DDR A-Z 1954

Maschinoexport (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 Sowjetische Handelsgesellschaften. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 106 MAS A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Masseninitiative

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 Sowjetische Handelsgesellschaften. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 106 MAS A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Masseninitiative

DDR A-Z 1954

Materialistische Geschichtsauffassung (Historischer Materialismus) (1954)

Siehe auch: Historischer Materialismus: 1958 1959 1960 1962 1963 1969 1975 1979 Historischer Materialismus (Materialistische Geschichtsauffassung): 1965 1966 Materialistische Geschichtsauffassung: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Materialistische Geschichtsauffassung (Historischer Materialismus): 1953 Die Anwendung des Dialektischen Materialismus auf die Geschichte. Danach hat die Entwicklung der Gesellschaft durch die Entstehung des Privateigentums an den Produktionsmitteln mit dialektischer Gesetzmäßigkeit von einer kommunistischen Urgemeinschaft zur Klassenspaltung in Ausbeuter und Ausgebeutete, Unterdrücker und Unterdrückte, und damit zur Klassengesellschaft und zum Klassenkampf als dem bewegenden Moment der geschichtlichen Entwicklung, unabhängig von Landschaft und Volkstum, geführt. Die in der Produktionsweise jeder Entwicklungsstufe (Sklavenhaltergesellschaft, Feudalismus, Kapitalismus) entstehenden inneren Widersprüche hätten sich im Klassenkampf durch dialektische „Sprünge“ in revolutionärer Entwicklung zur jeweils höheren und fortschrittlicheren Produktionsweise entwickelt, ohne jedoch die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu beseitigen. Auf Grund dieser Gesetzmäßigkeit glaubte Marx den zukünftigen Verlauf der Geschichte vorausbestimmen und mit seinen politischen Umsturzplänen verbinden zu können. Er erklärte, auch der Kapitalismus müsse an seinen inneren Widersprüchen, auf der einen Seite an der zwangsläufigen Konzentration des Kapitals in den Händen weniger Ausbeuter, auf der anderen Seite an der Entstehung immer größerer Proletariermassen zugrunde gehen und durch die proletarische Weltrevolution zur klassenlosen Gesellschaft und zur kommunistischen Produktionsweise, zur Abschaffung aller Unterdrückung und Ausbeutung und zur Freiheit der neuen Gesellschaft führen. Im Widerspruch zu seiner eigenen Philosophie und dem Prinzip der unaufhörlichen dialektischen Bewegung in Natur und Geschichte verkündete er den Kommunismus als einen paradiesischen „Endzustand“, als Ziel der Geschichte, nach dessen Erreichung das bisher wirksame Bewegungsgesetz der gesellschaftlichen Entwicklung keine Gültigkeit mehr haben könnte. Während Marx jedoch diese Weltrevolution nur im Zustand höchstmöglicher Industrialisierung aller bedeutenden Länder für möglich und gerechtfertigt hielt, glaubte Lenin vor und im ersten Weltkrieg, im Stadium des Imperialismus die höchste und letzte Entwicklungsstufe des Kapitalismus erkannt zu haben und versuchte, dem Herannahen der Weltrevolution während des ersten Weltkrieges einen Termin zu setzen. Er versuchte vergeblich, durch die Oktoberrevolution in Rußland 1917 und in den folgenden Jahren (Komintern-Propaganda, sowjetischer Feldzug gegen Polen) die allgemeine Weltrevolution auszulösen, in der Auffassung, daß sonst die russische Revolution zusammenbrechen müsse. Da die Weltrevolution jedoch ausblieb, zog Stalin nach Lenins Tod (1924) die Folgerungen und proklamierte — im Widerspruch zu Marx — die These, der Aufbau des Sozialismus sei auch in einem einzelnen Lande möglich, und die Durchführung der Weltrevolution erfolge nicht überall gleichzeitig, sondern erstrecke sich über eine lange historische Epoche, in der die SU das Proletariat der anderen Länder im Kampf gegen ihre Regierungen unterstützen müsse. Stalins Politik mußte zwangsläufig bis in die jüngste Gegenwart zu erheblichen Korrekturen am Marxismus-Leninismus führen. Auf dem XIX. Parteikongreß in Moskau (Okt. 1952) nannte er Voraussetzungen für den Übergang zum Kommunismus, von denen es fraglich ist, ob sie überhaupt je verwirklicht werden können. (Theorie des Marxismus-Leninismus-Stalinismus, Bolschewismus) Literaturangaben Bochenski, Joseph M.: Der sowjetrussische dialektische Materialismus (Diamat). Bern 1950, Francke. 213 S. Gurian, Waldemar: Der Bolschewismus. Einführung in Geschichte und Lehre. Freiburg 1931, Herder. 337 S. Hippel, Ernst von: Die Überwindung des Bolschewismus. Köln 1953, Deutsch-Europäische Verlagsgesellschaft. 48 S. Mehnert, Klaus: Weltrevolution durch Weltgeschichte. Die Geschichtslehre des Stalinismus. 2. Aufl., Stuttgart 1953, Deutsche Verlagsanstalt. 92 S. Monnerot, Jules: Soziologie des Kommunismus. Köln 1952, Kiepenheuer und Witsch. 429 S. Rauch, Georg von: Grundlinien der sowjetischen Geschichtsforschung im Zeichen des Stalinismus. (Europa-Archiv V, 19–21) Sieger, Karl: Im Banne des Kommunismus … Idee und Gefahr des Kommunismus. Luzern 1952, Rex-Verlag. 360 S. Theimer, Walter: Der Marxismus. Lehre — Wirkung — Kritik (Sammlung Dalp, Bd. 73). Bern 1950, A. Francke. 253 S. Wetter, Gustav A.: Der dialektische Materialismus. Seine Geschichte und sein System in der Sowjetunion. Freiburg 1952, Herder. 647 S. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 107 Materialbilanzen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Materialverbrauchsnormen

Siehe auch: Historischer Materialismus: 1958 1959 1960 1962 1963 1969 1975 1979 Historischer Materialismus (Materialistische Geschichtsauffassung): 1965 1966 Materialistische Geschichtsauffassung: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Materialistische Geschichtsauffassung (Historischer Materialismus): 1953 Die Anwendung des Dialektischen Materialismus auf die Geschichte. Danach hat die Entwicklung der Gesellschaft durch die Entstehung des Privateigentums…

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Meister (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Das Vorbild des in der SBZ erstrebten „M. neuen Typs“ schuf der Stalinpreisträger und Obermeister Nikolai Rossijsky; „Der M. ist verpflichtet, dem Arbeiter sein Schaffen zu erleichtern, die Produktion zu verbessern und danach zu streben, die Arbeitsproduktivität und dementsprechend auch die Löhne zu steigern.“ In der Regierungserklärung vom 31. 10. 1951 gab Ulbricht Richtlinien für die Aufgaben des M. Er erhalte durch die Einführung der Wirtschaftlichen Rechnungsführung größere Vollmacht und sei voll verantwortlich für die Durchführung des Werkstattplanes, die Qualität der Arbeit, die Anwendung neuer Arbeitsmethoden, die Einhaltung der im Plan festgesetzten Lohnsumme, die Leistungslöhne und Arbeitsnormen. Weiter hat er die fachliche Schulung zu fördern, die Aktivistenbewegung und die Wettbewerbsbewegung (Wettbewerb) voranzutreiben und zu organisieren, die Brigadiers anzuweisen und zu kontrollieren. Er wird hierfür durch besondere Prämien belohnt. Um die Aktivität des M. zu steigern, ist man in vielen Betrieben dazu übergegangen, „M.-Brigaden“ zu bilden, die miteinander in Wettbewerb stehen. Literaturangaben *: Die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft in der Sowjetzone. Materielle, ideologische und disziplinarische Mittel zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und ihre sowjetischen Vorbilder. 2., überarb. Aufl. (BB) 1953. 106 S. mit 6 Anlagen. Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 2., erw. Aufl. (BB) 1953. 103 S. m. 2 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 108 Matern, Hermann A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Meisterbauer

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Das Vorbild des in der SBZ erstrebten „M. neuen Typs“ schuf der Stalinpreisträger und Obermeister Nikolai Rossijsky; „Der M. ist verpflichtet, dem Arbeiter sein Schaffen zu erleichtern, die Produktion zu verbessern und danach zu streben, die Arbeitsproduktivität und dementsprechend auch die Löhne zu steigern.“ In der Regierungserklärung vom 31. 10. 1951 gab Ulbricht Richtlinien für die Aufgaben des M.…

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MGB (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Abk. für Ministerstwo gossudarstwennoi besopassnosti, das sowjetische Ministerium für Staatssicherheit Entstehungsgeschichte: In den Revolutionstagen wurde die Tscheka zur „Bekämpfung der Gegenrevolution und Sabotage“ (Gesetz vom 5. 9. und 2. 11. 1918) gegründet. Am 6. 2. 1922 wurde die Tscheka in OGPU — Vereinte politische Verwaltung — umbenannt. Diese ging in dem Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten, dem NKWD (Narodny kommissariat wnutrennich diel) auf (10. 7. 1934) Am 3. 2. 1941 erfolgte die Abtrennung der eigentlichen Geheimpolizei und die Bildung des NKGB (Volkskommissariat für Staatssicherheit). Schließlich fand 1944 die Umbenennung dieser Volkskommissariate in Ministerien statt: MWD = Ministerium für Innere Angelegenheiten, MGB = Ministerium für Staatssicherheit. Die Bezeichnungen GPU oder NKWD sind also seit Jahren überholt. Das MWD wird oft mit dem MGB verwechselt. Dem MWD untersteht in der SBZ nur die Militärpolizei. Es hat interne Aufgaben innerhalb der sowjetischen Armee zu erfüllen. Das MGB, an dessen Spitze heute Armee-General Abakumow steht, hat dagegen in der SBZ fast unbegrenzte Macht. Nach Stalin ist die Geheimpolizei eine „Drohung an die Bourgeoisie, eine immer wachsame Wache der Revolution, das entblößte Schwert des Proletariats“. In der SBZ hat das MGB drei Aufgaben: Die Voruntersuchung in politischen Prozessen, die die sowjetischen Militärtribunale an sich ziehen, die Beobachtung der zivilen Sowjetbürger in der SBZ und die Beobachtung der politischen Parteien und der Strömungen in der Bevölkerung. Dazu dient ein in alle Lebensbereiche hineinreichendes Netz von Agenten und Spitzeln. Die sowjetischen Mitarbeiter des MGB sind ausgewählte intelligente Bolschewisten und sowjetische Nationalisten. Die Brutalität ihrer Vernehmungsmethoden übertrifft noch die des Staatssicherheitsdienstes (SSD), mit dem eine enge Zusammenarbeit besteht; praktisch liegt ein Unterstellungsverhältnis vor. Das MGB übt teilweise scharfe Kritik an der SKK. Es kontrolliert die sowjetische und die sowjetdeutsche Justiz. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 109 MELSTI A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Mielke, Erich

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Abk. für Ministerstwo gossudarstwennoi besopassnosti, das sowjetische Ministerium für Staatssicherheit Entstehungsgeschichte: In den Revolutionstagen wurde die Tscheka zur „Bekämpfung der Gegenrevolution und Sabotage“ (Gesetz vom 5. 9. und 2. 11. 1918) gegründet. Am 6. 2. 1922 wurde die Tscheka in OGPU — Vereinte politische Verwaltung — umbenannt. Diese ging in dem Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten, dem NKWD…

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Mitschurin (1954)

Siehe auch: Mitschurin: 1953 1956 Mitschurin, Iwan W.: 1958 1959 1960 1962 1963 Russischer Obstzüchter, der durch vegetative Hybridisierung und Änderung der Umweltverhältnisse gewisse Erfolge erzielt hat. Sein Vorbild wird, da es in die marxistisch-bolschewistische Ideologie der Naturveränderung durch den Menschen hineinpaßt, in der SBZ landwirtschaftlich-gärtnerisch nachgeahmt. Es werden M.-Zirkel gegründet und M.-Felder eingerichtet, die ein Beispiel der Ertragssteigerung mit „fortschrittlichen Methoden geben sollen. (Trawopolnajasystem) Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 110 Mitbestimmungsrecht A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Mittelbauer

Siehe auch: Mitschurin: 1953 1956 Mitschurin, Iwan W.: 1958 1959 1960 1962 1963 Russischer Obstzüchter, der durch vegetative Hybridisierung und Änderung der Umweltverhältnisse gewisse Erfolge erzielt hat. Sein Vorbild wird, da es in die marxistisch-bolschewistische Ideologie der Naturveränderung durch den Menschen hineinpaßt, in der SBZ landwirtschaftlich-gärtnerisch nachgeahmt. Es werden M.-Zirkel gegründet und M.-Felder eingerichtet, die ein Beispiel der Ertragssteigerung mit…

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Molotow (1954)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 Wjatscheslaw Michailowitsch Skrjabin, genannt M. (molot = der Hammer), * 9. 3. 1890 in Kukarski. Besuch der Realschule in Kasan. 1905 erste Berührung mit der revolutionären Bewegung. Seit 1907 Mitgl. des Leninschen Flügels der sozialdemokratischen [S. 111]Partei Rußlands. 1912 Redaktionssekretär der „Prawda“. Bis zur Oktoberrevolution umfangreiche illegale Tätigkeit für die bolschewistische Partei, wiederholt verhaftet und deportiert. Seit 1921 ununterbrochen Mitgl. des ZK der KPdSU, 1924 Mitgl. des Organisationsbüros und Kandidat des Politbüros, 1925 Mitgl. des Politbüros. Als Vertrauter Stalins ständig mit wichtigen Aufgaben im Partei- und Staatsapparat betraut. Am 2. 5. 1939 zum Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten ernannt. Als solcher unterzeichnete er den Nichtangriffspakt der SU mit Hitler und vertrat die SU bei allen entscheidenden internationalen Konferenzen der ersten Nachkriegsjahre. Am 4. 3. 1949 übergab M. das Außenministerium offiziell an Wyschinski, blieb jedoch weiterhin enger Mitarbeiter Stalins. Nach dessen Tod stellv. Ministerpräsident, Außenminister und Mitgl. des Präsidiums des ZK der KPdSU. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 110–111 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1954 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen. Mode A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Monopolkapitalismus

Siehe auch die Jahre 1956 1958 Wjatscheslaw Michailowitsch Skrjabin, genannt M. (molot = der Hammer), * 9. 3. 1890 in Kukarski. Besuch der Realschule in Kasan. 1905 erste Berührung mit der revolutionären Bewegung. Seit 1907 Mitgl. des Leninschen Flügels der sozialdemokratischen [S. 111]Partei Rußlands. 1912 Redaktionssekretär der „Prawda“. Bis zur Oktoberrevolution umfangreiche illegale Tätigkeit für die bolschewistische Partei, wiederholt verhaftet und deportiert. Seit 1921…

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Mückenberger, Erich (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 * 8. 6. 1910, Schlosser, seit 1924 in der Sozialist. Arbeiterjugend tätig, seit 1927 SPD, 1928–1933 Reichsbanner, von 1933–45 verschiedentlich im Gefängnis und KZ; nach 1945 zunächst SPD, 1946–48 Kreisvorsitzender der SED in Chemnitz, dann 2. Sekretär im SED-Landesverband Sachsen, seit 1949 erster Sekretär des SED-Landesverbandes Thüringen, anschließend des Bezirksverbandes Erfurt. Seit 24. 7. 1950 Mitgl. des ZK und Kandidat des Politbüros; seit 26. 7. 1953 Sekretär des ZK der SED. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 111 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1954 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/mueckenberger-erich verwiesen. MTS A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Müller, Vincenz

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 * 8. 6. 1910, Schlosser, seit 1924 in der Sozialist. Arbeiterjugend tätig, seit 1927 SPD, 1928–1933 Reichsbanner, von 1933–45 verschiedentlich im Gefängnis und KZ; nach 1945 zunächst SPD, 1946–48 Kreisvorsitzender der SED in Chemnitz, dann 2. Sekretär im SED-Landesverband Sachsen, seit 1949 erster Sekretär des SED-Landesverbandes Thüringen, anschließend des Bezirksverbandes Erfurt. Seit 24. 7. 1950 Mitgl. des ZK und…

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Musterkollektivvertrag (1954)

Siehe auch: Betriebskollektivvertrag: 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Betriebskollektivvertrag (BKV): 1975 1979 1985 Musterbetriebskollektivvertrag: 1956 1958 Rahmenkollektivvertrag. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 112 Museen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z MWD

Siehe auch: Betriebskollektivvertrag: 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Betriebskollektivvertrag (BKV): 1975 1979 1985 Musterbetriebskollektivvertrag: 1956 1958 Rahmenkollektivvertrag. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 112 Museen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z MWD

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Nationale Front (1954)

Siehe auch: Nationale Front: 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Nationale Front der DDR: 1975 1979 1985 Gegründet am 7. 10. 1949, hervorgegangen aus dem Volkskongreß, Sammelorganisation der politischen Parteien und Massenorganisationen der SBZ unter Leitung der SED. Wichtiges Instrument der Massenbeeinflussung (Agitationstrupps, Aufklärungslokale usw.). Ihr Motto ist die „Sammlung aller aufrechten Deutschen“ mit dem Ziel der Herstellung der Einheit Deutschlands und Abschluß eines Friedensvertrages Hierbei soll die SED-Vormachtstellung in der SBZ auf ganz Deutschland übertragen werden. Oberstes Vollzugsorgan ist der Nationalrat der NF., sein Präsident ist Prof. Correns. Verantwortlich für die Arbeit der NF. in der SBZ ist Hans Seigewasser (SED), in Westdeutschland Walter Vesper (SED); bis 1952 Abgeordneter der KPD im Bundestag). Da die NF. sich in ihren Publikationen nicht des üblichen SED-Jargons bedient und nur allgemeine und harmlose Ziele zu vertreten vorgibt, kann ihre Wirkung auf politisch Unerfahrene gefährlich werden. Die NF. betreibt auch in Westdeutschland eine umfangreiche Propaganda. Seit Frühjahr 1953 sollen in allen Orten der SBZ Hausgemeinschaften der NF. gegründet werden. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 112 Nasarowa-Methode A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Nationale Geschichtsbetrachtung

Siehe auch: Nationale Front: 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Nationale Front der DDR: 1975 1979 1985 Gegründet am 7. 10. 1949, hervorgegangen aus dem Volkskongreß, Sammelorganisation der politischen Parteien und Massenorganisationen der SBZ unter Leitung der SED. Wichtiges Instrument der Massenbeeinflussung (Agitationstrupps, Aufklärungslokale usw.). Ihr Motto ist die „Sammlung aller aufrechten Deutschen“ mit dem Ziel der Herstellung der Einheit Deutschlands und…

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Nationalitätenpolitik (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Wie auf vielen anderen Gebieten, so führt das vorherrschende Prinzip der „bolschewistischen Parteilichkeit“ auch in der Behandlung der Nationalitätenfrage zu erheblichen Widersprüchen zwischen Theorie und Praxis und zu plötzlichen ideologischen Schwenkungen. Die in den Linguistik-Briefen von Stalin vorgetragene neue Lehre hat sich noch nicht überall im bolschewistischen Machtbereich durchgesetzt; so beantwortete das Prager deutschsprachige Gewerkschaftsorgan „Aufbau und Frieden“ im August 1952 eine Anfrage nach dem Begriff „Volk“ mit der Erklärung, daß „Volk“ alle in einem Staate zusammenwohnenden Nationen und nationalen Volksgruppen umfasse: „Deswegen bilden zum Beispiel die Grusinier einen Bestandteil des sowjetischen, die Sorben in der ‚DDR‘ des deutschen, die Ungarn in Rumänien des rumänischen Volkes usw.“ — Im Gegensatz dazu steht jedoch die Politik des Sowjetzonen-Regimes (Sorben) Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 113 Nationalität A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Nationalkomitee Freies Deutschland

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Wie auf vielen anderen Gebieten, so führt das vorherrschende Prinzip der „bolschewistischen Parteilichkeit“ auch in der Behandlung der Nationalitätenfrage zu erheblichen Widersprüchen zwischen Theorie und Praxis und zu plötzlichen ideologischen Schwenkungen. Die in den Linguistik-Briefen von Stalin vorgetragene neue Lehre hat sich noch nicht überall im bolschewistischen Machtbereich durchgesetzt; so…

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NDPD (1954)

Siehe auch: Nationaldemokratische Partei Deutschlands: 1969 1975 1979 National-Demokratische Partei Deutschlands (NDPD): 1985 NDPD: 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Abk. für National-Demokratische Partei Deutschlands. Von der SED gesteuerte Partei, vornehmlich zur Sammlung der ehemaligen kleinen PG. und der Berufssoldaten, um sie im Sinne der Politik der Nationalen Front zu erfassen und als mögliche Opposition auszuschalten. Gründungsausschuß wurde am 21. 4. 1948 gebildet, Lizenz am 16. 6. 1948 von der SMAD erteilt. Zehn Forderungen, am 19. 6. 1949 in der „Nationalzeitung“ veröffentlicht, gaben als Ziele u. a. an: Einheit Deutschlands, Bodenreform und Enteignungen der Grundindustrie in ganz Deutschland, aber zugleich Sicherung der Privatinitiative, Gleichberechtigung aller kleinen PG, Lebendigmachung der demokratischen Tradition Deutschlands. Das am 18. 6. 1951 auf dem 3. Parteitag angenommene Programm („Der 3. Parteitag der NDPD“, Verlag der Nation, Berlin 1951) zeigt eindeutig national bolschewistische Tendenzen. Mitgliederstand im August 1949: 16.900, Mitte 1953 etwa 100.000. Vorsitzender ist der Stellvertreter des Ministerpräsidenten Dr. Bolz. Tageszeitung der NDPD ist die in Berlin erscheinende „National-Zeitung“, Auflage: 120.000. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 114 Naturgemäße Viehhaltung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Neubauer

Siehe auch: Nationaldemokratische Partei Deutschlands: 1969 1975 1979 National-Demokratische Partei Deutschlands (NDPD): 1985 NDPD: 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Abk. für National-Demokratische Partei Deutschlands. Von der SED gesteuerte Partei, vornehmlich zur Sammlung der ehemaligen kleinen PG. und der Berufssoldaten, um sie im Sinne der Politik der Nationalen Front zu erfassen und als mögliche Opposition auszuschalten. Gründungsausschuß…

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Neuerer der Landwirtschaft (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 Ehrentitel des Pj. für Bauern (oder Landarbeiter u.a.), die — im Gegensatz zu den Meisterbauern — nicht im ganzen Betrieb, sondern in der Verbesserung einzelner Arbeitsmethoden bzw. -geräte und -hilfsmittel „fortschrittliche Erfolge“ erzielt haben. (N.-Bewegung, Auszeichnungen) Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 115 Neubürger A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Neuererbewegung

Siehe auch die Jahre 1953 1956 Ehrentitel des Pj. für Bauern (oder Landarbeiter u.a.), die — im Gegensatz zu den Meisterbauern — nicht im ganzen Betrieb, sondern in der Verbesserung einzelner Arbeitsmethoden bzw. -geräte und -hilfsmittel „fortschrittliche Erfolge“ erzielt haben. (N.-Bewegung, Auszeichnungen) Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 115 Neubürger A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W,…

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Masseninitiative (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Aus der marxistischen Lehre von der Revolution abgeleiteter Begriff des Pj., der die revolutionäre ➝Wachsamkeit der organisierten Massen fordert und voraussetzt. Theoretisch vertritt die M. die in demokratischen Staaten üblichen Kontrollmöglichkeiten des Volkes gegenüber den Regierungsorganen. Praktisch dient sie zur scheindemokratischen Bemäntelung autoritärer Maßnahmen. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 106 Maschinoexport A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Massenorganisationen

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Aus der marxistischen Lehre von der Revolution abgeleiteter Begriff des Pj., der die revolutionäre ➝Wachsamkeit der organisierten Massen fordert und voraussetzt. Theoretisch vertritt die M. die in demokratischen Staaten üblichen Kontrollmöglichkeiten des Volkes gegenüber den Regierungsorganen. Praktisch dient sie zur scheindemokratischen Bemäntelung autoritärer Maßnahmen. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite,…

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Materialverbrauchsnormen (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 In den Materialbilanzen der sowjetzonalen Planungsorgane als Maximum des Materialverbrauchs je Einheit des Erzeugnisses ausgewiesener Bedarf. Die M. bilden die Basis der Materialbilanzen. Der Begriff wurde aus der Wirtschaftsplanung der SU übernommen. Neben den Technischen Arbeitsnormen (TAN) und Kapazitätsnormen, die den Ausnutzungsgrad von Maschinen und Anlagen festlegen, sind die M. die wichtigsten Planungsfaktoren. Der Vorsitzende der Staatl. Planungskommission, Rau, erklärte in seinem Rechenschaftsbericht über das Planjahr 1951, daß das Fehlen exakter M. zu schweren Planungs- und Produktionsfehlern geführt habe, da die Betriebe ihren Materialbedarf vielfach nach Gutdünken anforderten. Die Wichtigkeit dieses Problems wurde in der Verordnung über die Verbesserung der Materialbedarfsplanung vom 5. 2. 1951 festgelegt. Die Herausnahme des Staatssekretariats für Materialversorgung [S. 108]aus der Staatlichen ➝Plankommission und die Bildung der selbständigen Staatlichen Verwaltung für ➝Materialversorgung durch Verordnung vom 21. 8. 1952 verfolgte den gleichen Zweck. Literaturangaben *: Die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft in der Sowjetzone. Materielle, ideologische und disziplinarische Mittel zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und ihre sowjetischen Vorbilder. 2., überarb. Aufl. (BB) 1953. 106 S. mit 6 Anlagen. Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 2., erw. Aufl. (BB) 1953. 103 S. m. 2 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 107–108 Materialistische Geschichtsauffassung (Historischer Materialismus) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Materialversorgung, Staatliches Komitee für

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 In den Materialbilanzen der sowjetzonalen Planungsorgane als Maximum des Materialverbrauchs je Einheit des Erzeugnisses ausgewiesener Bedarf. Die M. bilden die Basis der Materialbilanzen. Der Begriff wurde aus der Wirtschaftsplanung der SU übernommen. Neben den Technischen Arbeitsnormen (TAN) und Kapazitätsnormen, die den Ausnutzungsgrad von Maschinen und Anlagen festlegen, sind die M. die wichtigsten Planungsfaktoren. Der…

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Meisterbauer (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Ehrentitel des Pj. für werktätige ➝Bauern, entsprechend dem Aktivisten für die Arbeiterschaft. Nach der Veröffentlichung im GBl. Nr. 133/1951 wird der Titel M. „als sichtbare Anerkennung“ an werktätige Bäuerinnen und Bauern verliehen, die ein „demokratisches Bewußtsein aufweisen“, die „termingerecht“ oder „vorfristig“ ihren Verpflichtungen gegenüber dem Staat nachkommen, die „Selbstverpflichtungen“ übernehmen und ihre Wirtschaften als Ganzes beispielhaft entwickeln. Mit der Auszeichnung ist eine Urkunde, eine Medaille und eine Geldprämie von 1 000 DM Ost verbunden. Die Vorschläge hierzu reicht die VdgB (BHG) dem Ministerium für Land- und Forstwirtschaft der SBZ ein. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 108 Meister A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Melsheimer, Ernst

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Ehrentitel des Pj. für werktätige ➝Bauern, entsprechend dem Aktivisten für die Arbeiterschaft. Nach der Veröffentlichung im GBl. Nr. 133/1951 wird der Titel M. „als sichtbare Anerkennung“ an werktätige Bäuerinnen und Bauern verliehen, die ein „demokratisches Bewußtsein aufweisen“, die „termingerecht“ oder „vorfristig“ ihren Verpflichtungen gegenüber dem Staat nachkommen, die „Selbstverpflichtungen“ übernehmen und ihre…

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Mielke, Erich (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 * 25. 12. 1905, seit 1927 KPD, Reporter der „Roten Fahne“, seit Februar 1950 Staatssekretär im Ministerium für Staatssicherheit (SSD) M. erschoß am 9. 8. 1931 als Bereitschaftsführer des kommun. Parteiselbstschutzes auf dem Bülowplatz in Berlin die Polizei-Hauptleute Anlauf und Lenk und floh mit Hilfe sowjetrussischer Ausweise nach Moskau Nach der Rückkehr aus der SU 1945 organisierte er mit Zaisser die politische Polizei in der SBZ und wurde Zaissers rechte Hand. Nach Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit am 24. 7. 1953 stellv. Chef des neuen Staatssekretariats für Staatssicherheit im Ministerium des Innern mit dem Range eines Generalleutnants. Seit 24. 7. 1950 Mitgl des ZK. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 109 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1954 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/mielke-erich verwiesen. MGB A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Ministerium des Innern

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 * 25. 12. 1905, seit 1927 KPD, Reporter der „Roten Fahne“, seit Februar 1950 Staatssekretär im Ministerium für Staatssicherheit (SSD) M. erschoß am 9. 8. 1931 als Bereitschaftsführer des kommun. Parteiselbstschutzes auf dem Bülowplatz in Berlin die Polizei-Hauptleute Anlauf und Lenk und floh mit Hilfe sowjetrussischer Ausweise nach Moskau Nach der Rückkehr aus der SU 1945 organisierte er mit Zaisser die politische…

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Mittelbauer (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Im Pj. Besitzer der Betriebsgrößen von etwa 10–20 ha. Ihr Merkmal ist nach stalinistischer Ideologie, daß sie, wenn auch nur zeitweise, fremde Arbeitskräfte beschäftigen und Kapital ansammeln können. Sie sind nach stalinistischer Ansicht „als Verbündete für die demokratische Entwicklung zu gewinnen“. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 110 Mitschurin A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Mobilisierung Innerer Reserven

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Im Pj. Besitzer der Betriebsgrößen von etwa 10–20 ha. Ihr Merkmal ist nach stalinistischer Ideologie, daß sie, wenn auch nur zeitweise, fremde Arbeitskräfte beschäftigen und Kapital ansammeln können. Sie sind nach stalinistischer Ansicht „als Verbündete für die demokratische Entwicklung zu gewinnen“. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 110 Mitschurin A, B, C,…

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Monopolkapitalismus (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Imperialismus. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 111 Molotow A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Moral, Kommunistische

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Imperialismus. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 111 Molotow A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Moral, Kommunistische

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Müller, Vincenz (1954)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 * 5. 11. 1894. War Generalstabsoffizier der Wehrmacht und kapitulierte 1944 als stellvertretender Oberbefehlshaber der 4. Armee an der Ostfront. Nach aktiver Mitgliedschaft im Nationalkomitee Freies Deutschland wurde er bei seiner Rückkehr in die SBZ 1947 Offizier der Volkspolizei (Inspekteur) und gehörte 1948 zu den Mitgründern der NDPD, deren erster Geschäftsführer er war. Mit dem Aufbau der KVP übernahm er die de-facto-Funktion von deren Generalstabschef im Range eines Generalleutnants, wurde 1952 „Stellvertreter des Innenministers“. Stellvertretender Vorsitzender der [S. 112]NDPD bis Okt. 1953 und stellvertretender Präsident der Volkskammer bis Dez. 1952, Chef des Hauptstabes der KVP, General der Volkspolizei und 1. Stellvertreter des Innenministers. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 111–112 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1954 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/mueller-vincenz verwiesen. Mückenberger, Erich A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Multifunktionär

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 * 5. 11. 1894. War Generalstabsoffizier der Wehrmacht und kapitulierte 1944 als stellvertretender Oberbefehlshaber der 4. Armee an der Ostfront. Nach aktiver Mitgliedschaft im Nationalkomitee Freies Deutschland wurde er bei seiner Rückkehr in die SBZ 1947 Offizier der Volkspolizei (Inspekteur) und gehörte 1948 zu den Mitgründern der NDPD, deren erster Geschäftsführer er war. Mit dem Aufbau der KVP übernahm er die de-facto-Funktion…

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MWD (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 MGB. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 112 Musterkollektivvertrag A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Nachtsanatorium

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 MGB. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 112 Musterkollektivvertrag A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Nachtsanatorium

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Nationale Geschichtsbetrachtung (1954)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 [S. 113]In Reden und Aufsätzen, in Broschüren und Büchern werden seit Mitte 1952 die nationalen Seiten der deutschen Geschichte in grob entstellter Form hervorgehoben, die seit 1945 meist sehr stark verurteilt worden waren: „Die vornehmste Aufgabe aller wahrhaft patriotischen deutschen Historiker besteht darin, das Nationalbewußtsein des deutschen Volkes, vor allem der deutschen Arbeiterklasse als der führenden Kraft der deutschen Nation, zu wecken und zu entwickeln“ (Leo Stern in der „Täglichen Rundschau“ vom 14. 12. 1953) Als nationale Geschichtsleistungen stellt man vor allem dar: Reformation und Bauernkrieg, die Stein-Hardenbergschen Reformen, die Befreiungskriege und gewisse Züge der Reichseinigungsbewegung, insbesondere zwischen 1848 und 1871. Neben Ulbricht sind dabei besonders hervorgetreten die Universitätsprofessoren Stern (Halle), Meusel (Ostberlin), Kamnitzer (Ostberlin) und die SED-Politiker Norden und Lange. Durch Erweckung der nationalen Gefühle und des deutschen Selbstbewußtseins sucht die SED bei der Bevölkerung der SBZ und der Bundesrepublik den Eindruck hervorzurufen, als ob der Bolschewismus einem gesunden Nationalbewußtsein Raum ließe. Außerdem ist sie sich bewußt, daß für die Aufstellung einer sog. „Nationalarmee“ der Boden durch ein nationales Geschichtsbild, und sei es ein stark verfälschtes, vorbereitet werden muß. — Wenngleich in dieser NG. die Klassengegensätze eine bedeutsame Rolle spielen, steht eine derartige Betrachtungsweise in unversöhnlichem Widerspruch zum Historischen Materialismus. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 113 Nationale Front A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Nationalismus

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 [S. 113]In Reden und Aufsätzen, in Broschüren und Büchern werden seit Mitte 1952 die nationalen Seiten der deutschen Geschichte in grob entstellter Form hervorgehoben, die seit 1945 meist sehr stark verurteilt worden waren: „Die vornehmste Aufgabe aller wahrhaft patriotischen deutschen Historiker besteht darin, das Nationalbewußtsein des deutschen Volkes, vor allem der deutschen Arbeiterklasse als der…

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Nationalkomitee Freies Deutschland (1954)

Siehe auch: Nationalkomitee Freies Deutschland: 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Nationalkomitee Freies Deutschland (NKFD): 1975 1979 1985 Gegründet 12. 7. 1943 mit sowjetrussischer Unterstützung in Moskau, als sich führende kommunistische Emigranten aus Deutschland (Ackermann, Becher, Herrnstadt, Hoernle, Matern, Pieck, Ulbricht u. a.) mit kriegsgefangenen deutschen Offizieren und Soldaten über ein „Manifest“ an die Wehrmacht und an das deutsche Volk einigten, in dem zum Widerstand gegen Hitler, zur sofortigen Beendigung des Krieges und für ein freies und unabhängiges Deutschland aufgerufen wurde. Das NK., das erst unter dem Eindruck der Katastrophe von Stalingrad gebildet werden konnte, wurde von der Regierung der SU praktisch nur als ein Instrument sowjetrussischer [S. 114]Kriegführung gegen das Deutsche Reich mißbraucht und nach der deutschen Niederlage sofort wieder aufgelöst. Zahlreiche kriegsgefangene Mitglieder des NK. wurden aber auf der „Antifaschule“ von Krasnij Gorsk zu bolschewistischen Funktionären ausgebildet und später in Schlüsselstellungen der SBZ verwendet. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 113–114 Nationalitätenpolitik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Nationalpreis

Siehe auch: Nationalkomitee Freies Deutschland: 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Nationalkomitee Freies Deutschland (NKFD): 1975 1979 1985 Gegründet 12. 7. 1943 mit sowjetrussischer Unterstützung in Moskau, als sich führende kommunistische Emigranten aus Deutschland (Ackermann, Becher, Herrnstadt, Hoernle, Matern, Pieck, Ulbricht u. a.) mit kriegsgefangenen deutschen Offizieren und Soldaten über ein „Manifest“ an die Wehrmacht und an das deutsche Volk einigten,…

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Neubauer (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Pj. für Besitzer von Landgrundstücken aus dem Bodenreformfonds. Man unterscheidet alteingesessene N. (frühere Land- und Industriearbeiter, Handwerker, Angestellte u a.) und Umsiedler-N. (Flüchtlinge). Mit den N wollten die Kommunisten in der SBZ ein wirtschaftlich unselbständiges, dem System gefügiges Landproletariat schaffen. N. wohnten nach der Bodenreform zunächst gemeinsam in den ehemaligen Gutsgebäuden und besaßen weder lebendes noch totes Inventar in nennenswertem Umfange. Die MTS erhielten die Bedeutung eines kollektivierenden Bindegliedes zwischen den N. Die wachsenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten führten jedoch nicht zu einem „spontanen“ Kollektivierungswillen (Kollektivierung), sondern zur Massenflucht von N. und somit zur Entstehung herrenloser Flächen. Die wirtschaftliche Lage der N. hat sich seit der Bodenreform je nach Bodengüte und persönlicher Tüchtigkeit sehr unterschiedlich entwickelt. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 114 NDPD A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Neubürger

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Pj. für Besitzer von Landgrundstücken aus dem Bodenreformfonds. Man unterscheidet alteingesessene N. (frühere Land- und Industriearbeiter, Handwerker, Angestellte u a.) und Umsiedler-N. (Flüchtlinge). Mit den N wollten die Kommunisten in der SBZ ein wirtschaftlich unselbständiges, dem System gefügiges Landproletariat schaffen. N. wohnten nach der Bodenreform zunächst gemeinsam in den ehemaligen Gutsgebäuden…

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Neuererbewegung (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1969 1975 1979 Im Pj. gehört jeder „Werktätige“ zur N., der eine der Arbeitsproduktivität und Produktionssteigerung dienende „Neuerung“ erfindet, also z. B. Initiatoren der Kowaljow-Methode, der Bykow-Methode, der Nasarowa-Methode, der Hunderttausender-Bewegung, der Dreier-Methode, des Persönlichen Kontos usw. Innerhalb der stark propagierten N. gibt es z. Z. etwa 60 Neuerermethoden. Die Zahl wächst ständig an. (Aktivistenbewegung, neue ➝Arbeitsmethoden) Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 115 Neuerer der Landwirtschaft A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Neuer Kurs

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1969 1975 1979 Im Pj. gehört jeder „Werktätige“ zur N., der eine der Arbeitsproduktivität und Produktionssteigerung dienende „Neuerung“ erfindet, also z. B. Initiatoren der Kowaljow-Methode, der Bykow-Methode, der Nasarowa-Methode, der Hunderttausender-Bewegung, der Dreier-Methode, des Persönlichen Kontos usw. Innerhalb der stark propagierten N. gibt es z. Z. etwa 60 Neuerermethoden. Die Zahl wächst ständig an. (Aktivistenbewegung,…

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Massenorganisationen (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Von der SED gesteuerte, sog. überparteiliche Organisationen zur Erfassung der nichtkommun. Massen. Manche M. haben politisch verhältnismäßig farblose Persönlichkeiten als Vorsitzende, ihre tatsächlichen Führer sind jedoch immer zugleich SED-Funktionäre: „Im Apparat der M., zentral bei den Landesvorständen und Kreisleitungen, sind die Parteimitglieder zu Parteigruppen zusammenzufassen. Der Apparat der Parteigruppen muß ein operatives Instrument der Parteileitung sein … In den Parteigruppen ist jeder Genosse, gleich welche Funktionen er im Apparat hat, zuerst Mitglied der Partei …“ (aus dem Beschluß des Politbüros der SED vom 16. 8. 1949). In die Volksvertretungen entsenden die M. neben den Parteien eigene Abgeordnete (Volkskammer, Wahlen). Die Tätigkeit der meisten M. ist nicht auf die SBZ beschränkt, ihre Zweigstellen in Westdeutschland gehören zu den Tarnorganisationen. Die wichtigsten M. sind FDGB, Konsumgenossenschaft, FDJ, VdgB, DFD, Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, Gesellschaft für ➝deutsch-sowjetische Freundschaft. Mitgliedschaft bei einer der M. gilt als Mindestmaß „gesellschaftlicher Aktivität“. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 106 Masseninitiative A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Materialbilanzen

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Von der SED gesteuerte, sog. überparteiliche Organisationen zur Erfassung der nichtkommun. Massen. Manche M. haben politisch verhältnismäßig farblose Persönlichkeiten als Vorsitzende, ihre tatsächlichen Führer sind jedoch immer zugleich SED-Funktionäre: „Im Apparat der M., zentral bei den Landesvorständen und Kreisleitungen, sind die Parteimitglieder zu Parteigruppen zusammenzufassen. Der Apparat der…

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Materialversorgung, Staatliches Komitee für (1954)

Siehe auch: Materialversorgung: 1953 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Materialversorgung, Staatliches Komitee für: 1956 Im August 1952 aus der Staatlichen ➝Plankommission ausgegliederte und als ihr beigeordnetes Organ errichtete Verwaltung für die Materialversorgung der Produktionsbetriebe. Wird geleitet von einem Staatssekretär und ist ein „verwaltendes, operativ leitendes und kontrollierendes Organ der Regierung“, das mit außerordentlichen Vollmachten ausgestattet ist. Die StKfM ist weisungsberechtigt gegenüber Ministern, Staatssekretären und allen nachgeordneten Stellen. Die Materialbedarfspläne werden dem StKfM von den Planungsstellen bei den Ministerien, Staatssekretariaten, Räten der Bezirke und sonstigen zentralen Wirtschaftsorganen zugeleitet, wobei die Minister, Staatssekretäre, Leiter der Hauptverwaltungen usw. die persönliche Verantwortung für die Anwendung der Materialverbrauchsnormen haben. In dem StKfM wird der Materialbedarf nach Bruttoproduktionswerten geplant, woraus die technischen Kennziffern nach Mengen und Massen errechnet werden. Das errechnete Materialaufkommen wird nach Dringlichkeitsstufen auf die Industriezweige verteilt. Aus der Differenz der Kennziffern zwischen Materialaufkommen und Materialbedarf werden Importe planmäßig festgelegt. (Leiter: Alfred Binz, SED.) Seit 1. 1. 1953 ist die Staatliche Zentralverwaltung für ➝Statistik für die Abrechnung der Materialbilanzen und der Verteilungspläne zuständig. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 108 Materialverbrauchsnormen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Matern, Hermann

Siehe auch: Materialversorgung: 1953 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Materialversorgung, Staatliches Komitee für: 1956 Im August 1952 aus der Staatlichen ➝Plankommission ausgegliederte und als ihr beigeordnetes Organ errichtete Verwaltung für die Materialversorgung der Produktionsbetriebe. Wird geleitet von einem Staatssekretär und ist ein „verwaltendes, operativ leitendes und kontrollierendes Organ der Regierung“, das mit außerordentlichen Vollmachten ausgestattet ist. Die…

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Melsheimer, Ernst (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 * 9. 4. 1897 in Neunkirchen/Saar, Sohn eines Direktors im Stumm-Konzern. Gymnasium, Jura-Studium, Dr jur., 1918 Referendar, 1921 Landgerichtsrat in Berlin, 1928 Beitritt zur SPD, Oberjustizrat im preuß Justizministerium, 1932 Austritt aus der SPD; nach 1933 Landgerichtsdirektor, Kammergerichtsrat und 1944 zum Reichsgerichtsrat vorgeschlagen. Rechtsberater der NSV. Nach [S. 109]Kriegsschluß Oberstaatsanwalt in Berlin. Bei Gründung der sowjetzonalen Zentralverwaltung für Justiz zu deren Vizepräsidenten ernannt, Mitglied der KPD und später der SED. Seit Gründung der „DDR“ Generalstaatsanwalt und oberster Ankläger in der Sowjetzone Organisierte zahlreiche Schauprozesse nach sowjetischem Muster. (Rechtswesen, Demokratische Gesetzlichkeit) Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 108–109 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1954 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/melsheimer-ernst verwiesen. Meisterbauer A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z MELSTI

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 * 9. 4. 1897 in Neunkirchen/Saar, Sohn eines Direktors im Stumm-Konzern. Gymnasium, Jura-Studium, Dr jur., 1918 Referendar, 1921 Landgerichtsrat in Berlin, 1928 Beitritt zur SPD, Oberjustizrat im preuß Justizministerium, 1932 Austritt aus der SPD; nach 1933 Landgerichtsdirektor, Kammergerichtsrat und 1944 zum Reichsgerichtsrat vorgeschlagen. Rechtsberater der NSV. Nach [S. 109]Kriegsschluß Oberstaatsanwalt in Berlin. Bei Gründung…

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Ministerium des Innern (1954)

Siehe auch: Ministerium des Innern: 1975 1979 Ministerium des Innern (MdI): 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1985 Seit Gründung der „DDR“ hat das MdI eine grundlegende Wandlung von der obersten Behörde eines straff zentralisierten Verwaltungsapparates zum Führungsorgan der KVP durchgemacht. Diese Umwandlung wurde abgeschlossen, als am 19. 2. 1953 die eigentlichen zentralen Verwaltungsdienststellen des Staatsapparates der SBZ (die Hauptverwaltungen Deutsche Volkspolizei, Strafvollzug und Feuerschutz, die Hauptabteilungen Kader und Vermessung und Kartenwesen, Staatliche Archivverwaltung und die Abteilungen Staatliches Eigentum und Bevölkerungspolitik) zu einem „Staatssekretariat für Innere Angelegenheiten“ im MdI zusammengefaßt wurden. Als zweites Staatssekretariat wurde dem MdI am 24. 7. 1953 nach Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit das Staatssekretariat für Staatssicherheit (SSD) angeschlossen. Das MdI besitzt die Funktionen des Ministeriums der kasernierten Streitkräfte der Waffengattungen Heer, Marine und Luftwaffe. Minister ist Willi ➝Stoph (SED). Seine Stellvertreter sind der Chef der KVP und Oberbefehlshaber des Heeres, Generalleutnant Karl-Heinz ➝Hoffmann, der Oberbefehlshaber der Marine, Vizeadmiral Waldemar ➝Verner, der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generalmajor Heinz ➝Keßler, der Leiter der „Verwaltung für politisch-kulturelle Arbeit“ (früher Abteilung Politkultur), Generalmajor Rudolph Dölling und der Staatsse[S. 110]kretär für Staatssicherheit Ernst ➝Wollweber. Als „1. Stellvertreter des Ministers“ fungiert General der Volkspolizei Vincenz ➝Müller, der als Chef des Generalstabes („Hauptstab“) der KVP anzusehen ist und der als einziger nicht Mitglied der SED ist. (Volkspolizei) Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 109–110 Mielke, Erich A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Mitbestimmungsrecht

Siehe auch: Ministerium des Innern: 1975 1979 Ministerium des Innern (MdI): 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1985 Seit Gründung der „DDR“ hat das MdI eine grundlegende Wandlung von der obersten Behörde eines straff zentralisierten Verwaltungsapparates zum Führungsorgan der KVP durchgemacht. Diese Umwandlung wurde abgeschlossen, als am 19. 2. 1953 die eigentlichen zentralen Verwaltungsdienststellen des Staatsapparates der SBZ (die Hauptverwaltungen Deutsche…

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Mobilisierung Innerer Reserven (1954)

Siehe auch das Jahr 1953 Pj. für die seit 1950 nachdrücklich betriebene Erfassung von Material und Rohstoffen aller Art. Die M. ist nach sowjetzonalen Angaben „ein Teil der Materialversorgung zur Erfüllung der Wirtschaftspläne“. Als „Innere Reserven“ gelten Abfälle im Produktionsprozeß, Bestandteile überalterter Bauten, Maschinen und Anlagen und Altstoffe aus Haushaltungen. Die Erfassung wird durch die „DHZ Innere Reserven“ zusammen mit der „DHZ Schrott“ durchgeführt. Zur M. gehören auch Einsparungsmaßnahmen in den Betrieben durch Senkung der Materialverbrauchsnormen. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 110 Mittelbauer A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Mode

Siehe auch das Jahr 1953 Pj. für die seit 1950 nachdrücklich betriebene Erfassung von Material und Rohstoffen aller Art. Die M. ist nach sowjetzonalen Angaben „ein Teil der Materialversorgung zur Erfüllung der Wirtschaftspläne“. Als „Innere Reserven“ gelten Abfälle im Produktionsprozeß, Bestandteile überalterter Bauten, Maschinen und Anlagen und Altstoffe aus Haushaltungen. Die Erfassung wird durch die „DHZ Innere Reserven“ zusammen mit der „DHZ Schrott“ durchgeführt. Zur M. gehören auch…

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Moral, Kommunistische (1954)

Siehe auch: Moral, Kommunistische: 1953 1956 Moral, Sozialistische: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Der Bolschewismus verneint alle aus dem Christentum entwickelten Moralbegriffe der westlichen Zivilisation, durch die jeder Mensch ohne Unterschied von Klasse, Stand, Rasse oder Volkszugehörigkeit den gleichen sittlichen Geboten unterworfen ist und nach denen z. B. Täuschung, Lüge, Betrug, Diebstahl oder Mord unter allen Umständen verwerfliche Handlungen oder Verbrechen sind. Der Bolschewismus dagegen sagt: „Wir lehnen jede Moral ab, die auf übernatürlichen Ideen basiert oder außerhalb des Klassenbegriffs steht. Unserer Ansicht nach untersteht Moral den Gesetzen des Klassenkampfs. Alles, was notwendig ist, um die alte Gesellschaftsordnung der Ausbeuter zu vernichten und die Vereinigung des Proletariats herbeizuführen, ist moralisch. Unsere Moral besteht also einzig in straffer Disziplin und bewußtem Kampf gegen die Ausbeuter. Wir glauben nicht an äußerliche moralische Grundsätze und werden diesen Betrug aufdecken. Die kommunistische Moral ist identisch mit dem Kampf für die Stärkung der Diktatur des Proletariats“ (Lenin). Danach ist ohne Ausnahme alles gerechtfertigt und gut, was dem Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung dient, und alles verbrecherisch und böse, was die Herbeiführung des bolschewistischen Umsturzes und der Diktatur des Proletariats behindert. Diese „bolschewistischen Moralbegriffe“ sind auch Gegenstand des Unterrichts in den Schulen der SBZ. Literaturangaben Berdiajew, Nikolai: Wahrheit und Lüge des Kommunismus. Darmstadt 1953, Holle-Verlag. 128 S. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 111 Monopolkapitalismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z MTS

Siehe auch: Moral, Kommunistische: 1953 1956 Moral, Sozialistische: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Der Bolschewismus verneint alle aus dem Christentum entwickelten Moralbegriffe der westlichen Zivilisation, durch die jeder Mensch ohne Unterschied von Klasse, Stand, Rasse oder Volkszugehörigkeit den gleichen sittlichen Geboten unterworfen ist und nach denen z. B. Täuschung, Lüge, Betrug, Diebstahl oder Mord unter allen Umständen verwerfliche Handlungen oder…

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Multifunktionär (1954)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Begriff des Pj. für kommun. Funktionär, der in einer Vielzahl von Ämtern in Partei- und Massenorganisationen tätig ist. Die Bezeichnung M. ist herabsetzend gedacht, da einem M. mit Recht unterstellt wird, er könne bei der großen Zahl seiner Verpflichtungen keine davon richtig erfüllen Andererseits ist der M. ein Ergebnis des Organisationen-Unwesens, denn für die Unzahl von Ämtern können nicht genügend geeignete Personen gefunden werden. M. erscheinen dem Regime als gefährlich, da sie auf Grund ihrer Tätigkeit in verschiedenen Organisationen sich unerwünschte Machtpositionen schaffen können. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 112 Müller, Vincenz A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Museen

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 Begriff des Pj. für kommun. Funktionär, der in einer Vielzahl von Ämtern in Partei- und Massenorganisationen tätig ist. Die Bezeichnung M. ist herabsetzend gedacht, da einem M. mit Recht unterstellt wird, er könne bei der großen Zahl seiner Verpflichtungen keine davon richtig erfüllen Andererseits ist der M. ein Ergebnis des Organisationen-Unwesens, denn für die Unzahl von Ämtern können nicht genügend geeignete Personen gefunden…

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Nachtsanatorium (1954)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Von einem oder mehreren Betrieben gemeinsam unterhaltene Krankenstation zur Behandlung und Überwachung von ambulant kranken oder genesenden Betriebsangehörigen. Die N. wurden errichtet, um nach sowjetzonalen Begriffen bedingt arbeitsfähige Kranke möglichst schnell wieder in den Produktionsprozeß einzugliedern. Die Behandlung (Massagen, Bäder, Bestrahlungen usw.) erfolgt nach Arbeitsschluß bzw. nachts im N., wo der Patient auch zu übernachten hat. Mit der Errichtung der N. ist die totale, lückenlose Überwachung der Arbeiter auch im Krankheitsfalle sichergestellt. (Gesundheitswesen) Literaturangaben Weiss, Wilhelm: Das Gesundheitswesen in der sowjetischen Besatzungszone. 2., erw. Aufl. 1952. 130 S. m. 14 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 112 MWD A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Nasarowa-Methode

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Von einem oder mehreren Betrieben gemeinsam unterhaltene Krankenstation zur Behandlung und Überwachung von ambulant kranken oder genesenden Betriebsangehörigen. Die N. wurden errichtet, um nach sowjetzonalen Begriffen bedingt arbeitsfähige Kranke möglichst schnell wieder in den Produktionsprozeß einzugliedern. Die Behandlung (Massagen, Bäder, Bestrahlungen usw.) erfolgt nach Arbeitsschluß bzw. nachts im N., wo…

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Nationalismus (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Stalin hat 1930 erklärt, nationale Kulturen seien mit sozialistischem Geist vereinbar Unter der Diktatur des Proletariats sei eine Kultur „sozialistisch dem Inhalt nach, national der Form nach“. Wenn Lenin die nationalen Kulturen angegriffen habe, dann nur ihren „bürgerlichen Inhalt“, nicht ihre nationale Form. Erst wenn das Proletariat auf der ganzen Welt gesiegt habe und der Sozialismus errichtet sei, könne es eine Kultur geben, die sowohl der Form wie dem Inhalt nach sozialistisch sei. In der Zwischenzeit müßten sich die Nationalitäten entfalten können, weil gerade in dieser Entfaltung die Voraussetzung gegeben sei, daß die nationalen Kulturen sich in eine einzige allgemeine Kultur mit einer einzigen gemeinsamen Sprache verschmelzen könnten. — Trotz dieser theoretischen Erklärungen sind in Wirklichkeit bei Gewährung gewisser äußerer nationaler Formen die nichtrussischen Völker der SU, die osteuropäischen Satellitenstaaten und die deutsche SBZ von Moskau immer stärker gleichgeschaltet worden. Seit 1950 hat eine neue Russifizierung eingesetzt. Die anderen Völker werden ermahnt, es auf allen Gebieten dem „großen russischen Bruder“ gleich zu tun. Der Bolschewismus ist in den letzten 18 Jahren zunehmend eine Verbindung mit dem russischen Nationalismus und Messianismus eingegangen (Theorie des Marxismus-Leninismus-Stalinismus) Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 113 Nationale Geschichtsbetrachtung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Nationalität

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Stalin hat 1930 erklärt, nationale Kulturen seien mit sozialistischem Geist vereinbar Unter der Diktatur des Proletariats sei eine Kultur „sozialistisch dem Inhalt nach, national der Form nach“. Wenn Lenin die nationalen Kulturen angegriffen habe, dann nur ihren „bürgerlichen Inhalt“, nicht ihre nationale Form. Erst wenn das Proletariat auf der ganzen Welt gesiegt habe und der Sozialismus errichtet sei,…

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Nationalpreis (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Der N. wird gemäß § 23 der „Verordnung über die Erhaltung und die Entwicklung der deutschen Wissenschaft und Kultur, die weitere Verbesserung der Lage der Intelligenz und die Steigerung ihrer Rolle in der Produktion und im öffentlichen Leben“ vom 31. 3. 1949 verliehen. Die Verordnung erkennt an, daß auch auf nichtkommun. Fachwissenschaftler nicht verzichtet werden kann: „Die rückständige und schädliche Ansicht, daß eine demokratische Gesellschaft und ein neues Leben ohne Heranziehung, Umformung und Umerziehung der alten Gruppen der bürgerlichen Intelligenz zur gemeinsamen schöpferischen Arbeit möglich seien, muß abgelehnt werden.“ N. werden jährlich auf den Gebieten Wissenschaft und Technik sowie Kunst und Literatur in drei Klassen verliehen. Für Wissenschaft und Technik werden fünf Preise zu je 100.000, zehn Preise zu je 50.000 und fünfzehn Preise zu je 25.000 DM Ost verliehen; für Kunst und Literatur gibt es drei Preise zu je 100.000, sechs Preise zu je 50.000 und neun Preise zu je 25.000 DM Ost. Zusammen mit den Geldpreisen wird eine Goldene Medaille verteilt. Die Verleihung erfolgt durch den „Präsidenten der DDR“ jeweils am 7. 10. eines Jahres. Laut Anordnung vom 18. 5. 1949 können die Preise auch für Kollektivleistungen ausgeworfen werden. (Auszeichnungen) Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 114 Nationalkomitee Freies Deutschland A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Naturgemäße Viehhaltung

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Der N. wird gemäß § 23 der „Verordnung über die Erhaltung und die Entwicklung der deutschen Wissenschaft und Kultur, die weitere Verbesserung der Lage der Intelligenz und die Steigerung ihrer Rolle in der Produktion und im öffentlichen Leben“ vom 31. 3. 1949 verliehen. Die Verordnung erkennt an, daß auch auf nichtkommun. Fachwissenschaftler nicht verzichtet werden kann: „Die rückständige und schädliche…

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Neubürger (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Pj. für die nach dem Zusammenbruch aus den Gebieten jenseits der Oder-Neiße-Linie und den heutigen Volksdemokratien vertriebenen und geflohenen Deutschen. Die N. werden auch „Umsiedler“ genannt. Die Bezeichnungen „Flüchtlinge“ oder „Vertriebene“ werden unterdrückt. Die N. sollen in der alteingesessenen Bevölkerung vollständig aufgehen. Zusammenschluß [S. 115]zur Wahrung ihrer Interessen und zur Pflege des Heimatgedankens ist ihnen nicht gestattet. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 114–115 Neubauer A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Neuerer der Landwirtschaft

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Pj. für die nach dem Zusammenbruch aus den Gebieten jenseits der Oder-Neiße-Linie und den heutigen Volksdemokratien vertriebenen und geflohenen Deutschen. Die N. werden auch „Umsiedler“ genannt. Die Bezeichnungen „Flüchtlinge“ oder „Vertriebene“ werden unterdrückt. Die N. sollen in der alteingesessenen Bevölkerung vollständig aufgehen. Zusammenschluß [S. 115]zur Wahrung ihrer Interessen und zur Pflege des Heimatgedankens…

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Neulehrer (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Lehrerbildung. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 115 Neuer Kurs A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z NF

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Lehrerbildung. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 115 Neuer Kurs A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z NF

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Materialbilanzen (1954)

Siehe auch das Jahr 1953 Für die Produktions-, Außenhandels- und Warenverteilungspläne in der SBZ wird von Materialverbrauchsnormen ausgegangen, die in den Betrieben aufgestellt u. als Bedarfsanforderungen an die zuständige Bedarfsträgergruppe, z. B. eine VVB, weitergegeben werden. Die Bedarfsträgergruppe faßt die Anforderung der Betriebe zusammen und leitet sie an den zuständigen Kontingentsträger, z. B. das Fachministerium, weiter. Der Kontingentsträger als größte Einheit einer Bedarfsträgergruppe prüft die Anforderungen und gibt sie nach Bestätigung weiter an die Staatliche Verwaltung für Materialversorgung. Hier wird die Gesamt-M. ausgearbeitet. Aus den Differenzen zwischen Materialaufkommen und -bedarf ergeben sich einerseits die Planungen für die Ausweitung oder Einschränkung von Produktionszweigen mit den daraus sich ergebenden Arbeitskräfte- und Finanz[S. 107]planungen; andererseits bestimmen sie den Umfang des Außenhandels. Die Materialbilanzierung in der SBZ ist z. Z. wegen des Fehlens exakter Materialverbrauchsnormen zugestandenermaßen sehr mangelhaft. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 106–107 Massenorganisationen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Materialistische Geschichtsauffassung (Historischer Materialismus)

Siehe auch das Jahr 1953 Für die Produktions-, Außenhandels- und Warenverteilungspläne in der SBZ wird von Materialverbrauchsnormen ausgegangen, die in den Betrieben aufgestellt u. als Bedarfsanforderungen an die zuständige Bedarfsträgergruppe, z. B. eine VVB, weitergegeben werden. Die Bedarfsträgergruppe faßt die Anforderung der Betriebe zusammen und leitet sie an den zuständigen Kontingentsträger, z. B. das Fachministerium, weiter. Der Kontingentsträger als größte Einheit einer…

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Matern, Hermann (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 * 17. 6. 1893 in Burg b. Magdeburg, Volksschule, Gerberlehrling, seit 1907 in der Arbeiterjugend und SPD tätig; seit 1919 KPD; Parteisekretär und preußischer Landtagsabgeordneter. 1933 verhaftet, 1934 Flucht über Prag und Paris nach Moskau. Aktiv im Nationalkomitee Freies Deutschland und in der Offiziersumschulung. Sowjetischer Staatsbürger. Nach 1945 Stadtrat in Dresden, Vorsitzender der KPD in Sachsen, 1946 in das Zentralsekretariat der SED berufen und zum Berliner Landesvorsitzenden der SED gewählt seit 1948 Vorsitzender der ZPKK, seit 24. 7. 1950 Mitgl. des ZK und des Politbüros. Vizepräsident der Volkskammer. Er wurde im Juni 1953 mit dem „Karl-Marx-Orden“ ausgezeichnet. — Seine Frau Jenny ist Staatssekretär im Gesundheitsministerium. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 108 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1954 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/matern-hermann verwiesen. Materialversorgung, Staatliches Komitee für A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Meister

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 * 17. 6. 1893 in Burg b. Magdeburg, Volksschule, Gerberlehrling, seit 1907 in der Arbeiterjugend und SPD tätig; seit 1919 KPD; Parteisekretär und preußischer Landtagsabgeordneter. 1933 verhaftet, 1934 Flucht über Prag und Paris nach Moskau. Aktiv im Nationalkomitee Freies Deutschland und in der Offiziersumschulung. Sowjetischer Staatsbürger. Nach 1945 Stadtrat in Dresden, Vorsitzender der KPD in Sachsen, 1946 in das…

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MELSTI (1954)

Siehe auch: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (IML): 1975 1979 1985 Marx-Engels-Lenin-Stalin-Institut: 1956 1958 1959 1960 1962 MELS-Institut: 1958 1959 1960 1962 MELSTI: 1956 Abk. für Marx-Engels-Lenin-Stalin-Institut. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 109 Melsheimer, Ernst A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z MGB

Siehe auch: Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (IML): 1975 1979 1985 Marx-Engels-Lenin-Stalin-Institut: 1956 1958 1959 1960 1962 MELS-Institut: 1958 1959 1960 1962 MELSTI: 1956 Abk. für Marx-Engels-Lenin-Stalin-Institut. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 109 Melsheimer, Ernst A, B, C, D, E, F, G,…

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Mitbestimmungsrecht (1954)

Siehe auch: Mitbestimmungs-, Mitgestaltungs-, Mitwirkungsrechte: 1975 1979 1985 Mitbestimmungsrecht: 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Ein M. der Arbeiter und Angestellten gibt es in der „DDR“ praktisch nicht. Im Gesetz der ➝Arbeit heißt es, daß „in unserer neuen demokratischen Ordnung, in der die Schlüsselbetriebe dem Volke gehören“, das M. durch die demokratischen, staatlichen Organe verwirklicht wird (§ 4, 1). Im Gegensatz zur bisherigen Gesetzgebung ist allein die Gewerkschaftsorganisation befugt, die Interessen der Arbeiter und Angestellten zu vertreten. In VEB besteht angeblich kein Gegensatz zwischen Werkleitung und Belegschaft. Beide sind als Ganzes Träger der Gesamtheit betrieblicher Funktionen, unterscheiden sich nur durch Verschiedenartigkeit der Aufgaben. Hier ist nach Grotewohl das M. bereits übergegangen in die „höhere Form der Beteiligung der Arbeiter an der Leitung und Führung der Betriebe Dies bedeutet, daß es auch hier kein M. gibt, da die Führung der Betriebe den staatlichen Organen untersteht. „Lediglich in Privatbetrieben hat die BGL besondere Vereinbarungen über die Durchführung des M. zu treffen“ (Ges. d. Arb. § 9). Der Unternehmer darf nicht selbständig über Produktion, Produktionsumfang, Personalfragen u. a. entscheiden, „ohne daß dadurch die Initiative des Unternehmers und seine Verantwortung … herabgemindert würde“. (Grotewohl). Literaturangaben Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 2., erw. Aufl. (BB) 1953. 103 S. m. 2 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 110 Ministerium des Innern A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Mitschurin

Siehe auch: Mitbestimmungs-, Mitgestaltungs-, Mitwirkungsrechte: 1975 1979 1985 Mitbestimmungsrecht: 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Ein M. der Arbeiter und Angestellten gibt es in der „DDR“ praktisch nicht. Im Gesetz der ➝Arbeit heißt es, daß „in unserer neuen demokratischen Ordnung, in der die Schlüsselbetriebe dem Volke gehören“, das M. durch die demokratischen, staatlichen Organe verwirklicht wird (§ 4, 1). Im Gegensatz zur bisherigen Gesetzgebung ist allein…

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Mode (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Auch die M. ist in der SBZ ausschließlich auf den Grundsatz ihres Nutzwertes ausgerichtet. Soweit überhaupt wirklichen modischen Gesichtspunkten Rechnung getragen wird, soll dadurch die Arbeitsfreudigkeit der Frauen und dadurch indirekt die Arbeitsproduktivität gesteigert werden, eine auffällige Eintönigkeit der Farben und Stoffe ist auf die mangelhafte Leistungsfähigkeit der Textil- und Farbenindustrie zurückzuführen. Auf Modenschauen werden mit Vorliebe „Modelle, die in unsere Zeit passen und den Wünschen der werktätigen Frauen gerecht werden“, gezeigt („Tägliche Rundschau“ vom 15. 3. 1951). Bewohner der SBZ, die sich nach westlicher Mode kleiden, werden als reaktionär und dekadent bezeichnet und häufig öffentlich diffamiert. Dagegen ist die M. der SBZ in die Politik „eingeplant“ und muß sich ihre Existenzberechtigung mit Friedensparolen erkaufen: „Das Modehandwerk stellte seine Modenschau unter das Motto: „Nur im Frieden kann das Handwerk gedeihen“ („Berliner Zeitung“ vom 9. 3. 1952.) Im übrigen leidet die M.-„Planung“ unter den Mängeln der Wirtschaftspläne, da immer wieder jahreszeitlich bedingte Artikel erst nach Ende der Saison der Bevölkerung zugänglich werden. Als staatliches Instrument der M.-Lenkung besteht seit 1. 1. 1953 ein „Institut für Bekleidungskultur“ beim Ministerium für Leichtindustrie. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 110 Mobilisierung Innerer Reserven A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Molotow

Siehe auch die Jahre 1953 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Auch die M. ist in der SBZ ausschließlich auf den Grundsatz ihres Nutzwertes ausgerichtet. Soweit überhaupt wirklichen modischen Gesichtspunkten Rechnung getragen wird, soll dadurch die Arbeitsfreudigkeit der Frauen und dadurch indirekt die Arbeitsproduktivität gesteigert werden, eine auffällige Eintönigkeit der Farben und Stoffe ist auf die mangelhafte Leistungsfähigkeit der Textil- und Farbenindustrie zurückzuführen. Auf…

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MTS (1954)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Abk. für Maschinen-Traktoren-Station. Nach dem Muster der sowjetischen MTS gebildete staatliche Landmaschinenparks, die zunächst Sammelstellen der im Zuge der Bodenreform angefallenen Traktoren und landwirtschaftl. Maschinen waren. Körperschaft des öffentlichen Rechts. Aufbau durch Beschluß des Sekretariats der DWK vom 10. 11. 1948. Die MTS pflügen, drillen, mähen, dreschen usw. für zugkraftarme Bauern, vor allem Neubauern; die Gebührensätze sind gestaffelt nach ha-Größen und wurden wiederholt variiert. Die Verordnung vom 9. 3. 1949 straffte die Organisation der damals noch als MAS bezeichneten MTS und gab ihr die Zielsetzung als „technisches, agrarwirtschaftliches und kulturelles Zentrum auf dem Lande“. Mit der Verordnung vom 14. 12. 1950 erfolgte die Konzentrierung der MTS als „selbständig planende und bilanzierende Einheit der volkseigenen Wirtschaft“ (GBl. Nr. 140/50). Die MTS sollen Mittelpunkte des politisch-kulturellen Lebens auf dem Lande werden (Kulturhaus), also Mittel der Kollektivierung der Landwirtschaft. Die heutige Bezeichnung MTS wurde im Herbst 1952 eingeführt. (Agronom, Landwirtschaft) Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 111 Moral, Kommunistische A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Mückenberger, Erich

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Abk. für Maschinen-Traktoren-Station. Nach dem Muster der sowjetischen MTS gebildete staatliche Landmaschinenparks, die zunächst Sammelstellen der im Zuge der Bodenreform angefallenen Traktoren und landwirtschaftl. Maschinen waren. Körperschaft des öffentlichen Rechts. Aufbau durch Beschluß des Sekretariats der DWK vom 10. 11. 1948. Die MTS pflügen, drillen, mähen, dreschen usw. für zugkraftarme Bauern, vor allem…

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Museen (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Soweit das Museumsgut der Zone nicht nach dem Zusammenbruch als „Beute“ entführt wurde, wird es seit der Besinnung auf das „kulturelle Erbe“ wieder restauriert und ausgestellt. Die im April 1951 unter die Verwaltung des Volksbildungsministeriums gestellten Ostberliner Galerien (Leiter: Ludwig Justi) befinden sich im Wiederaufbau. Die Reste der sächsischen Galerien (Dresden) werden seit 1952 im Gebäude des ehemaligen Reichsgerichts in Leipzig ausgestellt. Auch die M. werden als weltanschauliche Schulungsanstalten betrachtet und dienen der Propaganda des stalinistischen Weltbildes. Dies wird erreicht durch die Auswahl des Ausgestellten und durch die Herausgabe ideologisch kontrollierter Museumsführer. Das Muster eines derart ideologisch ausgerichteten M. ist das M. für deutsche Geschichte in Ostberlin. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 112 Multifunktionär A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Musterkollektivvertrag

Siehe auch die Jahre 1953 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Soweit das Museumsgut der Zone nicht nach dem Zusammenbruch als „Beute“ entführt wurde, wird es seit der Besinnung auf das „kulturelle Erbe“ wieder restauriert und ausgestellt. Die im April 1951 unter die Verwaltung des Volksbildungsministeriums gestellten Ostberliner Galerien (Leiter: Ludwig Justi) befinden sich im Wiederaufbau. Die Reste der sächsischen Galerien (Dresden) werden seit 1952 im Gebäude des…

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Nasarowa-Methode (1954)

Siehe auch das Jahr 1953 Aus der SU in die SBZ eingeführtes „Neuerer“-Verfahren (Neuererbewegung), nach welchem jeder Arbeiter selbst für die Pflege und Instandhaltung der von ihm benutzten Maschinen und Werkzeuge verantwortlich ist. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 112 Nachtsanatorium A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Nationale Front

Siehe auch das Jahr 1953 Aus der SU in die SBZ eingeführtes „Neuerer“-Verfahren (Neuererbewegung), nach welchem jeder Arbeiter selbst für die Pflege und Instandhaltung der von ihm benutzten Maschinen und Werkzeuge verantwortlich ist. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 112 Nachtsanatorium A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Nationale Front

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Nationalität (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 Nationalismus. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 113 Nationalismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Nationalitätenpolitik

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 Nationalismus. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 113 Nationalismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Nationalitätenpolitik

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Naturgemäße Viehhaltung (1954)

Siehe auch: Naturgemäße Viehhaltung: 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Viehhaltung, naturgemäße: 1969 Grundsatz: Gesunde und leistungsfähige Tiere durch Abhärtung, also Veränderung der Umweltverhältnisse aufzuziehen. Obwohl der Grundsatz (Agrobiologie) nicht neu ist, wird er einerseits wegen der Notwendigkeit stärkerer Viehhaltung und andererseits wegen des herrschenden Mangels an Stallraum und Baumaterial maßlos übertrieben. Daß die angeblich höheren Leistungen im „Freiluftstall“ auch mit einem größeren Futteraufwand erkauft sind und daß hochgezüchtete Tiere diese überspitzt naturgemäße Haltung nicht vertragen, wird dabei nicht berücksichtigt. Literaturangaben Kramer, Matthias: Die Landwirtschaft in der sowjetischen Besatzungszone. 2., überarb. u. erw. Ausgabe. Januar 1953. 176 S. m. 31 Tab., 17 Anlagen, 15 Dok. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 114 Nationalpreis A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z NDPD

Siehe auch: Naturgemäße Viehhaltung: 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Viehhaltung, naturgemäße: 1969 Grundsatz: Gesunde und leistungsfähige Tiere durch Abhärtung, also Veränderung der Umweltverhältnisse aufzuziehen. Obwohl der Grundsatz (Agrobiologie) nicht neu ist, wird er einerseits wegen der Notwendigkeit stärkerer Viehhaltung und andererseits wegen des herrschenden Mangels an Stallraum und Baumaterial maßlos übertrieben. Daß die angeblich höheren Leistungen im…

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Neuer Kurs (1954)

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die auf der 2. Parteikonferenz der SED im Juli 1952 beschlossenen revolutionären Richtlinien, nach denen die bisherige antifaschistisch-demokratische Ordnung in der SBZ durch die Diktatur des Proletariats und den beschleunigten Aufbau des Sozialismus abgelöst werden sollte, mußten bereits nach elf Monaten durch den vom Politbüro am 9. 6. 1953 verkündeten NK. revidiert werden. Die Revision, die keine grundsätzliche Abkehr von der bisherigen Generallinie, sondern nur eine Verlangsamung des Tempos in der Sowjetisierungspolitik vorsieht, wurde notwendig, um einer durch die Verschärfung des Klassenkampfregimes, durch Fehlplanung und Versagen der Parteibürokratie drohenden Wirtschaftskatastrophe und einem Verzweiflungsausbruch der Bevölkerung (Juni-Aufstand) im letzten Augenblick vorzubeugen. Da die Verkündung des NK. zeitlich mit einer Reihe vergleichbarer Maßnahmen in den übrigen Satellitenstaaten zusammenfällt, kann angenommen werden, daß diese Vorgänge im Einklang mit zeitbedingten taktischen Absichten der Moskauer Außenpolitik stehen. Der NK. kündigte an: 1. Abänderung der Methoden zur Erreichung des Fünfjahrplans, dessen Schwergewicht bisher auf der Entwicklung einer vom „kapitalistischen Westen“ möglichst unabhängigen Schwerindustrie und dem Aufbau einer auch rüstungswirtschaftlich fundierten Volkspolizei lag, zugunsten einer verbesserten Versorgung der Bevölkerung mit Verbrauchsgütern und eines vermehrten Wohnungsbaus; 2. Vorübergehender Verzicht auf die fortschreitende Ausschaltung der noch vorhandenen privatwirtschaftlichen Unternehmen (kleine und mittlere Privatbetriebe in Industrie und Landwirtschaft, Handwerker, Einzelhändler) und Anregung der Privatinitiative des bisher „vernachlässigten“ Mittelstandes in Produktion und Handel durch kurzfristige Kredite und vermehrte Rohstoffzuteilung; 3. Milderung des bisher durch verschärfte Zwangseintreibung von Ablieferungsrückständen und Steuern geführten Klassenkampfs in Dorf und Stadt, Aussetzung der bisherigen Rückstände und Herabsetzung des landwirtschaftlichen Ablieferungssolls zur Steigerung der privaten Produktion; 4. Milderung bzw. Aufhebung des zur Abwendung der drohenden Wirtschaftskrise notwendig gewordenen Sparsamkeitsregimes auf dem Gebiet der Lebensmittelverteilung, der HO-Preispolitik, der Arbeitsnormen und Löhne sowie der Tarife für Arbeiterrückfahrkarten; 5. Erleichterung der Rückkehr republikflüchtiger Personen, denen Rückgabe ihres beschlagnahmten Eigentums in Aussicht gestellt wird; 6. Erleichterung des Interzonen-Reiseverkehrs; 7. Aufhebung verschiedener während des verschärften Kampfs gegen die Kirchen (Religion und Kirche) getroffenen Maßnahmen. Außer vorwiegend wirtschaftlichen Maßnahmen wurde eine gewisse Milderung des politischen Terrors durch Erhöhung der Rechtssicherheit, eine beschränkte Amnestie, Zulassung offener Kritik und wahrhaftigerer Presseberichterstattung angekündigt. Die entsprechenden Maßnahmen blieben jedoch in der Folgezeit aus oder wurden nur unvollständig durchgeführt. Die bisherige Praxis rechtfertigt auf keinen Fall die Behauptung des ZK, der NK. solle die Vorbereitung einer Wiedervereinigung Deutschlands und die Herbeiführung freier Wahlen erleichtern. Bestenfalls kann der NK. als eine durch die kritische wirtschaftliche und politische Lage der SBZ erzwungene Vertagung der verschärften Sowjetisierungspolitik betrachtet und in seiner politischen Bedeutung mit der „Neuen ökonomischen Politik“ in der SU verglichen werden. Literaturangaben : „Ost-Probleme“ (Ein Informationsblatt über Fragen des Weltkommunismus). Hrsg. von Hicog, Bonn-Mehlem, erscheint wöchentlich — nunmehr im 5. Jg. — seit 1949. : „SBZ-Archiv — Dokumente — Berichte — Kommentare zu Gesamtdeutschen Fragen.“ Köln, Verlag für Politik und Wirtschaft. Erscheint (nachdem es bis 1952 unter dem Namen „PZ-Archiv“ herausgekommen war) halbmonatlich — nunmehr im 4. Jg. — seit 1950. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 115 Neuererbewegung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Neulehrer

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Die auf der 2. Parteikonferenz der SED im Juli 1952 beschlossenen revolutionären Richtlinien, nach denen die bisherige antifaschistisch-demokratische Ordnung in der SBZ durch die Diktatur des Proletariats und den beschleunigten Aufbau des Sozialismus abgelöst werden sollte, mußten bereits nach elf Monaten durch den vom Politbüro am 9. 6. 1953 verkündeten NK. revidiert werden. Die Revision, die keine…

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NF (1954)

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Nationale Front. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 115 Neulehrer A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z NKFD

Siehe auch die Jahre 1953 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Nationale Front. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 115 Neulehrer A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z NKFD