, Heinz: Das Filmwesen in der sowjetischen Besatzungszone. (BB) 1954. 139 S. m. 2 Anlagen und Nachtrag. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 203 Progress-Film A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ProjektionsbürosSiehe auch: Progressfilmverleih: 1953 Progress Film-Verleih: 1979 1985 Progress-Film-Vertrieb: 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 GmbH., Sitz Berlin. Am 1. 8. 1950 aus dem Defa-Film-Vertrieb für den Verleih sowjetischer, deutscher und anderer Filme in der „DDR“ entstanden. Beliefert etwa 3.000 meist „volkseigene“ Lichtspieltheater und Filmbildstellen. Literaturangaben Kersten, Heinz: Das Filmwesen in der sowjetischen Besatzungszone. (BB) 1954. 139 S. m. 2…
DDR A-Z 1956
Protest (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Bezeichnung für das der Berufung des Angeklagten entsprechende Rechtsmittel der Staatsanwaltschaft; zulässig gegen Urteile der Kreisgerichte und erstinstanzliche Urteile der Bezirksgerichte (Strafverfahren); eingeführt nach sowjetischem Vorbild zur Hervorhebung der besonderen Stellung der Staatsanwaltschaft durch §§ 274 ff. des am 15. 10. 1952 in Kraft getretenen „Gesetzes über das Verfahren in Strafsachen in der DDR (Strafprozeßordnung)“ vom 2. 10. 1952 (GBl. S. 996). Während das vom Angeklagten eingelegte Rechtsmittel (Berufung) gemäß § 284 StPO vom Berufungsgericht ohne mündliche Verhandlung als „offensichtlich unbegründet“ durch Beschluß verworfen werden kann, muß über den form- und fristgerecht eingelegten Protest der Staatsanwaltschaft immer verhandelt werden. Auch in dieser gesetzlichen Regelung kommt die stärkere Stellung des Staatsanwalts gegenüber dem Angeklagten zum Ausdruck. Eine nach der 3. Parteikonferenz der SED vereinzelt an dieser unterschiedlichen Stellung geübte Kritik wurde Anfang 1957 als ungerechtfertigte „Tendenz zur Liberalisierung“ zurückgewiesen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 204 Propaganda A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Puschkin, Georgi MaximowitschSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Bezeichnung für das der Berufung des Angeklagten entsprechende Rechtsmittel der Staatsanwaltschaft; zulässig gegen Urteile der Kreisgerichte und erstinstanzliche Urteile der Bezirksgerichte (Strafverfahren); eingeführt nach sowjetischem Vorbild zur Hervorhebung der besonderen Stellung der Staatsanwaltschaft durch §§ 274 ff. des am 15. 10. 1952 in Kraft getretenen „Gesetzes über das Verfahren in Strafsachen in der DDR…
DDR A-Z 1956
Qualitätszeichen (1956)
Siehe auch das Jahr 1958 Gütekontrolle. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 206 Qualifizierung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z QuedlinburgSiehe auch das Jahr 1958 Gütekontrolle. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 206 Qualifizierung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Quedlinburg
DDR A-Z 1956
Rasnoexport (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 Sowjetische Handelsgesellschaften. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 207 Rahmenkollektivvertrag A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Rat des BezirkesSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 Sowjetische Handelsgesellschaften. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 207 Rahmenkollektivvertrag A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Rat des Bezirkes
DDR A-Z 1956
Politoffizier (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Oft geänderte Bezeichnung für den in allen Zweigen der Volkspolizei eingesetzten Politkommissar, der — neben den Kommandeur und Truppenoffizier gestellt — für die politische Ausrichtung der VP-Einheiten und für die Durchführung und Überwachung des politischen Schulungsprogramms verantwortlich ist. In der Armee der SBZ steht jedem Kommandeur bis zum Kompaniechef abwärts ein Politoffizier zur Seite. Früher verwendete Bezeichnung: Polit-Kultur-Offizier(PK); seit August 1955: Kulturoffizier. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 196 Politökonomie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PolitschulungSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Oft geänderte Bezeichnung für den in allen Zweigen der Volkspolizei eingesetzten Politkommissar, der — neben den Kommandeur und Truppenoffizier gestellt — für die politische Ausrichtung der VP-Einheiten und für die Durchführung und Überwachung des politischen Schulungsprogramms verantwortlich ist. In der Armee der SBZ steht jedem Kommandeur bis zum Kompaniechef abwärts ein Politoffizier zur Seite. Früher…
DDR A-Z 1956
Politverwaltung (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Oberste politische Institution der militärischen Verbände der SBZ, Vorgesetzte Dienststelle aller Politoffiziere. Verantwortlich für die Ausarbeitung der politischen Schulungsprogramme nach Anweisung des Politbüros der SED. Chef der PV.: Generalmajor Rudolf Dölling. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 197 Politstatut A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PolizeistundeSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Oberste politische Institution der militärischen Verbände der SBZ, Vorgesetzte Dienststelle aller Politoffiziere. Verantwortlich für die Ausarbeitung der politischen Schulungsprogramme nach Anweisung des Politbüros der SED. Chef der PV.: Generalmajor Rudolf Dölling. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 197 Politstatut A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O,…
DDR A-Z 1956
Postzensur (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Das im Art. 8 der Verfassung garantierte Postgeheimnis wird ständig gebrochen. Allen Hauptpostämtern sind Kontrollstellen des SSD koordiniert, die sowohl Brief- als auch Paketsendungen kontrollieren. In den Haupttelegrafenämtern sind Kontrolleure des SSD zur Überwachung des Telefonverkehrs tätig. In Ostberlin wird die gesamte Briefzensur in der Kontrollstelle des Postamtes Berlin N 4 durchgeführt; diese Kontrollstelle hat etwa 450 Angestellte. Die gesamte Paketkontrolle in Ostberlin findet im Postamt O 17 statt. Es gibt keine festen Regeln, nach denen die zu [S. 198]kontrollierenden Briefe und Pakete ausgewählt werden. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 197–198 Post- und Fernmeldewesen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PotsdamSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Das im Art. 8 der Verfassung garantierte Postgeheimnis wird ständig gebrochen. Allen Hauptpostämtern sind Kontrollstellen des SSD koordiniert, die sowohl Brief- als auch Paketsendungen kontrollieren. In den Haupttelegrafenämtern sind Kontrolleure des SSD zur Überwachung des Telefonverkehrs tätig. In Ostberlin wird die gesamte Briefzensur in der Kontrollstelle des Postamtes Berlin N 4 durchgeführt; diese Kontrollstelle hat etwa…
DDR A-Z 1956
Prämiensparen (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Das P. wurde 1953 als eine besondere Form des Vertragssparens eingeführt und sollte mit dem 31. 12. 1955 enden. Die im P. angesparten Beträge sind ab 1. 1. 1956 frei verfügbar, sie können jedoch auf dem Konto bei 5 v. H. Verzinsung belassen werden. Ab 1. 1. 1956 wird lt. Anordnung vom 1. 9. 1955 mit Wirkung vom 1. 1. 1956 ein neues P.-System eingeführt. Als Sparinstitute zugelassen sind: Sparkassen einschl. Reichsbahnsparkassen, die Deutsche ➝Bauernbank, VdgB (BHG) und die Banken für Handwerk und Gewerbe. „In dem Prämiensparvertrag verpflichtet sich der Sparer, den von ihm festgelegten Betrag, der durch 5 DM teilbar sein muß, regelmäßig monatlich der Sparkasse oder Bank durch Lohnabzugsverfahren, durch Überweisung oder durch eigene Einzahlung zuzuführen. Für je 5 DM des monatlichen Sparbetrages erhält der Sparer eine Losnummer, mit der er an allen folgenden Auslosungen des Jahres teilnimmt … Die im Laufe des Jahres eingezahlten Sparbeträge werden am 31. Dezember des nächsten Jahres frei verfügbar und von diesem Zeitpunkt an mit 4 v. H. verzinst.“ (GBl. 1955, Nr. 76, S. 628) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 198 Prämienfonds A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PrämienwesenSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Das P. wurde 1953 als eine besondere Form des Vertragssparens eingeführt und sollte mit dem 31. 12. 1955 enden. Die im P. angesparten Beträge sind ab 1. 1. 1956 frei verfügbar, sie können jedoch auf dem Konto bei 5 v. H. Verzinsung belassen werden. Ab 1. 1. 1956 wird lt. Anordnung vom 1. 9. 1955 mit Wirkung vom 1. 1. 1956 ein neues P.-System eingeführt. Als Sparinstitute zugelassen sind: Sparkassen einschl.…
DDR A-Z 1956
Presse, Verband der Deutschen (VDP) (1956)
Siehe auch: Presse, Verband der Deutschen: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Presse, Verband der Deutschen (VDP): 1958 1946 als Gewerkschaft innerhalb des FDGB gegründet. Mitte 1953 aus dem FDGB herausgelöst; seitdem selbständiger Verband aller publizistisch Tätigen. Dem V. gehören etwa 50 v. H. aller Journalisten an. Der V. wird von der Abteilung Agitation — Presse — Rundfunk des ZK angeleitet, Vorsitzender des V. ist der langjährige ehemalige Abteilungsleiter im ZK, Rudi Wetzel (SED). Der V. dient vor allem der Kaderpolitik im Pressewesen. Die Verlage und das Staatliche Rundfunk-Komitee mußten im Frühjahr 1955 in Verträgen mit dem V. die von diesem herausgegebenen „Richtlinien für die Einstellung, Ausbildung und Prüfung“ von Journalisten anerkennen. Der freie Zugang für jeden zum journalistischen Beruf ist dadurch unterbunden. Redakteure, die weder das Staatsexamen an der Fakultät für Journalistik der Universität Leipzig abgelegt noch die Rundfunkschule besucht haben, müssen ihre Qualifikation in Prüfungen des V. nachweisen. Wichtigste Themen dieser Prüfungen sind „politische Ökonomie, die Staatslehre des Marxismus-Leninismus“ und andere ideologische Probleme. („Richtlinien für die Einstellung, Ausbildung und Prüfung der Mitarbeiter der demokratischen Presse“, Beilage zur Neuen Deutschen Presse Nr. 3/1955. ) (Rundfunk) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 199 Preispolitik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Presseamt beim MinisterpräsidentenSiehe auch: Presse, Verband der Deutschen: 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Presse, Verband der Deutschen (VDP): 1958 1946 als Gewerkschaft innerhalb des FDGB gegründet. Mitte 1953 aus dem FDGB herausgelöst; seitdem selbständiger Verband aller publizistisch Tätigen. Dem V. gehören etwa 50 v. H. aller Journalisten an. Der V. wird von der Abteilung Agitation — Presse — Rundfunk des ZK angeleitet, Vorsitzender des V. ist der langjährige ehemalige Abteilungsleiter im ZK, Rudi Wetzel…
DDR A-Z 1956
Produktionsberatung (1956)
Siehe auch: Produktionsberatung: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Produktionsberatungen, Ständige: 1985 Produktionsberatungen, Ständige (StPB): 1975 1979 Produktionsberatung, Ständige: 1965 1966 1969 Pj. Beratung einer Gruppe von Arbeitern, in der Regel einer Gewerkschaftsgruppe, zur Verbesserung der Arbeitsorganisation und des Arbeitsprozesses mit dem Ziele, die Arbeitsproduktivität zu steigern. Durch die P. sollen das Interesse der Arbeiter an der Produktion und das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge geweckt und gesteigert werden. [S. 201]Angeblich zeigt sich bei ihr die Verwirklichung des Mitbestimmungsrechts, in Wahrheit stellt sie den Versuch dar, die Arbeiter für Mißerfolge in der Zwangswirtschaft verantwortlich zu machen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 200–201 Pressewesen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Produktionsbrigaden, StändigeSiehe auch: Produktionsberatung: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Produktionsberatungen, Ständige: 1985 Produktionsberatungen, Ständige (StPB): 1975 1979 Produktionsberatung, Ständige: 1965 1966 1969 Pj. Beratung einer Gruppe von Arbeitern, in der Regel einer Gewerkschaftsgruppe, zur Verbesserung der Arbeitsorganisation und des Arbeitsprozesses mit dem Ziele, die Arbeitsproduktivität zu steigern. Durch die P. sollen das Interesse der Arbeiter an der Produktion und das…
DDR A-Z 1956
Produktionsministerien (auch Fachministerien genannt) (1956)
Siehe auch: Fachministerien: 1953 1954 Industrieministerien: 1966 1969 1975 1979 1985 Produktionsministerien (auch Industrieministerien genannt): 1958 1959 1960 In der SBZ nach dem Vorbild der SU errichtete Ministerien zur Lenkung bestimmter Produktionszweige. Vor der Reorganisation der „volkseigenen“ Industrie gab es in der Regierung der SBZ nur ein Ministerium für die Industrie. Im Zuge der Reorganisation 1951 wurde das Ministerium für Industrie in drei P. aufgeteilt: das Ministerium für Schwerindustrie (unter Selbmann), das Ministerium für Maschinenbau (Ziller) und das Ministerium für Leichtindustrie (Feldmann); im Okt. 1951 wurde das Ministerium für Schwerindustrie umbenannt in „Ministerium für Hüttenwesen und Erzbergbau“. — Anfang 1953 wurden aus dem Ministerium für Maschinenbau drei Fachministerien gebildet: das Ministerium für Allgemeinen Maschinenbau (Wunderlich-SED), das Ministerium für Schwermaschinenbau (Ziller-SED) und das Ministerium für Transportmittel- und Landmaschinenbau (Weinberger-SED). Außer den P. zur Lenkung der Produktion gab es seit der Reorganisation der „volkseigenen“ Wirtschaft für die Industrie sieben Staatssekretariate mit eigenem Geschäftsbereich. Das Ministerium für Hüttenwesen und Erzbergbau, die Staatssekretariate für Kohle und Energie und Chemie sind seit Anfang Nov. 1953 zu einem Ministerium für Schwerindustrie unter Selbmann zusammengefaßt. Das Staatssekretariat für Nahrungs- und Genußmittelindustrie wurde am 11. 6. 1953 zu einem Ministerium für Lebensmittelindustrie (Westphal-SED) umgebildet. Die Ministerien für Allgemeinen Maschinenbau, für Transportmittel und Landmaschinenbau und das Ministerium für Schwermaschinenbau waren am 21. 11. 1953 zu einem Ministerium für Maschinenbau unter Rau zusammengefaßt worden. Bereits ein Jahr später wurde das Maschinenbau-Ministerium erneut aufgeteilt in ein Ministerium für Schwermaschinenbau (unter Apel-SED) und ein Ministerium für Allgem. Maschinenbau (unter Wunderlich-SED). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 201 Produktionsmassenarbeit A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ProduktionsmittelSiehe auch: Fachministerien: 1953 1954 Industrieministerien: 1966 1969 1975 1979 1985 Produktionsministerien (auch Industrieministerien genannt): 1958 1959 1960 In der SBZ nach dem Vorbild der SU errichtete Ministerien zur Lenkung bestimmter Produktionszweige. Vor der Reorganisation der „volkseigenen“ Industrie gab es in der Regierung der SBZ nur ein Ministerium für die Industrie. Im Zuge der Reorganisation 1951 wurde das Ministerium für Industrie in drei P. aufgeteilt: das…
DDR A-Z 1956
Produktionszonen, Landwirtschaftliche (LPZ) (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 Regional abgegrenzte, „möglichst große geschlossene Gebiete mit relativ einheitlichen Produktionsbedingungen“, deren Zahl 1953 von einer „Zentralkommission“ auf 17 grob festgelegt wurde. Durch Bildung der LPZ analog ähnlichen geographischen Gliederungen in der SU und in der Tschechoslowakei (natürliche Erzeugungstypen) sowie im „kapitalistischen“ Deutschland („Landbauzonen“ nach Busch) soll der Agrarplanung ein Mittel in die Hand gegeben werden, sämtliche landwirtschaftliche Produktion auf den jeweils günstigsten Standort zu stellen, um den Schematismus in der Planaufschlüsselung zu beseitigen und die Erzeugungsleistung zu heben. Inzwischen ist nachträglich unter einigen Agrarwissenschaftlern und politischen Agrarökonomen ein heftiger Methodenstreit um die Festlegung der LPZ entbrannt, der vor allem durch Vieweg auf das Gebiet der politischen Ökonomie übertragen und damit außerordentlich kompliziert wird. Literaturangaben Kramer, Matthias: Die Landwirtschaft in der sowjetischen Besatzungszone. 3., erw. Aufl. (BB) 1956. 320 S. m. 36 Tab. u. 34 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 203 Produktionsverhältnisse A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ProduktivkräfteSiehe auch die Jahre 1958 1959 Regional abgegrenzte, „möglichst große geschlossene Gebiete mit relativ einheitlichen Produktionsbedingungen“, deren Zahl 1953 von einer „Zentralkommission“ auf 17 grob festgelegt wurde. Durch Bildung der LPZ analog ähnlichen geographischen Gliederungen in der SU und in der Tschechoslowakei (natürliche Erzeugungstypen) sowie im „kapitalistischen“ Deutschland („Landbauzonen“ nach Busch) soll der Agrarplanung ein Mittel in die Hand gegeben werden, sämtliche…
DDR A-Z 1956
Projektionsbüros (1956)
Siehe auch: Projektierungsbüro: 1954 Projektierungsbüros: 1962 1963 1965 1966 Projektionsbüros: 1958 1959 1960 Selbständige VEB mit eigener Rechtsfähigkeit. In der staatlichen Industrie werden Projektierungen, z. T. auch die endgültigen Konstruktionen, nicht von den Produktionsbetrieben ausgearbeitet. Für jeden Industriezweig gibt es zentrale P., die in der Regel eine größere Anzahl von Zweigstellen im Zonengebiet unterhalten. Das zentrale Projektions- und Konstruktionsbüro des Ministeriums für Maschinenbau z. B. hat in Berlin einen Großbetrieb mit mehr als 600 technischen Angestellten. In den Außenstellen sind weitere 600 Ingenieure, Techniker, Zeichner usw. tätig. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 203 Progress-Film-Vertrieb A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ProletarierSiehe auch: Projektierungsbüro: 1954 Projektierungsbüros: 1962 1963 1965 1966 Projektionsbüros: 1958 1959 1960 Selbständige VEB mit eigener Rechtsfähigkeit. In der staatlichen Industrie werden Projektierungen, z. T. auch die endgültigen Konstruktionen, nicht von den Produktionsbetrieben ausgearbeitet. Für jeden Industriezweig gibt es zentrale P., die in der Regel eine größere Anzahl von Zweigstellen im Zonengebiet unterhalten. Das zentrale Projektions- und Konstruktionsbüro…
DDR A-Z 1956
Puschkin, Georgi Maximowitsch (1956)
Siehe auch das Jahr 1958 * 1906. Nach dem Besuch der Lenin-Akademie, des Staatswiss. Instituts für Volkswirtschaft in Moskau und der Diplomatenhochschule war P. in der Fernost-Abt. des Volkskommissariats für Auswärtige Angelegenheiten beschäftigt, dann Generalkonsul in China, 1939 Gesandter in Preßburg, 1944 Berater der Alliierten Kontrollkommission in Ungarn. Von 1945 bis 1948 Außerordentl. [S. 205]Gesandter der SU in Ungarn. Von Juni 1948 bis Okt. 1949 im sowj. Außenministerium, anschließend bis Mai 1952 Chef der Diplomatischen Mission der SU in der SBZ, bis Juli 1954 stellv. Außenminister der SU. Seit Juli 1954 als Nachfolger von Semjonow Außerordentl. Bevollmächtigter Botschafter der SU in der SBZ. Nimmt an allen wichtigen Sitzungen des SED-Politbüros teil. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 204–205 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen. Protest A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z QuadratnestpflanzverfahrenSiehe auch das Jahr 1958 * 1906. Nach dem Besuch der Lenin-Akademie, des Staatswiss. Instituts für Volkswirtschaft in Moskau und der Diplomatenhochschule war P. in der Fernost-Abt. des Volkskommissariats für Auswärtige Angelegenheiten beschäftigt, dann Generalkonsul in China, 1939 Gesandter in Preßburg, 1944 Berater der Alliierten Kontrollkommission in Ungarn. Von 1945 bis 1948 Außerordentl. [S. 205]Gesandter der SU in Ungarn. Von Juni 1948 bis Okt. 1949 im sowj. Außenministerium,…
DDR A-Z 1956
Quedlinburg (1956)
Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Stadt im sachsen-anhaltischen Bezirk Halle, Kreisstadt, im nördlichen Unterharzvorland, an der Bode, mit 33.125 Einwohnern (1955); überragt von Schloß (9.-17. Jh.) und Dom (11.-14. Jh., mit Gräbern Heinrichs I. und seiner Gemahlin Mathilde), mittelalterlicher Stadtkern: frühromanische Wipertikirche (9. Jh., ältester niedersächsischer Steinbau), Rathaus (14. Jh.); bedeutende Blumen- und Samenzucht, vielseitige chemische und Metallindustrie (Chemische Industrie), Gablonzer Schmuck. Q. entstand aus den (nieder)sächsischen Burgsiedlungen Quitlingen und Nördlingen. Das im 10. Jh. von Otto d. Gr. gegründete reichsfürstliche Frauenstift war im frühen Mittelalter eine der bedeutendsten Stätten deutschen Geisteslebens. Später war Q. Mitglied der Hanse und kam schließlich 1477 unter kursächsische Landeshoheit. 1815 fiel Q. endgültig an Preußen (Provinz Sachsen). Im 2. Weltkrieg erlitt die Stadt erhebliche Zerstörungen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 206 Qualitätszeichen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z RadebeulSiehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Stadt im sachsen-anhaltischen Bezirk Halle, Kreisstadt, im nördlichen Unterharzvorland, an der Bode, mit 33.125 Einwohnern (1955); überragt von Schloß (9.-17. Jh.) und Dom (11.-14. Jh., mit Gräbern Heinrichs I. und seiner Gemahlin Mathilde), mittelalterlicher Stadtkern: frühromanische Wipertikirche (9. Jh., ältester niedersächsischer Steinbau), Rathaus (14. Jh.); bedeutende Blumen- und Samenzucht, vielseitige chemische und…
DDR A-Z 1956
Rat des Bezirkes (1956)
Siehe auch: Rat des Bezirkes: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Rat des Bezirks: 1979 Bezirk. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 207 Rasnoexport A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Rat des KreisesSiehe auch: Rat des Bezirkes: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Rat des Bezirks: 1979 Bezirk. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 207 Rasnoexport A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Rat des Kreises