DDR A-Z 1956
Brandenburg (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1. Land der SBZ; gebildet 1945/1947 aus dem westlich der Oder und der Görlitzer Neiße gelegenen Teil der preußischen Provinz B.; 27.061 qkm, 2,6 Mill. Einwohner (1950); Verfassung vom 6. 2. 1947, Hauptstadt: Potsdam, Landesfarben: Rot-Weiß-Rot. — Landtag und Landesregierung im Sommer 1952 im Zuge der sog. Verwaltungsreform unter gleichzeitiger Bildung der Bezirke Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam aufgehoben; staatsrechtliche Stellung des Landes seither unklar. Von der Altmark aus erwarb der Askanier Albrecht der Bär ab 1134 die westliche Prignitz, Zauche und Havelland; seit 1157 nannte er sich Markgraf von B. Seine Nachfolger dehnten die Mark im 13. Jh. durch den Erwerb von Barnim, Teltow, der Uckermark, Lebus, der Neumark und der Lausitz weiter nach Osten aus und erlangten die Kurwürde. Nach dem Aussterben der brandenburgischen Askanier 1320 fiel B. 1323 an die Wittelsbacher. Von 1373–1411 war A. im Besitz der Luxemburger. Unter den Herrschern beider Häuser erlitt das Land erhebliche Gebietsverluste. 1411 wurde der hohenzollernsche Burggraf Friedrich VI. von Nürnberg als Reichsverweser der Mark B. eingesetzt, 1415 bekam er als Friedrich I. auch die Kurwürde; er beugte den Adel und gewann 1427 die Uckermark und die Prignitz zurück. Sein Nachfolger, Kurfürst Friedrich II., zwang die Städte unter die landesherrliche Gewalt und konnte 1455 die Neumark und 1467 Teile der Lausitz zurückgewinnen. 1525 [S. 51]kam die Grafschaft Ruppin an B. Kurfürst Joachim II. führte 1539 die Reformation ein. 1618 erhielt Kurfürst Johann Sigismund durch Erbschaft das aus dem Ordensland hervorgegangene Herzogtum Preußen. Friedrich Wilhelm (der Große Kurfürst, 1640–1688), erreichte 1660 im Frieden von Oliva die Befreiung Preußens von der polnischen Lehnshoheit und verschaffte B. europäische Bedeutung. Sein Sohn, Friedrich III., krönte sich 1701 in Königsberg als Friedrich I. zum König in Preußen. In der Folgezeit teilte B. das Schicksal Preußens. Seit 1815 bildeten die brandenburgischen Landschaften (mit Ausnahme der Altmark, die in die Provinz Sachsen einbezogen wurde), um die 1814 von Sachsen abgetretenen Gebiete der Niederlausitz erweitert, die preußische Provinz B., aus deren Verband bald nach der Reichsgründung 1871 die Reichshauptstadt Berlin ausschied. In den letzten Monaten des 2. Weltkrieges wurde B. von sowjetischen Truppen besetzt; das Gebiet ostwärts der Oder und der Görlitzer Neiße überließen die Sowjets den Polen, es steht seither unter polnischer Verwaltung (Oder-Neiße-Linie). Im Juli 1945 befahl die SMAD die Errichtung der „Provinzialverwaltung Mark B.“ unter Präsident Dr. Karl Steinhoff (SPD), der sie im Oktober 1945 ein beschränktes Gesetzgebungsrecht einräumte. Am 20. 10. 1946 fanden die ersten Landtagswahlen statt, bei denen trotz massivster sowjetischer Wahlbeeinflussung die SED nur 43,9 v. H. der abgegebenen Stimmen erhielt. Der Landtag bestätigte im Dezember 1946 die auf der Grundlage der Blockpolitik gebildete Provinzialregierung unter Ministerpräsident Dr. Karl Steinhoff (SED) und beschloß im Februar 1947 die „Verfassung für die Mark B. vom 1. 2. 1947“, die am gleichen Tag in Kraft trat. Nach der Auflösung Preußens durch den Alliierten Kontrollrat wurde die Provinz im Juli 1945 als B. auch staatsrechtlich Land. Seit Bildung der Sowjetzonen-Republik im Oktober 1949 ist B. Land der „DDR“; an Stelle des zum sowjetzonalen Innenminister berufenen Dr. Steinhoff wurde Rudi Jahn (SED) Ministerpräsident. Das dem Landtag am 25. 7. 1952 aufgezwungene „Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe im Lande B.“ beraubte das Land seiner staatsrechtlichen Handlungsfähigkeit (Verwaltungsreform). 2. Stadtkreis im brandenburgischen Bezirk Potsdam, Kreisstadt, Hauptort der Mark B., an der Havel, mit 87.143 Einwohnern (1955) zweitgrößte Stadt Brandenburgs; reich an mittelalterlichen Bauten: spätromanischer Dom (12. Jh.), spätgotische Katharinenkirche (15. Jh.), Altstädter Rathaus (15. Jh.), Neustädter Rathaus; bedeutende Industrie: Stahl- und Walzwerke, Stahlbau, Fahrzeuge, Kinderwagen, Maschinen, Traktoren, Metall-, Leder- und Textilwaren, Schiffbau. Die Hevellerburg Brennaburg (Brennabor) wurde 928 von Heinrich I. erobert. Das 948 gegründete Bistum ging durch den Wendenaufstand 983 wieder verloren und konnte erst im 12. Jh. erneuert werden. Die Altstadt entstand um 1170 aus dem wendischen Dorf Parduin, die 1196 erstmals erwähnte Neustadt aus einer deutschen Siedlung; in der Folgezeit war B. bis 1488 Residenz der brandenburgischen Markgrafen und Kurfürsten. 1715 wurden beide Städte vereinigt. Im 2. Weltkrieg erlitt die Stadt erhebliche Zerstörungen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 50–51 BPO A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Brecht, Bert (Berthold)Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1. Land der SBZ; gebildet 1945/1947 aus dem westlich der Oder und der Görlitzer Neiße gelegenen Teil der preußischen Provinz B.; 27.061 qkm, 2,6 Mill. Einwohner (1950); Verfassung vom 6. 2. 1947, Hauptstadt: Potsdam, Landesfarben: Rot-Weiß-Rot. — Landtag und Landesregierung im Sommer 1952 im Zuge der sog. Verwaltungsreform unter gleichzeitiger Bildung der Bezirke Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam aufgehoben;…
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Brigade der ausgezeichneten Qualität (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Ehrentitel für Brigaden, die „drei Monate hintereinander die eingegangenen Verpflichtungen erfüllten“. (Wettbewerbsbewegung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 52 Brigade A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Brigade der besten QualitätSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Ehrentitel für Brigaden, die „drei Monate hintereinander die eingegangenen Verpflichtungen erfüllten“. (Wettbewerbsbewegung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 52 Brigade A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Brigade der besten Qualität
DDR A-Z 1956
Brigadier (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 Pj. für den Leiter einer Brigade. Er empfängt Arbeitsanweisungen vom Meister, ist aber berechtigt, der Brigade selbst Anweisungen zu erteilen. Er wird nicht gewählt, sondern auf Grund seiner politischen und fachlichen Qualitäten eingesetzt. Seine eigentliche Funktion ist, die Brigade zu möglichst hohen Arbeitsleistungen anzutreiben. Um dem B. einen Anreiz zu geben, bezieht er prozentuale Aufschläge auf seinen Leistungslohn, der je nach dem Grad der Normerfüllung bzw. Übererfüllung durch die Brigade von 10 bis 25 v. H. gestaffelt ist. (Arbeitspolitik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 52 Brigade der kollektiven Aktivistenarbeit A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z BruttoproduktionswerteSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 Pj. für den Leiter einer Brigade. Er empfängt Arbeitsanweisungen vom Meister, ist aber berechtigt, der Brigade selbst Anweisungen zu erteilen. Er wird nicht gewählt, sondern auf Grund seiner politischen und fachlichen Qualitäten eingesetzt. Seine eigentliche Funktion ist, die Brigade zu möglichst hohen Arbeitsleistungen anzutreiben. Um dem B. einen Anreiz zu geben, bezieht er prozentuale Aufschläge auf seinen Leistungslohn, der je nach dem Grad der…
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Buchhandel (1956)
Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Jede staatlich gelenkte Buchproduktion (Verlagswesen) hat die Neigung, auf [S. 53]dem Wege zum Verbraucher den Sortiments-B. zu umgehen. So werden auch in der SBZ z. B. Schulbücher von den staatlichen Monopolverlagen direkt an die Schulen geliefert; in den Betrieben werden Buchvertriebsstellen eingerichtet; der Zeitschriftenvertrieb erfolgt fast ausschließlich über die Post usw. Die Buchproduktion hat zwar von Jahr zu Jahr zugenommen (z. B. 1951: 2.142, 1954: 5.410 Titel), doch entspricht das Angebot, vor allem in seiner Zusammensetzung, keineswegs den echten Leserbedürfnissen, zumal westliche Produktion nur insoweit eingeführt wird, wie sie dem Fünfjahrplan oder anderen vom Regime anerkannten Zwecken dient. Unter diesen Umständen ist die Existenzbasis des B. außerordentlich schmal geworden; in ideologischer Hinsicht wird er mit besonderer Aufmerksamkeit gelenkt, geschult und überwacht. Der Leihbuchhandel bietet keinen Ersatz für den geschrumpften Umsatz, da er von Partei und Staat besonders mißtrauisch beobachtet und scharf reglementiert wird (Bibliothekswesen). Von den 3.800 Buchhandlungen (einschl. aller Auchbuchhandlungen) sind etwa 9 v. H. „volkseigene“ „Volksbuchhandlungen“; ihr Anteil an den „echten“ Buchhandlungen ist natürlich wesentlich höher. — Der Börsenverein der deutschen Buchhändler besteht als gleichgeschalteter Berufsverband unter seinem Leiter Heinrich Becker (SED) auch in der SBZ fort und veröffentlicht das sowjetzonale „Börsenblatt“ und die in der Deutschen Bücherei (Leipzig) bearbeitete „Nationalbibliographie“. (Kulturpolitik) Literaturangaben Taubert, Sigfred: Buchproduktion und Verlagswesen der sowjetisch besetzten Zone Deutschlands im Jahre 1955. (BMG) 1956. 34 S. m. 17 Tab. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 52–53 Buchexport- und Import-GmbH A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z BündnispolitikSiehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Jede staatlich gelenkte Buchproduktion (Verlagswesen) hat die Neigung, auf [S. 53]dem Wege zum Verbraucher den Sortiments-B. zu umgehen. So werden auch in der SBZ z. B. Schulbücher von den staatlichen Monopolverlagen direkt an die Schulen geliefert; in den Betrieben werden Buchvertriebsstellen eingerichtet; der Zeitschriftenvertrieb erfolgt fast ausschließlich über die Post usw. Die Buchproduktion hat zwar…
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Burmeister, Friedrich (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 24. 3. 1888 in Wittenberge als Sohn eines Lokomotivführers, Mittel- u. Realschule, 1905 Eintritt in den Postdienst. 1906 Mitgl. des Deutschen Postverbandes, von 1919 bis 1923 in diesem in versch. Funktionen, von 1920 bis 1933 Vors. des Landeskartells des Deutschen Beamtenbundes Mecklenburg-Schwerin, 1922 bis 1924 Mitgl. der Republ. Part., 1926 bis 1930 der Deutschen Demokratischen Partei. 1945 CDU, seit Sept. 1950 Mitgl. des Hauptvorst. der CDU. Von 1945 bis 1946 stellv. Leiter der Oberpostdirektion Schwerin, Dez. 1946 Minister für Arbeit und Sozialwesen in Mecklenburg, seit Okt. 1949 Minister für Post- und Fernmeldewesen der „DDR“. Seit 15. 10. 1949 Abgeordneter der Volkskammer. Am 6. 5. 1955 mit dem „Vaterländischen Verdienstorden“ in Silber ausgezeichnet. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 53 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/burmeister-friedrich verwiesen. Burg A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Bykow, PawelSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 24. 3. 1888 in Wittenberge als Sohn eines Lokomotivführers, Mittel- u. Realschule, 1905 Eintritt in den Postdienst. 1906 Mitgl. des Deutschen Postverbandes, von 1919 bis 1923 in diesem in versch. Funktionen, von 1920 bis 1933 Vors. des Landeskartells des Deutschen Beamtenbundes Mecklenburg-Schwerin, 1922 bis 1924 Mitgl. der Republ. Part., 1926 bis 1930 der Deutschen Demokratischen Partei. 1945 CDU, seit Sept. 1950 Mitgl. des…
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Chemnitz (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1) Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der sog. Verwaltungsreform aus dem Südwestteil von Sachsen; 6.028 qkm, 2,2 Mill. Einwohner (1955). 5 Stadtkreise: Chemnitz, Johanngeorgenstadt, Plauen, Schneeberg, Zwickau; 21 Landkreise: Annaberg, Aue, Auerbach, Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Flöha, Freiberg, Glauchau, Hainichen, Hohenstein-Ernstthal, Klingenthal, Marienberg, Oelsnitz, Plauen, Reichenbach, Rochlitz, Schwarzenberg, Stollberg, Werdau, Zschopau, Zwickau. — Mit der Stadt Ch. wurde im Mai 1953 auch der Bezirk in Karl-Marx-Stadt umbenannt. 2) Stadtkreis im sächsischen Bezirk Ch., Bezirksstadt, Kreisstadt, an der Chemnitz, mit 290.153 Einwohnern (1955) drittgrößte Stadt Sachsens und der SBZ; eines der bedeutendsten Industrie- und Handelszentren Deutschlands; Textilien (bis 1939 Weltmonopol für Strümpfe und Trikotagen), Textil- und Werkzeugmaschinen, Kraftfahrzeuge, (Kraftwagenerzeugung), Fahrräder, Lokomotiven (Eisenbahn), Metallwaren, Chemikalien (Chemische Industrie), Druckereien. Ch. erhielt 1143 Marktrecht und 1225 Magdeburger Stadtrecht. Vorübergehend Reichsstadt, kam Ch. 1308 endgültig an die Wettiner und fiel bei der Landesteilung 1485 an deren Albertinische Linie; die Stadt gehört seither zu Sachsen. Bereits im Mittelalter entwickelten sich bedeutende Leinenweberei und Tuchmacherei. Im 2. Weltkrieg erlitt insbesondere die Innenstadt erhebliche Zerstörungen. — Am 10. 5. 1953 wurde Ch. aus Anlaß des „Karl-Marx-Jahres“ gegen den Willen der Bevölkerung in Karl-Marx-Stadt umbenannt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 56 Chemische Industrie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Chemnitz, WalterSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1) Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der sog. Verwaltungsreform aus dem Südwestteil von Sachsen; 6.028 qkm, 2,2 Mill. Einwohner (1955). 5 Stadtkreise: Chemnitz, Johanngeorgenstadt, Plauen, Schneeberg, Zwickau; 21 Landkreise: Annaberg, Aue, Auerbach, Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Flöha, Freiberg, Glauchau, Hainichen, Hohenstein-Ernstthal, Klingenthal, Marienberg, Oelsnitz, Plauen, Reichenbach, Rochlitz,…
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Correns, Erich (1956)
Siehe auch: Correns, Erich: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Correns, Erich, Prof. Dr.: 1969 Prof. Dr. phil. * 12. 5. 1896 in Tübingen als Sohn eines Geh. Regierungsrates. Realgymnasium, Chemie-Studium in Berlin und Tübingen, danach mit [S. 57]Kunstfaser-Forschung und Verwertung von Zellulose beschäftigt. In der NS-Zeit bis zu seiner Maßregelung Leiter des Schwarza-Werkes in Thüringen, ab 1947 Werkdirektor im gleichen Betrieb. Seit 1. 4. 1951 Direktor des Instituts für Faserstoff-Forschungen der Deutschen Akademie der Wiss. in Seehof bei Teltow, seit 2. 7. 1951 Ordentl. Mitgl. der Akademie. Seit 26. 8. 1950 offiziell Präsident des Nationalrates der Nationalen Front, seit 17. 10. 1954 Abgeordneter der Volkskammer, parteilos, Nationalpreisträger, Träger des „Vaterländischen Verdienstordens“ in Gold seit 7. 5. 1953, seit 1. 5. 1954 Prof. der Deutschen Akademie der Wiss. 1954 nordkoreanischen Orden, 12. 5. 1956 Ehrendoktorwürde der Universität Ostberlin erhalten. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 56–57 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/correns-erich verwiesen. Clara-Zetkin-Medaille A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z CottbusSiehe auch: Correns, Erich: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Correns, Erich, Prof. Dr.: 1969 Prof. Dr. phil. * 12. 5. 1896 in Tübingen als Sohn eines Geh. Regierungsrates. Realgymnasium, Chemie-Studium in Berlin und Tübingen, danach mit [S. 57]Kunstfaser-Forschung und Verwertung von Zellulose beschäftigt. In der NS-Zeit bis zu seiner Maßregelung Leiter des Schwarza-Werkes in Thüringen, ab 1947 Werkdirektor im gleichen Betrieb. Seit 1. 4. 1951 Direktor des Instituts…
DDR A-Z 1956
Dahlem, Franz (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 * 13. 1. 1892 in Rohrbach (Lothringen). Kaufmännischer Angestellter; vor dem 1. Weltkrieg in der Sozialist. Arbeiterjugend tätig. 1918 Redakteur und Parteisekretär in der USPD, dann KPD, Preußischer Landtagsabgeordneter, seit 1928 M. d. R. und Mitglied des ZK der KPD. Nach 1933 illegale Tätigkeit; 1937 Politkommissar im spanischen Bürgerkrieg. 1939–42 in einem französischen Internierungslager; von der Vichy-Regierung an die Gestapo ausgeliefert. KZ bis Mai 1945. Spezialausbildung in Moskau. Seit Gründung der SED im Parteivorstand, seit 1950 im ZK und Politbüro. Als Kaderchef der Partei dirigierte er zeitweise den illegalen kommun. Organisations- und Spionage-Apparat und die Tarnorganisationen in der Bundesrepublik. „Held der Arbeit.“ Wurde auf Beschluß des ZK am 14. und 15. 5. 1953 „wegen politischer Blindheit gegenüber der Tätigkeit imperialistischer Agenten und wegen nichtparteimäßigen Verhaltens zu seinen Fehlern“ seiner Funktionen enthoben und aus dem ZK, Politbüro und Sekretariat ausgeschlossen. Seit März 1955 Leiter der Hauptabt. Forschung u. Stellv. des Staatssekretärs im Staatssekretariat für Hochschulwesen. Durch Beschluß des ZK der SED vom 29. 7. 1956 im Zuge der Entstalinisierung rehabilitiert. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 58 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/dahlem-franz verwiesen. DAHA A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DBDSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 * 13. 1. 1892 in Rohrbach (Lothringen). Kaufmännischer Angestellter; vor dem 1. Weltkrieg in der Sozialist. Arbeiterjugend tätig. 1918 Redakteur und Parteisekretär in der USPD, dann KPD, Preußischer Landtagsabgeordneter, seit 1928 M. d. R. und Mitglied des ZK der KPD. Nach 1933 illegale Tätigkeit; 1937 Politkommissar im spanischen Bürgerkrieg. 1939–42 in einem französischen Internierungslager; von der Vichy-Regierung…
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Delitzsch (1956)
Stadt im sächsischen Bezirk Leipzig, Kreisstadt, in der Leipziger Tieflandsbucht, am Lober, mit 23.696 Einwohnern (1955); spätgotische Stadtkirche (15. Jh.); vielseitige Industrie: Edelstahl, Chemikalien (Chemische Industrie), Nahrungs- und Genußmittel, Schuhe. D. erhielt um 1200 Stadtrecht, gehörte zunächst zur Mark Meißen, fiel 1291 an Brandenburg und später an Braunschweig. 1347 von den Wettinern zurückgekauft, kam die Stadt bei der Landesteilung 1485 an deren Albertinische Linie. Von 1656–1738 war D. im Besitz der Herzöge von Sachsen-Merseburg; nach Erlöschen dieser Albertinischen Nebenlinie fiel die Stadt an Kursachsen zurück. 1815 wurde D. an Preußen abgetreten (Provinz Sachsen). Im Sommer 1952 wurde die Stadt im Zuge der sog. Verwaltungsreform in den Bezirk Leipzig einbezogen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 58 DEFA A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DemarkationslinieStadt im sächsischen Bezirk Leipzig, Kreisstadt, in der Leipziger Tieflandsbucht, am Lober, mit 23.696 Einwohnern (1955); spätgotische Stadtkirche (15. Jh.); vielseitige Industrie: Edelstahl, Chemikalien (Chemische Industrie), Nahrungs- und Genußmittel, Schuhe. D. erhielt um 1200 Stadtrecht, gehörte zunächst zur Mark Meißen, fiel 1291 an Brandenburg und später an Braunschweig. 1347 von den Wettinern zurückgekauft, kam die Stadt bei der Landesteilung 1485 an deren Albertinische Linie. Von…
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Demokratischer Zentralismus (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Das leninistische Prinzip der Organisationsstruktur; danach sind die Parteiorgane zwar „von unten nach oben“ zu wählen; nach erfolgter Autorisierung der Organe sind aber einmal von ihnen gefaßte Beschlüsse für alle nachgeordneten Organe und für die Gesamtmitgliedschaft ohne Vorbehalt verbindlich, über gefaßte Beschlüsse gibt es keine Diskussion mehr. Praktisch das Hauptinstrument der autoritären innerparteilichen Willensbildung. Das Prinzip des DZ. soll auch Grundlage der Verwaltung der SBZ sowie der Führung der übrigen kommun. Organisationen sein. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 59 Demokratische Gesetzlichkeit A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DemokratisierungSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Das leninistische Prinzip der Organisationsstruktur; danach sind die Parteiorgane zwar „von unten nach oben“ zu wählen; nach erfolgter Autorisierung der Organe sind aber einmal von ihnen gefaßte Beschlüsse für alle nachgeordneten Organe und für die Gesamtmitgliedschaft ohne Vorbehalt verbindlich, über gefaßte Beschlüsse gibt es keine Diskussion mehr. Praktisch das Hauptinstrument der autoritären innerparteilichen…
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DERUNAPHT (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 Abk. für Deutsch-Russische Naphtagesellschaft, eine der privilegierten Sowjetischen Handelsgesellschaften. Großhandelsorganisation für den Vertrieb von Kraftstoffen und Mineralölen, Sitz Berlin, übernahm die Produktion der großen SAG-Benzinwerke, exportierte und vertrieb in der SBZ 60 v. H. der sowjetzonalen Treibstoffproduktion. Die D. besaß etwa 60 v. H. des Tankstellennetzes der Zone. D. wurde am 1. 1. 1954 gemäß Moskauer Abkommen vom 23. 8. 1953 in deutsche Verwaltung übergeben und den staatl. Kraftstoffvertriebsgesellschaften eingegliedert. (Kraftstoffvertrieb) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 60 Dertinger, Georg A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DERUTRASiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 Abk. für Deutsch-Russische Naphtagesellschaft, eine der privilegierten Sowjetischen Handelsgesellschaften. Großhandelsorganisation für den Vertrieb von Kraftstoffen und Mineralölen, Sitz Berlin, übernahm die Produktion der großen SAG-Benzinwerke, exportierte und vertrieb in der SBZ 60 v. H. der sowjetzonalen Treibstoffproduktion. Die D. besaß etwa 60 v. H. des Tankstellennetzes der Zone. D. wurde am 1. 1. 1954 gemäß Moskauer Abkommen vom…
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Deutrans (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Internationale ➝Spedition. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 60 Deutfracht, VEB A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutsche Demokratische SchuleSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Internationale ➝Spedition. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 60 Deutfracht, VEB A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutsche Demokratische Schule
DDR A-Z 1956
Brecht, Bert (Berthold) (1956)
Siehe auch: Brecht, Bert (Berthold): 1953 1954 Brecht, Bert (Bertold): 1966 Brecht, Bert (Bertolt): 1958 1959 1960 1962 1963 1965 * 10. 2. 1898 in Augsburg, studierte Naturwissenschaften und Medizin, wurde dann Dramaturg und Spielleiter bei Max Reinhardt in Berlin. 1933 emigriert; 1948 aus den USA nach Deutschland zurückgekehrt; Nationalpreisträger, erhielt 1952 und 1952 den Stalin-„Friedenspreis“ und ist Mitgl. der Deutschen ➝Akademie der Künste. Leitete zusammen mit seiner Frau, der Schauspielerin und Nationalpreisträgerin Helene Weigel, das „Berliner Ensemble“. 14. 8. 1956 verstorben. Theaterstücke: „Der gute Mensch von Sezuan“, „Dreigroschenoper“, „Mutter Courage und ihre Kinder“, „Der Kreidekreis“ u. a. Literaturangaben Balluseck, Lothar von: Dichter im Dienst — der sozialistische Realismus in der deutschen Literatur. Wiesbaden 1956, Limes-Verlag. 161 S. m. 8 Tafeln. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 51 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/brecht-bertolt verwiesen. Brandenburg A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Bredel, WilliSiehe auch: Brecht, Bert (Berthold): 1953 1954 Brecht, Bert (Bertold): 1966 Brecht, Bert (Bertolt): 1958 1959 1960 1962 1963 1965 * 10. 2. 1898 in Augsburg, studierte Naturwissenschaften und Medizin, wurde dann Dramaturg und Spielleiter bei Max Reinhardt in Berlin. 1933 emigriert; 1948 aus den USA nach Deutschland zurückgekehrt; Nationalpreisträger, erhielt 1952 und 1952 den Stalin-„Friedenspreis“ und ist Mitgl. der Deutschen ➝Akademie der Künste. Leitete zusammen mit seiner…
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Brigade der besten Qualität (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Ehrentitel für Brigaden, die 6 Monate hintereinander die Wettbewerbsbedingungen (Wettbewerbsbewegung) erfüllt haben. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 52 Brigade der ausgezeichneten Qualität A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Brigade der hervorragenden LeistungSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Ehrentitel für Brigaden, die 6 Monate hintereinander die Wettbewerbsbedingungen (Wettbewerbsbewegung) erfüllt haben. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 52 Brigade der ausgezeichneten Qualität A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Brigade der hervorragenden Leistung
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Bruttoproduktionswerte (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 Planwerte in der bisherigen Wirtschaftsplanung der Sowjetzone. — Weder die schwankenden Selbstkostenpreise noch die veränderlichen Werksabgabepreise, die für Inlands-, Reparations- und Exportlieferungen verschieden sind, ließen sich bei der Planung als Produktionswerte verwenden. Daher wurde für die Planung der Begriff B. geschaffen, der sowohl eine konstante Vergleichsbasis der Produktionswerte verschiedener Jahre, insbesondere aber bei den über Jahre sich erstreckenden Plänen der SBZ Produktionsmeldungen für die Erfüllungsstatistik ermöglichen soll. Die B. sind also reine Planungswerte, die aus den Stopppreisen von 1944 entwickelt und festgelegt wurden. Sie sind lediglich Meßwerte für die Planungstechnik, keine Effektivwerte von finanztechnischer Bedeutung. Sie sind deshalb nicht mit den Selbstkostenpreisen oder den Warenpreisen oder den Warenproduktionswerten, die den innerbetrieblichen Umsatz nicht berücksichtigen, gleichzusetzen. Im Verlaufe des 1. Fünfjahrplanes zeigten sich erhebliche Mängel in der Planungsmethodik. Es waren nur für etwa 250 Planpositionen B. festgelegt worden, während der weitaus überwiegende Teil der Produktion nach Warenproduktionswerten (Werksabgabepreisen) geplant und abgerechnet wurde. Außerdem wichen die B. zum Teil sehr erheblich von den Warenproduktionswerten ab. Künftig soll deshalb die Gesamterzeugung einschließlich innerbetrieblichen Umsatzes und nicht absetzbaren Ausschusses in unveränderlichen Planpreisen einheitlich festgelegt werden. Wie die neuen Planpreise ermittelt werden sollen, ist noch nicht zu erkennen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 52 Brigadier A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z BSGSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 Planwerte in der bisherigen Wirtschaftsplanung der Sowjetzone. — Weder die schwankenden Selbstkostenpreise noch die veränderlichen Werksabgabepreise, die für Inlands-, Reparations- und Exportlieferungen verschieden sind, ließen sich bei der Planung als Produktionswerte verwenden. Daher wurde für die Planung der Begriff B. geschaffen, der sowohl eine konstante Vergleichsbasis der Produktionswerte verschiedener Jahre, insbesondere aber bei den über…
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Bulganin, Nikolaj Alexandrowitsch (1956)
Siehe auch das Jahr 1958 * 1. 6. 1895 in Nishni-Nowgorod (Gorki) als Sohn eines Fabrikbuchhalters. B. arbeitete zunächst als Fabrikangestellter und trat 1917 der bolschew. Partei bei. Von 1918 bis 1922 in der Tscheka, der späteren GPU, tätig. Ende der 20iger Jahre Direktor einer Elektrofabrik in Moskau, von 1931 bis 1937 Vorsitzender des Stadtsowjets von Moskau. 1937 Vorsitzender des Rates der Volkskommissare der RSFSR (Russ. Föd. Soz. Sow.-Rep.). 1938 Vors. der sowj. Staatsbank. Im Sommer 1941 Generalleutnant, oberster politischer Kommissar und Mitglied des Kriegsrates der Westfront, Organisation der Verteidigung von Moskau. Im Nov. 1944 Mitgl. des Staatl. Verteidigungskomitees, stellv. Verteidigungsminister, Armeegeneral. Ab 1946 stellv. Ministerpräsident, ab März 1947 Verteidigungsminister. Am 9. 11. 1947 zum Marschall der SU ernannt. Im März 1949 von seinem Amt als Verteidigungsminister entbunden. Nach dem Tod Stalins im März 1953 erneut Verteidigungsminister und stellv. Ministerpräsident. Am 8. 2. 1955 als Nachfolger Malenkows Ministerpräsident der SU. Seit 1934 Kandidat, seit 1939 Mitgl. des ZK der KPdSU, seit 1948 Mitgl. des Politbüros bzw. Präsidiums der KPdSU. Träger des Lenin-Ordens und anderer hoher Auszeichnungen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 53 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen. Bündnispolitik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z BurgSiehe auch das Jahr 1958 * 1. 6. 1895 in Nishni-Nowgorod (Gorki) als Sohn eines Fabrikbuchhalters. B. arbeitete zunächst als Fabrikangestellter und trat 1917 der bolschew. Partei bei. Von 1918 bis 1922 in der Tscheka, der späteren GPU, tätig. Ende der 20iger Jahre Direktor einer Elektrofabrik in Moskau, von 1931 bis 1937 Vorsitzender des Stadtsowjets von Moskau. 1937 Vorsitzender des Rates der Volkskommissare der RSFSR (Russ. Föd. Soz. Sow.-Rep.). 1938 Vors. der sowj. Staatsbank. Im…
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Bykow, Pawel (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 (Moskauer Schleifmaschinenfabrik). Schnelldreher [S. 54]und Initiator einer Aktivistenbewegung zur höchsten Beschleunigung des Arbeitstempos. Sowjetzonaler Nachahmer ist Erich ➝Wirth (Sachsenwerk Radebeul). Auf B. geht auch die Bildung von Komplexbrigaden zurück, die die Zusammenarbeit zwischen technischer Intelligenz und Arbeitern zum Ziele haben. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 53–54 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen. Burmeister, Friedrich A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z CDUSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 (Moskauer Schleifmaschinenfabrik). Schnelldreher [S. 54]und Initiator einer Aktivistenbewegung zur höchsten Beschleunigung des Arbeitstempos. Sowjetzonaler Nachahmer ist Erich ➝Wirth (Sachsenwerk Radebeul). Auf B. geht auch die Bildung von Komplexbrigaden zurück, die die Zusammenarbeit zwischen technischer Intelligenz und Arbeitern zum Ziele haben. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 53–54 …
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Chemnitz, Walter (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 (VVB Sanar). Gemeinsam mit Heinz ➝Müller vom gleichen Betrieb Initiator einer Aktivistenbewegung, die der sowjetischen Kowaljow-Bewegung entspricht. Held der Arbeit. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 56 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/chemnitz-walter verwiesen. Chemnitz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Chruschtschow, Nikita SergejewitschSiehe auch die Jahre 1958 1959 (VVB Sanar). Gemeinsam mit Heinz ➝Müller vom gleichen Betrieb Initiator einer Aktivistenbewegung, die der sowjetischen Kowaljow-Bewegung entspricht. Held der Arbeit. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 56 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig…
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Cottbus (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1. Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der sog. Verwaltungsreform aus dem Südteil von Brandenburg und Gebietsteilen von Sachsen und Sachsen-Anhalt; 8.213 qkm, 0,8 Mill. Einwohner (1955), 1 Stadtkreis: Cottbus; 14 Landkreise: Bad Liebenwerda, Calau, Cottbus, Finsterwalde, Forst, Guben, Herzberg, Hoyerswerda, Jessen, Lübben, Luckau, Senftenberg, Spremberg, Weißwasser. 2. Stadtkreis im brandenburgischen Bezirk C. Bezirksstadt, Kreisstadt, Hauptort der Niederlausitz, an der Spree, mit 64.508 Einwohnern (1955) drittgrößte Stadt Brandenburgs; Hauptsitz der Niederlausitzer Textilindustrie (Tuche und Teppiche) (daneben Nahrungsmittelindustrie. C. wird 1156 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt 1409 Magdeburger Stadtrecht und kam 1445 an Brandenburg. Im 2. Weltkrieg erlitt die Stadt erhebliche Zerstörungen. Durch die sog. Verwaltungsreform im Sommer 1952 verlor C. seine Stellung als kreisfreie Stadt, ist jedoch seit 1954 wieder Stadtkreis. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 57 Correns, Erich A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z CrimmitschauSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1. Bezirk in der SBZ; gebildet im Sommer 1952 im Zuge der sog. Verwaltungsreform aus dem Südteil von Brandenburg und Gebietsteilen von Sachsen und Sachsen-Anhalt; 8.213 qkm, 0,8 Mill. Einwohner (1955), 1 Stadtkreis: Cottbus; 14 Landkreise: Bad Liebenwerda, Calau, Cottbus, Finsterwalde, Forst, Guben, Herzberg, Hoyerswerda, Jessen, Lübben, Luckau, Senftenberg, Spremberg, Weißwasser. 2. Stadtkreis im brandenburgischen Bezirk C.…
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DBD (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Abk. für Demokratische Bauernpartei Deutschlands. Im April 1948 gebildet, am 16. 6. 1948 von der SMAD genehmigt. Ziel: Sicherung der Bodenreform und (angeblich) des Privateigentums der Klein- und Mittelbauern, Festigung des Bündnisses der werktätigen ➝Bauern mit den Arbeitern, Propagierung der Politik der Nationalen Front im Dorf. Vorsitzender: Ernst ➝Goldenbaum. Unter dem Vorwand, den Bauern eine ständische Vertretung in der Volkskammer zu sichern, betreibt die DBD tatsächlich keine andere als der SED genehme Politik. Ihr Einfluß ist praktisch bedeutungslos. Zentralorgan der DBD ist das in Berlin erscheinende „Bauern-Echo“, Auflage etwa 95.000. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 58 Dahlem, Franz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DDRSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Abk. für Demokratische Bauernpartei Deutschlands. Im April 1948 gebildet, am 16. 6. 1948 von der SMAD genehmigt. Ziel: Sicherung der Bodenreform und (angeblich) des Privateigentums der Klein- und Mittelbauern, Festigung des Bündnisses der werktätigen ➝Bauern mit den Arbeitern, Propagierung der Politik der Nationalen Front im Dorf. Vorsitzender: Ernst ➝Goldenbaum. Unter dem Vorwand, den Bauern eine ständische…
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Demarkationslinie (1956)
Siehe auch: Demarkationslinie: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 1985 Demarkationslinie (DL): 1969 Im Sprachgebrauch der Grenzpolizei Bezeichnung für die Zonengrenze zwischen der SBZ und der Bundesrepublik. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 58 Delitzsch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DemokratieSiehe auch: Demarkationslinie: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 1985 Demarkationslinie (DL): 1969 Im Sprachgebrauch der Grenzpolizei Bezeichnung für die Zonengrenze zwischen der SBZ und der Bundesrepublik. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 58 Delitzsch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Demokratie
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Demokratisierung (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Schlagwort des Pj. zur Tarnung der zunehmenden Willkürmethoden im öffentlichen Leben der SBZ. Außer in der Verwaltung, den Schulen, den Betrieben usw. hat sich die D. besonders verhängnisvoll in der Justiz erwiesen und dort die Erhebung des Unrechts zum System ermöglicht. Auf der Forderung nach einer „D. der Justiz“ beruht die Einrichtung der Volksrichterlehrgänge. Es bestand angeblich die Notwendigkeit, „den wiedereingestellten akademisch gebildeten Richtern und Staatsanwälten, die wegen ihres Alters und ihrer Traditionsgebundenheit auch nicht immer das richtige Verhältnis zu den neuen Aufgaben finden können, neue Kräfte zur Seite zu stellen, die auf Grund ihrer Lebenserfahrung und ihrer politischen Tätigkeit diesen Aufgaben gewachsen sind“ (Hilde ➝Benjamin in „Neue Justiz“ 1947, S. 15). „Die Einrichtung der Volksrichter in der Sowjetzone ist der Weg, um die deutsche Richterschaft möglichst schnell zu demokratisieren, d. h. sie aus Menschen aus allen Schichten des Volkes zusammenzusetzen und dadurch die Grundlagen für eine demokratische Justiz zu schaffen“ (Hilde Benjamin in „Neue Justiz“ 1948, S. 194). Folgeerscheinung dieser „Demokratisierung der Justiz“ ist die Ausmerzung der „bürgerlichen Juristen“. (Rechtswesen) Unter dem irreführenden Leitwort „Demokratisierung der Verwaltung“ wurden im Juli 1952 die altbewährten, bodenständigen Länder der SBZ in vierzehn Bezirke zerschlagen, wurden neue Verwaltungsordnungen 1. für die Räte und Bezirkstage dieser Bezirke, 2. für die Räte und Kreistage der großenteils veränderten [S. 60]und aufgespaltenen Kreise erlassen. Die verfälschende Parole „Demokratisierung“ wurde seit März 1956, seit der 3. Parteikonferenz der SED, auch für die beiden Volkskammergesetze über die örtlichen Volksvertretungen, Staatsorgane und kommunalen Verwaltungen angewandt. (Kommunale ➝Selbstverwaltung) Literaturangaben Chronologische Materialien zur Geschichte der SED 1945 bis 1956. Berlin 1956, Informationsbüro West. DIN A4, 640 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 59–60 Demokratischer Zentralismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DemontagenSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Schlagwort des Pj. zur Tarnung der zunehmenden Willkürmethoden im öffentlichen Leben der SBZ. Außer in der Verwaltung, den Schulen, den Betrieben usw. hat sich die D. besonders verhängnisvoll in der Justiz erwiesen und dort die Erhebung des Unrechts zum System ermöglicht. Auf der Forderung nach einer „D. der Justiz“ beruht die Einrichtung der Volksrichterlehrgänge. Es bestand angeblich die Notwendigkeit,…
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DERUTRA (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 Abk. für Deutsch-Russische Transport-Aktiengesellschaft. Im Mai 1946 gegründetes, rein sowjetisches Speditions- und Transportunternehmen, dessen Aufgabe in der Durchführung und Sicherung aller Reparations- und Außenhandelstransporte bestand. Die Zentrale war in Berlin, Filialen bestanden in Dresden, Erfurt, Leipzig, Magdeburg, Rostock, Wismar und Stralsund. Nach nahezu achtjährigem Bestehen ist die Derutra am 1. 1. 1954 in deutsche Hände übergeben worden. Die Nachfolgeorganisation VEB Deutrans, Internationale ➝Spedition untersteht dem Ministerium für ➝Außenhandel und Innerdeutschen Handel. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 60 DERUNAPHT A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DessauSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 Abk. für Deutsch-Russische Transport-Aktiengesellschaft. Im Mai 1946 gegründetes, rein sowjetisches Speditions- und Transportunternehmen, dessen Aufgabe in der Durchführung und Sicherung aller Reparations- und Außenhandelstransporte bestand. Die Zentrale war in Berlin, Filialen bestanden in Dresden, Erfurt, Leipzig, Magdeburg, Rostock, Wismar und Stralsund. Nach nahezu achtjährigem Bestehen ist die Derutra am 1. 1. 1954 in deutsche Hände…
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Deutsch-Polnische Gesellschaft für Frieden und gute Nachbarschaft (auch Ges. für Dt.-Poln. Freundschaft) (1956)
Siehe auch: Deutsch-Polnische Gesellschaft für Frieden und gute Nachbarschaft: 1965 1966 1969 1975 Deutsch-Polnische Gesellschaft für Frieden und gute Nachbarschaft (auch Ges. für Dt.-Poln. Freundschaft): 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 Wurde im Frühjahr 1949 gegründet. Ziel: Propagierung der Oder-Neiße-Linie als „Friedensgrenze“. Vorsitzender: Karl ➝Wloch (SED). Seit Mai 1953 aufgelöst und als „Arbeitsgemeinschaft deutsch-polnische Freundschaft“ in der Gesellschaft für ➝kulturelle Verbindungen mit dem Ausland aufgegangen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 61 Deutsches Rotes Kreuz (DRK) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutsch-Sowjetische Freundschaft, Gesellschaft für (DSF)Siehe auch: Deutsch-Polnische Gesellschaft für Frieden und gute Nachbarschaft: 1965 1966 1969 1975 Deutsch-Polnische Gesellschaft für Frieden und gute Nachbarschaft (auch Ges. für Dt.-Poln. Freundschaft): 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 Wurde im Frühjahr 1949 gegründet. Ziel: Propagierung der Oder-Neiße-Linie als „Friedensgrenze“. Vorsitzender: Karl ➝Wloch (SED). Seit Mai 1953 aufgelöst und als „Arbeitsgemeinschaft deutsch-polnische Freundschaft“ in der Gesellschaft für…
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Bredel, Willi (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 3. 5. 1901 in Hamburg als Sohn eines Zigarrenarbeiters, Metalldreher bei Blohm & Voß, später zur See gefahren. 1919 KPD, Redakteur an Arbeiterzeitungen in Hamburg und Essen, 2 Jahre Festungshaft wegen Hoch- und Landesverrats, schreibt in dieser Zeit seine ersten Romane, die sofort ins Russische übersetzt werden. 1933 KZ, 1934 Emigration nach Prag und von dort in die SU, 1937 Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg, dann wieder in der SU. Während des Krieges Mitgl. des Nationalkomitees Freies Deutschland. 1945 Rückkehr nach Deutschland, Mitbegründer des Kulturbundes. Seit Apr. 1952 Mitgl. des ZK der SED u. d. Deutschen ➝Akademie der Künste. 1950 und 1954 Nationalpreisträger, Dr. h. c. Veröffentlichungen: „Maschinenfabrik N. & K.“, „Die Prüfung“, „Begegnung am Ebro“, Thälmann-Biographie u. a. Literaturangaben Balluseck, Lothar von: Dichter im Dienst — der sozialistische Realismus in der deutschen Literatur. Wiesbaden 1956, Limes-Verlag. 161 S. m. 8 Tafeln. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 51 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/bredel-willi verwiesen. Brecht, Bert (Berthold) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z BrigadeSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 3. 5. 1901 in Hamburg als Sohn eines Zigarrenarbeiters, Metalldreher bei Blohm & Voß, später zur See gefahren. 1919 KPD, Redakteur an Arbeiterzeitungen in Hamburg und Essen, 2 Jahre Festungshaft wegen Hoch- und Landesverrats, schreibt in dieser Zeit seine ersten Romane, die sofort ins Russische übersetzt werden. 1933 KZ, 1934 Emigration nach Prag und von dort in die SU, 1937 Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg, dann wieder in der…
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Brigade der hervorragenden Leistung (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Ehrentitel, vom Minister für Land- und Forstwirtschaft an ständige Brigaden in LPG verliehen, die „durch mustergültige Arbeitsorganisation, gute Arbeitsdisziplin und richtige Anwendung des Leistungsprinzips, Einführung und Anwendung fortschrittlicher Arbeits- und Anbaumethoden und durch Übernahme zusätzlicher, freiwilliger Verpflichtungen zur Steigerung der genossenschaftlichen Produktion ihre Jahresproduktionsauflage übererfüllt haben“. Der Titel ist mit einer Prämie von 5.000 DM Ost verbunden. (VO. vom 18. 2. 1954, GBl. S. 238) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 52 Brigade der besten Qualität A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Brigade der kollektiven AktivistenarbeitSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Ehrentitel, vom Minister für Land- und Forstwirtschaft an ständige Brigaden in LPG verliehen, die „durch mustergültige Arbeitsorganisation, gute Arbeitsdisziplin und richtige Anwendung des Leistungsprinzips, Einführung und Anwendung fortschrittlicher Arbeits- und Anbaumethoden und durch Übernahme zusätzlicher, freiwilliger Verpflichtungen zur Steigerung der genossenschaftlichen Produktion ihre Jahresproduktionsauflage übererfüllt…
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BSG (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Betriebs-Sportgemeinschaften. (Sport) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 52 Bruttoproduktionswerte A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Buchexport- und Import-GmbHSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Betriebs-Sportgemeinschaften. (Sport) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 52 Bruttoproduktionswerte A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Buchexport- und Import-GmbH
DDR A-Z 1956
Bündnispolitik (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Im Pj. gemäß Lenin die enge Zusammenarbeit der proletarischen Klasse mit der Klasse der werktätigen ➝Bauern und mit der Intelligenz, die gemeinsam unter Führung der bolschewistischen Partei die proletarische Revolution vollziehen sollen. Nach dem 20. Parteitag (Febr. 1956) richtet sich die Bündnispolitik darüber hinaus auf alle Unterdrückten und Unzufriedenen in allen Ländern. (Klassenkampf auf dem Dorfe, Aktionseinheit der Arbeiterklasse) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 53 Buchhandel A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Bulganin, Nikolaj AlexandrowitschSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Im Pj. gemäß Lenin die enge Zusammenarbeit der proletarischen Klasse mit der Klasse der werktätigen ➝Bauern und mit der Intelligenz, die gemeinsam unter Führung der bolschewistischen Partei die proletarische Revolution vollziehen sollen. Nach dem 20. Parteitag (Febr. 1956) richtet sich die Bündnispolitik darüber hinaus auf alle Unterdrückten und Unzufriedenen in allen Ländern. (Klassenkampf auf dem Dorfe,…
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CDU (1956)
Siehe auch: CDU: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Christlich-Demokratische Union: 1965 1966 1969 Christlich-Demokratische Union (CDU): 1975 1979 Christlich-Demokratische Union Deutschlands (CDU): 1985 [S. 55]Abk. für Christlich-Demokratische Union. Auf den Gründungsaufruf vom 26. 6. 1945 erfolgte am 9. 7. 1945 die Genehmigung der SMAD. Zunächst war die Partei, unter Leitung von Dr. Hermes und Dr. Schreiber und nach deren erzwungenem Rücktritt infolge eines Konfliktes mit der SMAD in der Bodenreform, und Schulfrage unter Leitung von Jakob Kaiser, mit Erfolg darauf bedacht, ein Gegengewicht gegen die SED darzustellen. Nachdem Kaiser auf Grund seines Protestes gegen die Volkskongreß-Politik durch Eingriff der SMAD sein Amt als Vorsitzender nicht mehr ausüben durfte, geriet die CDU unter Nuschke entgegen dem Willen der Mitglieder in völlige Abhängigkeit der SED. Dementsprechend wandelte sich das ideologische Konzept zum „christlichen Realismus“. Danach sind — nach der Definition des Generalsekretärs Götting auf der Meißener Arbeitstagung im Okt. 1948 — „echte Christen Friedensfreunde“, woraus sich ergebe, daß sie im „Friedenslager“ der SU stehen müßten, wie auch Christus im Lager des Fortschritts gestanden habe („Neue Zeit“, Nr. 244/1951). Der 6. Parteitag im Okt. 1952 nahm die vollständige Unterwerfung unter die SED an. Nach der neuen Satzung werden ein „Politischer Ausschuß“ und ein „Hauptvorstand“ entsprechend dem Politbüro und dem ZK der SED als oberste Organe gebildet. „Wir sind eine einschränkungslos sozialistische Partei“ (Nuschke auf dem 6. Parteitag). Stimmen bei den Landtagswahlen 1946 = 2.378.346 (von 9.490.907), Mitgliederstand Dez. 1947 = 218.000, Dez. 1950 = 150.000, Anfang 1953 = 155.000, Mitte 1955 etwas über 100.000. (Blockpolitik) Ihre legale Vertretung haben die CDU-Mitglieder der SBZ in der Exil-CDU gefunden. Zentralorgan ist die in Berlin erscheinende „Neue Zeit“, Auflage etwa 50.000. Außerdem 5 Provinzzeitungen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 55 Bykow, Pawel A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Chemische IndustrieSiehe auch: CDU: 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Christlich-Demokratische Union: 1965 1966 1969 Christlich-Demokratische Union (CDU): 1975 1979 Christlich-Demokratische Union Deutschlands (CDU): 1985 [S. 55]Abk. für Christlich-Demokratische Union. Auf den Gründungsaufruf vom 26. 6. 1945 erfolgte am 9. 7. 1945 die Genehmigung der SMAD. Zunächst war die Partei, unter Leitung von Dr. Hermes und Dr. Schreiber und nach deren erzwungenem Rücktritt…
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Chruschtschow, Nikita Sergejewitsch (1956)
Siehe auch: Chruschtschow, Nikita Sergejewitsch: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Chrustschew, N. S.: 1954 * 17. 4. 1894 in Kalinowka im Gouvernement Kursk als Sohn eines Bergarbeiters, arbeitete zunächst als Landarbeiter, später als Schlosser im Bergbau. Teilnahme am Bürgerkrieg, seit 1918 KPdSU-Mitgl., 1929 bis 1931 Studium an der Industrie-Akademie „Stalin“, Sekretär des dortigen Parteikomitees. Danach Parteisekretär verschiedener Rayons. Von 1932 bis 1934 Sekretär des Moskauer Stadtkomitees und 2. Sekretär des Moskauer Gebietskomitees der KPdSU, hier vor allem mit der Kollektivierung der Landwirtschaft. im Moskauer Gebiet beauftragt. Seit 1934 Mitgl. des ZK der KPdSU, von 1935 bis 1938 als Nachfolger von Kaganowitsch 1. Sekretär des Moskauer Gebiets- und Stadtkomitees. 1937 Deputierter der Stadt Moskau im Obersten Sowjet der UdSSR, Mitgl. des Präsidiums des Obersten Sowjet von 1938 bis Nov. 1947 und erneut seit 1950. 1938 1. Sekretär des ZK der KP der Ukraine und Kandidat des Politbüros der KPdSU, seit 1939 Mitgl. Während des Krieges Mitgl. des Kriegsrates der Front (Stalingrad), Generalleutnant, verschiedene Auszeichnungen, u.a. zweimal mit dem Lenin-Orden ausgezeichnet. 1949 wieder 1. Sekretär des Parteigebietskomitees in Moskau und Sekretär des ZK der KPdSU. Nach Stalins Tod, im Sept. 1953, zum 1. Sekretär des ZK der KPdSU gewählt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 56 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen. Chemnitz, Walter A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Clara-Zetkin-MedailleSiehe auch: Chruschtschow, Nikita Sergejewitsch: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Chrustschew, N. S.: 1954 * 17. 4. 1894 in Kalinowka im Gouvernement Kursk als Sohn eines Bergarbeiters, arbeitete zunächst als Landarbeiter, später als Schlosser im Bergbau. Teilnahme am Bürgerkrieg, seit 1918 KPdSU-Mitgl., 1929 bis 1931 Studium an der Industrie-Akademie „Stalin“, Sekretär des dortigen Parteikomitees. Danach Parteisekretär verschiedener Rayons. Von 1932 bis 1934 Sekretär des…
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Crimmitschau (1956)
Siehe auch das Jahr 1969 Stadt im sächsischen Bezirk Chemnitz, an der Pleiße, mit 33.389 Einwohnern (1955); Laurentiuskirche (11./16. Jh.); bedeutende Textilindustrie (Tuche, Trikotagen, Spinnereien), daneben Maschinenbau. C. entwickelte sich seit Mitte des 18. Jh. zu einer blühenden Industriestadt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 57 Cottbus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DAHASiehe auch das Jahr 1969 Stadt im sächsischen Bezirk Chemnitz, an der Pleiße, mit 33.389 Einwohnern (1955); Laurentiuskirche (11./16. Jh.); bedeutende Textilindustrie (Tuche, Trikotagen, Spinnereien), daneben Maschinenbau. C. entwickelte sich seit Mitte des 18. Jh. zu einer blühenden Industriestadt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 57 Cottbus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z …
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DDR (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Abk. für „Deutsche Demokratische Republik“, auf Initiative der SU durch die SED in einem Teil Deutschlands dem Gebiet der SBZ, am 7. 10. 1949 errichtetes staatsähnliches Gebilde. (Verfassung und Verwaltung, Besatzungspolitik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 58 DBD A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DEFASiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Abk. für „Deutsche Demokratische Republik“, auf Initiative der SU durch die SED in einem Teil Deutschlands dem Gebiet der SBZ, am 7. 10. 1949 errichtetes staatsähnliches Gebilde. (Verfassung und Verwaltung, Besatzungspolitik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 58 DBD A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DEFA
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Demokratie (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Gesellschaftsordnung, in der nach Auffassung Marx' und Engels' die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen nicht aufgehoben ist. Grundlage der D. ist der auf dem „Antagonismus der Klassen“ beruhende kapitalistische Staat. Dennoch stellt nach klassisch-marxistischer Auffassung die bürgerliche D. einen Fortschritt gegenüber dem absolutistischen Feudalstaat dar, weil sie dem Proletariat das Wahlrecht, Rede- und Koalitionsfreiheit und damit die Möglichkeit zur Zerstörung der kapitalistischen Ordnung verleiht. Die D. ist also zwar immer noch eine „Diktatur der Minderheit über die Mehrheit“, bildet aber ein erstrebenswertes Übergangsstadium auf dem Wege zur Diktatur des Proletariats [S. 59]und zum Sozialismus und damit zu einer „Diktatur der Mehrheit über eine Minderheit“, wurde jedoch nie als Endziel aufgefaßt. Noch Lenin erklärte: „Die ‚reine D.‘ ist die verlogene Phrase eines Liberalen, der die Arbeiter zum Narren hält“ (Ausgew. Werke, Bd. 2, Moskau 1947, S. 423). Mit dem Eintritt der SU in die Weltpolitik (Aufnahme in den Völkerbund 1934) erfuhr ihre Einstellung zur D. eine Wandlung, die mit dem anglo-amerikanisch-sowjetischen Bündnis von 1941 abgeschlossen wurde. Die SU glaubte ihre weltanschaulichen Gegner mit den eigenen Waffen zu schlagen, indem sie die Staatsform der SU als die wahre D., als eine „D. für die Werktätigen, eine D. für alle“ bezeichnete: „Deshalb glaube ich, daß die Verfassung der UdSSR die einzige bis zum letzten demokratische Verfassung der Welt ist“ (Stalin, „Fragen des Leninismus“, Moskau 1949, S. 634). Der Begriff D. wurde nach dem Kriege in den Satellitenstaaten und der SBZ zur Kennzeichnung des Übergangszustandes auf dem Wege zur Bolschewisierung als Volksdemokratie oder Antifaschistisch-demokratische Ordnung willkürlich gedehnt und mißbraucht. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 58–59 Demarkationslinie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Demokratische GesetzlichkeitSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Gesellschaftsordnung, in der nach Auffassung Marx' und Engels' die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen nicht aufgehoben ist. Grundlage der D. ist der auf dem „Antagonismus der Klassen“ beruhende kapitalistische Staat. Dennoch stellt nach klassisch-marxistischer Auffassung die bürgerliche D. einen Fortschritt gegenüber dem absolutistischen Feudalstaat dar, weil sie dem Proletariat das Wahlrecht, Rede- und…
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Demontagen (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Reparationen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 60 Demokratisierung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Dertinger, GeorgSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Reparationen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 60 Demokratisierung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Dertinger, Georg
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Dessau (1956)
Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Stadtkreis im sachsen-anhaltischen Bezirk Halle, am Zusammenfluß von Elbe und Mulde, mit 94.301 Einwohnern (1955) drittgrößte Stadt Sachsen-Anhalts; bis 1945 reich an Bauten in niederländischem Barockklassizismus und Renaissance, Schloß (16. Jh.); Elbhafen in D.-Wallwitzhafen; bedeutende Industrie: Waggon-, Stahl-, Apparate- und Maschinenbau, Chemikalien (Chemische Industrie), Nahrungsmittel, bis 1945 Junkers-Flugzeugwerke. D. wird als deutsche Marktsiedlung Ende des 12. Jh. erstmals erwähnt und erhielt 1213 Stadtrecht. Seit 1603 residierten in D. die Fürsten und Herzöge von Anhalt-D. 1626 siegte Wallenstein an der Elbbrücke nahe der Stadt über die Protestanten unter Graf Ernst von Mansfeld. Von 1863–1918 war D. Residenz der Herzöge des vereinigten Anhalt, bis 1945 Landeshauptstadt. Im 2. Weltkrieg wurde insbesondere die Innenstadt fast völlig zerstört. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 60 DERUTRA A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutfracht, VEBSiehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Stadtkreis im sachsen-anhaltischen Bezirk Halle, am Zusammenfluß von Elbe und Mulde, mit 94.301 Einwohnern (1955) drittgrößte Stadt Sachsen-Anhalts; bis 1945 reich an Bauten in niederländischem Barockklassizismus und Renaissance, Schloß (16. Jh.); Elbhafen in D.-Wallwitzhafen; bedeutende Industrie: Waggon-, Stahl-, Apparate- und Maschinenbau, Chemikalien (Chemische Industrie), Nahrungsmittel, bis 1945 Junkers-Flugzeugwerke. D. wird…
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Deutsch-Sowjetische Freundschaft, Gesellschaft für (DSF) (1956)
Siehe auch: Deutsch-Sowjetische Freundschaft: 1969 1975 1979 Deutsch-Sowjetische Freundschaft, Gesellschaft für (DSF): 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft (DSF): 1969 1975 1979 1985 Hervorgegangen aus der am 30. 6. 1947 gegründeten „Gesellschaft zum Studium der Kultur der SU“, am 2. 7. 1949 in DSF umbenannt. Aufgaben: Popularisierung der sowjetischen Politik und Kultur sowie Hilfe bei Einführung sowjetischer Arbeitsmethoden (Aktivistenbewegung) in der SBZ. Die Losung für den 3. Kongreß (Anf. 1951) lautete; „Von der SU lernen heißt siegen lernen“. Im Dezember 1952 hatte die DSF über 3 Mill. Mitglieder („Neues Deutschland“ vom 10. 12. 1952). Die Mitgliedschaft zur DSF gilt als Mindestforderung zum Nachweis „gesellschaftlicher Betätigung“. Präsident: Friedrich ➝Ebert. Generalsekretär: Gottfried (Fritz) Grünberg. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 61 Deutsch-Polnische Gesellschaft für Frieden und gute Nachbarschaft (auch Ges. für Dt.-Poln. Freundschaft) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Devastierter BetriebSiehe auch: Deutsch-Sowjetische Freundschaft: 1969 1975 1979 Deutsch-Sowjetische Freundschaft, Gesellschaft für (DSF): 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft (DSF): 1969 1975 1979 1985 Hervorgegangen aus der am 30. 6. 1947 gegründeten „Gesellschaft zum Studium der Kultur der SU“, am 2. 7. 1949 in DSF umbenannt. Aufgaben: Popularisierung der sowjetischen Politik und Kultur sowie Hilfe bei Einführung sowjetischer…
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Brigade (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 [S. 52]Pj. für ein aus mehreren Arbeitern bestehendes, vom Brigadier geführtes Kollektiv, das meist nach arbeitstechnischen Gesichtspunkten zusammengefaßt ist. Die kollektive Entlohnung, entsprechend der von der Brigade insgesamt erzielten Leistung (also nicht nach der Leistung der einzelnen Arbeiter) wird angestrebt, wobei jedoch auch innerhalb der Brigade eine gewisse Differenzierung vorgesehen ist. (Brigadeabrechnung.) Meist fällt die Brigade mit der Gewerkschaftsgruppe zusammen. Der Begriff stammt aus der SU. (Arbeitspolitik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 52 Bredel, Willi A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Brigade der ausgezeichneten QualitätSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 [S. 52]Pj. für ein aus mehreren Arbeitern bestehendes, vom Brigadier geführtes Kollektiv, das meist nach arbeitstechnischen Gesichtspunkten zusammengefaßt ist. Die kollektive Entlohnung, entsprechend der von der Brigade insgesamt erzielten Leistung (also nicht nach der Leistung der einzelnen Arbeiter) wird angestrebt, wobei jedoch auch innerhalb der Brigade eine gewisse Differenzierung vorgesehen ist.…
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Brigade der kollektiven Aktivistenarbeit (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 Ehrentitel, alljährlich vom Ministerrat an Brigaden verliehen, die am Wettbewerb (Wettbewerbsbewegung) um diesen Titel teilgenommen und besonders strenge Bedingungen erfüllt haben. Der Titel ist mit einer Prämie von höchstens 750 DM Ost für jedes Brigademitglied aus dem Prämienfonds des Ministeriums für Arbeit und Berufsausbildung verbunden. (§ 28 bis 30 der Ordnung der Auszeichnungen vom 1. 11. 1953, GBl. S. 1133) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 52 Brigade der hervorragenden Leistung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z BrigadierSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 Ehrentitel, alljährlich vom Ministerrat an Brigaden verliehen, die am Wettbewerb (Wettbewerbsbewegung) um diesen Titel teilgenommen und besonders strenge Bedingungen erfüllt haben. Der Titel ist mit einer Prämie von höchstens 750 DM Ost für jedes Brigademitglied aus dem Prämienfonds des Ministeriums für Arbeit und Berufsausbildung verbunden. (§ 28 bis 30 der Ordnung der Auszeichnungen vom 1. 11. 1953, GBl. S. 1133) Fundstelle: SBZ von A…
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Buchexport- und Import-GmbH (1956)
Siehe auch: Buchexport: 1975 1979 1985 Buch-Export und -Import, Deutscher (DB): 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Deutscher Buch-Export und -Import: 1975 1979 Deutscher Buch-Export und Import (DB): Ende 1953 in Leipzig gegründet. Aufgaben: Ex- und Import von Büchern, Zeitungen, Zeitschriften, Kunstdrucken, Reproduktionen alter Meister, Spielkarten, Landkarten, Modellierbogen, Post- und Gratulationskarten, Noten, Briefmarken und sonstiger polygraphischer Erzeugnisse sowie Durchführung von Druckaufträgen aller Art. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 52 BSG A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z BuchhandelSiehe auch: Buchexport: 1975 1979 1985 Buch-Export und -Import, Deutscher (DB): 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Deutscher Buch-Export und -Import: 1975 1979 Deutscher Buch-Export und Import (DB): Ende 1953 in Leipzig gegründet. Aufgaben: Ex- und Import von Büchern, Zeitungen, Zeitschriften, Kunstdrucken, Reproduktionen alter Meister, Spielkarten, Landkarten, Modellierbogen, Post- und Gratulationskarten, Noten, Briefmarken und sonstiger polygraphischer Erzeugnisse sowie…
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Burg (1956)
Siehe auch das Jahr 1969 Stadt im sachsen-anhaltischen Bezirk Magdeburg, Kreisstadt, beiderseits der Mündung der Ihle in den Elbe-Havel-Kanal, mit 30.260 Einwohnern (1955); Nikolai- (12. Jh.) und Liebfrauenkirche (14. Jh.); vielseitige Industrie: Schuhe, Bleche, Leder, Eisenwaren, Maschinen, Möbel, Tuche. B. wird im 10. Jh. erstmals urkundlich erwähnt, war schon Anfang des 13. Jh. im Besitz des Erzstifts Magdeburg und erhielt im gleichen Jh. Magdeburger Stadtrecht. 1635 gelangte B. an die sächsischen Kurfürsten. 1688 fiel die Stadt an Brandenburg; seit 1815 gehörte sie zur preußischen Provinz Sachsen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 53 Bulganin, Nikolaj Alexandrowitsch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Burmeister, FriedrichSiehe auch das Jahr 1969 Stadt im sachsen-anhaltischen Bezirk Magdeburg, Kreisstadt, beiderseits der Mündung der Ihle in den Elbe-Havel-Kanal, mit 30.260 Einwohnern (1955); Nikolai- (12. Jh.) und Liebfrauenkirche (14. Jh.); vielseitige Industrie: Schuhe, Bleche, Leder, Eisenwaren, Maschinen, Möbel, Tuche. B. wird im 10. Jh. erstmals urkundlich erwähnt, war schon Anfang des 13. Jh. im Besitz des Erzstifts Magdeburg und erhielt im gleichen Jh. Magdeburger Stadtrecht. 1635 gelangte B. an…
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Chemische Industrie (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Bereits vor der Teilung Deutschlands hatte die Ch. I. in der heutigen SBZ bei einer großen Anzahl von Erzeugnissen überdurchschnittliche Produktionsanteile, während bei einigen wichtigen chemischen Grundstoffen eine weitgehende Abhängigkeit Westdeutschlands von der mitteldeutschen Industrie bestand. Das größte Chemiewerk Europas, das Leunawerk, die drei IG-Farbenwerke in Bitterfeld und andere waren Lieferanten Westdeutschlands und der ganzen Welt. 1936 hatte das Sowjetzonengebiet an der gesamtdeutschen Erzeugung z. B. folgende Anteile: Methanol 78,9 v. H., Stickstoffdüngemittel 61,1, Kali 58,7, Schwefelkohlenstoff 57,5, synthetischer Ammoniak 55,5, Benzin 55, Chlor 48,5, kalzinierte Soda 47,1 und Dieselkraftstoffe 29,6 v. H. Diese Anteile erhöhten sich während der Kriegsjahre zum Teil nicht unerheblich. Bei verhältnismäßig geringen Kriegsschäden mußte die Ch. I. der SBZ 1945/46 außerordentlich empfindliche Demontagen hinnehmen. Nach sowjetzonalen Unterlagen wurden u. a. folgende Kapazitäten durch die Sowjets demontiert: Gipsschwefelsäure 100 v. H., sonstige Schwefelsäure 30 v. H., kalzinierte Soda 85 v. H., Ätznatron 60 v. H., Stickstoffdüngemittel 40 v. H. In anderen Zweigen waren die Demontagen geringer, da die wichtigsten Chemie-Großbetriebe von den Sowjets beschlagnahmt wurden (SAG) Nach dem Wiederaufbau verfügten die Sowjets (Stand von Anfang 1952) über mehr als 52 v. H aller Kapazitäten in der Ch. I. Bei einer großen Anzahl chemischer Erzeugnisse besaßen die Sowjets sogar Monopolstellungen, bei anderen lag der Anteil wesentlich über dem Durchschnitt. Durch die sowjetische Verfügungsgewalt über die wichtigsten chemischen Grundstoffe sind der deutsch verbliebene Teil der Ch. I. und viele andere Industriezweige (Textilindustrie, Lack- und Farbenindustrie, Metallindustrie, Papierindustrie, Elektro- und Glasindustrie usw.) von der Belieferung durch SAG-Betriebe abhängig. Die SAG-Betriebe der Ch. I. gingen am 1. Jan. 1954 in deutsche Verwaltung über. Etwa 95 v. H. der Produktion sind verstaatlicht. Der Rest besteht aus kleinen und kleinsten Betrieben, in denen vorwiegend chemisch-technische und kosmetische Erzeugnisse hergestellt werden. Sie unterliegen der Kontrolle der staatlichen Organe und Rohstoffzuteilungen über die Staat[S. 56]lichen Vertragskontore nur insoweit, als es sich um Planproduktion oder um solche Produktion handelt, für die unwichtige Rohstoffe verwendet werden können. Der Fünfjahrplan sah für die Ch. I. die Überwindung der Abhängigkeit von westlichen Bezugsquellen bei den wichtigsten Erzeugnissen vor. Die Produktion soll z. B. wie folgt gesteigert werden: Die Ergebnisse der ersten vier Planjahre deuten darauf hin, daß die geplanten Steigerungen im allgemeinen erfüllt, z. T. sogar übererfüllt werden. Bei kalzin. Soda, Ätznatron und Phosphordünger wurde das Planziel nicht erreicht. Literaturangaben *: Die chemische Industrie in der sowjetischen Besatzungszone. (Mat.) 1955. 64 S. m. 14 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 55–56 CDU A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ChemnitzSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Bereits vor der Teilung Deutschlands hatte die Ch. I. in der heutigen SBZ bei einer großen Anzahl von Erzeugnissen überdurchschnittliche Produktionsanteile, während bei einigen wichtigen chemischen Grundstoffen eine weitgehende Abhängigkeit Westdeutschlands von der mitteldeutschen Industrie bestand. Das größte Chemiewerk Europas, das Leunawerk, die drei IG-Farbenwerke in Bitterfeld und andere waren…
DDR A-Z 1956
Clara-Zetkin-Medaille (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Auszeichnung, die von der Regierung der „DDR“ an Frauen und Männer ohne Unterschied der Staatsangehörigkeit, an Kollektive, Institutionen, Betriebe und Zeitschriften verliehen wird, „die sich besondere Verdienste im Kampf um den Frieden, um die Gleichberechtigung der Frau, bei der Verwirklichung des Gesetzes über den Mutter- und Kinderschutz und die Rechte der Frau, bei der Förderung und Entwicklung der Frau und in der Frauenbewegung erworben haben“. (Verordnung vom 16. 2. 1954, GBl. S. 229) Mit der Medaille ausgezeichnete Personen erhalten eine jährliche Rente von 300 DM Ost ab 60. Lebensjahr (Frauen) und ab 65. Lebensjahr (Männer). (Auszeichnungen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 56 Chruschtschow, Nikita Sergejewitsch A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Correns, ErichSiehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Auszeichnung, die von der Regierung der „DDR“ an Frauen und Männer ohne Unterschied der Staatsangehörigkeit, an Kollektive, Institutionen, Betriebe und Zeitschriften verliehen wird, „die sich besondere Verdienste im Kampf um den Frieden, um die Gleichberechtigung der Frau, bei der Verwirklichung des Gesetzes über den Mutter- und Kinderschutz und die Rechte der Frau, bei der Förderung und Entwicklung der Frau und in der…
DDR A-Z 1956
DAHA (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 [S. 58]Abk. für Deutscher Außenhandel, Anstalt öffentlichen Rechts. (Außenhandel) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 58 Crimmitschau A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Dahlem, FranzSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 [S. 58]Abk. für Deutscher Außenhandel, Anstalt öffentlichen Rechts. (Außenhandel) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 58 Crimmitschau A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Dahlem, Franz
DDR A-Z 1956
DEFA (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Deutsche Film AG, jetzt Deutsche Filmgesellschaft m. b. H. (Filmwesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 58 DDR A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DelitzschSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Deutsche Film AG, jetzt Deutsche Filmgesellschaft m. b. H. (Filmwesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 58 DDR A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Delitzsch
DDR A-Z 1956
Demokratische Gesetzlichkeit (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 Pj. Im Gegensatz zum Begriff des Rechts in der freien Welt, nach dessen Normen sich auch der Staat zu richten hat, ist die DG. ein Werkzeug des Staates. „Die DG. ist ein wichtiges Mittel der Durchführung der Politik unseres demokratischen und souveränen Staates. Ihr Inhalt und ihre Aufgaben sind daher bestimmt durch die politischen Ziele dieses Staates: Die Erhaltung und Festigung des Friedens, der Kampf um die friedliche Wiedervereinigung unseres Vaterlandes auf demokratischer Grundlage, der Schutz und die Festigung unseres demokratischen Staates, der Schutz der Rechte und Interessen der Bürger, die Errichtung der Grundlagen des Sozialismus … Sie erzieht zur Entwicklung eines neuen Rechtsbewußtseins und zu einer neuen, einer sozialistischen Moral“ (Ranke in „Staat und Recht“ 1954, S. 734). Melsheimer bezeichnet die „DDR“ als „das Sinnbild friedlicher Aufwärtsentwicklung und einen Hort demokratischer Gesetzlichkeit“ („Neue Justiz“ 1952, S. 207). Mit diesem Schlagwort will man über die wahren Zustände im Rechtswesen der SBZ hinwegtäuschen. Die Gerichtsverfahren und die Methoden des SSD beweisen, daß die rechtsstaatlichen Grundsätze nicht beachtet werden. In Wirklichkeit ist unter DG. nur das zu verstehen, was der Festigung und Aufrechterhaltung der SED-Herrschaft dient. Allein in diesem Sinn hat die Justiz ihre Aufgabe zu sehen und zu erfüllen. Literaturangaben Rosenthal, Walther, Richard Lange, und Arwed Blomeyer: Die Justiz in der sowjetischen Besatzungszone. 3., erw. Aufl. (BB) 1955. 160 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 59 Demokratie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Demokratischer ZentralismusSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 Pj. Im Gegensatz zum Begriff des Rechts in der freien Welt, nach dessen Normen sich auch der Staat zu richten hat, ist die DG. ein Werkzeug des Staates. „Die DG. ist ein wichtiges Mittel der Durchführung der Politik unseres demokratischen und souveränen Staates. Ihr Inhalt und ihre Aufgaben sind daher bestimmt durch die politischen Ziele dieses Staates: Die Erhaltung und Festigung des Friedens, der Kampf um die friedliche…
DDR A-Z 1956
Dertinger, Georg (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 25. 12. 1902 in Berlin. Realgymnasium, juristisches und volkswirtschaftliches Studium, Journalist, Redakteur bei der Bundeszeitung des „Stahlhelm“ in Magdeburg; verfolgte die politische Linie des Herrenklubs um Papen und des „Tat“-Kreises. Nach 1933 Berliner Vertreter zahlreicher Provinzzeitungen („Dertinger-Dienst“), Mitarbeiter des „Dienstes aus Deutschland“ (D.a.D.). Nach 1945 Pressereferent der CDU in Berlin, 1946 Generalsekretär der CDU, trat in Opposition zu Jakob Kaiser, der die Selbständigkeit der CDU gegen den kommun. Gleichschaltungsdruck behaupten wollte. Nach der Trennung von Kaiser trat Dertinger bei der Säuberung der Partei hervor und forderte u. a. die vorbehaltlose Anerkennung der Oder-Neiße-Linie. Seit 12. 10. 1949 Außenminister der „DDR“, am 15. 1. 1953 als „Spion“ und „Verräter“ vom SSD verhaftet und im Juni 1954 zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 60 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1956 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/dertinger-georg verwiesen. Demontagen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DERUNAPHTSiehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 * 25. 12. 1902 in Berlin. Realgymnasium, juristisches und volkswirtschaftliches Studium, Journalist, Redakteur bei der Bundeszeitung des „Stahlhelm“ in Magdeburg; verfolgte die politische Linie des Herrenklubs um Papen und des „Tat“-Kreises. Nach 1933 Berliner Vertreter zahlreicher Provinzzeitungen („Dertinger-Dienst“), Mitarbeiter des „Dienstes aus Deutschland“ (D.a.D.). Nach 1945 Pressereferent der CDU in Berlin, 1946…
DDR A-Z 1956
Deutfracht, VEB (1956)
Siehe auch das Jahr 1958 Abk. für Deutsches Kontor für ➝Seefrachten. Zur planmäßigen Durchführung von Seetransporten durch VO. vom 27. 9. 1951 gebildeter „volkseigener“ Speditionsbetrieb mit dem Sitz in Berlin. Soweit die Transporte durch eigene Schiffe der SBZ ausgeführt werden, arbeitet der VEB Deutfracht eng mit dem VEB Deutsche Seereederei in Rostock zusammen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 60 Dessau A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DeutransSiehe auch das Jahr 1958 Abk. für Deutsches Kontor für ➝Seefrachten. Zur planmäßigen Durchführung von Seetransporten durch VO. vom 27. 9. 1951 gebildeter „volkseigener“ Speditionsbetrieb mit dem Sitz in Berlin. Soweit die Transporte durch eigene Schiffe der SBZ ausgeführt werden, arbeitet der VEB Deutfracht eng mit dem VEB Deutsche Seereederei in Rostock zusammen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 60 Dessau A, B, C, D,…
DDR A-Z 1956
Deutsche Demokratische Schule (1956)
Offizielle Bezeichnung der Schule in der SBZ. (Erziehungswesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 60 Deutrans A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutsche LufthansaOffizielle Bezeichnung der Schule in der SBZ. (Erziehungswesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 60 Deutrans A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutsche Lufthansa