DDR A-Z 1956

Organisation-Instrukteurabteilung (1956)

Siehe auch: Organisation-Instrukteurabteilung: 1958 1959 1960 1962 Organisations-Instrukteurabteilung: 1963 1965 1966 1969 Bezirk, Kreis. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 187 Opportunismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Orlopp, Josef

Siehe auch: Organisation-Instrukteurabteilung: 1958 1959 1960 1962 Organisations-Instrukteurabteilung: 1963 1965 1966 1969 Bezirk, Kreis. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 187 Opportunismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Orlopp, Josef

DDR A-Z 1956

Örtliche Wirtschaft (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 Zusammenschluß der kleineren und mittleren „volkseigenen“ Industrie, der privaten Industrie und des Handwerks auf bezirklicher Ebene. Durch VO. vom 26. 11. 1953 wurde ein selbständiges Staatssekretariat für örtliche Wirtschaft gebildet, angeblich „zur Förderung der Produktion von Gebrauchsgütern“. Die bis zu diesem Zeitpunkt bei den Räten der Bezirke und Kreise bestehenden staatlichen Organe, nämlich die „Abteilungen örtliche Industrie und Handwerk“, wurden dem neuen Staatssekretariat fachlich unterstellt. Das Staatssekretariat für Ö. W. übt auch die Dienstaufsicht über die Industrie- und Handelskammer aus und beaufsichtigt die Tätigkeit der Handwerkskammern. Unter dem Vorwand der Förderung der Gebrauchsgüter-Produktion wurde damit ein zentrales Aufsichtsorgan für die privaten gewerblichen Betriebe geschaffen. Mitte 1955 zählten nach amtlicher sowjetzonaler Angabe zur Ö. W. etwa 3.000 VEB mit durchschnittlich 50–150 Beschäftigten. 14.000 private Produktionsbetriebe und die 280.000 Handwerksbetriebe. Im Bereiche der Ö. W. werden z. Z. etwa ein Drittel der gesamten Industriegüter und zwei Drittel der Konsumgüter produziert. Literaturangaben Plönies, Bartho: Die Sowjetisierung des mitteldeutschen Handwerks. Ein Bericht über die Lage des Handwerks in der sowjetischen Zone. 2., erg. Aufl. (BB) 1953. 136 S. m. 19 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 187 Örtliche Landwirtschaft, Betriebe der (ÖLB) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z OG

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 Zusammenschluß der kleineren und mittleren „volkseigenen“ Industrie, der privaten Industrie und des Handwerks auf bezirklicher Ebene. Durch VO. vom 26. 11. 1953 wurde ein selbständiges Staatssekretariat für örtliche Wirtschaft gebildet, angeblich „zur Förderung der Produktion von Gebrauchsgütern“. Die bis zu diesem Zeitpunkt bei den Räten der Bezirke und Kreise bestehenden staatlichen Organe, nämlich die „Abteilungen örtliche Industrie und…

DDR A-Z 1956

Pädagogische Hochschulen (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Hochschulen zur Ausbildung von Lehrern für die Oberschule. Die ersfe P. H. entstand in Potsdam. Geplant ist die Spezialisierung der Hochschulen auf die Ausbildung von Lehrern für bestimmte Fächer bzw. Fächergruppen. (Lehrerbildung) Literaturangaben Wendt, Emil: Die Entwicklung der Lehrerbildung in der SBZ seit 1945. (BB) 1956. Etwa 96 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 189 Pädagogische Fakultät A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Pädagogische Institute

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Hochschulen zur Ausbildung von Lehrern für die Oberschule. Die ersfe P. H. entstand in Potsdam. Geplant ist die Spezialisierung der Hochschulen auf die Ausbildung von Lehrern für bestimmte Fächer bzw. Fächergruppen. (Lehrerbildung) Literaturangaben Wendt, Emil: Die Entwicklung der Lehrerbildung in der SBZ seit 1945. (BB) 1956. Etwa 96 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte…

DDR A-Z 1956

Pädagogisches Zentralinstitut, Deutsches (DPZI) (1956)

Siehe auch: Deutsches Pädagogisches Zentralinstitut (DPZI): 1969 1975 1979 Pädagogisches Zentralinstitut, Deutsches (DPZI): 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Institution zur Heranbildung „pädagogischer Kader für Lehre und Forschung“ und zur Intensivierung der Forschungsarbeit auf dem Gebiet der „fortschrittlichen“, d. h. marxistisch-leninistischen Pädagogik. Das seit dem 1. 9. 1949 bestehende Institut wird seit Ende 1950 von dem in der sowjetischen Kriegsgefangenschaft umgeschulten Dr. Werner Dorst geleitet. Die Gründung wurde durch die 1. Kulturverordnung vom 31. 3. 1949 verfügt. Sie übertrug dem DPZI auch die Aufgabe der Lehrerfort- und Weiterbildung und verpflichtete es, Lehrer bei ihrer Vorbereitung auf die 1. und 2. Lehrerprüfung zu unterstützen. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe hat das DPZI — insbesondere durch die Errichtung eines Fernstudiums — die Verbreitung der marxistisch-leninistischen Pädagogik erheblich gefördert. Die Aufgaben der Lehrerweiterbildung sind inzwischen von dem 1955 gegründeten „Zentralinstitut für Lehrerweiterbildung“ übernommen worden. Die ersten konsequent marxistisch-leninistischen Lehrpläne (1951) sind vom DPZI ausgearbeitet worden, ebenso hat es bei den folgenden Neubearbeitungen mitgewirkt. In den letzten Jahren hat sich das DPZI immer stärker um die Koordinierung und planmäßige Gestaltung der pädagogischen Forschungsarbeit bemüht. Die bisher von ihm herausgegebenen Bücher dienen jedoch vornehmlich der direkten Anleitung der Lehrer. Literaturangaben Lange, Max Gustav: Totalitäre Erziehung — Das Erziehungssystem der Sowjetzone Deutschlands. Mit einer Einl. v. A. R. L. Gurland (Schr. d. Inst. f. pol. Wissenschaft, Berlin, Bd. 3). Frankfurt a. M. 1954, Verlag Frankfurter Hefte. 432 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 189 Pädagogisches Kabinett A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Papierindustrie

Siehe auch: Deutsches Pädagogisches Zentralinstitut (DPZI): 1969 1975 1979 Pädagogisches Zentralinstitut, Deutsches (DPZI): 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Institution zur Heranbildung „pädagogischer Kader für Lehre und Forschung“ und zur Intensivierung der Forschungsarbeit auf dem Gebiet der „fortschrittlichen“, d. h. marxistisch-leninistischen Pädagogik. Das seit dem 1. 9. 1949 bestehende Institut wird seit Ende 1950 von dem in der sowjetischen Kriegsgefangenschaft…

DDR A-Z 1956

Parteidisziplin (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Grundprinzip der bolschewistischen „Partei neuen Typus“. Verlangt widerspruchslose Unterordnung unter die Beschlüsse der vorgesetzten Parteileitungen und Funktionäre. Beschlüsse müssen auch von denen eingehalten werden, die mit ihnen nicht einverstanden sind und vor der Beschlußfassung widersprochen haben. Bei Verletzung der P. strenge Parteistrafen bis zum Ausschluß. — „Wer auch nur im geringsten die eiserne Disziplin der Partei der Proletarier … schwächt, der hilft in Wirklichkeit der Bourgeoisie gegen das Proletariat“ (Lenin: „Der ‚Radikalismus‘, die Kinderkrankheit des Kommunismus“, Dietz-Verlag, Berlin 1946, S. 27). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 190 Parteiauftrag A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteidokument

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Grundprinzip der bolschewistischen „Partei neuen Typus“. Verlangt widerspruchslose Unterordnung unter die Beschlüsse der vorgesetzten Parteileitungen und Funktionäre. Beschlüsse müssen auch von denen eingehalten werden, die mit ihnen nicht einverstanden sind und vor der Beschlußfassung widersprochen haben. Bei Verletzung der P. strenge Parteistrafen bis zum Ausschluß. — „Wer auch nur im geringsten die…

DDR A-Z 1956

Parteikabinett (1956)

Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 P. bestehen seit 1950/51 beim ZK, den Bezirks- und Kreisleitungen der SED sowie in Großbetrieben und sind den jeweils zuständigen Abteilungen für Agitation und Propaganda angeschlossen. Im Rahmen der Externatsschulung der Partei werden in den P. Lektionen, Seminare und Konsultationen für Propagandisten, Teilnehmer am Parteilehrjahr und am Fernunterricht der SED durchgeführt. Hauptaufgabe der P.: Unterstützung, Anleitung und Kontrolle der Propagandisten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 191 Parteihochschule A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteikonferenz

Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 P. bestehen seit 1950/51 beim ZK, den Bezirks- und Kreisleitungen der SED sowie in Großbetrieben und sind den jeweils zuständigen Abteilungen für Agitation und Propaganda angeschlossen. Im Rahmen der Externatsschulung der Partei werden in den P. Lektionen, Seminare und Konsultationen für Propagandisten, Teilnehmer am Parteilehrjahr und am Fernunterricht der SED durchgeführt. Hauptaufgabe der P.: Unterstützung,…

DDR A-Z 1956

Parteilichkeit der Rechtsprechung (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Ausdruck des Pj. Eine untrennbare Einheit von demokratischer Gesetzlichkeit und Parteilichkeit der Rechtsprechung wird festgestellt. „Mit dieser Parteilichkeit muß die demokratische Gesetzlichkeit in ihrer gegenwärtigen Hauptrichtung verwirklicht werden“ (Hilde ➝Benjamin in „Neue Justiz“ 1954, S. 222). Parteilichkeit der Rechtsprechung heißt „richtige Anwendung der Gesetze im Sinne der Politik von Partei und Regierung“ („Neue Justiz 1954, S. 223). Immer wieder wird gefordert, daß die Richter der sowjetzonalen Straf- und Ziviljustiz mit „bewußter Parteilichkeit“ arbeiten, und daß sie nicht einem Hang zum „Objektivismus“ erliegen. „Das Ministerium der Justiz erwartet von der richterlichen Tätigkeit der Wissenschaftler wesentliche Hilfe und Unterstützung im Kampf um die Parteilichkeit der Rechtsprechung, und zwar sowohl in Strafverfahren als in Zivilrechtsstreitigkeiten“ („Neue Justiz“ 1954, S. 551). Die Richter „müssen parteilich als politische Menschen entscheiden“ (Böhme in „Neue Justiz“ 1955, S. 327). „Die Erziehung unserer Kader muß in jedem einzelnen Richter immer stärker die Erkenntnis und das Bewußtsein vom Wesen unserer Gesetzlichkeit festigen und ihn immer stärker zur parteilichen Anwendung unseres Rechtes befähigen“ (Hilde Benjamin in „Neue Justiz“ 1953, S. 679). Rückblickend auf die Entwicklung der sowjetzonalen Justiz können Hilde Benjamin und Melsheimer feststellen, „daß unsere Staatsanwälte und Richter in den Verfahren gegen Spione, Terroristen, Saboteure und Boykotthetzer mit großer Parteilichkeit vorgehen und sich ständig bemühen, diese Verbrechen im Zusammenhang mit der jeweiligen politischen Situation zu sehen und richtig zu differenzieren“ („Neue Justiz“ 1955, S. 265). Parteilichkeit der Rechtsprechung bedeutet in der Praxis nichts anderes, als daß der Wille der SED beachtet wird. Dabei werden Schwankungen und Brüche in der Rechtsprechung aus politischen Zweckmäßigkeitserwägungen nicht nur in Kauf genommen, sondern für richtig und notwendig gehalten. (Rechtswesen) Literaturangaben Rosenthal, Walther, Richard Lange, und Arwed Blomeyer: Die Justiz in der sowjetischen Besatzungszone. 3., erw. Aufl. (BB) 1955. 160 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 191 Parteilichkeit, Bolschewistische A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteipresse der SED

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Ausdruck des Pj. Eine untrennbare Einheit von demokratischer Gesetzlichkeit und Parteilichkeit der Rechtsprechung wird festgestellt. „Mit dieser Parteilichkeit muß die demokratische Gesetzlichkeit in ihrer gegenwärtigen Hauptrichtung verwirklicht werden“ (Hilde ➝Benjamin in „Neue Justiz“ 1954, S. 222). Parteilichkeit der Rechtsprechung heißt „richtige Anwendung der Gesetze im Sinne der Politik von Partei und…

DDR A-Z 1956

Patenschaftsvertrag (1956)

Siehe auch: Patenschaftsvertrag: 1958 1959 Patenschaftsverträge: 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Gelenkter Hilfseinsatz auf „freiwilliger“ Grundlage, mit dem VEB die Landwirtschaft auf vertraglicher Grundlage arbeits- und materialmäßig unterstützen. Diese Maßnahme soll als Solidaritätsausdruck die Festigung des „Bündnisses der Arbeiter- und Bauernklasse“ dokumentieren. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 192 Parteischulen der SED A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Patentrecht

Siehe auch: Patenschaftsvertrag: 1958 1959 Patenschaftsverträge: 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Gelenkter Hilfseinsatz auf „freiwilliger“ Grundlage, mit dem VEB die Landwirtschaft auf vertraglicher Grundlage arbeits- und materialmäßig unterstützen. Diese Maßnahme soll als Solidaritätsausdruck die Festigung des „Bündnisses der Arbeiter- und Bauernklasse“ dokumentieren. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 192 …

DDR A-Z 1956

Patriotismus (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die SED betrieb die Vorbereitung, Gründung und Abstützung des kommun. Staatsgebildes in der SBZ mit einer zweckhaften Zurechtbiegung des deutschen Nationalbewußtseins, obwohl der eigentliche Marxismus das Nationale als klassenbedingten Atavismus verwirft. Diese zweckhafte Zurechtbiegung führte zu dem schillernden Begriff des sowjetzonalen P. Die SED, die sich dabei der Nationalen Front bediente und bedient, pflegt diesen P. seit der Ausrufung der Nationalen ➝Volksarmee (Januar 1956) immer nachhaltiger. Grotewohl umriß 1953, zum „Tage des Lehrers“, die Gedankenlinie dieses Zweck-P. (s. Grotewohl: An die Jugend, 1955, S. 299 f.): „Im Kapitalismus wurde das echte und gute Nationalgefühl zum Nationalismus und Chauvinismus.“ Demgegenüber, so forderte er, „gilt es einen echten Patriotismus zu entwickeln, einen Patriotismus, der die natürliche und enge Verbundenheit eines jeden Menschen mit dem Land und dem Volk einschließt, in dem er geboren ist, in dem er aufwächst und in dem er arbeitet. Das Wachstum eines Menschen ist mit seinem Volk, mit seiner Geschichte, seiner Sprache und seinen Kulturgütern eng verbunden“. Solcher P., so erklärte Grotewohl, „der in der Liebe zum eigenen Volk wurzelt, ist unvereinbar mit dem Haß gegen andere Völker“. Wie bloß taktisch und zweckhaft die SED die Gefühle des P. für den internationalen Klassenkampf einsetzt, zeigt sich, wenn er im Zeichen „solchen patriotischen Denkens“ fortfährt: „Darum fühlen wir uns in tiefer Freundschaft verbunden mit den Völkern des Weltfriedenslagers, an deren Spitze die große Sowjetunion steht.“ Ein Hauptideologe der SED, Fred ➝Oelßner, betonte 1951 in seinem 1949 wieder aufgelegten Vortrag „Die heutige Bedeutung der nationalen Frage“ (S. 31 f.), die SED könne „deutschen Patriotismus nur auf der Grundlage des proletarischen Internationalismus entwickeln“. Man müsse an die geschichtlichen Leistungen und „an das ganze fortschrittliche kulturelle Erbe unseres deutschen Volkes anknüpfen“, so schrieb Oelßner, zugleich aber müßten wir „besonders die Kulturgüter des fortschrittlichsten Volkes der Welt, [S. 194]des Sowjetvolkes, in uns aufnehmen, um ein neues deutsches Nationalgefühl auf wahrhaft ethischer Grundlage zu entwickeln“. — Auf dieser Linie bewegt sich die Schulung zum P. in allen Organisationen und auf sämtlichen Bereichen der SBZ. Der P. der SBZ wirkt sich seit Mitte 1952 auch in der Nationalen Geschichtsbetrachtung aus. Literaturangaben Bohn, Helmut: Die patriotische Karte in der sowjetischen Deutschland-Politik. (Aus: „Ostprobleme“ 1955, H. 38, 40, 42) Bad Godesberg. 32 S. Hehn, Jürgen von: Die Sowjetisierung des Geschichtsbildes in Mitteldeutschland (aus: Europa-Archiv 1954, H. 19 u. 20). Frankfurt a. M. 16 S. Kopp, Fritz: Die Wendung zur „nationalen“ Geschichtsbetrachtung in der Sowjetzone. München 1955, Isar Verlag. 111 S. Rauch, Georg von: Das Geschichtsbild der Sowjetzone (aus: Jahrb. d. Ranke-Gesellschaft 1954). Frankfurt a. M., Moritz Diesterweg. 19 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 193–194 Patriotische Erziehung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Pazifismus

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die SED betrieb die Vorbereitung, Gründung und Abstützung des kommun. Staatsgebildes in der SBZ mit einer zweckhaften Zurechtbiegung des deutschen Nationalbewußtseins, obwohl der eigentliche Marxismus das Nationale als klassenbedingten Atavismus verwirft. Diese zweckhafte Zurechtbiegung führte zu dem schillernden Begriff des sowjetzonalen P. Die SED, die sich dabei der Nationalen Front bediente und bedient,…

DDR A-Z 1956

Persönliches Konto (1956)

Siehe auch: Persönliche Konten: 1969 1975 1979 Persönliches Konto: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Pj. Das P. K. soll Rohstoffe, Hilfsstoffe, Brenn- und Kraftstoffe. Gas, Elektroenergie und Werkzeuge einsparen sowie Materialreste aus der Verwertung von Abfällen gewinnen helfen. Das P. K. wird in einem auf den Namen des Besitzers ausgefertigten Kontobuch geführt, in das vor allem die auf Grund von Materialverbrauchsnormen ermittelten Einsparungen eingetragen werden. Für diese werden Prämien in Höhe von 30 v. H. des eingesparten Materialwertes gewährt, wenn die Materialverbrauchsnormen „technisch begründet“ sind. Sind die Materialverbrauchsnormen nur statistisch ermittelt, beträgt die Prämie 20 v. H., sind sie errechnet, nur 15 v. H. des eingesparten Wertes. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 194 PDA A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Personenkult

Siehe auch: Persönliche Konten: 1969 1975 1979 Persönliches Konto: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Pj. Das P. K. soll Rohstoffe, Hilfsstoffe, Brenn- und Kraftstoffe. Gas, Elektroenergie und Werkzeuge einsparen sowie Materialreste aus der Verwertung von Abfällen gewinnen helfen. Das P. K. wird in einem auf den Namen des Besitzers ausgefertigten Kontobuch geführt, in das vor allem die auf Grund von Materialverbrauchsnormen ermittelten Einsparungen eingetragen werden.…

DDR A-Z 1956

Pionierecke (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Von Jungen Pionieren mit Losungen, Fahnen und Wandzeitungsartikeln ausgestaltete Ecke oder Wand in Klassenzimmern, die auf die Bedeutung und Ziele der Jugendorganisation hinweisen und zur Werbung neuer Mitglieder beitragen sollen. Entspricht der Roten Ecke. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 194 Pieck, Wilhelm A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Pionierleiter

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Von Jungen Pionieren mit Losungen, Fahnen und Wandzeitungsartikeln ausgestaltete Ecke oder Wand in Klassenzimmern, die auf die Bedeutung und Ziele der Jugendorganisation hinweisen und zur Werbung neuer Mitglieder beitragen sollen. Entspricht der Roten Ecke. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 194 Pieck, Wilhelm A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N,…

DDR A-Z 1956

Plankommission, Staatliche (1956)

Siehe auch: Plankommission, Staatliche: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Staatliche Plankommission: 1969 1975 1979 Oberste Planungsinstanz der SBZ, von amtlicher Seite als „oberstes gesetzgebendes Organ“ bezeichnet; ihre Verordnungen, Anordnungen und Weisungen haben Gesetzeskraft und sind verbindlich für alle Ministerien, Produktionsministerien und Staatssekretariate mit eigenem Geschäftsbereich. Vorläufer der jetzigen StP. war die Hauptverwaltg. Wirtschaftsplanung der DWK, die in Zusammenarbeit mit der damaligen Zentralfinanzverwaltung den Halbjahrplan 1948 und den Zweijahrplan aufstellte. Mit der Proklamation der DWK zur „Provisorischen Regierung der DDR“ Wurde die Planungsabteilung der DWK in ein selbständiges Ministerium für Planung umgewandelt. Minister wurde der 1. Vorsitzende der DWK Rau. Das Planungsministerium war gegliedert in „Zentrales Planungsamt“, „Statistisches Zentralamt“ und die Abteilung „Wissenschaft und Forschung“. In dieser Form bestand es nur etwa ein Jahr. Im Zusammenhang mit der Umbildung der Sowjetzonenregierung nach den Volkskammerwahlen vom 15. 10. 1950 wurde das Ministerium aufgelöst und in die jetzige StP. umgebildet. Die Umbildung geschah in Angleichung an die SU: auch dort gibt es kein Planungsministerium, sondern die GOSPLAN-Kommission. Der StP. unterstehen: Staatl. Zentralverwaltung für Statistik, Deutsches Amt für Maße und Gewichte, für Material- und Normenprüfung, für Erfindungs- und Patentwesen, Zentralamt für Forschung und Technik, Deutsches Wirtschaftsinstitut und Hochschule für ➝Planökonomie. Die Hauptabt. Materialversorgung wurde im August 1952 ausgegliedert und als selbständige Behörde mit der Bezeichnung Staatliches Komitee für ➝Materialversorgung unter Leitung eines Vorsitzenden im Range eines Staatssekretärs neu gebildet. Die StP. trifft ihre Entscheidungen unbeeinflußt von nachgeordneten Regierungs- oder Verwaltungsstellen, ie steht außerhalb jeder Kritik durch sowjetzonale Stellen. Arbeitsweise und Arbeitsunterlagen werden durch ein Geheimhaltungssystem geschützt. Die Fachministerien usw. erhalten stets nur Einzelanweisungen, die keine Möglichkeit geben, den Zusammenhang zu erkennen. Die StP. gibt ihrerseits lediglich Befehle der GOSPLAN-Kommission, vertreten durch die Planökonomische Abteilung bei der Hohen Kommission der SU, weiter. Ihre Abhängigkeit von diesen Befehlen ist vollständig. Die Pläne der StP. bedürfen vor der Veröffentlichung der Zustimmung der Sowjets. Damit sichert sich die SU den entscheidenden Einfluß auf die gesamte wirtschaftliche Entwicklung der SBZ. Leiter der StP. ist seit 1952 Leuschner. Literaturangaben Walther, Otto: Verwaltung, Lenkung und Planung der Wirtschaft in der sowjetischen Besatzungszone. (BB) 1953. 59 S. m. 6 Anlagen. (Wesentlich geänd. und erw. Neuaufl. des Berichtes von 1952: „Grundlagen und Technik der Plan-Erstellung in der SBZ“.) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 195 Pirna A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Planökonomie, Hochschule für

Siehe auch: Plankommission, Staatliche: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Staatliche Plankommission: 1969 1975 1979 Oberste Planungsinstanz der SBZ, von amtlicher Seite als „oberstes gesetzgebendes Organ“ bezeichnet; ihre Verordnungen, Anordnungen und Weisungen haben Gesetzeskraft und sind verbindlich für alle Ministerien, Produktionsministerien und Staatssekretariate mit eigenem Geschäftsbereich. Vorläufer der jetzigen StP. war die Hauptverwaltg. Wirtschaftsplanung…

DDR A-Z 1956

Orlopp, Josef (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 * 29. 8. 1888 in Essen. Dreher, später Werkzeugmacher. 1907 Eintritt in die Gewerkschaft, 1910 SPD, 1917 USPD, [S. 188]Leiter des Munitionsarbeiterstreiks, Funktionär der USPD bis 1922, dann KPD. 1919 bis 1926 Stadtverordneter in Essen, Mitgl. des Rhein. Provinziallandtages. 1926 Übersiedlung nach Berlin, Vorstandsmitgl. im Gemeinde- und Staatsarbeiterverband. Nach 1933 Landarbeiter, kleiner Gewerbetreibender. 1945 SPD, Stadtrat für Handel und Handwerk in Berlin, Leiter des Haupternährungsamtes, Januar 1946 stellv. Oberbürgermeister in Berlin. 1947 Präsident der Deutschen Verwaltung für Interzonen- und Außenhandel, seit Gründung der „DDR“ von 1949 bis 1955 Regierungsbevollmächtigter für innerdeutschen Handel, seither nur noch Mitgl. des Kollegiums des Ministeriums für Außenhandel und Innerdeutschen Handel. Am 7. 5. 1954 mit dem „Vaterländischen Verdienstorden“ in Silber ausgezeichnet. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 187–188 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/orlopp-josef verwiesen. Organisation-Instrukteurabteilung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Ostblock

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 * 29. 8. 1888 in Essen. Dreher, später Werkzeugmacher. 1907 Eintritt in die Gewerkschaft, 1910 SPD, 1917 USPD, [S. 188]Leiter des Munitionsarbeiterstreiks, Funktionär der USPD bis 1922, dann KPD. 1919 bis 1926 Stadtverordneter in Essen, Mitgl. des Rhein. Provinziallandtages. 1926 Übersiedlung nach Berlin, Vorstandsmitgl. im Gemeinde- und Staatsarbeiterverband. Nach 1933 Landarbeiter, kleiner Gewerbetreibender. 1945 SPD, Stadtrat für Handel und Handwerk…

DDR A-Z 1956

Ostblock (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Populärer, sachlich zutreffender Ausdruck für das von der SU beherrschte Machtgefüge, das auch nach Auflösung des Kominform durch parteiliche, ökonomische (Rat für ➝gegenseitige Wirtschaftshilfe) und militärische Bindungen (Warschauer Beistandspakt) eng zusammengeschlossen und in allen seinen Teilen aufeinander und auf die Moskauer Zentrale koordiniert ist. Die Bezeichnung O. wird im bolschewistischen Sprachgebrauch vermieden, um den machtpolitischen Charakter des Zusammenschlusses und die letztlich immer entscheidende Rolle der SU zu verhüllen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 188 Orlopp, Josef A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Pädagogik

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Populärer, sachlich zutreffender Ausdruck für das von der SU beherrschte Machtgefüge, das auch nach Auflösung des Kominform durch parteiliche, ökonomische (Rat für ➝gegenseitige Wirtschaftshilfe) und militärische Bindungen (Warschauer Beistandspakt) eng zusammengeschlossen und in allen seinen Teilen aufeinander und auf die Moskauer Zentrale koordiniert ist. Die Bezeichnung O. wird im bolschewistischen Sprachgebrauch…

DDR A-Z 1956

Pädagogische Institute (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Institute mit Hochschulcharakter zur Ausbildung von Fachlehrern für die Mittelstufe (5. bis 8. Klasse). (Lehrerbildung) Literaturangaben Wendt, Emil: Die Entwicklung der Lehrerbildung in der SBZ seit 1945. (BB) 1956. Etwa 96 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 189 Pädagogische Hochschulen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Pädagogischer Rat

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Institute mit Hochschulcharakter zur Ausbildung von Fachlehrern für die Mittelstufe (5. bis 8. Klasse). (Lehrerbildung) Literaturangaben Wendt, Emil: Die Entwicklung der Lehrerbildung in der SBZ seit 1945. (BB) 1956. Etwa 96 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 189 Pädagogische Hochschulen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R,…

DDR A-Z 1956

Papierindustrie (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 In diesem Industriezweig traten als Kriegsfolgen (Kriegsschäden und Demontageverluste) Kapazitätsverluste von ungefähr 50 v. H. ein. Die demontierten Zellstoffbetriebe wurden inzwischen wieder voll aufgebaut. Die Papierfabriken erreichten bisher nur etwa die Hälfte des Erzeugungsstandes von 1936. Die maschinelle Ausrüstung der Papierfabriken ist überaltert, Neuinvestitionen waren bisher gering. Die Zellstoffherstellung reicht nicht aus zur Befriedigung des Bedarfs der Papierfabriken, da wesentliche Mengen Zellstoff für die Kunstfaserindustrie — exportwichtig! — bereitgestellt werden. Die Papiererzeugung lag 1955 je Kopf der Bevölkerung bei etwa 33 kg. Vergleich: in der Bundesrepublik je Kopf 42,5 kg. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß in der SBZ ein sehr erheblicher Teil der Papiererzeugung nicht dem normalen Verbrauch zugeführt, sondern für die politische Propaganda der SED verwendet wird. Das Zeitungspapier dient zu 90 v. H. diesem Zweck, während von dem sonstigen Druck- und Schreibpapier etwa die Hälfte dafür verwendet wird. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 189 Pädagogisches Zentralinstitut, Deutsches (DPZI) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteiaktiv

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 In diesem Industriezweig traten als Kriegsfolgen (Kriegsschäden und Demontageverluste) Kapazitätsverluste von ungefähr 50 v. H. ein. Die demontierten Zellstoffbetriebe wurden inzwischen wieder voll aufgebaut. Die Papierfabriken erreichten bisher nur etwa die Hälfte des Erzeugungsstandes von 1936. Die maschinelle Ausrüstung der Papierfabriken ist überaltert, Neuinvestitionen waren bisher gering. Die…

DDR A-Z 1956

Parteidokument (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 „Das Parteimitgliedsbuch ist für jedes Mitglied und jeden Kandidaten unserer Partei das höchste und wichtigste Dokument, das er in seinem Leben erhalten kann …“ („Neues Deutschland“, 29. 4. 1951). Verlust des Mitgliedsbuches führt zu Parteistrafe oder Ausschluß. — Im weiteren Sinne sind alle Beschlüsse und Entschließungen der obersten SED-Leitungen P. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 190 Parteidisziplin A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteigruppe

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 „Das Parteimitgliedsbuch ist für jedes Mitglied und jeden Kandidaten unserer Partei das höchste und wichtigste Dokument, das er in seinem Leben erhalten kann …“ („Neues Deutschland“, 29. 4. 1951). Verlust des Mitgliedsbuches führt zu Parteistrafe oder Ausschluß. — Im weiteren Sinne sind alle Beschlüsse und Entschließungen der obersten SED-Leitungen P. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte,…

DDR A-Z 1956

Parteikonferenz (1956)

Siehe auch: Parteikonferenz: 1958 1959 1960 1962 1963 Parteikonferenzen der SED: 1965 1966 1969 1975 1979 SED. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 191 Parteikabinett A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteikontrollkommissionen der SED

Siehe auch: Parteikonferenz: 1958 1959 1960 1962 1963 Parteikonferenzen der SED: 1965 1966 1969 1975 1979 SED. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 191 Parteikabinett A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteikontrollkommissionen der SED

DDR A-Z 1956

Parteilichkeit, Bolschewistische (1956)

Siehe auch: Parteilichkeit: 1969 1975 1979 1985 Parteilichkeit, Bolschewistische: 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Der als Objektivismus diffamierten Objektivität im Denken und Urteilen entgegengesetztes, ideologisch maskiertes Prinzip zur Brechung des geistigen und moralischen Widerstandes. Die B. P. soll in Wissenschaft und Forschung, Rechtsprechung, Verwaltung, Erziehung usw. als Leitmotiv gelten. Literaturangaben Möbus, Gerhard: Bolschewistische Parteilichkeit als Leitmotiv der sowjetischen Kulturpolitik. Dokumente der Diktatur. (BB) 1951. 32 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 191 Parteilehrjahr der SED A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteilichkeit der Rechtsprechung

Siehe auch: Parteilichkeit: 1969 1975 1979 1985 Parteilichkeit, Bolschewistische: 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Der als Objektivismus diffamierten Objektivität im Denken und Urteilen entgegengesetztes, ideologisch maskiertes Prinzip zur Brechung des geistigen und moralischen Widerstandes. Die B. P. soll in Wissenschaft und Forschung, Rechtsprechung, Verwaltung, Erziehung usw. als Leitmotiv gelten. Literaturangaben Möbus, Gerhard: Bolschewistische Parteilichkeit…

DDR A-Z 1956

Patentrecht (1956)

Siehe auch: Patentrecht: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Patentwesen: 1975 1979 1985 Durch das Patentgesetz vom 6. 9. 1950 (GBl. S. 989) ist das deutsche Patentgesetz von 1936 mit den patentrechtlichen Nebengesetzen aufgehoben und das P. neu geregelt worden. Das Patentgesetz soll, wie es in seinem Vorspruch heißt, dem Erfinder die Möglichkeit geben, „das Ergebnis seiner schöpferischen Arbeit dem Interesse der Gesellschaft entsprechend auszuwerten“. Seine Bestimmungen schränken die Rechte des Erfinders weitgehend ein und bieten keinen wirksamen Patentschutz. (Patentwesen) Das Patentgesetz unterscheidet zwischen dem Wirtschafts- und dem Ausschließungspatent. Das Ausschließungspatent entspricht etwa dem Patent des deutschen Patentgesetzes. Das Wirtschaftspatent gibt dem Patentinhaber nicht das ausschließliche Benutzungsrecht. Die Nutzung des Wirtschaftspatents steht neben dem Erfinder denen zu, die das Patentamt im Rahmen der Wirtschaftsplanung dazu bestimmt. Für diese Nutzung erhält der Erfinder eine Vergütung. Die Vergütung kann als einmalige Abfindung geleistet werden. In diesem Fall erlöschen die Rechte des Patentinhabers. Dem Erfinder steht theoretisch die Wahl offen, welche Patentform er beantragen will. Ist aber die Erfindung im Zusammenhang mit der Tätigkeit des Erfinders in einem VEB oder mit staatlicher Unterstützung gemacht worden, so darf nur ein Wirtschaftspatent erteilt werden. § 12 des Patentgesetzes gibt die Möglichkeit, auch die Rechte des Inhabers eines Ausschließungspatents zu beschneiden. Die Regierung kann auf Antrag der Wirtschaftsabteilung des Patentamtes die Wirksamkeit eines Patents gegen Zahlung einer Entschädigung einschränken oder aufheben, wenn eine „wirtschaftliche, soziale oder kulturelle Notwendigkeit“ hierfür [S. 193]vorliegt. Ein Rechtsmittel gegen diese Maßnahme gibt es nicht, nur bei Streit über die Höhe der Entschädigung kann das Patentgericht angerufen werden. Die Patentschrift wird im Patentblatt veröffentlicht. Gegen das Patent kann beim Patentamt ein Verfahren auf Nichtigkeitserklärung beantragt werden. Anmeldungen von Patenten und sonstigen Schutzrechten außerhalb der SBZ bedürfen der Genehmigung des Staatssekretariats für örtliche Wirtschaft oder des Patentamtes (VO. vom 18. 5. 1955, GBl. S. 465). Verstöße werden strafrechtlich verfolgt. Der Schutz nicht patentfähiger Erfindungen ist durch das Gebrauchsmustergesetz vom 18. 1. 1956 (GBl. S. 105) unter Aufhebung des Gebrauchsmustergesetzes vom 5. 5. 1936 in ähnlicher Weise wie das P. neu geregelt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 192–193 Patenschaftsvertrag A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Patentwesen

Siehe auch: Patentrecht: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Patentwesen: 1975 1979 1985 Durch das Patentgesetz vom 6. 9. 1950 (GBl. S. 989) ist das deutsche Patentgesetz von 1936 mit den patentrechtlichen Nebengesetzen aufgehoben und das P. neu geregelt worden. Das Patentgesetz soll, wie es in seinem Vorspruch heißt, dem Erfinder die Möglichkeit geben, „das Ergebnis seiner schöpferischen Arbeit dem Interesse der Gesellschaft entsprechend auszuwerten“. Seine…

DDR A-Z 1956

Pazifismus (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Frieden. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 194 Patriotismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PDA

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Frieden. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 194 Patriotismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PDA

DDR A-Z 1956

Pflichtversicherung (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 P. besteht gegen Brandgefahr für sämtliche Gebäude und Einrichtungen der industriellen und handwerklichen Betriebe mit einem Werte von 5.000 DM Ost aufwärts, gegen Hagelschäden für landwirtschaftliche Betriebe und Berufsgärtnereien, gegen Haftpflicht für Kraftfahrzeuge. Literaturangaben Leutwein, Alfred: Die Sach- und Personenversicherung in der SBZ. (BB) 1956. 316 S. m. 53 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 194 Personenkult A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Piduch, Walter

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 P. besteht gegen Brandgefahr für sämtliche Gebäude und Einrichtungen der industriellen und handwerklichen Betriebe mit einem Werte von 5.000 DM Ost aufwärts, gegen Hagelschäden für landwirtschaftliche Betriebe und Berufsgärtnereien, gegen Haftpflicht für Kraftfahrzeuge. Literaturangaben Leutwein, Alfred: Die Sach- und Personenversicherung in der SBZ. (BB) 1956. 316 S. m. 53 Anlagen. …

DDR A-Z 1956

Pionierleiter (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Auch „Freundschaftspionierleiter“, hauptamtlich tätige Angehörige der FDJ an den Grundschulen. Der P. ist — gebunden an das allgemeine Erziehungsziel der Schule und der FDJ — verantwortlich für die „Pionierarbeit“ (Junge Pioniere) in der Grundschule. Er ist gleichberechtigtes Mitglied des Pädagogischen Rates, ist verpflichtet zu hospitieren, „um Einblick in den Leistungsstand der Schüler zu erhalten“ (womit er die Möglichkeit erhält, die Arbeit des Lehrers zu kontrollieren). Die P. (Mindestalter 17 Jahre) sind zunächst in [S. 195]besonderen Kurzlehrgängen ausgebildet worden. Jetzt ist eine dreijährige Ausbildung an Instituten für Lehrerbildung vorgeschrieben. Die P. sollen nach einigen Dienstjahren durch zusätzliche Prüfungen die Qualifikation als Lehrer erlangen. Literaturangaben Friedrich, Gerd: Die Freie Deutsche Jugend, Stoßtrupp des Kommunismus in Deutschland (Rote Weißbücher 1). Köln 1951, Kiepenheuer und Witsch. 182 S. Friedrich, Gerd: Die Freie Deutsche Jugend — Auftrag und Entwicklung (Rote Weißbücher 11). 2., erw. u. veränd. Aufl., Köln 1953, Kiepenheuer und Witsch. 203 S. Herz, Hanns-Peter: Freie Deutsche Jugend. München 1956, Juventa-Verlag. 128 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 194–195 Pionierecke A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Pionierpalast

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Auch „Freundschaftspionierleiter“, hauptamtlich tätige Angehörige der FDJ an den Grundschulen. Der P. ist — gebunden an das allgemeine Erziehungsziel der Schule und der FDJ — verantwortlich für die „Pionierarbeit“ (Junge Pioniere) in der Grundschule. Er ist gleichberechtigtes Mitglied des Pädagogischen Rates, ist verpflichtet zu hospitieren, „um Einblick in den Leistungsstand der Schüler zu erhalten“ (womit er die…

DDR A-Z 1956

Planökonomie, Hochschule für (1956)

Siehe auch: Ökonomie, Hochschule für: 1960 1962 1963 1965 1966 Ökonomie und Planung, Hochschule für: 1958 Planökonomie, Hochschule für: 1953 1954 1959 1960 1962 1963 Institut zur Ausbildung von Planungsfachleuten für Staat und Wirtschaft und zur Durchführung von entsprechenden Forschungsarbeiten. Beginn des Lehrbetriebes am 1. 9. 1950; Sitz ist Berlin-Karlshorst. Leiterin: Prof. Eva Altmann. Die HfP. untersteht der Staatlichen ➝Plankommission. Das Studium dauert 8 Semester. Die Studentenzahl betrug bei Be[S. 196]ginn 185, 1954/55 über 1.000. Ihre Unterbringung erfolgt vorwiegend im Internat. Erhielt am 17. 3. 1953 den Namen Hochschule für Planökonomie „J. W. Stalin“. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 195–196 Plankommission, Staatliche A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Plauen

Siehe auch: Ökonomie, Hochschule für: 1960 1962 1963 1965 1966 Ökonomie und Planung, Hochschule für: 1958 Planökonomie, Hochschule für: 1953 1954 1959 1960 1962 1963 Institut zur Ausbildung von Planungsfachleuten für Staat und Wirtschaft und zur Durchführung von entsprechenden Forschungsarbeiten. Beginn des Lehrbetriebes am 1. 9. 1950; Sitz ist Berlin-Karlshorst. Leiterin: Prof. Eva Altmann. Die HfP. untersteht der Staatlichen ➝Plankommission. Das Studium dauert 8 Semester.…

DDR A-Z 1956

Örtliche Industrie (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Durch VO. vom 22. 12. 1950 über die Reorganisation der volkseigenen Industrie errichtete Organisationsform kleinerer „volkseigener“ Produktionsbetriebe mit nur örtlicher Bedeutung. Rechtsträger waren die Räte der Kreise oder Städte. Für die angeschlossenen Betriebe hatten sich die Bezeichnungen VEB (K) bei kreiseigenen, VEB (Ö) und VEB (St) bei durch die Stadtbehörden gesteuerten Betrieben eingebürgert. Die Ö. I. hatte auch die Aufgaben der kommunalwirtschaftlichen Unternehmen übernommen. An Stelle der Ö. I. trat 1949 die örtliche Wirtschaft. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 187 Oelßner, Fred A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Örtliche Landwirtschaft, Betriebe der (ÖLB)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Durch VO. vom 22. 12. 1950 über die Reorganisation der volkseigenen Industrie errichtete Organisationsform kleinerer „volkseigener“ Produktionsbetriebe mit nur örtlicher Bedeutung. Rechtsträger waren die Räte der Kreise oder Städte. Für die angeschlossenen Betriebe hatten sich die Bezeichnungen VEB (K) bei kreiseigenen, VEB (Ö) und VEB (St) bei durch die Stadtbehörden gesteuerten Betrieben eingebürgert. Die Ö. I.…

DDR A-Z 1956

Pädagogik (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 [S. 189]Erziehungswissenschaft. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 189 Ostblock A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Pädagogische Fakultät

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 [S. 189]Erziehungswissenschaft. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 189 Ostblock A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Pädagogische Fakultät

DDR A-Z 1956

Pädagogischer Rat (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Nachfolger der früheren Lehrerkonferenz. Der P. R. fungiert laut Statut vom 6. 10. 1954 als beratendes Organ der Schulleiter von Grund- und Oberschulen. Er kontrolliert die Lehrplanerfüllung und hat „durch die kollektive Erziehungsarbeit“ — auch in bezug auf ideologischpolitische und pädagogisch-fachliche Fragen — die Lehrer zu befähigen, ihre Aufgaben als „Funktionäre der Arbeiter- und Bauernmacht“ immer besser zu erfüllen. Der P. R. setzt sich zusammen aus dem Direktor (Vorsitzender), seinem Stellvertreter, allen Lehrern, dem hauptamtlichen Pionierleiter und dem Vertreter des Elternbeirates. Der P. R. arbeitet nach einem Plan und ist verpflichtet, die Kritik und Selbstkritik zu entwickeln. Literaturangaben Lange, Max Gustav: Totalitäre Erziehung — Das Erziehungssystem der Sowjetzone Deutschlands. Mit einer Einl. v. A. R. L. Gurland (Schr. d. Inst. f. pol. Wissenschaft, Berlin, Bd. 3). Frankfurt a. M. 1954, Verlag Frankfurter Hefte. 432 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 189 Pädagogische Institute A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Pädagogisches Kabinett

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Nachfolger der früheren Lehrerkonferenz. Der P. R. fungiert laut Statut vom 6. 10. 1954 als beratendes Organ der Schulleiter von Grund- und Oberschulen. Er kontrolliert die Lehrplanerfüllung und hat „durch die kollektive Erziehungsarbeit“ — auch in bezug auf ideologischpolitische und pädagogisch-fachliche Fragen — die Lehrer zu befähigen, ihre Aufgaben als „Funktionäre der Arbeiter- und Bauernmacht“ immer besser zu…

DDR A-Z 1956

Parteiaktiv (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Pj., Zusammenfassung aktiver und sachkundiger Mitgl. der SED (Parteiaktivisten) [S. 190]für jeweils konkrete Zwecke, hauptsächlich zur Erörterung der praktischen Durchführung von Partei- und Regierungsbeschlüssen in Städten, Großbetrieben sowie im Kreis- und Bezirksmaßstab durch die entsprechenden Parteileitungen. Das P. hält keine regelmäßigen Sitzungen ab. Ulbricht forderte 1953, „um die Parteileitungen 150.000 bis 200.000 Parteiaktivisten zusammenzuschließen“. Nach Schirdewan gab es im April 1949 etwa 90.000 Mitglieder von P. Diese Parteiaktivisten sind der allenfalls zuverlässige Kaderstamm der SED. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 189–190 Papierindustrie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteiauftrag

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Pj., Zusammenfassung aktiver und sachkundiger Mitgl. der SED (Parteiaktivisten) [S. 190]für jeweils konkrete Zwecke, hauptsächlich zur Erörterung der praktischen Durchführung von Partei- und Regierungsbeschlüssen in Städten, Großbetrieben sowie im Kreis- und Bezirksmaßstab durch die entsprechenden Parteileitungen. Das P. hält keine regelmäßigen Sitzungen ab. Ulbricht forderte 1953, „um die…

DDR A-Z 1956

Parteigruppe (1956)

Siehe auch: Parteigruppe: 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Parteigruppen: 1975 1979 Nach dem Vorbild der KPdSU werden seit 1953 in verstärktem Maße die Betriebsparteiorganisationen der SED in Großbetrieben, staatlichen Institutionen sowie den Apparaten der SED und der Massenorganisationen in P. untergliedert. Der P. gehören alle SED-Mitgl. an, die an einem gemeinsamen Arbeitsplatz, z. B. in einer Unterabteilung oder Brigade, tätig sind. In der Regel soll die P. nicht mehr als 8 bis 10 SED-Angehörige umfassen. Unter Anleitung eines Parteiorganisators, der die Verbindung zur SED-Betriebsgruppe darstellt, haben sie die Aufgabe, sich an ihrem speziellen Arbeitsplatz gegenseitig zu überwachen, die Arbeit sowie das Privatleben ihrer unmittelbaren Kollegen zu kontrollieren und die Durchführung sämtlicher Parteibeschlüsse auf unterster Ebene zu gewährleisten. Die P. soll „die führende Rolle der SED auf allen Gebieten“ auf unterster Ebene verkörpern. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 190 Parteidokument A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteihochschule

Siehe auch: Parteigruppe: 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Parteigruppen: 1975 1979 Nach dem Vorbild der KPdSU werden seit 1953 in verstärktem Maße die Betriebsparteiorganisationen der SED in Großbetrieben, staatlichen Institutionen sowie den Apparaten der SED und der Massenorganisationen in P. untergliedert. Der P. gehören alle SED-Mitgl. an, die an einem gemeinsamen Arbeitsplatz, z. B. in einer Unterabteilung oder Brigade, tätig sind. In der Regel soll die P. nicht…

DDR A-Z 1956

Parteikontrollkommissionen der SED (1956)

Siehe auch: Kontrollkommissionen der SED: 1979 Parteikontrollkommissionen der SED: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1985 Zentrale Parteikontrollkommission (ZPKK) sowie Kontrollkommissionen im Landes- bzw. jetzt Bezirksmaßstab und im Kreisbereich (BPKK und KPKK), gegründet auf Beschluß der 13. Tagung des SED-Parteivorstandes vom 16. 9. 1948. — Aufgaben: Kampf gegen Agenten, Korruptionserscheinungen, gegen Mißbrauch von Funktionen, gegen Karrierismus, Untersuchung aller Vergehen von Parteimitgliedern. Die P. werden durch das ZK bzw. die Landes-, jetzt Bezirks-, oder die Kreisleitungen gewählt. Sie können folgende Strafen beschließen: Verwarnung, Rüge, strenge Rüge, Ausschluß aus der Partei. Enge Zusammenarbeit mit SSD und MGB. Vorsitzender der ZPKK: Matern. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 191 Parteikonferenz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteilehrjahr der SED

Siehe auch: Kontrollkommissionen der SED: 1979 Parteikontrollkommissionen der SED: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1985 Zentrale Parteikontrollkommission (ZPKK) sowie Kontrollkommissionen im Landes- bzw. jetzt Bezirksmaßstab und im Kreisbereich (BPKK und KPKK), gegründet auf Beschluß der 13. Tagung des SED-Parteivorstandes vom 16. 9. 1948. — Aufgaben: Kampf gegen Agenten, Korruptionserscheinungen, gegen Mißbrauch von Funktionen, gegen Karrierismus,…

DDR A-Z 1956

Parteipresse der SED (1956)

Siehe auch: Parteipresse: 1953 1954 Parteipresse der SED: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Umfaßt das Zentralorgan der SED „Neues Deutschland“ und 15 Organe der Bezirksleitungen der SED mit Lokalteilen für jeden Kreis. Nach [S. 192]Lenins Worten „die schärfste Waffe unserer Partei“, gilt als „operatives Organ der Parteileitung“ (Resolution der Pressekonferenz des Parteivorstandes der SED vom 7. und 10. 2. 1950). Als „Presse neuen Typus“ lehnt sie den „verfluchten Nur-Journalismus“ (d. h. Berufsjournalismus) ab, will vielmehr „die werktätigen Massen erziehen, ihr politisches Bewußtsein heben, sie zum revolutionären Handeln führen“ („Neuer Weg“, 3/51, S. 19). Form und Inhalt der P. sind ausschließlich nach diesen Gesichtspunkten gestaltet. Alle Redaktionen haben die gleiche Struktur. Die wichtigsten Ressorts sind Parteileben (d. h. Anleitung der Parteimitglieder zum Handeln) und Propaganda (Vermittlung der marxistisch-leninistischen „Wissenschaft“). Die redaktionelle Gestaltung richtet sich nach dem Zentralorgan „Neues Deutschland“ und den Weisungen der Abt. Agitation Presse — Rundfunk des ZK der SED. Jede Veröffentlichung in der P., gleichgültig, wer als Verfasser zeichnet, gilt als offizielle Verlautbarung. Die Berichterstattung liegt vornehmlich bei den Volkskorrespondenten. Der Bezug der P. ist für Parteimitglieder Pflicht, sie muß jedoch als amtliches Mitteilungsblatt und aus Mangel an anderen Zeitungen von weiten Kreisen der übrigen Bevölkerung ebenfalls bezogen werden. (Pressewesen) Den Klagen über die Eintönigkeit der P. wird mit dem Hinweis begegnet: „Nichts ist interessanter, kühner, lebendiger, kritischer und schärfer als die konsequente Anwendung der marxistisch-leninistischen Publizistik“ (Hermann Axen auf der Pressekonferenz des Parteivorstandes der SED am 9. und 10. 2. 1950). Das Vorbild der P. ist die sowjetische Presse. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 191–192 Parteilichkeit der Rechtsprechung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteischulen der SED

Siehe auch: Parteipresse: 1953 1954 Parteipresse der SED: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Umfaßt das Zentralorgan der SED „Neues Deutschland“ und 15 Organe der Bezirksleitungen der SED mit Lokalteilen für jeden Kreis. Nach [S. 192]Lenins Worten „die schärfste Waffe unserer Partei“, gilt als „operatives Organ der Parteileitung“ (Resolution der Pressekonferenz des Parteivorstandes der SED vom 7. und 10. 2. 1950). Als „Presse neuen Typus“ lehnt sie den „verfluchten…

DDR A-Z 1956

Patentwesen (1956)

Siehe auch: Patentrecht: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Patentwesen: 1975 1979 1985 Nach dem Patentgesetz vom 6. 9. 1950 (GBl. S. 989) gibt es Wirtschaftspatente und Ausschließungspatente. Nur die Ausschließungspatente sind Patente im Sinne des heute noch in der Bundesrepublik geltenden Patentgesetzes vom 5. 5. 1936 (in der Fassung vom 18. 7. 1953, Bundesgesetzblatt I S. 623). Bei einem Wirtschaftspatent stent die Befugnis zur Benutzung einer geschützten Erfindung nicht nur dem Patentinhaber, sondern auch demjenigen zu, dem sie durch das sowjetzonale Amt für Erfindungs- und Patentwesen erteilt wird. Der Patentinhaber kann von letzterem abgefunden werden, worauf seine Rechte und Pflichten auf das fachlich zuständige Ministerium übergehen. Der Patentanmelder hat zwar grundsätzlich die Wahl, ob er ein Ausschließungs- oder Wirtschaftspatent anmelden will, jedoch darf nur ein Wirtschaftspatent erteilt werden, wenn die Erfindung im Zusammenhang mit der Tätigkeit des Erfinders in einem VEB, einem staatlichen Forschungsinstitut oder in einer anderen öffentlichen Einrichtung gemacht worden ist. Derartige Erfindungen sind vom Erfinder dem Betrieb zu melden. Falls der Erfinder die Erfindung nicht zum Patent anmeldet, ist der Betrieb berechtigt, dies zu tun. Das Recht auf geistiges Eigentum wird durch das sowjetzonale Patentgesetz eingeschränkt. (Patentrecht) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 193 Patentrecht A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Patriotische Erziehung

Siehe auch: Patentrecht: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Patentwesen: 1975 1979 1985 Nach dem Patentgesetz vom 6. 9. 1950 (GBl. S. 989) gibt es Wirtschaftspatente und Ausschließungspatente. Nur die Ausschließungspatente sind Patente im Sinne des heute noch in der Bundesrepublik geltenden Patentgesetzes vom 5. 5. 1936 (in der Fassung vom 18. 7. 1953, Bundesgesetzblatt I S. 623). Bei einem Wirtschaftspatent stent die Befugnis zur Benutzung einer geschützten…

DDR A-Z 1956

PDA (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Produktions- und Dienstleistungsabgabe. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 194 Pazifismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Persönliches Konto

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Produktions- und Dienstleistungsabgabe. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 194 Pazifismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Persönliches Konto

DDR A-Z 1956

Piduch, Walter (1956)

Siehe auch das Jahr 1958 (Sachsenwerk Radebeul.) Initiator einer Aktivistenbewegung zur Materialeinsparung durch Anlegung von Persönlichen Konten. Sowjetisches Vorbild ist Utkin. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 194 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen. Pflichtversicherung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Pieck, Wilhelm

Siehe auch das Jahr 1958 (Sachsenwerk Radebeul.) Initiator einer Aktivistenbewegung zur Materialeinsparung durch Anlegung von Persönlichen Konten. Sowjetisches Vorbild ist Utkin. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 194 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei.…

DDR A-Z 1956

Pionierpalast (1956)

Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Mit großem Kostenaufwand eingerichtete und unterhaltene Häuser, in denen Kinder mit allen Mitteln möglicher Verlockung im kommunistischen Sinne beeinflußt werden. P. enthalten z. B. Kindertheater, Räume für Arbeitsgemeinschaften (Elektrotechnik, Modellbau, Photographie usw.), Büchereien, Lesezimmer, Film-, Spiel-, Bastelräume u. dgl. mehr. Im zentralen P. „Haus der Kinder“ in Berlin-Lichtenberg arbeitet der Lenkungsstab für alle anderen Häuser (Abteilungen: Methodik der Pionierarbeit, massenpolitische Arbeit, Pädagogik, Organisation). Weitere P. befinden sich u. a. in Leipzig, Halle und Dresden. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 195 Pionierleiter A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Pirna

Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Mit großem Kostenaufwand eingerichtete und unterhaltene Häuser, in denen Kinder mit allen Mitteln möglicher Verlockung im kommunistischen Sinne beeinflußt werden. P. enthalten z. B. Kindertheater, Räume für Arbeitsgemeinschaften (Elektrotechnik, Modellbau, Photographie usw.), Büchereien, Lesezimmer, Film-, Spiel-, Bastelräume u. dgl. mehr. Im zentralen P. „Haus der Kinder“ in Berlin-Lichtenberg arbeitet der Lenkungsstab…

DDR A-Z 1956

Plauen (1956)

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Stadtkreis im sächsischen Bezirk Chemnitz, Kreisstadt, Hauptort des Vogtlandes, an der Weißen Elster, mit 81.998 Einwohnern (1955); Johanniskirche (12./16. Jh.), Gottesacker-(Luther-)Kirche (17. und 18. Jh.), Altes Rathaus (15. und 16. Jh.), Schloß; bedeutende Textilindustrie (Gardinen, Spitzen, Stickereien, Weißwaren, Zellwolle), daneben Lkw.-Produktion (Kraftwagenerzeugung), Textil- und Druckmaschinenbau, Draht- und Kabelwerke. P. wird 1122 erstmals urkundlich erwähnt und ist seit 1230 Stadt. Zunächst im Besitz der Vögte von P., kam die Stadt mit dem Vogtland um 1570 an die Wettiner. Von 1656–1718 gehörte P. den Herzögen von Sachsen-Zeitz; nach Erlöschen dieser Albertinischen Nebenlinie fiel P. an Kursachsen zurück. Im 2. Weltkrieg erlitt insbesondere die Innenstadt schwere Zerstörungen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 196 Planökonomie, Hochschule für A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Poliklinik

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Stadtkreis im sächsischen Bezirk Chemnitz, Kreisstadt, Hauptort des Vogtlandes, an der Weißen Elster, mit 81.998 Einwohnern (1955); Johanniskirche (12./16. Jh.), Gottesacker-(Luther-)Kirche (17. und 18. Jh.), Altes Rathaus (15. und 16. Jh.), Schloß; bedeutende Textilindustrie (Gardinen, Spitzen, Stickereien, Weißwaren, Zellwolle), daneben Lkw.-Produktion (Kraftwagenerzeugung), Textil- und Druckmaschinenbau, Draht- und Kabelwerke. P.…

DDR A-Z 1956

Örtliche Landwirtschaft, Betriebe der (ÖLB) (1956)

Siehe auch: Örtliche Landwirtschaftsbetriebe (ÖLB): 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Örtlichen Landwirtschaft, Betriebe der (ÖLB): 1958 Im Zuge der Republikflucht verlassene landwirtsch. Betriebe und Flächen, die sich in Nutzung der Gemeinden befanden, wurden gemeinsam mit „volkseigenen“ Kreis- und Gemeindebetrieben (Bodenfonds u.a.) gem. VO. vom 3. 9. 1953 (GBl. Nr. 99/1953) zu Betrieben der „örtlichen Landw.“ zusammengefaßt. Diese sind selbständige jurist. Personen und Träger von „Volkseigentum“. Betriebsleiter stellt der Rat der Gemeinde ein. Die Arbeiten werden durch ständige ➝Produktionsbrigaden nach den Normen der VEG durchgeführt. Ende 1953, zum Zeitpunkt der einheitlichen Zusammenfassung dieser Betriebe bestanden 3.179 ÖLB mit 389.000 ha landw. Nutzfläche und 44.047 Beschäftigten, von denen 91,1 v. H. Landarbeiter waren. Die ÖLB sind an sich ein Notbehelf, über ihre zukünftige Verwendung gibt der Beschluß des Ministerrats vom 4. 5. 1954 Aufschluß: Danach sollten bis zum 30. 4. 1955 200 ÖLB zur Errichtung von staatlichen Tierzuchtstationen sowie Rinder- und Geflügelmästereien festgelegt werden. Ferner besteht die Absicht, die Gründung von LPG aus ÖLB aufs stärkste zu fördern. Literaturangaben Kramer, Matthias: Die Landwirtschaft in der sowjetischen Besatzungszone. 3., erw. Aufl. (BB) 1956. 320 S. m. 36 Tab. u. 34 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 187 Örtliche Industrie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Örtliche Wirtschaft

Siehe auch: Örtliche Landwirtschaftsbetriebe (ÖLB): 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Örtlichen Landwirtschaft, Betriebe der (ÖLB): 1958 Im Zuge der Republikflucht verlassene landwirtsch. Betriebe und Flächen, die sich in Nutzung der Gemeinden befanden, wurden gemeinsam mit „volkseigenen“ Kreis- und Gemeindebetrieben (Bodenfonds u.a.) gem. VO. vom 3. 9. 1953 (GBl. Nr. 99/1953) zu Betrieben der „örtlichen Landw.“ zusammengefaßt. Diese sind selbständige jurist. Personen…

DDR A-Z 1956

Pädagogische Fakultät (1956)

Siehe auch: Pädagogische Fakultät: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Pädagogische Fakultäten: 1969 1975 1979 Lehrerbildung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 189 Pädagogik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Pädagogische Hochschulen

Siehe auch: Pädagogische Fakultät: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Pädagogische Fakultäten: 1969 1975 1979 Lehrerbildung. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 189 Pädagogik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Pädagogische Hochschulen

DDR A-Z 1956

Pädagogisches Kabinett (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Institution in den Kreisen zur „Anleitung“ und „Qualifizierung“ der Lehrer in ideologisch-politischer und fachlich-pädagogischer Hinsicht. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 189 Pädagogischer Rat A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Pädagogisches Zentralinstitut, Deutsches (DPZI)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Institution in den Kreisen zur „Anleitung“ und „Qualifizierung“ der Lehrer in ideologisch-politischer und fachlich-pädagogischer Hinsicht. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 189 Pädagogischer Rat A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Pädagogisches Zentralinstitut, Deutsches (DPZI)

DDR A-Z 1956

Parteiauftrag (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Auftrag mit Befehlscharakter an Mitgl. einer bolschewistischen Organisation. Besonders wichtiges Mittel zur Durchsetzung von Parteibeschlüssen in Verwaltung, Wirtschaft, Massenorganisationen usw. Es gibt aber auch P., die lediglich der „bolschewistischen Festigung“ der Mitgl. dienen und sie zu aktiver Parteiarbeit heranziehen sollen. P. werden von den Leitungen mit festen Terminen an die Mitgl. vergeben. Ablehnung des P. oder Nichterfüllung bedeuten Verletzung der Parteidisziplin. Dem P. entspricht der Verbandsauftrag der FDJ. Eine häufige Form dieses Verbandsauftrages ist die Verpflichtung, sich zum Dienst in der Volkspolizei zu melden. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 190 Parteiaktiv A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteidisziplin

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Auftrag mit Befehlscharakter an Mitgl. einer bolschewistischen Organisation. Besonders wichtiges Mittel zur Durchsetzung von Parteibeschlüssen in Verwaltung, Wirtschaft, Massenorganisationen usw. Es gibt aber auch P., die lediglich der „bolschewistischen Festigung“ der Mitgl. dienen und sie zu aktiver Parteiarbeit heranziehen sollen. P. werden von den Leitungen mit festen Terminen an die Mitgl.…

DDR A-Z 1956

Parteihochschule (1956)

Siehe auch: Parteihochschule: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Parteihochschule „Karl Marx“ beim ZK der SED: 1969 1975 1979 Parteihochschule „Karl Marx“ beim ZK der SED (PHS): 1985 Aufgabe der P. „Karl Marx beim ZK der SED“ in Kleinmachnow: „Parteiarbeiter des neuen, des bolschewistischen Typs“ heranzubilden (W. Pieck zur Eröffnung des 2. Einjahrlehrgangs, „Neues Deutschland“ vom 26. 10. 1950). Gegründet 1946. Dauer der Lehrgänge zuerst 6 Monate. Seit 1950 gibt es Ein- und Zweijahrlehrgänge für Spitzenfunktionäre bzw. für Elitenachwuchs sowie Sonderlehrgänge für Dozenten, Pädagogen, Journalisten usw., seit 1953 in Angleichung an die P. in Moskau Dreijahrlehrgänge. Stärke der Lehrgänge: je 200 Schüler. Die Teilnehmer werden durch die Landes- bzw. jetzt Bezirksleitungen ausgewählt und theoretisch und personell durch Sonderkommissionen des ZK und der P. überprüft. Die Zulassung jedes Funktionärs ist vom Beschluß des Sekretariats des ZK abhängig, das auch die letzte Entscheidung über den Einsatz der Hochschüler hat. Wichtigste Gesichtspunkte der Auswahl sind: proletarische Herkunft, Anerkennung der „führenden Rolle der SU und der KPdSU“, Bewährung in der praktischen Parteiarbeit, Besuch einer Kreis- und Landes- bzw. Bezirksparteischule mit gutem Erfolg. Direktor der P. war bis 1950 Rudolf Lindau, dann Hanna Wolf. Lehrstühle: Geschichte der ➝KPdSU, Philosophie, Politökonomie, Geschichte. Seit 1952 weitere Unterrichtsfächer: Parteiaufbau, Politische und Ökonomische Geographie, Staatslehre, Kunst und Literatur, Russisch. Jeder Lehrstuhl hat 8 bis 10 Lehrer und Assistenten. Im Herbst 1950 wurde der Fernunterricht der P. eingeführt. Im April 1953 erhielt die P. das Promotions- und Habilitationsrecht für die akademischen Grade Dr. phil. und Dr. oec. Verantwortliches Mitgl. des Politbüros für die P. ist Oelßner. [S. 191]Bis 1952 besuchten auch Funktionäre der KPD die P. Literaturangaben Schultz, Joachim: Der Funktionär in der Einheitspartei — Kaderpolitik und Bürokratisierung in der SED (Schr. d. Inst. f. polit. Wissenschaft, Berlin, Bd. 8). Stuttgart 1956, Ring-Verlag. 285 S. Stern, Carola: Die SED — Handbuch über Aufbau [\dots] des Parteiapparates (Rote Weißbücher 14). Köln 1954, Kiepenheuer und Witsch. 256 S. m. 1 Plan. (Neuauflage in Vorbereitung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 190–191 Parteigruppe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteikabinett

Siehe auch: Parteihochschule: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Parteihochschule „Karl Marx“ beim ZK der SED: 1969 1975 1979 Parteihochschule „Karl Marx“ beim ZK der SED (PHS): 1985 Aufgabe der P. „Karl Marx beim ZK der SED“ in Kleinmachnow: „Parteiarbeiter des neuen, des bolschewistischen Typs“ heranzubilden (W. Pieck zur Eröffnung des 2. Einjahrlehrgangs, „Neues Deutschland“ vom 26. 10. 1950). Gegründet 1946. Dauer der Lehrgänge zuerst 6 Monate. Seit 1950 gibt es…

DDR A-Z 1956

Parteilehrjahr der SED (1956)

Siehe auch: Parteilehrjahr: 1953 1954 Parteilehrjahr der SED: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Dient in Angleichung an das Schulungswesen der KPdSU der Mitglieder- und Kandidatenschulung. Eingeführt auf Beschluß des ZK der SED vom Juni 1950. Das P. dauert jeweils von Oktober bis Juni. Teilnahme ist für alle Mitglieder und Kandidaten Pflicht. Das P. schließt zweimal monatliche Schulung je nach ideologischer Vorbildung in einem der folgenden Zirkel ein: Politische Grundschule, Studium der Geschichte der KPdSU, Studium der ökonomischen Politik der Partei in der Übergangsperiode vom Kapitalismus zum Sozialismus, Einführung in die politische Ökonomie des Kapitalismus und Sozialismus, Kreisabendschulen, Abenduniversitäten des Marxismus-Leninismus. Verantwortlich für die Durchführung der Lehrjahre ist die Abt. Wissenschaft und Propaganda im ZK. Teilnahme von Nichtparteimitgliedern ist in den unteren Zirkeln möglich. (Schulung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 191 Parteikontrollkommissionen der SED A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteilichkeit, Bolschewistische

Siehe auch: Parteilehrjahr: 1953 1954 Parteilehrjahr der SED: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Dient in Angleichung an das Schulungswesen der KPdSU der Mitglieder- und Kandidatenschulung. Eingeführt auf Beschluß des ZK der SED vom Juni 1950. Das P. dauert jeweils von Oktober bis Juni. Teilnahme ist für alle Mitglieder und Kandidaten Pflicht. Das P. schließt zweimal monatliche Schulung je nach ideologischer Vorbildung in einem der folgenden Zirkel ein: Politische…

DDR A-Z 1956

Parteischulen der SED (1956)

Siehe auch: Parteischulen: 1953 1954 Parteischulen der SED: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Parteischulung der SED: 1975 1979 1985 Die Lehrgänge der Internatsschulen der SED dienen der Heran- und Weiterbildung von Funktionären. Sie sind wie folgt aufgegliedert: Betriebsparteischulen (6 Wochen), Kreisparteischulen (4 Monate), Bezirksparteischulen (1 Jahr), Zentralschulen, Parteihochschule „Karl Marx“. Wesentlicher Gesichtspunkt für die Auswahl der Schüler: Proletarische Herkunft. Im Mittelpunkt aller Lehrpläne steht die Geschichte der ➝KPdSU. Weitere Lehrfächer: Dialektischer und historischer Materialismus, Politökonomie, Geschichte der Arbeiterbewegung, allgemeine Geschichte ab 1525 sowie Vorlesungen über praktische Parteipolitik. Für SED-Mitglieder ist der Besuch einer Parteischule Voraussetzung für jede wichtige Funktion. Funktionäre der KPD werden abgeschlossen von SED-Mitgl. auf besonderen Schulen in der SBZ geschult. Am „Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED“ in Berlin werden in Dreijahrskursen Lehrer für die Parteischulen und für die Gesellschaftswiss. Lehrstühle an den Universitäten und Hochschulen ausgebildet. Seit April 1953 besitzt das Institut das Promotions- und Habilitationsrecht. Literaturangaben Schultz, Joachim: Der Funktionär in der Einheitspartei — Kaderpolitik und Bürokratisierung in der SED (Schr. d. Inst. f. polit. Wissenschaft, Berlin, Bd. 8). Stuttgart 1956, Ring-Verlag. 285 S. Stern, Carola: Die SED — Handbuch über Aufbau [\dots] des Parteiapparates (Rote Weißbücher 14). Köln 1954, Kiepenheuer und Witsch. 256 S. m. 1 Plan. (Neuauflage in Vorbereitung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 192 Parteipresse der SED A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Patenschaftsvertrag

Siehe auch: Parteischulen: 1953 1954 Parteischulen der SED: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Parteischulung der SED: 1975 1979 1985 Die Lehrgänge der Internatsschulen der SED dienen der Heran- und Weiterbildung von Funktionären. Sie sind wie folgt aufgegliedert: Betriebsparteischulen (6 Wochen), Kreisparteischulen (4 Monate), Bezirksparteischulen (1 Jahr), Zentralschulen, Parteihochschule „Karl Marx“. Wesentlicher Gesichtspunkt für die Auswahl der Schüler:…

DDR A-Z 1956

Patriotische Erziehung (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Seit Gründung der „DDR“ ist die Erziehung zu „glühenden Patrioten und Friedenskämpfern“ bzw. zu „aufrechten Patrioten“ der Kern des offiziellen Erziehungszieles der Schule und der FDJ. Vorbild dieser Zielsetzung ist die Praxis der SU, deren Schulen auf den „Sowjetpatriotismus“ verpflichtet sind. Die P. E. soll Menschen formen, die sich aktiv für den Aufbau und die „Festigung“ der „DDR“ ersetzen und bereit sind, ihre angeblichen „sozialen Errungenschaften“ unter Einsatz des Lebens zu verteidigen. (Erziehungswesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 193 Patentwesen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Patriotismus

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Seit Gründung der „DDR“ ist die Erziehung zu „glühenden Patrioten und Friedenskämpfern“ bzw. zu „aufrechten Patrioten“ der Kern des offiziellen Erziehungszieles der Schule und der FDJ. Vorbild dieser Zielsetzung ist die Praxis der SU, deren Schulen auf den „Sowjetpatriotismus“ verpflichtet sind. Die P. E. soll Menschen formen, die sich aktiv für den Aufbau und die „Festigung“ der „DDR“ ersetzen und bereit sind, ihre angeblichen…

DDR A-Z 1956

Personenkult (1956)

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Pj., P. bedeutet die Hervorhebung einer Person entgegen dem Leninschen Prinzip der kollektiven Führung. Der Begriff P. gehört seit dem XX. Parteitag der KPdSU im Februar 1956, auf dem die Abkehr vom Stalinismus öffentlich dokumentiert wurde, zum Sprachschatz der SED. Ulbricht folgte dieser Wendung und der Verdammung des P. in seiner Rede am 17. März 1956 auf der Ost-Berliner Bezirksdelegiertenkonferenz der SED. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 194 Persönliches Konto A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Pflichtversicherung

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Pj., P. bedeutet die Hervorhebung einer Person entgegen dem Leninschen Prinzip der kollektiven Führung. Der Begriff P. gehört seit dem XX. Parteitag der KPdSU im Februar 1956, auf dem die Abkehr vom Stalinismus öffentlich dokumentiert wurde, zum Sprachschatz der SED. Ulbricht folgte dieser Wendung und der Verdammung des P. in seiner Rede am 17. März 1956 auf der Ost-Berliner Bezirksdelegiertenkonferenz der SED. …

DDR A-Z 1956

Pieck, Wilhelm (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 3. 1. 1876 in Guben. Volksschule, Tischlerlehrling. 1894 Mitgl. des Deutschen Holzarbeiterverbandes, 1895 Beitritt zur SPD. Schloß sich im ersten Weltkrieg dem Spartakusbund unter Führung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg an, wurde Soldat und desertierte nach Holland. Nach Gründung der KPD am 30. 12. 1918 in ihr Zentralkomitee gewählt. Im Frühjahr 1919 von Beauftragten der Gardeschützen-Division verhaftet, wurde P. unmittelbar vor der Erschießung Liebknechts und Rosa Luxemburgs nach einer eingehenden Vernehmung auf freien Fuß gesetzt. 1921 bis 1928 Mitgl. des Preuß. Landtags, seit 1928 M. d. R., im gleichen Jahr in den zentralen Apparat der Komintern berufen, 1930 Mitgl. des Preuß. Staatsrates. 1931 setzte Thälmann eine KP-Untersuchungskommission ein, die P.s Verhalten während seiner Haft 1919 nachprüfen sollte. Das belastende Material wurde jedoch nicht ausgewertet. Dagegen ist bekannt, daß P. im August 1939 sich mit Erfolg bei Stalin gegen eine Freilassung Thälmanns aus dem KZ aussprach. 1933 emigrierte P. nach Frankreich, 1934 in die SU, wo die internen Auseinandersetzungen der KPD-Emigranten ihren Fortgang nahmen. Die Richtung Pieck/Ulbricht behielt die Oberhand. 1945 kam P. mit der Roten Armee nach Berlin und wurde Vorsitzender der KPD. P. war von April 1946 bis April 1954 mit Grotewohl zusammen Vorsitzender der SED. 1948 Präsident des „Deutschen Volksrats“ (Volkskongreß), seit 11. 10. 1949 Präsident der „DDR“. Seit Gründung der SED ununterbrochen Mitgl. des Zentralsekretariats bzw. des Politbüros. Seit 3. 1. 1951 „Held der Arbeit“, Träger des „Karl-Marx-Ordens“ seit 8. 5. 1953, des „Vaterländischen Verdienstordens“ in Gold seit 30. 6. 1954, hoher nordkoreanischer und tschechischer Orden. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 194 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/pieck-wilhelm-friedrich-wilhelm-reinhold verwiesen. Piduch, Walter A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Pionierecke

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 3. 1. 1876 in Guben. Volksschule, Tischlerlehrling. 1894 Mitgl. des Deutschen Holzarbeiterverbandes, 1895 Beitritt zur SPD. Schloß sich im ersten Weltkrieg dem Spartakusbund unter Führung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg an, wurde Soldat und desertierte nach Holland. Nach Gründung der KPD am 30. 12. 1918 in ihr Zentralkomitee gewählt. Im Frühjahr 1919 von Beauftragten der Gardeschützen-Division verhaftet, wurde P.…

DDR A-Z 1956

Pirna (1956)

Siehe auch das Jahr 1969 Stadt im sächsischen Bezirk Dresden, Kreisstadt, am Austritt der Elbe aus der Sächsischen Schweiz (Elbsandsteingebirge), mit 40.420 Einwohnern (1955); überragt von Schloß Sonnenstein (16. Jh.), ehem. Dominikanerkloster (14. Jh.), spätgotische Marienkirche (16. Jh.), Rathaus (16. Jh.), zahlreiche Bürgerhäuser in Renaissancestil; bedeutende Sandstein-, Kunstseiden-, Zellstoffund Papierindustrie, daneben Glasindustrie und Maschinenbau. P. gehörte bereits Anfang des 13. Jh. zur Mark Meißen und erhielt zwischen 1234 und 1245 Stadtrecht. 1291 erwarb der Bischof von Meißen die Stadt, die er 1293 Böhmen überließ. Im 15. Jh. gelangte P. erneut an die Wettiner, kam bei der Landesteilung 1485 an deren Albertinische Linie und verblieb in der Folgezeit bei Sachsen. Die im Mittelalter blühende Stadt geriet durch den Dreißigjährigen Krieg in Verfall. 1756 kapitulierte die sächsische Armee im Lager von P. vor Friedrich d. Gr. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 195 Pionierpalast A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Plankommission, Staatliche

Siehe auch das Jahr 1969 Stadt im sächsischen Bezirk Dresden, Kreisstadt, am Austritt der Elbe aus der Sächsischen Schweiz (Elbsandsteingebirge), mit 40.420 Einwohnern (1955); überragt von Schloß Sonnenstein (16. Jh.), ehem. Dominikanerkloster (14. Jh.), spätgotische Marienkirche (16. Jh.), Rathaus (16. Jh.), zahlreiche Bürgerhäuser in Renaissancestil; bedeutende Sandstein-, Kunstseiden-, Zellstoffund Papierindustrie, daneben Glasindustrie und Maschinenbau. P. gehörte bereits Anfang…

DDR A-Z 1956

Poliklinik (1956)

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 In der SU Grundpfeiler aller ambulanten Behandlung, durch SMAD-Befehl Nr. 272/1947 den Kommunalbehörden der SBZ zur Einrichtung aufgegeben, wie in der SU je eine auf höchstens 100.000 Einwohner. Seit 1949 soll jede P. mit einem Krankenhaus verbunden sein und mindestens 5 fachärztlich geleitete Abt. sowie physikalisch-therapeutische Einrichtungen und Apotheke haben. Soll (Ende 1955) 374 P., Bestand Anfang 1956: 221. Die Ausstattung ist z. T. auch nach westlichen Maßstäben befriedigend, z. T. sehr primitiv. Literaturangaben Weiss, Wilhelm: Das Gesundheitswesen in der sowjetischen Besatzungszone. (BB) 1952. 130 S. m. 15 Anlagen. (Neuauflage in Vorb.) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 196 Plauen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Politbüro

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 In der SU Grundpfeiler aller ambulanten Behandlung, durch SMAD-Befehl Nr. 272/1947 den Kommunalbehörden der SBZ zur Einrichtung aufgegeben, wie in der SU je eine auf höchstens 100.000 Einwohner. Seit 1949 soll jede P. mit einem Krankenhaus verbunden sein und mindestens 5 fachärztlich geleitete Abt. sowie physikalisch-therapeutische Einrichtungen und Apotheke haben. Soll (Ende 1955) 374 P., Bestand Anfang…